Immer nur Pech - Verliere langsam die Lust und die Hoffnung

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Benutzer161532  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo allerseits! Ich wusste diesmal nicht, wie ich die Einleitung zu meinem Thread schreiben soll, deshalb hab ich einfach ganz dreist "Hallo allerseits!" aus dem Thread untendrunter kopiert, gehofft, dass das reicht, und gehe nun direkt zum Hauptteil über. x)

Ich muss zugeben, ich verliere langsam so richtig die Lust am Dating und damit auch immer mehr die Hoffnung darauf, dass ich endlich mal Glück in der Liebe haben und eine glückliche Beziehung führen darf. So sehr ich auch die letzten sechs Jahre an mir gearbeitet habe, wie sehr ich mich auch verbessert und mein Leben auf dem Kopf gestellt habe, in der Liebe hat sich trotzdem nichts geändert.

Ich bin jetzt 22 Jahre alt, hatte noch nie eine richtige Freundin oder auch nur irgendeine noch so kurze und flüchtige romantische Beziehung zu irgendeinem Mädchen; und jeder Versuch, eine solche aufzubauen, schlägt immer wieder fehl. Das war schon immer so, von meiner frühen Kindheit über meine Jugend bis heute.

  • In der ersten Klasse fasste ich mir nach mehreren Monaten ein Herz und schreibte meinen damaligen Schwarm einen Liebesbrief, den sie ignorierte.

  • In der sechsten Klasse gestand ich meinem damaligen Schwarm gezwungenermaßen beim Flaschendrehen, dass ich auf die stand. Sie mochte mich zwar, aber es ergab sich nie irgendetwas draus.

  • Mit 14 lernte ich im Ferienlager ein Mädchen kennen und verliebte mich in sie. Nachdem das Ferienlager vorbei war, verabredeten wir uns zu einem privaten Treffen. Das Treffen lief gut, wir verstanden uns super und am Ende brachte sie mich sogar zu sich nach Hause und stellte mich ihren Eltern vor. Ein zweites Treffen fand nie statt, da sie meine E-Mails ab da ignorierte.

  • Mit 16 führte ich zum ersten Mal in meinem Leben etwas, das einer glücklichen Beziehung nahekommen könnte. Es war jedoch keine echte Beziehung. Wir kannten uns nur übers Internet und es kam nie zu einem Treffen im echten Leben. Es mag für die meisten zwar seltsam klingen, aber diese sechs Monate waren die glücklichste Zeit meines Lebens und sind immer noch der ausschlaggebende Grund, wieso ich mich heute noch so sehr nach einer glücklichen Beziehung sehne. Nach sechs Monaten machte sie plötzlich von einem Tag auf den anderen Schluss, ohne mir einen Grund zu nennen.

  • Mit 19 lernte ich wieder mal ein Mädchen über das Internet kennen. Diesmal wollte ich allerdings nicht noch mal den gleichen Fehler machen und traf mich stattdessen schon sehr bald mit ihr. Bei unserem Treffen fiel ich dann aus allen Wolken: Das Bild, das ich von ihr hatte, war schon 4 Jahre her und mittlerweile hatte ich sie 30-40 Kilo zugenommen Ich zwang mich, darüber hinwegzusehen, wir trafen uns zweimal und letztendlich machte ich nach zwei Wochen Schluss. Auch wenn wir zwar zusammen waren, zähle ich das Ganze nicht als Beziehung, da ich mich quasi dazu gezwungen habe und wir uns auch nur zweimal getroffen haben.

  • Mit 20 verliebte ich mich in meine beste Freundin. Ich glaubt, eindeutige Signale von ihr zu erkennen, und war mir sicher, dass sie auch auf mich stand. Tat sie aber nicht und ihr Korb warf mich für etwa ein halbes Jahr völlig aus der Bahn. Ich hatte auf nichts mehr Lust, sah keinen Sinn mehr darin, weiter an mir zu arbeiten und vegetierte ein halbes Jahr lang vor mich hin. Danach hatte ich erst mal schreckliche Angst vor Ablehnung, weil ich befürchtete, dass mich jeder Korb so aus der Bahn werfen würde.

  • Mit 21 versuchte ich es schon wieder bei meiner besten Freundin. Ich hatte wieder sehr an mir gearbeitet, meine Schwächen ausgeglichen und vor allem mein Selbstvertrauen deutlich verbessert. Nun gab sie mir wieder Signale, die keine waren, und ich dachte, nun sei meine Chance gekommen. War sie aber nicht, es lief wieder auf das Gleiche wie letztes Mal hinaus. Mit dem Unterschie, dass es mich diesmal nicht mal halb so stark traf und ich danach endlich aufhören konnte, mir Hoffnungen zu machen.

  • Vor drei Monaten war ich in Japan und traf mich dort mit einer Japanerin, mit der ich vor meiner Anreise ein paar Mails hin und her geschickt hatte, und die mich treffen und mir die Stadt zeigen wollte. Das erste Treffen lief gut und sie baute mehr Körperkontakt zu, als ich es von einer Japanerin erwartet hätte, und wir machten direkt ein zweites Treffen aus. Das Treffen lief auch gut. Ich wollte allerdings wissen, ob das nun ein Date oder ein rein freundschaftliches Treffen war, also nahm ich ihre Hand. Das ließ sie allerdings nur wenige Sekunden zu, bevor sie sie sanft wieder wegzog. Danach war für mich eigentlich klar, dass das wieder mal nichts wird. Ein drittes Treffen kam nie zustande. Sie stimmte zwar zu, dass sie mich wiedersehen wollte, aber nach dieser Sache fühlte ich mich einfach nicht mehr wohl dabei, da ich mir sicher war, dass es für sie nur freundschaftlich ist und ich daran kein Interesse hatte.

  • Ein paar Wochen später fiel mir auf, dass eine neue Freundin aus meiner Klasse in der Sprachschule, mit der ich fast jeden Tag unterwegs war, auffällig viel Körperkontakt zu mir suchte (Kopf auf die Schulter legen, Haare antatschen, Arm antatschen usw.) und auch verbal eine Hinweise fallen ließ. Nach mehreren körperlichen und verbalen Signalen, lud ich sie dann auf ein Date ein, worauf sie komischerweise total überrascht reagierte. Erst wollte sie nicht - oder tat zumindest so - und dann sagte sie doch zu. Das Date an sich hatte allerdings überhaupt keine Date-Stimmung und mir war dann langsam auch klar, dass es wieder mal nichts wird. Als wir dann über die Sache redeten, meinte sie, es würde nur daran liegen, dass sie zurzeit keinen Freund suche, da sie in 2 Monaten wieder nach Spanien zurückkehrt, aber ansonsten könnte sie sich auf jeden Fall was mit mir vorstellen und ich sei der perfekte Boyfriend für sie. Obwohl sie das mit dem perfektem Boyfriend auch schon zuvor mal erwähnt hatte, glaube ich ihr bis heute nicht so wirklich. Ich denke, sie wollte mich einfach nur nicht verletzen, und hat mir deshalb nicht den wahren Grund genannt.

Man sieht also: Ich hatte noch nie Glück in der Liebe. Absolut nie. Und das Schlimmste ist, dass ich langsam nicht mehr weiß, was an mir so falsch sein soll oder was ich bitte falsch mache.

Dass es früher nicht geklappt hab, kann ich ja noch verstehen. Damals hatte ich mich ins Internet zurückgezogen, hatte ich 30 Kilo Übergewicht, kein Selbstvertrauen, keinen Schulabschluss (Schule abgebrochen), keine Freunde, keine Richtung im Leben und sah allgemein nicht gerade attraktiv aus.

Heute habe ich Normalgewicht, sehe gut aus, habe viele Freunde, viele verschiedene Hobbies, meinen Abschluss mit 1,1-Schnit nachgeholt, konkrete Zukunftspläne und eine Richtung im Leben. An meinem Selbstvertrauen hab ich über die letzten 2-3 Jahre intensiv gearbeitet und dieses deutlich gesteigert. Ich bin nun endlich an einem Punkt angekommen, an dem ich mich akzeptiere, wie ich bin. An dem ich zufrieden mit mir bin, stolz auf meine Stärken und Talente bin, mein Aussehen mag und nicht mehr versuche, mich für andere zu verstellen.´

Durch mein schlechtes Selbstvertrauen war ich jahrelang davon überzeugt, dass mein Pech in der Liebe an meinem Aussehen liegen muss und dass ich einfach hässlich wäre. Mittlerweile denke ich nicht mehr so. Mittlerweile mag ich mein Aussehen und mir wurde auch durch mehrere Leute gesagt - auch hier im Forum in einem Thread, in dem ich ein Video von mir gepostet habe - dass ich gut aussehe. Wie dem auch sei, irgendwann war ich dann davon überzeugt, dass mein Selbstvertrauen der Grund sein muss.

Nun allerdings habe ich keine Ahnung mehr, was der Grund ist. Ich habe keine Ahnung, was so falsch an mir sein soll oder was ich falsch mache. Versteht mich nicht falsch. Diesen Satz meine ich nie im Sinne von "Oh, buhuhuhu, ich bin so wertlos und schlecht, niemand liebt mich". Ich selbst mag mich, ich weiß, dass ich nicht wertlos oder schlecht bin, und ich glaube auch nicht, dass das der Grund ist, wieso ich nur Pech in der Liebe habe. Wie gesagt, ich selbst akzeptiere mich mittlerweile und mag mich - genau deshalb verstehe ich ja nicht, warum es bei Frauen nicht klappt und diese mich anscheinend nicht so ganz akzeptieren.

Ich glaube langsam, dass ich wohl irgendetwas an mir haben muss, das Frauen einfach abstößt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich einfach nur "Pech" habe bzw. das mein Pech einfach nur Zufall ist. Ich bin durchaus immer noch bereit, weiter an mir zu arbeiten und mich zu bessern. Das Problem ist nur, ich weiß nicht, woran ich bitte arbeiten soll. Die Frauen, bei denen es nicht geklappt hat, wollen mir ja nie sagen, woran es liegt und, weil sie mich wahrscheinlich nicht verletzten wollen. Aber lieber würde ich verletzt werden und die Chance bekommen, mich zu bessern, als in Ignoranz zu leben und immer und immer wieder zu scheitern, weil ich nicht weiß, was ich falsch mache.

Und mittlerweile weiß ich echt nicht mehr weiter. Ich bin weder hässlich, noch habe ich kein Selbstvertrauen. Ich bin auch kein Nice Guy, der auf sich rumtrampeln lässt und die Frau auf einen Podest stellt. Ich überhäufe Frauen weder mit Geschenken noch mit Aufmerksamkeit noch lese ich ihr jeden Wunsch von den Lippen ab. Ich habe mein eigenes Leben, meine eigenen Hobbies, meine eigenen Freunde und meine eigenen Ziele. Ich bin auch kein Jammerlappen, der sich nur beschwert und über sein Unglück beklagt - wenn ich mit etwas in meinem Leben oder an mir nicht zufrieden bin, arbeite ich daran und ändere es.

Des Weiteren such ich im Gegensatz zu der Zeit vor einem halben Jahr nicht mehr verzweifelt nach einer Freundin und renne auch keiner Frau hinterher. Ich bin nicht mehr am Boden zerstört, wenn es nicht klappt. Ich bin zwar enttäuscht, aber zwischen dem Gefühl, das mir ein Korb vor zwei Jahren gab zu dem, das mir ein Korb heute gibt, liegen Welten, und ich hake einen Korb einfach als Erfahrung ab und versuche es irgendwann noch mal bei einer anderen. Es ist auch nicht mehr so, dass mein Glück im Leben abhängig davon mache, ob ich eine Beziehung habe oder nicht. Wie bereits gesagt, ich habe auch so Hobbies, Freunde, Ziele und generell Spaß im Leben.

Ich brauche keine Freundin, um glücklich zu sein, aber ich brauche eine Freundin, um glücklicher zu sein. Ich wünsche mir eine glückliche Beziehung - nicht weil ich denke, dass ich damit ein unzufriedenes Leben zu einem glücklichen machen kann, sondern weil ich denke, dass ich damit mein Leben bereichern kann wie eine kröhnende Kirsche auf der Spitze des Kuchens. Ich bin zwar einigermaßen glücklich und zufrieden mit meinem Leben, aber ich gebe zu, dass ich seit meiner Internet"beziehung" mit 16 nie wieder so glücklich im Leben war, und dass ich mir nichts mehr wünsche, als dieses Gefühl zurückzuhaben.

Ich erfülle also mittlerweile all die Voraussetzungen, von denen ich immer wieder lese. Ich habe Selbstvertrauen, ich sehe gut aus, ich suche nicht verzweifel, ich renne keiner Frau hinterher und stelle sie auf einen Podest, ich habe mein eigenes Leben und ich zeige, dass ich Interese habe und nicht nur reine Freunschaft will.

Trotzdem will es einfach nie klappen und langsam frustriert und stresst es mich einfach nur noch. Ich habe jahrelang die Fehler bei mir gesucht und mich fertig gemacht, aber langsam verstehe ich es nicht mehr. Langsam finde ich keine Fehler mehr und ich neige immer mehr dazu, den Fehler bei den Frauen zu suchen. Es frustriert mich einfach, dass man mir nie den wahren Grund nennt, dass Frauen den wahren Grund vielleicht nicht mal selbst kennen, dass die meisten von ihnen so emotional und so wenig rational sind, dass sie das eine sagen, aber eigentlich das andere wollen, dass sie Spielchen spielen, dass sie einen testen wollen, dass ich ihnen keine Schwäche zeigen darf, dass ich die ganze Arbeit machen und sie von mir überzeugen muss. Versteht mich nicht falsch, ich will hier keine Hasstiraden gegen Frauen schreiben, und auch nicht alle Frauen über einen Kamm scheren, aber die ganze Sache frustriert und verwirrt mich einfach nur noch.

Mit der Zeit hat es sich einfach so entwickelt, dass ich mittlerweile Dating nur noch mit Frust und Stress verbinde. Auf einem Date fühle ich mich oft unwohl, weil ich das Gefühl habe, dass ich die Frau von mir überzeugen muss. Ich soll ihr zeigen, dass ich lustig, selbstbewusst, interessant, kreativ, vielseitig, spontan, willensstark, eigenständig, dominant, ein guter Zuhörer und ein guter Anführer bin, dass ich eigene Meinungen habe, dass ich Ziele und eine Richtung im Leben habe und und und - und das alles am besten innerhalb von 1-2 Stunden.

Mittlerweile bin ich durch meine bisherigen Erfahrungen schon quasi darauf konditioniert, an jedes Date mit einer negativen Einstellung heranzugehen. Ich gehe fast schon automatisch mit den Gedanken "Wird eh wieder nichts, ich will es einfach hinter mich mich bringen, wieder mal einen Korb kassieren und danach ein paar Tage enttäuscht sein. Dann habe ich zumindest endlich Klarheit, kann einen sauberen Schnitt machen und mit der Sache abschließen kann".

Insgesamt habe ich nicht wirklich Spaß bei einem Date, sondern hauptsächlich Stress. Vor einem Date hab ich immer ... Ich weiß nicht, "Angst" ist das falsche Wort, aber ich freue mich auf jeden Fall nicht drauf, sondern eher im Gegenteil. Ich erwarte, dass ich eine weitere unangenehme, enttäuschende Erfahrung machen werde und würde es am liebsten sein lassen, mache es aber trotzdem, weil ich hoffe, dass es mit der Zeit und der Erfahrung vielleicht besser wird oder ich irgendwann "die Richtige" finde.

