Junge Männer, die nicht wissen wohin mit sich selbst und der holden Weiblichkeit

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo liebe Leute,

ich bin ja nun noch nicht lange hier unterwegs und finde wahnsinnig interessant, wie vielfältig das Menschengeschlecht doch ist und wie viel man noch lernen kann, auch wenn man sich schon für so einen alten Hasen gehalten hat.

Keine Ahnung, ob es das öfter hier gibt, aber mir ist aufgefallen, dass hier viele junge Männer Rat suchen, die offensichtlich mit sich und der Frauenwelt nicht zurecht kommen. Ich denke, ihr wisst, was ich meine.

Ohne jede Wertung reinbringen zu wollen, habe ich mich einfach gefragt, woran das liegt. In meiner Erfahrungswelt waren es eigentlich eher die Mädchen, die einer Liebe nachgeschmachtet haben und sich selbst so richtig zum kotzen fanden, bei Männern habe ich dasn ie gesehen (vielleicht auch, weil sie das nicht zeigen?).

Ich bin ins Grübeln gekommen, ob hier vielleicht tatsächlich ein grundlegendes Problem unseres Zeitgeistes vorliegt. Ich als sehr emanzipierte Frau kann mir das alte Rollenbild gar nicht mehr vorstellen, geschweige denn leben, aber wäre es möglich, dass den jungen Männern vielleicht ein Orientierungspunkt für ihre Männlichkeit fehlt? Fühlen sie sich von den Frauen bedroht, oder ist das wieder zu einfach?

Vielleicht können ja grade Männer äußern, ob sie jemals eine Ungerechtigkeit oder Orientierungslosigkeit gespürt haben, wie sie sich verhalten sollen, welche Position sie als Männer neben den Frauen in der Gesellschaft einnehmen oder ob ich damit total auf dem Holzweg bin.

Und ihr Frauen: Ich habe schon öfter Männer erlebt, die genau in dieses verzweifelte, handlungsunfähig gemachte Bild passen, dass ich hier hin und wieder gesehen habe...und mich oft gefragt, woran es liegt, dass der eine Mann vollkommen gefestigt in sich ist und der andere an der kleinsten Abfuhr zu Grunde zu gehen droht.

Meine These kurz zusammen gefasst:
Unsere Zivilisation hat zwar ein alternatives Frauenbild entwickelt, aber zeitgleich versäumt auch ein neues Männerbild zu entwickeln. Ein Teil der Männer kann sich dieses selbst erschließen, während ein anderer Teil an der fehlenden Orientierung fast zu Grunde geht.
 

Benutzer105816 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich glaube nicht, dass sich der Mann heutzutage von der Frau bedroht sieht.
Das Einzige, was ich mir vorstellen kann, dass manche noch alte Werte von irgendwem in ihrer Entwicklung mitbekommen haben und somit die alte Rollenverteilung teilweise noch vorhanden scheint. Dass solchen Männern es dann nicht passt, dass Frau gleiches Recht und Freiheit in der Beziehung will, ist ja nicht grade verwunderlich!

Die Männer gehen an kleinsten Sachen zu Grunde? Ach, gibst bei Frauen auch... ist halt eine Typsache.
Was ich auffällig finde ist, dass immer mehr Jugendliche vorallem zu allererst Rat im Internet suchen. (Ich beziehe mich da mit ein!) Bei mir war/ist das aber eher so, dass ich eine neutrale außenstehende Meinung ebenfalls gerne höre, neben subjektiven Meinungen einiger Freunde. Abgesehen davon, kann man hier aufgrund gewisser Anonymität wesentlich mehr preisgeben, als es einem sonst vllt lieb wäre. :zwinker:
Das Bedenkliche daran ist jedoch, dass viele NICHT mehr Freunde etc um Rat fragen. Finde ich ziemlich erschreckend. Die sollten die erste Anlaufstelle für gewisse Probleme sein, schließlich kennen sie einen und die Situation selber viel besser.

