Gute Freundin heiratet (den Falschen!?)

Benutzer13408 

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Hallo,

ich habe folgendes "Problem". Eine sehr gute Freundin hat mir vor einigen Wochen eröffnet, dass ihr Freund sie heiraten will (es gab zu diesem Zeitpunkt noch keinen offiziellen Antrag, aber sie hatte schon "Wind" von seinen Heiratsabsichten bekommen).

Ich bin aus allen Wolken gefallen! Sie hatte mir ein paar Wochen davor erzählt, dass sie unglücklich mit ihm ist, sich keine Zukunft mit ihm vorstellen kann und auch keine Kinder. Sie befindet sich im Moment auch in einer Therapie, weil es ihr allgemein nicht gut geht.

Aus ihren Erzählungen (aber auch aus eigenen Erfahrungen - ich kenne ihren Freund) weiß ich, dass ihr Freund zwar ein lieber Kerl ist, allerdings faul, nicht reisefreudig, unspontan, nicht ehrgeizig, kann mit Geld nicht umgehen etc. Das sind ja nicht wirklich gute Voraussetzungen. Sie haben gemeinsame Katzen, die sie allerdings gern weggeben würde, weil sie sich nicht vertragen - er aber nicht.

Ich hab ihr bei dem Treffen meine ehrliche Meinung gesagt, dass ich denke, dass es ein schlechter Zeitpunkt ist (sie sucht sich gerade selbst, weiß nicht, was sie will) und ich denke, dass sie auf Dauer mit ihm nicht glücklich sein wird. Sie wollte immer reisen und die Welt sehen - das kann sie mit ihm alles nicht - und bestätigt das auch. Daraufhin meinte sie aber: "dann wartet wenigstens jemand auf mich, wenn ich weg bin. " oder "wenns nicht passt, lasse ich mich eben wieder scheiden".

Mich hat diese Einstellung sauer gemacht, ich konnte und kann es einfach nicht verstehen. Heute bekomme ich eine Mail, dass sie nächstes Jahr heiraten. Sie schrieb dazu, dass sie nicht wusste, wie sie es mir sagen sollte, da ich ihr beim letzten Gespräch darüber ja bereits "eine Standpauke" (ihre Wortwahl) gegeben hätte.

Meine Frage: habt ihr sowas schon mal erlebt? Wie kann man sich trotzdem für eine Freundin freuen, auch wenn man ahnt, dass es die falsche Entscheidung ist?

Ich gönne ihr ihr Glück von Herzen, aber ich fürchte, dass ihre Entscheidung vollkommen falsch ist....und kann es gar nicht fassen, dass sie das wirklich macht.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Daraufhin meinte sie aber: "dann wartet wenigstens jemand auf mich, wenn ich weg bin. " oder "wenns nicht passt, lasse ich mich eben wieder scheiden".

Das klingt mir doch sehr danach, dass sie möglicherweise unter Druck gesetzt wird und Angst hat, einen Rückzieher zu machen. Daraus folgt dann logischerweise, dass sie sich die Situation schönredet bzw. sich schon mal mit dem Gedanken, sich scheiden zu lassen, anfreundet.

Und unter solchen Voraussetzungen will sie heiraten? Das kann doch nur schief gehen.

Möglich aber ist auch, dass sie Verlustängste hat, also Angst hat, sie würde, wenn sie die Verlobung auflöst, keinen Partner mehr finden. Wie alt ist sie denn?

Ich fürchte, da hast Du keinen Einfluss darauf, denn letztendlich ist sie für ihre Entscheidung selbst verantwortlich bzw. sollte in der Lage sein, die Sache richtig einzuschätzen statt sich selbst zu belügen.

Ja, ich hab schon eine ähnliche Situation bei meiner Schwester erlebt. Ihr Partner war arbeitslos, null Verantwortungsgefühl, grosse Klappe aber nur leere Versprechungen - wir wussten alle, dass sie in ihr Unglück lief. Wir haben nicht versucht sie umzustimmen, da hätte sie sich nur von uns abgewendet.
Und natürlich sind sie wie erwartet nach einigen Jahren geschieden worden.
 