So, das wäre, denke ich, alles. Eigentlich wollte ich noch auf eine aktuelle Situation zu dem Thema eingehen, aber ich denke, dafür erstelle ich lieber einen seperaten Thread. Eine wirkliche Frage an euch habe ich eigentlich nicht, aber mich würde interessen, was eure Meinungen zu der ganzen Sache sind und ob jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Oder ob ihr vielleicht eine Idee habt, wie ich das Problem am besten lösen kann. Einfach auf mehr Dates gehen, Erfahrungen sammeln und darauf hoffen, dass irgendwann die Richtige dabei ist? Weiterhin versuchen, irgendwie rauszufinden, was mein Fehler ist und warum es nicht klappt?

Danke fürs Lesen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich würde schon denken, dass dein Selbstvertrauen in dem Bereich noch nicht gut ist. Ja, du akzeptierst dein Äußeres mittlerweile und denkst nicht, dass mit dir etwas vollkommen verkehrt ist, aber du kannst nicht akzeptieren, dass das, was die Spanierin gesagt hat, vielleicht tatsächlich die Wahrheit war. Stattdessen gehst du davon aus, dass sie dich angelogen hat, um deine Gefühle nicht zu verletzen. Wäre doch besser, wenn du es nicht persönlich nimmst, dass sie keinen Bock auf ne Fernbeziehung hat, es aber als persönliches Kompliment ansiehst, dass sie dich eigentlich total toll findet. Anstatt es also positiv zu sehen, siehst du es komplett negativ. Nach Selbstvertrauen klingt das jedenfalls nicht.

Ähnliches mit der Japanerin: Bloß weil sie die Hand weggezogen hat, denkst du, sie will sicher nur was freundschaftliches von dir? Wieso? Vielleicht war ihr das einfach zu früh. Wer Selbstvertrauen hat, der hätte nicht so schnell aufgegeben, wenn die anderen Zeichen alle positiv sind. Ich meine, sie wollte sich doch nochmal mit dir treffen, aber du... naja, du hast den Schwanz eingezogen.

Dass du mittlerweile einen Frust gegenüber Frauen aufbaust, finde ich schade und unfair. Ich kann dir sagen, nicht nur Frauen sind emotional, Männer sind es auch, gerade wenn es um Gefühle geht. Bloß weil du ein heterosexueller Mann bist, der keine Erfahrungen mit anderen Männern, sondern nur mit Frauen hast, baust du Hass gegenüber Frauen auf, obwohl das, was dir passiert, einfach komplett menschlich ist. Was glaubst du, wie sich die Japanerin gefühlt hat? Hat zwei nette Dates mit dir, baut Körperkontakt auf, gibt dir viele positive Signale, will ein drittes Date mit ihr und du versetzt sie dann einfach? Die muss sich ja auch denken, dass du nicht ganz richtig tickst. Und da hat sie auch Recht. Denn besonders rational war das eben auch nicht.
 

Benutzer156417  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Mit der Zeit hat es sich einfach so entwickelt, dass ich mittlerweile Dating nur noch mit Frust und Stress verbinde. Auf einem Date fühle ich mich oft unwohl, weil ich das Gefühl habe, dass ich die Frau von mir überzeugen muss. Ich soll ihr zeigen, dass ich lustig, selbstbewusst, interessant, kreativ, vielseitig, spontan, willensstark, eigenständig, dominant, ein guter Zuhörer und ein guter Anführer bin, dass ich eigene Meinungen habe, dass ich Ziele und eine Richtung im Leben habe und und und - und das alles am besten innerhalb von 1-2 Stunden.

Mittlerweile bin ich durch meine bisherigen Erfahrungen schon quasi darauf konditioniert, an jedes Date mit einer negativen Einstellung heranzugehen. Ich gehe fast schon automatisch mit den Gedanken "Wird eh wieder nichts, ich will es einfach hinter mich mich bringen, wieder mal einen Korb kassieren und danach ein paar Tage enttäuscht sein. Dann habe ich zumindest endlich Klarheit, kann einen sauberen Schnitt machen und mit der Sache abschließen kann".

Insgesamt habe ich nicht wirklich Spaß bei einem Date, sondern hauptsächlich Stress. Vor einem Date hab ich immer ... Ich weiß nicht, "Angst" ist das falsche Wort, aber ich freue mich auf jeden Fall nicht drauf, sondern eher im Gegenteil. Ich erwarte, dass ich eine weitere unangenehme, enttäuschende Erfahrung machen werde und würde es am liebsten sein lassen, mache es aber trotzdem, weil ich hoffe, dass es mit der Zeit und der Erfahrung vielleicht besser wird oder ich irgendwann "die Richtige" finde.

So, das wäre, denke ich, alles. Eigentlich wollte ich noch auf eine aktuelle Situation zu dem Thema eingehen, aber ich denke, dafür erstelle ich lieber einen seperaten Thread. Eine wirkliche Frage an euch habe ich eigentlich nicht, aber mich würde interessen, was eure Meinungen zu der ganzen Sache sind und ob jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Oder ob ihr vielleicht eine Idee habt, wie ich das Problem am besten lösen kann. Einfach auf mehr Dates gehen, Erfahrungen sammeln und darauf hoffen, dass irgendwann die Richtige dabei ist? Weiterhin versuchen, irgendwie rauszufinden, was mein Fehler ist und warum es nicht klappt?

Danke fürs Lesen.

Hi,
ich kann mich bissschen in deine Situation hineinversetzen, da ich auch noch keine Beziehung hatte. Das Problem ist deine Einstellung zu Dates . Du gehst schon negativ rein und hast keinen Spaß. Und das ist genau der Knackpunkt. Mensch Cerox versuch doch mal bisschen neurtaler an die Sache zu gehen. Versuch doch vor dem Date dir folgende Einstellung zu verinnerlichen:
" Ich freue mich einen neuen Menschen kennenzulernen, unabhängig davon was jetzt daraus wird." Da wirst du wesentlich entspannter sein. Als ich angefangen habe zu daten, hatte ich auch diese unentspannte Haltung und es war teilweise echt anstrengend für mich, weil ich innerlich unbedingt eine Beziehung wollte. Aber genau diese Unlockerheit ist verherrend.
Deswegen versuch dir mal die Einstellung zu verinnerlichen, dass du einfach schaust was sich ergibt wenn du eine nette Dame kennenlernst. Ich weiß es ist nicht einfach, wenn man sich das so sehr wünscht und dann einen Korb nach dem anderen kassiert. Aber du musst dir auch sagen, dass der Korb der vorigen Dame nichts mit dem Kontakt zur nächsten Dame zu tun hat.
 

Benutzer161532  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke erst mal für deine Antwort, auch wenn ich wieder mal in einigen Punkten nicht deiner Meinung bin.

Ich meine, sie wollte sich doch nochmal mit dir treffen, aber du... naja, du hast den Schwanz eingezogen.

Genau das ist es auch, was mich immer wieder stört. Wenn ICH mich nicht mehr wohl bei einem Date fühle, es mir keinen Spaß mehr macht und ich deswegen aufhöre, habe ich kein Selbstvertrauen, hab den Schwanz eingezogen und ticke nicht richtig. Wenn eine Frau sich allerdings zurückzieht, ist das vollkommen okay und die die einzig plausible Erklärung ist wieder mal, dass der Mann schuld ist.

Das ist wieder genau das Gleiche wie letztes Mal mit der Spanerien. Sie hat sich irgendwann zurückgezogen und dann hast du mir vorgeworfen, dass ich schuld bin, weil ich nicht genug rangegangen wäre und nicht heftig genug geflirtet hätte. Ihren Standpunkt, dass sie sich dann beleidigt zurückzieht, weil sie denkt, dass da kein Interesse besteht, konntest du vollkommen nachvollziehen, aber wenn ich als Mann das Gleiche tue, suchst du wieder bei mir die Schuld. :grin:

Tatsache ist, dass ich mich nicht mehr wohl gefühlt habe, und das sollte doch wohl als Grund reichen. Wenn es ihr zu schnell geht, wenn ich beim zweiten Date, ihre Hand halte, dann haben wir halt andere Ansichten. Mir geht es zu langsam, wenn sogar Händchenhalten ein Problem ist. Ich will wissen, woran ich bin, ohne mich zehnmal mit ihr zu treffen, und dann erst Klarheit darüber zu bekommen, ob sie nur rein freundschaftliches Interesse hat und ich meine Zeit verschwendet habe.

Und ganz ehrlich, was erwartest du eigentlich von mir? Dass ich nach zig negativen Erfahrungen, ohne eine einzige positve gemacht zu haben, überzeugt davon bin, dass ich ein absoluter Weiberheld bin? Ich hab an meinem Selbstvertrauen gearbeitet, ich werde auch noch weiter daran arbeiten, ja, aber es gibt auch Grenzen, die ich ohne die entsprechende Resonanz von anderen, nicht überschreiten kann. Alles andere wäre doch kein Selbstvertrauen, sondern blinde, realitätsferne Arroganz.

Wie soll ich denn bitte mein Selbstvertrauen in dieser Hinsicht bessern, ohne positive Erfahrungen dabei gemacht zu haben? Bis jetzt habe ich mein Selbstvertrauen gesteigert, indem ich Sport getrieben habe und mit meinem Körper zufrieden geworden bin, indem ich mir meine Stärken aufgelistet und mir diese auch selbst bewiesen habe, indem ich neue Erfolge erreicht habe, indem ich neue Leute kennengelernt, mich in mehr soziale Situationen und generell Situationen begeben habe, in denen ich mich eigentlich unwohl fühlte, um mich meinen Ängsten zu stellen. Darüber hinaus hab ich zahlreiche Übungen gemacht wie zum Beispiel mit einem lächerlichen Aufzug durch die Stadt zu laufen oder mich irgendwo an einem belebten Ort an den Boden zu legen, damit ich lerne, zu ertragen, dass andere mich anstarren, und aufhöre, so viel Wert auf die Meinung anderer zu legen.

All das hat mein Selbstvertrauen gestärkt, und zwar in jeder Hinsicht - aber nichtsdestotrotz natürlich in manchen Hinsichten mehr als in anderen. Im Bezug auf Dating hat es mir geholfen, mutiger zu sein, mir Ablehnung nicht mehr so zu Herzen zu nehmen und mich nicht selbst fertigzumachen. Trotzdem können mir diese Übungen nicht dabei helfen, plötzlich überzeugt davon zu sein, dass ich attraktiv auf Frauen wirke, wenn ich bisher keine dementsprechenden Erfahrungen gemacht habe.

Ich glaube nicht, dass mein Selbstvetrauen hier das Problem ist. Mag sein, dass immer noch Luft nach oben ist, aber es ist ganz bestimmt nicht so, als wäre mein Selbstvertrauen so schlecht, dass es mir deswegen unmöglich wäre, eine Freundin zu finden. Da gibt es zigtausend Leute, die ein schlechteres Selbstvertrauen als ich haben und die trotzdem nicht dieses Problem haben.

Und was blind und realitäsfern betrifft, so geht es mir auch ähnlich mit der Spanierin. Ich behaupte doch gar nicht, dass sie unbedingt gelogen haben muss. Aber wenn sie mir so viele widersprüchliche Signale sendet, das eine sagt und das andere tut, weitere Andeutungen und leere Versprechungen in den Raum stellt und sich generell so verhält, dass ich sie nicht wirklich verstehe, dann kannst du doch nicht erwarten, dass ich ihr blind vertraue. Kann sein, dass sie die Wahrheit gesagt hat, kann aber auch sein, dass sie gelogen hat. Überzeugt von einer der beiden Möglichkeiten auszugehen, ist für mich aber kein Selbstvertrauen, sondern nur ein Zeichen dafür, dass man sich die Welt entweder schön- oder schlechtredet.


Dass du mittlerweile einen Frust gegenüber Frauen aufbaust, finde ich schade und unfair.

Unfair? Wieso unfair? Es ist nicht so, als würde ich sagen, alle Frauen sind scheiße, alle Frauen sind gemein und wissen nicht, was sie wollen oder sonst was. Ich stelle einfach fest, dass viele Frauen oft sehr emotional handeln - und das in einer Art und Weise, die ich nicht verstehe, die mich verwirrt und letztendlich dann auch frustriert. Und ich meine, du siehst doch sicher auch, dass vielen Männern verstehen, was ich meine, und dass es nicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist. Männer und Frauen sind nun mal verschieden. Das ist etwas, womit ich leben kann und wohl auch leben muss, aber trotzdem muss ich es doch nicht mögen. Einige mögen diese Verschiedenheit, andere kommen damit nur schwer klar. Und ich gehöre halt zu der zweiten Gruppe. Deswegen habe ich auch meistens viel mehr Interesse an Frauen, die etwas weniger "typisch weiblich" sind. Von "Hass", wie du es gleich geschrieben hast, kann hier jedenfalls nicht die Rede sein. Aber ganz ehrlich, wenn ich einfach mit den Finger schnippen und dann plötzlich schwul werden könnte, ich würd's machen, ohne mit der Wimper zu zucken. :grin:


Deswegen versuch dir mal die Einstellung zu verinnerlichen, dass du einfach schaust was sich ergibt wenn du eine nette Dame kennenlernst.

Klar würde das helfen, aber wie du schon selbst sagst, ist das nicht so einfach. Wahrscheinlich nicht ganz so schwer, wie mit dem Finger zu schnipsen und schwul zu werden, aber trotzdem nicht einfach.

Die Sache ist, ich weiß nicht, wie ich von dieser Einstellung loskommen soll, wenn meine Erfahrungen doch immer negativ waren und nichts gebracht haben, außer den Glauben zu bestätigen, dass irgendwas nicht stimmt oder ich irgendwas falsch mache.

Es ist wahrscheinlich auch Teil des Problems, dass ich eigentlich gar kein wirkliches Interesse habe, neue Freundinnen auf rein freundschaftlicher Ebene kennenzulernen. Natürlich gibt es ab und an ein paar Frauen, mit denen ich mir auch reine Freunschaft vorstellen kann, aber das ist alles andere als die Regel. Vor allem, wenn ich sie attraktiv finde, würde die ganze Zeit Spannung zwischen uns bestehen, die die Freundschaft belastet Freundschaftlich komme ich mit Männern einfach viel besser aus, und wenn sich aus dem Date keine Beziehung ergibt, war es für mich nicht nur verschwendete Zeit, sondern auch eine weitere Enttäuschung, die mir ein weiteres Stück Hoffnung nimmt, dass es irgendwann mal klappt und mir noch weniger Lust auf den nächsten Versuch macht.

Ich bin zwar nach einem Korb nicht mehr am Boden zerstört und war nach dem letzten Korb, den ich bekommen habe, sogar sehr positiv überrascht, wie wenig er mir wehgetan hat, aber ich bin leider auch noch nicht so weit, dass ich jetzt von mir behaupten könnte, dass ich Date um Date haben und Korb und Korb bekommen könnte, ohne dass es irgendwie mein Selbstvertrauen und meine Motivation ankratzt. Je mehr Körbe es gibt, umso weniger Spaß machen mir die nächsten Dates.

Wie hast du denn deine Einstellung geändert?
 
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Benutzer91095 

Team-Alumni
Genau das ist es auch, was mich immer wieder stört. Wenn ICH mich nicht mehr wohl bei einem Date fühle, es mir keinen Spaß mehr macht und ich deswegen aufhöre, habe ich kein Selbstvertrauen, hab den Schwanz eingezogen und ticke nicht richtig. Wenn eine Frau sich allerdings zurückzieht, ist das vollkommen okay und die die einzig plausible Erklärung ist wieder mal, dass der Mann schuld ist.