Ob ich mich von der Frau bedroht fühle? Nein, wieso auch? Ich liebe meine Freundin und ich respektiere alles, was ich mir eingestehe und von ihr her das auch darf. Heißt wir genießen gleiches Recht und Freiheit, was meines Erachtens auch ein wichtiger Punkt für eine gute Beziehung ist. Sonst entsteht ein unnötiges Gefälle was unnötigen Stress verursacht. Wobei auch Stress genauso aufkommt, indem man sich gegenseitig nichts eingesteht.
Der Mann ist somit auch nicht sichtlich überfordet mit dem neuen Frauenbild! Vielleicht erlebst du einfach die Extremfälle, wobei es auch Typen gab, die mit dem alten Bild überfordert waren: Nicht jeder ist für eine dominante Rolle geschaffen.
 

Benutzer106050  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Meine These kurz zusammen gefasst:
Unsere Zivilisation hat zwar ein alternatives Frauenbild entwickelt, aber zeitgleich versäumt auch ein neues Männerbild zu entwickeln. Ein Teil der Männer kann sich dieses selbst erschließen, während ein anderer Teil an der fehlenden Orientierung fast zu Grunde geht.

So was ähnliches wollte ich schreiben. Ich habe ganz oft das Gefühl, dass Frauen sich zwar wie Männer benehmen dürfen, aber Männer nicht wie Frauen. Gleichzeitig erwartet man von uns, dass wir uns nicht mehr wie früher benehmen. Unsere Eltern können dadurch kein Vorbild sein. Wobei ich sagen muss, dass ich meinen eigenen Vater selbst in der gleichen verzweifelten Lage gefunden habe wie mich selbst.

Einerseits ist mein Vater der Ernährer und arbeitet Tag und nacht um unsere Familie mit allen zu versorgen. Andererseits hat er zu hause überhaupt nichts zu sagen und sagt zu allen ja und amen was meine Mutter sagt. Meine Mutter arbeitet auch, aber nur manchmal und wenn nur halbtags und kümmert sich in der Woche um den Haushalt. Am Wochenende wird das von meinen Vater erwartet und er macht das alles ohne sich zu beschweren. Manchmal sogar in der Woche. Mein Vater kommt nach Hause und das erste was meine Mutter sagt ist: "Mach mal das Essen. Ich habe mich heute schon den ganzen Tag um den Haushalt gekümmert." Mein Vater sagt keinen Ton, stellt sich in die Küche und kocht.

So geht das immer und was ich halt daraus gelernt habe ist, dass Männer Frauen untertänigst dienen müssen, wenn sie von Frauen geliebt werden wollen. Womit ich aber so oft und so gründlich auf die Nase gefallen bin, dass ich nicht mehr weiß was ich machen soll. Wenn ich das mache, was ich von meinen Vater gelernt habe, sehen Frauen mich als Weichei an und in so was verlieben sie sich nicht. Wenn ich mich an das alte Rollennbild halte bin ich ein blöder Macho den auch keine will. Was soll man denn machen? Man weiß doch nicht mehr weiter. Egal was man macht entweder ist man dadurch ein Softie oder ein Macho und beides gefällt den Frauen nicht. Dazwischen das richtige Maß zu finden ist nahe zu unmöglich.

Aber man hat auch nur die beiden Bilder im Kopf und weiß nicht wie jemand dazwischen aussehen kann.

---------- Beitrag hinzugefügt um 13:24 -----------

Was ich noch vergessen habe. Beide Modelle sind auch Gesellschaftlich nicht wirklich akzeptiert. Der Macho noch eher als der Softie. Aber der Softie darf sich in der Öffentlichkeit wirklich keinen so zeigen ohne belächelt zu werden.
 

