Gute Beziehung aus rationalen Gründen beenden?

Benutzer151786 

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Hallo ihr Lieben,

ich stelle meine noch (?) laufende Beziehung momentan sehr in Frage und hoffe auf ein paar Gedankenanstöße. Bitte entschuldigt die Wall of Text, kürzer ging es einfach nicht.

Mein Freund und ich sind seit knapp 1,5 Jahren zusammen und führen seitdem eine Wochenendbeziehung unter erschwerten Bedingungen: wir haben beide aus beruflichen Gründen je zwei Wohnsitze (er ist beim Bund, ich beim Land) und sind eigentlich nur am Pendeln und Organisieren, wo wir am Wochenende mal wieder sein "müssen". Es bleibt also nicht viel Zeit für "quality time", sondern es stehen immer erst Haushalt, Wäsche und sonstige Dinge an, die erledigt werden wollen. Noch dazu sind wir beide, vor allem er, durch die viele Fahrerei endlos gestresst und müde. Anfangs war es so, dass wir uns trotzdem irgendwie von Freitag bis Sonntag gesehen haben, mittlerweile fahren wir freitags getrennt in unsere Hauptwohnungen, erledigen erst mal jeder für sich den ganzen Kram und sehen uns dann - entweder bei ihm oder bei mir - von Samstag bis Sonntag, also nicht einmal 24 Stunden.

Mein Freund ist unter der Woche sehr eingespannt und auch sowieso nicht der große Texter. Unsere schriftliche Kommunikation besteht eigentlich seit jeher nur aus "Guten Morgen", "Wie war dein Tag?", der entsprechenden Antwort und "Gute Nacht" per WhatsApp… :frown: Tagsüber kann er weder telefonieren noch öfters kurz schreiben (meistens hat er sein Handy aus, so dass er meine Nachrichten nicht mal lesen kann) und abends kommt er so spät aus dem Büro, dass er sich nur noch schnell was kocht und dann schlafen geht.

Da ich absolut kein Fan von Fern-/Wochenendbeziehungen sind, hat er mir passenderweise am Anfang unseres Kennenlernens gesagt, dass er in einem halben bis dreiviertel Jahr zurück in meine Gegend versetzt wird und außerdem in fünf Jahren nicht mehr in diesem Beruf arbeiten wird, sondern sich lieber was im Landesdienst (in meinem Bundesland) suchen will. Das hat sich leider beides zerschlagen. Seine nächste Versetzung steht nun erst Anfang nächsten Jahres an (wohin ist noch offen) und von Kündigung ist auch keine Rede mehr. Er begründet das zwar mit "Es gibt für mich halt nichts Passendes!", aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er gar nicht oder zumindest nicht ernsthaft sucht, weshalb ich glaube, dass es ihm insgeheim doch wieder mehr Spaß macht und er in seinem Job bleiben will.

So. Leider bin ich die Spießerin vor dem Herrn und wünsche mir in den nächsten Jahren ein Häuschen im Grünen, Kinder, Tiere und ein stinknormales Alltagsleben mit festem Zuhause. Meine Abordnung endet auch spätestens in zwei Jahren, womit ich dann wieder fest in meiner Heimat wäre. Er hingegen hat noch ein großes berufliches Endstation-Ziel, für das er noch mindestens zwei Jahre an einem anderen Ort in Deutschland sowie vorübergehend im Ausland arbeiten muss. Ob er danach in seiner Stellung überhaupt noch was Passendes in meiner Nähe findet, ist fraglich. Andererseits zählt er immer wieder Möglichkeiten auf, die in Betracht kämen - inwieweit die aber realistisch sind oder nur zu meiner Besänftigung dienen sollen, kann ich nicht einschätzen.

Er wünscht sich dieses "Spießerleben" zwar auch theoretisch, praktisch ist es aber in den nächsten Jahren schlicht nicht drin. Er hat (nachvollziehbarerweise) gesagt, dass er keine Lust hat, ein ewiger Wochenendheimfahrer und -papa zu sein und irgendwo ein Haus rumstehen zu haben, aber mehrere hundert Kilometer davon entfernt zu arbeiten. Kann ich voll verstehen, andererseits ist es für mich nahezu unmöglich, ihm alle zwei Jahre in eine andere Stadt zu folgen (allein schon, da ich beruflich auf mein Bundesland beschränkt bin) und ehrlich gesagt will ich das auch nicht. Das hab ich mir einfach alles immer anders vorgestellt. :depri:

Logische Konsequenz: Trennung. Wenn da die Liebe nicht wäre… Mit 20 würde ich mir das ja alles noch eine Weile angucken und bräuchte mir über Dinge wie Familienplanung und -wohnsitz vorerst keine Gedanken machen. Nur bin ich leider schon fast 31, er 34, und ich weiß nicht, wie lange ich warten soll und vor allen Dingen worauf - irgendwie scheint ja alles verfahren und aussichtslos.

Andererseits fühlt es sich einfach so blöd, falsch und herzlos an, mich aus solch rationalen Überlegungen heraus zu trennen, obwohl ich mir das mit ihm ja alles grundsätzlich vorstellen könnte. Und trotzdem müsste ich ihn nun quasi zeitnah "loswerden", um noch genug Zeit zu haben, mir einen anderen zu suchen, von dem ich noch nicht mal weiß, ob es ihn überhaupt gibt, mit dem es sich dann auch noch leichter lebt und dessen Zukunftsvorstellungen meinen ähnlicher sind. Ich war vor meinem Freund gefühlte hundert Jahre Single - was, wenn es diesen "perfekten" Mann, mit dem das alles passt, einfach nicht für mich gibt? Damit meine ich absolut nicht, dass mein Freund nur eine Notlösung ist, aber vielleicht wäre es mal angebracht, mich von meinem Zukunftstraum zu verabschieden und stattdessen mit dem zu arbeiten, was uns gegeben ist?

Vor ein paar Tagen hatten wir ein Krisengespräch, in das ich mit dem Gefühl gegangen bin, dass eine Trennung richtig und gut wäre, weil ich auch den Eindruck hatte, dass es ihm irgendwo nicht ganz unrecht wäre, da wir eben nur diesen spärlichen Kontakt haben, uns immer seltener sehen und er auf auch sämtliche Zukunftsthemen (und wenn es nur Urlaubsplanung für in ein paar Monaten ist) sehr zurückhaltend oder gar nicht reagiert.

