Ich bin in einer Beziehung und verliebt

Benutzer131884 

Sehr bekannt hier
:smile:Danke für die :rose:. Dann sind wir ja schon mal einig.
Jetzt würde mich allerdings die Meinung der TS interessieren. :confused:
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Mickflow und Irene Adler

euch beiden danke.
Mickflow, du hast mich echt zum Nachdenken gebracht.
:smile:Danke für die :rose:. Dann sind wir ja schon mal einig.
Jetzt würde mich allerdings die Meinung der TS interessieren. :confused:

Ehrlich gesagt: Ja, es könnte was dran sein, dass ich tief in mir drin auch mit dem "Neuen" Zeit verbringen wollte, insofern zumindest, als dass ich mich bisher auf das Rendevouz gefreut habe.
Und: Ja, vernünftig wäre, mit meinem Freund zu reden.
Genau das habe ich vorhin versucht, in Ansätzen. Ich habe jetzt nichts von meinen Gefühlen zu dem Anderen berichtet, sondern mit ihm über die Zukunft gesprochen.
Ergebnis war, dass er in vielen Dingen, die ich mir wünsche, mitziehen würde. Sei es Umzug für meinen Job, Kinder oder neuer Freundeskreis. Auch, wenn er eigentlich mit dem Thema Kinder durch ist und lieber allein ist, als den Riesenfreundeskreis zu haben. Er findet jedoch, ich sei undankbar ihm gegenüber, da er unser komplettes Leben managt. Was stimmt. Er nannte es "RundumService" und hat damit recht.

Das Problem ist, dass ich bei mir gerade die ganze Situation zu einer Mini-Lebenskrise ausweitet. Was will ich im Leben? Ich lebe jobbedingt recht neu in einer mittelgroßen Stadt, in der ich noch keine Freundschaften geschlossen habe. Ich kenne das von der Uni, das ging immer recht leicht, doch wie macht man das, wenn man im Berufsleben steht und in einer eher mittelgroßen Firma ist? Die Arbeitskollegen haben irgendwie alle Familie, selbst, wenn sie in meinem Alter sind.Ich habe absolut kein Bedürfnis nach Kindern, ich finde sie meist nervig und schäme mich für diese Gefühle. Bin ich nicht normal? Sollte ich Kinder haben, auch wenn ich nicht will und die Mutterliebe kommt dann schon? Mein Partner ist der Meinung, ich sei selbst noch zu sehr Kind für Kinder und da hat er leider nicht Unrecht. Alle, die Kinder haben, sind doch angeblich so froh damit, selbst, wenn sie vorher keine Kinder wollten? Mein Freund meint, viele beneiden Kinderlose, aber sagen es nicht, weil es gesellschaftlich nicht akzeptiert sei.

Ach, und der "Neue" will Kinder, hat er gesagt. Es klang so, als sei das ein festes Ziel für ihn. Das heißt, wenn ich das nicht möchte, brauchen wir es eigentlich gar nicht erst versuchen, oder? Er meldet sich übrigens gerade sehr sporadisch, weil er, so die Begründung, viel arbeiten muss. Dass er gerade extrem reinpowert, auch am Wochenende, das stimmt schon. Aber ein paar nette Worte wären doch schön.

Ich fühle mich gerade wie niedergedrückt.
 

Benutzer166207  (40)

Sorgt für Gesprächsstoff
Okay. Jetzt hab ich ein Bild. Und ich versteh dich. Solche Situationen ( Mini -Krisen ) kenne ich von mir selbst. Ich habe gerade nicht die Zeit, hier soviel zu schreiben, wie ich dazu schreiben könnte, aber möchte vorerst ein paar Anregungen geben.

Mach was für dich selbst. Ideal wäre ein Hobby, bei dem du dann auch eventuell neue Leute kennen lernen kannst.

Um einen größeren Freundeskreis zu finden, brauchst du deinen Partner nicht zwingend. Man kann auch Freunde unabhängig voneinander haben. Das ist manchmal sogar sehr praktisch.

Übernimm mehr Verantwortung innerhalb der Beziehung. Überlass ihm nicht das rundum - Management. So entsteht meiner Meinung nach ein Ungleichgewicht und man begegnet sich nicht mehr auf Augenhöhe. Dieser Eindruck verfestigt sich bei mir, wenn ich lese, dass er dich als "zu sehr Kind " bezeichnet.