Nee, der Mann ist nicht immer schuld. Ich wollte dir eigentlich nur erklären, dass du genauso wenig rational bist wie du es den Frauen vorwirfst. Ich hoffe, dass dir das klar ist. Die Japanerin könnte genauso irritiert von deinem Verhalten sein wie du von dem Verhalten der Frauen bist. Natürlich musst du dich nicht weiter mit ihr treffen, wenn du keine Lust auf sie hast. Dass du aber denkst, sie will definitiv nur was freundschaftliches, wenn sie ihre Hand wegzieht, halte ich für symptomatisch.

Das ist wieder genau das Gleiche wie letztes Mal mit der Spanerien. Sie hat sich irgendwann zurückgezogen und dann hast du mir vorgeworfen, dass ich schuld bin, weil ich nicht genug rangegangen wäre und nicht heftig genug geflirtet hätte. Ihren Standpunkt, dass sie sich dann beleidigt zurückzieht, weil sie denkt, dass da kein Interesse besteht, konntest du vollkommen nachvollziehen, aber wenn ich als Mann das Gleiche tue, suchst du wieder bei mir die Schuld. :grin:

Ich finde, du siehst das unter dem falschen Licht, nämlich unter dem Licht der Schuld. Darum geht es doch gar nicht.

Wenn SIE sich hier angemeldet hätte und die Geschichte erzählt hätte, hätte ich der Spanierin auch meine Meinung gegeigt, die hat sich nämlich auch nicht unbedingt vorbildlich verhalten. Fakt ist aber, du hast ein Problem, du fragst hier nach, ich kenne nur deine Sichtweise, nicht ihre, und ich kann nur dir einen Ratschlag geben, nicht ihr. Ergo mach ich genau das. Ich kann dir natürlich auch sagen, dass die Spanierin doof ist (vielleicht ist sie das auch), aber was bringt dich das weiter? Es ist doch besser, wenn ich dir versuche, einen konstruktiven Ratschlag zu geben, wie du ihre Worte besser für dich interpretieren kannst. Dass sie keine Fehler gemacht hat oder sich nicht klüger hätte anstellen können, steht mMn bei eurer Geschichte außer Frage. Ist aber eben nicht das Thema.

Tatsache ist, dass ich mich nicht mehr wohl gefühlt habe, und das sollte doch wohl als Grund reichen. Wenn es ihr zu schnell geht, wenn ich beim zweiten Date, ihre Hand halte, dann haben wir halt andere Ansichten. Mir geht es zu langsam, wenn sogar Händchenhalten ein Problem ist. Ich will wissen, woran ich bin, ohne mich zehnmal mit ihr zu treffen, und dann erst Klarheit darüber zu bekommen, ob sie nur rein freundschaftliches Interesse hat und ich meine Zeit verschwendet habe.

Ist ja auch in Ordnung, wenn das für dich dann nicht passt. Aber wenn du daraus schließt, dass eh nie ne Frau an dir Interesse hat, weil sie nicht bereit sind beim zweiten Date Händchen zu halten, find ich das etwas übertrieben.

Und ganz ehrlich, was erwartest du eigentlich von mir? Dass ich nach zig negativen Erfahrungen, ohne eine einzige positve gemacht zu haben, überzeugt davon bin, dass ich ein absoluter Weiberheld bin? Ich hab an meinem Selbstvertrauen gearbeitet, ich werde auch noch weiter daran arbeiten, ja, aber es gibt auch Grenzen, die ich ohne die entsprechende Resonanz von anderen, nicht überschreiten kann. Alles andere wäre doch kein Selbstvertrauen, sondern blinde, realitätsferne Arroganz.

Ich frag dich mal andersrum: Was erwartest du denn von mir? Du fragst, was mit dir falsch ist, ich lese deinen Text und schließe daraus, dass es an deinem Selbstvertrauen liegt und erkläre, wieso ich das denke. Du siehst es als Angriff und bist beleidigt, dass ich dir sage, woran dein Pech liegen kann. Da weiß ich dann auch nicht mehr, ob ich überhaupt was sagen soll. Ich muss ja mit meiner Hypothese nicht richtig liegen, aber dass du so gereizt darauf reagierst, finde ich etwas seltsam.

Ich glaube nicht, dass mein Selbstvetrauen hier das Problem ist. Mag sein, dass immer noch Luft nach oben ist, aber es ist ganz bestimmt nicht so, als wäre mein Selbstvertrauen so schlecht, dass es mir deswegen unmöglich wäre, eine Freundin zu finden. Da gibt es zigtausend Leute, die ein schlechteres Selbstvertrauen als ich haben und die trotzdem nicht dieses Problem haben.

Ich glaube nicht, dass es unmöglich für dich ist, mit dem Selbstvertrauen, das du hast, eine Freundin zu finden. Aber es dauert halt vielleicht ein bisschen länger, du brauchst mehr Zufälle und ein bisschen Glück. Du bist erst 22. Das ist nun mal kein Alter, auch wenn du das anders siehst. Bei dir kommt halt mangelndes Selbstvertrauen mit Pessimismus, Frust und Ungeduld zusammen. Das ist halt keine gute Kombination, wenn es um Partnersuche geht.

Unfair? Wieso unfair? Es ist nicht so, als würde ich sagen, alle Frauen sind scheiße, alle Frauen sind gemein und wissen nicht, was sie wollen oder sonst was. Ich stelle einfach fest, dass viele Frauen oft sehr emotional handeln - und das in einer Art und Weise, die ich nicht verstehe, die mich verwirrt und letztendlich dann auch frustriert. Und ich meine, du siehst doch sicher auch, dass vielen Männern verstehen, was ich meine, und dass es nicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist. Männer und Frauen sind nun mal verschieden. Das ist etwas, womit ich leben kann und wohl auch leben muss, aber trotzdem muss ich es doch nicht mögen. Einige mögen diese Verschiedenheit, andere kommen damit nur schwer klar. Und ich gehöre halt zu der zweiten Gruppe. Deswegen habe ich auch meistens viel mehr Interesse an Frauen, die etwas weniger "typisch weiblich" sind. Von "Hass", wie du es gleich geschrieben hast, kann hier jedenfalls nicht die Rede sein. Aber ganz ehrlich, wenn ich einfach mit den Finger schnippen und dann plötzlich schwul werden könnte, ich würd's machen, ohne mit der Wimper zu zucken. :grin:

Na dann viel Spaß mit dieser Einstellung. :bier:
 

Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
Das ist mir jetzt doch etwas zuviel Text und vor allem viel zuviel Selbstmitleid.
Dann hole ich jetz einmal aus...

Bedenk bitte daß Du beleibe nicht der einzige bist!
Klar ist es derzeit für Dich schlimm, aber nur vom Herumjammern passiert auch nichts.

Ich hatte immer nur einseitiges "Verliebtsein", wobei das immer viel eher eine bestandslose Schwärmerei gewesen ist.
Es gab auch in meinem Leben ein paar Dates, aber außer einem netten Abendessen und etwas Smalltalk blieb da kaum etwas übrig, denn die Damen waren immer an ganz anderen Dingen interessiert, als ich sie ihnen irgendwie bieten konnte.
Ich hatte auch vieles Versucht, Dating-Foren, Singlebörsen, Partneragenturen.
Ok, ich hatte mich aber auch nicht wirklich verstellt wie wahrscheinlich all die anderen.
Aber auch da kein nennenswerter Erfolg, außer daß ich (im Verhältnis zum Ergebnis) recht viel Geld hatte liegen lassen.

Irgendwann hab ich mir gedacht:
Was soll's. Ich bin glücklich und zufrieden mit dem was ich hab: ein paar wirklich nette Kollegen und sehr gute Freunde, einen guten und mit der Zeit auch erfüllenden Job, alles was ich brauche.
Tagsüber konnte ich mich immer beschäftigen. Nur Abends / Nachts kamen die Gedanken... warum ich denn immer so alleine bin.
Eine Freundin brauchte ich aber nicht nur für's Bett, denn das wäre das unfair und zu schade.

Also blieb mir nur noch der Schluß dass es bis dato einfach nicht sein sollte.
Die paar Dates, was solls.
Ich hab irgendwann für mich gesagt: umso besser dass es mit denen nicht geklappt hat!
Das ist gar kein Pech, sondern richtiges Glück! Wer weiß welchen Ärger und welchen Streß ich sonst noch mit denen gehabt hätte...

Nein, zwar kein Glück in der Liebe, aber auch kein Pech.
Du musst lernen, die Mißerfolge und Rückschläge als Lernfortsschritte zu sehen.
Und dabei ist es wirklich schnurzegal wieviele Dates Du hast, wieviele Körbe Du kassierst.
Irgendwann wird die eine dabei sein, die irgend etwas an Dir so richtig süß findet. Vielleicht wenn Du lächelst und deine Augen leuchten, oder irgend etwas anderes. Das kann niemand vorhersagen!

Weißt Du, es gibt so viele Faktoren die passen müssen, damit es funktioniert, und es gilt eben herauszufinden, wer passen könnte.
Und das ist eben nicht nur die schöne schlanke langhaarige Blondine mit Körbchengröße XYZ und den schicken schwarzen Strümpfen.
Neulich auf einer Hochzeitsfeier habe ich eine (in meinen Augen) wirklich hübsche und elegante Frau gesehen. Auf den ersten Blick.
Aber je länger der Abend wurde, desto mehr war sie in ihr Smartphone vertieft, kaute auf ihren Kaugummis herum, hielt sich am Weißweinglas fest, und blieb irgendwie trotzdem steif und unnahbar. Sie war wohl für alle "Do not touch!".
Das kann eben auch passieren.

Aber laß Dir nun folgendes gesagt sein.

Wenn Du nun aus Frust resignierst und aufhörst, Dich zu zeigen, wird Dich nie jemand kennenlernen und vielleicht feststellen dass Du ein ganz netter Kerl bist. Nein, Du wirst ewig alleine bleiben.
Es kann sein dass die Zeit einfach noch nicht reif ist. Mach mal Pause, auch gedanklich!
Versteife Dich nicht darin, sonst verkrampfst Du auch äußerlich, und das "riechen" die Mädels. Diese Verzweiflung, keine Abzubekommen... und dann will Dich auch keine kennenlernen, aus Prinzip nicht.

Bis vor 3 Wochen habe ich eigentlich recht ähnlich gedacht wie Du, daß es wohl nie was werden würde, und ich bin beinahe doppelt so alt wie Du!
Und dann habe ich richtig Glück gehabt, denn mich hat an Weihnachten aus heiterem Himmel eine Frau angeschrieben, wir haben erst losen, dann immer intensiveren Kontakt gehabt, bis wir telefonierten, wieder telefonierten, noch viel mehr chatteten, auch mal recht lange telefonierten, und irgendwann ein Treffen ausmachten.
Und dort hat es dermaßen geknistert und gefunktm und auch weil wir so viele erstaunlich gemeinsam passende Dinge erkannten, dass wir beschlossen haben, uns weiter kennen zu lernen und es zu versuchen, und zwar als Beziehung!
Nicht nur so als mögliche Freunde, sondern richtig mit allem Drum und Dran!

Ich hatte bis dahin keine feste Vorstellung von einer möglichen Partnerin. Viele Dinge gefallen mir an Frauen, aber das ist ja jedem sein persönlicher Geschmack.
Einzige wirkliche Vorgabe: sie sollte zu mir passen, was auch immer das bedeuten mag, und mich lieben. Genauso sollte ich zu ihr passen, und sie auch lieben wie sie ist.
Finde mal eine, die zu einem leicht molligen, nicht wirklich muskulösem, leicht nerdigen Typen, der einen eigenartigen Humor hat, passt. :rolleyes:

Und trotzdem ist es passiert! BAM! Unerwartete Gefühlsexplosion! Unberschreiblich wundervoll! :herz:

Ich hatte echt absolut keine Vorstellung davon, wie einfach das Kennenlernen und das erste Treffen ablaufen würde, wie schön sich das tatsächlich anfühlen würde, sie in den Armen zu halten, sie zu streicheln, sie sogar erst zaghaft und später auch nach etwas Übung richtig leidenschaftlich zu küssen.

Wir haben uns selber über das Tempo erschreckt, was wir nun vorgelegt haben, aber es fühlt sich alles so gut, so schön, und vor allem so richtig an, dass wir einfach nicht mehr zurück wollen.

Wir sind jetzt ein Paar, zwar mit Fernbeziehung, doch schaut es sehr gut aus für unsere gemeinsame Zukunft.

Der nicht mehr einsame Engel, der erst mit 43 Jahren seine erste richtige Beziehung und die damit verbundenen Erfahrungen machen darf.
Und das Beste für mich ist auch noch, es geht ihr ganz genauso, ich bin ihr erster fester Freund.

:engel:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer12529 

Echt Schaf
Mein Freund hatte in puncto Beziehung auch immer Pech. Bis wir uns vor 2 Jahren dann richtig über den Weg liefen. Da war er 30. Manchmal dauert es halt einfach, bis es auf beiden Seiten gleichermaßen funkt und es dann auch noch innerhalb einer Beziehung richtig gut klappt :smile:

Ich erfülle also mittlerweile all die Voraussetzungen, von denen ich immer wieder lese. Ich habe Selbstvertrauen, ich sehe gut aus, ich suche nicht verzweifel, ich renne keiner Frau hinterher und stelle sie auf einen Podest, ich habe mein eigenes Leben und ich zeige, dass ich Interese habe und nicht nur reine Freunschaft will.
Du bist ziemlich frustriert, was Frauen/Beziehung angeht, und hättest obendrein gern endlich eine Beziehung. Ich bin mir daher sicher, dass du derzeit etwas für viele Menschen sehr wichtiges in puncto Anziehungskraft und Attraktivität nicht hast: eine positive Ausstrahlung.
Schließe Frieden mit dir, akzeptiere dich und dein Leben, so, wie es derzeit ist und so wie du bist. Mach dir klar, dass das Leben auch ohne Beziehung etwas richtig lebebswertes ist.
Ja, eine Beziehung wäre vielleicht noch das Tüpfelchen auf dem I, aber auch mit einer Beziehung geht's einem nicht immer super und vor allem auch nicht automatisch besser.
Ich finde es ziemlich normal, dass mam mit 22 noch keine Beziehung hatte. Nicht nur, weil mein Freund erst mit 30 eine tolle Beziehung fand, sondern auch, weil ich viele sehr normale Menschen kennen gelernt habe, die mit Mitte 20 noch keine richtige Beziehung hatten.
Es liegt auch nicht “nur“ an einem selbst, wenn es nicht mit einer Beziehung geklappt hat. Es ist einfach ziemlich normal, dass es selten auf beiden Seiten funkt.

Auf einem Date fühle ich mich oft unwohl, weil ich das Gefühl habe, dass ich die Frau von mir überzeugen muss. Ich soll ihr zeigen, dass ich lustig, selbstbewusst, interessant, kreativ, vielseitig, spontan, willensstark, eigenständig, dominant, ein guter Zuhörer und ein guter Anführer bin, dass ich eigene Meinungen habe, dass ich Ziele und eine Richtung im Leben habe und und und - und das alles am besten innerhalb von 1-2 Stunden.
Das klingt, als würdest du zu einem Bewerbungsgespräch gehen, und nicht zu einem Treffen mit einem dir bestenfalls bereits sympathischen Menschen, den du weiter kennen lernen willst.
Dates sind keine Bewerbungsgespräche.
Du musst nicht alles von dir zeigen, sondern einfach nur du selbst sein. Was du alles bist und kannst, kann man auch noch mit weiteren Treffen und auch innerhalb einer Beziehung herausfinden.
Geh mit der Einstellung hin, einen netten Menschen etwas mehr kennen zu lernen, und nicht mit der, dass du zu einem Bewerbungsgespräch gehst und vorerst nur exakt eine Chance hast, die Person von dir zu überzeugen.