Er hat in dem Gespräch zwar gesagt, dass er sich auch sehr unsicher ist, wie es in Zukunft mit uns weitergehen soll und er deswegen auch nicht gerne darüber redet, aber dass er sich einfach nicht vorstellen kann, sich >jetzt< zu trennen, weil wir schließlich >jetzt< eine gute Zeit haben und "ansonsten" doch auch so toll zusammenpassen etc. Er wurde wirklich sehr emotional und will unbedingt an der Beziehung festhalten, obwohl ich mich schon nach dem Warum frage. Ich dachte, er wäre in solchen Dingen wesentlich pragmatischer als ich.

Trotz Krisengespräch ist also alles nach wie vor beim Alten. Er konnte mir weder irgendwelche Zukunftsversprechen geben noch wird sich vorerst was an der Wochenendbeziehung ändern. Und ich sitze wieder da und denke, dass ich das alles so nicht will. Aber wenn wir uns dann unter der Woche, wie jetzt gerade, nicht sehen, vermisse ich ihn zeitweise so extrem, dass mir eine Trennung zumindest >jetzt< ja nur noch mehr weh tun würde (und ihm ja sowieso, was ich natürlich auch nicht will).

Aber wie lange noch warten? Und worauf? Was macht man, wenn man den richtigen Mann hat, aber die falschen Umstände?

Danke fürs Lesen! Vielleicht hat ja jemand ein paar Gedanken für mich.
 

Benutzer35070 

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Eine schwierige Situation und es scheint ja auch keien Ende dieser Situation in Sicht. Habt ihr denn auch mal längere gemeinsame Zeiten zusammen? Ferien, Urlaube? Wie ist es da zwischen Euch?
Die meisten Fernbeziehungspaare aus meinem Umkreis sind doch nach spätestens einem Jahr zusammen gezogen, weil sie die weite Entfernung auf Dauer auch nicht gut überstanden haben und wirklich ein gemeinsames Leben haben wollten.

Ich weiß nicht was schlimmer für dich ist. Die Trauer nach einer Trennung jetzt oder die Beziehung weiter zu führen und ständig die Uhr ticken zu hören und das Gefühl zu haben, dass das nix für die Zukunft ist.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich je älter ich wurde desto weniger in Beziehungen investiert habe wo ich das Gefühl hatte, das sind nicht meine Vorstellungen von einem gemeinsamen Leben. Ich neigte dann auch dazu das zu beenden!
 

Benutzer143177 

Sehr bekannt hier
Hmm, das ist sehr schwierig :frown:
Ich würde mich denke ich tatsächlich für eine Trennung entscheiden. Mir sind meine Zukunftspläne (spießermäßiges Haus im Grünen mit Kinderchen) sehr wichtig und ich will sie nicht aufgeben. Wenn mir klar wird, dass ich das mit meinem Partner höchstwahrscheinlich nicht erreichen kann, würde ich mich trennen und versuchen, jemanden zu finden, mit dem das klappen kann. Nachdem man ja nicht unendlich Zeit dafür hat. Für mich wäre eine ewige Wochenendbeziehung oder alle zwei Jahre umziehen überhaupt keine Option, ich wäre nicht bereit, diese Art von Kompromiss für meine Zukunft einzugehen, da mit eben mein "Spießertraum" sehr sehr wichtig ist.

Wenn ich also keine gemeinsame Zukunft sehe, macht für mich persönlich die Beziehung gar keinen Sinn mehr und ich will mich nicht auf ein vages "Joa, ganz vielleicht könnte es ja doch irgendwie irgendwann klappen" einlassen.
Mir bringt es eben nichts, wenn man nur jetzt gut zusammen passt und das Ganze aber nichts für die Dauer ist. Das fände ich ok, wenn ich zB keine Kinder will oder eben keinen ganz konkreten Wunsch für meine Zukunft hätte und da einigermaßen flexibel wäre. Oder wenn ich generell keinen Wert auf Zusammenziehen, Familie etc legen würde, dann würde ich eine Beziehung so lange führen, wie sie gut ist, weil mein Partner meinen Plänen nicht entgegensteht oder mir eben nur eine begrenzte Zeit für bestimmte Ziele bleibt.
Aber unter den Umständen wäre mir tatsächlich mein Wunsch wichtiger als mein Partner, mit dem ich das Ziel nicht erreichen kann. Für mich wäre es emotional gesehen auf Dauer schlimmer, wenn ich mein Spießerleben nicht bekomme, als wenn ich eine Beziehung aufgebe.

Es ist halt echt bescheuert, wenn man gar keinen Kompromiss oder keine Lösung finden kann, um das unter einen Hut zu bekommen, da tust du mir ehrlich leid. :frown: So einfach ist es ja auch immer nicht, den passenden Partner für eine passende Zukunft zu finden.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Puh..eine schwierige Entscheidung.
Eigentlich traue ich mir gar keinen Rat zu geben, ich kenne ja das Gefühl in einer Fernbeziehung und wenn ich gerade in deiner Lage wäre, wäre ich wohl genau so hin und her gerissen.

Ich bin zwar 'erst' 27, aber auch ich träume vom Haus, Kind, Garten, Hund- Spießer-Leben. Wenn dieses träumerische Konstrukt nun gefährdet werden würde, wäre das wohl auch für mich ein Trennungsgrund. Ich wäre auch nie diese Fernbeziehung eingegangen, wenn ich gewusst hätte, dass wir erst in 3-5 Jahren zusammen ziehen könnten - das würde nicht zu mir passen. Ich brauche meinen Partner um mich rum, wie du auch sagst, ein stinknormales Alltagsleben mit festem Zuhause.

