Freund berührt sich selber bzw. masturbiert während dem Sex

Benutzer148761  (33)

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Also schwierig finde ich, dass er mit dir nicht drüber reden mag. Denn es könnte ja wirklich an zu viel SB liegen. Falls das aber nicht der Fall ist und er einfach generell Probleme hat zu kommen, dann kann ich ihn gut verstehen. Ich muss auch sehr konkrete Dinge tun um zu kommen und mein Mann muss währenddessen eher nur "mitspielen". Wir lösen das dann ähnlich wie ihr, dass wir erst gemeinsam genießen, dann eine Phase kommt, in der es um meinen Orgasmus geht und danach geht es wieder um uns zusammen und um seinen Orgasmus.

Ich brauche zum Kommen nen Klitorisvibrator und muss dabei die Augen schließen und meine Fantasie anstrengen. Mein Mann muss dann extra in ne Stellung wo das gut klappt mit dem Vib. Außerdem lass ich ihn den Vib nicht führen, da ich genau die richtigen Stellen mit der richtigen Stärke berühren muss. Wenn er mir da jetzt kommen würde, dass ihn das stört, dann könnte ich irgendwie nur sagen "sorry, aber ich kann nur so kommen und wenn das für dich nciht passt, passt andererseits der Sex für mich nur bedingt, weil ich dann nie komme".
 

Benutzer176818 

Sorgt für Gesprächsstoff
Liebe B Bentuzerin123456 , ich finde Deine Anfrage interessant und spannend. Insbesondere, weil mir da gleich eine Reihe von Details auffallen. Ich picke mal eines heraus:

Er findet den Sex super wie er ist.
wir haben richtig guten langen Sex ich komme immer auf meine Kosten.

Ihr seid also mit eurem Sex ziemlich zufrieden. Nur das mit dem Orgasmus Deines Freundes klappt nicht so, wie Du Dir das wünscht. Und das beschäftigt Dich wohl doch sehr. In welchem Verhältnis steht denn für euch jeweils der Höhepunkt zum Sex insgesamt? Oder anders gefragt: Was meint ihr jeweils ganz individuell gesehen, wenn ihr eure gemeinsame Sexualität als "super" oder "richtig gut" bezeichnet?
 

Benutzer187225  (45)

Ist noch neu hier
Moin,

ich hab da auch noch einen Gedanken zu: Zum Einen ist es bestimmt so, dass er sich über Jahre hinweg selbst befriedigt hat. Dieses schnelle Auf und Ab und dann der Orgasmus danach, das wird zu einer Schleife im Kopf, die einen sicheren Organsmus beschert. Es ist also eine positiv verstärkte Gewohnheit (über Jahre gewachsen). Hinzu kommt evtl. noch der Leistungsdruck kommen zu müssen. Gerade wenn Du erfüllten Sex hattest, steht er am Ende unter diesem Druck.

Du fühlst Dich in dieser Situation (zurecht) etwas als Beiwerk. Der Sex, den Ihr gerade hattet war nicht mehr als das Vorspiel für sein immer gleiches Ende. Das das frustrierend sein kann, sehe ich. Vielleicht würdest Du gerne mit ihm ein paar Variationen seines Orgasmus probieren, oder ihn in Dir genießen...

Fakt ist: Wenn er nichts an sich ändern möchte, dann wird es so bleiben wie es ist. Schließlich haben die vorherigen Beiträge gezeigt, dass dieses Verhalten durchaus als normal aufgefasst werden kann.
Wenn er aber auch Lust hat, sich mal Fallen zu lassen und sich von Dir bis zum Ende verwöhnen zu lassen - dann müsst Ihr ein paar Schranken durchbrechen.
Ihr könnt ja mal einen Monat folgendes versuchen: Er sollte mit dieser Praktik aufhören. Gleichzeitig sollte er mit SB aufhören. Irgendwann wird er vor Geilheit platzen, wenn Du ihn nur anschaust :smile:. Dann wird er merken, dass er auch zum Orgasmus kommen kann, wenn seine eingespielte Bewegung nicht da ist. Diese Erfahrung ist wichtig, um das vorherige Verhaltensmuster durchbrechen zu können.
Lasst euch Zeit. Habt in diesem Monat nur dann Sex, wenn er wirklich total verrückt danach ist. Wenn er will, dann klappt das auch. Viel Spaß.
 