Benutzer105816 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wenn deine Mutter hauptsächlich zuhause die Arbeit erledigt und der Mann das Geld reinbringt ist und bleibt dies das alte Rollenbild. Wie bei der Frau (Mutter) als auch beim Mann (Vater). Dass dein Vater dann am Wochenende auch mal hilft im Haushalt und deine Mutter minimal Geld einbringt ist minimalste Anpassung an die moderne Zeit. Aber davon zu reden, dass das eine emanzipierte Rollenverteilung ist würde ich nicht.
Denn für mich heißt das soviel wie ein Arrangement schaffen. Die Sache ist dabei aber, dass eine alte Rollenverteilung nicht ausbleibt. Schließlich ist es meistens so, dass eine Person hauptsächlich Geld reinbringt und die Andere sich um den Haushalt kümmert. Dass es dabei heute nicht immer die Rollenverteilung Mann=Geld und Frau=Haushalt ist, ändert nichts daran, dass so eine Trennung der Rollen eigentlich altmodisch ist, auch wenn sie unvermeidbar scheint. :zwinker:

---------- Beitrag hinzugefügt um 13:30 -----------

Aber man hat auch nur die beiden Bilder im Kopf und weiß nicht wie jemand dazwischen aussehen kann.
Ganz einfach: Der gute alte Gentleman.
Er legt die vernünftigen Manieren an den Tag, gibt Komplimente und ist fürsorglich (Softie) und kann gleichzeitig mal dominant und macho-mäßig sein. Trotzdem ist er nicht Vollmacho oder Vollsoftie.
 

Benutzer106050  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ja, das stimmt. Ich meinte aber auch den Umgang mit einander. Das war doch sicher früher anders. Es kann doch nicht sein, dass ein Mann das mit sich machen lässt. Dass er hauptberuflich arbeitet und wenn er zuhause ist den Haushalt macht. Das doch nicht sein. Ich finde mein Vater lässt sich unterbuttern. Er arbeitet wenn er auf Arbeit ist. Wenn er nach Hause kommt marbeitet er auch wieder und muss sich auch noch anhören wie anstrengend alles ist und dass meine Mutter auch mal Feierabend verdient hat und blabla. Und natürlich dann kommt immer das Stichwort Emanzipation. Aber Mann kann doch heutzutage auch mal was zu hause machen. Mein Eindruck ist, dass wir ausgenutzt werden.
 

Benutzer105816 

Sorgt für Gesprächsstoff
Da merkt man sofort dein altes Weltbild. Für dich hat der Mann Sonderrechte, weil er ja Geld anschafft. JEDOCH ist die Arbeit zuhause vergleichbar ermüdend, wenn nicht sogar anstrengender. Somit ist es auch das Recht der Frau Hilfe anzufordern... Sie wird ja nicht mal für ihre "Arbeit" entlohnt. Sofern sie es dann auch noch schweifen lässt, bekommt sie einen drüber.
Ich denke nicht, dass dein Vater das Recht auf eine dominante Position hat, denn beide Arbeitsbereiche (Beruf und Haushalt) sind gleichwertig. Somit würde ich auch nicht von "unterbuttern" reden! Außerdem (so sehe ich das) muss man auch mal seinem Partner entgegen kommen und freiwillig helfen. Man ist ja in einer Beziehung und macht GERNE was für den Partner. Siehe deine Mutter bringt noch was Geld rein: Entlastet den Mann ein bisschen beim Druck "Geld nachhause zu bringen."! Siehe dein Vater nimmt eine gewisse Order deiner Mutter an im Haushalt: Entlastet ihren Druck. Das ist eine Win-Win Situation!!!
Das da ein gewisser Trott entsteht ist nach jahrelanger Beziehungen sicherlich klar.

Vielleicht solltest du mal deine Gedanken überdenken: Denn du symbolisierst den gescheiterten Mann am Bilde der neuen Frau, welchen die TS angesprochen hat.
 

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Weißt du, Unsicher, was ich krass finde. Irgendwie scheine ich einen Kern getroffen zu haben.

Natürlich warst auch du und dein Beitrag gemeint, als ich von den hilfesuchenden Männern in diesem Forum sprach. Und in diesem ganzen Thread "wie soll ich machen dass wir zusammen kommen" hat sich alles im Kreis gedreht.