Benutzer13408 

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Hallo Django,

danke für Deine Antwort. Du bestätigst mich in meinen Gefühlen. Ich fühle mich irgendwie schlecht, weil ich mich nicht "mit ihr freue" (so wie ihre anderen Freunde und Freundinnen das wahrscheinlich tun). Ich bin jetzt die "Gegnerin", die schlechte Stimmung macht.

Sie ist 27, wir haben zusammen studiert und sie hatte immer Träume von Reisen, Karriere etc. Das kann sie sich mit ihrem Freund alles aufzeichnen. Nichts davon wird sie machen, wenn sie ihn jetzt heiratet.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum sie diesen Schritt macht. Ich glaube, sie weiß sich grade nichts besseres und denkt deshalb, dass heiraten und Kind genau jetzt gut sind. Sie arbeitet nur Teilzeit, hat dann jeden Nachmittag frei (da ist ihr immer langweilig) und ist in letzter Zeit eben sehr passiv.

Ich fürchte ja auch, dass ich jetzt nicht viel mehr machen kann, als - übertrieben formuliert - gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Aber ich bin irgendwie enttäuscht von dieser Entscheidung, weil ich sie ganz anders kenne, als sie jetzt und im Moment ist.

Ich mache mir Sorgen, ob unsere Freundschaft daran zerbricht. Sie macht nächste Woche eine Feier, wo sie mit Freunden auf die Hochzeit anstoßen will. Ich kann da nicht mit fröhlichem Gesicht hingehen und den beiden alles Gute wünschen....
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Gab es denn jetzt konkret einen Antrag? Also sind sie verlobt? Oder woraus schließt sie, dass sie nächstes Jahr heiraten?

In 1 Jahr kann viel passieren...
Die Beziehung kann sich zum positiven verändern oder auch zum negativen. Pläne werden oft durchkreuzt, so ist das Leben.

Einfluss auf sie wirst du keinen haben. Ich glaub auch nicht, dass es was bringt, wenn du da versuchst, ihr ins Gewissen zu reden. Sie ist alt genug und für sich selbst verantwortlich.
An deiner Stelle würde ich mich wohl dezent zurückhalten und einfach abwarten.

Und wenn sie das nächste Mal zum Jammern kommt, dann würde ich dicht machen und ihr sagen, dass sie alleine klar kommen soll.

Sie macht nächste Woche eine Feier, wo sie mit Freunden auf die Hochzeit anstoßen will.
Seit wann macht man denn so was? :ratlos:
Also das höre ich zum ersten Mal.
Und das klingt sehr nach einem demonstrativen Glückzeigenmüssen... Und wer das nötig hat, der ist meistens nicht glücklich. :ratlos:
 

Benutzer13408 

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@ krava

Danke für Deine Antwort.

Ja, es gab letzte Woche einen konkreten Antrag. Sie hat mir heute ein Mail geschickt mit der Einladung zu dieser Feier und da stand das mit dem Antrag drin.

Was die Feier soll, weiß ich auch nicht und finde es ehrlich gesagt merkwürdig. Soll da jeder hinkommen und ihnen sagen, wie toll sie zusammenpassen und wie sehr sie sich freuen? Scheint mir so...
Und das mit dem demonstrativen Glück zeigen könnte auch ein Aspekt sein. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht.

Ich denke mir ja auhc, dass es innerhalb von 1 Jahr noch so viele ups und downs geben wird, dass sie es bestimmt noch bereuen wird. Wer weiß, ob sie nächstes Jahr überhaupt noch zusammen sind? Sie sind ja erst - ich glaube 2,5 Jahre zusammen - da kann sich so viel ändern. Und ich hoffe auch, dass es das noch tut und sie wieder "aufwacht".