Dein Problem mit dem kinderthema kann ich nicht nachvollziehen. Ich möchte auch keine Kinder und kenne genügend Frauen, denen das genau so geht. Das ist doch heutzutage kein Thema mehr.

Ich fürchte der "neue " wird das Grundproblem nicht lösen. Eine anfängliche Verliebtheit lenkt höchstens davon ab.

Hast du vielleicht die Möglichkeit, dich beiden Männern eine Zeit lang zu entziehen, um dir mal in Ruhe Gedanken machen zu können?
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke, Irene. Ich fühle mich gleich ein klitzekleines bißchen besser, ich dachte jetzt ehrlich gesagt, dass auf mich eingehakt werden wird aufgrund meiner Ansichten und vor allem Aussage.

Ich wohne mit meinem Freund zusammen. Aber er ist praktischerweise bald auf Dienstreise für eine Woche. Da sollte das Treffen mit dem "Neuen" stattfinden. Du meinst, es wäre besser, ich nutz die Zeit, um in mich zu gehen?

Okay. Jetzt hab ich ein Bild. Und ich versteh dich. Solche Situationen ( Mini -Krisen ) kenne ich von mir selbst. Ich habe gerade nicht die Zeit, hier soviel zu schreiben, wie ich dazu schreiben könnte, aber möchte vorerst ein paar Anregungen geben.

Mach was für dich selbst. Ideal wäre ein Hobby, bei dem du dann auch eventuell neue Leute kennen lernen kannst.

Um einen größeren Freundeskreis zu finden, brauchst du deinen Partner nicht zwingend. Man kann auch Freunde unabhängig voneinander haben. Das ist manchmal sogar sehr praktisch.

Übernimm mehr Verantwortung innerhalb der Beziehung. Überlass ihm nicht das rundum - Management. So entsteht meiner Meinung nach ein Ungleichgewicht und man begegnet sich nicht mehr auf Augenhöhe. Dieser Eindruck verfestigt sich bei mir, wenn ich lese, dass er dich als "zu sehr Kind " bezeichnet.

Dein Problem mit dem kinderthema kann ich nicht nachvollziehen. Ich möchte auch keine Kinder und kenne genügend Frauen, denen das genau so geht. Das ist doch heutzutage kein Thema mehr.

Ich fürchte der "neue " wird das Grundproblem nicht lösen. Eine anfängliche Verliebtheit lenkt höchstens davon ab.

Hast du vielleicht die Möglichkeit, dich beiden Männern eine Zeit lang zu entziehen, um dir mal in Ruhe Gedanken machen zu können?
 

Benutzer166207  (40)

Sorgt für Gesprächsstoff
Schon... Es kann praktisch sein, um zu sehen, ob und wenn ja, wen von beiden man vermisst.

Da ich allerdings vermute, dass du schon ganz schön "verschossen" bist, gehe ich mal davon aus, dass du zu dem Treffen gehen wirst. :zwinker:

Weiß der "Neue" eigentlich, dass du in einer Beziehung bist?
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Schon... Es kann praktisch sein, um zu sehen, ob und wenn ja, wen von beiden man vermisst.

Da ich allerdings vermute, dass du schon ganz schön "verschossen" bist, gehe ich mal davon aus, dass du zu dem Treffen gehen wirst. :zwinker:

Weiß der "Neue" eigentlich, dass du in einer Beziehung bist?

Ja, das habe ich ihm von Anfang an gesagt. Ich wollte ehrlich sein
 

Benutzer131884 

Sehr bekannt hier
Hallo Mickflow und Irene Adler

euch beiden danke.
Mickflow, du hast mich echt zum Nachdenken gebracht.

Ehrlich gesagt: Ja, es könnte was dran sein, dass ich tief in mir drin auch mit dem "Neuen" Zeit verbringen wollte, insofern zumindest, als dass ich mich bisher auf das Rendevouz gefreut habe.
Und: Ja, vernünftig wäre, mit meinem Freund zu reden.
Genau das habe ich vorhin versucht, in Ansätzen. Ich habe jetzt nichts von meinen Gefühlen zu dem Anderen berichtet, sondern mit ihm über die Zukunft gesprochen.
Ergebnis war, dass er in vielen Dingen, die ich mir wünsche, mitziehen würde. Sei es Umzug für meinen Job, Kinder oder neuer Freundeskreis. Auch, wenn er eigentlich mit dem Thema Kinder durch ist und lieber allein ist, als den Riesenfreundeskreis zu haben. Er findet jedoch, ich sei undankbar ihm gegenüber, da er unser komplettes Leben managt. Was stimmt. Er nannte es "RundumService" und hat damit recht.

