Job Job wechseln: Ja oder Nein?

Benutzer15049  (35)

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Hallo ihr lieben,

Ich befinde mich gerade in einer Situation, in der ich nicht so recht weiß was ich machen soll.
Zur Zeit arbeite ich in einem Pflegeheim im Nachtdienst mit 12 Nächten im Monat. Mich langweilt diese arbeit wirklich tierisch. Aber für die wenigen Tage an denen ich arbeite ist dass Gehalt voll ok und ich bin vor allen Dingen fest angestellt.
Allerdings bin ich eigentlich Krankenschwester und kann viel mehr als ich zur Zeit mache. Es ist wirklich wie bei "Und täglich grüßt das Murmeltier". Jede Nacht die gleiche arbeit, die gleichen Gespräche, die gleichen anspruchslosen Tätigkeiten.

Jetzt war ich am Donnerstag zum hospitieren im örtlichen Klinikum und es war schon toll. Ganz anderes arbeiten. Es ist einfach was ganz anderes. Was ich an dem einen Tag da alles mal wieder machen konnte, hab ich in den vergangenen drei Jahren nichtmal als Abwechslung hingekriegt. Klingt so als sollte ich wechseln. Die Stelle hätte ich durch Vitamin B so gut wie sicher. Allerdings ist es so, dass man dort immer erst einen Jahrenvertrag bekommt und danach entfristet wird.

Jetzt gibt es zwei Probleme, das eine etwas größer als das andere.
Das kleinere: Ich habe im November einen größeren Urlaub geplant (und teilweise bereits gebucht). Ich nehme allerdings an, dass ich als Neuankömmling in diesem Jahr gar keinen Urlaub haben kann.
Das größere: Ich plane schwanger zu werden bzw bin schon seit 7 Monaten dabei es zu versuchen. Und ich weiß nicht, ob das mit dem Hintergrund eines Zeitvertrages vielleicht zum Problem werden könnte. Habe aber auch nicht vor damit zu warten bis das Jahr um ist.

Desweiteren müsste ich viel wieder neu lernen, was ich vermutlich hinkriegen werde. Aber ich habe auch Angst dass ich mich in den 3 Jahren so sehr an die viele Freizeit gewöhnt habe, dass ich es schwer haben werde wieder da reinzufinden einen "normalen" Job zu haben. Andererseits kann ich ja kaum den rest meines Lebens Nachtschichten machen, die mich langweilen.

Was mache ich bloß?:kopfwand:
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Weg erstmals die Pro Und Kontras für dich ab wie schwer was nun fällt. Wenn du das mit der Schwangerschaft wirklich vor hast würde ich auch ehr beim alten Job bleiben. ABER, es ist nicht gesagt, dass dich der Job wirklich auf Dauer ausfüllt. Mein Vorschlag dann noch etwas warten .
 

Benutzer135968 

Sehr bekannt hier
es langweilt dich tierisch, wenn du so enden willst, als frau, die irgendwann rückenprobleme hat und immer im hinterkopf hat, nie den beruf gemacht zu haben, den sie wirklich gerne macht, dann bleib bei deinem beruf. langweilige arbeitet verleitet schnell zur routine. was nicht immer optimal für körper und geist ist. ob man schwangerschaft plant, oder nicht, gibt man sowieso niemals an. und man kann es ja mal versuchen, doch etwas urlaub zu bekommen, auch wenn man noch neu ist. natürlich kann man dann, wenn die nein sagen, auch nicht einfach gehen, ohne konsequenzen. aber man weis es halt nicht, wenn man es nicht ... erfahren hat. und ja, vielleicht ist der neue job auch irgendwann so wie dein alter? und nur nachtschichten, würde ich auch nicht machen, dass macht einen kaputt. da es schlicht unnatürlich ist, jedenfalls für den körper.

