Schule Ich finde keinen Beruf der mir gefällt

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
Ja, das betraf nur mein erstes Studium und glaub mir, ich war kein Einzelfall. In so weit stimmen deine Klischees über Studenten, zumindest bezogen auf meinen Fachbereich.

In meinem derzeitigen zweiten Studium habe ich keine Möglichkeit irgendwelche Prüfungen zu schieben, denn der Staat will ja dass ich für mein Gehalt in drei Jahren alles abschließe. Da ist alles fix und es gibt sogar Anwesenheitspflicht wie in der Schule.

Das ist ja auch gut so. Studieren kannst du dadurch weil die ganzem Menschen, deren Berufe dich unterfordern würden, dafür in die Tasche greifen. Das ändert nichts daran, dass Studiengebühren daneben sind, aber man sollte das nicht vergessen.

Und intelektuell unterfordern ist immer so eine Sache. Nur weil man ne Gleichung ableiten kann heißt das noch lange nicht, dass man dazu in der Lage wäre einen Vergaser richtig einzubauen, aber das nur mal am Rande (obwohldas eine Volkskrankheit von Studenten zu sein scheint, dass sie meinen das sie klug genug für alles sind. Aber das wird einem ja in der Schule auch nciht anders beigebracht)

Speziell zu deinem Thema kann ich folgendes sagen. Mein Opa war gelernter Bergmann und das hat er sein ganzes Leben lang gemacht (unterbrochen von ein paar lächerlichen Jahren wo er neuen Lebensraum im Osten erobern musste)
Heutzutage sieht das aber anders aus, ich persönlich habe zwei Ausbildungen gemacht und arbeite jetzt in einem Beruf der gar nix mit einem vom beiden zu tun hat.
Und ich kenne viele Leute denen es genauso geht. Natürlich wirst du nie als Arzt anfangen können wenn du nicht Medizin studiert hast, aber letztlich kommt es heute gar nciht mehr so darauf an was man für einen Abschluss hat, sondern dass man einen hat. Also versteife dich nciht auf den Gedanken das dass, was du jetzt studierst bis zur Rente dein Lebensinhalt sein wird.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Aber was soll ich tun?

Ich kann mich nicht erklären. Ich kann nicht rechtfertigen
du musst/sollst dich nicht rechtfertigen oder erklären - jedenfalls vor niemanden ausser dir selber....
Ich habe sie auch schon zweimal gelesen, aber glaub mir, ich habe derzeit keine Antwort darauf, so leid mir das auch tut.
...und das ist ein sehr großer schritt, dass du die frage als berechtigt wahrnimmst und feststellst, du hast keine antwort darauf.

siehe meine geschichte: in deinem alter hätte ich auch keine antwort gehabt ausser "nerv mich doch nicht mit so ner scheisse" - ja, vielleicht brauchst du noch nen bisschen zeit. ja, das ist heutzutage nicht gerne gesehen... aber nicht ausgeschlossen.

schau einfach, für dich selber zu nem ergebnis zu kommen... und wenn dir verfickte wertungsgedanken dazwischen kommen, frag hier nach. ansonsten: gib dir die zeit, die du brauchst.
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Ich hab auch sehr viel "gezockt". Und es war niemand da, der mich davon abhalten konnte statt des Hausarbeit oder der Prüfungsvorbereitung stundenlang etwa Computer zu spielen oder Zeit im Internet zu verschweden. Absolut niemand hat nach mir gefragt, da war nur ich und der PC im Wohnheim. Das ist keine Rechtfertigung, nur eine Erläuterung der Umstände. Und viele Studenten haben eine ähnliche Erläuterung, welche ihr Verhalten aber natürlich nicht entschuldigt.
i know... :zwinker: wer sollte das besser wissen als ich, wo sich mein leben phasenweise, jahrelang nur um wow (und schlafen und notfalls mal essen) gedreht hat.
aber - irgendwo kommt der punkt wo man feststellt: das ists nicht. das ist nicht das, was du dein ganzes leben lang machen willst - oder auch nur kannst, denn die reflexe lassen mit dem alter nach :zwinker:

irgendwie, irgendwo muss man halt doch seinen realen punkt in der realen welt finden - und das bevorzugt natürlich mit etwas, was einem wenigstens ansatzweise spaß macht. ich hab meinen punkt gefunden, nach über 10 jahren wo man anfing mich ernsthaft damit zu nerven.... finde du halt deinen.
 