Nun kommt aber hinzu, dass ich meinen Partner sehr liebe und wir sehr gut zusammen passen. Dir scheint es genau so zu gehen.Wahrscheinlich würde ich auch 5 Jahre warten, nur um mit ihm zusammen sein zu können.
Aber ohne konkretes Ziel? Ohne die Gewissheit, dass es auch wirklich nur 5 Jahre sind? Puh, dass könnte ich wohl nicht.
Obwohl ich mir da auch nicht sicher bin..ich merke gerade, ne echte Hilfe bin ich nicht.:confused:

Ich glaube, ich würde an deiner Stelle deinen Partner mehr festnageln. Dir reicht eben nicht, dass das >Jetzt< super ist. Du brauchst eine Perspektive. Kannst du ihm nicht konkret sagen, dass du spätestens in ... Jahren mit ihm zusammen wohnen möchtest? Findet er wirklich keinen Job in deiner Heimat? Will er sich darum nicht mal bemühen? Ich bin normalerweise nicht für die Pistole auf die Brust setzen, aber ich würde ihm schon mitteilen, dass wenn sich dieses Schweben nicht verändert, du wohl die Trennung in Betracht ziehst. Dazu muss er sich doch äußern?
Andererseits fühlt es sich einfach so blöd, falsch und herzlos an, mich aus solch rationalen Überlegungen heraus zu trennen, obwohl ich mir das mit ihm ja alles grundsätzlich vorstellen könnte.
Dir sind aber diese rationalen Überlegungen wichtig, deine Träume sind dir wichtig. Das ist nichts banales, dass ist das, was dir viel bedeutet. Ich würde das nicht so abtun.
Es sind nicht nur die Umstände, es sind die Umstände, die dich von deinem Traum abhalten.
 
R

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Er hat in dem Gespräch zwar gesagt, dass er sich auch sehr unsicher ist, wie es in Zukunft mit uns weitergehen soll und er deswegen auch nicht gerne darüber redet, aber dass er sich einfach nicht vorstellen kann, sich >jetzt< zu trennen, weil wir schließlich >jetzt< eine gute Zeit haben und "ansonsten" doch auch so toll zusammenpassen etc. Er wurde wirklich sehr emotional und will unbedingt an der Beziehung festhalten, obwohl ich mich schon nach dem Warum frage. Ich dachte, er wäre in solchen Dingen wesentlich pragmatischer als ich.
Aber genau das ist doch pragmatisch. Ihm sind Haus und Kinder aktuell nicht wichtig, er findet es so, wie es gerade läuft, ganz gut - daher trennt er sich nicht. Wäre ja auch stressig.
Der Rest klingt nicht so, als wäre er sonderlich überzeugt von eurer gemeinsamen Zukunft und auch das hier würde mir zu Denken geben:
Vor ein paar Tagen hatten wir ein Krisengespräch, in das ich mit dem Gefühl gegangen bin, dass eine Trennung richtig und gut wäre, weil ich auch den Eindruck hatte, dass es ihm irgendwo nicht ganz unrecht wäre, da wir eben nur diesen spärlichen Kontakt haben, uns immer seltener sehen und er auf auch sämtliche Zukunftsthemen (und wenn es nur Urlaubsplanung für in ein paar Monaten ist) sehr zurückhaltend oder gar nicht reagiert.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hey Vianne Vianne
schön, von dir zu lesen, auch wenn die Gründe natürlich nicht so schön sind :knuddel:

Eine Trennung aus rein rationalen Gründen fänd ich für mich persönlich schwierig: Gerade wegen dem, was du selbst geschrieben hast bezüglich neuen Partner finden etc. und vor allem dem Gefühl, etwas Tolles aufzugeben für etwas unsicheres Anderes.
Aber ich frage mich, ob die Gründe bei dir tatsächlich so rein rational wären.

Das hier
Vor ein paar Tagen hatten wir ein Krisengespräch, in das ich mit dem Gefühl gegangen bin, dass eine Trennung richtig und gut wäre, weil ich auch den Eindruck hatte, dass es ihm irgendwo nicht ganz unrecht wäre, da wir eben nur diesen spärlichen Kontakt haben, uns immer seltener sehen und er auf auch sämtliche Zukunftsthemen (und wenn es nur Urlaubsplanung für in ein paar Monaten ist) sehr zurückhaltend oder gar nicht reagiert.
klingt nämlich nicht danach, sondern so, als hätten sich bei dir (und vielleicht auch bei ihm) bereits leise emotionale Zweifel eingeschlichen.

Letztendlich ist er bei seiner Zukunftsplanung nicht wirklich kompromissbereit und an euren (gemeinsamen?) Träumen orientiert. Das muss er natürlich auch nicht sein, aber ich glaube, mich würde das stören. Ihr seid ja auch nicht mehr Mitte 20 und könnt so Themen wie Nachwuchs mal in den nächsten 10 Jahren auf euch zukommen lassen.
Also würde ich mich unweigerlich fragen, ob ihm überhaupt noch etwas an dieser Planung (mit mir) liegt, oder ob seine Arbeit für ihn eine Ausrede ist, sich damit nicht näher beschäftigen zu müssen.
Entweder, weil seine Gefühle für mich nachlassen, oder aber auch, weil er doch Angst vor einer festeren Bindung durch bspw. ein Haus oder Kinder hat, oder für diese Verantwortung noch nicht bereit ist – jetzt mal so frei spekuliert.

Hattet ihr in aktuellerer Zeit Gespräche darüber? Oder ist er denen immer eher ausgewichen? Nicht, dass es letztendlich "nur" ein Kommunikationsproblem ist – er hat Angst, du würdest in den nächsten Monaten ein Kind wollen, während du nur zusammen ziehen willst, jetzt mal überspitzt gesagt.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Puh, das ist echt eine blöde Situation.
Von wie vielen Jahren sprechen wir jetzt genau, in denen ihr definitiv noch eine Fernbeziehung haben werdet?

Bevor du an Haus, Garten, Mann, Kind und Hund denkst, würde ich mir erst mal folgende Fragen stellen: Bist du gewillt, so viele Kompromisse einzugehen für ihn? Weiterhin sich weniger als 24 h pro Woche zu sehen - ohne Aussicht auf Verbesserung in den nächsten Jahren? Eher Verschlechterung? Und dann - vielleicht - in vielen Jahren - eine Aussicht auf deinen Traum zu haben?

Gleichzeitig habe ich nicht den Eindruck, als käme er dir groß entgegen. Gut, er liebt seinen Job und will diesen nicht aufgeben - verständlich. Aber mit seiner Entscheidung für seine berufliche Karriere setzt er dich auch erst auf Platz zwei der Dinge, die ihm wichtig sind. Sein Beruf hat höchste Priorität.
Nun musst du gucken: Hat er für dich die höchste Priorität und kommt er vor oder nach DEINEN Wünschen?

Er wurde wirklich sehr emotional und will unbedingt an der Beziehung festhalten, obwohl ich mich schon nach dem Warum frage. Ich dachte, er wäre in solchen Dingen wesentlich pragmatischer als ich.
Dass er da so emotional wurde, kann ja auch daran liegen, dass er merkte, du machst mit den Trennungsgedanken langsam ernst. Aber ob er grundsätzlich verstanden hat, dass es so für dich nicht mehr geht, bezweifle ich, da du ja schreibst, dass er wieder in alte Muster fällt.