Mit der Zeit hat es sich einfach so entwickelt, dass ich mittlerweile Dating nur noch mit Frust und Stress verbinde.[...] Mittlerweile bin ich durch meine bisherigen Erfahrungen schon quasi darauf konditioniert, an jedes Date mit einer negativen Einstellung heranzugehen. Ich gehe fast schon automatisch mit den Gedanken "Wird eh wieder nichts, ich will es einfach hinter mich mich bringen, wieder mal einen Korb kassieren und danach ein paar Tage enttäuscht sein. Dann habe ich zumindest endlich Klarheit, kann einen sauberen Schnitt machen und mit der Sache abschließen kann".
Vielleicht täte dir eine Datingpause gut. Damit könntest du auch deinen inneren Teufelskreis unterbrechen und demnächst wieder mit entspannterer Einstellung hingehen :smile:
 

Benutzer161532  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich finde, du siehst das unter dem falschen Licht, nämlich unter dem Licht der Schuld. Darum geht es doch gar nicht.

Dann tut's mir leid, dass ich dich falsch verstanden habe. Auf mich haben deine Beiträge einfach im Gegensatz zu den meisten anderen oft ziemlich aggressiv gewirkt, weshalb ich sie wirklich als Angriffe oder Schuldzuweisungen gesehen habe.

Ich bin nichtsdestotrotz immer dankbar für deine Hilfe. Für mich hat es nur manchmal so gewirkt, dass du auf Themen, wo es um Frauen allgemein geht, sehr empfindlich reagierst und dass du manche Aussagen von mir wiederum als Angriff auf Frauen allgemein siehst, und dann sauer auf mich bist.

Wenn das nicht der Fall ist, ist ja alles okay, und ich merk's mir einfach für deine nächste Antwort. x)


Ich frag dich mal andersrum: Was erwartest du denn von mir? Du fragst, was mit dir falsch ist, ich lese deinen Text und schließe daraus, dass es an deinem Selbstvertrauen liegt und erkläre, wieso ich das denke. Du siehst es als Angriff und bist beleidigt, dass ich dir sage, woran dein Pech liegen kann.

Ich bin nicht beleidigt, schon gut. Ich ha baber nicht ganz verstanden, woran du festmachst, dass ich mangelendes Selbstvertrauen hätte. Vielleicht verstehe ich auch nur nicht deine Defintion von mangelndem Selbstvertrauen.

Ich meine, klar kann ich mein Selbstvetrrauen immer noch verbessern, aber bei wem ist das nicht der Fall? Ich denke mal, dass die wenigsten Menschen absolut unerschütterliche Felsen sind, die nichts aus der Bahn wirft und nichts mehr verletzen kann. Aber das und "mangelndes Selbstvertrauen" sind für mich zwei entgegengesetzte Extreme.

Kann auch sein, dass du die Wahrheit sagst, und es wirklich an meinem Selbstvertrauen liegt. Vielleicht reagiere ich nur so empfindlich, weil mich das in einer völlig hilflosen Lage zurücklassen würde, wenn deine Vermutung wirklich zutrifft. Ich meine, wenn es wirklich mein Selbstvertrauen ist, wie soll ich das ändern? Ich wäre vollkommen machtlos oder zumindest kenne ich im Moment kein Mittel, das mit helfen könnte. Ich hab ja schon gesagt, dass ich schon viel daran gearbeitet habe und immer noch daran arbeite, aber all diese Übungen helfen mir vielleicht dabei, mein allgemeines Selbstvertrauen zu stärken, aber nicht oder nur bedingt in Datingsituationen. Es ist ja leider nicht so, als könnte ich einfach eine einzige gewisse Übung machen und schon wächst mein Selbstvertrauen in allen Lebenssituationen.

Wenn ich mehr Selbstvertrauen bei Präsentationen will, bei denen ich vor vielen Menschen rede, muss ich Präsentationen üben . Dann merke ich, dass es doch gar nicht so schlimm ist, verliere die Angst und bekomme mehr Selbstvertrauen.. Wenn ich mehr Selbstvertrauen beim Dating haben will, muss ich auf Dates gehen und dann ebenfalls merken, dass es doch gar nicht so schlimm ist - ergo, muss positive Erfahrungen sammeln. Negative Erfahrungen wiederum kratzen am Selbstvertrauen. Wenn es also wirklich an meinem Selbstvertrauen liegt, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich wieder und wieder zu Dates zu zwingen, die mir keinen Spaß machen, und möglicherweise mein Selbstvertrauen mit jedem Mal weiter zu beschädigen, bis ich so wenig Selbstvertrauen habe, bis ich es mich gar nicht mehr traue. Ich weiß, du findest das wahrscheinlich sehr pessismistisch, davon auszugehen, dass es nie klappt, aber ist es nicht eher realistisch, wenn es bis jetzt auch immer so lief?

Aber wie gesagt, ich glaube nicht, dass es wirklich an meinem Selbstvertrauen liegt. Ich glaube auch nicht, dass ich ein schlechteres Selbstvertrauen habe als der Durchschnittsmensch. Im Gegenteil sogar, im echten Leben haben mir mehrere Menschen schon gesagt, dass ich sehr selbstsicher wirken würde, und ich war oft sogar überrascht, dass diese das so wahrnehmen.

Ich zweifle nach einem Korb weder an meinem Wert, noch denke ich, dass irgendetwas an mir schlecht sein muss. Damit meine ich allerdings, dass in MEINEN Augen nichts schlecht an mir ist. Aber es kann ja sein, dass eine Eigenschaft, die in meinem Augen okay ist, in den Augen einer Frau vielleicht unattraktiv und schlecht ist. Nur weil sie in den Augen einer Frau schlecht ist, sage ich deswegen aber nicht, dass diese Eigenschaft objektiv gesehen wirklich schlecht ist. Man kann es eben nicht jedem recht machen kann, und solange ich mit dieser Eigenschaft zufrieden bin, ist sie in meiner kleinen Welt auch nicht schlecht. Ich hoffe, das ist so verständlich.

Wenn es irgendeine Eigenschaft an mir gibt, die auf Frauen total unattraktiv wirkt, könnte ich diese ändern. Vorausgesetzt natürlich, dass ich diese Eigenschaft an mir nicht wichtig und gut finde. Wenn nun eine Frau nicht damit klarkommt, dass ich sehr ehrgeizig bin, dann ist es einfach nicht die richtige Frau für mich und ich würde das natürlich nicht ändern, weil ich selbst stolz auf diese Eigenschaft bin. Wenn eine Frau jetzt aber zum Beispiel total unattraktiv findet, dass ich meine Fingernägel kaue (tu ich nicht, aber nehmen wir es mal an, mir fällt kein gutes Beispiel ein), dann kann ich das natürlich ändern, da es für mich selbst keine gute Eigenschaft ist.

Ich lasse nicht mehr zu, dass eine fremde Meinung mein Selbstvertrauen beschädigt. Ich denke über Kritik nach und wäge ab, ob sie berechtigt ist. Wenn sie in meinem Augen berechtigt ist, versuche ich sie umzusetzen, wenn sie aber für mich nicht berechtigt ist, lasse ich mich davon nicht verletzen. Aus diesem Grund denke ich persönlich, dass mein Selbstvertrauen nicht der Grund ist. Ich halte mich nach einem Korb nicht für wertlos oder mache mich sonst irgendwie fertig, sondern bin lediglich enttäuscht und frustriert, weil ich nicht bekomme, was ich mir wünsche. Würde mich interessieren, was du dazu denkst und ob du trotzdem meinst, dass mein Selbstvertrauen der Grund ist.


Na dann viel Spaß mit dieser Einstellung. :bier:

Wenn du findest, dass meine Einstellung falsch ist, dann sag mir doch einfach, wieso du das denkst.
Ich hab ja bereits gesagt, dass ich es nicht als Angriff auf Frauen meine, sondern dass ich viele der häufig vorkommenden Unterschiede zwischen Männern und Frauen nicht mag. Ich darf doch meinen eigenen Frauengeschmack haben und wenn ich eher auf Frauen stehe, die sich etwas "maskuliner" verhalten, ist das doch meine Sache.



einsamerEngel einsamerEngel

Glückwunsch zu deinem neuen Glück! Ich hab allerdings das Gefühl, dass du das ganze Thema jetzt durch eine rosarote Brille siehst. Ich meine, zum einen sagst du mir, dass nur vom Herumjammern nichts passieren wird, zum anderen rätst du mir, dass ich einfach gar nichts tun und warten soll, bis mir das Glück in den Schoß fällt. Es ist schön, dass es bei dir so funktioniert hat, und dass du mit dieser Einstellung glücklich leben konntest, aber so eine Einstellung widerspricht einfach grundsätzlich meinem ganzen Wesen.

Ich war schon immer ein ungeduldiger und ehrgeiziger Mensch, der sich Ziele setzt und dann all seine Energie darauf verwendet, diese so schnell wie möglich zu erreichen. Wenn ich mir etwas wünsche, kann ich nicht einfach nur rumsitzen und warten, dass es irgendwann von selbst passiert. Würde ich das tun, würde ich mich genau damit schon verstellen und versuchen, jemand zu sein, der ich nicht bin. Deshalb sag bitte nicht, ich würde nur herumjammern oder in Selbstmitleid versinken. Ich arbeite jeden Tag an mir und stecke all meine Energie und einen großen Teil meiner Freizeit darin, mich zu verbessern und meine Ziele zu erreichen. Wahrscheinlich sogar in so einem Ausmaß, dass es schon nicht mehr gesund ist, aber auch das versuche ich bereits zu bessern und soll auch nicht Thema dieses Threads werden.



Schließe Frieden mit dir, akzeptiere dich und dein Leben, so, wie es derzeit ist und so wie du bist. Mach dir klar, dass das Leben auch ohne Beziehung etwas richtig lebebswertes ist.
Ja, eine Beziehung wäre vielleicht noch das Tüpfelchen auf dem I

Das sehe ich ja genauso. Ich hatte ja auch geschrieben:

Ich brauche keine Freundin, um glücklich zu sein, aber ich brauche eine Freundin, um glücklicher zu sein. Ich wünsche mir eine glückliche Beziehung - nicht weil ich denke, dass ich damit ein unzufriedenes Leben zu einem glücklichen machen kann, sondern weil ich denke, dass ich damit mein Leben bereichern kann wie eine kröhnende Kirsche auf der Spitze des Kuchens.

Ich bin an sich glücklich mit meinem Leben. Ich habe viel Freiheit, viele Hobbies, eigene Projekte, die ich leite, genug Geld, viele Kumpels, eine Handvoll wirklich guter Freunde, einen guten Abschluss, gute Zukunftsperspektiven und Pläne für die nächsten Jahre, eine Richtung im Leben, eine liebevolle Familie und und und.

Aber Menschen sind eben niemals zufrieden, wenn sie wissen, dass es noch besser geht. Ich kann mich noch an die Zeit mit 16 erinnern, als ich in meiner Internetbeziehung war, und dass ich damals so glücklich und sorgenfrei wie noch nie in meinem ganzen Leben war. Es ist mein Ziel, dieses Gefühl zurückzubekommen, und solche Wünsche lassen sich leider nicht einfach mit einem Fingerschnippen abschalten. Ich gebe euch allen ja recht, dass es auf jeden Fall hilfreich wäre, meine Einstellung zu ändern, aber wie mache ich das?


Ich finde es ziemlich normal, dass mam mit 22 noch keine Beziehung hatte. Nicht nur, weil mein Freund erst mit 30 eine tolle Beziehung fand, sondern auch, weil ich viele sehr normale Menschen kennen gelernt habe, die mit Mitte 20 noch keine richtige Beziehung hatten.

Na ja, es ist jetzt keine schreckliche Schande, aber normal kann man es auch nicht nennen. Die überwältigende Mehrheit hatte in dem Alter schon mindestens eine Beziehung und wenn ich Leuten in meinem Alter erzählte, dass ich noch keine hätte, stößt das immer auf Entsetzen und Unverständnis.


Das klingt, als würdest du zu einem Bewerbungsgespräch gehen, und nicht zu einem Treffen mit einem dir bestenfalls bereits sympathischen Menschen, den du weiter kennen lernen willst.

So fühlt es sich ja auch an. :grin:
Genau deswegen machen mir Dates ja auch keinen Spaß und stressen mich nur. Sie fühlen sich für mich an wie ein Bewerbungsgespräch, bei dem ich mich beweisen muss, und wenn ich das nicht schaffe, hab ich versagt und kriege nie, was ich mir wünsche.


Vielleicht täte dir eine Datingpause gut. Damit könntest du auch deinen inneren Teufelskreis unterbrechen und demnächst wieder mit entspannterer Einstellung hingehen :smile:

Hm, ich weiß nicht, ob das helfen würde. Es ist übrigens nicht mal so, als wäre ich gerade voll im Dating-Fieber und würde ständig auf neue Dates gehen. In den letzten 6 Monaten hatte ich genau zwei Dates, die auch beide in meiner Liste sind.

Ich hab das Gefühl, es wird hier gerade einiges falsch verstanden. Ich suche nicht verzweifelt eine Freundin und ich bin auch nicht im Dating-Fieber. Ich mache mir nur Sorgen, wie das auf lange Dauer weitergehen soll, denn auf lange Dauer will ich natürlich schon eine Freundin haben. Aber wenn mir Dates keinen Spaß machen und mich nur stressen und frustrieren, weil sie sich anfühlen wie ein Bewerbungsgespräch, wie soll das dann jemals was werden? Mein nächstes Date habe ich jetzt im März mit einem Mädchen, das ich schon länger übers Internet kenne, und mit dem ich mich sehr gut verstehe. Das Interesse ging zuerst hauptsächlich von ihr aus, aber trotzdem erwarte ich ich eigentlich schon, dass es wieder nichts wird und freue mich kein bisschen auf das Date.

Also ja, mein Problem ist ganz klar die Einstellung. Die Lösung wäre natürlich, meine Einstellung zu ändern, sodass ich zum einen Dates nicht mehr als Feuerprobe sehe und zum anderen mich nicht von meinen negativen Erfahrungen dazu verleiten lasse, mit so negativen und hoffnungslosen Erwartungen an ein Date heranzugehen.
 