Der Kontakt ist seit dem letzten Gespräch schon sehr viel weniger geworden. Sie hat keine Lust auf meine Meinung und will sich alles schönreden - da trifft sie sich lieber mit Leuten, die ihre Einstellung stellen....
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Was die Feier soll, weiß ich auch nicht und finde es ehrlich gesagt merkwürdig. Soll da jeder hinkommen und ihnen sagen, wie toll sie zusammenpassen und wie sehr sie sich freuen? Scheint mir so...
Scheint mir auch so und je nachdem wie gut ihr befreundet sein, würde ich mir überlegen, ob ich evtl. absage oder höchstens kurz vorbeischaue.
Ich freu mich gern für andere Leute und gönne auch jedem sein Glück, aber ich persönlich hasse es, wenn Leute meinen, sie müssten ihr (vermeintliches) Glück jedem auf die Nase binden!!
Aber das ist nur meine persönliche Einstellung...
Der Kontakt ist seit dem letzten Gespräch schon sehr viel weniger geworden. Sie hat keine Lust auf meine Meinung und will sich alles schönreden - da trifft sie sich lieber mit Leuten, die ihre Einstellung stellen....
Kein Wunder.
Gegenwind will eben keiner haben.
 

Benutzer13408 

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je nachdem wie gut ihr befreundet sein, würde ich mir überlegen, ob ich evtl. absage oder höchstens kurz vorbeischaue.

"Eigentlich" sind wir gut befreundet. Aber ich denke, ich werde maximal kurz vorbeischauen.

Gegenwind will eben keiner haben.

Stimmt, die meisten können damit nicht. Da bin ich anders: ich weiß zB, dass sie meinen Freund nicht mag. Sie kann einfach nicht mit ihm und für mich ist das kein Problem. Sie allerdings nimmts persönlich, wenn ich denke, dass ihr Freund nicht der Richtige für sie ist.

Ich mag meine Freundin als Person, merke aber, dass sie sich durch ihren Freund zum Negativen verändert. Sie ist träge, macht nicht mehr viel und ihr ganze Ambition ist wie weg geblasen. Auch ihr letzter Exfreund war so ein Typ. Sie hat sich immer einen Kerl gewünscht, der sie auch mal motiviert, eigeninitiativ ist und sie einfach mitreißt. Und jetzt will sie genau das Gegenteil davon heiraten (was ja eigentlich ein Lebensversprechen ist und bedeuten würde, dass sie niemals so einen "Traummann" haben würde).

Wie kann man nur solche Entscheidungen treffen und seine Leben in vollkommen andere Bahnen lenken?
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
(was ja eigentlich ein Lebensversprechen ist und bedeuten würde, dass sie niemals so einen "Traummann" haben würde).

Offenbar glaubt sie nicht, dass sie diesen "Traummann" noch finden wird bzw. hält es mit dem Spruch "Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach". Und ein 'Lebensversprechen' scheint es für sie ja auch nicht zu sein, wenn sie jetzt schon die Scheidung quasi mit einkalkuliert. Für mich riecht es ganz stark danach, als hätte sie einen akuten Anfall von 'wenn ich mit meinem Freund Schluss mache, bin ich ganz allein und kriege womöglich nie wieder einen ab, also finde ich mich halt mit dem ab, was ich habe, ist besser als gar nichts'.

Du hast ihr deine Meinung dazu gesagt, du hast ihr gezeigt, dass du das für einen Fehler hältst - mehr kannst und solltest du nicht tun. Wenn sie das durchziehen will, wirst du sie nicht dran hindern können, im Gegenteil: Je mehr Gegenwind man bekommt, desto mehr wird man stur und verbeißt sich in seinem Vorhaben. Insofern würde ich mich an deiner Stelle zu dem Thema nicht mehr äußern - allerdings heißt das nicht, dass du jetzt zwanghaft gute Miene zu allem machen und Freude heucheln musst. Es ist in Ordnung, wenn du ihr nicht reinen Herzens gratulieren kannst, damit muss sie leben.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Meine Frage: habt ihr sowas schon mal erlebt? Wie kann man sich trotzdem für eine Freundin freuen, auch wenn man ahnt, dass es die falsche Entscheidung ist?
Auch wenn ich eine solche Situation selbst noch nicht erlebt habe, beschreibe ich, wie ich handle, wenn mir ein Freund (oder natürlich auch eine Freundin) von irgendeinem Vorhaben erzählt, von dem ich nichts halte.