wenn du ein kind willst, wirklich willst. dann machs einfach, wenn du gefeuert wirst, na und. musste dir später nen anderen job suchen. oder vielleicht stellen die dich doch wieder ein. entweder du willst, ein kind, oder nicht. je länger du wartest, um so höher die gefahr, es weiter und immer weiter hinauszuzögern.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Inwiefern müsstest du denn jetzt wechseln? Also wie akut ist das? Eventuell lässt sich das ja alles ein bisschen besser planen, so dass du aus deinen alten Job raus kommst, deine längere Reise machst und danach in den neuen Job startest? Das einzige, was etwas unstrategisch daherkommt, wäre ja dann die potentielle Schwangerschaft. Inwiefern du diese hinausschieben magst oder nicht ist jetzt eine ziemlich persönliche Entscheidung. Vermutlich würde ich mich in dieser Sache aber auch nicht wirklich groß nach Umständen richten, denn sonst macht man so ein Kind ja nie... :hmm:
 

Benutzer15049  (35)

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Es werden halt einmal zum 1. August und einmal zum 1. September Vollzeitstellen auf dieser Station frei. Ich könnte aber frühestens im Oktober anfangen.
So wie ich gehört hab ist dort ein großes kommen und gehen. Was natürlich irgendwie impliziert, dass die Stelle auch nicht da gelbe vom Ei sein kann. Aber mich hat das von gestern wirklich Null genervt. Wir waren zu zweit für den Bereich, weil ich ja garnicht allein dort agieren durfte, aber das hätte ich locker auf einer Arschbacke alles auch hingekriegt, um es mal so zu sagen. Es waren genug Ansprechpartner dort, für die Sachen die mir erstmal gezeigt werden musste. Die Besetzung war Mördergut. Es gab keinerlei Aufgaben für das Pflegepersonal, die normalerweise Hilfskräfte machen, weil es eben diese Hilfskräfte auch en masse gab. Alle anderen dort, empfanden das schon als stressig. Ich hingegen konnte nur müde lächeln darüber, bei dem was ich im Moment alles machen muss.

Wenn ich die Stelle erstmal habe könnten sie mich ja sowieso nicht kündigen, wenn ich schwanger werde. Aber das kommt mir so mies vor. Ich kann ja nicht wissen wann es klappt.
Am liebsten wäre es mir eigentlich zum 1. Januar zu wechseln. Dann könnte ich meine pläne durchziehen und trotzdem eindlich das machen was ich eigentlich will. Aber wer weiß, ob es dann nochmal so leicht wird. Ich mag ja auch nicht kündigen, wenn ich keine neue Stelle sicher habe.
 

Benutzer114808  (34)

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Wenn ich die Stelle erstmal habe könnten sie mich ja sowieso nicht kündigen, wenn ich schwanger werde.
Google mal "Befristeter Arbeitsvertrag und Schwangerschaft". Was ich da auf die Schnelle überflogen habe, sah nicht nur positiv für den Kündigungsschutz aus. Da solltest du dich auf jeden Fall vorher vernünftig beraten lassen!

Du bist am Basteln... Wäre es eine Alternative, erst nach der Elternzeit zu wechseln? Und dir aktuell noch eine zweite Stelle mit mehr Herausforderung als Minijob zu suchen (bspw. auch in besagter Klink)?
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Wäre es eine Alternative, erst nach der Elternzeit zu wechseln? Und dir aktuell noch eine zweite Stelle mit mehr Herausforderung als Minijob zu suchen (bspw. auch in besagter Klink)?
Das halte ich für eine sehr gute Idee.

Sonata Arctica Sonata Arctica : Warum machst Du Dir Streß? Dein Job mag langweilig sein - aber Du hast keine nervigen Vorgesetzten und die Kohle stimmt. Überleg Dir erstmal, ob und wann Du ein Kind willst - ich würde es entweder kriegen, solange Du auf Deiner jetzigen Stelle bist - oder auf einer anderen Stelle mindestens zwei Jahre warten, bevor Du Dich in die Schwangerschaft verabschiedest.

Was den Urlaub angeht: Falls es nicht völlig unmöglich ist und Du Hornissen unterm Allerwertesten hast, kümmere Dich jetzt darum, den zu stornieren. Wenn das nur mit Verlust geht, würde ich mich frühestens für Anfang 2017 um 'ne andere Stelle kümmern.

Aussagen zur Rechtsberatung entfernt!
 
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Benutzer109947 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Bitte beachtet, dass Rechtsberatung im Forum nicht geduldet wird. Danke.
 

