Jugendamt..was sind die Folgen ? Bitte dringend.

Benutzer121476 

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Hallo,

ich hab mirgen ein Termin beim Jugendamt..wegen Schule & Probleme mit meinen Eltern ,weil ich ja angeblich so schwer erziehbar bin :what:
Naja mein Vater trinkt manchmal & hat mich gestern abend schon wieder geschlagen bzw. eine gedonnert -.-'
Und das ist nicht das erste Mal. Und ich kann so langsam nicht mehr -.-'
Und naja ich will es gern beim Jugendamt erzählen..doch was passiert dann ?
Stecken die mich in ein Heim .. kennt jemand die Folgen ?

LG
 

Benutzer122163 

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Es gibt auch betreute Wohngemeinschaften von Jugendlichen, wo du dich bestimmt besser fühlst als zu Hause. Ich habe aber keine Ahnung, ob es da Wartezeiten gibt und man erst in ein Heim muss. Zumindest kann man es beim Jugendamt in die Diskussion bringen.

Und ganz ehrlich: ist nicht für einige Zeit selbst ein Heim besser als ein schlagender Vater?
 

Benutzer121476 

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Ja mein Problem ist das ich nicht ins Heim will..allgemein ist das mein Prblem..da ich ein Pferd habe..und dies ist wirklich mein ein & alles...wenn ich es nicht habe , möchte ich ohne es echt nicht leben.
 

Benutzer122163 

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Wem gehört denn das Pferd? Dir selbst? Dann wäre es ja von deinen Eltern finanziert. Wie so oft wird eine Sache schwieriger, wenn man mehr Einzelheiten erfährt.

Da du erst morgen zum Amt musst, hoffe ich, dass sich hier bald jemand meldet, die/der beim Jugendamt arbeitet.

Ich kenne mehrere Leute aus betreuten Wohngemeinschaften, die da sehr gern leben, obwohl es auch dort klare Ansagen gibt. Aber ein Pferd? Das ist eine sehr spezielle Angelegenheit.
 

Benutzer121476 

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Naja meine Großeltern hatten mir es geschenkt meine Eltern ein teil bezahlt. Zurzeit von ihnen.

Ja deswegen & ich will es nicht verlieren und wenn ich gehen würde würden meine Eltern es verkaufen. Und das will ich nicht noch einmal mit machen.
 

Benutzer64931 

Verbringt hier viel Zeit
Nunja, so schnell steckt das Jugendamt niemanden in ein Heim (außer in krassen Fällen natürlich). In deinem Fall wird sicherlich erstmal eine Lösung gesucht, mit der du zu Hause bleiben kannst. Aber das kannst du ja entspannt mit der Person vom Jugendamt klären. Die wird dich auch fragen, ob du lieber zu Hause bleiben oder in ein Heim/Pflegefamilie/etc. möchtest.
 

Benutzer110436  (37)

Sehr bekannt hier
Hmm...das ist sicher eine schwere Situation für dich. Du sagst, dein Vater schlägt dich. Was ist mit deiner Mutter? Sieht sie einfach nur zu? Warum giltst du als schwer erziehbar? Was sind die Anzeichen dafür? Oder anders gefragt: Bist du vielleicht wirklich ein wenig schwer zu bändigen? Dass du deswegen einen Termin beim Jugendamt hast, sagt mir, dass da ja was passiert sein muss, das nicht mehr zu den Bagatellen gehört.

Ins Heim kommst du aber eigentlich nicht. Es gibt Wohngemeinschaften und auch einzelnes betreutes Wohnen. Das müsste man aber sehen. Bevor das passiert, bekommen deine Eltern erstmal nen Aufpasser vom Jugendamt gestellt, der dafür sorgt, dass zu Hause wieder alles in geregelten Bahnen verläuft. Deinen Eltern wird dann vorgegeben, wie sie dich zu erziehen haben, was voraussetzt, dass du da auch mitziehst. Wenn du aber einfach nur zu Hause wegwillst, wird extra geprüft, ob es wirklich nur an dir liegt oder eben an euch allen. Also erstmal abwarten.

