Ist Homosexualität (k)eine Krankheit?

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Benutzer156911  (31)

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Dieser Frage bin ich mal nachgegangen und für mich zum Schluss gekommen, dass es eine Krankheit im eigentlichen Sinne ist. Immerhin werden Pädophile auch als krank bezeichnet. Inwiefern kann man hier unterscheiden, wenn man wissenschaftlich korrekt kategorisieren möchte?

Bis 1973 wurde Homosexualität im DSM (auch bekannt als „die Bibel der Psychiatrie“) als psychische Krankheit geführt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass hier willkürlich nach politischer Stimmungslage und Gesellschaftsidealen entschieden wird, was Krankheit ist und was nicht...

Was denkt ihr?

(Anmerkung: Nein, ich bin nicht schwulenfeindlich. Mein Bruder und zwei meiner Kollegen sind gay). Ich bin auch nicht gläubig. Ich halte mich für überaus liberal
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Immerhin werden Pädophile auch als krank bezeichnet. Inwiefern kann man hier unterscheiden, wenn man wissenschaftlich korrekt kategorisieren möchte?
meiner meinung nach lässt sich da sehr einfach unterscheiden: es ist krank, wenn man andere fühlende lebeweisen leiden lässt/lassen möchte, um daraus (sexuelle) lust zu ziehen. in dem sinne würde ich pädophile als krank einstufen, ebenso wie ich das verhalten eines mädchens dass hier mal aktiv war und das ihren freund immer fetter füttern wollte obwohl er längst krankhaft übergewichtig war als krank eingestuft habe - sie meinte es macht sie an, seine gesundheit war ihr scheissegal.

mit anderen worten: fehlendes bzw. krankhaftes sozialverhalten, eben dieser absolute egoismus "es ist mir egal ob du leidest, hauptsache, ich habe meinen spaß", das nenne ich krank. schwul zu sein definiert sich nicht darüber dass sexuelle aktivitäten gegen den wunsch des sexualpartners vollzogen werden, dass einer der beteiligten leidet - es ist kein fehlendes bzw. krankhaftes sozialverhalten, es ist also nicht krank.


edit, ich muss da nochmal genauer formulieren: es ist krank, wenn man andere fühlende lebeweisen gegen deren willen bzw. ohne deren zustimmung leiden lässt/lassen möchte, um daraus einseitig (sexuelle) lust zu ziehen.
 
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Gast
Warum sollte Homosexualität eine Krankheit sein?

Ich finde, da liegt schon ein großer Unterschied zwischen einer depressiven Person, die Selbstmordgedanken hat (als Beispiel) und einer Person, die eine gleichgeschlechtliche Person liebt.

Da ist ein Mann, der präferiert Männer. Dir gefällt die Einstellung nicht, also ist es eine Krankheit?

Wie sieht das dann mit Männern/Frauen aus, die bisexuell sind. Sind die dann halb-krank?
 

Benutzer155202  (22)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich stimme Nevery da vollkommen zu. Die bloße Liebe zu einer Person des gleichen Geschlechts würde ich nicht als Krankheit bezeichnen. Wenn ich es einordnen müsste, eher in die Kategorie "Sexuelle Vorlieben", obwohl ich da auch sagen muss, dass es nicht unbedingt dazu passt. Es ist einfach Homosexualität, keine Krankheit, keine Macke, und fertig
. Es zu kategorisieren macht für mich da wenig Sinn
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich sehe ehrlich gesagt absolut keinen Mehrwert darin, Homosexualität als Krankheit zu kategorisieren. Bloß, weil etwas von der vermeintlichen Norm abweichend ist, muss man es nicht als "krank" degradieren. Außerdem impliziert "krank", dass man daran etwas richten sollte/müsste, damit man wieder "gesund" ist. Und diesen Bedarf sehe ich bei Homosexualität nun mal wirklich überhaupt nicht. Von daher: Wozu überhaupt diese Überlegung?
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Man weiß ja inzwischen auch aus der Beobachtung von Homosexualität im Tierrreich, dass ein gewisser Anteil von Homosexuellen in einer Population vermutlich evolutionäre Vorteile gebracht hat (bzw. bei vielen Tierarten bringt, da kümmern sich dann z.B. zwei Männchen um das verwaiste Pinguin-Ei).
Von daher fällt hier nicht nur die gesellschaftliche Ächtung wie bei Pädophilen weg, sondern auch das Argument, Homosexualität wäre irgendwie eine Art Fehlbildung der Natur, erscheint doch eher gewagt.