Benutzer187176  (55)

Klickt sich gerne rein
Ich glaube auch, dass es für euch wichtig ist, dieses 'Muster' zu durchbrechen. Ob wie FeuerSand FeuerSand vorgeschlagen hat Sexentzug bzw. Verbote der SB der richtige Weg sind, müsst ihr selber rausfinden. Mich würde ein Verbot eher frusten, ich fände es besser, wenn du aktiver an seinem Part teilnimmst und seine SB unterstutzt und ihm damit zeigst, dass es ok ist und damit auch zu einem gemeinsamen Sexteil wird, aber wie gesagt, probieren, reden, machen 😉
 

Benutzer187332 

Ist noch neu hier
Danke für Eure sehr interessante Antworten.
Moin,

ich hab da auch noch einen Gedanken zu: Zum Einen ist es bestimmt so, dass er sich über Jahre hinweg selbst befriedigt hat. Dieses schnelle Auf und Ab und dann der Orgasmus danach, das wird zu einer Schleife im Kopf, die einen sicheren Organsmus beschert. Es ist also eine positiv verstärkte Gewohnheit (über Jahre gewachsen). Hinzu kommt evtl. noch der Leistungsdruck kommen zu müssen. Gerade wenn Du erfüllten Sex hattest, steht er am Ende unter diesem Druck.

Du fühlst Dich in dieser Situation (zurecht) etwas als Beiwerk. Der Sex, den Ihr gerade hattet war nicht mehr als das Vorspiel für sein immer gleiches Ende. Das das frustrierend sein kann, sehe ich. Vielleicht würdest Du gerne mit ihm ein paar Variationen seines Orgasmus probieren, oder ihn in Dir genießen...

Fakt ist: Wenn er nichts an sich ändern möchte, dann wird es so bleiben wie es ist. Schließlich haben die vorherigen Beiträge gezeigt, dass dieses Verhalten durchaus als normal aufgefasst werden kann.
Wenn er aber auch Lust hat, sich mal Fallen zu lassen und sich von Dir bis zum Ende verwöhnen zu lassen - dann müsst Ihr ein paar Schranken durchbrechen.
Ihr könnt ja mal einen Monat folgendes versuchen: Er sollte mit dieser Praktik aufhören. Gleichzeitig sollte er mit SB aufhören. Irgendwann wird er vor Geilheit platzen, wenn Du ihn nur anschaust :smile:. Dann wird er merken, dass er auch zum Orgasmus kommen kann, wenn seine eingespielte Bewegung nicht da ist. Diese Erfahrung ist wichtig, um das vorherige Verhaltensmuster durchbrechen zu können.
Lasst euch Zeit. Habt in diesem Monat nur dann Sex, wenn er wirklich total verrückt danach ist. Wenn er will, dann klappt das auch. Viel Spaß.
Genau so ist es, ich fühle mich als Beiwerk. In mir kommt nie das Gefühl auf dass er total wild auf mich ist. Mein Sex ist super er ist immer bedacht, dass es für mich gut ist und er weiß genau wie er das bei mir anstellen muß. Nur würde ich halt gerne die gleiche Fähigkeit bei ihm haben.

Fehlende Kommunikation kann man mir echt nicht vorwerfen, denn das Thema ist schon sehr lange präsent.
Ich bekomme von ihm immer wieder die Antwort "wir haben doch super intensiven Sex mehrmals die Woche, er weiß jetzt gar nicht was ich möchte". Wie Du sagst ich fühle mich als Beiwerk, selbst als wir 14 Tage in Quarantäne waren und keinen Sex hatten (gehe mal davon aus dass keine SB in diesem Zeitraum stattgefunden hat) hat sich bei ihm nichts geändert.