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Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Damals hatte ich mich ins Internet zurückgezogen, hatte ich 30 Kilo Übergewicht, kein Selbstvertrauen, keinen Schulabschluss (Schule abgebrochen), keine Freunde, keine Richtung im Leben und sah allgemein nicht gerade attraktiv aus.
Heute habe ich Normalgewicht, sehe gut aus, habe viele Freunde, viele verschiedene Hobbies, meinen Abschluss mit 1,1-Schnit nachgeholt, konkrete Zukunftspläne und eine Richtung im Leben. An meinem Selbstvertrauen hab ich über die letzten 2-3 Jahre intensiv gearbeitet und dieses deutlich gesteigert. Ich bin nun endlich an einem Punkt angekommen, an dem ich mich akzeptiere, wie ich bin.
Das klingt gut. :smile:
Bis jetzt habe ich mein Selbstvertrauen gesteigert, indem ich Sport getrieben habe und mit meinem Körper zufrieden geworden bin, indem ich mir meine Stärken aufgelistet und mir diese auch selbst bewiesen habe, indem ich neue Erfolge erreicht habe, indem ich neue Leute kennengelernt, mich in mehr soziale Situationen und generell Situationen begeben habe, in denen ich mich eigentlich unwohl fühlte, um mich meinen Ängsten zu stellen. Darüber hinaus hab ich zahlreiche Übungen gemacht wie zum Beispiel mit einem lächerlichen Aufzug durch die Stadt zu laufen oder mich irgendwo an einem belebten Ort an den Boden zu legen, damit ich lerne, zu ertragen, dass andere mich anstarren, und aufhöre, so viel Wert auf die Meinung anderer zu legen.
Muss man sich erstmal trauen, meinen Respekt hast du.
Tatsache ist, dass ich mich nicht mehr wohl gefühlt habe, und das sollte doch wohl als Grund reichen. Wenn es ihr zu schnell geht, wenn ich beim zweiten Date, ihre Hand halte, dann haben wir halt andere Ansichten. Mir geht es zu langsam, wenn sogar Händchenhalten ein Problem ist.
Finde ich an sich eine vernünftige Einstellung. Nein, du musst nichts weiter forcieren, wenn du dich damit nicht wohlfühlst und du andere Erwartungen hast.
Auf einem Date fühle ich mich oft unwohl, weil ich das Gefühl habe, dass ich die Frau von mir überzeugen muss. Ich soll ihr zeigen, dass ich lustig, selbstbewusst, interessant, kreativ, vielseitig, spontan, willensstark, eigenständig, dominant, ein guter Zuhörer und ein guter Anführer bin, dass ich eigene Meinungen habe, dass ich Ziele und eine Richtung im Leben habe und und und - und das alles am besten innerhalb von 1-2 Stunden.
Sie fühlen sich für mich an wie ein Bewerbungsgespräch, bei dem ich mich beweisen muss, und wenn ich das nicht schaffe, hab ich versagt und kriege nie, was ich mir wünsche.
Gewissermaßen ist ein Date, vor allem wenn man sich kaum kennt, natürlich wirklich wie ein Bewerbungsgespräch: Mehr oder weniger unbewusst wird abgecheckt, ob es passen könnte.
Aber wenn du ein Bewerbungsgespräch hast, prüft das Unternehmen nicht nur dich. Du prüfst auch das Unternehmen. Findest du die Chefs sympathisch? Die Kollegen? Die Räumlichkeiten? Sagen dir die Aufgaben zu, das Gehalt und die Aufstiegsmöglichkeiten?
Und genau so ist das doch auch bei einem Date. Dein Denkfehler liegt darin, anzunehmen, nur DU müsstest DER FRAU was beweisen. Das ganze läuft aber auch umgekehrt. Du wolltest die Japanerin nicht mehr treffen, weil du dich unwohl gefühlt hast. Du hattest also Ansprüche, die nicht erfüllt wurden – und die darfst du auch haben. Versuch dich von dem Gedanken zu lösen, dass du jemanden überzeugen musst. Es wird gegenseitig geguckt, ob es passt.
In den letzten 6 Monaten hatte ich genau zwei Dates, die auch beide in meiner Liste sind.
Das heißt, seit du 16 bist, gab es 5 Frauen, bei denen du etwas versucht hast? Vielleicht bist du nicht zu sehr im Dating-Fieber, sondern hast zu wenig Dates.
Wie du schon selbst gesagt hast: Du kannst allgemein Selbstbewusstsein aufbauen, aber wenn du Angst vor Präsentationen hast, dann musst du Präsentationen halten. Wenn du aber nur ab und zu ausgewählte, große Präsentationen hältst und von diesen Präsentationen viel erwartet, wirst du trotz deines Selbstbewusstsein vor diesen Präsentationen nervös sein und sie vielleicht deshalb vergeigen. Ich will damit natürlich nicht sagen, dass du dich mit irgendwelchen Frauen treffen sollst, die dir gar nicht zusagen. Aber mehr als 2 Dates in 6 Monaten wären bestimmt drin :zwinker: Du musst die Angst und das Stressgefühl, das wahrscheinlich allein das Wort Date in dir auslöst, loswerden. Und das geht meiner Meinung nach am besten, indem du so erwartungsfrei, ungezwungen und locker wie möglich ein paar Dates hast.
 

Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
einsamerEngel einsamerEngel

Glückwunsch zu deinem neuen Glück! Ich hab allerdings das Gefühl, dass du das ganze Thema jetzt durch eine rosarote Brille siehst. Ich meine, zum einen sagst du mir, dass nur vom Herumjammern nichts passieren wird, zum anderen rätst du mir, dass ich einfach gar nichts tun und warten soll, bis mir das Glück in den Schoß fällt. Es ist schön, dass es bei dir so funktioniert hat, und dass du mit dieser Einstellung glücklich leben konntest, aber so eine Einstellung widerspricht einfach grundsätzlich meinem ganzen Wesen.

Ich war schon immer ein ungeduldiger und ehrgeiziger Mensch, der sich Ziele setzt und dann all seine Energie darauf verwendet, diese so schnell wie möglich zu erreichen. Wenn ich mir etwas wünsche, kann ich nicht einfach nur rumsitzen und warten, dass es irgendwann von selbst passiert. Würde ich das tun, würde ich mich genau damit schon verstellen und versuchen, jemand zu sein, der ich nicht bin. Deshalb sag bitte nicht, ich würde nur herumjammern oder in Selbstmitleid versinken. Ich arbeite jeden Tag an mir und stecke all meine Energie und einen großen Teil meiner Freizeit darin, mich zu verbessern und meine Ziele zu erreichen. Wahrscheinlich sogar in so einem Ausmaß, dass es schon nicht mehr gesund ist, aber auch das versuche ich bereits zu bessern und soll auch nicht Thema dieses Threads werden.
Danke :smile:
Mit der Rosaroten Brille magst Du Recht haben, aber ich denke ich kann das schon noch gut unterscheiden, bin schließlich kein "verliebter Teenie" mehr, bei dem die Hormone dank der Pubertät noch zusätzlich durchdrehen.

Meine Geschichte sollte auch nur als Beispiel dafür dienen, dass es manchmal gefühlt "ewig" dauern kann, bis etwas doch Unerwartetes und Wundervolles passiert.

Außerdem hast Du die entscheidende Passage in meinem Text überlesen, daher zitiere ich sie nochmal:

einsamerEngel schrieb:
Wenn Du nun aus Frust resignierst und aufhörst, Dich zu zeigen, wird Dich nie jemand kennenlernen und vielleicht feststellen dass Du ein ganz netter Kerl bist. Nein, Du wirst ewig alleine bleiben.
Es kann sein dass die Zeit einfach noch nicht reif ist. Mach mal Pause, auch gedanklich!
Versteife Dich nicht darin, sonst verkrampfst Du auch äußerlich, und das "riechen" die Mädels. Diese Verzweiflung, keine Abzubekommen... und dann will Dich auch keine kennenlernen, aus Prinzip nicht.

Ich hab nicht gesagt dass Du nichts tun sollst, ich sage nur dass Du vielleicht zuviel tust, zuviel willst.
Entspann Dich mal. Denk nicht nur an die Frauen. Mach das nicht zur absoluten Höchstpriorität.
Versuch zu leben. Mit, aber vor allem auch ohne Frauen.
Erst wenn Du für Dich selber zufrieden bist, wirst Du auch den Platz für eine Frau finden.
Wenn Du aber immer nur am Hetzen bist, kann das eigentlich (aus meiner Erfahrung heraus) nichts werden.
 

Benutzer144187 

Sehr bekannt hier
Ich war schon immer ein ungeduldiger und ehrgeiziger Mensch, der sich Ziele setzt und dann all seine Energie darauf verwendet, diese so schnell wie möglich zu erreichen.
Du merkst aber jetzt, dass man zwischenmenschliche Beziehungen im Allgemeinen und die Liebe im Speziellen eben nicht gleich angehen kann wie ein Berufsziel oder Ähnliches. Da gibt es ganz andere Regeln und komplexere Faktoren, die da mit rein spielen.
und wenn ich Leuten in meinem Alter erzählte, dass ich noch keine hätte, stößt das immer auf Entsetzen und Unverständnis.
Das kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen. Ich habe mehrere Leute in meinem Freundeskreis, die erst sehr spät oder noch nie eine Beziehung hatten. Mindestens gleich viele wie solche, die schon sehr früh loslegten mit Freund/in und Sex. Und dann gibts natürlich noch die, die ungefähr im Durchschnittsalter mit allem lagen. Aber verwundert reagierte da niemand, egal wer seine Geschichte erzählt hat. Lass das nicht zu nah an dich ran oder sieh es im besten Fall als Kompliment: Sie sehen nichts Negatives an dir, was dich am Eingehen oder Führen einer Beziehung hindern würde.
Aber wenn mir Dates keinen Spaß machen und mich nur stressen und frustrieren, weil sie sich anfühlen wie ein Bewerbungsgespräch, wie soll das dann jemals was werden?
Ich würde ja hier ansetzen.
Was ich bisher so von dir gelesen habe ist es dir wichtig, dass aus Dates etwas wird. Genauer gesagt eine Beziehung. Um jeden Preis? Jemandem klar machen, dass man nicht an einer platonischen Freundschaft interessiert ist, das ist das eine. Um jeden Preis eine Beziehung eingehen wollen, das kann dann aber schnell mal krampfig wirken.
Wie viele Dates hattest du denn in den letzten Jahren? Ich meine damit keine genaue Zahl :grin: , aber waren das viele, sehr viele, eine überschaubare Menge?
Wen datest du und warum datest du diese Mädchen? Schwärmst du da schon für die Mädchen oder bist sogar verliebt oder geschieht das auch mal aus Sympathie?
Ich weiss nicht ob ich dich richtig verstanden habe, aber für mich klingt an, dass du mit der klaren Erwartung an ein Date gehst, dass daraus eine Beziehung wird. Warum? Es kann immer passieren, dass man während der Dates feststellt, dass es eben einfach nicht passt. Im Allgemeinen verabredet man ja solche Treffen um sich besser kennen zu lernen. Man weiss also von vornherein nicht, ob daraus jetzt wirklich etwas wird.
Ich finde auch den Vergleich mit dem Vorstellungsgespräch ungünstig gewählt. Ich weiss, du empfindest das im Moment so, aber denk doch mal darüber nach: Bei einem Vorstellungsgespräch sucht man sich einen Job, von dem man denkt, dass er zu einem passt. So weit, so ähnlich. Dann wird es aber komplizierter: Während sich viele bei einem Vorstellungsgespräch von der besten Seite präsentieren und dem Gegenüber das erzählen, von dem sie denken, dass der HR-Verantwortliche es hören will, wäre so etwas bei einem Date fatal. Gib dich so wie du wirklich bist, alles andere ist einfach nicht zielführend in Sachen Liebe. Wie soll sich jemand in eine Person verlieben, die nicht authentisch ist? Das ist ja das, was ich dir schon mehrmals gesagt habe auf deine Fragen zu deinem Äusseren: Du siehst wahnsinnig gut aus, aber dir fehlt auf den Fotos irgendwie die Ausstrahlung. Woran liegt das? Bist du da nicht du? Versuchst du der zu sein, der du bist, oder der, von dem du denkst, dass die anderen ihn mögen würden?
Mein nächstes Date habe ich jetzt im März mit einem Mädchen, das ich schon länger übers Internet kenne, und mit dem ich mich sehr gut verstehe. Das Interesse ging zuerst hauptsächlich von ihr aus, aber trotzdem erwarte ich ich eigentlich schon, dass es wieder nichts wird und freue mich kein bisschen auf das Date.
Versuch dich davon zu lösen, dass "daraus eh nichts wird". Das hat niemand so wirklich in der Hand. Entweder es passt oder es passt nicht. Und wenn das Interesse dieses Mal von ihrer Seite aus grösser ist als von deiner, dann schau doch einfach mal was passiert.
 
M

Benutzer

Gast
Ich darf doch meinen eigenen Frauengeschmack haben und wenn ich eher auf Frauen stehe, die sich etwas "maskuliner" verhalten, ist das doch meine Sache.
Wie verhalten sich denn Frauen, die sich etwas maskuliner verhalten?
Rationaler (in Deinen Augen)?
Was ist maskulin und was ist feminin?
Ich war schon immer ein ungeduldiger und ehrgeiziger Mensch, der sich Ziele setzt und dann all seine Energie darauf verwendet, diese so schnell wie möglich zu erreichen. Wenn ich mir etwas wünsche, kann ich nicht einfach nur rumsitzen und warten, dass es irgendwann von selbst passiert.
Nichts gegen Ehrgeiz, aber hier geht es eben nicht um eine Klausur, auf die Du lernst. Natürlich darfst Du Deinem Glück auch versuchen auf die Sprünge zu helfen, Du sollst, nur wenn es dann eben nicht gleich klappt, auch nicht enttäuscht und frustriert sein und Frust liest man hier, wie ich finde bei Dir zum ersten Mal und ich finde nicht berechtigt. Du hast mal eine Geschichte erzählt von Deiner Freundin im Urlaub, als Du feststellen musstest, dass sie nicht in Dich verliebt ist und Du dann stinkig wurdest, so ein bisschen klingst Du jetzt. Deine letzten Threads sind doch jetzt nicht Jahre her, dann wäre Deine Frustration schon etwas besser nachzuvollziehen. Es ist doch auch nicht so, dass sich überhaupt gar keine Frau seither für Dich interessiert hätte, es hat eben nicht wirklich gepasst, AUCH VON DEINER SEITE HER. Es muss doch für Dich auch passen, so einfach ist das eben nicht, aber unmöglich wird es, wenn Du jetzt auf "Frauen sind so schwierig, ach könnt ich doch nur schwul werden" machst. Btw. es gibt auch langjährige -unglückliche- schwule Singles, neulich erst einen Thread hier gelesen.
 

Benutzer161532  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wie verhalten sich denn Frauen, die sich etwas maskuliner verhalten?
Rationaler (in Deinen Augen)?
Was ist maskulin und was ist feminin?

Fällt mir schwer, das zu beschreiben. Ich hab einige Mädchen getroffen, die "so" sind und komme mit diesen einfach am besten zurecht. Das sind meist Mädchen, die kaum weibliche Freundschaften haben und selbst sagen, dass sie mit Jungs am besten klarkommen. Haben oft auch Hobbies und Interessen, die nur wenige Mädchen, aber dafür viele Jungs haben und so was. Das ist natürlich nicht alles, aber wie gesagt, es fällt mir schwer, da zu beschreiben. Sie haben einfach "etwas", das ich sehr anziehend finde und ich komme viel besser mit ihnen klar als mit "normalen" Mädchen.

Es ist doch auch nicht so, dass sich überhaupt gar keine Frau seither für Dich interessiert hätte, es hat eben nicht wirklich gepasst, AUCH VON DEINER SEITE HER.

Hm? Welche Frauen genau meinst du, haben sich für mich interessiert? Also es kann natürlich sein, dass sich die Japanerin und die Spanierin für mich interessiert haben, aber sicher, dass da mehr als Freundschaft im Spiel war, wär ich mir da jetzt nicht.


"Frauen sind so schwierig, ach könnt ich doch nur schwul werden"

Bewerte die Bemerkung doch mal nicht so über. :grin:
Und ich glaub, ich bin nicht gerade der erste Mann, der sagt, dass Frauen kompliziert wären. :v

(Auf den Rest deines Beitrags antworte ich unten, weil es da besser passt)



Wie viele Dates hattest du denn in den letzten Jahren? Ich meine damit keine genaue Zahl :grin: , aber waren das viele, sehr viele, eine überschaubare Menge?

Ziemlich wenige.


Wen datest du und warum datest du diese Mädchen? Schwärmst du da schon für die Mädchen oder bist sogar verliebt oder geschieht das auch mal aus Sympathie?