Benutzer163878  (27)

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Studieren kannst du dadurch weil die ganzem Menschen, deren Berufe dich unterfordern würden, dafür in die Tasche greifen.
Dafür bin ich auch sehr dankbar und kann reinen Gewissens sagen, dass ich versucht habe sowohl meine Kosten als auch die des Steuerzahlers durch verschiedene Wege zu reduzieren, was auch bei weitem nicht jeder Student von sich behaupten kann. Gewissermaßen hat mich dieser "Fehltritt" ca. 5.000€ BAföG-Schulden (zu Beginn bekam ich das noch) und meinen Eltern ca. 16.000€ an Unterhalt über die drei Jahre gekostet, die spätestens durch Erbschaft verrechnet werden. Hinzu kommt, dass ich in der Zeit gut hätte Geld verdienen können. Insofern habe ich auch ordentlich Adern gelassen und Lehrgeld gezahlt. Es ist keineswegs so als hätte ich Spaß daran gehabt auch auf Kosten des Steuerzahlers orientierungslos durch die Welt zu irren.

obwohldas eine Volkskrankheit von Studenten zu sein scheint, dass sie meinen das sie klug genug für alles sind. Aber das wird einem ja in der Schule auch nciht anders beigebracht
Ich kann die typische Arroganz von vielen Studenten selber überhaupt nicht ertragen. Aber man gibt diesem Druck gewissermaßen schnell nach und versucht dem eher krampfhaft nachzueifern anstatt das alles anzuzweifeln. Ich hatte daher auch nie nach der Schule Ausbildungsberufe in Betracht gezogen. Ich weiß, das ist falsch.

Also versteife dich nciht auf den Gedanken das dass, was du jetzt studierst bis zur Rente dein Lebensinhalt sein wird.
Danke, ich denke da ist was Wahres dran.
 

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
Dafür bin ich auch sehr dankbar und kann reinen Gewissens sagen, dass ich versucht habe sowohl meine Kosten als auch die des Steuerzahlers durch verschiedene Wege zu reduzieren, was auch bei weitem nicht jeder Student von sich behaupten kann. Gewissermaßen hat mich dieser "Fehltritt" ca. 5.000€ BAföG-Schulden (zu Beginn bekam ich das noch) und meinen Eltern ca. 16.000€ an Unterhalt über die drei Jahre gekostet, die spätestens durch Erbschaft verrechnet werden. Hinzu kommt, dass ich in der Zeit gut hätte Geld verdienen können. Insofern habe ich auch ordentlich Adern gelassen und Lehrgeld gezahlt. Es ist keineswegs so als hätte ich Spaß daran gehabt auch auf Kosten des Steuerzahlers orientierungslos durch die Welt zu irren.

Das war auch nicht speziella uf dich bezogen, sondern allgemein. Ich habe kein Problem damit Steuern zu zahlen, genauer gesagt würde ich es sogar begrüßen wenn Studenten alle Bafög bekommen würden und sich somit auf ihr Studium konzentrieren könnten und sich nicht mit Nebenjobs ablenken müssen. Aber dann soll eben auch was bei rum kommen, für Menschen die ihren Lebensinhalt im faulenzen sehen gibt es Hartz IV (und bevor das jemand falsch versteht, nein ich will nicht sagen das Hartz IV-Empfänger alle oder auch nur in der größeren Mehrheit Faulenzer sind die gar nicht arbeiten wollen.
Ich will damit nur ausdrücken das jemand der seinen Lebensinhalt im Bier trinken und auf der Couch liegen sieht dies eben nciht als Student sondern als ganz normaler Hartz IV Empfänger tun soll.)
Wie gesagt, dass ist jetzt nciht auf dich bezogen.

Ich kann die typische Arroganz von vielen Studenten selber überhaupt nicht ertragen. Aber man gibt diesem Druck gewissermaßen schnell nach und versucht dem eher krampfhaft nachzueifern anstatt das alles anzuzweifeln. Ich hatte daher auch nie nach der Schule Ausbildungsberufe in Betracht gezogen. Ich weiß, das ist falsch.
Dafür kannst du auch recht wenig wie erwähnt. Das wird einem doch schon eingeimpft in der Schule. Und später ist es der Gruppendruck, dem untersteht jeder Mensch.
 

Benutzer163878  (27)

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Aber dann soll eben auch was bei rum kommen
Das lässt sich aber eh nur schwer messen. Hätten ich den Abschluss würde es für mich aktuell z.B. überhaupt keinen Unterschied machen, denn in der Justiz sind sozialwissenschaftliche Kenntnisse nicht gefragt. Wenn man so will ist bei vielen sogar erfolgreichen Studienabsolventen das Studium Steuergeldverschwendung, sofern sie nicht eine entsprechende Beschäftigung gefunden haben, die das Studium auch wirklich voraussetzt. Ich kann dir für den geisteswissenschaftlichen Bereich verraten: Das ist äußerst selten der Fall. Das Stück Papier ist bestenfalls der Zugangsschlüssel zum Job und der scheinbare Nachweis "intelligent" zu sein. Objektiv gebraucht hat es für etliche Tätigkeiten ein intensives Theoriestudium meist nicht, wenn Praktiker sich bestenfalls damit rühmen zu können, 1% ihres theoretischen Studienwissens in ihrem Job anzuwenden.