Benutzer15049  (35)

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Hier hat mich doch niemand rechtlich beraten oO

Es geht leider nicht so ohne weiteres mir einen Minijob zu suchen. Das müste mein AG erlauben und dann zwei Dienstpläne in zwei Schichtbetrieben unter einen Hut zu kriegen erscheint mir relativ aussichtslos.

Dann muss ich mich wohl nochmal genauer informieren wie das mit schwanger sein und Zeitvertrag wäre. Ich hab leider nicht den Eindruck als würde das in nächster Zeit bei mir klappen. Der ursprüngliche Plan war ja mich danach definitiv um eine neue Stelle zu kümmern, aber je länger das dauert, desto mehr frustriert mich doch der Job. Und ich denke wenn ich noch weitere 2 Jahre ins Land ziehen lasse, traue ich mir das vielleicht garnicht mehr zu.

Es gäbe natürlich noch die Möglichkeit auszuchecken, wie dringend die jemanden brauchen. Ich könnte sagen ich kündige meine Festanstellung nur, wenn ich dafür auch eine bekomme. Von Station aus wäre das vermutlich sogar okay, aber die Chefetage ist da zuweilen rigoros.

Okay, nachdem was ich gelesen hab ist das Thema ohne Festanstellung auf jeden Fall vom Tisch. Ist nicht so dass ich verhungern müsste, wenn der vertrag während einer Schwangerschaft ausläuft, aber das ist ja ein mords Aufwand den man dann betreiben muss....
 
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Benutzer7447  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hey.
Also my 5 Cent.....
Ich selbst hatte einen Job als Teamleiter, der mich ziemlich gelangweilt hat.
Ich wollte weiterkommen und hatte null Perspektive, tägliche Herausforderung? Null.
Ich hatte eins der größten Teams, hatte alle Kennzahlen im Blick und ein persönliches Verhältnis zu meinen Mitarbeitern.
Nur war ich meist ab Mittag fertig. Und was macht man dann die restlichen 5 Stunden? Das war immer das Elend.
Daher bin ich dann auch gegangen und habe auf die eventuelle irgendwann Perspektive das berühmte Ei geschlagen.

Dann bin ich aber in der IT eines deutschen Discounters gelandet und da war der Job noch mieser.
Ich wurde für Aufgabe A angestellt, war am Ende aber gefühlter Sachbearbeiter was natürlich nicht A war.
Wieder keine Herausforderung und überhaupt keine erfüllende Sache. Alle sagten immer "Bleib da, dein Lebenslauf".
Habe ich auch, leider zu lange, gemacht. Die Folge waren burn / bore out und eine echte Depression.
Ich habe am letzten Tag meiner Probezeit alle Kraft zusammengenommen und meine Kündigung ohne Folgejob hingelegt.
Mir ging es danach erstmal richtig mies und ich brauchte auch Hilfe um wieder aufzustehen.
Aber danach bin ich ins Management und bin nun in einem kleinen Unternehmen recht weit oben und was soll ich sagen?
Nicht immer glücklich, aber mir geht es gut. Keine Langeweile, jeden Tag Herausforderungen. Ich blühe wieder auf, auch wenn die Depression noch letzte Züge hat und nagt.

Was soll dir das sagen?
Wäre ich in deiner Lage würde ich vermutlich folgendes tun:
Schauen, dass du im Krankenhaus unterkommst. Wenn du schon was gebucht hast kann man das meist verhandeln. Wenn die dich wollen und du gut bist kommen die dir entgegen, glaub mir. Ich würde dann das Projekt Kind, gerade nach deiner Erfahrung, erstmal gedanklich stoppen und wieder verhüten. Eben genau jenes Jahr bis du einen unbefristeten Vertrag hast. Weil ansonsten läuft die Frist aus und der Arbeitgeber verlängert einfach nicht weil du schwanger bist.
Ich glaube aber, egal wie "locker" dein Job nun ist, er frisst dich an und irgendwann auch auf.
Da ist es aus meiner Sicht wertvoller das Projekt Kind um ein Jahr zu schieben, dafür selbst wieder zufriedener und ausgeglichener zu sein und nach der Schwangerschaft und Elternzeit den tollen Job sicher zu haben.
Denn du wirkst echt begeistert von dem Umfeld und deine Sätze strahlen (übertragen) als du davon schreibst.
Das solltest du tun finde ich, denn davon haben am Ende alle was, also du, der Vater und das Kind.
Das eine Jahr macht es nicht allzu schlimm denke ich, das Jahr ist schneller um als du schauen kannst.....