Dass dir der Gedanke an die Trennung Sorge macht, ist ganz norrmal. Auch die Gedanken, ob du nach ihm einen anderen Partner finden wirst. Klar, das KANN passieren, aber ich persönlich finde das noch besser, als vielleicht nach vielen Jahren festzustellen, dass es mit dem jetzigen Partner nicht klappt/du unglücklich bist. Und dann wieder von Null anfangen zu müssen.
 

Benutzer96363  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Wenn man deinen Text liest, dann wird einem sofort klar, dass du innerlich schon eine Trennung vorbereitest...und er klingt auch nicht sehr emotional. Es geht um das Jetzt, gerade ist alles super, aber später? Irgendwie scheint ihn das alles kaum zu bekümmern.

Jeder will eine Zukunftsperpektive haben, zusammenleben, das ganze Drumherum mit Eigenheim und Kindern. Wie soll das mit deinem Freund denn möglich sein? Mit Zwanzig ist das alles nicht schlimm, auch später nicht, aber ab Dreißig beginnt man nachzudenken, wie alles werden soll und es ist, als ob einem die Zeit wegläuft. Es wird sich die nächsten zwei Jahre nicht ändern und die Kommunikation außerhalb der Wochenenden ist dir zu wenig, verständlicherweise (bei so wenig würde ich eingehen).

Eine Beziehung aus rationalen Gründen zu beenden halte ich für legitim. Du bist gerade nicht glücklich und es wird die nächsten Jahre nicht besser werden. Eigentlich spricht alles für eine Trennung. Deswegen habe ich mir beim Lesen schon gewünscht, dass du einen Mann in deiner Nähe kennenlernst, der dir mehr Sicherheit geben kann.

Meine letzte Beziehung habe ich auch aus rationalen Gründen beendet. Es ging einfach nicht anders. Ich habe ihn dennoch wie wahnsinnig geliebt, bevor er irgendwann begann, Zukunftsperspektiven von mir zu fordern, die ich ihm als Studentin nicht geben konnte. Bereut habe ich die Trennung nie. Es war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.
 

Benutzer101597  (64)

Sehr bekannt hier
1. Wozu bezahlt ihr für Wohnungen. An eurer Stelle würde ich die Wochenenden ganz ohne Haushaltsstress in Hotels/Pensionen gemeinsam verbringen.

2. Wenn du noch Kinder willst und er jetzt nicht verbindlich zusagen kann dan musst Du dich trennen. Du wirst ja auch noch Zeit brauchen um dann den richtigen zu finden bevor das mit den Kindern zu spät ist.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
ganz kurz, knapp und ehrlich: aus meiner einstellung heraus ist das einzige was für eine trennung spricht dein kinderwunsch, denn davon kann ich bei deiner erzählung von ihm nicht wirklich was lesen. alles andere wärs mir - wenns wirklich passt zwischen euch - wert.
für mich klingt das ein wenig als würdest ihr etwas eigentlich tolles mit rationalen argumenten zu zerütten versuchen (um nicht zu sagen: schlecht zu reden).

andersherum ist das nur meine letztliche schlussfolgerung nachdem ich alles gelesen habe. bei 3/4 des textes dachte ich "wieso spricht sie von rationalen gründen? sie scheint nicht glücklich zu sein - das ist nichts rationales, das ist etwas emotionales." wenn das so ist, wenn du unglücklich bist... dann ist eine trennung das richtige. nicht, damit deine pläne vom spiesserleben :zwinker: in erfüllung gehen, sondern weils dann nichts taugt. nicht, weil du mit einer trennung eine bessere chance darauf hast zu bekommen was du dir vorstellst, sondern weil, wenn du wirklich unglücklich bist, etwas existentielles einer beziehung fehlt. weil du dann nicht mehr das "wir schaffen das - für uns!"-gefühl hast, sondern eigentlich schon aufgegeben hast.

ein wenig habe ich den eindruck, dass du durchaus noch den willen hast darum zu kämpfen, dass von ihm aber nicht kommt was du bräuchtest. dass du versuchst vorwärts zu kommen, eine zukunft für euch zu schaffen und er sich bestenfalls mitschleifen lässt (wenn er sich nicht grade sträubt), aber nicht mit dir in eine richtung geht. wenn mich das nicht täuscht, dann.. ja, dann kommen wir wieder bei der trennung heraus. zumindest bei der expliziten andeutung davon, was ihm vielleicht nochmal den nötigen tritt in den allerwertesten verpasst. manchmal ists nötig das auszusprechen was man eigentlich nie sagen will damit sich nochmal was bessert...
 

Benutzer129692 

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Vianne Vianne
Ich würde an Deiner Stelle noch einmal eindringlich mit ihm reden und versuchen einen tragfähigen Kompromiss zu finden, mit dem ihr beide leben könnt. Denn wenn er sich seine Zukunft mit Dir vorstellt, sollte das ja auch in seinem Interesse.

Mein Freund und ich sind seit knapp 1,5 Jahren zusammen und führen seitdem eine Wochenendbeziehung unter erschwerten Bedingungen: wir haben beide aus beruflichen Gründen je zwei Wohnsitze (er ist beim Bund, ich beim Land)
Wie weit wohnt ihr denn entfernt? Und wie lange braucht ihr von Haustür zu Haustür? Wäre es also zumindest theoretisch möglich, dass ihr in die Mitte zwischen eure Arbeitsorte zieht und beide jeden Tag oder zumindest jeden zweiten von dort aus zu eurer Arbeit pendelt?

Er hingegen hat noch ein großes berufliches Endstation-Ziel, für das er noch mindestens zwei Jahre an einem anderen Ort in Deutschland sowie vorübergehend im Ausland arbeiten muss.
Kann er sich den Ort - zumindest innerhalb gewisser Grenzen - aussuchen? Und wie weit wäre dieser Ort dann entfernt von Deinem Arbeitsort? Und wie lange müsste er ins Ausland?
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer151786 

Sehr bekannt hier
Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten, auch wenn ich nicht auf jede einzelne eingehe, hat mir jede was gebracht! :smile:

Habt ihr denn auch mal längere gemeinsame Zeiten zusammen? Ferien, Urlaube? Wie ist es da zwischen Euch?
Wir sind schon nach einem Monat für ein paar Tage weggefahren und nach zwei Monaten in den Urlaub geflogen. Es funktioniert wirklich bestens, wenn wir 24/7 zusammen sind, und das macht es irgendwie nur noch schlimmer, weil ich denke, dass vieles von dem ganzen Stress, den wir jetzt haben, einfach überflüssig ist und wegfallen würde, wenn wir nur einen ruhigen und gemeinsamen Alltag hätten.