Ich will damit nur ausdrücken das jemand der seinen Lebensinhalt im Bier trinken und auf der Couch liegen sieht dies eben nciht als Student sondern als ganz normaler Hartz IV Empfänger tun soll.
Off-Topic:
Wobei das übrigens den Steuerzahler deutlich mehr kosten würde. Denn tatsächlich ist der Hartz IV Regelsatz gerade auch zusammen mit Wohngeld etc. deutlich höher als der BAföG-Höchstsatz, den im übrigen ja eh nur sehr wenige Studenten voll bekommen. Auch ist der Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen niedriger.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern: Ich hab seit 2007, also seit 10 Jahren(!), mein Abi in der Tasche.
Was ich werden wollte war völlig unklar und durch persönliche Probleme auch erstmal nebensächlich. Also erstmal ein FSJ-K gemacht. Dann 2 mal angefangen zu studieren. 2011 ging es in die Schweiz, dafür wurde das zweite Studium abgebrochen. Von 2011 bis 2016 hab ich hier gejobbt. Es hat mir Spass gemacht, der Lohn war super, tolle Gäste. Bis es dann letztes Jahr hiess:Arthritis. Sehen Sie sich für Ihre Zukunft nach anderer Arbeit um.

Wumms. Was sollte ich nun mit den nächsten 40 Jahren meines Berufslebens machen? Einfach jobben? Nochmal studieren?

Ich hab mich nachts nach einer Flasche Wein und viel Frust hingesetzt und Ausbildungsberufe angeschaut. Eine Ausbildung wollte ich eigentlich nie machen. Wozu auch? Ich hatte ja mein Abi und war ach so intelligent und wäre sicherlich unterfordert.

Ein Beruf stach mir aber dennoch ins Auge. Lustigerweise der, den mir meine beiden Grossmütter im Kindesalter prophezeit hatten. Nach einiger Grübelei gingen 3 Bewerbungen raus.

Und nun? Nun fange ich im August meine Ausbildung an. Mit fast 30. Seit Januar mache ich ein Praktikum in dem Betrieb und ich bin endlich angekommen. Mein Hobby ist nun mein Beruf geworden. Und unterfordert bin ich nun wirklich nicht. Als Außenstehender sieht man einfach nicht die Prozesse, die bei scheinbar simplen Aufgaben im Hintergrund ablaufen.

Manche Menschen brauchen länger um sich zu finden und auch mit 40 oder 50 kann man -sofern die Möglichkeit besteht- neu anfangen. Wichtig finde ich da, auch mal über den Tellerrand zu blicken und in der Lage sein sich einzugestehen, dass man nicht für jeden Beruf und vielleicht auch nicht für zB ein Studium geeignet ist.
 

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
Wenn man so will ist bei vielen sogar erfolgreichen Studienabsolventen das Studium Steuergeldverschwendung, sofern sie nicht eine entsprechende Beschäftigung gefunden haben, die das Studium auch wirklich voraussetzt.
Nein. Denn im Studium (wie auch in der Schule) lernst du eben nicht nur den fachlichen Inhalt, sondern all die schicken Softskills, die man im Beruf so braucht. Das Faktenwissen kann sich jeder Trottel aus dem Internet ziehen. Die Kunst ist es aber, damit auch was anfangen zu können. Und darin war ich zu Beginn meines Studium ganz sicher nicht so gut wie am Ende. Ich für meinen Teil habe im Studium DENKEN gelernt.
Fachlich brauche ich davon heute überhaupt nichts, was ich zwar schade finde, was aber auch klar war, nachdem ich mich gegen eine akademische Karriere entschieden habe. Mitgenommen habe ich trotzdem extrem viel, auch Dinge, die mich heute weiterbringen und von anderen abheben.
Du kannst ein Studium (oder eine Ausbildung) durchziehen, weil du unbedingt irgendwohin willst. Oder, weil der Weg dorthin toll ist und dir unglaublich viel bringt. Wenn nichts davon zutrifft, war es nicht die richtige Wahl.
 

Benutzer163878  (27)

Benutzer gesperrt
Stimme zu. Nach dem was ich so gehört und gelesen habe ist es meist so, dass die Entscheidung für einen Beruf oder Ausbildungsweg nur wenigen wirklich leicht fällt. Ich beneide aalglatte Karrierewege und lückenlose Lebensläufe, aber ich glaube viele haben spätestens mit Anfang 30 keinen durchgehend roten Faden in ihrer Erwerbsbiographie mehr, den sie dann nur noch künstlich in Bewerbungsschreiben konstruieren. Letztendlich sind viele berufliche Entscheidungen wie beispielsweise meine mit einem später möglichen Beamtenstatus auf Lebenszeit schon gewissermaßen lebenslänglich folgenreich und man ist verunsichert, auch aus Angst vor falschen Entscheidungen oder aus Ungewissheit.

