Kann man es lernen dominant zu werden?

Benutzer3713  (42)

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Ich hab da mal so eine Frage in die Runde, die ich mir aktuell stelle.
Dank "Fifty Shades of Gray" ist das Thema BDSM ja aktuell in aller munde. Und wenn man sich ein bisschen umschaut sieht man, dass viele Frauen das inzwischen als ihre aktuell gewünschte sexuelle Ausrichtung sehen. Also eher ein devotere Rolle.

Wie ist es aber auf der anderen Seite aus? Kann man(n) es kernen dominant zu werden wenn er es zuvor nicht ist? Kann der nette Kerl auch ein dominanter Mann sein?

Was meint ihr dazu?
 

Benutzer150418 

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"Können" tut man das gewiss, ich habe meine Rolle auch einige Zeit sehr gut gespielt - aber die Frage ist ja, wie der nicht dominante Mann sich damit fühlt und ob das eine für ihn gesunde Entscheidung ist. :smile:

Ich weiß aus Erfahrung, man kann es lernen, aber gleichzeitig auch, dass das eine dumme Idee ist, weil mein seine wirklichen Bedürfnisse verleugnet um zu gefallen. Gewiss kann man hier und da Gefallen an manchen Spielereien finden, aber entweder man ist dominant oder man ist es nicht.
Und der Frau grundsätzlich die devote Rolle zuzugestehen ist doch langweilig und extrem kraftraubend, wenn man als Mann nunmal nicht der Typ dafür ist.
 

Benutzer3713  (42)

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Ich sehe nicht unbedingt den Mann immer in der Dom rolle, dass nicht falsch verstehen. Es soll allgemein sein.
Deinen Anstoß, dass man es nur machen soll wenn man es auch will finde ich sehr gut.
 
K

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Gast
Ich denke, man kann durchaus lernen, für eine bestimmte Zeit mal dominant aufzutreten. Wenn es also am Abend das nette kleinen Rollenspiel sein soll, klappt das sicher.

Dauerhaft wird man es aber nicht leben können, zumindest nicht, ohne sich selbst ein Stück weit zu verlieren/zu verleugnen. Und ich glaube auch nicht, dass der devote Partner in der Beziehung möchte, dass der "dominante" Partner ein lebenslanges Schauspiel aufrecht erhält. Zumindest wäre es m.E. ein sehr egoistischer Wunsch.
 
R

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Also ich könnte sowas nicht spielen. Will mich im Bett ja nicht verstellen müssen und mich würde die "falsche" Rolle auch einfach nicht anmachen.
 

Benutzer150857 

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Ich denke, dass es einfach ein Unterschied ist, ob man es macht, weil es sich der Partner wünscht, oder ob man es tut, weil es gerade passt und beide Lust darauf haben. Natürlich kann man lernen, in andere Rollen zu schlüpfen oder seine dominante/devote Seite entdecken. Dabei handelt es sich doch im besten Fall lediglich um eine Erweiterung des Sexlebens und eben nicht darum, sich selbst zu verstellen - wobei auch das in Ordnung ist, wenn es sich für beide gut anfühlt.

Man sollte sich nur vielleicht eher in kleinen Schritten entwickeln und entdecken und nicht gleich in Seilen eingeschnürt von der Decke baumeln (keine Ahnung, wie der "Fachbegriff" dazu lautet :grin:). :zwinker:
 

Benutzer144516 

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Wenn man ab und an mal in eine andere Rolle schlüpfen will, ist es definitiv möglich mal ein anderer Mensch zu sein.
Aber auf Dauer finde ich es sehr anstrengend. Man sollte schon ehrlich zu sich selbst sein und seine eigenen Bedürfnisse anerkennen.
 

Benutzer121281  (32)

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Man kann die Praktiken, die Worte, die Gesten, usw lernen, auf jeden Fall.
Das "Fühlen" zu erlernen ist meiner Meinung nach sehr schwer, wenn da die Grundlage nicht vorhanden ist. Das ist in meinen Augen in etwa so, als würde ein heterosexueller Mensch lernen homosexuell zu sein.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich bin da mal ganz ehrlich: Ich denke nicht, dass man es erlernen kann. Das ist einfach eine Typfrage. Damit meine ich nicht nur die Praktiken (die könnte man sicherlich erlernen), sondern vor allem das Auftreten und die Art eines Menschen.