... und wirklich ein gemeinsames Leben haben wollten.
Der Wunsch von ihm danach fehlt mir eben so ein bisschen. Ich glaube, er kann ganz gut damit leben, mich nur am Wochenende zu sehen, weil er das auch in früheren Beziehungen berufsbedingt einfach schon immer gewohnt war.

Ich weiß nicht was schlimmer für dich ist. Die Trauer nach einer Trennung jetzt oder die Beziehung weiter zu führen und ständig die Uhr ticken zu hören und das Gefühl zu haben, dass das nix für die Zukunft ist.
Ja, das ist eben die große Frage... :frown:

Ich wäre auch nie diese Fernbeziehung eingegangen, wenn ich gewusst hätte, dass wir erst in 3-5 Jahren zusammen ziehen könnten [...] Nun kommt aber hinzu, dass ich meinen Partner sehr liebe und wir sehr gut zusammen passen. Dir scheint es genau so zu gehen. Wahrscheinlich würde ich auch 5 Jahre warten, nur um mit ihm zusammen sein zu können. Aber ohne konkretes Ziel? Ohne die Gewissheit, dass es auch wirklich nur 5 Jahre sind? Puh, dass könnte ich wohl nicht. Obwohl ich mir da auch nicht sicher bin..ich merke gerade, ne echte Hilfe bin ich nicht.:confused:
Bist du auf jeden Fall! Gerade, weil du eben auch eine Fernbeziehung hast und dich in meine Situation versetzen kannst...

Ob es wirklich nur fünf Jahre sind, weiß ich ja nicht mal. Ich hab das oben etwas missverständlich formuliert. Er hat damals so in etwa gesagt: "In fünf Jahren hab ich damit bestimmt schon längst aufgehört" - das war nur so ein ungefähres Zeitfenster. Aber da er jetzt eben doch in seinem Beruf bleiben will, weiß ich nicht, ob er überhaupt irgendwann mal irgendwo sesshaft werden kann. Er sagt zwar, dass er sich in der Stadt X (in meiner Nähe) eventuell festbeißen kann, aber das wäre für maximal 12 Jahre möglich und dann müsste er noch mal vorübergehend irgendwo anders hin. Und wenn er das ganz große Ziel verfolgen will, kann ich mir eher vorstellen, dass er letztendlich in Berlin gefragt wäre oder für mehrere Jahre im Ausland bleibt. Da erzählt er dann auch immer, wie günstig ja die Flüge wären... :frown:

Ich glaube, ich würde an deiner Stelle deinen Partner mehr festnageln. Dir reicht eben nicht, dass das >Jetzt< super ist. Du brauchst eine Perspektive. Kannst du ihm nicht konkret sagen, dass du spätestens in ... Jahren mit ihm zusammen wohnen möchtest? Findet er wirklich keinen Job in deiner Heimat? Will er sich darum nicht mal bemühen? Ich bin normalerweise nicht für die Pistole auf die Brust setzen, aber ich würde ihm schon mitteilen, dass wenn sich dieses Schweben nicht verändert, du wohl die Trennung in Betracht ziehst. Dazu muss er sich doch äußern?
Das hab ich schon öfters versucht, auch in dem Gespräch vor ein paar Tagen. Er neigt eben dazu, es dann so aufzufassen, als würde ich ihm die Schuld für alles in die Schuhe schieben, dabei könne er ja auch nichts dafür, dass er ständig versetzt wird und er würde sich ja schließlich im Rahmen seiner Möglichkeiten schon ziemlich bemühen, immer für mich da zu sein und jedes Wochenende zu kommen. Ich weiß nicht, ob er Recht hat. Ich gehe ja eigentlich überhaupt keinen Kompromiss ein (außer eben die Fernbeziehung) und erwarte, dass er sich in meine Richtung orientiert, damit ich meinen Traum leben kann... Aus seiner Perspektive könnte er ja wohl auch erwarten, dass ich mich auf ein "aufregendes" Leben inklusive vielen Umzügen und anderen Ländern mit ihm einlasse. Ich weiß es nicht.

Aber genau das ist doch pragmatisch. Ihm sind Haus und Kinder aktuell nicht wichtig, er findet es so, wie es gerade läuft, ganz gut - daher trennt er sich nicht. Wäre ja auch stressig.
Ich glaube, er hätte weitaus weniger Stress, wenn Schluss wäre. Er beklagt sich ja schon ab und zu, dass er wegen uns zu nichts mehr kommt und all seine Projekte auf Eis liegen, weil er Job, Beziehung und beide Wohnungen nicht so richtig unter einen Hut kriegt.

Das hier klingt nämlich nicht danach, sondern so, als hätten sich bei dir (und vielleicht auch bei ihm) bereits leise emotionale Zweifel eingeschlichen.
Das Gefühl hatte ich eben. Deshalb war ich auch überrascht, als er dann so emotional reagiert hat, was mich dann wiederum dazu gebracht hat, doch (auch) an der Beziehung festzuhalten, weil er das ja so unbedingt wollte. Wenn er mir in allem zugestimmt hätte, hätten wir uns wohl einvernehmlich getrennt, aber er war wirklich ziemlich verzweifelt, also muss er ja größere Gefühle für mich haben als bisher angenommen.

Hattet ihr in aktuellerer Zeit Gespräche darüber? Oder ist er denen immer eher ausgewichen? Nicht, dass es letztendlich "nur" ein Kommunikationsproblem ist – er hat Angst, du würdest in den nächsten Monaten ein Kind wollen, während du nur zusammen ziehen willst, jetzt mal überspitzt gesagt.
Zukunftsgespräche oder -fantasien sind ein rotes Tuch... Am Anfang dachte ich auch, dass es vielleicht zu früh ist, ihm mit sowas zu kommen (wobei ich es jetzt nicht irgendwie übertrieben hätte), aber er verhält sich da schon ziemlich eigenartig. Klar kann man nach 'nem guten Jahr Beziehung noch nicht wissen, ob das wirklich was für immer ist, aber wie gesagt, mit Anfang 30 finde ich es notwendig, dass man manche Themen auch mal rechtzeitig anspricht. Er äußert sich dazu eben nur seeehr abstrakt. Dass er mal Kinder will, bestenfalls in drei bis fünf Jahren das erste, dass er mal ein Haus will, dass er mal so und so leben will. Aber eben nie konkret mit mir, sondern nur so allgemein. Und wenn ich irgendwas sage wie "in ein paar Jahren will ich das und das" sagt er oft einfach gar nichts dazu. Ich komme mir dann zwar vor wie der letzte Depp, aber er begründet es damit, dass er mir keine falsche Sicherheit geben will, indem er mir was für die Zukunft verspricht, obwohl wir ja beide nicht wissen, wohin die Reise geht.