Man wirft mir hier (berechtigterweise) vor, nicht ausreichend Praktika gemacht zu haben, um von anderen möglichen Berufen ausreichend Eindrücke zu bekommen, sodass man sie ernsthaft in Betracht ziehen könnte. Aber letztendlich hat jeder von uns, egal wie lange er schon im Berufsleben steht, von 99,9% der Berufe überhaupt keine Ahnung, weshalb niemand für sich selbst ausschließen kann, dass es nicht doch einen Beruf gibt, der noch besser zu einem passt. Zumal man den unter Umständen nicht einmal kennt. Also mal ehrlich, wer kennt denn hier den derzeit noch von mir angestrebten Beruf Rechtspfleger?

Und so setzt sich diese Unkenntnis in allen Bereichen ja fort. Es ist quasi ein Dilemma, aus dem man nicht herauskommt und vielleicht ist es auch falsch stets das Optimalste zu suchen, weil letztendlich jeder Beruf Arbeit ist und 51% Zufriedenheit auch ausreichen mögen. Aber eigentlich kann dieser Ansatz nicht ganz zufrieden stellen, eben weil wir mehr Möglichkeiten denn je haben. Jahrhundertelang war das anders und da machte man einfach in zehnter Generation das, was seine Eltern taten - jetzt haben wir mehr Möglichkeiten denn je, es gibt keine Ausreden mehr - und tausende "Bachelorstudiengangskombinationsmöglichkeiten" (wie das klingt) und neumodisch klingenden Jobs, die wir wählen könnten... Diese ganze Fülle an Entscheidungsmöglichkeiten erscheint komfortabel, aber eigentlich überfordert sie. Zudem hat meine Elterngeneration gegenüber der Nachkriegsgeneration (Großeltern) noch mal ordentlich an ihrer Karriere geschraubt und setzten damit die Messlatte sehr hoch. Klar, kann man darauf pfeifen und fröhlich drunterher spazieren. Aber mal ehrlich, wer nimmt sich seine Eltern nie zum Vorbild und wer kann es lebenslang gegenüber sich selbst verantworten, etwa nur ein Drittel bis maximal die Hälfte des Elterngehalts zu verdienen oder nicht studiert zu haben, obwohl es die Eltern taten? Ich wünschte ich könnte das, aber ich kann das nicht. Und das eben nicht, weil ich den Erwartungen anderer gerecht werden will, sondern den eigenen, die aber natürlich durch die anderen mit beeinflusst werden.
 

Benutzer160853  (34)

Meistens hier zu finden
Die Universitäten bieten Berufsberatungen an, das Jobcenter hat ebenfalls solche Angebote. Hier solltest du einfach mal hingehen und zuhören. Ein erster Überblick sollte dir helfen überhaupt die Gesetzmäßigkeiten des Arbeitslebens zu verstehen,
Hast du einen Traumberuf?

Wenn du nicht Theologie, Medizin oder Jura studierst, bist du in der Regel ohnehin nicht in deinem Studienfach tätig. Du lernst eher analytisches Denken, Diskursfähigkeit und andere Kompetenzen. Selbst das Gros der Schwerpunkte sind eher unwichtig. Ich kenne einen diplomierten Agrarwissenschaftler, der später einen Stall leitete. Das hätte er auch als Geselle gekonnt, aber er ist zufrieden.

Ich will dir die Wirrungen und Irrungen meines Wegs in den Arbeitsmarkt noch mit an die Hand geben: Ich hatte Abitur und war zunächst recht glücklich, Was ich damit machen wollte war unklar, weil das Jurastudium sich als gescheitert erwiesen hat.
So began ich mit einem völlig nebeligen Ausblick ein Studium. Im Studium hatte ich mich zwangsläufig mit Praktika befassen müssen und ich lernte so was ich werden wollte und was nicht.
Nachdem die Krankheit mich zunächst ausbremste habe ich mich schließlich über einen Umweg in die Medienbranche gearbeitet. Ich war eigentlich zu alt und die Elite der jungen, theoretisch top ausgebildeten Absolventen diverser Medienstudiengänge war top qualifiziert.
 

Benutzer163878  (27)

Benutzer gesperrt
Denn im Studium (wie auch in der Schule) lernst du eben nicht nur den fachlichen Inhalt, sondern all die schicken Softskills, die man im Beruf so braucht. Das Faktenwissen kann sich jeder Trottel aus dem Internet ziehen. Die Kunst ist es aber, damit auch was anfangen zu können.
Off-Topic:

Ja, den Einwand kenne ich. Die Frage ist bloß, wie viele "soft skills" wirklich trainiert werden, wenn

1. in etlichen Fachbereichen immer noch stumpf stupide Fachwissen, was man sich zumindest aus Lehrbüchern (wenn nicht aus dem Internet) ziehen kann, abgefragt wird. Erzähl mir nicht, dass du solche Klausuren nicht kennst. Ich jedenfalls habe ausreichend Klausuren gesehen und geschrieben, die genau darauf abzielen: Lerne Vorlesungsfolien auswendig, kotz' dein "Wissen" in der Klausur aus und vergiss es auf der nächsten Party. In einer Massenuni ist es auch gar nicht möglich "soft skill artige Leistungen" in Klausuren abzuverlangen, da sie einen erheblichen Korrekturaufwand erfordern würden. Sofern es also nicht direkt dummes Multiple Choice ist und man richtige Texte verfassen soll, so bekommt man tendenziell viele Häkchen und Fragezeichen, aber wenig Feedback, was diesen Ansprüchen gerecht werden könnte.