Man könnte es in diversen Rollenspielen eben als Rolle spielen, aber dafür muss man schon sehr gut schauspielern können (und das können wirklich die wenigsten Laien), damit der (devote) Partner es nicht merkt, dass es nur gespielt ist.
Ich hab diese Szenarien durch, meine beiden Ex-Beziehungen waren wenig dominant, wollten es aber mir zuliebe ausprobieren.
Es ging in die Hose. Sehr. Es ging so gar soweit, dass ich zwischenzeitlich lachen musste (das tat mir richtig leid und war auch definitiv nicht angemessen, ich konnte es aber nicht unterdrücken). Das würde ich mir und meinem Partner nie wieder antun.

Ich hab einfach für mich gemerkt, dass Authenzität mitunter das wichtigste beim Sex ist.

Wenn ein Mensch um der Abwechslung wegen einen dominanten Partner beim Sex haben will, könnte ich mir vorstellen, dass es auch reichen würde, wenn man gut schauspielert. Sollte der Partner aber dauerhaft einen dominanten Partner wollen, kann ich es mir nicht vorstellen.

Ich hab da mal so eine Frage in die Runde, die ich mir aktuell stelle.
Möchtest du dominanter werden oder stellst du die Frage ohne persönlichen Bezug?
 

Benutzer139022 

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Meiner Erfahrung nach kann man durchaus gefallen an der etwas dominanteren Rolle finden, wenn man sich langsam rantastet.

Hände auf dem Rücken der Partnerin festhalten, fesseln bzw. die Bewegungsfreiheit etwas einschränken gefällt mir besser als ich es gedacht hätte. Alles was in Richung BDSM geht noch nicht probiert und ich glaube auch nicht das es mir gefallen würde.

Wenn der Wille da ist kann man sich gemeinsam rantasten, aber das jemand dadurch plötzlich ganz neue Seiten an sich entdeckt halte ich für eher selten.
 

Benutzer3713  (42)

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Möchtest du dominanter werden oder stellst du die Frage ohne persönlichen Bezug?
Nein es hat keinen persönlichen Bezug.
Ich bin zwar auch mal am überlegen in wie weit ein dominanteres Auftreten meinerseits sich auf Andere auswirken würde, aber nur als Gedankenspiel.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer87573 

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Ich bin da ganz bei HarleyQuinn und Mrs Brightside: es ist möglich, mal im Rahmen eines Rollenspiels den/die Dom zu spielen wenn man eigentlich nicht dominant ist. Das muss man sich aber auch erstmal mühsam antrainieren.
ABER: ich halte das immer nur für eine nette Abwechslung, bei denen beiden Parteien bewusst ist/sein muss, dass das nur ein Spiel ist und nicht der Wahrheit entspricht.

Mir selbst geht es auch so wie Mrs. Brightside. Ich merke genau, ob mein Partner von sich aus gerne Dom ist und einfach die nötige Aufmerksamkeit, Lässigkeit und Autorität sowie Authentizität mit sich bringt oder ob das alles nur mir zuliebe gemacht wird.
In zweiterem Falle ist die ganze Sache dann für mich auch nur wenig zielführend und ich hab mit der Person dann lieber "nur" Vanilla Sex.
Man darf nicht vergessen, dass es auch echt gefährlich werden kann, wenn jemand als Dom nicht souverän genug ist sämtliche Gefahrenquellen im Auge zu haben und dementsprechend zu beobachten und reagieren.
 

Benutzer89539 

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Off-Topic:
Man sollte sich nur vielleicht eher in kleinen Schritten entwickeln und entdecken und nicht gleich in Seilen eingeschnürt von der Decke baumeln (keine Ahnung, wie der "Fachbegriff" dazu lautet :grin:). :zwinker:
Suspension, glaube ich. :grin:


Ich kann sexuell dominant sein, wenn mir grad danach ist. Ok, ich kann es auch, wenn mir nicht danach ist, aber mit großer Lust und Leidenschaft ist es dann nicht mehr verbunden.