Off-Topic:
Bei psychischen Geschichten ist es ja immer so eine Frage, was eine Krankheit ist und was nicht. Oft kann man das nur über den Leidensdruck richtig festlegen. Gibt ja z.B. auch die Theorie, das ADHS ein genetische Überbleibsel aus der Zeit vor der Sesshaftwerdung ist, wo kurze Aufmerksamkeitspannen und hohe Aktivität vielleicht einfach Überlebensvorteile boten.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich sehe das noch viel Bunter .

Mich mag man sicher danach hier meiden , aber in gewissen Bahnen und kontrolliert , dürfte selbst Pädophilie nicht mehr als Wirkliche Krankheit angesehen werden .

Wenn z.B Pädophilie ihre Neigung soweit im Griff haben, dass sie nie über griffig werden und dadurch auch keinen Leidensdruck haben sollte man es nicht mehr zwangsläufig als krank bezeichnen .

Es gibt ja zig Pharaphilien die weitaus kranker sind , wie Verstuemmelungsfetische usw.

Das Leute nur durch Morden erregt werden usw.


Wenn du jedoch anfängt sowas wie eine Sexuelle Ausrichtung ohne Leiden für 3. zu Phsychatrisieren , kommen am Schluss meist nur verstörtere Menschen heraus.
 

Benutzer153493 

Meistens hier zu finden
Da müsste ich erstmal wissen wie in diesem Zusammenhang "Krankheit" definiert ist.

Ist es Krank, weil es nicht dem Zweck der Fortpflanzung entspricht?

Ich zum Beispiel wusste nicht das Pädophilie eine Krankheit ist. Selbst da müsste man mich mal aufklären warum das so ist.

Beides sind für mich eine sexuelle Neigung. Ein Umstand, mit dem man geboren wird und den man nicht ändern kann.

Natürlich dürfen Pädophile Ihrem trieb nicht nachgehen, denn das wäre demnach "krank" bzw. da es nicht im beiderseitigen Einverständnis "ausgeführt" werden kann eben strafbar.

Eine Krankheit klingt immer so als müsste man dafür eine Heilung finden.
 

Benutzer155418 

Klickt sich gerne rein
Gesundheit ist nach der Definition der WHO einerseits der "Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens", andererseits aber auch ein "menschliches Grundrecht".

Ergo: Nein
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Da müsste ich erstmal wissen wie in diesem Zusammenhang "Krankheit" definiert ist.

Ist es Krank, weil es nicht dem Zweck der Fortpflanzung entspricht?

Ich zum Beispiel wusste nicht das Pädophilie eine Krankheit ist. Selbst da müsste man mich mal aufklären warum das so ist.

Beides sind für mich eine sexuelle Neigung. Ein Umstand, mit dem man geboren wird und den man nicht ändern kann.

Natürlich dürfen Pädophile Ihrem trieb nicht nachgehen, denn das wäre demnach "krank" bzw. da es nicht im beiderseitigen Einverständnis "ausgeführt" werden kann eben strafbar.

Eine Krankheit klingt immer so als müsste man dafür eine Heilung finden.
Soziophatische Killer werden ja auch mit ihrer Gefühllosigkeit und Emphatielossigkeit geboren . Willst du da den auch den Krankheitsstatus in Frage stellen ?
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Immerhin werden Pädophile auch als krank bezeichnet.

Und der Unterschied zwischen Homos und Pädos ist Dir nicht klar?

Ich habe manchmal das Gefühl, dass hier willkürlich nach politischer Stimmungslage und Gesellschaftsidealen entschieden wird, was Krankheit ist und was nicht...
Mal abgesehen davon, daß die Diskussion reichlich müßig ist: Im konkreten Fall hat doch wohl viel zu lange die politische Stimmungslage etwas als Krankheit definiert, was keine ist! Bis 1969 wurden Schwule in Deutschland eingesperrt, die Engländer trieben nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs den schwulen Mann, der ihnen maßgeblich den Arsch gerettet hatte, in den Selbstmord.

Wenn überhaupt ist doch wohl das krank.

Nebenbei gibt es Homosexualität auch im Tierreich und bei irgendwelchen von der dekadenten westlichen Zivilisation gänzlich unbeleckten Naturvölkern.

Sind die alle krank?
 