Gruß
 

Benutzer15049  (35)

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Einerseits klingt das so leicht was du sagst, aber wir sind jetzt 9 Monate dabei und der Gedanke das jetzt 15 Monate aufzuschieben ist mir total zuwider. Abgesehen davon würde ich den Arschnasen bei denen ich jetzt arbeite voll gönnen, wenn die mich aus heiterem Himmel verlieren, denn ich dürfte ja Nachts nicht mehr arbeiten. Klingt fies, ist aber so.

Die Sache ist halt dass ich keine 20 mehr bin. Da würde ich auch sagen: Ja klar, warten wir noch etwas. Aber es tickt und tickt und tickt. Und einen anderen Job kann ich später immer noch kriegen. Mit dem Kinderkriegen wird es halt irgendwann eng.
Ich werde wohl einfach mal versuchen eine Festanstellung zur Diskussion zu bringen.

Der alte Job langweilt mich zwar, dafür habe ich immerhin umso mehr freizeit um nicht völlig wahnsinnig zu werden. Müsste ich da jeden Tag hin sähe das sicher anders aus.
 

Benutzer135968 

Sehr bekannt hier
du beantwortest deine frage schon selbst, du willst unbedingt ein kind und willst deinen arbeitgeber eins auswischen, oder halt die mitangestellten. ich würde sagen, kümmer dich erst ums kind. dann denke an den job.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Einerseits klingt das so leicht was du sagst, aber wir sind jetzt 9 Monate dabei und der Gedanke das jetzt 15 Monate aufzuschieben ist mir total zuwider. Abgesehen davon würde ich den Arschnasen bei denen ich jetzt arbeite voll gönnen, wenn die mich aus heiterem Himmel verlieren, denn ich dürfte ja Nachts nicht mehr arbeiten. Klingt fies, ist aber so.

Die Sache ist halt dass ich keine 20 mehr bin. Da würde ich auch sagen: Ja klar, warten wir noch etwas. Aber es tickt und tickt und tickt. Und einen anderen Job kann ich später immer noch kriegen. Mit dem Kinderkriegen wird es halt irgendwann eng.
Ich werde wohl einfach mal versuchen eine Festanstellung zur Diskussion zu bringen.

Der alte Job langweilt mich zwar, dafür habe ich immerhin umso mehr freizeit um nicht völlig wahnsinnig zu werden. Müsste ich da jeden Tag hin sähe das sicher anders aus.
Ganz ehrlich, du bastelst nun schon so lange, ich würde in dem jetzigen Job bleiben. Ausserdem weit du dann auch, wohin du zurückkehren kannst, wenn die Elternzeit vorbei ist, bzw. kannst du dich dann aus der Beschäftigung heraus bewerben.
 

Benutzer7447  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Hey Sonata,
ich entschuldige mich nun schonmal für meine klaren Worte, bitte nimm es mir nicht übel.

Wir sind in etwa gleich alt wenn dein Alter stimmt...
Also ja, ich verstehe deinen Kinderwunsch durchaus, mir geht es nicht wesentlich anders.
ABER.... Ich finde auch ein Jahr nicht dramatisch und nicht "nie".
Du bist dann 31 oder vielleicht 31, so what..... Für mich würde die Welt da nicht untergehen.
Bei einem Scheiß Job aber schon. Aber das ist sicher auch ein Stück weit Einzelentscheidung und ich kenne nicht deinen genauen Drang und deine genauen Gefühle Mama zu werden um darüber zu urteilen.