Die Sache ist die: Wenn du Probleme in der Schule hast (was denn für Probleme?), dann werden auch die Lehrer herangezogen und befragt. Wenn die sagen, dass du nur Ärger machst oder den Unterricht störst, kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Ich will dir nichts unterstellen, aber du siehst, dass wir hier schon einige Informationen mehr von dir brauchen, um richtige Tipps geben zu können. Und auch dann sind es nur Tipps, denn wir können dir weder einen rechtlichen noch einen persönlichen Rat geben, der zu 100% auch klappt. Mal ganz davon abgesehen, dass wir es auch nicht dürfen.

Dass dein Vater trinkt, ist noch eine andere Sache. Ist heute gar nicht mehr so selten. Aber dass er dich schlägt, geht natürlich nicht. Da kannst du aber auch für dich selbst Partei ergreifen und ihn darauf ansprechen, wenn er nüchtern ist und ihm sagen, dass du dich an Lehrer etc wendest, wenn er dir gegenüber nochmal die Hand erhebt. Aber auch hier kennen wir nicht beide Seiten. Das müsst ihr untereinander klären und auch mit dem Jugendamt.

Nur bedenke bei all deinen Aussagen gegenüber dem Jugendamt das berühmte Glashaus. Wenn du selbst Dreck am Stecken hast, kann es auch sein, dass die dich nicht mehr ganz so ernst nehmen und sie denken, dass du nur rebellieren willst.
 

Benutzer121476 

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Hmm...das ist sicher eine schwere Situation für dich. Du sagst, dein Vater schlägt dich. Was ist mit deiner Mutter? Sieht sie einfach nur zu? Warum giltst du als schwer erziehbar? Was sind die Anzeichen dafür? Oder anders gefragt: Bist du vielleicht wirklich ein wenig schwer zu bändigen? Dass du deswegen einen Termin beim Jugendamt hast, sagt mir, dass da ja was passiert sein muss, das nicht mehr zu den Bagatellen gehört.

Naja gestern Abend schon...doch die hats mal probiert doch vor der hab ich nicht soviel Respekt ,weil sie weiß das ich auch irgendwann zurück schlage. Keine ANhung...das ist eine längere Geschichte und möchte ich so öffentlich eigentlich nicht erzählen. Zurzeit bin ich wirklich etwas schwer aber naja.^^ Naja Termin beim Jugendamt ist eher wegen Schule :smile:


Dass dein Vater trinkt, ist noch eine andere Sache. Ist heute gar nicht mehr so selten. Aber dass er dich schlägt, geht natürlich nicht. Da kannst du aber auch für dich selbst Partei ergreifen und ihn darauf ansprechen, wenn er nüchtern ist und ihm sagen, dass du dich an Lehrer etc wendest, wenn er dir gegenüber nochmal die Hand erhebt. Aber auch hier kennen wir nicht beide Seiten. Das müsst ihr untereinander klären und auch mit dem Jugendamt.

Nein das tue ich nicht..da hab ich zuviel Angst vor da droht er mir nur wieder mit meinem Pferd x_x Und für das tue ich alles. Ich hab ihm schonmal angeschrien das ich ihn anzeigen werde..nie wieder :'(
 

Benutzer110436  (37)

Sehr bekannt hier
doch die hats mal probiert doch vor der hab ich nicht soviel Respekt ,weil sie weiß das ich auch irgendwann zurück schlage.
Merkste was?
"vor DER" hast du nicht so viel Respekt, weil sie weiß, dass du irgendwann zurückschlägst.
Drei Fehler in einem Satz.
1. Sie ist deine Mutter und so redet man nicht über seine Mutter.
2. Keinen Respekt zu haben, ist schon grundlegend falsch, weil du dann ohnehin nur das tust, worauf du Bock hast.
3. Zurückschlagen? Dann läuft bei euch dreien komplett alles schief. Da kann euch wohl wirklich nur das Jugendamt helfen. Deine Eltern scheinen nicht mehr zu wissen, was sie mit dir machen sollen. Du gibst selbst schon zu, dass du schwierig bist und sie sehen in der Sache mit dem Pferd die einzige Möglichkeit, dich dazu zu bringen, dich an die Regeln zu halten, aber nichtmal das tust du scheinbar.
Auch eine längere Geschichte ist hier immer noch anonym. Darum bist du ja auch hier und nicht schon längst bei einem Lehrer oder dem Jugendamt selbst.