Ich kann es ja akzeptieren und habe es auch in unser Sexleben mit eingebaut nur merke ich halt wie ich immer unzufriedener und mein ganzes Selbstbewusstsein beim Sex verloren habe.

Besonders wenn er nach einem Stellungswechsel sich hinlegt und an sich rumspielt. Ich bin dann außen vor und habe dann ehrlich gesagt auch keine Lust mehr ihn jetzt da zu unterstützen. Ich kann es ja verstehen, wenn er sein bestes Stück in dem Moment wieder zum stehen bringen möchte, aber dem war nicht so.
 

Benutzer180555  (48)

Öfter im Forum
Eine meiner Partnerinnen wollte sogar, dass ich mir es mal selber mache, damit sie sieht wie ich das mache und sie es mir dann auch so machen kann
 

Benutzer175418  (40)

Öfter im Forum
Im Laufe der Jahre hat sich der Sex zwischen meinem Mann und mir auch sehr verändert.
Wir sind beide ruhiger geworden und brauchen ganz andere Stimulation als früher.
Außerdem ist die Erektion meines Mannes nicht durchgängig gleichbleibend. Wenn er mal eine zeitlang nur mit mir beschäftigt ist verschwindet sie auch mal komplett. Das war früher auch nicht so. Da stand er von Anfang bis Ende wie eine 1.
Also hat sich das im Laufe der Jahre auch irgendwann eingeschlichen das er zwischendurch mal kurzzeitig seinen Penis selbst stimuliert wenn ich das nicht gerade tue. Oder auch mal einfach so, selbst wenn ich das auch gerade tun könnte.
Mich stört das nicht und oft törnt es mich sogar noch zusätzlich an.
Außerdem ist es auch eine Art Vertrauensbeweis finde ich.
Ich mache das auch manchmal während unseres Liebesspiels. Nicht jeder kann sich in so einem intimen Moment vor seinem Partner so gehen lassen und hat keinerlei Hemmungen.
Ich empfinde das bei uns als sehr vertraut und verbindend. Sich einfach fallen lassen, tun was einem gut tut, mit dem geliebten Partner an seiner Seite.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Danke für Eure sehr interessante Antworten.

Genau so ist es, ich fühle mich als Beiwerk. In mir kommt nie das Gefühl auf dass er total wild auf mich ist. Mein Sex ist super er ist immer bedacht, dass es für mich gut ist und er weiß genau wie er das bei mir anstellen muß. Nur würde ich halt gerne die gleiche Fähigkeit bei ihm haben.

Fehlende Kommunikation kann man mir echt nicht vorwerfen, denn das Thema ist schon sehr lange präsent.
Ich bekomme von ihm immer wieder die Antwort "wir haben doch super intensiven Sex mehrmals die Woche, er weiß jetzt gar nicht was ich möchte". Wie Du sagst ich fühle mich als Beiwerk, selbst als wir 14 Tage in Quarantäne waren und keinen Sex hatten (gehe mal davon aus dass keine SB in diesem Zeitraum stattgefunden hat) hat sich bei ihm nichts geändert.

Ich kann es ja akzeptieren und habe es auch in unser Sexleben mit eingebaut nur merke ich halt wie ich immer unzufriedener und mein ganzes Selbstbewusstsein beim Sex verloren habe.

Besonders wenn er nach einem Stellungswechsel sich hinlegt und an sich rumspielt. Ich bin dann außen vor und habe dann ehrlich gesagt auch keine Lust mehr ihn jetzt da zu unterstützen. Ich kann es ja verstehen, wenn er sein bestes Stück in dem Moment wieder zum stehen bringen möchte, aber dem war nicht so.

Also kurz gesagt ist dein Problem eigentlich nicht ein Sex-Problem, sondern dass du dich nicht attraktiv und sexy genug fühlst, weil er dir nicht genügend zeigt, dass er heiss auf dich ist, dass er dich attraktiv findet, und du ihn richtig scharf machen kannst?