Was ich persönlich aber nicht okay finde ist das Thema Job.
Auch wenn es dich ankotzt und nicht deine Welt ist, so sollte es trotz fair sein....
Denn Arschnasen hin oder her, aber wenn du einfach so gehst tut es schon weh. Nun ist man geneigt (kenne ich selbst) genau dies zu provozieren damit "die" mal merken was doof ist und so eine Art subtile Rache gelebt wird.
Praktisch ist es aber halb so wild und die einzigen, die man meist richtig straft, sind die Kollegen, die aber auch im gleichen Boot sitzen. Also die Basis und weniger das Management, die es aber letztlich verursachen.
Das zum einen. Und zum anderen hast du ja den Job angenommen und hast die Freiheit zu gehen.
Ich finde es immer schade wenn Leute "Unternehmen weh tun" wollen, nur weil sie nicht zufrieden sind.
Das habe ich schon in verschiedensten Ausprägungen gesehen bis hin zu einem Kollegen, der sich über "Krankzeiten" den Zusatzurlaub erschlichen hat weil "die ja selbst schuld sind". Klar, ist für den Teamleiter nervig. Aber schlimm war es nur für seine eigene Karriere..... Aus meiner Sicht belasten diese Gefühle einen auch immer selbst ein Stück weit.
Und auch wenn z. B. meine Zeit bei dem Discounter nicht so der Hit war würde ich nie sagen, dass der Laden doof ist.
Es passte zwischen uns nicht, wie in einer guten Partnerschaft. Und darum habe ich die "Ehe" verlassen und bin gegangen.
Aber fair bis zum letzten Moment, was man auch im Zeugnis sieht.
Ich glaube, würde ich meinen Bereichsleiter noch einmal wiedertreffen müsste ich mich nicht schämen und würde dennoch ein Lächeln bekommen. Von meinem Chef nicht mehr weil dieser gekündigt wurde wegen seines Verhaltens was ich mal auf den Tisch gebracht habe :-P

Das Thema Festanstellung wäre eine Idee.
Aber auch da finde ich den Aufschub des Kinderwunsches sinnvoll.
Denn letztlich möchte man sich auch erstmal in das Team integrieren und ankommen.
Sonst kommt man, wird schwanger und kommt zwei Jahre später als fremde Person wieder.
Das ist reines sichern des Arbeitsplatzes, was zwar rechtlich geht, ich aber menschlich wiederum schade finde.
Da würde ich mir eher wünschen, dass ich ankomme, die Kollegen mich annehmen und sich dann mit mir über die Schwangerschaft freuen und ich nach der Elternzeit wiederkomme, als wäre (fast) nichts gewesen.
Denn letztlich bleibt sonst ein bitterer Beigeschmack beim Arbeitgeber, was sich wiederum bei den Themen Beförderung oder Weiterbildung spiegeln kann.
Oder wenn doch mal wer abgebaut werden muss ist man eher auf der Liste und so weiter....

Die Frage ist einfach, was du wirklich für dich willst.
Wenn der andere Job okay ist dann bleib da und riskiere, ggf. das Angebot zu verlieren.
Denn gerade wenn du über Verbindungen in die Klinik kommst ist die andere Person auch immer ein Stück weit für dich "verantwortlich".
Sprich wenn du dann unbefristet anfängst und direkt schwanger wirst ist das auch für die andere Person ein Stück weit unangenehm denke ich.

Ich hatte mal einen ähnlichen Fall, da habe ich privat einen kleinen LKW für einen Samstag vermittelt.
Ging über den Arbeitgeber meines Vaters damals und ich habe nur den Kontakt hergestellt, das war alles.
Auf einmal ging aber alles schief und der Arbeitgeber hat alle Absprachen und Verträge gebrochen, so dass mein Bekannter eine Messe nur mir deutlich weniger Ware besuchen konnte.
Obwohl ich eigentlich theoretisch komplett raus war und nichts mit allem zu tun hatte hat das unserem Verhältnis ein Stück weit geschadet weil innerlich dieses "Du hast den ja angebracht" Thema zwischen uns war.
Ich habe daraus gelernt und bin seitdem massiv vorsichtig im Bereich Empfehlungen und ziehe sie auch notfalls zurück....



Gruß
 

Benutzer15049  (35)

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du beantwortest deine frage schon selbst, du willst unbedingt ein kind und willst deinen arbeitgeber eins auswischen, oder halt die mitangestellten. ich würde sagen, kümmer dich erst ums kind. dann denke an den job.
Den Mitangestellten würde ich einen Gefallen tun, vor allem den anderen Nachtwachen. Aber das zu erklären, würde jetzt zu weit führen. Jedenfalls kann ich nur sagen: DIe warten schon Sehnsüchtig drauf.
Ich will außerdem nicht unbedingt meinem AG eins auswischen, aber die haben es sich so eingebrockt. Einem neuen AG gegenüber fände ich das ziemlich unfair.