Wenn der Termin beim Jugendamt wegen der schulischen Probleme ist, was sind das für Probleme?? Lass dir nicht alles aus der Nase ziehen, sonst kann dir hier keiner helfen. Was meinst du, was das Jugendamt sagt, wenn die solche Aussagen von dir hören? Dann bekommen deine Eltern die Hilfe, die sie brauchen, um dich zu erziehen und dann hast du auch vom Jugendamt aus Vorgaben, die du einhalten musst.
Wenn du wirklich an dein Pferd denkst, dann suche die Schuld nicht nur bei deinen Eltern, sondern überlege, welchen Teil du zu der Situation beiträgst und noch beitragen kannst. Sorry, aber nach deinen Aussagen gewinne ich langsam den Eindruck, dass du wirklich nur rebellierst und deine Eltern mit dir überfordert sind. Da muss das Jugendamt einschreiten, keine Frage, aber das wird nicht so laufen, wie du es dir wünschst, á la "gelbe Karte" und "böse,böse" an deine Eltern. Da wirst du eher zur Verantwortung gezogen und bekommst eine spezielle Aufsicht, die auch in der Schule dafür sorgt, dass du dich an die Regeln hältst.

Setz dich mit deinen Eltern, dem Jugendamt und den Lehrern an einen Tisch und dann sucht eine Lösung. Da ist viel schief gelaufen bei euch und da kommt ihr auch nur gemeinsam raus.
 

Benutzer121476 

Benutzer gesperrt
Ehrlich ? Mir ist es egal das was sie mir antut...das ist für mich in den situation keine Mutter!
Hat seine Gründe.
Naja ich muss mich ja irgendwie wehren oder ? Und anders gehts nicht -.-'

Naja egal darüber red ich echt nicht gern ,weil ich nicht zurück verfallen will und irgendwo bin ich grad dabei ._.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Am besten erzählst Du auf dem Jugendamt ALLES, was Dich bewegt und bedrückt, nur dann kann man dort die Situation richtig beurteilen und entsprechende Maßnahmen vorschlagen bzw. einleiten. Bleib auf jeden Fall bei der Wahrheit - die Mitarbeiter dort sind in der Regel zu gut geschult, als das sie Lügen nicht durchschauen. Wenn Du also willst, dass man Dich ernst nimmt und sich die Situation zum Guten wenden kann, lüge nicht und beschuldige Deine Eltern keinesfalls für etwas, was sie nicht getan haben.

Deine Eltern werden anschließend an Dein Gespräch zu einem Gespräch geladen und aufgefordert zu verschiedenen Punkten Stellung zu nehmen.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Nur bedenke bei all deinen Aussagen gegenüber dem Jugendamt das berühmte Glashaus. Wenn du selbst Dreck am Stecken hast, kann es auch sein, dass die dich nicht mehr ganz so ernst nehmen und sie denken, dass du nur rebellieren willst.
Die TE ist 14 - ihr jetzt da eine Teilschuld zu geben, wenn im Elternhaus häusliche Gewalt herrscht, finde ich da etwas unpassend.

Auch zu dem Teil mit dem schwer erziehbar: Da sollte man sich mal fragen, wieso ein Kind wohl schwer erziehbar wird, wenn der Vater sie schlägt?