Kann es sein, dass du einfach ein Problem mit deinem Selbstverständnis als Mann hast? Das ist doch immerhin schon ein Stück weiter, als wir in dem anderen Thread gekommen sind, oder?

Erstmal sehe ich es ähnlich M4gg0t...das was du beschreibst ist eigentlich ein recht klassisches Rollenbild. Dennoch scheint es zu einer Verschiebung gekommen zu sein, nämlich auf emotionaler Ebene. Anscheinend hat deine Mutter die emotionale Herrschaft an sich gerissen, dein Vater war, trotz Brotverdienerfunktion, ihr unterstellt und anscheinend in deinen Augen entwertet. Stimmt das soweit? (Ich muss nicht weiter erwähnen, dass Geldeinbringen allein keine "Herrschaftsposition" legitimiert, mir gehts erstmal um deine Sicht, TS)

Es gibt einen Spruch, den ich nicht 100pro zusammen bekomme, aber er geht etwa so:
Wir können erst erwachsen werden, wenn wir erkennen, dass unsere Eltern nicht unfehlbar sind.

Vielleicht musst du lernen dich von deiner kindlichen Vaterrolle zu lösen. Frauen wollen keinen Pantoffelhelden, egal wie emanzipiert sie sind. Klar gibt es auch die weibliche Tyrannin wie auch den männlichen Tyrannen. Aber du suchst doch ein normales, nettes Mädchen. Und meiner Erfahrung nach braucht eine Frau auch mal Kontra, einen Mann mit Profil eben. Einer der nachgeben kann, aber der auch Bescheid gibt, wenn man Mist redet.

Also nochmals kompakt: Kannst du dir vorstellen, dass deine Probleme, die du jetzt mit dir als Mann und den Frauen als (nicht erreichbaren) Partner hast, tatsächlich in deinem fehlenden Selbstverständnis als Mann begründet liegen?


-------------

Wer wird ausgenutzt, wer ist "wir"?
Wir Frauen haben auch oft Grund zu klagen. Wir sollen arbeiten gehen, den Haushalt machen, Mütter sein, dementsprechend Kinder gebären, und werden nicht so entlastet von der Gesellscahft wie die Männer, die Karriere machen wollen. Glaub mir, ich weiß wovon ich rede.
Mein Mann übrigens wird Vaterschaftszeit nehmen, ER wird zu Hause bleiben. Das hat nämlich nichts damit zu tun, ob man als Mann glücklich sein kann oder männlich genug ist.

Die Welt ist zu jedem ungerecht, ob Mann oder Frau und vor allem ist sie nicht besonders ungerecht zu dir. Du lässt dich nur besonders hart treffen.
 

Benutzer105816 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das Vater-Mutter-Bild von dem ich spreche ist aufgegriffen von "unsicher" und halte ich ebenfalls wie du für altmodisch.
Jedoch würde ich nicht davon reden, dass sein Vater extrem untergebuttert ist. Ich denke lediglich er persönlich empfindet das so, da er eine andere Rollenverteilung anstrebt (die ganz klassische)!

Ich denke ich habe klar gemacht, dass es aber schwer ist eine Rollenteilung auszuschließen. Die volle Egalität ist schwer erreichbar. Weder in Recht und Freiheit und noch weniger bei den Pflichten.


Aber NEIN, ich verstehe meine Rolle als Mann (meines Erachtens nach): Ich versuche meiner Partnerin, dass zu vermitteln was ich für sie empfinde. Sei es durch liebe Worte oder auch Taten. Bei den Taten MUSS es sich meines Erachtens nach auch um Hilfe im Haushalt halten (falls die Frau hauptsächlich dort tätig ist). Ich gebe meiner Freundin gerne das Gefühl jeder Zeit für sie da zu sein und ihr eine große Last abzunehmen und wenn es mal ein Tag der Haushalt ist, mache ich das gern. Genauso geht sie ja auch mal zB arbeiten, um evtl geldlichen Sorgen vorzubeugen.
Meiner Meinung nach sollte es halt emanzipierte/gleichgestellte Rollen geben. Warum sollte ich damit ein Problem haben? Wir leben schon lange nicht mehr in einer Jäger und Sammler Ära, wo es von Nöten ist, dass der Stärkere Geld/Essen nachhause bringt und sich die Frau um alles "zuhause" kümmern muss.