Das ist 'ne interessante Frage. Für mich ist das eigentlich ganz einfach: Wenn ich sie äußerlich attraktiv finde, was ich hauptsächlich am Gesicht festmache, und ihren Charakter auch mag (Eigenschaften, Ansichten, Gemeinsamkeiten), dann kann ich mir eine Beziehung mit ihr vorstellen. Im Grunde, hab ich keine astronomischen Ansprüche und suche keine perfekte Partnerin, bei der alles passt. Vielleicht ist meine Gleichung da etwas zu einfach und wenn ich erst mal ein paar Beziehungen hatte, werde ich wählerischer, aber im Moment denke ich, dass mir das vollkommen ausreichen würde.

Die Grundlage ist allerdings immer nur Sympathie, verliebt war ich seit der Trennung damals von meiner Internetbeziehung nie wieder. Was ich eigentlich komisch finde, da ich mich davor sehr schnell verliebt habe. Vielleicht klingt es etwas melodramatisch, aber ich denke, es könnte möglich sein, dass mich die Trennung da emotional etwas abgestumpft hat oder ich mir zumindest unterbewusst nicht erlaube, mich ohne "Sicherheit", dass meine Gefühle erwidert werden, zu verlieben.


Ich weiss nicht ob ich dich richtig verstanden habe, aber für mich klingt an, dass du mit der klaren Erwartung an ein Date gehst, dass daraus eine Beziehung wird. Warum? Es kann immer passieren, dass man während der Dates feststellt, dass es eben einfach nicht passt.

Wenn ich feststelle, dass ich die Frau gar nicht mag und wir nicht zusammenpassen, will ich natürlich keine Beziehung. Da ich bis jetzt allerdings nur Dates mit Frauen hatte, von denen ich wusste, dass ich sie mag, habe ich mir davon immer eine Beziehung erhofft. Und ich denke auch, dass das in Zukunft eher so sein wird. Leute, die ich absolut nicht kenne und von denen ich gar nichts weiß (Hobbies, Ansichten etc.), kann ich mir eigentlich weniger vorstellen zu daten. Einfach eine auf der Straße, im Club oder auf 'ne Party anquatschen und versuchen, ihre Nummer zu kriegen, um sie dann kennenzulernen, wäre nicht so mein Ding. Eher, wenn ich ein Mädchen bei einem gemeinsamen Hobby zum Beispiel bei einem Verein oder sonst wo kennenlerne. Online-Dating könnte ich mir auch vorstellen, aber auch da würde ich nur Mädchen daten wollen, deren Profil zu mir passt, und würde nicht bloß nach Aussehen bewerten.

Damit hoffe ich bei einem Date immer, dass sich daraus was ergibt. Freundschaft kann ich mir nämlich nur mit den wenigsten Frauen vorstellen. Auch bei meiner Bekannten, die ich im März treffe, zum Beispiel nicht. Wenn das Date auf reine Freundschaft hinauslaufen würde, würde ich ihr wohl eher sagen, dass ich mich dabei nicht wohlfühlen würde, und den Kontakt auf Eis legen.


Das ist ja das, was ich dir schon mehrmals gesagt habe auf deine Fragen zu deinem Äusseren: Du siehst wahnsinnig gut aus, aber dir fehlt auf den Fotos irgendwie die Ausstrahlung. Woran liegt das? Bist du da nicht du? Versuchst du der zu sein, der du bist, oder der, von dem du denkst, dass die anderen ihn mögen würden?

Was genau meinst du mit Ausstrahlung? Das ist auch noch mal ein interessantes Thema. Als mir meine Mutter als Kind davon erzählt hat, dass man irgendwelche Gefühle "ausstrahlt" und andere wissen, wie man sich fühlt, obwohl man es nicht ausspricht, hab ich das sofort für Blödsinn gehalten. Erst im Erwachsenenalter habe ich von so vielen Leuten das Gleiche gehört, dass ich irgendwann eingesehen habe, dass da wohl doch was dran sein muss. Klar sehe ich auch im Gesicht oder an der Körperhaltung eines anderen, wie er sich wahrscheinlich fühlt, aber ich fühle nicht, dass er irgendeien Stimmung "ausstrahlt".

Meinst du im Fall der Fotos/des Videos mit Ausstrahlung, dass ich nicht lächle? Falls ja, ist die Antwort auch ganz einfach: Ich mag mein Lächeln nicht. Ehrlich gesagt, mag ich nicht nur mein Lächeln nicht, ich mag gar kein Lächeln. Ich finde irgendwie, dass ein breites Lächeln total das Gesicht entstellt und hässlich aussieht. Ich hatte auch eine kleine Diskussion mit einem Kumpel in Japan darüber. Er meinte auch, ich soll doch mal auf den Fotos lächeln, und als er dann mal ein Foto erwischt hat, auf dem ich lache, meinte er "Na, siehst du, das sieht doch toll aus!". Ich fand das Foto absolut hässlich. Und auch sein Lächeln auf dem Foto sah für mich total bescheuert aus.

Aber nein, ich versuche nicht, mich irgendwie zu verstellen. Wenn ich versucht hätte, der zu sein, den andere mögen, hätte ich im Video ja gelächelt. Immerhin wird mir immer wieder gesagt, ich soll auf Fotos lächeln. Aber abgesehen von Fotos, lächle und lache ich eigentlich ganz normal. Ich mag nur keine Fotos von mir, auf denen ich lache, deswegen tue ich das auch nicht, wenn ich sehe, dass jemand ein Foto von mir macht.



Dein Denkfehler liegt darin, anzunehmen, nur DU müsstest DER FRAU was beweisen. Das ganze läuft aber auch umgekehrt. Du wolltest die Japanerin nicht mehr treffen, weil du dich unwohl gefühlt hast.

Ganz ehrlich ... Vielleicht sind meine Ansprüche im Moment auch einfach zu niedrig. Ich wäre fürs Erste wahrscheinlich einfach damit zufrieden, eine Beziehung mit einer Partnerin zu führen, die auch nur ein bisschen zu mir passt. Vielleicht ist das ja mein Fehler, denn im Grunde, muss die Frau mich nicht groß von sich überzeugen. Wenn sie hübsch und nett ist und vielleicht 1-2 Gemeinsamkeiten mit mir hat, wäre ich schon überzeugt.

Ich gebe ehrlich zu, hätte die Japanerin mir deutlich gemacht, dass sie sich mehr als Freundschaft vorstellen kann, hätte ich nicht aufgehört, sie zu treffen. Das Einzige, was für mich ausschlaggebend war, dass es mir den Stress des Datings nicht wert ist, war die Tatsache, dass ich keine Ahnung habe, woran ich bei ihr bin, und keine Lust hatte, was weiß ich wie lange im Unklaren zu bleiben.

Die meisten Frauen - und wahrscheinlich auch die meisten Männer - haben aber wahrscheinlich höhere Ansprüche. Ich lese gerade eine Art Dating-Buch von einem sehr guten Coach namens Corey Wayne und ich muss sagen, zum einen hilft es mir zwar, Frauen etwas besser zu verstehen, zum anderen macht es meine Ängste aber auch noch viel größer. Das, was ich in dem Buch lese, deckt sich mit vielen Sachen, die ich auch sonst so höre, lese und erfahre, und falls wirklich wahr ist, was darin steht, setzt mich das noch mehr unter Druck. Ich habe den Eindruck, das Frauen sooooo viel von einem Mann erwarten - dass er interessant, lustig, dominant, männlich und vor allem immer stark sein muss.

Und auch habe ich durch das Buch das Gefühl, dass jede noch so kleinste Geste von einer Frau immer etwas zu bedeuten hat. Folgendes Thema wollte ich eigentlich in einem seperaten Thread anschneiden, aber da es sich jetzt anbietet, poste ich es hier. Ich hoffe nur, es geht nicht zu sehr unter, da mir die Frage ziemlich wichtig ist:


Das Mädchen, mit dem ich mich im März treffen werde, ist dasselbe Mädchen, mit dem ich damals meine Internetbeziehung hatte. Nach dem Beziehungsaus hab ich, um mich selbst nicht zu quälen, den Kontakt abgebrochen. Nach sechs Monaten hat sie sich wieder gemeldet, aber damals war ich noch nicht bereit, wieder Kontakt zu ihr zu haben. Etwa zwei Jahre später, also vor etwa sechs Monaten, hat sie wieder Kontakt zu mir gesucht - und ehrlich gesagt, hab ich zu dieser Zeit auch an sie gedacht. Jedenfalls hatte ich ihr da schon lange verziehen und hatte keinen Groll mehr gegen sie, für etwas, das sie mit 16 getan und wobei sie fast garantiert keine böse Absichten hatte.

Wie auch immer, sie hat jedenfalls dann angefangen, immer wieder ein bisschen mit mir zu flirten. Sie schreib mir ständig von sich aus, sagte, dass sie mich vermisst hatte, dass sie immer so glücklich ist, wenn sie mit mir schreibt, dass sie mich treffen will. Außerdem erzählte mir sie davon, dass sie eine Zeit lang einen Freund und danach auch ein paar Dates hatte, aber es sich für sie nie so wirklich richtig angefühlt hat und dass sie auch in ihrem ganzen Leben niemals so verliebt gewesen wäre wie damals in mich.

Ich hatte zwar durchaus Interesse an ihr, aber dass ich mich verliebe oder eine Beziehung anfange, passte mir damals gar nicht in den Kram, da ich schon Pläne hatte, zwei Monate später für längere Zeit nach Japan zu fliegen. Während ich in Japan war, hatten wir weiterhin immer wieder Kontakt, der meistens von ihr ausging. Da ich auf jeden Fall daran interessiert war, dass sich mehr daraus ergibt, sobald ich wieder in Deutschland bin, machte ich ihr auch deutlich, dass ich Interesse an ihr habe und habe dann letztendlich im November ein Date für März mit ihr ausgemacht, wovon sie vollkommen begeistert war.

So, gestern hatten wir allerdings ein Gespräch, das mich etwas verunsichert hat. Wir haben darüber geschrieben, ob wir uns vielleicht doch schon vor März treffen, da ich jetzt schon wieder in Deutschland bin, allerdings haben wir beide im Februar und jetzt viel zu tun, weshalb das wohl nichts wird. Allerdings meinte sie dann noch, dass es im März vielleicht auch nichts wird, weil sie dann eine Zeit lang bei ihren Eltern wohnt und ihr Vater ausrasten würde, wenn sie mich nach Hause bringt. An sich ist das ja noch okay, allerdings wird sie da voraussichtlich ziemlich lange wohnen und sie hat sich nicht die Mühe gemacht, irgendeinen Kompromiss vorzuschlagen. Auf meinen Vorschlag, dass ich sie dann eben einfach abhole und wir irgendwo hinfahren, ohne dass ihr Vater was davon mitbekommt, hat sie dann allerdings positiv reagiert und meinte, dass wir das dann so Mitte oder Ende März machen können, sobald sie umgezogen ist und sich um alles gekümmert hat.

Da war ich schon etwas verunsichert, aber was dann später noch kam, ließ dann die Alarmglocken bei mir aufläuten - vor allem wegen dem, was ich so in dem Buch gelesen habe. Sie hat gefragt: "Können wir das vielleicht nicht Date nennen?" und meinte, das würde sie nervös machen und sie verbindet schlechte Erfahrungen mit dem Wort.

Sie meinte noch, dass das kein schlechtes Zeichen wäre, dass sie das jetzt sagt, und das das normal bei ihr wäre, da das Date jetzt, da ich in Deutschland bin, langsam näher kommt und sie deswegen nervös ist. Was meint ihr dazu? Ich weiß nicht, wie ich das deuten soll, aber für mich hört sich das gar nicht gut an. Als sei sie sich jetzt plötzlich doch nicht mehr so sicher oder als hätte sie zumindest ein wenig das Interesse an mir verloren. Ich meine, sie war immerhin total begeistert, als ich ihr das Date vorgeschlagen habe. Ich bekomm jetzt vielleicht wieder ein "Hab doch mehr Selbstvertrauen und glaub ihr einfach", aber egal, fragen wollte ich trotzdem. :grin:




Deine letzten Threads sind doch jetzt nicht Jahre her, dann wäre Deine Frustration schon etwas besser nachzuvollziehen.

Ich glaube, die Sache mit dem "Können wir es vielleicht nicht ein Date nennen" gestern war der Grund. Gestern hat mich das eigentlich nicht so gestört. Oder na ja, eher wollte ich es mich nicht so stören lassen, aber am nächsten Morgen bin ich dann mit richtig mieser Laune aufgewacht und dann war mir klar, dass es micht doch ziemlich stört. Ich bin wohl mit dem Gedanken "Na super, jetzt dachte ich, es wird endlich mal was - und dann auch noch mit einem Mädchen, das so gut zu mir passt - und jetzt wird das sicher auch wieder nichts!" aufgewacht und dann in sind die ganzen "Nie klappt es mal, immer hab ich Pech"-Gedanken wieder ins Rollen gekommen.
 
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Benutzer139820 

Verbringt hier viel Zeit
Es ist wahrscheinlich auch Teil des Problems, dass ich eigentlich gar kein wirkliches Interesse habe, neue Freundinnen auf rein freundschaftlicher Ebene kennenzulernen. Natürlich gibt es ab und an ein paar Frauen, mit denen ich mir auch reine Freunschaft vorstellen kann, aber das ist alles andere als die Regel. Vor allem, wenn ich sie attraktiv finde, würde die ganze Zeit Spannung zwischen uns bestehen, die die Freundschaft belastet Freundschaftlich komme ich mit Männern einfach viel besser aus, und wenn sich aus dem Date keine Beziehung ergibt, war es für mich nicht nur verschwendete Zeit, sondern auch eine weitere Enttäuschung, die mir ein weiteres Stück Hoffnung nimmt, dass es irgendwann mal klappt und mir noch weniger Lust auf den nächsten Versuch macht.

Ich würde an deiner Stelle als nächstes an diesem Punkt "arbeiten". Woher kommt denn diese Ablehnung gegenüber Freundschaften? Lehnst du generell Freundschaften mit weiblichen Personen ab? Ich denke, Freundschaften könnten dir einerseits helfen entspannter im Umgang mit Frauen zu werden und dir zeigen, dass im Allgemeinen zwischen Männern und Frauen doch nicht so riesige Unterschiede sind. Andererseits entstehen meiner Beobachtung nach viele Beziehungen über den Freundeskreis oder aus früheren Freundschaften heraus. Meine Beziehungen sind bislang alle über den Freundeskreis oder über die Schule/ Uni zustanden gekommen, niemals durch Dates. Dates an sich finde ich zwar recht spannend, aber mir fällt es ganz schwer innerhalb von 2-3 Stunden über Interesse oder nicht zu entscheiden, da kenne ich mein Gegenüber doch lieber etwas länger.