Von wie vielen Jahren sprechen wir jetzt genau, in denen ihr definitiv noch eine Fernbeziehung haben werdet?
Gute Frage... Er meinte in dem Krisengespräch, dass wir uns wohl ja beide auf eine längere Fernbeziehung ("ab jetzt noch mindestens drei Jahre") eingelassen hätten auch im Hinblick auf meine Abordnung. Was ich für ziemlichen Quatsch halte, weil ich an meinem Hauptwohnsitz überhaupt kein Problem hätte, theoretisch jetzt sofort eine gemeinsame Wohnung zu haben. Zumal ich auch flexibler bin als er und es nur noch ein Jahr sowas wie eine entschärfte Wochenendbeziehung wäre. Wie er auf die drei Jahre kommt, ist mir echt ein Rätsel. Das muss ich auch noch mal ansprechen.

Bevor du an Haus, Garten, Mann, Kind und Hund denkst, würde ich mir erst mal folgende Fragen stellen: Bist du gewillt, so viele Kompromisse einzugehen für ihn? Weiterhin sich weniger als 24 h pro Woche zu sehen - ohne Aussicht auf Verbesserung in den nächsten Jahren? Eher Verschlechterung? Und dann - vielleicht - in vielen Jahren - eine Aussicht auf deinen Traum zu haben?
Nein. Eigentlich nicht. Andererseits ist alles schön, wenn wir dann mal zusammen sind. Und wenn ich mich jetzt trennen würde, hätte ich nicht mal mehr das.

1. Wozu bezahlt ihr für Wohnungen. An eurer Stelle würde ich die Wochenenden ganz ohne Haushaltsstress in Hotels/Pensionen gemeinsam verbringen.
Wir haben am Wochenende ja den Haushaltsstress in unseren Hauptwohnungen. Und die wollen wir beide behalten, da - zumindest ich - ja demnächst wieder zurückkomme. Warum er an seiner Hauptwohnung festhält, verstehe ich allerdings nicht, das stimmt.

2. Wenn du noch Kinder willst und er jetzt nicht verbindlich zusagen kann dan musst Du dich trennen. Du wirst ja auch noch Zeit brauchen um dann den richtigen zu finden bevor das mit den Kindern zu spät ist.
Noch Kinder ... okay, jetzt fühle ich mich alt. :zwinker:

"wieso spricht sie von rationalen gründen? sie scheint nicht glücklich zu sein - das ist nichts rationales, das ist etwas emotionales." wenn das so ist, wenn du unglücklich bist... dann ist eine trennung das richtige.
Na ja, rational eben, weil ich zwar im Hier und Jetzt, wenn wir tatsächlich Zeit miteinander verbringen, schon glücklich bin. Aber eben den Rest der Zeit nicht und ich in naher Zukunft auch nicht sehe, wie ich daran etwas ändern kann. Oder er. Klar könnte er kündigen, sich einen normalen Job suchen und zu mir ziehen... Aber ich kann schlecht von ihm erwarten, dass er nur mir zuliebe und vor allem nach relativ kurzer Beziehungsdauer sein ganzes Leben umkrempelt, obwohl er seinen Beruf ja eigentlich gerne macht und es ihm mit der Fernbeziehung auch nicht so schlecht zu gehen scheint wie mir.

nicht, weil du mit einer trennung eine bessere chance darauf hast zu bekommen was du dir vorstellst, sondern weil, wenn du wirklich unglücklich bist, etwas existentielles einer beziehung fehlt. weil du dann nicht mehr das "wir schaffen das - für uns!"-gefühl hast, sondern eigentlich schon aufgegeben hast. ein wenig habe ich den eindruck, dass du durchaus noch den willen hast darum zu kämpfen, dass von ihm aber nicht kommt was du bräuchtest. dass du versuchst vorwärts zu kommen, eine zukunft für euch zu schaffen und er sich bestenfalls mitschleifen lässt
Ja, damit hast du wahrscheinlich Recht. :frown:
[DOUBLEPOST=1435004334,1435003575][/DOUBLEPOST]
Vianne Vianne
Ich würde an Deiner Stelle noch einmal eindringlich mit ihm reden und versuchen einen tragfähigen Kompromiss zu finden, mit dem ihr beide leben könnt. Denn wenn er sich seine Zukunft mit Dir vorstellt, sollte das ja auch in seinem Interesse.
Ich hab das Thema ja schon tausendmal angesprochen. Langsam kann er es wahrscheinlich nicht mal mehr hören... Ich weiß auch nicht, was ich von ihm erwarten soll oder "darf", er kann ja gerade einfach nichts daran ändern und hat irgendwie auch Recht damit, wenn er sagt, dass wir eben das Beste daraus machen müssen.

Wie weit wohnt ihr denn entfernt? Und wie lange braucht ihr von Haustür zu Haustür? Wäre es also zumindest theoretisch möglich, dass ihr in die Mitte zwischen eure Arbeitsorte zieht und beide jeden Tag oder zumindest jeden zweiten von dort aus zu eurer Arbeit pendelt?
Von meiner Seite aus wäre das kein Problem. Ich hab auch schon angeregt, dass er seine Hauptwohnung aufgibt und wir uns in meiner Stadt was Größeres suchen. Das will er aber nicht, weil er noch nicht weiß, wo er als nächstes hinkommt und falls er wieder in seine Stadt käme, würde es ihn ärgern, dass er seine tolle Wohnung dort aufgegeben hat.

Pendeln funktioniert leider nicht, da es um die 400 km sind. Und selbst wenn, Anfang nächsten Jahres wird er ja wieder versetzt und dann müsste man sich wieder was Neues suchen in einer "anderen Mitte".

