Kann kaum körperliche zuneigung von anderen ertragen

FrauNaddi
Benutzer174959  Verbringt hier viel Zeit
  • #1
Ich erwarte nichts von diesem thread... ich mag es mir nur gerade von der Seele schreiben...

Zu Beginn erstmal mein Mann und die Kinder sind gänzlich ausgenommen, dort verspüre ich diese beklommenheit nicht...

Also... mit die "anderen" mein ich im speziellen Fall Menschen die mir nahe stehen wie enge Freunde, Mutter, Bruder...

Mit fremden in Kontakt zu treten und dort (nicht unanständig) berührt zu werden ist kein Problem...

Aber wachsen mir diese Menschen ans Herz wird es für mich komisch...
Schon die Begrüßung, das umarmen, kann für mich ein Graus sein... ok, um als sozial kompatibel zu gelten wird es von mir ausgeführt, bitte nichtbzu lange...
Darüber hinaus kann eine einfache Berührung am Unterarm für mich schon bedeuten das mein Herz nen Aussetzer hat... damit komm ich auch erstmal klar...

Doch jetzt kommen Situation die mich belasten...

Am gestrigen Abend hatte meine Mutter Geburtstag und es floss auch Alkohol... was meinen Bruder und meine Mutter dazu verleitet haben besonders überschwänglich liebesbekundungen von sich zu geben... dazu kamen umarmungen (von beiden, reichlich viele und auch recht lange in ihrer dauer, gefühlt für mich)... von beiden gab es auch küsse im Überfluss... meine mutter saß auch eine zeit neben mir und tätschelte mir das Knie...

Ich denk dann in meinem kopf, wann seid ihr fertig, wielange geht das noch, schon wieder, bitte hör doch auf, mein herz zickt rum, ich schwitze...

Was mich daran so traurig macht und warum es dann also im Kummerkasten gelandet ist... warum kann ich mich nicht darüber freuen... ich sollte mich doch glücklich schätzen... warum kann ich es nicht genießen das unsere familie sich so nahe steht und dies auch zeigen kann...

Ich hab immer nur "ja ich liebe dich auch gesagt" und ja ich liebe sie, aber mir war das zuviel...
 
krava
Benutzer59943  (41) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #2
also ich kann das verstehen, das wäre mir auch viel zu viel. erst recht wenn noch Alkohol im spiel ist.
nein ich will da auch nicht betätschelt werden und ich hätte das wohl auch deutlich gemacht und wäre gegangen.

hilft dir sicherlich nicht konkret, aber ich finde es völlig normal, dass du die Situation unangenehm fandest.

Ich kann mich auch erinnern, dass ich es immer schon unangenehm fand meine Eltern oder Geschwister zu umarmen. War ich noch nie der typ für.
Bei Freunden oder Kollegen empfinde ich das aber anders :ashamed:
 
FrauNaddi
Benutzer174959  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #3
erst recht wenn noch Alkohol im spiel ist.
Diese Situation kommt von meiner Mutter hin und wieder ohne das es Alkohol gibt, es war nur mehr als sonst... und mein Bruder scheint auf den Zug aufgesprungen zu sein...

Aber gut, danke das ich da nicht allein bin und ich nicht glauben muss ich hab nen Knacks bekommen...
 
Mirella
Benutzer136760  Beiträge füllen Bücher
  • #4
Wenn dein Herz Aussetzer hat und du Schweisausbrüche bekommst, empfindest du es aber mehr als nur "etwas unangenehm".
Steckt da mehr dahinter?
 
S
Benutzer189208  Öfter im Forum
  • #5
Am gestrigen Abend hatte meine Mutter Geburtstag und es floss auch Alkohol... was meinen Bruder und meine Mutter dazu verleitet haben besonders überschwänglich liebesbekundungen von sich zu geben... dazu kamen umarmungen (von beiden, reichlich viele und auch recht lange in ihrer dauer, gefühlt für mich)... von beiden gab es auch küsse im Überfluss... meine mutter saß auch eine zeit neben mir und tätschelte mir das Knie...
Also ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich mag das von Verwandten auch gar nicht, auch wenn ich sie sehr mag. Habe mir noch nie viele Gedanken darüber gemacht. Aber wenn ich darüber nachdenke. Ja stimmt. Bei Fremden habe ich tatsächlich auch weniger Probleme damit. Ist vielleicht häufiger als Du denkst und gar nicht unnormal ?
 