Ich würde mir an Stelle der TE mal einen Zettel mit Themen machen, die zu Hause nicht so gut laufen und mir überlegen, was man ändern könnte. Wenn man keinen Respekt vor seinen Eltern hat, dann ist das natürlich schwierig - aber Respekt kann man eben auch nicht erzwingen, dass muss man sich gegenseitig erarbeiten. Zu erwarten, dass die TE Respekt vor ihren Eltern hat, weil es nunmal ihre Eltern sind, bringt an der Stelle nicht weiter - sie hat eben keinen, und das hat wohl so einige Gründe, die wohl auch nachvollziehbar sind.

Letztendlich sollte sich die TE dringend fragen, ob sie mit ihren Eltern auf einen grünen Zweig kommen kann. Mit Gesprächen, Familiensitzungen, professioneller Hilfe - oder ob das ganze so zerüttet ist, das nur eine räumliche Trennung Sinn ergibt.

Wenn man sich mal hinsetzt und für sich alles aufschreibt, dann kann man dem Jugendamt gegenüber auch sortiert auftreten und seine Sorgen und Nöte klar äußern - und das macht dann einen anderen Eindruck, als wenn die Mitarbeiter des Jugendamts in eine Familie kommen, wo jeder den anderen beschuldigt und alles nur destruktiv wird.
 

Benutzer110436  (37)

Sehr bekannt hier
Richtig. Gegenseitig! So sollte es sein. Und natürlich haben die Eltern in ihrer Erziehung irgendwann mal den falschen Weg eingeschlagen. Nur ich war auch mal jung. Und da versucht man schonmal gegen die Eltern zu rebellieren. Erst recht, wenn man Freunde hat, die es einem vormachen etc. Irgendwo ist da der Anfang zu suchen. Ganz klar: Häusliche Gewalt geht nicht und muss unterbunden werden. Aber eine gemeinsame Klärung der Verhältnisse erfordert eben eine Anpassung von allen Seiten. Da geht es eben nicht, zu sagen "Meine Eltern sind soooo böse und an allem schuld." Das weiß auch das Jugendamt.

Und solange wir nicht wissen, was zuerst da war, das Schlagen oder das Rebellieren (Ei oder Huhn), können wir nur mutmaßen. Und eine Teilschuld besteht immer. Nämlich dann, wenn die TE auf die Ansagen und Regeln ihrer Eltern scheißt, sodass diese dann überfordert sind. Und hier liegt dann die übrige Schuld bei den Eltern, dass sie die Situation hervorgerufen und unterhalten haben. Aber dieses Problem muss an beiden Fronten beseitigt werden. Anders geht es nicht. Denn wenn nur die Eltern zur Rechenschaft gezogen werden, lernt die TE nur, dass sie tun kann, was sie will, denn das Jugendamt steht ja hinter ihr. So läuft es eben nicht.

Professionelle Hilfe ist dringend erforderlich, aber auch das habe ich bereits gesagt. Ich will hier auf niemandem herumhacken, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man auch mit 14 für manche Verhaltensweisen geradestehen muss, ganz gleich was die Eltern dazu beitragen. Schließlich bekommt man von den Lehrern auch keinen Freifahrtsschein, bloß weil man zu Hause Probleme hat. An Regeln muss man sich eben halten und wenn die TE damit ein Problem hat, treten eben Konsequenzen ein. Das ist eine Tatsache, die unabhängig vom Alter auftritt.[DOUBLEPOST=1348647934,1348647134][/DOUBLEPOST]Mich würde übrigens mal interessieren, wer den Termin beim Jugendamt veranlasst hat. Die Eltern oder die Lehrer? Wenn es die Eltern waren, dann zeigen sie ja ohnehin schon den Willen, etwas zum Positiven zu verändern, und zwar mit professioneller Hilfe. Das gereicht ihnen beim Jugendamt zum Vorteil, weil sie sich trotz ihrer Unfähigkeit, die TE zu bändigen, ihrer Verantwortung bewusst sind und das JA einschalten.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Puh...

klingt bisher sehr verworren...
Egal wie man's dreht, am Ende läuft bei euch zu Hause so einiges schief.