Kann er sich den Ort - zumindest innerhalb gewisser Grenzen - aussuchen? Und wie weit wäre dieser Ort dann entfernt von Deinem Arbeitsort? Und wie lange müsste er ins Ausland?
Er kann sich den Ort insofern aussuchen, als er eben Wünsche äußern darf, die, wenn es dort freie Stellen für ihn gibt, berücksichtigt werden. Direkt in meiner Stadt gibt es bis auf weiteres nichts für ihn, ca. 30 km entfernt wäre was, von dem er anfangs auch immer geschwärmt hat, mittlerweile wäre es ihm aber zu anstrengend, dort dauerhaft (>10 Jahre) zu arbeiten. Die angenehmen Posten sind eben woanders und nicht in meiner Nähe. Ins Ausland müsste er wohl für zwei Jahre. Wenn das klappen sollte, wäre das aber erst in ca. fünf bis zehn Jahren, da er dafür noch zu jung ist.
 

Benutzer72433 

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Na ja, rational eben, weil ich zwar im Hier und Jetzt, wenn wir tatsächlich Zeit miteinander verbringen, schon glücklich bin. Aber eben den Rest der Zeit nicht und ich in naher Zukunft auch nicht sehe, wie ich daran etwas ändern kann.
du sagst also du bist pro woche für nichtmal 24 stunden glücklich und den rest der zeit... eben nicht? kann man das so zusammenfassen?
 

Benutzer129692 

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Von meiner Seite aus wäre das kein Problem. Ich hab auch schon angeregt, dass er seine Hauptwohnung aufgibt und wir uns in meiner Stadt was Größeres suchen. Das will er aber nicht, weil er noch nicht weiß, wo er als nächstes hinkommt und falls er wieder in seine Stadt käme, würde es ihn ärgern, dass er seine tolle Wohnung dort aufgegeben hat.
Könnte er die Wohnung nicht zwischenvermieten?

Und selbst wenn, Anfang nächsten Jahres wird er ja wieder versetzt und dann müsste man sich wieder was Neues suchen in einer "anderen Mitte".
Er kann sich den Ort insofern aussuchen, als er eben Wünsche äußern darf, die, wenn es dort freie Stellen für ihn gibt, berücksichtigt werden. Direkt in meiner Stadt gibt es bis auf weiteres nichts für ihn, ca. 30 km entfernt wäre was, von dem er anfangs auch immer geschwärmt hat, mittlerweile wäre es ihm aber zu anstrengend, dort dauerhaft (>10 Jahre) zu arbeiten.
Wie lange ist er denn an den neuen Ort gebunden? Also könnte er sich z.B. auch schon nach 2-3 Jahren wieder versetzen lassen?

Falls ja, wäre es meiner Meinung nach eine Option, wenn er zumindest für 2-3 Jahre die ca. 30 km entfernte, nicht so tolle Stelle antritt und ihr zusammen zieht. So merkt ihr beide, ob ihr wirklich zueinander passt und euch eine gemeinsame Zukunft vorstellen könnt oder eben nicht. Wenn er dann wirklich auf Dauer unglücklich mit seinem Job sein sollte, werdet ihr sicher eine andere Lösung finden. Aber ihr wisst dann wenigstens, ob ihr auch den Alltag miteinander teilen könnt und euch nicht nach ein paar Monaten total auf den Keks geht.
 
R

Benutzer

Gast
Was ich halt auch bedenken würde: Ich glaube schon, dass die Beziehung weiter laufen würde und alles halbwegs ok wäre.

Aber GERADE weil du gerne Kinder willst, musst du dich doch fragen, ob du die wirklich mit jemandem willst, der so halbherzig bei der Sache ist was eure Zukunftsplanung angeht.
Du willst ja vermutlich nicht nur Kinder, sondern auch einen engagierten Papa. Irgendwie klingt es nicht danach, als wäre er das in den nächsten Jahren. Und so doof es auch klingt, aber ewig drauf warten kannst du in deinem Alter ja auch nicht mehr. Er sagt jetzt was von in 3 bis 5 Jahren. Ist dir das nicht zu spät? Und vor allem weiß man ja nicht, ob er das nur sagt, um dich zu vertrösten und es in Wahrheit noch viel länger dauert (oder nie passiert), bis er einen akuten Kinderwunsch hat...
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Fühle dich erstmal gedrückt! :knuddel:
Ich glaube, ich kann mir durchaus ein wenig vorstellen, wie beschissen sich eine solche Situation anfühlen muss. Da hat man nach gefühlten Jahrhunderten endlich einen passenden Partner gefunden und dann passen die Umstände nicht, um in absehbarer Zeit mit dem lang ersehnten, spießigen Familienleben zu beginnen, das man sich ebenfalls schon seit gefühlten Jahrhunderten wünscht und für dessen Beginn man eben auch nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung hat.

Eigentlich gibt es trotzdem nur drei Möglichkeiten für euch:
1. Ihr verändert eure berufliche Situation irgendwie so, dass ihr in absehbarer Zeit euren (oder wohl überwiegend deinen) spießigen Plan von Famileingründung, Häuschen im Grünen, usw. in die Tat umsetzen könnt.
2. Ihr trennt euch und du musst hoffen, dass du in absehbarer Zeit einen anderen Partner findest, mit dem du tatsächlich deinen Spießer-Plan zeitnah in die Tat umsetzen kannst.
3. Ihr macht weiter wie gehabt, wobei die Frage bsteht, wie lange du noch mit der Umsetzung deines Spieper-Plans warten musst, bzw. ob du ihn überhaupt jemals in die Tat umsetzen kannst.

Ich möchte ja selbst auch ein solches Spießer-Leben führen und kenne auch keinen anderen Lebensentwurf, der mich irgendwie glücklich machen könnte...
Und da ich bisher noch überhaupt keine Partnerin gefunden habe, kann ich deine Sorgen, ob du im Falle einer Trennung von ihm einen anderen Partner findest, bevor der Zug in Sachen Familiengründung für dich abgefahren ist, sehr gut nachvollziehen. Die Sorge, nicht rechtzeitig die passende Frau zu finden, plagt mich nämlich leider wirklich tagtäglich und steht mir dummerweise auch noch dabei im Weg, mein Leben aktiv zu gestalten.