---------- Beitrag hinzugefügt um 14:01 -----------

Mein Mann übrigens wird Vaterschaftszeit nehmen, ER wird zu Hause bleiben. Das hat nämlich nichts damit zu tun, ob man als Mann glücklich sein kann oder männlich genug ist

Das meine ich damit, dass vllt die Rollen getauscht werden, ABER davon sind die Rollen nicht gleich. Es ist und bleibt halt schwer gleichermaßen beansprucht zu werden. :zwinker:
 

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Nun gleich vielleicht nicht, aber soweit ausgewogen wie möglich. Mein Männe wird freiberuflich zu Hause arbeiten, der Haushalt obliegt uns zu gleichen Teilen (wobei ich die einzige bin die kocht, aber das ist besser so :zwinker:) und die Kindererziehung demnach auf aufgeteilt, wobei Mann den Präsenzteil übernehmen wird. Klar ist es schwierig absolutes Gleichgewicht herzustellen, aber ist das wirklich nötig? Wichtig finde ich, dass man nicht sagt: Du machst das, weil du Frau und du machst das andere, weil du Mann. Mein Mann jedenfalls WILL Papa sein und ich glaube, dass die Männer sich auch das Recht an der Vaterschaft nehmen müssen, denn über Jahrhunderte wurden sie in diesem Punkt diskriminiert. Wie dem auch sei...wir sind uns ja einig. :zwinker:
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Interessant das so ein Thread mal von einer Frau kommt. wäre die TS ein Mann wären jetzt schon wieder die ganzen mädels und männliche emanzen über sie hergefallen:grin:.

Ich denke das Problem ist, dass frauen stärker und selbstbewusster geworden sind (was ansich gut ist), aber viele männer sich nicht mit weiterentwickelt haben.

denn auch diese dominanten frauen von heute suchen keinen weichen und unterwürfigen mann. im gegenteil, meistens erwarten sie, dass der mann sogr noch selbstbewusster als sie ist. und da haben viele männer einfach nicht mitgezogen.

fehlende männliche vorbilder und das männliche selbstverständnis wie die TS gesagt haben spielen sicher ne rolle, aber auch bequemlichkeit (sich zu fügen ist einfacher als selber dominant zu sein) und das "aufs podest stellen" der frauen.

denn das problem ist doch die schwäche der männer. selbst die härteste zicke ist nicht mehr zickig wenn sie auf einen sexuell attraktiven und dominanten mann trifft. dann setzt eben doch der weibliche instinkt ein.

wenn aber ein waschlappen ankommt, der sie nervt wird der halt auch mal zur sau gemacht und drüber gefahren. das ist wie in der natur, die schwachen werden gefressen (und die frau ist der wolf:grin:).

männer (wie frauen) müssen in der heutigen zeit einfach selbstbewusst und dominant sein, sonst hat man keine chance (gilt nicht nur für beziehungen). geschenkt wird einem nichts, die frauen sind ja keine sozialarbeiter sondern wollen einen mann der sie auch sexuell erregen kann.

entweder man passt sich als mann daran an oder man lebt damit, meckern bringt da nichts.
 

Benutzer105816 

Sorgt für Gesprächsstoff
Off-Topic:
Lies dir nochmal meine Texte durch und du solltest merken, dass ich deine Meinung teile. :zwinker:
 
M

Benutzer

Gast
Das Problem lässt sich meiner Meinung nach sehr einfach zusammenfassen:

Viele Menschen (Männer und Frauen!) orientieren sich nicht nur an den festen Rollenbildern, sondern sie adaptieren sie komplett. Es fehlt einfach die Fähigkeit, der Mut oder der Willen, sich komplett frei zu entwickeln und sich vollständig von diesen Rollen zu lösen.
 