FrauNaddi
Benutzer174959  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #6
Steckt da mehr dahinter?
Das denke ich in dem Augenblick dann auch immer... das es vllt von meinen missbraucherfahrungen kommt durch Menschen denen uch vertraut und geliebt habe... dann versuch ich es als eine normale interaktion meiner mitmenschen zu betrachten und reiß mich zusammen und sage nichts..
 
Mirella
Benutzer136760  Beiträge füllen Bücher
  • #7
Ich wollte das nicht so direkt schreiben, aber an so etwas habe ich gedacht.
Weiß nicht, ob du jemals eine Therapie gemacht hast oder wie stark dich dieses Empfinden stört, aber so drüber hinweg gehen ist evtl nicht so gut?
 
Kuschelbär55
Benutzer187176  (56) Öfter im Forum
  • #8
Meine Frau ist hochsensibel und kann das nicht mal von ihren eigenen Kindern oder mir lange aushalten. Ihr ist das einfach unangenehm, ich kann mir vorstellen, daß das bei deiner Erfahrung was ähnliches ist, dass dein Körper ähnlich wie bei meienr Frau einfach auf die unangenehmen Dinge abweisend reagiert.
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Verbringt hier viel Zeit
  • #9
Ich finde du bist völlig normal.

Es gibt Leute die touchy sind und andere eben nicht.

Ich mag es auch nicht. Vor allem dieses berühren am Unterarm während einer Unterhaltung kann ich gar nicht abhaben.

Mein Mann darf mich gerne und oft anfassen. Aber dann hört es auch schon auf mit Körperkontakt.

Ich tue mir auch diese Umarmungen bei bekannten/Freunden nicht an.

Ich mag es nicht und erwarte das mein Umfeld es respektiert.
 
LULU1234
Benutzer107106  Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
  • #10
Zwischen Unbehagen und eine starken körperlichen Situation liegen ja Welten. Ich mag es auch nicht, wenn man mich einfach berührt, aber ich empfinde weder großen Stress noch Angst. Mit
Wenn da ein Panikgefühl aufkommt, du danach nicht mehr klar denken kannst, dann können das Symptome von PTBS sein, vor allem in Anbetracht deiner Vergangenheit. Ich würde das wirklich ernst nehmen. Angststörungen jeglicher Art sind idr gut therapiebar! Das muss nicht für immer so bleiben!
 
M
Benutzer18889  Beiträge füllen Bücher
  • #11
Ich empfinde Berührungen anderer Leute auch meist als unangenehm - außer sie haben einen "sinnvollen" Kontext, also z. B. Massagen, ärztliche Untersuchungen oder ähnliche Dinge. Meine Eltern, Freundinnen usw. berühre ich normalerweise nicht oder werde auch andersrum nicht von ihnen berührt, von zufälligen Berührungen, wenn man sich Dinge überreicht oder zu dicht aneinander vorbeiläuft mal abgesehen. Umarmungen finde ich generell gruselig und entsprechend gibt's mit niemandem solche. Wieso auch, herrscht ja kein Umarmungszwang.

Ich finde die Vorstellung, dass mir jemand während eines Gesprächs das Knie streichelt, völlig absurd. Würde auch niemand tun, weil alle wissen, dass ich das nicht mag. 😅 Manchmal wollen mich Freundinnen ärgern und umarmen mich bewusst, aber das verzeihe ich großherzig. 😝

Verbale Zuneigungsbekundungen gibt's von mir in Bezug auf Menschen übrigens auch keine. Ich würde nie zu jemandem sagen, dass ich ihn sehr mag oder gar liebe, undenkbar. Anders sieht's bei meinen Tieren aus: Denen sage ich das ständig und die müssen auch recht viel Kuscheln und Küsse auf Nasen oder Nüstern ertragen. Ist für mich eine ganz andere Ebene und da kommt es mir weder seltsam noch unangenehm vor.

Im Gegensatz zu dir nehme ich das alles allerdings nicht negativ wahr, gar nicht.
 
ugga
Benutzer172492  Sehr bekannt hier
  • #12
FrauNaddi FrauNaddi du darfst dich da selbst ernst nehmen und musst das nicht ertragen. Dir geht es ja richtig schlecht damit 🌷😔

Vielleicht kannst du mit den Beteiligten mal in einem ruhigen Moment reden und sagen, dass Berührungen für dich ein Trigger sind und du sie lieb hast, aber Umarmungen, Knie tätscheln etc. nicht möchtest.
Ich würde nicht sagen, dass es speziell mit eurem Verhältnis zu tun hat, wenn es nicht nötig ist. Das könnte sie verletzen/ verwirren.