2. Anders ist das vielleicht in Hausarbeiten. Hier frage ich mich aber ebenfalls: In wie weit soll das massenhafte Verfassen von Texten im akademischer Duktus irgendeine sprachliche Kreativität fördern (soft skill), die vielleicht z.B. im Bereich des Journalismus gefragt wäre? Natürlich verbessert man so auch seinen Ausdruck. Nur weil ich akademische Texte verfassen kann bin ich noch lange kein wirklicher "Sprachkünstler". Ich glaube ich kann jetzt wirklich schöne Sätze in einer Hausarbeit basteln, aber etwas außerhalb für die Uni-Welt sprachlich ansprechend gestalten habe ich damit nie gelernt. Und wäre dafür ein intensives Einarbeiten in völlig realitätsferne Theorien notwendig, die ja im Vordergrund stehen? Ich weiß nicht.

Andere soft skills wurden jedenfalls in meinem Fachbereich nicht mal ansatzweise gelehrt. Vielleicht war ich auch einfach an einer schlechten Uni. Und vielleicht habe ich es nicht ausreichend ernst genommen, um mir ein solches Urteil darüber zu erlauben. Mir bleibt es jedoch nach wie vor ein Rätsel, wie jemand im geisteswissenschaftlichen Bereich behaupten kann, er habe mit seinem Studium sprachliche soft skills erworben. Es sind und bleiben primär akademische Skills, für die sich die Berufswelt nicht interessiert.



auch Dinge, die mich heute weiterbringen und von anderen abheben.
Persönlich bringt jedes Studium etwas, keine Frage. Aber selbst ein Studienabbruch ist lehrreich.
 

Benutzer160853  (34)

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Stimme zu. Nach dem was ich so gehört und gelesen habe ist es meist so, dass die Entscheidung für einen Beruf oder Ausbildungsweg nur wenigen wirklich leicht fällt. Ich beneide aalglatte Karrierewege und lückenlose Lebensläufe, aber ich glaube viele haben spätestens mit Anfang 30 keinen durchgehend roten Faden in ihrer Erwerbsbiographie mehr, den sie dann nur noch künstlich in Bewerbungsschreiben konstruieren. Letztendlich sind viele berufliche Entscheidungen wie beispielsweise meine mit einem später möglichen Beamtenstatus auf Lebenszeit schon gewissermaßen lebenslänglich folgenreich und man ist verunsichert, auch aus Angst vor falschen Entscheidungen oder aus Ungewissheit.

Man wirft mir hier (berechtigterweise) vor, nicht ausreichend Praktika gemacht zu haben, um von anderen möglichen Berufen ausreichend Eindrücke zu bekommen, sodass man sie ernsthaft in Betracht ziehen könnte. Aber letztendlich hat jeder von uns, egal wie lange er schon im Berufsleben steht, von 99,9% der Berufe überhaupt keine Ahnung, weshalb niemand für sich selbst ausschließen kann, dass es nicht doch einen Beruf gibt, der noch besser zu einem passt. Zumal man den unter Umständen nicht einmal kennt. Also mal ehrlich, wer kennt denn hier den derzeit noch von mir angestrebten Beruf Rechtspfleger?

Und so setzt sich diese Unkenntnis in allen Bereichen ja fort. Es ist quasi ein Dilemma, aus dem man nicht herauskommt und vielleicht ist es auch falsch stets das Optimalste zu suchen, weil letztendlich jeder Beruf Arbeit ist und 51% Zufriedenheit auch ausreichen mögen. Aber eigentlich kann dieser Ansatz nicht ganz zufrieden stellen, eben weil wir mehr Möglichkeiten denn je haben. Jahrhundertelang war das anders und da machte man einfach in zehnter Generation das, was seine Eltern taten - jetzt haben wir mehr Möglichkeiten denn je, es gibt keine Ausreden mehr - und tausende "Bachelorstudiengangskombinationsmöglichkeiten" (wie das klingt) und neumodisch klingenden Jobs, die wir wählen könnten... Diese ganze Fülle an Entscheidungsmöglichkeiten erscheint komfortabel, aber eigentlich überfordert sie. Zudem hat meine Elterngeneration gegenüber der Nachkriegsgeneration (Großeltern) noch mal ordentlich an ihrer Karriere geschraubt und setzten damit die Messlatte sehr hoch. Klar, kann man darauf pfeifen und fröhlich drunterher spazieren. Aber mal ehrlich, wer nimmt sich seine Eltern nie zum Vorbild und wer kann es lebenslang gegenüber sich selbst verantworten, etwa nur ein Drittel bis maximal die Hälfte des Elterngehalts zu verdienen oder nicht studiert zu haben, obwohl es die Eltern taten? Ich wünschte ich könnte das, aber ich kann das nicht. Und das eben nicht, weil ich den Erwartungen anderer gerecht werden will, sondern den eigenen, die aber natürlich durch die anderen mit beeinflusst werden.