O Ostwestfale
Ich weiß ja nicht von welchen Branchen du so redest, aber in der Altenpflege ist sich meiner Erfahrung nach irgendwie jeder selbst der nächste. Würden alle Kollegen mal zusammenhalten und wären wir ein gutes Team könnte man ja mal was reißen, aber leider gibt es wesentlich bevorzugte Personen, deren Arschkriecherei in Richtung Chefetage dazu führt, dass alle anderen kaum noch ein Privatleben haben. Und ob ich die damit treffe ist mir wirklich scheißegal. Denn ich bin denen ja auch scheißegal.

Und als Mann lässt sich das sicher einfach sagen mit dem warten.Es sind 15 Monate (mit Kündigungsfrist). Ich wäre dann 32 und würde es wieder so lange Dauern bis es mal klappt, denn das hat es ja bisher noch nicht, dann bin ich 33 oder noch älter. Und gehe stark in Richtung Risikoschwangerschaft. Das ist mir kein Job der Welt wert.

Am besten wärs mein Kerl kriegt das Kind, der hat arbeitsmäßig keine weiteren Ambitionen :zwinker:
 

Benutzer7447  (34)

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Hey Sonata Arctica Sonata Arctica ,
jeder selbst der nächste ist leider oft so.... Egal in welcher Branche.
Aber alle, die ich persönlich im Krankenhausbereich kenne, sprechen von einem massiven Zusammenhalt und vielen Freundschaften.
Daher dachte ich, dass zumindest da die Welt besser ist. Illusion?
Die "Arschkriecher" sind leider auch die, die sowas nicht betrifft.
Ich hatte bisher bei jedem Arbeitgeber mindestens einen Kollegen / Kollegin von dem bestenfalls die Schuhspitze aus dem Popo vom Chef geguckt hat.
Leider sind viele Führungskräfte da zu beeinflussbar....

Ich verstehe auch deine Bedenken mit der Zeit, je mehr ich darüber nachdenke umso besser.
Auch wenn das nicht hilft, aber deine Lage ist echt verfahren..... Sorry.....
Ich verstehe beide Seiten und wüsste auch nicht (mehr) ob ein oder aus.....



Gruß
 

Benutzer15049  (35)

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Also meine Kollegen müssten nicht mehr ständig entgegen ihrem Vertrag durch das sammeln von Minusstunden in Tagdienst einspringen. Denen würde es sehr helfen, wenn ich Nächte freigebe. DAS sind meine Kollegen, wir halten gut zusammen. Was die anderen machen geht mir am Arsch vorbei, das Team hab ich nicht ohne Grund verlassen.

Im Krankenhaus kenne ich es auch anders. Aber in meinem Haus, was ja nun Altenpflege ist, läuft es echt unter aller Sau. Wir haben geplant(!) schon zu wenig Personal, eine 6 Tage Woche (Wo gibts denn sowas noch?), keine Computer, müssen mit der Hand dokumentieren und bekommen selbstverständlich nie ein Dankeschön, sondern höchstens noch Arschtritte.
Wäre das da so toll, würde ich ja nicht aufhören wollen.

Echt verfahren. Ich kann nur hoffen dass es jetzt möglichst bald klappt oder ich einen unbefristeten Vertrag bekomme. Sonst muss ich vielleicht über kurz oder lang doch das Risiko in Kauf nehmen ohne Job dazustehen.
 

Benutzer7447  (34)

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Ich drücke die Daumen.
Aber wie hier schonmal gesagt wurde, dein Bereich brennt.
Also wirst du dort immer eine Zukunft finden :smile:
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Mit Kind in Planung würde ich auf jeden Fall beim unbefristeten Arbeitsverhältnis bleiben, da dann einfach die maximale Elternzeit ausnutzen und danach weiter schauen.
 

Benutzer53463 

Meistens hier zu finden
Ich würde eher schauen zügig zu wechseln. Mit Kind und ggf. Teilzeit wirds eher schwerer den Umstieg zu schaffen wenn du bislang "nur" in der Altenpflege gearbeitet hast.
 
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