Aber es ist okay, dich abzugrenzen. Du bist nicht komisch, du hast ganz nachvollziehbare Gefühle und Herausforderungen nach schrecklichen Erlebnissen.
 
Sklaen
Benutzer175418  (41) Öfter im Forum
  • #13
War das denn schonmal Thema in deiner Therapie? Und ist das schon immer so oder jetzt erst recht neu?
 
FrauNaddi
Benutzer174959  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #14
Die einzeltherapie hatte genau eine Sitzung... in der ich mir mit 16/17 sagen lassen musste ich bin selbst schuld... Bin dann nie wieder dahin und hab nie eine neue in Angriff genommen...

Es war aber so wie ich das beurteilen kann immer so...

Als Beispiel... Ich wollte mich mit 7 Jahren nicht vor meinen Mitschülerinnen zum sport umziehen und wurde dann wieder zurückgestuft in die erste Klasse...

Aber das an diesem Wochenende kannte ich in diesem Ausmaß nicht... es kam ja von allen Seiten 🙈... ein Glück haben sich Cousine und Tante zurück gehalten...
 
Diania
Benutzer186405  (51) Meistens hier zu finden
  • #15
Ich denke die Dosis/also das Ausmaß ist entscheidend ob du das einfach so für dich respektieren solltest oder überlegen ob du das irgendwie angehst im Sinne einer Bewältigung. Für mich ist das längst normal, dass ich Zärtlichkeiten oder Körperlichkeiten auf einen gewissen Kreis reduziere, ansonsten ist mir Austausch von körperlichen Vertraulichkeiten höchst unangenehm und ich stelle sie entweder ab und fühle mich zunehmend gut dabei oder ich dulde diese eben FÜR andere, für das Wohlbefinden von anderen, die mir wichtig sind. Damit fühle ich mich aber nicht problematisch oder pathologisch, das ist bei dir schon anders?
 
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FrauNaddi
Benutzer174959  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #16
Diania Diania so ist es bei mir zum Großteil ja auch... bei meinen Freundinnen weiß jeder das eine Umarmung zur Begrüßung und zum Abschied ok ist, darüber hinaus gibt es keine Berührungen... im Rahmen meiner Familie, sprich meiner Mutter möchte ich das aber nicht unterbinden... ich war es einfach in der Menge nicht gewohnt, werde aber vllt mal darüber reden...

Und ja, ich hab das letzte Jahr oft darüber nachgedacht ob ich in meiner neurologischen Praxis vllt auch mal das therapeutische in Anspruch nehme... ich kann noch nicht genau sagen warum sich mein innerstes dagegen wehrt... bestimmt angst vor dem was hoch kommen wird...
 
ugga
Benutzer172492  Sehr bekannt hier
  • #17
Klar! Und du hattest ja auch eine sehr unschöne Erfahrung bei deinem ersten Versuch. Aber ist doch gut, dass du eine Idee hast, wer dir mal helfen könnte und sie auch schon kennst. Dann machst du das dort, sobald du dich wohl und mutig genug fühlst.
Bestimmt sind sie lieb, wenn du dich traust.
 
C
Benutzer183558  Öfter im Forum
  • #18
Ich kann das auch nicht haben. Wird sich auch nicht mehr ändern. Zum Glück gibt es kaum noch Gelegenheiten für angefasst werden und ich wehre mich erforderlichenfalls auch.
 
A
Benutzer180757  (48) Öfter im Forum
  • #19
das es vllt von meinen missbraucherfahrungen kommt durch Menschen denen uch vertraut und geliebt habe...
Ohne die Details Deiner Vergangenheit zu kennen will ich erstmal sagen, dass mir das sehr sehr leid tut! 🌹

Wenn Du die Situation heute z.B. mit Deinem Mann vergleichst: bekommt er das gleiche Maß an körperlicher „Zuwendung“ von Euren Freunden, oder gibts da größere Unterschiede? Wir haben das Thema manchmal bei uns zu Hause, erst neulich wieder.
 