Wie löst man das jetzt, bzw. was genau denkst du können wir dir sagen?
Im Moment komme ich mir vor wie in einer Matheklausur, wo ich eine Aufgabe rechnen soll, aber der Lehrer sagt "Also über die Aufgabe will ich lieber nicht reden...schreib mal das Ergebnis trotzdem hin".

Merkst du was? Geht nicht...

Du versuchst im Moment eine Abkürzung zu gehen, die es nicht gibt. Du willst alles das behalten was dir Freude bringt und alles abschalten, was schlecht ist. Das wollen wir zwar alle, aber wir müssen auch irgendwann verstehen, dass jede Entscheidung sowohl gute als auch schlechte Dinge mit sich bringt. Der Trick ist sich alles anzusehen und dann eine Entscheidung zu fällen.

Du wirst nichts finden, dass dir alle Probleme beseitigt, keine neuen bringt und alles Gute im Leben erhält. Das gibt es einfach nicht. Dass du noch nicht richtig überblicken kannst, was es für Möglichkeiten für dich gibt (vielleicht auch ausserhalb des Jugendamtes) und welche Entscheidungsmöglichkeiten du hast, ist klar. Wie denn auch? Ich habe sehr viel mehr Lebenserfahrung..zwangsläufig..ich bin ja auch ne Ecke älter.
Ich kann dir mit meiner Lebenserfahrung aber keinen Meter weiterhelfen, weil du nichts weiter erzählen möchtest. Egal wie gut ich Mathe kann..ohne Aufgabe gibt's auch keine Ergebnisse...

Wenn du also gerne einen Rat haben möchtest und auch verstehst, dass dieser Rat weder den Himmel auf Erden, noch Zauberei beinhaltet, sondern Fakten mit denen du deine Situation etwas verbessern könntest, dann kannst du gerne deine Geschichte hier aufschreiben, denn sie ist ja so oder so anonym. Ansonsten muss ich dir leider sagen, dass du hier maximal ein paar Allgemeinbrötchen bekommen kannst wie "so schnell steckt dich keiner in ein Heim". Wissen kann es hier aber keiner.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass du deinen Weg findest.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Und solange wir nicht wissen, was zuerst da war, das Schlagen oder das Rebellieren (Ei oder Huhn), können wir nur mutmaßen. Und eine Teilschuld besteht immer.
Also ich finde ja, dass für häusliche Gewalt niemals ein Grund oder eine Teilschuld besteht. Ginge es hier um eine durch "normale" Konflikte verfahrene Situation, würde ich mich auch fragen, was zuerst da war - Streit oder Rebellion. Aber bei Schlägen zu Hause ist für mich die Diskussion nicht mehr, ob eine Teilschuld besteht.

Ich finde es etwas krass, einem Teenager die Teilschuld dafür zu geben, dass der Vater zuschlägt. Dafür gibt es keine Rechtfertigung, egal, wie die TE sonst so drauf sein mag. Und ich finde auch nicht, dass das Opfer von Gewalt diese auf irgendeine Weise provozieren kann - da sind die Erziehungsberechtigten in der Pflicht, es nicht so weit kommen zu lassen, es ist aber nicht Aufgabe der TE, darauf hinzuwirken, dass sie nicht mehr geschlagen wird!

Ich finde, durch Aussagen von Teilschuld und "Wurde sie zuerst geschlagen oder war sie zuerst schwer erziehbar?" verzerrt man völlig die Tatsache, dass häusliche Gewalt niemals geht und nie Schuld desjenigen ist, der diese erleidet. Und sowas muss man einfach klarstellen, weil ansonsten bei der TE Schäden zurückbleiben, die über eine ausschweifende Pubertät, die so mancher Teenie mitmacht, deutlich hinausgehen.