Einem echten Freund gegenüber äußere ich selbstverstendlich meine Bedenken bezüglich irgendwelchen Vorhaben und sage ihm meine persönliche Meinung dazu. - Da nehme ich dann auch kein Blatt vor den Mund, da Ehrlichkeit für mich eine notwendige Voraussetzung einer guten Freundschaft ist.
Wenn er meine Ansicht nicht teilet und das Vorhaben trotzdem wie geplant in die Tat umsetzt, muss ich das akzeptieren. Es kann ja durchaus sein, dass sich die Entscheidung später als richtig herausstellt und ich mich mit meinen Bedenken getäuscht habe.
Und dann kommt es eben drauf an, wie die Sache weitergeht:
Wenn die Sache trotz meiner Zweifel gut läuft, freue ich mich für meinen Freund.
Und wenn meine Zweifel doch zutreffen und und mein Freund damit richtig auf die Schnauze fällt, lasse ich ihn nicht mit den Worten "Ich habs dir ja gleich gesagt!" auf dem Boden liegen, sondern helfe ihm beim Aufstehen und versorge seine Wunden.

Nur bei irgendwelchen Kleinigkeiten ohne sonderlich schmerzhafte Folgen kann ich mir eine gewisse Portion Genugtuung und evtl. sogar ein wenig Schadenfreude nicht verkneifen. (Also z.B. wenn sich mein Freund darüber aufregt, dass er mit seinem tiefergelegten Auto nicht mehr auf einem Feldweg fahren kann, nachdem ich ihm vom Tieferlegen abgeraten habe)
Bei Fehlentscheidungen mit wirklich gravierenden Folgen haben solche Gefühle aber wirklich keinerlei Daseinsberechtigung und selbst wenn ich sie trotzdem haben sollte, versuche ich, dass mein Freund davon nichts spürt und unterstütze ihn.

Dafür muss es mein Freund dann auch vertragen, wenn ich ihm meine persönliche Meinung sage und ihn kritisiere, ohne das gleich als persönliche Beldidigung aufzufassen. - Und das können leider nur sehr wenige Menschen.

Ich käme wirklich niemals auf die Idee, bei einem guten Freund zuerst gute Mine zum bösen Spiel zu machen, dann genüsslich dabei zuzuschauen, wie er ins Verderben rennt, um ihm anschließen zu sagen, dass er mich mit seinen Problemen in Ruhe lassen soll.
Ein derartiger Umgang miteinander hat für mich mit einer Freundschaft nichts zu tun und ein guter Freund macht so etwas mit mir entweder nie oder gleich zwei mal - nämlich zum ersten und letzten mal. - Denn wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.
Sie ist 27, wir haben zusammen studiert und sie hatte immer Träume von Reisen, Karriere etc. Das kann sie sich mit ihrem Freund alles aufzeichnen. Nichts davon wird sie machen, wenn sie ihn jetzt heiratet.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum sie diesen Schritt macht. Ich glaube, sie weiß sich grade nichts besseres und denkt deshalb, dass heiraten und Kind genau jetzt gut sind. Sie arbeitet nur Teilzeit, hat dann jeden Nachmittag frei (da ist ihr immer langweilig) und ist in letzter Zeit eben sehr passiv.
Es gibt auch durchaus die Möglichkeit, dass sich Pläne im Laufe der Zeit ändern und dass die Träume von früher im hier und jetzt nicht mehr so attraktiv erscheinen und anderen Träumen weichen.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich kann mich sehr gut in deine Situation hineinversetzen...
Mein ehemals bester Freund hat so ein Ding abgezogen.