Das Problem ist, dass ich bei mir gerade die ganze Situation zu einer Mini-Lebenskrise ausweitet. Was will ich im Leben? Ich lebe jobbedingt recht neu in einer mittelgroßen Stadt, in der ich noch keine Freundschaften geschlossen habe. Ich kenne das von der Uni, das ging immer recht leicht, doch wie macht man das, wenn man im Berufsleben steht und in einer eher mittelgroßen Firma ist? Die Arbeitskollegen haben irgendwie alle Familie, selbst, wenn sie in meinem Alter sind.Ich habe absolut kein Bedürfnis nach Kindern, ich finde sie meist nervig und schäme mich für diese Gefühle. Bin ich nicht normal? Sollte ich Kinder haben, auch wenn ich nicht will und die Mutterliebe kommt dann schon? Mein Partner ist der Meinung, ich sei selbst noch zu sehr Kind für Kinder und da hat er leider nicht Unrecht. Alle, die Kinder haben, sind doch angeblich so froh damit, selbst, wenn sie vorher keine Kinder wollten? Mein Freund meint, viele beneiden Kinderlose, aber sagen es nicht, weil es gesellschaftlich nicht akzeptiert sei.

Ach, und der "Neue" will Kinder, hat er gesagt. Es klang so, als sei das ein festes Ziel für ihn. Das heißt, wenn ich das nicht möchte, brauchen wir es eigentlich gar nicht erst versuchen, oder? Er meldet sich übrigens gerade sehr sporadisch, weil er, so die Begründung, viel arbeiten muss. Dass er gerade extrem reinpowert, auch am Wochenende, das stimmt schon. Aber ein paar nette Worte wären doch schön.

Ich fühle mich gerade wie niedergedrückt.

Okay, das mit dem zum Nachdenken bringen, ich geb's zu, das war Absicht ...:smile:

Nein, Spass bei Seite, wobei, zum Nachdenken sollte mein Beitrag natürlich anregen. Es geht mir wie Irene, das was Du jetzt geschrieben hast, verdichtet ein Bild in mir, auch wenn noch etwas fehlt, ganz rund ist es noch nicht (bitte nicht als arrogant verstehen, aber meine Intuition meldet sich da...).

Eines noch vorweg. Das was ich hier schreibe, das sind Gedanken, die mir beim Lesen deiner Texte in den Kopf kommen. Im folgenden stelle ich einige Thesen und Behauptungen auf, manche formuliert, als wären es Fakten. Das sind sie natürlich nicht, wenigstens erhebe ich nicht den Anspruch darauf. Aber alles so relativiert darzustellen, wie es eigentlich "politisch korrekt" formuliert wäre, das würde einen unlesbaren Text ergeben. Findest Du dich wieder, dann hab ich den Punkt getroffen, wenn nicht, dann lag ich daneben. Alles schreibe ich im Wunsch, dir in deiner Lage etwas helfen zu können, und das so wertfrei wie es mir möglich ist.

Wenn ich das Zitat oben lese, dann entsteht in mir ein Bild von einem Menschen, der deutlich nach aussen orientiert ist (nimm das bitte als meine Interpretation dessen, was Du von dir geschildert hast. Das ist unter keinen Umständen eine Verurteilung!!!!).
  • Das Interesse deines Freundes hat dir sicher sehr geschmeichelt, ein Mann in den besten Jahren, 15 Jahre älter als Du, lebenserfahren, Vater, Erzieher, Versorger. Und dann nimmt er dich in den Kreis seiner Fürsorge auf - mit Rundumsorglos-Paket, wie Du so schön beschrieben hast. Ich will damit nicht sagen, dass Du nicht auf eigenen Füssen stehen würdest oder könntest, dazu aber später noch mehr.
  • Der "Neue" hat dann im Grunde den selben Effekt ausgelöst, nur mit anderen Mitteln und an einem anderen Trigger in dir. Er verkörpert den jungen dynamischen Typus, attraktiv, vermutlich eloquent (?), vielleicht was von ungebunden sein und Abenteuerlust (?), eventuell gewürzt mit einem ordentlichen Schuss Sexappel (?) (da kann ich auch gut daneben liegen ...). Er appelliert an deine Jugend, an deinen Wunsch und das Bedürfnis nach Spass, Übermut, Ausgelassenheit, Lebensfreude. Irgendwas in dir ruf "lass uns mit dem mal so richtig Spass haben", oder etwas möchte mal intensiver mit einem Mann interagieren (was auch immer das dann konkret heissen würde), der eben genau die Eigenschaften deines Freundes nicht (so ausgeprägt) hat. Das würde dich nämlich auf Augenhöhe heben. Es mag schön sein, zu jemandem aufsehen zu können, aber wohl nicht immer und in jeder Situation, in jeden Kontext.
  • Was das Kinderthema angeht orientierst Du dich an den Erwartungshaltungen anderer, wenigstens an dem was Du erwarten würdest. Ob Du Kinder haben sollst oder nicht, die Frage kann ausser dir kein Mensch der Welt beantworten. Was andere denken, ist völlig ohne Belang, ausser es geht darum, den (potentiellen - ähm, nicht als Wortspiel gedacht ...) Vater in diese Überlegungen miteinzubeziehen.
Ich denke, dass es einen inneren Zusammenhang zwischen deiner Unsicherheit in der Kinderfrage und den beiden Partneralternativen gibt. Ich denke, es hat auch mit dieser, wie Du es nennst, Mini-Lebenskrise zu tun. Aus eigener Erfahrung weiss ich heute, dass grundlegende, wesentliche Veränderungen nur möglich sind, substanziell werden können, wenn eine Krise besteht und Anlass bietet, etwas zu tun. Große wesentliche Veränderungen brauchen viel Energie und Motivation, und Krisen setzen sehr viel Energie frei und können sehr motivierend wirken. Also mein erster Appell ist hier, diese Krise wahrzunehmen und ernst zu nehmen, es ist ein Signal, dass es an der Zeit ist, etwas zu tun, für dich zu tun.

Vielleicht ist das überhaupt das Thema, also DAS Thema - nämlich etwas für dich zu tun. Ich glaube, das was dich verunsichert, das ist der Umstand, dass in der Situation, in der Du da grade drinsteckst, bzw. in die Du dich da gerade immer tiefer hineinziehen lässt (die sich potentiell anbahnende Affäre mit dem "Neuen"), dass dir da niemand eine Entscheidungshilfe bieten kann. Du scheinst es gewohnt zu sein, dass bei solchen Situationen bisher jemand einen Rat wusste, eine Entscheidungshilfe hat anbieten können, womöglich eine fertige Entscheidung, oder doch wenigstens Kriterien dafür, parat hatte. Das geht hier nicht (ausser man wendet sich wie Du an ein Forum und erfragt diesen Rat, wie zielführende das für dich ist, werden wir ja noch sehen). Diese Situation stellt dich vor eine eigene Entscheidung, nur Du kannst sie fällen, Du bist damit alleine. Eine äußere Orientierung gibt es da nicht wirklich, Du kannst ja schlecht ernsthaft fragen, ob Du nun beim einen bleiben sollst oder zum anderen gehen sollst.

Es bleibt dir nur die Orientierung nach innen. Und ich glaube genau da ist der Haken. Und das ist der selbe Haken auch in der Kinderfrage. Mit diesem Bild würde sich eventuell (aber dazu habe ich definitiv zu wenig Informationen von dir) auch das Bild erklären lassen, das dein Freund von dir hat, wenn er sagt Du seist selbst noch zu viel Kind, als dass Du selbst welche haben könntest (stellt sich mir die Frage, welchen Stellenwert genau dieser Umstand bisher für deinen Freund gehabt hat, aber das wäre dann ein anderes Thema, bedenklich finde ich allerdings seine Erwartung an deine Dankbarkeit).

Das Bild, das ich von dir langsam bekomme, ist ein Bild von Fremdbestätigung, von dem Bedürfnis nach Anerkennung, angenommen werden, geliebt werden, vielleicht auch manchmal von begehrt werden. Versteh mich nicht falsch, da geht es nicht um eine Wertung, um richtig oder falsch, sondern darum, was es braucht, damit Du dich wohlfühlen kannst, dass es dir gut geht. Es geht um den Orientierungspunkt in deinem Leben, um den Punkt von dem aus Du deinen Lebensfaden spannen kannst.

Im Grunde geht es darum, wo dieser Punkt liegt, nämlich in anderen Menschen, zum Biespiel deinem Freund oder dem "Neuen" (ich finde diese Wortwahl übrigens sehr bemerkenswert!), oder in der Moral- und Wertvorstellung der Öffentlichkeit und unseres Kulturkreises, oder einfach in dem was "man" tut - oder in dir selbst und in deinem Wertekanon und ausgerichtet an deinen Bedürfnissen. Du siehst dich in deiner Entscheidungsnot selbst, Du weisst, dass Du wesentliche Weichen stellen musst, und dass Du das selbst machen musst.

Es geht im Kern weniger um die Frage, für welchen Mann Du dich entscheiden sollst, es geht weniger um die Kriterien, die Du zurate ziehen könntest dabei. Es geht darum, dass Du diese Entscheidung aus tiefster innerer, deiner eigenen Seele entspringender, Überzeugung triffst. Bildlich gesprochen ist es wichtiger zu wissen, dass das (oder das) die richtige Entscheidung ist, als sagen zu können warum. Es geht darum, dass DU die Entscheidung triffst, das bedeutet, dass Du beginnst deine Welt selbst zu gestalten, dein Umfeld wird sich mehr nach dir richten, weniger Du dich nach deinem Umfeld. Das ist kein bequemer Prozess, das geht nicht ohne Kolissionen, das braucht Kraft, Selbstreflexion und den Mut sich selbst und den eigenen Ängsten (warum hast Du mit deinem Freund nicht über den "Neuen" gesprochen? Die Krise hätte etliches an Energie freigesetzt, aber dein Freund hätte dich anschließend ganz sicher anders und weniger "kindlich" wahrgenommen) zu begegnen.

An der Stelle ein zweiter Tipp, zwei Bücher (aus erstem sind die Gedanken von oben entnommen, will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken).

  1. David Schnarch, Die Psycholigie der sexuellen Leidenschaft. Ein amerikanischer Autor, der deutsche Titel ist maximal idiotisch, but Sex sells. Es geht weit über den sexuellen Aspekt raus, auch wenn es sich schon deshalb trotzdem lohnt es zu lesen.
  2. Michael Lukas Möller, Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das ist eine Anleitung, wie man in einer Beziehung Gespräche auf eine Art führen kann, die eine neue, und vor allem tiefere, Intimität herstellen kann, wenn man sich an einige wenige Regeln dabei hält.
Beide Bücer werden dir keine Entscheidung abnehmen, aber sie können dich zu dir selbst führen und dich in die Lage versetzen, die Entscheidung zu treffen.

Ich drück dir die Daumen!:knuddel:
 

Benutzer84021 

Verbringt hier viel Zeit
Es macht den Eindruck als versuchst du, sämtliche Verantwortung von dir weg zu rationalisieren. Da ist es plötzlich eine "Chance für die Beziehung" den Kontakt zu dem anderen zu suchen... Und wenn dann doch "einfach was passiert" musstest du ja keine wirkliche Entscheidung treffen... Hauptsache geschehen lassen statt vorher aktiv zu werden. Du musst nicht bei deinem Freund bleiben, kannst auch eine Affäre anfangen und zweigleisig fahren... Da kann man von halten was man will, aber... deine Gedanken drehen sich um eine mögliche "Beziehung" mit dem anderen. Und DA machst du dir was vor. Einen reibungslosen Übergang wird es kaum geben, und in dem sich abzeichnenden Drama kannst du auch schneller als dir lieb wäre vor einem Scherbenhaufen auf beiden Seiten stehen. Nur mal eine Überlegung, wie würde es da bei deinem bekannten ankommen wenn du mit ihm etwas anfängst obwohl du noch tief in einer langfristigen Beziehung steckst? Wäre das ein guter Anfang auf den sich eine Zukunft bauen ließe?
Die Krise ist da, du entwickelst dich weiter, und das ist gut. Du solltest etwas ändern, Verantwortung für ein Glück übernehmen... ob mit deinem Freund zusammen oder nicht. Vielleicht ist er tatsächlich nicht (mehr) der richtige, wer weiß. Vielleicht verändert sich deine Beziehung nun, ihr entdeckt beide neue Seiten aneinander, und geht in ein paar Monaten gestärkt daraus hervor. Vielleicht bist du dir nach längerem überlegen auch sicher dich zu trennen. Aber ich glaube nicht dass es dir auch nur mittelfristig gut tun wird dich gedankenlos in eine Affäre zu stürzen.
 
2 Woche(n) später

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo

Mein Freund merkt, dass ich anders zu ihm bin und hat schon einen Verdacht artikuliert. Ich stritt alles ab, weil ich feige bin und außerdem denke: wenn die verliebtheit weg ist in ein paar Wochen, hab ich ohne not pferde scheu gemacht.

Das problem: ich kann "den neuen" nicht vergessen.
 

Benutzer115625 

Beiträge füllen Bücher
Hallo

Mein Freund merkt, dass ich anders zu ihm bin und hat schon einen Verdacht artikuliert. Ich stritt alles ab, weil ich feige bin und außerdem denke: wenn die verliebtheit weg ist in ein paar Wochen, hab ich ohne not pferde scheu gemacht.

Das problem: ich kann "den neuen" nicht vergessen.
Dann versteck mal lieber dein Handy gut :zwinker:
 

Benutzer166207  (40)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hast du dich jetzt eigentlich mit "dem neuen " getroffen?

Nebenbei : auch wenn die Verliebtheit weg sein sollte, denkst du nicht, es gäbe in deiner Beziehung darüber hinaus bedarf nach Veränderung?
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hast du dich jetzt eigentlich mit "dem neuen " getroffen?

Nebenbei : auch wenn die Verliebtheit weg sein sollte, denkst du nicht, es gäbe in deiner Beziehung darüber hinaus bedarf nach Veränderung?
Ja wir trafen uns. Es war schön und er bereut es.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Und was ist mit den anderen Fragen, die dir gestellt werden und die viel viel wichtiger sind?
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo

ich werde mich nun sehr unbeliebt machen, denn was ich schreibe, ist nicht das, was moralisch akzeptiert ist. Und ich weiß, dass ich selbst, würde jemand so etwas schreiben, mit der Nase gerümpft hätte. Weil ich noch nie in so einer Situation war.

Die Sache ist ganz einfach: Ich bin hier weitgehend allein, ohne Freunde. Wenn ich mit von meinem Freund trenne, habe ich nichts. Niemanden. Er kümmert sich um mich, ich kümmere mich um ihn. Wir sind füreinander da. Wir sind gerne beisammen. Wir haben ein angenehmes Leben.
Warum sollte ich das wegwerfen, nur, weil ich gerade nicht mehr der Meinung bin, dass es DAS ist?
Wir waren mal bei 100, jetzt sind es vielleicht 70. Würde er mich fragen, ob ich ihn heiraten will, ich würde GERADE nein sagen. Das kann sich wieder ändern.
Das Leben mit ihm ist weitaus angenehmer als das Leben ohne ihn. Warum sollte ich mich von 70 auf 0 "verbessern"?
Und was jetzt sicher gleich angesprochen wird, Freunde suchen etc. Das hier ist eine Kleinstadt. Ich kenne zwei, drei Leute, die wirklich eher extrovertiert waren und nett,die wieder weggezogen sind, weil sie keinen Anschluss gefunden haben. Das hier ist nicht Berlin, nicht Hamburg, nicht mal Heidelberg. Und nein, ist nenne den Ort, an dem ich lebe, jetzt nicht. Und ja, ich probiere es natürlich weiter mit Freunde suchen.

Ich kann gerne Schluss machen, dann wird hier bei planet-liebe von RevierNordOst ein Thread nach dem anderen a la "ich fühl mich so einsam" im Kummerkasten auftauchen.

"Der Neue" - diese Wortwahl ist bewusst und impliziert eine ironische Distanzierung.

Ja, es würde mit ihm keinen fließenden Übergang geben. Das ist mir mittlerweile auch klar. Trotzdem denke ich an ihn.
[doublepost=1500825054,1500819311][/doublepost]Ergänzung:
Entschuldigt, ich habe einige Fragen gar nicht beantwortet.
Also: Dass ich auf Bestätigung aus bin, auf Anerkennung. Mal andersrum gefragt: Wer ist das denn nicht? Klar will ich geliebt und anerkannt werden, das ist doch völlig menschlich. Und dass ich in mir noch keine Antwort auf das Dilemma gefunden habe, ist auch richtig. Ich hoffe ja, dass die Verliebtheit weg geht und mir die Veränderungen erspart bleiben. Dass es wieder wie vorher mit meinem Freund wird.

Welchen Trigger der Neue anspricht: Er ist sehr vielseitig interessiert und spricht auch gerne darüber. Er ist extrem ehrgeizig und das bin ich auch. Ich stehe am Anfang meines Berufslebens und will es zu etwas bringen. Das will er auch. Ich sehe uns einfach als power couple das sich gegenseitig unterstützt, wisst ihr, wie ich meine? Ich mag seinen Ehrgeiz total. Den hat mein aktueller Freund halt gar nicht. Aber er würde mitziehen bei den Dingen, die ich so mache/will.
Der Neue ist extrem überzeugend, extrem eloquent. Ja, ich sehe ihn in vielen Dingen auch mit mir auf Augenhöhe.
Er hat sich aber wie gesagt von mir zurückgezogen, weil er keine Beziehung zerstören will und bereut, was geschehen ist. Aber angeblich ist er in mich verliebt.
[doublepost=1500825134][/doublepost]Ich war schon kurz davor meinem Freund alles zu sagen, da er immer wieder fragt, was los ist.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Wenn das alles ist, was du vom Leben willst, dann ist das legitim. Es ist schwer und anstrengend zu ergründen wie man seine Probleme tatsächlich löst und nicht Wege drum herum sucht.
Am Ende ist es deine Wahl.
 

Benutzer166207  (40)

Sorgt für Gesprächsstoff
Jopp... Was soll dich hier jmd verurteilen? Das geht doch mit dir heim.

Dass du bei deinem Freund bleibst ist jetzt definitiv, ja?
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wenn das alles ist, was du vom Leben willst, dann ist das legitim. Es ist schwer und anstrengend zu ergründen wie man seine Probleme tatsächlich löst und nicht Wege drum herum sucht.
Am Ende ist es deine Wahl.
Was meinst du mit "wenn das alles ist " ist es nicht schon recht viel? Dass uch an unsre Beziehung glaube und hoffe das geht vielleicht vorüber? Ich fühle eigentlich erstmals seit sehr sehr langer zeit, dass das leben ganz gut zu mir ist. Und ich einen großen fehler mache, wenn ich diese Beziehung wegwerfe. Wir tun uns gut.

Klar denk ich ständig an den anderen. Der sich übrigens nur sehr selten meldet. Von einem Werben kann keine rede sein. Er will keine Beziehung zerstören
[doublepost=1500849337,1500849287][/doublepost]
Jopp... Was soll dich hier jmd verurteilen? Das geht doch mit dir heim.

Dass du bei deinem Freund bleibst ist jetzt definitiv, ja?
Na was soll ich denn anderes machen? Ist das nicht der vernünftigste weg?
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Es ist schwer und anstrengend zu ergründen wie man seine Probleme tatsächlich löst und nicht Wege drum herum sucht.
:rolleyes:

Nee, mal im Ernst: Es gibt auch einfach nicht für jedes Problem eine "tatsächliche" Lösung. Und es führt auch nicht in jedem Fall zu einer Steigerung des Wohlbefindens, krampfhaft nach einer "tatsächlichen" Lösung zu suchen. Und manchmal kann die "tatsächliche" Lösung das Wohlbefinden sogar verschlechtern.

Lieber ein funktionierender Workaround als eine Lösung, die einen völlig aus der Bahn wirft ...
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wenn das für dich momentan richtig ist, dann finde ich das grundsätzlich legitim.
Was mir persönlich Bauchschmerzen bereiten würde, ist das Verheimlichen. Sowas passt für mich nicht in eine Beziehung. Wie weit bist du denn mit dem anderen gegangen?
 

Benutzer166207  (40)

Sorgt für Gesprächsstoff
Was meinst du mit "wenn das alles ist " ist es nicht schon recht viel? Dass uch an unsre Beziehung glaube und hoffe das geht vielleicht vorüber? Ich fühle eigentlich erstmals seit sehr sehr langer zeit, dass das leben ganz gut zu mir ist. Und ich einen großen fehler mache, wenn ich diese Beziehung wegwerfe. Wir tun uns gut.

Klar denk ich ständig an den anderen. Der sich übrigens nur sehr selten meldet. Von einem Werben kann keine rede sein. Er will keine Beziehung zerstören
[doublepost=1500849337,1500849287][/doublepost]
Na was soll ich denn anderes machen? Ist das nicht der vernünftigste weg?

Das war keineswegs provozierend gemeint, sondern eine Nachfrage zum besseren Verständnis
 
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