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Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das Problem ist doch hier schlicht die Definition von "Krankheit".
Abweichungen der sexuellen Orientierung von der "Hetero-Norm" haben sicherlich irgendwie ähnliche Grundlagen, manche davon treiben einen aber ins soziale Abseits oder gar in die Kriminalität, während andere völlig harmlos sind. Rein medizinisch/pychologisch unterscheiden sie sich aber wohl nicht sehr stark.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Soziophatische Killer werden ja auch mit ihrer Gefühllosigkeit und Emphatielossigkeit geboren . Willst du da den auch den Krankheitsstatus in Frage stellen ?
das ist eine interessante frage.
ich denke, da kann man wirklich einen schnitt zwischen pädophilen, soziopathen und homosexuellen menschen ziehen: die homosexuellen haben, nur aufgrund dieser vorliebe, normalerweise nicht den wunsch, einem anderen lebewesen leid anzutun - alles ist gut, keine spur einer krankheit. die pädophilen haben zwar diesen wunsch (denn wenn sie ihrer vorliebe nachgehen haben wir das leid auf der anderen seite), können da aber vielleicht mit empathie und ansonsten anständigen sozialverhalten gegensteuern: krank, aber unter umständen noch gesellschaftsfähig. die soziopathen haben nicht nur den wunsch anderen leid anzutun, ihnen fehlt auch noch das sozialverhalten um gegen zu steuern: absolut krank.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Wenn z.B Pädophilie ihre Neigung soweit im Griff haben, dass sie nie über griffig werden und dadurch auch keinen Leidensdruck haben sollte man es nicht mehr zwangsläufig als krank bezeichnen .
Es geht aber gemeinhin um diejenigen Pädos, die ihre Neigung nicht im Griff haben - nur die erkennt man ja als solche. Solange man (frau auch) sich nur denkt: "Hübsches Kind!" bleibt das ja folgenlos...
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Natürlich dürfen Pädophile Ihrem trieb nicht nachgehen, denn das wäre demnach "krank" bzw. da es nicht im beiderseitigen Einverständnis "ausgeführt" werden kann eben strafbar.
Genau das ist aber der springende Punkt.
[doublepost=1444998668][/doublepost]
Rein medizinisch/pychologisch unterscheiden sie sich aber wohl nicht sehr stark.
Den entscheidenden Punkt hat Nevery genannt:
es ist krank, wenn man andere fühlende lebeweisen gegen deren willen bzw. ohne deren zustimmung leiden lässt/lassen möchte, um daraus einseitig (sexuelle) lust zu ziehen.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Es erscheint mir unsinnig, Homosexualität als Krankheit zu klassifizieren, denn sie Bedarf keiner Behandlung und ist für mich auch nicht als normabweichend zu verstehen, nur weil Homos eine Minderheit darstellen. Starke Fetische, die dazu führen können, dass Übergriffe geschehen, bei denen safety und consent nicht mehr gewährleistet sind, sind eine ganz andere Kategorie.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
möchtest du grade eine (meist ohne behandlung tödlich endende) erkrankung des körpers gleichsetzen mit einer sexuellen vorliebe die niemanden leid zufügt?

ich bekomme grade den eindruck, dass du "(Anmerkung: Nein, ich bin nicht schwulenfeindlich. Mein Bruder und zwei meiner Kollegen sind gay). Ich bin auch nicht gläubig. Ich halte mich für überaus liberal" nicht ernst gemeint hast sondern es nur dahin geschrieben hast um dich vor berechtigten vorwürfen zu schützen.
 

Benutzer140686  (32)

Meistens hier zu finden
Wörter ... alles nur Wörter und Schubladen ... heiße Luft ... Schall und Rauch.
Gedankenkonstrukte wie "Homosexualität" und alles was man damit in Verbindung bringt sind vollkommen Neutral.
Wir vergeben diese Bedeutung durch unsere Gedanken und Erfahrungen.
also ....
Frage = Ist Homosexualität eine Krankheit?
Antwort = Nein.
Fertig.
 

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Es geht aber gemeinhin um diejenigen Pädos, die ihre Neigung nicht im Griff haben - nur die erkennt man ja als solche. Solange man (frau auch) sich nur denkt: "Hübsches Kind!" bleibt das ja folgenlos...
[doublepost=1444998381,1444998311][/doublepost]
Genau das ist aber der springende Punkt.
Und genau da sehe ich das Muss zu Differenzieren .

Sagen wir mal nur, das ca. 30 % der ADHSler irgendwie schon mit dem Gesetz im Konflikt waren (rein hypothetisch und ohne Nachweisbare Quellen also nur als Beispiel) wären dann die 70 % die sich zu benehmen wissen automatisch auch chronische Verbrecher (zumindest im Bagatellbereich) .

Man muss differenzieren . Nur die Form wo die Personen über griffig werden oder nach Psychologischer Auffassung bei einer Gelegenheit die Kontrolle verlieren sollten als Krankheit angesehen werden .
 
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