Er hat mit seiner damaligen Freundin ein Jahr vor mir Abitur gemacht. Als ich mein Abitur hatte, hat sich seine Freundin entschlossen schluß zu machen und etwa 600 km weit weg zu ziehen um Medizin zu studieren (ZVS). Das war übrigens sein Traum...Medizin studieren und Chirurg werden. Weil er aber so sehr verliebt war, ist er hinterhergezogen und hat was erzählt davon, dass er dort bestimmt auch einen Studienplatz bekommen wird (woanders hätte er ihn bekommen!!)..nicht jedoch am neuen Wohnort. Ausserdem hat seine Freundin angeblich sowas wie "musst du mir alles nachmachen?" gesagt. Letztlich wurde es eine Ausbildung als Physiotherapeut. Bevor sie beide ihre Ausbildung fertig hatten, haben sie ihr erstes Kind geplant, ohne finanziell genug ausgestattet zu sein (Unterstützung kam von seinen Eltern, von ihren sicherlich nicht). Als er dann fertig war, hat sie ihr Studium geschmissen um Krankenschwester zu werden (nochmal so ca. 500 km Umzug oder so). Dann haben sie weitere Kinder gemacht (Zwillinge). Als sie fertig war und er sich mit Arbeit in Callcentern nicht wirklich über Wasser gehalten hat, sind sie zurück gezogen an den ersten Ort (nicht wieder hier her), weil es dort so schön ist...achja..zwischendrin haben sie dann doch mal geheiratet...
Vor kurzem haben wie sowhl ein viertes Kind gemacht, dass allerdings nach 4 Monaten durch eine Fehlgeburt nie zur Welt kam. Ohne Hartz IV würden sie vermutlich auf der Straße sitzen und obwohl ich seit bestimmt knapp 10 Jahren keinen direkten Kontakt habe und nur über meine Mutter gelegentlich was höre, frage ich mich nach wie vor: WARUM? Ich habe seine Frau ja kennen gelernt und sie ist jemand, der selbst so derartig viele Probleme hat, dass ich sie nichtmal meine Kinder Babysitten lassen würde...

Ich glaube, dass er das mit dem "Schönreden" mittlerweile so weit getrieben hat, dass er da nie wieder raus kommt. Als wir noch hin und wieder mal Kontakt hatten, hat er immer wieder erzählt wie toll alles ist und wie gut sie sich doch verstehen. Einmal habe ich gebohrt und nicht mehr aufgehört und dann kam raus, dass er das einzige Glied ist, dass diese "Familie" zusammen hält. Beim nächsten Telefongespräch haben sie sich wieder prächtig verstanden...und weil ich nun offiziell wusste, dass was nicht stimmt ist der Kontakt letztlich relativ schnell flöten gegangen.

So weh es tut...du kannst vermutlich garnichts machen. Jeder Eingriff wird nur mit einer Trotzreaktion beantwortet werden. Sag ihr, dass du ihr alles Glück der Welt wünschst und möchtest, dass sie glücklich und zufrieden ist. Das entspricht ja auch der Wahrheit. Den Rest wird sie selbst entscheiden müssen. Vielleicht ist es dir richtige Entscheidung...wer weiss? Vielleicht reitet sie sich auch Meterhoch in die Sch... Aber du wirst höchstens dich unglücklich machen, wenn du weiter versuchst ihr diese Hochzeit auszureden...
 

Benutzer13408 

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Danke für Eure Antworten.

@ In love and War

Je mehr Gegenwind man bekommt, desto mehr wird man stur und verbeißt sich in seinem Vorhaben.

Da hast Du wahrscheinlich recht. Da kommt ja dann der Trotz ("jetzt erst recht" und "ich beweise es allen") dazu.