Nichts ist schlimmer als glatte Lebensläufe, weil dann Rückschläge besonders hart treffen.
Du argumentierst an der Sache vorbei. Es geht nicht darum beim Heiteren Beruferaten möglichst viele Berufe zu kennen, sondern überhaupt erstmal einen Einblick in verschiedene Berufe zu gewinnen. Dies lässt sich in der Regel nicht naserümpfend vom Schreibtisch im Studentenwohnheim machen. Der Unterschied zwischen dir und der Mehrheit ist, dass du den Eintritt in den Arbeitsmarkt meistern musst. Wir sind da schon drin.
Hör auf Südenböcke zu suchen und bleib bei dir. Du bist nicht Opfer eines Systems, sondern eher Verzweifelt an falschen Erwartungen und Annahmen. Das ist eigentlich kein besonders großes Problem.
Deine Haltung befremdet mich, um es höflich auszudrücken. Meine Großeltern und meine Eltern taugen in diversen Zusammenhängen als Vorbild, aber ich sehe sie doch nicht ernsthaft als Gegner.
Geht es denn nach deiner Ansicht in familiären Zusammenhängen wirklich nur um berufliches Erfolg!? Was dies genau ist, sollte dann doch zunächst geklärt werden.
Das ist doch nicht, was unter dem Label "Schneller, Höher, Weiter" funktioniert.
Eltern setzen auch keine Messlatten, weil verschiedene Menschen immer verschiedene Fähigkeiten haben oder durch Familie, Zeit und Freunde anders geprägt sind,
 

Benutzer163579  (36)

Öfters im Forum
Off-Topic:
Wobei das übrigens den Steuerzahler deutlich mehr kosten würde. Denn tatsächlich ist der Hartz IV Regelsatz gerade auch zusammen mit Wohngeld etc. deutlich höher als der BAföG-Höchstsatz, den im übrigen ja eh nur sehr wenige Studenten voll bekommen. Auch ist der Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen niedriger.
Als Student kostest du aber nicht nur den Bafög, sondern auch das was dein Studiengang allgemein kostet. Projekte, Professoren usw. Glaube das waren so knapp 20.000, ein paar Studiengänge kosten da mehr und ein paar weniger, im Jahr. Und du nimmst natürlich einem anderen Menschen die Möglichkeit zu studieren. Also jetzt nicht du speziell, aber wenn du eben jemand wärst der sich einfach nur bespaßen lässt. Aber wie gesagt, das nur am Rande.
 

Benutzer163878  (27)

Benutzer gesperrt
Geht es denn nach deiner Ansicht in familiären Zusammenhängen wirklich nur um berufliches Erfolg!? Was dies genau ist, sollte dann doch zunächst geklärt werden.
Das ist doch nicht, was unter dem Label "Schneller, Höher, Weiter" funktioniert.
Eltern setzen auch keine Messlatten, weil verschiedene Menschen immer verschiedene Fähigkeiten haben oder durch Familie, Zeit und Freunde anders geprägt sind,
Tja dann scheint mein Umfeld da anders zu ticken. Schön ist auch wenn man bedingungslos geliebt wird selbst mit gelegentlich schlechten Noten, ich kannte auch das nicht. Vielleicht ist das die Lehrermentalität meiner Eltern (getreu dem Motto "Mein Sohn muss aber auf's Gymnasium!").
Ich kann mich dem ganzen nicht entziehen. Mein Bruder zum Beispiel studiert Medizin, also... Er lacht mich natürlich nicht aus, aber er schaut schon irgendwie auf mich herab oder gibt mir unbewusst das Gefühl schlechter zu sein wenn ich halt ""nur"" eine Ausbildung gemacht habe. Das muss er nicht mal klar so ausdrücken.
Aber sind wir mal ehrlich, viele Menschen definieren sich über ihren Beruf, wenn nicht sogar über ihr Gehalt. Gibt doch so die klassische Frage: "Und was machst du so?". Sie zielt meist auf den Job ab.
 