Das gereicht ihnen beim Jugendamt zum Vorteil, weil sie sich trotz ihrer Unfähigkeit, die TE zu bändigen,
Ich finde auch das völlig verzerrt dargestellt. Wenn der Vater trinkt und die TE schlägt, dann ist nicht die Frage, ob hier das Kind / die Jugendliche zu bändigen ist!
 

Benutzer122393 

Ist noch neu hier
Du musst dir keine Sorgen machen, du kommst sicher nicht direkt in ein Heim. Eine Freundin von mir hatte das Problem, dass ihre Eltern ihr alles verboten haben und ihr Vater ihr auch mal ab und zu eine geklatscht hat. Sie ist zu einer Sozialarbeiterin gegangen und kam dann in eine Art Wohngemeinschaft. Sie fühlt sich dort total wohl und ist froh von zu Hause wegzusein :smile:
 

Benutzer110436  (37)

Sehr bekannt hier
Hexe, ich will dich nicht direkt angreifen, aber ich habe nun mehrfach gesagt, dass es für die häusliche Gewalt keine Entschuldigung oder Diskussion gibt. Lies dir bitte meine Beiträge mal deutlicher durch.

Außerdem: Dein Beitrag ist die typische Sichtweise einer außenstehenden Person, die noch keine Erfahrungen mit dem Jugendamt gemacht hat. Da werden nämlich auch die Aussagen von den Lehrern etc herangezogen und man wird dem Vater eine Entzugstherapie aufgeben, die er zu absolvieren hat. Aber glaube nicht, dass einem schwierigen Kind alles durchgehen gelassen wird, bloß weil der Vater es manchmal oder öfter schlägt. Denn von der Häufigkeit war bei der TE nicht die Rede. Auch hier besteht viel Interpretationsfreiraum. Ich möchte dringend dazu raten, nicht der BILD-Mentalität zu verfallen und einfach mal das Offensichtliche als Grundlage zu nehmen. Ein bisschen tiefer zu bohren bringt manchmal Fakten hervor, die man sonst gerne mal ignoriert.
Und mal nebenbei: Eine Ohrfeige oder ein Klaps auf den Hintern hat noch kein Kind so schwer traumatisiert und ist eine normale Erziehungsmaßnahme, wenn diese den legitimen Rahmen nicht übersteigt. Aber auch davon wissen wir in diesem Fall nichts Genaues. Wir lesen, dass der Vater
trinkt und ihr eine knallt und schon werden wir laut und stempeln ihn als versoffenen Schläger ab. Etwas voreilig, meiner Meinung nach. Wie es dazu kommt, wissen wir auch nicht. Damian hat es auch schon gesagt, ohne die Aufgabe können wir keine Lösung finden. Und ich sage es gerne nochmal, für die Langsamen, ich bin absolut gegen häusliche Gewalt, aber diese sollte auch erstmal vernünftig definiert und nicht nur bei der Supernanny abgeguckt werden.

Ich sehe immer wieder Kinder, die nämlich durch ihr ganzes Leben ohne eine Ohrfeige gehen, die sie schon vor Jahren mal verdient hätten. So siehts nämlich heutzutage aus. Und ob eine kleine Ohrfeige in diesem Fall verdient war oder nicht oder ob das öfter passiert, kann hier niemand beurteilen. Wir müssen uns auf die Aussage einer 14-jährigen verlassen, die "DER" keinen Respekt entgegenbringt und auch nicht vor eigener Gewalt zurückschreckt.
Das ist in meinen Augen so zweifelhaft, dass ich nichts weiter gesagt habe, als dass das Jugendamt klären muss, was weiter passiert. Die TE will nichts weiter erzählen und muss sich dann an die entsprechenden Stellen wenden, die eine Entscheidung treffen dürfen. Da kann und sollte sie alles erzählen und nicht nur das, was sie selbst in ein besseres Licht rückt.