Umgekehrt kann ich auch nichts damit anfangen, wenn meine Partnerin Dominanz spielt. Ich will spüren, dass sie die Dominanz in dem Moment genauso liebt, ich will dass sie mit Herzblut im Spiel steckt.

Kurz gesagt: Gespielte Dominanz finde ich öde und sexuell reizlos, in beide Richtungen.
 

Benutzer10752 

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Wie ist es aber auf der anderen Seite aus? Kann man(n) es kernen dominant zu werden wenn er es zuvor nicht ist? Kann der nette Kerl auch ein dominanter Mann sein?

Ich finde, das erste Missverständnis liegt schon mal gleich darin, dass "nett" und "dominant" ein Gegensatz ist. Ein sexuell dominanter Partner ist nicht zwangsläufig ein Arschloch, oder jemand, der seine Frauen mies behandelt, noch nicht mal zwangsläufig jemand, der im Alltag seine Partnerin ebenfalls dominant behandelt.

Man könnte sogar mit Fug und Recht behaupten, dass zum wirklich gekonnten dominant-sexuellen Spiel eine sehr hohe Einfühlungsgabe vonnöten ist. Wenn wir von Sex mit Fesseln, Schlagen, Rollenspiel usw. reden, dann muss der aktive Partner seine Partnerin lesen können. Es geht ja gerade nicht darum, dass nur der "Dominante" seinen Spaß hat.

Was vermutlich sehr wohl zu dominant-sexuellem Spiel dazu gehört, ist ein gewisses Maß an Selbstvertrauen, Auftreten und Selbstgewissheit. Sowas kann man natürlich, in begrenztem Maße, sehr wohl lernen. Das andere was dazu gehört, und was hier bereits mehrfach anklang, ist der grundlegende Spaß an der Sache. Und da sehe ich das größte Problem. Wenn jemand einfach keinen Spaß an, keine Ahnung, sagen wir Blowjobs hat, dann ist es schwierig, den Spaß zu "lernen". Vielleicht kann man die Technik lernen, aber die Hingabe und den Spaß dann während des Aktes auch zu vermitteln, das kann man dann allerhöchstens vorspielen.

Und vorspielen ist beim Sex immer schlecht, egal um was es geht. :zwinker:

Und wenn man sich ein bisschen umschaut sieht man, dass viele Frauen das inzwischen als ihre aktuell gewünschte sexuelle Ausrichtung sehen. Also eher ein devotere Rolle.

Ich würde bestreiten, dass "viele Frauen" das aktuell als ihre gewünschte Vorliebe sehen. Ich denke mal, es ist eine Spielart, auf die viele inzwischen, auch durch die mediale Begleitung, neugierig geworden sind und sie mal ausprobieren wollen. Genauso wie es halt viele gibt, die mal neugierig auf Analsex sind, oder mal neugierig auf Gruppensex wären. Ob es dann tatsächlich dauerhaft was für sie ist, ist eine ganz andere Frage.

Das schöne am Sex ist ja aber auch, dass jeder sich das Menü zusammenstellen kann, das er/sie möchte. Und wenn Leute dabei eben auch mal abwechseln und ausnahmsweise nicht das Schnitzel sondern die Fischsuppe oder den Avocadosalat probieren wollen, dann ist das halt auch völlig in Ordnung. :smile:
 

Benutzer3713  (42)

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Ich finde die Beiträge von Euch sehr interessant. Ich sehe es ebenso wie ihr. Eine gewisse Dominanz kann jemanden innewohnen. Es ist dann einfach das Auftreten der Person und ich denke das ist etwas das man "einfach hat" bzw. der Typ dazu ist.
Bezüglich nett und dominant. Ich hab nur versucht Begrifflichkeiten zu finden die einen Gegensatz darstellen ohne damit eine tiefer Bedeutung einbringen zu wollen.

Ja klar das man so etwas als Rollenspiel betreiben kann und da bin ich vollkommen bei euch, dass es dann etwas sein muss was beide anspricht.
 
G

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Gast
Kurz gesagt: Gespielte Dominanz finde ich öde und sexuell reizlos, in beide Richtungen.