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
1. in etlichen Fachbereichen immer noch stumpf stupide Fachwissen, was man sich zumindest aus Lehrbüchern (wenn nicht aus dem Internet) ziehen kann, abgefragt wird. Erzähl mir nicht, dass du solche Klausuren nicht kennst.
Ja, ich hatte ein Nebenfach, in dem das so war. Zum Glück nur ein minimaler Anteil.
Ganz sicher bin ich da extrem verwöhnt durch ausschließlich mündliche Prüfungen, die alle auf Verständnis abzielten.
Zudem war ich an einer kleinen Uni in einem familiären Fachbereich, man kannte sich, auch die Profs.
Es gibt doch sicher noch andere Studienfächer, in denen es nicht nur ums Auswendiglernen geht?!

Hier frage ich mich aber ebenfalls: In wie weit soll das massenhafte Verfassen von Texten im akademischer Duktus irgendeine sprachliche Kreativität fördern (soft skill), die vielleicht z.B. im Bereich des Journalismus gefragt wäre?
Mir geht es nicht um eher fachbezogenen Kram ("sprachliche Kreativität"), sondern um ganz allgemeine Fähigkeiten. Du sollst lernen, dich durchzubeißen, auch wenn es mal so gar keinen Spaß macht. Es beim zehnten Mal vielleicht besser und schneller zu machen, wenn es schon inhaltlich nicht viel Neues zu lernen gibt. Nach Rückschlägen nicht aufgeben, sondern noch mehr reinstecken. Beim immer der gleichen blöden Sache irgendwann nur noch drüber schmunzeln, statt sich aufzuregen. Lauter Kleinigkeiten, von denen man gar nicht richtig wahrnimmt, dass man hier gerade was lernt.

Andere soft skills wurden jedenfalls in meinem Fachbereich nicht mal ansatzweise gelehrt.
Die von mir genannten werden auch nicht gelehrt, sie werden gelernt, so im Vorbeigehen. Klar kräht kein Hahn danach, was in deinem tollen Aufsatz vor 10 Jahren so stand. Aber wenn du wieder was schreiben musst, stellst du dich sicher nicht so doof dran wie beim allerersten Mal.

Persönlich bringt jedes Studium etwas, keine Frage. Aber selbst ein Studienabbruch ist lehrreich.
Oh, ich meinte gerade nicht persönlich, sondern im Berufsleben.
Z.B. bin ich es gewohnt, mich sehr schnell in irgendein komplett unbekanntes Gebiet einzuarbeiten und mich dann darin frei bewegen zu können (nicht nur Fachwissen ausspucken zu können). Ich habe mich neben dem Studium auch noch weiter in der Uni engagiert und profitiere heute davon, dass ich schon vorher mitbekommen habe, wie das mit dem Politik machen in größeren Läden so geht. Usw. usw.

Aber sind wir mal ehrlich, viele Menschen definieren sich über ihren Beruf, wenn nicht sogar über ihr Gehalt. Gibt doch so die klassische Frage: "Und was machst du so?". Sie zielt meist auf den Job ab.
Tun viele. Tust DU das?
 

Benutzer160853  (34)

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Wie lange willst du dir das bieten lassen? Du bist kein Kind mehr und solltest daher deine eigenen Ziele, Normen und Werte haben. In einem solchen Korsett gehst du unter. Ich finde das für eine Familie absurd.
Mein Beruf ist zunächst eine Notwendigkeit. Ich muss von meiner Arbeit leben und sie ist so, dass ich sie aushalte.
Definieren wäre mir bereits im Freundeskreis zu doof. Ist der Leiter des Lagers einer Möbelfirma nun weniger erfolgreich als ich? Bin ich erfolgreicher, weil ich gegenwärtig einen Blog schreibe und ein ganz anderen Alltag habe?
Auch in Sachen Gehalt bin ich sehr nüchtern. Wenn Person X 500 Euro oder 1000 Euro mehr verdient, ändert dies doch nichts an meinem Leben.
 

Benutzer2610 

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Aber mal ehrlich, wer nimmt sich seine Eltern nie zum Vorbild und wer kann es lebenslang gegenüber sich selbst verantworten, etwa nur ein Drittel bis maximal die Hälfte des Elterngehalts zu verdienen oder nicht studiert zu haben, obwohl es die Eltern taten?
Meine Eltern haben beide studiert (übrigens auch Lehramt :smile:), ich habe mein Studium geschmissen.
Klar, manchmal denke ich darüber nach wie mein Leben womöglich anders verlaufen wäre wenn ich das Studium durchgezogen hätte.
Das ist aber immer nur von (sehr) kurzer Dauer, denn vmtl. wäre ich dann nicht da wo ich beruflich jetzt bin - möglicherweise wäre es besser, möglicherweise auch nicht.
Ich weiß dass meine Eltern sehr stolz auf mich sind und nicht im geringsten ein Problem damit haben dass ich das Studium nicht abgeschlossen habe, ganz im Gegenteil - Sie sind glücklich dass ich meinen Platz gefunden habe und mit meinem Job sehr zufrieden bin.
Insofern mache ich mir da keine großen Vorwürfe.
 