Da verzerre ich auch nichts, sondern stelle lediglich fest, dass wir keine Möglichkeit haben, die Wahrheit zu kennen, wenn die Berichterstattung so dermaßen einseitig ist, dass nur von den Fehlern anderer erzählt wird. Wenn es aber ins Detail geht, will die TE plötzlich nichts mehr sagen. Für meine Begriffe fehlen da entscheidende Fakten, die vermutlich mehr Licht in die Sache bringen würden.

So, und wer mag, darf mich jetzt für meine Ansichten verurteilen und zur Hölle wünschen :smile:
 

Benutzer118947 

Öfter im Forum
Also ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten:

Das Jugendamt wird erst einmal einen Sozialarbeiter bei euch vorbei schicken der regelmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg 1-2 mal die Woche vorbei kommt.
Der wird versuchen zu schlichten und zu helfen, aber dafür bedarf es natürlich einer gewissen Kooperation.
Bis man tatsächlich von zu Hause ausziehen darf/muss, muss dieser Weg erst gegangen sein, bei mir hat es 2 Jahre gedauert bis sie "aufgegeben" hatten und ich ausziehen durfte.
Das klingt jetzt hart, aber für das Jugendamt ist ein Auszug auch immer mit Kosten verbunden und da wird erstmal auf allen anderen Wegen versucht die Lage zu kitten.
Außerdem soll eine Familie im Idealfall ja zusammen bleiben.

Wie gesagt, bei mir war die Lage damals vermutlich noch etwas drastischer bei dir, getan hat sich lange Zeit nicht wirklich was.
Die Hilfe und der Versuch ist da, ja, aber oft scheiterts dann an zu wenig Kooperation, nem Haufen Bürokratie und drohenden Unheil betreffs der Finanzen.
 

Benutzer99295 

Verbringt hier viel Zeit
Und mal nebenbei: Eine Ohrfeige oder ein Klaps auf den Hintern [...] ist eine normale Erziehungsmaßnahme, wenn diese den legitimen Rahmen nicht übersteigt.

Mag sein. Ist in Deutschland aber strafbar. Und das ist gut so.

... typische Sichtweise einer außenstehenden Person, die noch keine Erfahrungen mit dem Jugendamt gemacht hat.

Hast Du welche gemacht? Ich kenne Jugendämter anders. Sie haben die Pflicht, das Kindeswohl zu ermitteln und bieten familieinunterstützende Maßnahmen an. Weder ordnen sie "Entzugstherapien" an noch suchen sie nach irgendeiner Schuld.

Ein solches Bild zu vermitteln, untergräbt eine Vertrauensbildung, ohne die das Jugendamt nicht vernünftig arbeiten kann. Und für die Jugendliche ist es von enormer Bedeutung zu wissen: Das sind Leute, die mir helfen wollen.
 

Benutzer110436  (37)

Sehr bekannt hier
Ja, ich habe diese Erfahrungen. Und das Kindeswohl steht natürlich an erster Stelle. Von "Schuld suchen" habe ich auch nichts gesagt. Das Jugendamt will erstmal klarstellen, dass das Familienleben wieder funktioniert, dann erst kommen weitere Maßnahmen. Was die Therapien angeht, da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt. In letzter Instanz werden diese von einem Gericht angeordnet, aber das Jugendamt rät dazu.

Nur damit das Familienleben wieder in geregelten Bahnen verläuft, werden alle Faktoren beleuchtet, um die Situation einzuschätzen. Und das Wohl der Familie ist ebenso wichtig. Also bekommt die Familie einen "Aufpasser", der das alles beobachtet.

Und zum letzten Mal: Solange die TE hier nur mit der halben Geschichte rausrückt, können wir keine klare Aussage treffen. Es liegt beim Jugendamt, über weitere Schritte zu entscheiden. Nur sollte sich die TE darüber im Klaren sein, dass auch sie an ihrem Verhalten arbeiten und aktiv zum Familienleben beitragen muss. Sonst hat das alles nämlich keinen Sinn.

Dass ich gegen Gewalt in der Familie bin, sollte eigentlich nun hinlänglich bekannt sein :sleep:

Ich bin raus.
 

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