Benutzer105816 

Sorgt für Gesprächsstoff
Off-Topic:
EnfandtDuSang mal wieder in gewöhnlicher Brillianz. :zwinker: :grin:
 

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Ich stimme Enfant zu.
Allerdings bleibt für mich die Frage offen, warum es manchen Menschen (Männern wie Frauen) dennoch scheinbar leicht gelingt und anderen so gar nicht.
Oder anders formuliert: Was rät man einem Mann, der keine Frau findet, darüber jammert, aber immer alle anderen Schuld sind. Ist dem überhaupt noch zu helfen?
 

Benutzer105816 

Sorgt für Gesprächsstoff
Dem Rate ich zum Psychologen zu gehen, um seine Komplexe ablegen zu können. :grin:
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was rät man einem Mann, der keine Frau findet, darüber jammert, aber immer alle anderen Schuld sind. Ist dem überhaupt noch zu helfen?

Ab einem gewissen Punkt wahrscheinlich leider nicht. Auch wenn manche Threads hier im Forum alla "Lieben Frauen nur Arschlöcher?" eine etwas andere Sprache sprechen, würde ich schon behaupten, dass die überwiegende Mehrzahl der Männer durchaus auch über sich selbst reflektieren können und für ihr "Unglück" nicht alle außer sich selbst verantwortlich machen.

Ich selbst würde mich nicht als "maskulin", bzw. das, was man klassisch darunter versteht, beschreiben: weder optisch noch von meiner Persönlichkeit. Trotzdem hatte ich aber nie das Gefühl, dass mir irgendwelche Vorbilder für eine "neue Männlichkeit" fehlen noch machen mir selbstbewusste Frauen Angst, jedenfalls nicht mehr als sehr selbstbewusste Männer. Ich beteilige mich aber auch nicht an irgendwelchen Dominanzspielchen, weder gegenüber dem einen noch dem anderen Geschlecht.
 

Benutzer70315  (32)

Beiträge füllen Bücher
Kann mich EnfantDuSang nur anschließen.

Ich hab manchmal das Gefühl, dass dieses Rollenverständnis außerdem ein ganz großes RollenUNverständnis ist. Menschen versuchen sich teilweise viel zu oft noch in irgendetwas reinzupressen. Als wären sie allzu loser Sand und suchten nach dem passenden Förmchen.

Und vermutlich bewege ich mich jetzt komplett aufs Glatteis mit meinem Beispiel:
Ich habe letztens erst einen transsexuellen Mann kennen lernen dürfen, der damit auch super umgeht.
Aber ich habe mich danach gefragt, ob es Transsexualität überhaupt gäbe, wenn dieses Rollenverständnis einfach mal aufgelockert sein würde. Jeder nach seiner Faҫon. Und dieses Gedrücke und Gepresse fängt doch schon im Kleinkindalter an à la "Jungs weinen nicht" und andere Sprüche.

Was einige Männer hier im Forum angeht, die mit sich und der Frauenwelt nicht zurecht kommen: Ich hab manchmal da auch einfach das Gefühl, dass sie mit falschen Erwartungen heran gehen und sich dann wundern, warum ihre Sprache und die der Frauen eine ganz andere ist.

Allerdings ist da auch eine unpassende Generalisierung zu beobachten: "DIE FRAU im allgemeinen..."
gern wird versucht, von männerlicher Seite, das weibliche Geschlecht auf wenige Merkmale runterzubrechen -> Frauen stünden nur auf Arschlocher, Frauen sehen mich als den Kumpeltypen... Oftmals wird das Problem auch gar nicht auf eigener Seite gesucht. Das ist, egal ob Frau oder Mann, schon mal der falsche Weg.
 