Benutzer163878  (27)

Benutzer gesperrt
Ganz sicher bin ich da extrem verwöhnt durch ausschließlich mündliche Prüfungen, die alle auf Verständnis abzielten.
Auch da lassen sich meiner Erfahrung nach viele hard skills statt soft skills abfragen, aber nun gut. Gewissermaßen muss man immer auch verstanden haben, was man gelernt hat, ja. Aber stupides Auswendiglernen nimmt einen sehr großen Raum ein. Also ich habe durch "Schlüsselkompetenzen" in etliche Fachbereiche reingeschnuppert, ich weiß wovon ich rede, wenn ich sage, dass gerade in geisteswiss. und sprachl. Fächern vieles - wenn auch nicht alles - darauf abzielt, einfach nur Folien und Mitschriften auswendig zu lernen. Weil eine Vorlesung ist doch nichts anderes als Wissen aufzunehmen - wo werden denn da persönliche/soziale/methodische etc. Kompetenzen trainiert!? Da hilft ja jedes Jugendfeuerwehrfest mehr (Achtung Ironie :grin: ). Wenn das in deinem Fachbereich nicht so war, dann deckt sich das nun mal nicht mit meiner Erfahrung. Wollt jetzt aber auch keine Grundsatzdiskussion beginnen, die sich um mein erstes Studium dreht.

Diese habe ich nicht als ausreichend empfunden, in der Berufswelt sicher Fuß zu fassen. Letztendlich hast du mich bestätigt:
Fachlich brauche ich davon heute überhaupt nichts
Das habe ich bei mir auch gemerkt und das nahm mir die Studienmotivation.

Tun viele. Tust DU das?
Ich bin jung, aber fühle mich zu alt um die herrschenden Wertvorstellungen der Masse zu hinterfragen.
[doublepost=1493938421,1493938064][/doublepost]
Insofern mache ich mir da keine großen Vorwürfe.
Solltest du auch nicht. Ich denke du hast da den richtigen Weg gefunden.

Ich muss meinen noch finden.
 

Benutzer122533  (32)

Sehr bekannt hier
Das habe ich bei mir auch gemerkt und das nahm mir die Studienmotivation.
Wenn du nur lernen willst, was du später auch anwenden kannst, bist du in einem Studium in den meisten Fällen ohnehin nicht richtig. Daher kann ich dich auch nur an eine Ausbildung verweisen.

Bei mir liegt es wirklich viel am Studienfach, dass ich nichts Inhaltliches davon brauche. Es qualifiziert für einen Haufen Jobs, gibt aber inhaltlich nicht vor, wohin die Reise danach geht.
Ich weiß jetzt, dass ich nicht auf den Kopf gefallen bin und alles lernen kann. Mir reicht das, um mich qualifiziert für nicht wenige Jobs zu fühlen - den Arbeitsgebern offenbar auch. :zwinker:

Off-Topic:
Ich bin jung, aber fühle mich zu alt um die herrschenden Wertvorstellungen der Masse zu hinterfragen.
Erzähl das mal meiner Oma, die bald 90 wird und dafür bislang jedenfalls noch nicht zu alt war. :grin:

Letztendlich musst du dein Leben leben und nicht irgendwer anders.
Abgesehen davon kann man ja wohl auch mit Ausbildungen sehr erfolgreich sein - wenn man entsprechend ins eigene Weiterkommen investiert. Die Motivation dafür musst du halt noch finden und wenn das noch dauert, dauert es eben noch. Du hast noch über 40 Jahre bis zur Rente, da kommt es auf 1-2 Jährchen Selbstfindung auch nicht an. :zwinker:
 

Benutzer163878  (27)

Benutzer gesperrt
Wenn du nur lernen willst, was du später auch anwenden kannst, bist du in einem Studium in den meisten Fällen ohnehin nicht richtig. Daher kann ich dich auch nur an eine Ausbildung verweisen.
Naja. Was war noch einmal das primäre Ziel der Bologna-Reform? Employability! Die "Beschäftigungsfähigkeit" der Studenten soll sichergestellt werden, sodass sie fit für den Arbeitsmarkt sind. Aus meiner Sicht ist es daher auch die Aufgabe geisteswissenschaftlicher Studienfächer zumindest im Ansatz (!) Berufsperspektiven aufzubauen. Weil die deutschen Unis aber diesem elementaren Anspruch nicht gerecht werden soll ich nun auf andere Ausbildungswege verwiesen werden, die oftmals ein niedrigeres Gehalt und geringe Aufstiegschancen bieten? Sehe ich nicht ein...

Es qualifiziert für einen Haufen Jobs, gibt aber inhaltlich nicht vor, wohin die Reise danach geht.
Ja so ist das eben oft. Nach der Broschüre der Uni kann man dann alles. Praktisch aber nix. Wie gesagt, das ist mein Eindruck, der muss sich nicht mit deinem decken.

Ich wünsche dir und allen anderen eine gute Nacht. :winkwink: Danke für deine und eure lieben Antworten.
 
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