Ich könnte mir zudem vorstellen, dass du aufgrund deiner negativen Herangehensweise an Dates auch sehr unentspannt und dadurch weniger attraktiv wirkst. Dagegen könntest du vorgehen, in dem du dir selber suggerierst, dass der Abend vermutlich sehr nett wird und du gern einen dir sympathischen Menschen kennen lernen möchtest. Sich Dinge oft selber zu sagen, hilft mitunter tatsächlich die eigene Einstellung zu Situationen zu verändern.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich wäre fürs Erste wahrscheinlich einfach damit zufrieden, eine Beziehung mit einer Partnerin zu führen, die auch nur ein bisschen zu mir passt.
Langfristig ist das möglicherweise schon ein Problem, aber ob es jetzt gerade daran hapert, weiß ich nicht.
Leute, die ich absolut nicht kenne und von denen ich gar nichts weiß (Hobbies, Ansichten etc.), kann ich mir eigentlich weniger vorstellen zu daten. Einfach eine auf der Straße, im Club oder auf 'ne Party anquatschen und versuchen, ihre Nummer zu kriegen, um sie dann kennenzulernen, wäre nicht so mein Ding.
Kann ich einerseits nachvollziehen, geht mir ähnlich. Andererseits, hast du es schon mal probiert? Muss ja nicht die große Liebe draus werden, aber könnte eine weitere Übung für dein Selbstbewusstsein sein – einfach mal ein Mädel, das dir sympathisch erscheint, anquatschen. Hätte den Vorteil, dass du quasi-fremden aber potenziell interessanten Frauen nicht nur in geplanten und für dich stressigen Datesituationen begegnest, sondern auch spontan im Alltag, und du dann vielleicht lockerer wirst. Weil du dann auch gar nicht dazu kommst, dir im Vorfeld ewig Gedanken zu machen.
Das Mädchen, mit dem ich mich im März treffen werde, ist dasselbe Mädchen, mit dem ich damals meine Internetbeziehung hatte.
Meiner Meinung nach ist das für dich genau die denkbar schlechteste Datesituation :grin:
Ihr schreibt schon ewig, die Erwartungen sind riesig, habt euch aber noch nie gesehen (?). Ihr projiziert gegenseitig eure Vorstellungen des jeweils anderen aufeinander, da kann man ja quasi nur enttäuscht werden.
Allerdings meinte sie dann noch, dass es im März vielleicht auch nichts wird, weil sie dann eine Zeit lang bei ihren Eltern wohnt und ihr Vater ausrasten würde, wenn sie mich nach Hause bringt. An sich ist das ja noch okay, allerdings wird sie da voraussichtlich ziemlich lange wohnen und sie hat sich nicht die Mühe gemacht, irgendeinen Kompromiss vorzuschlagen. Auf meinen Vorschlag, dass ich sie dann eben einfach abhole und wir irgendwo hinfahren, ohne dass ihr Vater was davon mitbekommt, hat sie dann allerdings positiv reagiert und meinte, dass wir das dann so Mitte oder Ende März machen können, sobald sie umgezogen ist und sich um alles gekümmert hat.

Da war ich schon etwas verunsichert, aber was dann später noch kam, ließ dann die Alarmglocken bei mir aufläuten - vor allem wegen dem, was ich so in dem Buch gelesen habe. Sie hat gefragt: "Können wir das vielleicht nicht Date nennen?" und meinte, das würde sie nervös machen und sie verbindet schlechte Erfahrungen mit dem Wort.
Ganz ehrlich: Ich halte die Chance für hoch, dass sie einen Rückzieher machen wird. Aus Angst, aus Unsicherheit, aus Bequemlichkeit, weil sie vielleicht lieber nur mit jemandem schreiben will, anstattt sich zu treffen, weil sie das Risiko nicht eingehen will usw. Und dann wirst du natürlich erst recht enttäuscht sein, dir Gedanken machen usw.
Eben genau das Gegenteil des lockeren, spontanen Datens, das dir mMn guttun würde.
Ich bekomm jetzt vielleicht wieder ein "Hab doch mehr Selbstvertrauen und glaub ihr einfach", aber egal, fragen wollte ich trotzdem. :grin:
Ich finde sie benimmt sich seltsam, deine Antworten finde ich ganz gut (bis auf den komischen Smiley ":v" :grin:).
Na super, jetzt dachte ich, es wird endlich mal was - und dann auch noch mit einem Mädchen, das so gut zu mir passt - und jetzt kann ich wird das sicher auch wieder mal nichts!
Wieso dachtest du, das wird endlich was? Da waren deine Gedanken aber ganz schön vorauseilend dafür, dass du sie gar nicht kennst :zwinker: Bei den Erwartungen, die du hast, ist es einfach wahrscheinlich, dass du enttäuscht wirst. Viele Leute (auch hübsche Frauen!) haben mehr als sechs Dates in ihrem Leben, bevor sie eine Beziehung eingehen.
 

Benutzer161532  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Woher kommt denn diese Ablehnung gegenüber Freundschaften? Lehnst du generell Freundschaften mit weiblichen Personen ab?

Nein, nicht grundsätzlich, aber es gibt dabei mehrere Probleme für mich. Erstens finde ich schon, dass es einen sehr großen Persönlichkeitsunterschied zwischen Männern und Frauen gibt und ich mit Frauen weniger klarkomme.

Zweitens, und das ist glaube ich das größere Problem, würde Spannung zwischen uns bestehen, sofern ich sie attraktiv finde. Und zwar aus eben dem Grund, weil ich gerne eine Freundin hätte, und meine Anforderungen an eine Partnerin für quasi einfach nur Attraktiv+Kompatible Persönlichkeit (was bei einer normalen Freundin immer natürlich gegeben wäre). Ergo würde ich von ihr mehr wollen, als sie von mir. Und ich bin kein Typ, der sich mit Freundschaft zufrieden gibt und dann die ganze Zeit wie ein hechelnder Hund um die Frau herumschlawenzelt, in der Hoffnung, dass sich vielleicht doch mal was ergibt. Wenn Anziehung da ist, aber ich keine Chance habe, tu ich mir das nicht an und habe lieber einfach keinen Kontakt mit ihr.


Wieso dachtest du, das wird endlich was? Da waren deine Gedanken aber ganz schön vorauseilend dafür, dass du sie gar nicht kennst :zwinker:

Darf ich fragen, wie alt du bist? Nicht böse gemeint, aber die Meinung, dass man sich gar nicht kennen würde, wenn man sich nur übers Internet kennt, höre ich eher von Leuten, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind. x) (oder doch lieber :v?)

Ich bin nicht nur mit, sondern quasi im Internet aufgewachsen, da ich mich damals so zurückgezogen habe, und muss sagen, dass sich aus meinen Internetbekanntschaften viel tiefere Bindungen und Freundschaften ergeben haben als mit den meisten Menschen, die ich im echten Leben kennengelernt habe.

Natürlich hab ich diese Leute auch mittlerweile im echten Leben getroffen und wir treffen uns auch regelmäßig, aber angefangen hat alles jahrelang übers Internet. Und ich würde jetzt auf keinen Fall sagen, dass ich Leute, die ich schon 2-3 Jahre übers Internet kannte, bei unserem ersten Treffen im echten Leben plötzlich mit ganz neuen Augen gesehen und neu kennengelernt habe.

Ich hab sogar das Gefühl, im Internet lernt man die Leute besser kennen, weil sie nicht so große Angst vor Ablehnung haben und sich nicht verstellen. Da kommen auch schon manchmal sehr persönliche, private Themen nach ein paar Wochen raus, statt dass sie erst nach jahrelange Freundschaft angesprochen werden.

Die Sache ist also, ja, ich erwarte von dem Date etwas. Ich kenne sie sehr gut, seit vielen Jahren, und sie ist eines dieser Mädchen, die ich oben beschrieben haben, die sich etwas "maskuliner" verhalten. Ich finde mit ihr viele Gemeinsamkeiten, was bei den meisten Leuten, die ich treffe - vor allem im echten Leben - leider nicht der Fall ist.

Das ist noch ein Vorteil des Internets - Leute mit gleichen Interessen finden sich in riesiger Zahl auf entsprechenden Plattformen zusammen, während man im echten Leben nicht so viele Gleichgesinnte finden kann, vor allem wenn man ungewöhnliche Hobbys hat.


Ganz ehrlich: Ich halte die Chance für hoch, dass sie einen Rückzieher machen wird. Aus Angst, aus Unsicherheit, aus Bequemlichkeit, weil sie vielleicht lieber nur mit jemandem schreiben will, anstattt sich zu treffen, weil sie das Risiko nicht eingehen will usw. Und dann wirst du natürlich erst recht enttäuscht sein, dir Gedanken machen usw.

Halte ich ehrlich gesagt auch nicht für unwahrscheinlich, dass sie einen Rückzieher macht und das Date niemals zustande kommt.

Ich glaube allerdings nicht, dass ich dann erst recht enttäuscht sein werde. Ich meine, sie schreibt mich ja immerhin ständig von sich aus an, also muss sie ja wohl Interesse haben. Und nach all dem, was sie mir geschrieben hat, bin ich auch recht sicher, dass es kein rein freundschaftliches ist.

Wenn sie also 'nen Rückzieher macht, wäre ich mir ziemlich sicher, dass sie nur Schiss hat, der Fehler bei ihr liegt und ich mir keine Vorwürfe machen muss.


Aber was meinst du, wie soll ich jetzt am besten vorgehen? Einfach warten und schauen, ob sie einen Rückzieher macht? Oder sie ganz direkt drauf ansprechen, dass ich das Gefühl habe, dass sie nicht will, und in den Raum stellen, dass Date sein zu lassen, und schauen, wie sie reagiert?

Das ist auch so 'ne Sache, wobei ich mir bei Frauen nicht sicher bin. Mit einem männlichen Freund würde ich ganz offen darüber reden und die Sache klären, aber bei 'nem Mädchen hab ich Angst, dass ich mit Reden nur alles kaputtmache und sie dann denkt "Oh, der hat so wenig Selbstvertrauen, dass er denkt, dass er mich und meine Zeit gar nicht wert ist. Von dem lass ich lieber die Finger.", und dann das Interesse verliert, obwohl sie vielleicht wirklich interessiert war.


Eben genau das Gegenteil des lockeren, spontanen Datens, das dir mMn guttun würde.

Jemanden zu treffen, von dem ich nicht weiß, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben, würde mich, glaube ich, viel mehr stressen. Locker wäre das für mich jedenfalls nicht. Ich würde mir vor dem Date die ganze Zeit total nervös den Kopf zerbrechen, worüber wir reden könnten, und hätte Angst, dass es eine total unangenehme Atmosphäre wird, bei der wir uns die ganze Zeit anschweigen.
 
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Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde mit ihr viele Gemeinsamkeiten, was bei den meisten Leuten, die ich treffe - vor allem im echten Leben - leider nicht der Fall ist.
Kurzes Einhaken: Hast du mit den Leuten, die du zu deinem Freundes- und Bekanntenkreis zählst, keine Gemeinsamkeiten? Lernst du auf diesem Weg eigentlich keine Frauen kennen?
Darf ich fragen, wie alt du bist? Nicht böse gemeint, aber die Meinung, dass man sich gar nicht kennen würde, wenn man sich nur übers Internet kennt, höre ich eher von Leuten, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind. x)
Es schmeichelt mir, dass du mir so eine Lebenserfahrenheit zutraust, aber ich bin auch mit dem Internet aufgewachsen :grin: Und klar, ich würde auf gar keinen Fall ausschließen, dass über das Internet nicht auch Freundschaften und Beziehungen entstehen können. Aber man darf nicht unterschätzen, wie viel man in eine Online-Bekanntschaft selbst hineininterpretiert. Man stellt sich eine Stimme und Betonung vor, wenn man eine Nachricht liest. Man stellt sich eine Mimik vor, wenn man chattet. Man stellt sich einen Geruch vor; die Art, wie sich jemand bewegt, die Art, wie jemand guckt – und wenn auch nur unbewusst. Das ist zu einem großen Teil Illusion, dessen muss man sich bewusst sein.
Für eine Freundschaft ist das eventuell auch nicht so ausschlaggebend. Für eine mögliche Beziehung aber schon, weil es dabei eben auch um Anziehung und sprichwörtliches sich-riechen-können geht. Und das kann man halt nicht testen, solange man sich noch nie gesehen hat. Nicht, dass die Realität nicht hinterher anders, aber auch schön oder sogar besser oder auch genauso sein kann. Aber es kann eben auch sein, dass es nicht so ist.
Vielleicht ist "sich nicht kennen", der falsche Ausdruck, wenn man schon viel übereinander weiß. Ich glaube trotzdem, dass die ganzen nonverbalen Punkte zum Kennenlernen vor allem für etwas romantisch-sexuelles dazugehören und dass das bei euch eben noch fehlt, weshalb ich finde, dass ihr euch noch nicht richtig kennt.
Eigentlich wollte ich damit auch nur aussagen, dass es einfach gefährlich ist, mit so Erwartungen an ein Date zu gehen.
Aber was meinst du, wie soll ich jetzt am besten vorgehen? Einfach warten und schauen, ob sie einen Rückzieher macht? Oder sie ganz direkt drauf ansprechen, dass ich das Gefühl habe, dass sie nicht will, und in den Raum stellen, dass Date sein zu lassen, und schauen, wie sie reagiert?
Keine Ahnung. Nein, letzteres klingt für mich nach trotzigen Spielchen. Ich würde beizeiten nen festen Termin ausmachen wollen (schließlich hab ich ja auch noch andere Pläne) und wenn sie nicht kann erwarten, dass Gegenvorschläge kommen.
Jemanden zu treffen, von dem ich nicht weiß, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben, würde mich, glaube ich, viel mehr stressen. Locker wäre das für mich jedenfalls nicht. Ich würde mir vor dem Date die ganze Zeit total nervös den Kopf zerbrechen, worüber wir reden könnten, und hätte Angst, dass es eine total unangenehme Atmosphäre wird, bei der wir uns die ganze Zeit anschweigen.
Es muss ja auch nicht dein Ding sein. Was sind denn diese Gemeinsamkeiten, von denen du sprichst? Ich mein das ja eher als Art Experiment. Vielleicht kommen interessante Dinge dabei heraus. Was hast du zu verlieren? Dann schweigt ihr euch eben an.
 

Benutzer163957 

Öfters im Forum
Ganz ehrlich ... Vielleicht sind meine Ansprüche im Moment auch einfach zu niedrig. Ich wäre fürs Erste wahrscheinlich einfach damit zufrieden, eine Beziehung mit einer Partnerin zu führen, die auch nur ein bisschen zu mir passt. Vielleicht ist das ja mein Fehler, denn im Grunde, muss die Frau mich nicht groß von sich überzeugen. Wenn sie hübsch und nett ist und vielleicht 1-2 Gemeinsamkeiten mit mir hat, wäre ich schon überzeugt.
Die Grundlage ist allerdings immer nur Sympathie, verliebt war ich seit der Trennung damals von meiner Internetbeziehung nie wieder
Puh,also ganz ehrlich,ich fände es ganz schön merkwürdig und fast schon beleidigend, wenn ich feststellen würde, dass jemandes Hauptmotivation für eine Beziehung mit mir darin besteht, dass er gerade seinen Beziehungs-Slot frei hat und ich in den mager vordefinierten Rahmen passe - und er mich da verzweifelt als Freundin reinpacken will, obwohl er noch nicht mal richtig verknallt ist und auch nicht genug Interesse an einer Freundschaft mit mir hätte?
Also wenn jemand nicht soo viel Bock auf Freundschaft hat, und nur Sex wollte, ok, das kann ich nachvollziehen, aber als Grundlage für ne Beziehung? Ne, danke, da wäre ich schneller weg als du bis Drei zählen kannst.
Klar darf mein Gegenüber grundsätzlich offen für eine Beziehung sein, aber ich würde dann schon wollen, dass er in dem Moment eine Beziehung mit mir und zwar genau mir haben will (nicht mit einem austauschbaren halbwegs kompatiblen Puzzleteil), weil er (romantische) Gefühle und echtes Interesse für mich hegt!

Ich bin mir nicht sicher, ob man dieses Glück (das i-Tüpfelchen im Leben) nach dem du dich sehnst, in einer reinen "Zweckbeziehung" überhaupt finden kann?

(Sympathie und eine "Kompatibilität" in (ein paar wichtigen Punkten) der Persönlichkeit sind in allen meinen Freundschaften die Grundlage - schön, attraktiv und interessant finde ich alle meine Freunde/Freundinnen (gerade durch die Sympathie ist man ja offen für all die schönen Besonderheiten eines Menschen) - und das reicht mir eben genau für eines: Freundschaft*)

*in seltenen Fällen auch F+
[doublepost=1484782740,1484782205][/doublepost]Möchtest du aus solchen Gründen als Partner auserkoren werden? Ist das dann wirklich die glückliche Beziehung die du haben möchtest? (Kann ja auch sein!)
 