FrauNaddi
Benutzer174959  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #20
D
Benutzer188767  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #21
Ich finde es vollkommen okay, und kann das sehr gut nachvollziehen. Ich lasse Menschen auch sehr selektiv in meine Nähe. Ich empfinde das als meine Intimsphäre. Bei mir zB können gute Freundinnen und Familie sehr nahe kommen, und ich fühle mich dabei wohl.
Umso mehr emotionale Distanz ich aber zu einer Person habe, umso wichtiger ist mir ein angemessener Abstand. Nicht nur, dass ich keine Umarmungen will, sondern da will ich kein “close talker“ jemand der zu mir nahe steht.
Ich denke dein Körper, und dein Bauchgefühl signalisiert dir, dass du deine Familie zwar gerne hast, aber eben ihnen aus welchem Grund auch immer nicht so nah bist, wie du oder sie wollen würden, bzw könnten da nicht nicht aufgearbeitete Probleme hochkommen.
Ich würde dir schon raten, deine körperlichen Warnsignale nicht zu ignorieren, und deiner Familie reinen Wein einschenken, und ihnen sagen, dass du sie zwar gerne hast, aber deine Liebessprache ist anders und diese Knuddelei ist dir unangenehm.
 
Sun-Fun
Benutzer171320  Sehr bekannt hier
  • #22
FrauNaddi FrauNaddi
Ich kann mir vorstellen, dass ich ähnlich reagiert hätte. Ich bin sehr wählerisch, wer und wie Körperkontakt zu mir hat.
Ich hab keine Mutter, aber auch von meinem Vater bräuchte ich das nicht über längere Zeit und bei mir ganz wichtig, wenn ich ihn nicht dazu eingeladen habe..... dann fühl ich mich schnell unwohl. In dem Alkoholkontext noch mehr.
Mit meinem Partner bin ich aber superduper knuddelig.
 
S
Benutzer188774  (47) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #23
Ich kenne zwei Geschwister. Die eine Person sehr anhänglich und kuschelig, die andere das komplette (!) Gegenteil davon. Das war schon bei beiden in der frühen Kindheit so (beide sind mittlerweile erwachsen). Sie sind im gleichen sozialen Umfeld zusammen aufgewachsen und sind altersmäßig nicht weit auseinander. Insofern glaube ich, dass das Bedürfnis/ Nicht-Bedürfnis nach Nähe auch einfach typabhängig sein kann.

Es tut mir leid, dass Du als Kind schlechte Therapieerfahrung gemacht hast. Ich war 11 und es war zwar nicht direkt schlecht, aber total belanglos und daher auch nicht hilfreich. Im Erwachsenenalter habe ich jedoch eine gute Erfahrung gemacht, die mich auch wirklich weitergebracht hat in meiner persönlichen Entwicklung. Daher würde ich Dir gern ans Herz legen, es vll doch noch mal zu versuchen. Nicht wegen Deines Nähe "Problems", denn wir Menschen sind nun mal verschieden und man muss sich auch nicht so weit in eine Schablone pressen, nur damit es für Andere passt, sondern für das, was Dir sonst auf der Seele liegen mag. Bezüglich der körperlichen Nähe würde ich in einem ruhigen Moment das Gespräch mit Deiner Familie suchen und vermitteln, dass Du sie sehr liebst, aber dies nicht auf ihre Art körperlich ausdrücken möchtest.
 
A
Benutzer180757  (48) Öfter im Forum
  • #24
Ich versteh nicht ganz worauf du hinaus willst... ja ich denke es is in etwa dasselbe Maß...
Danke 🙂, es hat mich nur interessiert. Wir beide sind diesbezüglich ebenfalls ziemlich passiv, aber es stört uns auch nicht, wenn ein/e Freund/in uns zur Begrüßung nach langer Zeit mal drückt. Mir war nur aufgefallen, dass dies bei gemeinsamen Freunden zu mind. 80% meiner Frau „passiert“ und max. 20% mir. Sie bestätigt die Wahrnehmung und meint dazu das sei halt so unterschiedlich bei Frauen und Männern. Aber in der Ausprägung muss das m.E. andere Gründe haben und was Du schreibst deutet ja auch in diese Richtung.
 
Diania
Benutzer186405  (51) Meistens hier zu finden
  • #25
Off-Topic:
Mir war nur aufgefallen, dass dies bei gemeinsamen Freunden zu mind. 80% meiner Frau „passiert“ und max. 20% mir. Sie bestätigt die Wahrnehmung und meint dazu das sei halt so unterschiedlich bei Frauen und Männern. Aber in der Ausprägung muss das m.E. andere Gründe haben u
Off-Topic:

Ich glaube das liegt daran, weil man allgemein davon ausgeht, dass Frauen gegenüber Berührungen ausserhalb des sexuellen Kontextes aufgeschlossener sind und diese mehr mögen. Ich persönlich halte das in der Gesamtheit für falsch, glaube aber, dass das in vielen Köpfen so verankert ist.
 
A
Benutzer180757  (48) Öfter im Forum
  • #26
... EDIT: gelöscht, da zu OT.
 
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