@banane

Es gibt auch durchaus die Möglichkeit, dass sich Pläne im Laufe der Zeit ändern und dass die Träume von früher im hier und jetzt nicht mehr so attraktiv erscheinen und anderen Träumen weichen.

Gut, dass Du das sagst. Das stimmt natürlich - wahrscheinlich will ich das eben nicht sehen. Und nachvollziehen kann ich es auch nicht. Sie will nach ihren eigenen AUssagen auch am Liebsten jetzt gleich ein Kind - für mich wirkt das wie Kompensation (wenn ich ein Kind habe, dann habe ich eine Aufgabe). Er verdient nicht besonders viel, sie arbeitet Teilzeit...das sind doch alles keine Voraussetzungen.

@ Damian

Besonderen Dank an Dich für Deinen ausführlichen Beitrag. Der hilft mir besonders weiter. Man merkt, dass Du auch nach so vielen Jahren nicht verstehen kannst, warum Dein Freund sich dafür entschieden hat. Und dass es Dich immer noch irgendwo berührt, dass er diesen Weg gegangen ist. Es ist irgendwie beruhigend, dass ich nicht die einzige bin, die einer Freundin fast verzweifelt zuschauen muss, wie sie die scheinbar falsche Abzweigung nimmt.

So weh es tut...du kannst vermutlich garnichts machen. Jeder Eingriff wird nur mit einer Trotzreaktion beantwortet werden. Sag ihr, dass du ihr alles Glück der Welt wünschst und möchtest, dass sie glücklich und zufrieden ist. Das entspricht ja auch der Wahrheit. Den Rest wird sie selbst entscheiden müssen. Vielleicht ist es dir richtige Entscheidung...wer weiss? Vielleicht reitet sie sich auch Meterhoch in die Sch... Aber du wirst höchstens dich unglücklich machen, wenn du weiter versuchst ihr diese Hochzeit auszureden...

Ja, Du hast recht. Ich werde ihr einfach das Beste wünschen und mit meiner Meinung hinterm Berg halten. Sie kennt meine Ansichten jetzt und sie wird sich wahrscheinlich auch noch das eine oder andere Mal an unser Gespräch und meine Bedenken erinnern.

Es ist halt irgendwie schade - sie ist die erste in meinem Freundeskreis, die heiratet. Ich weiß jetzt schon, dass unsere Freundschaft sehr darunter leiden wird (das tut sie jetzt schon - denn wenn sie mir erst 2 wochen nach dem Antrag überhaupt per Mail berichtet...). Mich wundert halt auch, dass sie nicht "die Eier" hat, mich anruft und sagt: "ich freu mich total drüber, ich denke es ist richtig." Ist sie selbst nicht so überzeugt? warum dieses ganze trara darum und 1 Jahr vor der Hochzeit mit Freunden darauf anstossen? Ich werde die Bedenken nicht los, dass sie das einfach nur aus Fadesse macht....

Mist! Ich will das THema einfach ignorieren, ihr alles Gute wünschen und nicht mehr darüber nachdenken. Aber es geht mir einfach nicht aus dem Kopf!
 

Benutzer46728 

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Mein Ex hat vor 2 Jahren geheiratet. Und warum? Weil sie auf die Hochzeitsmesse wollte, "nur mal gucken" (weiß man ja, wie das endet), und sie haben ne komplette Hochzeit gewonnen. Mein Ex war damals nicht glücklich mit ihr, war nciht mal der Mensch für "nach 2 Jahren Bez mit 23 heiraten" und er hat sich total verändert (jetzt is er weder der Alte). Wir, seine Freunde, wussten nicht, was wir tun sollten. Er war komplett überfordert, aber irgendwas (vermutlich illegales aus ihrer Family) zwang ihn, dazubleiben. Einmal war er kurz davor, es mir zu erzählen, wollte mich aber nicht mit reinziehen.
Seine Freunde wollten, dass ich mit ihm rede. Ich bin aber seine Ex und wollte das nicht, da sich sonst keiner getraut hat, hab ich mit ihm getelt. Er meinte er hat Probs, die er in seienm Alter nicht haben soll, die Heirat ist nicht gut überlegt und er tut sicher das Falsche. Ich sagte nur, dass ich hoffe, dass alles gut wird und wir immer für ihn da sind.
2 Jahre später wird die Beziehung LANGSAM stabil und er nach und nach glücklich. Zum GLück.
 