Benutzer105719  (36)

Verbringt hier viel Zeit
Den Gedanken mit der Transsexualität hatte ich auch schon. Meine Schwester hatte eine Phase, in welcher sie sehr mit dem Gedanken gespielt hat, eigentlich ein Junge zu sein. Sie hat sich so gekleidet, sogar ihre Brüste abgebunden. Ich habe sie nie versucht von was anderem zu überzeugen. Irgendwann hörte es von selbst auf (sie war halt noch in einer suchenden Phase) und sie sagte: "Eigentlich ist es mir egal ob ich einen Penis habe oder nicht. Ich ziehe mich an wie ich will, ich rede wie ich will, ich liebe wen ich will. Die Außenwelt jedoch erwartet, dass das was ich trage, was ich rede, wen ich liebe an einem Jungen ist und nicht an einem Mädchen. Sonst hätte ich es ja nicht nötig mich betont männlich zu geben. Weißt du was, ich lasse es einfach."
Das fand ich eine starke Erkenntnis für eine 17jährige.
Ich denke auch, dass Transsexualität überflüssig wäre, wenn es gar keine Rollenbilder mehr gäbe. Nicht umsonst hat das Geschlecht auch dort wenig mit der Liebe zu tun. Bsp. zu Männern operierte Frauen, die weiterhin Männer lieben.

Letztlich erscheint mir Geschlecht immer wieder wie ein Konstrukt und es ist toll, dass es Menschen wie Enfant und andere hier gibt, die eben nicht in ein Förmchen gepresst werden wollen. Dennoch ist es schwierig. Ich habe sehr darunter gelitten, dass ich äußerlich sehr weiblich bin, aber innerlich ein ziemliches "Mannsweib" entsprechend dem Klischeé. Für mich war das eine Diskrepanz, die ich erst im Laufe der Jahre für mich selbst auflösen konnte. Für die Außenwelt, die mich nicht gut kennt, ist das wohl immer noch ein Rätsel.

Generalisierungen sind natürlich immer schwachsinnig. Hey nicht mal die heutige maschinelle Produktion kriegt alle Eier identisch hin, wie soll das dann bei Menschen klappen?

Dennoch glaube ich, dass ein großer Teil der Menschheit nicht bereit ist die Geschlechterdifferenzierung und Typisierung sein zu lassen. Dieses Forum ist denke ich auch nicht repäsentativ. Irgendwie wollen die Menschen Kategorien haben, weil es so einfacher ist. Auch Ablehnung ist einfacher zu erklären wenn man die Augen rollt und sagt "Tz, Frauen".
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Ich denke ein problem ist auch die vereinsamung der gesellschaft.

vor 40 jahren musste man ja draußen mit den freunden spielen weil man garnichts anderes tun konnte. insofern könnte sich so was wie ein "nerd" auch kaum entwickeln.

heutzutage sind viele den ganzen tag allein vor dem PC, playstation etc. solchen leuten fehlt dann oft die kommunikationsfähigkeit, weil sie eben zu selten mit menschen zu tun haben. darunter leidet natürlich auch die fähigkeit zu flirten.
 

Benutzer70315  (32)

Beiträge füllen Bücher
Dennoch glaube ich, dass ein großer Teil der Menschheit nicht bereit ist die Geschlechterdifferenzierung und Typisierung sein zu lassen. Dieses Forum ist denke ich auch nicht repäsentativ. Irgendwie wollen die Menschen Kategorien haben, weil es so einfacher ist. Auch Ablehnung ist einfacher zu erklären wenn man die Augen rollt und sagt "Tz, Frauen".

Zum Glück ist dieses Forum da nicht repräsentativ. :zwinker: Sonst könnte man manchmal schon einen verqueren Eindruck bekommen.
Ja die Kategorisierung macht vieles einfacher, sicherlich. Und darunter sind auch viele harmlose Beispiele (à la Mario Barth und seine Witze, wobei ich den Typen nicht leiden kann).
In meinen Augen wird es aber dann zu einem Problem, wenn sich Männer (oder auch Frauen) zu sehr blenden lassen, und glauben sie müssen sich z.b. machohaft benehmen und verstellen, damit sie einem Mädchen gefallen.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren