Ich bin in einer Beziehung und verliebt

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo liebe Planetarier,


ich habe ein großes Problem und weiß nicht weiter.

Ich bin seit zwei Jahren in einer Beziehung. Nun habe ich vor zwei Wochen jemanden kennengelernt, der mein Herz im Sturm erobert hat. Es war von Anfang an etwas da. Ich habe meinem Freund auch von ihm erzählt (dass ich angesprochen wurde und die Person, die mich ansprach, mich dann über Facebook angeschrieben hat). Er sagte, ich könne machen, was ich wolle, solle ihm aber bitte nichts davon erzählen

Klingt wie ein Freibrief zum Fremdgehen und alles wäre perfekt, oder?

Mein Freund und ich sind seit zwei Jahren zusammen. Er hat mir in einer sehr schwierigen Phase geholfen und kümmert sich oft wie ein Vater um mich. Er ist da, egal was ist.
Nun haben sich bei mir Änderungen ergeben. Mein Leben hat sich gewandelt, ich bin glücklicher im Beruf. Da mein Freund älter ist als ich (15Jahre) will er Abends nichts groß unternehmen. Das war vorher auch so bei mir, hat sich nun aber geändert, seitdem ich einfach "glücklicher" bin.
Ich habe ihm ewige Treue geschworen und, dass ich ihn nie verlasse. Hätte er mich vor zwei Wochen gefragt, ob ich ihn heiraten will ich hätte ja gesagt, versteht ihr?
Und nun auf einmal das. Wie ein Gewitter ist die neue Person in mein Leben getreten.Wir haben offenbar so viele Gemeinsamkeiten. Ich denke nur noch an ihn und habe so ein schlechtes Gewissen meinem Freund gegenüber. Was soll ich nur tun?

Liebe Grüße

RevierNordOst
 

Benutzer136524 

Meistens hier zu finden
Freibrief zum Fremdgehen - vielleicht - aber so wie das klingt, würde das ewig zwischen euch stehen.
Du stellst wirklich deine zweijährige Beziehung in Frage für jemanden, den du gerade mal seit zwei Wochen "kennst"? Ich würde versuchen, das Ganze mal nüchtern zu betrachten. Was fehlt dir in deiner Beziehung? Kann dein Partner dir das vielleicht doch bieten? Hast du das mal mit ihm besprochen? Wenn er es dir nicht bieten kann, kannst du dann glücklich werden mit ihm? Den anderen würde ich mal komplett raus lassen oder wenigstens die rosarote Brille absetzen. Er ist für mich nur ein Zeichen, dass in deiner Beziehung etwas "schief" läuft. Wie gut kann man einen Menschen nach zwei Wochen kennen? Verrenn dich nicht in was.
 

Benutzer158733 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo R RevierNordOst ,

erst einmal finde ich es gut, dass du so ehrlich und offen zu deinem Freund bist!

Bist du schon einmal in dich gegangen und hast dich gefragt, warum du deine neue Bekanntschaft so anziehend findest?
Liegt es primär daran, dass du in deiner jetzigen Beziehung unzufrieden bist? Fehlt dir etwas - vielleicht die Unternehmungen mit deinem Partner? Das Neue, Aufregende?

Oder bist du einfach verknallt, weil du verknallt bist - ohne Bezug zu deiner jetzigen Partnerschaft? - Man kann sich natürlich auch in mehrere Menschen gleichzeitig verlieben, ohne dass einem dazu in der bestehenden Beziehung "etwas fehlen" muss. Ich kenne ein polyamores Pärchen - oder besser gesagt Drei- bis Siebenchen - das seit Jahren glücklich und zufrieden ist.

Käme ein polyamores Beziehungsmodell für euch in Frage?
Falls du dir das vorstellen könntest - hast du darüber schon mal explizit mit deinem Partner gesprochen?

Seine Aussage:
Er sagte, ich könne machen, was ich wolle, solle ihm aber bitte nichts davon erzählen
...klingt für mich eher frustriert/resigniert - so, als würde ihm das gar nicht gefallen, er sich aber nicht trauen, einen eindeutigen Standpunkt dazu zu beziehen.

Ein paar Ideen, was du konkret tun könntest:

Ich denke, an deiner Stelle würde ich erst einmal für mich reflektieren, was mir an der Beziehung momentan gefällt und was mir fehlt - und das zwecks besserer Strukturierung aufschreiben.

Dann würde ich mit meinem Freund darüber sprechen - ihn erst fragen, wie er die Partnerschaft momentan empfindet, welche Wünsche und Vorstellungen er hat.
Ihm dann meine Gedanken dazu mitteilen.
Einige Ideen sammeln, wie man die Beziehung in Zukunft gestalten könnte, sodass beide zufrieden sind - z.B. mehr gemeinsame Unternehmungen etc.

Wenn das geklärt ist, würde ich mir in einem zweiten Schritt über "Person B" Gedanken machen. Vielleicht ist dir im Gespräch mit deinem Freund schon bewusst geworden, ob du in dieser Person nur den "Lückenfüller" siehst, der dir das geben soll, was dir in der jetzigen Beziehung fehlt - oder ob du ernsthaftes Interesse an B hast.

Ist letzteres der Fall, dann überlege dir genau, ob Polyamorie für dich selbst in Frage käme - und sprich auch darüber mit deinem Freund. Aber erst, nachdem ihr eure Beziehung ins Reine gebracht habt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer6428 

Doctor How
Hmm..ich glaube ich hätte es nicht bei "erzähl mir halt nix davon" bewenden lassen.
Ich weiß, dass manche dieses Modell bevorzugen, ich denke aber, dass es immer an einen Punkt kommen wird, wo es Schiffbruch erleidet.
Menschen, die die Wahrheit nicht vertragen, sollten sich vielleicht Gedanken machen, warum das so ist. Ich meine...angenommen, du vögelst wen anders..oder machst gleich n Gangbang. Dann tust du das..das ist eine Tatsache. Warum würde er es dann nicht wissen wollen? Ich finde das schräg.

Davon ab schließe ich mich dem bisherigen Gedanken an: Irgendwas scheint dir gefehlt zu haben. Auch wenn du es vorher gar nicht wahrgenommen hast, da hat einfach etwas gefehlt. Das ist ein bisschen so wie mit meinen vergangenen Beziehungen. Ich könnte mir heute nichtmal ansatzweise vorstellen, (wieder) mit diesen Damen eine Beziehung zu führen. Ich habe einfach für mich gelernt was geht und was nicht geht. Und gerade meine erste Freundin hätte ich tatsächlich geheiratet...

Zunächst ist es also daran, dass du dir mal Gedanken machst, was du für dich willst / brauchst und DANN kannst du diese Situation angehen. Denn vielleicht passt ja keiner von beiden zu dir. Vielleicht ist es Option C, die zu dir passt...
 
1 Woche(n) später

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo alle zusammen

Vielen dank für die vielen Antworten.
Es hat sich bisher nicht viel geändert.
Mit dem Neuen ist es ein gefühlsmäßiges Auf und Ab. An intensiven Tagen sind die Gefühle einfach nur schmerzhaft quälend und die Hand meines Freundes fühlt sich wie ein Fremdkörper auf meiner an. An anderen denke ich so toll ist er gar nicht. Ich habe nichts mit ihm gemacht, nur küsse auf die Wange.

Mit meinem Freund ist es ok. Ich glaube was mir fehlen könnte ist, dass wir zusammen die Welt erkunden. Er hat irgendwie so kaum Ziele. Er hat im Leben karrieretechnisch viel erreicht, war auch schonmal verheiratet und hat eine 16jährige Tochter. Ich weiß nichtmal, ob ich Kinder will...
Ansonsten ist die Beziehung super, er tut alles für mich.

Er bemerkt , dass etwas nicht stimmt und hat schon ein paarmal gefragt, was ist ....
 

Benutzer164330 

Sehr bekannt hier
Mit meinem Freund ist es ok.
Ist es das, was glückliche Pärchen über eine Beziehung sagen?
Ist es das, was du dir für deine Beziehung wünschst?
Dass sie an manchem Tagen doch ganz ok ist?
Denkst du nicht, dass du alleine vielleicht glücklicher wärst. "OK" bekommst du ohne ihn auch hin, und dann fallen die "ekligen" Tage weg.


Hast du denn mal mit ihm geredet? Sagst du ihm die Wahrheit, wenn er fragt?
Das wäre nämlich mMn der erste Schritt.
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Liebe wild_rose
Ist es das, was glückliche Pärchen über eine Beziehung sagen?
Ist es das, was du dir für deine Beziehung wünschst?
Dass sie an manchem Tagen doch ganz ok ist?
Denkst du nicht, dass du alleine vielleicht glücklicher wärst. "OK" bekommst du ohne ihn auch hin, und dann fallen die "ekligen" Tage weg.


Hast du denn mal mit ihm geredet? Sagst du ihm die Wahrheit, wenn er fragt?
Das wäre nämlich mMn der erste Schritt.

Es gibt keine "ekligen" Tage mit meinem Freund und bevor ich den neuen Mann kennenlernte hätte ich gesagt er ist die liebe meines Lebens. Doch auf einmal ist alles auf den Kopf gestellt.

Was, wenn ich den anderen wähle und in 2 oder 3 Jahren kommt ein Dritter? Bin ich nur verwirrt, ist das ein Ab nach den 2,5 Jahren Auf, das überstanden werden muss? Soll ich ihn verlassen? Erstmal abwarten? Den Kontakt zu dem neuen abbrechen? So helft mir doch...
 

Benutzer132552 

Meistens hier zu finden
"Es ist ok, es gibt keine ekligen Tage" kann total ok sein, wenn man zusammen Höhen und Tiefen erlebt hat, zusammen älter oder alt geworden ist und als Paar "in sich ruht", sich gern hat, sich liebt, gemeinsame Interessen hat und auf dieser Basis viel Zeit miteinander verbringt. "Es ist ok, es gibt keine ekligen Tage" reicht mir nicht, wenn ich eine fünfzehnjährige Altersdifferenz habe und der jüngere Part noch "die Welt entdecken will", während der ältere Part viel (alles) erreicht hat, seine Ruhe haben will, keine Ambitionen mehr hat. Ja, er ist "wie ein Vater zu Dir" und hat Dir in dieser Funktion offensichtlich in schlechten Zeiten zur Seite gestanden. Aber wir heiraten nunmal nicht unsere Eltern, und das nicht nur, um den Genpool nicht zu versauen...

"So helft mir doch...": lösen können wir Dein Problem nicht. Aber wir können Dir etwas raten. Ich rate Dir: versuche, den "Anderen" auszublenden und werde Dir darüber klar, ob Du in der jetzigen Konstellation mit Deinem Partner alt werden möchtest. Ob es Dir reicht, dass er nicht mehr besonders ambitioniert ist. Ob es Dir reicht, dass es "ok" ist, dass es keine ekligen Tage gibt (das ist übrigens gar nicht mal so selbstverständlich in den Milliarden Beziehnungen dieser Welt, das kann eine ganze Menge wert sein!).

Ich glaube, dass Dir das "für's Leben" nicht reichen wird. Dass der "Andere" nur ein Auslöser ist, Dir zu zeigen, dass Du noch mehr im Leben sehen und erleben möchtest, als es zurzeit mit Deinem Partner möglich ist. Werde Dir im Klaren darüber, ob Dir Deine aktuelle Beziehung wirklich reicht und tragfähig genug ist, Dir auch in zehn Jahren noch zu reichen. Wenn die Antwort "ja" ist: vergiss den Anderen. Wenn die Antwort "nein" ist: vergiss den Anderen auch. Aber trenn Dich, nicht wegen des Anderen, sondern für Dich. Dann kann das auch alles viel würdevoller, ehrlicher und respektvollter über die Bühne gehen, als im fliegenden Wechsel, nur weil Dir ein anderer Typ den Kopf verdreht hat - und wenn sich danach etwas mit dem Anderen ergibt, dann nur zu.

Noch einmal: ich glaube, Du stehst am Scheidepunkt Deines Lebens, an dem Du beantworten musst, ob Du so weiter machen willst, wie bisher, oder ob es hinter der nächsten Ecke noch mehr berreit hält. Diese Frage musst Du für Dich beantworten. Nicht, ob Du Deinen Hormonen nachgeben willst - ob Du einer plötzlichen Verknalltheit hinterherlaufen willst.

Und ja, ich glaube aus Deinen Andeutungen zu folgern: es gibt noch etwas im Leben, was Du nicht mit einem väterlichen Sofasitzer erleben wirst. Und was Dir in fünf oder zehn Jahren noch viel mehr fehlen kann, als heute.

P.S.: "Das Leben hält hinter der nächsten Ecke noch mehr bereit" - sei Dir darüber im Klaren: das muss nicht nur Gutes sein. Wer weiter will, geht auch immer ein Risiko ein. Aber ich glaube, das ist es wert - sag nur nicht, es hätte Dich niemand gewarnt.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Nur um deine Gedankenmöglichkeiten mal zu erweitern:
Es gibt auch Menschen, die sich in mehrere Personen verlieben. Deine Fragestellung: "Und was, wenn in 2-3 Jahren ein Dritter kommt?", spricht da für mich Bände. Hast du denn schonmal die Erfahrung gemacht, dich entscheiden zu müssen? Hattest du schonmal das Gefühl, mehrfach verliebt zu sein? Liebst du deinen Freund oder verschwinden die Gefühle?

Die nächste Frage wäre, wie man damit umgeht...
Für mich wären Verheimlichungen dabei immer ein Problem. Man muss ja nicht ins Detail gehen, aber ich finde es schon entscheidend, sagen zu können, wenn man so empfindet. Wie viel Offenheit würdest du deinem Freund da zutrauen?
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Horst k
Danke für deine lange antwort.
Es gibt Neuigkeiten: ich habe den Kontakt abgebrochen. Ich bin jetzt viel ruhiger. Natürlich vermisse ich das Kribbeln, aber wir waren ja auch noch in der Kennenlernphase.

Ja ich denke nun auch dass ich die Beziehung zu meinem Freund genauer ansehen sollte, mich auf ihn konzentrieren. Gerade ist es ein wenig langweilig, aber im Großen und Ganzen haben wir ein schönes Leben.
Ich würde die Aussage "ich möchte nicht ohne ihn sein" gerade klar bejahen.

"So helft mir doch...": lösen können wir Dein Problem nicht. Aber wir können Dir etwas raten. Ich rate Dir: versuche, den "Anderen" auszublenden und werde Dir darüber klar, ob Du in der jetzigen Konstellation mit Deinem Partner alt werden möchtest. Ob es Dir reicht, dass er nicht mehr besonders ambitioniert ist. Ob es Dir reicht, dass es "ok" ist, dass es keine ekligen Tage gibt (das ist übrigens gar nicht mal so selbstverständlich in den Milliarden Beziehnungen dieser Welt, das kann eine ganze Menge wert sein!).

Noch einmal: ich glaube, Du stehst am Scheidepunkt Deines Lebens, an dem Du beantworten musst, ob Du so weiter machen willst, wie bisher, oder ob es hinter der nächsten Ecke noch mehr berreit hält. Diese Frage musst Du für Dich beantworten. Nicht, ob Du Deinen Hormonen nachgeben willst - ob Du einer plötzlichen Verknalltheit hinterherlaufen willst.

Und ja, ich glaube aus Deinen Andeutungen zu folgern: es gibt noch etwas im Leben, was Du nicht mit einem väterlichen Sofasitzer erleben wirst. Und was Dir in fünf oder zehn Jahren noch viel mehr fehlen kann, als heute.

Einen väterlichen Sofasitzer... so wirklich trifft es das nicht. Er ist sportlich und ein guter Gesellschafter. Unter der Woche nach der Arbeit will er halt Ruhe. Ich habe da noch Kapazitäten, aber warum die nicht für Freunde nutzen. Ich wohne in einer fremden Stadt und kenne wenig Leute. Das will ich ändern und das geht auch alleine.

Ihr seht, ich hab den vernünftigen weg gewählt. Die Frage, ob es das Leben ist das mich auf Dauer glücklich macht kann ich noch nicht beantworten. Aber ich kann sicher auch Dinge mit ihm verändern, ohne gleich alles wegzuwerfen...

Liebe Grüße
 

Benutzer84021 

Verbringt hier viel Zeit
Ich wundere mich sowieso wie schnell hier häufig zu einer Trennung geraten wird. Gerade in längeren Beziehungen gibt es halt auch mal Krisen. Nach so langer Zeit mit dem Partner noch größtenteils glücklich zu sein gelingt ja mal bei weitem nicht jedem. Eine solche Krise ist auch Gelegenheit aus zu festgefahrenen Gewohnheiten auszubrechen.
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hier, ich wieder. So richtig geklappt hat es leider nicht und die situation ist unverändert. Deswegen habe ich mich entschlossen, etwas zu tun. Ich konfrontiere mich mit dem Neuen und will ihn so das Ziel schnellstmöglichst ent-zaubern. Mal sehen, ob es klappt.
 

Benutzer166207  (40)

Öfters im Forum
Wie soll denn so eine Konfrontation aussehen?
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Irene
Wie soll denn so eine Konfrontation aussehen?

Indem wir uns erst einmal richtig kennenlernen, wirklich offen miteinander reden. Womöglich bin ich in ein Phantasiegebilde verliebt.
Es ist ein Versuch.
Ich weiß doch auch nicht wirklich weiter...
 

Benutzer166207  (40)

Öfters im Forum
Kann ich verstehen, aber der Schuss könnte auch nach hinten los gehen.

Oftmals ist man ja geneigt, anfangs alles durch die rosarote Brille zu sehen.

Nicht falsch verstehen, ich will dir nichts schlecht reden, jedoch glaube ich, dass sich so eine "verliebtheit " durch gemeinsam verbrachte Zeit eher verstärkt als dass sie entzaubert wird.
 

Benutzer166040  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich bin ziemlich anspruchsvoll und schon Kleinigkeiten konnten mich in der Vergangenheit abschrecken. Zumindest wars vor ein paar Jahren noch so :smile: daher diese kleine hoffnung.

Oder hast du eine andre Idee?
Kann ich verstehen, aber der Schuss könnte auch nach hinten los gehen.

Oftmals ist man ja geneigt, anfangs alles durch die rosarote Brille zu sehen.

Nicht falsch verstehen, ich will dir nichts schlecht reden, jedoch glaube ich, dass sich so eine "verliebtheit " durch gemeinsam verbrachte Zeit eher verstärkt als dass sie entzaubert wird.
 

Benutzer131884 

Sehr bekannt hier
Allerdings gibt es da eine Alternative. Deine Situation zusammengefasst hab ich so verstanden:
  1. Du bist mit A in einer festen Beziehung und
  2. ihr steht euch nahe (was immer das heissen mag),
  3. Aber es fehlt da gewisse Etwas, nennen wir es Prickeln.
  4. Du hast B kennengelernt,
  5. Ihr kennt euch bis jetzt nur oberflächlich,
  6. Aber es ist dieses Prickeln wenigstens bei dir vorhanden.
Jetzt möchtest Du B besser kennenlernen, in der Erwartung, dass das Prckeln nachlässt. Etwas abstrakter ausgedrückt, hast Du die Hoffnung auf eine "Verschlechterung in dieser Beziehung". Warum in aller Welt möchtest Du eine destruktive Entwicklung anstreben? Was machst Du denn, wenn sich deine "Hoffnung" nun nicht erfüllt, wenn sich die Verliebtheit weiter verstärkt? Diese Strategie macht nur dann Sinn, wenn man dir direkt unterstellt, dass Du genau diesen Ausgang suchst, und dabei gehst Du der Verantwortung aus dem Weg.

Warum gehst Du nicht auf deinen Partner A zu und versuchst in der Beziehung das Defizit anzugehen, das Prickeln dort wieder herzustellen? Da wäre dann eine konstruktive Erwartungshaltung impliziert. Da wäre dann auch deine Verantwortung gefragt, der konstruktive Ansatz. A's Verantwortung liegt darin, dass er dein Defizit ernst nehmen muss, eine gemeinsame Haltung, eine gemeinsame Lösung mit erarbeiten muss. Da ist die Karriere und die lange Arbeit unter der Woche keine Entschuldigung, allenfalls Teil des Problems. Wenn dir das nicht passt, dann sprich es an und such nicht die Lösung in einem völlig widersprüchlichen Konstrukt, das quasi in seiner Definition schon auf ein negatives Ergebnis rauslaufen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer166207  (40)

Öfters im Forum
Mickflow ist mir mit einer besseren Idee zuvor gekommen :smile:
 

Benutzer131884 

Sehr bekannt hier
Sorry, Irene, wollte dich nicht abgrätschen ... Und es spricht nichts dagegen, dass Du deine Idee ebenfalls noch postest. :smile:
 

Benutzer166207  (40)

Öfters im Forum
So war das nicht gemeint. Ich sehe das ähnlich, hätte es aber nicht besser formulieren können.
 
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