Ich phantasiere jetzt einfach mal ein wenig in der Gegend herum und überlege, was ich tun würde, wenn ich eine Fernbeziehung mit einer wundervollen Frau führen würde und sich das Zusammenziehen schwierig gestalten sollte:
Zuerst würde ich wohl mein Möglichstes versuchen, meine berufliche Situation so zu verändern, dass wir trotz der Hindernisse zusammenziehen können. (Das ist bei mir aber wohl einfacher, als bei dir, da du auf ein Bundesland beschränkt bist...)
Und höchstwahrscheinlich wäre ich auch dazu bereit, die Familienplanung ein paar Jahre nach hinten zu schieben, wenn wir dafür dann einen konkreten und tragfähigen Plan haben und es nicht so lange dauert, dass ich mich bis dahin zu alt fühle, um Vater zu werden.
Aber wenn das alles nicht klappt (z.B. weil sie irgendwo wohnt, wo es für mich absolut keine Jobs gibt) und sie auch nicht dazu bereit ist, oder keine brauchbaren Möglichkeiten hat, ihre berufliche Situation so zu verändern, dass wir zusammenziehen können, bliebe mir wohl nichts anderes übrig, als die Beziehung zu beenden, da ich meinen Traum, bzw. mein Lebensziel vom spießigen Familienleben einfach nicht aufgeben kann und will, solange der Zug nicht endgültig abgefahren ist.
(Und darüber, was passiert, wenn ich irgendwann zur Erkenntnis kommen sollte, dass dieser Zug tatsächlich für mich abgefahren ist, will ich überhaupt nicht nachdenken... :cry::ichsagnichts:)

Vielleicht hilft es dir ja, meine Gedanken zu lesen, obwohl ich dir auch kein Patentrezept liefern kann, um das Problem zu lösen.
Aber vor allem wünsche ich dir von ganzem Herzen, dass du es auf irgendeinem Weg schaffst, dein heiß ersehntes Spießerleben führen zu können! :knuddel:

Zukunftsgespräche oder -fantasien sind ein rotes Tuch... Am Anfang dachte ich auch, dass es vielleicht zu früh ist, ihm mit sowas zu kommen (wobei ich es jetzt nicht irgendwie übertrieben hätte), aber er verhält sich da schon ziemlich eigenartig. Klar kann man nach 'nem guten Jahr Beziehung noch nicht wissen, ob das wirklich was für immer ist, aber wie gesagt, mit Anfang 30 finde ich es notwendig, dass man manche Themen auch mal rechtzeitig anspricht. Er äußert sich dazu eben nur seeehr abstrakt. Dass er mal Kinder will, bestenfalls in drei bis fünf Jahren das erste, dass er mal ein Haus will, dass er mal so und so leben will. Aber eben nie konkret mit mir, sondern nur so allgemein. Und wenn ich irgendwas sage wie "in ein paar Jahren will ich das und das" sagt er oft einfach gar nichts dazu. Ich komme mir dann zwar vor wie der letzte Depp, aber er begründet es damit, dass er mir keine falsche Sicherheit geben will, indem er mir was für die Zukunft verspricht, obwohl wir ja beide nicht wissen, wohin die Reise geht.
Mir persönlich wäre das nun wirklich viel zu wenig.
Selbstverständlich kann man nie alle Eventualitäten vorhersehen und wissen, was in der Zukunft passieren wird.
Allerdings kann man trotzdem gemeinsame Ziele für die Zukunft haben und seine Lebensgestaltung, Karriereplanung, usw. so voran treiben, dass man diesem Ziel möglichst schnell immer näher kommt.
Aber selbst wenn er deine festen Ziele und Wünsche (Kinder, Haus, usw.) durchaus nicht abwegig findet, scheint das alles für ihn einfach keine hohe Priorität zu haben. Das ist doch höchstens der Status "wäre ganz nett, wenn es klappt... aber wenn nicht, stört mich das auch nicht großartig".
 

Benutzer144460  (42)

Verbringt hier viel Zeit
Also für mich liest sich das (zugegebenermaßen überspitzt) so:

Er soll sein (jetziges) "Leben" (für das er bestimmt auch einiges investiert hat) aufgeben und quasi bei Null anfangen (mit 34) für .... ja für was eigentlich? Für jemanden den er seit 1,5 Jahren vom WE kennt???

Was investierst du?

Nur eine Frage :smile:

Wenn ich ehrlich bin wäre mir das zu heiss... Ich habe mich schon schwer getan als sie mich "gezwungen" hat zusammen zu ziehen, Männer sind Meister im Ausreden finden und "Verschleppen"... Jetzt will ich mir gar nicht vorstellen was das geworden wäre wenn sie mich gebeten hätte meinen Beruf aufzugeben, und anderenorts wieder von Null anzufangen...

Aber ich kenne ihn ja nicht und auch seinen Typ nicht. Ich bin doch manchmal von der Sorte die die "Pistole auf der Brust" brauchen...
 

Benutzer129692 

Beiträge füllen Bücher
Und so doof es auch klingt, aber ewig drauf warten kannst du in deinem Alter ja auch nicht mehr. Er sagt jetzt was von in 3 bis 5 Jahren. Ist dir das nicht zu spät?
Wenn man eine Single-Zeit von 1-1,5 Jahren (tolle Single-Männer mit Anfang/Mitte 30 gibt es ja auch nicht mehr im Überfluss) und eine anschließende "Kennenlernphase" innerhalb der Beziehung inklusive Zusammenziehen von 1,5-2 Jahren annimmt, bevor man sich dazu entschließt mit dem Partner Kinder zu bekommen, dann kommt man auch in etwa auf ca. 3 Jahre. Daher wäre die Aussage, dass er sich erst in 3-5 Jahren Kinder wünscht, für mich kein KO-Kriterium.

Allerdings fände ich es wichtig, möglichst zeitnah zusammenzuziehen, um zu sehen, ob man mit dem Partner auch wirklich den Alltag miteinanderteilen kann, ohne sich auf die Nerven zu gehen. Denn wenn man es länger als ein paar Tage am Stück im Alltag (Urlaub ist etwas anderes) nicht miteinander aushält, hat sich meiner Meinung nach das Thema Familienplanung sowieso erledigt.
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Er konnte mir weder irgendwelche Zukunftsversprechen geben
Das kann man auch positiv sehen. Denn für ihn wäre das sicherlich der leichtere Weg gewesen. Und dass er Dir nach 1,5 Jahren Fernbeziehung keine gemeinsame Zukunft und Kinder verspricht, kann ich verstehen. Schließlich kennt ihr euch - da ihr bisher nicht zusammengewohnt - einfach noch viel zu wenig, um eine solche Entscheidung belastbar treffen zu können.
 
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