G

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Ich kann verstehen, dass du dir Sorgen um deine Freundin machst und dass du skeptisch bist angesichts ihrer Entscheidung. Ich finde es auch gut, dass du ihr das mitgeteilt hast und ihr darüber gesprochen habt. Aber: Irgendwo ist sie auch ihres Glückes selbst Schmied und letztendlich verstehe ich (oder wir im Freundeskreis allgemein) Freundschaft so, dass man die Entscheidungen des anderen mitträgt, auch wenn sie nicht unbedingt den eigenen Ansichten entsprechen (krasse Dinge wie Drogenkonsum, etc. mal ausgenommen).

An deiner Stelle würde ich mich bei dem Thema in nächster Zeit etwas zurückhalten, aber ihr Verhalten beobachten und vorsichtig "intervenieren", wenn ich den Eindruck hätte, dass hier etwas in die völlig falsche Richtung läuft. Letztendlich finde ich es aber besser, jemanden "kontrolliert" in sein Unglück rennen zu lassen, als denjenigen dabei allein zu lassen. Aufhalten kann man meistens eh niemanden. So kann man ihm wenigstens aufhelfen.
 

Benutzer13408 

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@ coolchica

Das klingt ziemlich heftig. "Zufällig" eine Hochzeit gewinnen und in komplizierte Angelegenheiten verwickelt zu werden, ist nochmal eine Stufe schlimmer. Dein Exfreund ist anscheinend "hart im Nehmen", wenn er mit 23 schon solche Situationen verkraften kann...


@ glashaus

Danke für Deine Antwort - ich denke, es ist eine gute Idee von Dir, einfach mal ein bisschen zu beobachten, wie das jetzt weitergeht. Und ja, Du hast recht, Freunde müssen unterschiedliche Meinungen akzeptieren. So wie sie meine akzeptieren sollte, sollte ich natürlich auch ihre repektieren.

Ich hab ihr heute auf Ihre Mail geantwortet und alles Gute gewunschen. Sie möchte sich am Wochenende treffen, um in Ruhe zu plaudern. Bis dahin habe ich mich sicher schon halbwegs "im Griff", um nicht wieder meine Meinung kundzutun ;-)

Nach dieser party nächste Woche wird das Thema erstmal eh wieder erledigt sein, denn zum Hochzeit planen werden sie vermutlich erst nächstes Jahr beginnen. Und wer weiß, was dann noch kommt...
 
G

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Sollte es wider Erwarten zu einer doofen Gesprächssituation kommen würde ich an deiner Stelle einfach offe ndamit umgehen und sowas sagen wie: Schau, wir haben halt unterschiedliche Meinungen und obwohl ich dir alles Gute wünsche, stehe ich dem Ganzen nicht so unvoreingenommen gegenüber wie du es dir wünschen würdest. Aber ich fänd es schade, wenn das zwischen uns steht.

Das können die meisten dann auch ganz gut akzeptieren.
 

Benutzer13408 

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@ glashaus

Guter Tipp, danke Dir. So werde ich es machen. Und einfach schauen, dass wir über was anderes reden - allerdings wird es vermutlich darüber hinaus nicht viel zu sagen geben. Ich befürchte, dass das jetzt die Wegabzweigung ist, wo wir uns auseinander entwickeln...sie will sich jetzt um ihr Zuhause, ihren Mann und wahrscheinlich Kinder kümmern - da stehe ich einfach ganz woanders. Ich arbeite rund um die Uhr, führe eine komplett andere Beziehung als sie, bin aktiv und komme rum. Sie sitzt dagegen zu Hause, schläft, schaut fern und verpasst ihr Leben. Früher hat sie das selbst so gesehen (und vor allem an ihrem Exfreund kritisiert). Aber ihr jetziger Freund hat es geschafft, dass sie selbst so wird.
 