Sehe ich ähnlich. Ich kann es lernen dominant zu sein, indem ich bestimmte dominante Verhaltensweise (sowohl körperlich als auch verbal) einfach wiedergebe. Aber wirklich zu einem Dom (?) zu werden und nicht nur vorzuspielen, das halte ich für unwarscheinlich.

Selbst wenn ich den "Wie-dominiere-ich?"-Kurs von HarleyQuinn HarleyQuinn belege und ein absoluter Streber bin :grin:
 

Benutzer35070 

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Ich glaube auch nicht das sich Dominaz im Bett erlernen lässt. Natürlich kann man als Normalo Paar sagen "lass uns mal Fesselsex oder spanking ausprobieren". Aber das ist dann eher mal um was neues im Bett zu versuchen.

Meiner Erfahrung nach ist es ein wesentlicher Unterscheid zu einer Person, die wirklich dominante Vorlieben im Bett hat. Und man merkt als Partnerin auf jeden Fall den Unterschied ob der Partner das tut, weil er es geil findet und es zu seinem sexuellen Verhalten gehört oder nur es machen möchte, weil er es der Partnerin zu Liebe mal ausprobieren will. Bei letzteren fehlt mir da einfach die "Überzeugungskraft".
 

Benutzer116134 

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Wobei ich denke, dass die meisten Menschen nicht nur dominant oder devot sind, sondern eher eine Tendenz haben, die sie häufiger ausleben. Im BDSM-Bereich sind die Rollen vielleicht auch wieder fester verteilt, aber ich meine jetzt dominant/devot im "Standard-Sex". Und dann geht es vielleicht gar nicht mehr so sehr darum, zu lernen, welche Verhaltensweisen man anwenden kann, sondern zu lernen, wie und bei wem man seine eigene dominante Seite herauskitzeln und zulassen kann.
 

Benutzer87573 

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Klar, wenn es um Standard/Vanilla Sex geht, wo eben mal der eine, mal der andere das Szepter in der Hand hat ist das was anderes.
Aber dieses Szenario wäre jetzt nicht unbedingt das gewesen, was ich im Kopf hätte wenn ich mir vorstelle, dass Leute 50 Shades nachspielen (mal ganz abgesehen davon, dass man streng gesehen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen müsste wenn man bedenkt was in dem Buch alles in dieser Beziehung (auch) im BDSM Bereich falsch läuft).

Ich selbst bin definitiv wenn es an BDSM geht nicht mehr dominant. Im Alltag bin ich allerdings eine nette, aber trotzdem bestimmte Persönlichkeit.
Auch beim Sex kann ich durchaus mal das Ruder in die Hand nehmen, wenn es um Vanilla Sex geht, bei dem nur einer den anderen etwas dominiert.
Sobald es aber an "richtiges" D/S oder Bondage oder gar Schläge etc. geht ist das aber was total anderes.
Ich kann (oder will?) für einen anderen Menschen diese Verantwortung nicht tragen und ich traue mir selbst nicht genug, dass ich jemanden in solch einer Situation souverän führen kann und dabei immer sein körperliches und seelisches Wohl im Auge habe.
Es gibt mir auch sexuell nichts, jemanden mit Seilen zu verschnüren ihm/ihr Anweisungen zu geben oder jemandem Schmerzen zuzufügen.
Dafür finde ich es super wenn das jemand mit mir macht.
Glücklicherweise gibt es dann eben Menschen, die das Gegenteil genießen und die sind dann eben die "richtigen" Doms.
 

Benutzer138371  (40)

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Kann ich mir nicht vorstellen.

Entweder man hat das Dominat Gen in sich oder nicht.

Muss ich jetzt echt mal so sagen.

Wenn ich mir meine Freunde so anschaue... hmmm... da wäre keiner dabei der mal die Dominaten Rolle spielen würde.

Und wenn es z.B ein Mann spielt? Dann bist es eben nicht du. Sondern nur gespielt.

Ich kann mich sogar mit dem Gedanken an einen Switcher anfreunden... nur die sind vielleicht noch weniger vorhanden als nur Dom.

Oder wie sind die Switcher so drauf? Haut da echt beides gleich gut hin?
 
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