Benutzer161532  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Kurzes Einhaken: Hast du mit den Leuten, die du zu deinem Freundes- und Bekanntenkreis zählst, keine Gemeinsamkeiten?

Doch, klar, darum sind es ja meine Freunde. Allerdings hab ich die fast alle im Internet kennengelernt, auch wenn ich sie jetzt auch im echten Leben kenne. Ich wollte damit eher sagen, dass es deutlich schwieriger für mich ist, im echten Leben Leute kennenzulernen, die viel mit mir gemeinsam haben.

Es muss ja auch nicht dein Ding sein. Was sind denn diese Gemeinsamkeiten, von denen du sprichst?

Hm, ich hab ziemlich viele Hobbies und Interessen, wovon aber die meisten etwas ungewöhnlich sind. Da ich den größten Teil meiner Jugend im Internet verbracht hab, stammt die Hälfte meiner Hobbies und Interessen noch aus dieser Zeit: Internet, Surfen, Internetkultur, Videospiele, Anime, Manga, Design. Auf der anderen Seite bin ich ein ziemlicher Naturmensch und Action-Fan. Vor allem erkunde ich gerne neue, spannende Orte - am besten geht es dabei nicht nur über sichere, ungefährliche Pfade, sondern auch durchs Dickicht, über Stock und Stein und mit viel Rumgekletter, sodass man am Ende des Tages wie früher als Kind ganz verkratzt und verstochen zurück nach Hause kommt. Ich mache auch gerne Urbex (Urban Exploration - verlassene Gebäude wie Industrieanlagen oder Schlösser suchen und erkunden), treibe gerne allen möglichen Sport (Wandern, Skifahren, Kanufahren, Klettern, Schwimmen, Bowling), gehe extrem gerne grillen (kann mir aber nichts langweiligeres Vorstellen, als im Garten zu grillen, sondern will immer an irgendeinen besonderen Ort in der Natur, auch wenn ich zwei Stunden da hinlaufen muss), ich mag Tiere, reise gerne, interessiere mich ein bisschen für Fotografie, habe generell gerne Abenteuer in meinem Leben und liebe zugegebenermaßen auch besonders verbotene Dinge.

Die erste Hälfte meiner Hobbies, also das Internetzeugs, wird von nur sehr wenigen Mädchen geteilt und so einiges aus der zweiten Hälfte wie Urbex ist auch recht ungewöhnlich. Meinen Drang, mich ständig zu bewegen und was zu tun, oder an besondere Orte in der Natur oder irgendwas "Außergewöhnliches" zu tun, stößt auch oft auf Unverständnis und meist sind auch meine Freunde zu faul dazu. (Wenn ich noch einmal "Können wir nicht im Garten grillen" höre, raste ich aus! x)) Aber zumindest ab und zu machen sie's mit. Ich kann mich noch erinnern, wie wir vor zwei Jahren beim KFC waren, und ich dann meinte: "Hey, komme, wir essen nicht hier, wir bestellen zum mitnehmen, fahren zu einer verlassenen Industrieruine, klettern aufs Dach, gucken uns die leuchtende Skyline bei Nacht an und essen dort." Solche Aktionen liebe ich. :grin:

Was den Sport-Teil angeht, so mag ich diese Sportarten zwar ganz gerne, habe sie aber nirgendwo fest in meinen Alltag integriert. Ich geh also in keinen Verein für irgendeine dieser Sportarten, aber ich hab vor, jetzt in der nächsten Zeit mal einige Vereine auszuprobieren und zu schauen, was mir überhaupt am besten gefällt, und was ich gerne regelmäßig machen würde.



Lernst du auf diesem Weg eigentlich keine Frauen kennen?

Ich hab diese Freunde im Internet kennengelernt. Frauen? Mach dich nicht lächerlich! :grin:



Keine Ahnung. Nein, letzteres klingt für mich nach trotzigen Spielchen. Ich würde beizeiten nen festen Termin ausmachen wollen (schließlich hab ich ja auch noch andere Pläne) und wenn sie nicht kann erwarten, dass Gegenvorschläge kommen.

Schade, Letzteres wäre eigentlich genau meine Art. Ich mag es nicht, wenn irgendwelche Verdächtigungen im Raum stehen und man nicht einfach offen und ehrlich darüber reden kann, wie man sich fühlt, ohne ein Geheimnis draus zu machen und sich was vorzuspielen. Mit normalen Freunden mach ich das immer so und finde, so lösen sich Probleme am besten, wenn man einfach ehrlich und direkt ist, aber ich hab mir schon gedacht, dass es in Sachen Dating keine gute Idee ist. Mit trotzigen Spielchen hat das für mich nicht zu tun, aber wenn das so ankommt, will ich es mir damit auch nicht kaputtmachen.



Puh,also ganz ehrlich,ich fände es ganz schön merkwürdig und fast schon beleidigend, wenn ich feststellen würde, dass jemandes Hauptmotivation für eine Beziehung mit mir darin besteht, dass er gerade seinen Beziehungs-Slot frei hat [...] Ne, danke, da wäre ich schneller weg als du bis Drei zählen kannst.

Möchtest du aus solchen Gründen als Partner auserkoren werden? Ist das dann wirklich die glückliche Beziehung die du haben möchtest? (Kann ja auch sein!)

Ja, will ich. Vielleicht hätte ich in ein paar Jahren ein Problem damit, wenn ich bis dahin schon mehrere Beziehungen hatte, aber im Moment wäre ich damit vollkommen zufrieden. Sagen wir es mal so: Ich hab mich mein ganzes Leben lang nie wirklich geliebt gefühlt und ich will dieses Gefühl endlich erfahren. Wenn ich Glück habe und direkt die große Liebe finde oder zumindest eine Partnerin, die extrem gut zu mir passt, umso besser, aber fürs Erste gebe ich zu, dass ich, selbst wenn meine Partnerin nicht perfekt zu mir passt, einfach nur geliebt werden will. Ist das nicht menschlich?

weil er (romantische) Gefühle und echtes Interesse für mich hegt!

Dass das keine Voraussetzung ist, hab ich nie behauptet. Ich würde keine Beziehung mit einer Frau eingehen, die mich gar nicht interessiert. So extrem hab ich das auch nie gesagt. Ich hab nur gesagt, dass ich nicht unbedingt auf der Suche nach Mrs Perfect bin.


obwohl er noch nicht mal richtig verknallt ist und auch nicht genug Interesse an einer Freundschaft mit mir hätte?

Du setzt es voraus, dass man VOR der Beziehung schon verknallt ist? Ich glaub, das könnte ich gar nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mich verliebe, sobald man sich mal nähergekommen ist und schon eine Beziehung führt, aber ganz bestimmt nicht davor.



Ich bin mir nicht sicher, ob man dieses Glück (das i-Tüpfelchen im Leben) nach dem du dich sehnst, in einer reinen "Zweckbeziehung" überhaupt finden kann?

Da fragst du den Falschen.


(Sympathie und eine "Kompatibilität" in (ein paar wichtigen Punkten) der Persönlichkeit sind in allen meinen Freundschaften die Grundlage - schön, attraktiv und interessant finde ich alle meine Freunde/Freundinnen (gerade durch die Sympathie ist man ja offen für all die schönen Besonderheiten eines Menschen) - und das reicht mir eben genau für eines: Freundschaft*)

Gut, aber zumindest in der Hinsicht bin ich mir ziemlich sicher, dass Männer und Frauen in der Regel ziemlich verschieden ticken. Ich kann natürlich nicht für alle Männer sprechen, aber ich persönlich verstehe jedenfalls nicht, was bessere Voraussetzungen für eine Beziehung sein könnten als Sympathie, aufrichtiges Interesse und gegenseitige Attraktivität. Die meisten Frauen, mit denen ich darüber geredet haben, konnten es mir meistens auch nicht so genau sagen, aber meinten, dass sie da noch irgendeinen "magischen Funken" brauchen und dass es sich einfach "richtig anfühlen" muss.

Für mich fühlt es sich richtig an, wenn ich sie mag und sie mir auch optisch gefällt. Verliebtheit entwickelt sich dann von selbst, wenn man sich näherkommt. Ich wüsste nicht, was daran verwerflich oder beleidigemd sein soll.
 
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M

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Gast
Fällt mir schwer, das zu beschreiben. Ich hab einige Mädchen getroffen, die "so" sind und komme mit diesen einfach am besten zurecht. Das sind meist Mädchen, die kaum weibliche Freundschaften haben und selbst sagen, dass sie mit Jungs am besten klarkommen. Haben oft auch Hobbies und Interessen, die nur wenige Mädchen, aber dafür viele Jungs haben und so was. Das ist natürlich nicht alles, aber wie gesagt, es fällt mir schwer, da zu beschreiben. Sie haben einfach "etwas", das ich sehr anziehend finde und ich komme viel besser mit ihnen klar als mit "normalen" Mädchen.
Gut, aber zumindest in der Hinsicht bin ich mir ziemlich sicher, dass Männer und Frauen in der Regel ziemlich verschieden ticken. Ich kann natürlich nicht für alle Männer sprechen, aber ich persönlich verstehe jedenfalls nicht, was bessere Voraussetzungen für eine Beziehung sein könnten als Sympathie, aufrichtiges Interesse und gegenseitige Attraktivität. Die meisten Frauen, mit denen ich darüber geredet haben, konnten es mir meistens auch nicht so genau sagen, aber meinten, dass sie da noch irgendeinen "magischen Funken" brauchen und dass es sich einfach "richtig anfühlen" muss.
Siehst Du, das ist genauso ein Punkt:
Du kannst nicht richtig beschreiben, was da so an diesen "maskulin handelnden" Mädchen (wenn ich nur mal einen finden würde, der mir mal solche Einteilungen in weiblich/männlich rational erklären könnte) ist, was Dich besonders anzieht, was es Dir so einfach macht, mit Ihnen umzugehen.
Und die Mädchen, die Dir bisher so begenet sind, können nicht so wirklich erklären, was ihnen da noch irgendwie fehlt oder was sie noch brauchen, was für einen Funken, etwas besonderes.
Was ist jetzt da so wirklich der große Unterschied? Klar "inhaltlich" ist es vordergründig etwas anderes, aber irgendwie brauchst Du doch genauso Dinge, die Du nicht so gut erklären kannst, "mehr" als etwas, was man jetzt auf einer Match-Punkte-Liste abhaken könnte.
Hm? Welche Frauen genau meinst du, haben sich für mich interessiert? Also es kann natürlich sein, dass sich die Japanerin und die Spanierin für mich interessiert haben, aber sicher, dass da mehr als Freundschaft im Spiel war, wär ich mir da jetzt nicht.
100% sicher kann man sich NIE sein, ich hab auch manchmal zu spät kapiert, dass manche Männer nur mit mir ficken wollten. Nur jetzt so wie Du davon auszugehen, das war wohl freundschaftlich gemeint, ist falsch, ich glaube das NICHT und gemessen an der relativ kurzen Zeit ist das doch für den Anfang erstmal gut, siehst Du das wirklich anders? Dann müsstest Du vielleicht aggressiver (sehr viel aktiver) suchen, ICH würde Dir das aber nicht empfehlen.
Bewerte die Bemerkung doch mal nicht so über. :grin:
Und ich glaub, ich bin nicht gerade der erste Mann, der sagt, dass Frauen kompliziert wären. :v
Ich will es nicht überbewerten :smile: aber es klingt ein bisschen zynisch, das bin ich von Dir nicht so gewöhnt, das würde ich nicht unterbewerten. Ich kenne Zynismus, ich bin selbst zynisch, besonders, wenn ich verzweifelt bin, deshalb lässt es mich aufhorchen.
Ja, klar, höre (und lese) ich so Zeug von vielen Männern. Was meinst Du, was ich von Frauen über Männer höre?
Ein Araber findet die deutsche Sprache schwierig, eine Deutsche (ich :smile: ) findet die arabische Sprache schwierig.
Welche dieser Sprachen ist jetzt (als Fremdsprache) leicht bzw. schwierig?

Du setzt es voraus, dass man VOR der Beziehung schon verknallt ist? Ich glaub, das könnte ich gar nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mich verliebe, sobald man sich mal nähergekommen ist und schon eine Beziehung führt, aber ganz bestimmt nicht davor.
Also verknallt sollte man vor einer Beziehung schon sein, mindestens, besser noch verliebt.
Ich glaube schon auch, dass Dir das durchaus auch bewusst ist, da war doch diese Internet-Geschichte mit dem Mädchen, das Dir einfach zu moppelig war, so dass Du Dich (obwohl Du Dich bemüht hast) einfach nicht überwinden konntest. Soviel zu Deinen vermeintlich nicht vorhandenenen Ansprüchen :smile:
Da hat einfach noch etwas gefehlt, ja ich weiß, Du meinst es war allein die Attraktivität, es ist schon ein auch ein verknallen. Vernunftehen haben schon funktioniert, aber was Du suchst, ist etwas anderes.
Dass das keine Voraussetzung ist, hab ich nie behauptet. Ich würde keine Beziehung mit einer Frau eingehen, die mich gar nicht interessiert. So extrem hab ich das auch nie gesagt. Ich hab nur gesagt, dass ich nicht unbedingt auf der Suche nach Mrs Perfect bin.
Das ist es nämlich, ich glaube, Du unterschätzt Deine eigenen Ansprüche, das ist nämlich schon ne Menge: optisch zusagen, Sympathie, sie muss Dich interessieren, gleiche oder ähnliche Interessen, Du musst sie mögen (dafür muss sie wohl auch nett sein, nicht nervig, etc.), sie muss Dich lieben (holla, obwohl man vor der Beziehung nicht mal verknallt sein muss?), sie muss sich "maskulin" verhalten :smile: usw. Völlig normale und akzeptable Ansprüche, aber eben Ansprüche, dass Du nicht nach Mrs Perfect suchst, halte ich für selbstverständlich oder zumindest richtig, denn wer ist schon perfekt?

Ich glaube, die Sache mit dem "Können wir es vielleicht nicht ein Date nennen" gestern war der Grund. Gestern hat mich das eigentlich nicht so gestört. Oder na ja, eher wollte ich es mich nicht so stören lassen, aber am nächsten Morgen bin ich dann mit richtig mieser Laune aufgewacht und dann war mir klar, dass es micht doch ziemlich stört. Ich bin wohl mit dem Gedanken "Na super, jetzt dachte ich, es wird endlich mal was - und dann auch noch mit einem Mädchen, das so gut zu mir passt - und jetzt wird das sicher auch wieder nichts!" aufgewacht und dann in sind die ganzen "Nie klappt es mal, immer hab ich Pech"-Gedanken wieder ins Rollen gekommen.
Kann ich jetzt sogar irgendwie verstehen, klingt tatsächlich etwas nach kalte Füße bekommen und vielleicht ist das Gefühl, das Du beim aufwachen hattest, auch das richtige. Kannst Du das nutzen um entspannter an das Treffen heran zu gehen? Von dem Frust wegkommen und es statt dessen ergebnisoffener sehen?

Was mir irgendwie am meisten Sorgen macht, ist dass Du sagst, dass Du Dich noch niemals in Deinem Leben geliebt gefühlt hast? Auch nicht von Deiner Mutter (deren Meinung ich übrigens nicht teile, dass andere die eigenen Gefühle "sehen" können)? Von Deinen Freunden, von Deiner besten Freundin?
Von niemand?
 
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