G

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Solche Wegabzwigungen gibt es ja leider im Leben. Und manchmal überleben Freundschaften das, manchmal nicht. Ich glaube das kann man nicht beeinflussen. Ich habe viele Freundinnen, die ein ganz anderes Leben leben als ich und wir verstehen uns trotzdem prima. Mit anderen hingegen habe ich kaum mehr Kontakt, obwohl wir uns sehr ähnlich sind.
 

Benutzer46728 

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@ coolchica

Das klingt ziemlich heftig. "Zufällig" eine Hochzeit gewinnen und in komplizierte Angelegenheiten verwickelt zu werden, ist nochmal eine Stufe schlimmer. Dein Exfreund ist anscheinend "hart im Nehmen", wenn er mit 23 schon solche Situationen verkraften kann...
Naja, mein Ex ist einer der herzensguten Menschen. Erstens will er sie nicht verletzen, zweitens denkt er, dass er aus ner Situ das Beste machen muss und es "schon wird".
Wir wissen immernoch net, was da war, aber jetzt wirds besser, er wird wieder lockerer und macht wieder was mit seinen Jungs.
Das Krasse war auch echt, dass er in der Zeit, als er so komisch war und damit schlecht klar kam, war ich da. Als wir mal allein waren, war er 5 min der Alte. Die Scherze von früher, der lebenslustige, herzensgute, fröhliche Junge, den ich kenne. Und von einem Moment auf den Anderen (sie klingelte an), war er wieder anders und erklärte mri was von "heiraten muss jetzt sein".
 

Benutzer13408 

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Kleines Update: hab mich am Samstag mit meiner Freundin getroffen. Wir haben erst über alles andere geredet, nur nicht über das Thema Hochzeit. War schon fast amüsant, dass sie es erstmal ausgespart hat.

Irgendwann kam dann die Frage, ob ich denn zu ihrer Feier kommen würde. Ich sagte ihr, dass ich vorbeischauen werde und nicht vor habe, ihr jetzt bei jedem Treffen lang und breit meine Meinung darzulegen. Ich sagte ihr, dass ich das einmal getan habe, aber dass es das war.

Sie hatte mit ihrer Therapeutin nochmal gesprochen. Ich bin sehr verwundert, was manche Therapeuten machen und in welche Richtung sie ihre Klienten leiten. Diese Therapeutin hat meine Freundin von der Hochzeit überzeugt, weil ihr Freund ja ein perfekter Mann ist, weil er kein Ideal darstellt. Wenn sie jemand hätte, zu dem sie quasi "auschauen" würde, dann würde sie ja nur einem Ideal hinterherlaufen und das wäre nicht gut für sie.
Ich war ziemlich baff, denn wenn ein Therapeut solche Ratschläge gibt, dann wundere ich mich doch einigermaßen. Sie soll also den Mann nehmen, der ein faules Stück ist und am liebsten daheim sitzt, weil dann muss sie sich selbst nicht anstrengen...oder wie? Sie wird selbst so werden und irgendwann (bzw. jetzt auch schon) stehenbleiben. Aber ok, sie scheint im Moment glücklich damit zu sein, also warum nicht...
 

Benutzer6428 

Doctor How
Naja...meiner Erfahrung nach gibt es zwar einige Therapeuten, die lieber alleine in einem Büro, ohne Menschlichen Kontakt, arbeiten sollten, aber häufiger ist da einfach ein RIESEN Unterschied zwischen dem was die Therapeuten gesagt und die Patienten interpretiert haben...

Du wirst es vermutlich nicht herausfinden...so oder so ist eine Hochzeit niemals das Ende von Problemen...
 
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