Im Endeffekt musst du das konkrete Problem identifizieren, bevor du mit ihm eine Lösung angehen kannst - sonst bringt da nämlich alles nichts, und er kann dich auch nicht richtig verstehen, wenn du das selbst auch nicht tust.
 

Benutzer187100  (58)

Sorgt für Gesprächsstoff
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Ich kann es ja akzeptieren und habe es auch in unser Sexleben mit eingebaut nur merke ich halt wie ich immer unzufriedener und mein ganzes Selbstbewusstsein beim Sex verloren habe.

Das finde ich wirklich schade, gerade weil ich das sehr gut verstehen kann. In Sachen Mann bin ich relativ unerfahren, zumindest was positive Erlebnisse angeht, dem entsprechend auch leicht zu verunsichern. Ich habe mich deshalb mit verschiedenen Männern unterhalten und auch das eine oder andere probiert. Mein letzter Lover war sehr deutlich in seinen Ansagen gegenüber meiner Unsicherheit. Er sagte ganz eindeutig, daß wenn er keinen Orgasmus habe, das nicht meine Angelegenheit sei, wenn er keine Lust auf mich hätte, würde er keinen Sex mit mir wollen. Hörte sich mitunter nicht besonders empathisch an, aber mir tat diese deutliche Kommunikation gut, weil ich so auch begreifen konnte, daß meine Unsicherheiten mein Problem sind. Letztendlich möchte man ja wissen, daß man dem Partner genau so gut tut wie er umgekehrt einem ja auch, nicht? Nur: jedem tut was anderes gut. Mehr, als darauf vertrauen, daß der Partner zufrieden ist, wenn er es sagtkann man nicht tun.
 

Benutzer71335  (54)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich weiß auch nicht wie man bei einem Stellungswechsel, der ja ohnehin maximal 60 Sekunden dauert und man in dieser Zeit seinen Partner nicht los lässt oder den Sex oder sexuelle Handlungen unterbricht, plötzlich unbeteiligt daneben liegt.
Wie passiert das?
Ist für mich nicht nachvollziehbar, man ist doch dennoch ständig in Körperkontakt dabei oder nimmt ihn Sekunde später auf.
Man ist doch noch Mitten im Sex!
Ich denke es ist NUR ein Stellungwechsel.

Wie wird man denn da plötzlich passiv? Oder aufs Abstellgles gestellt? Und wie lange? 30, 60 Sekunden, Länger
Oder sagt er ausdrücklich das er alleine weiterwichsen will?
Und wie fängt dann urplötzlich wieder die nächste Stellung an?

Das verstehe ich nicht ganz.
 

Benutzer70365 

Verbringt hier viel Zeit
Danke für Eure sehr interessante Antworten.

Genau so ist es, ich fühle mich als Beiwerk. In mir kommt nie das Gefühl auf dass er total wild auf mich ist. Mein Sex ist super er ist immer bedacht, dass es für mich gut ist und er weiß genau wie er das bei mir anstellen muß. Nur würde ich halt gerne die gleiche Fähigkeit bei ihm haben.
Ob er total wild auf dich ist, kann ich nicht sagen, einzig dass an sich rumspielen hat sicher nichts damit zu tun. Das machen genügend Menschen, die sehr wohl wild auf sich sind, meistens weil es ihnen in Richtung Orgasmus oder Erektion hilft. Ich finde es schön, wenn man Menschen so annehmen kann, wie sie sind. Ganz ohne irgendwelche Schlüsse daraus zu ziehen, die oft falsch sind.

Warum er es dir nicht erklären kann, dazu kann ich auch nichts sagen.

Wir machen das beide immer wieder mal. Keiner würde da negative Gedanken haben. Ich finde es sehr anregend ihr zuzuschauen und selbst Hand anzulegen. Ist eine willkommene Abwechslung und in manchen Situationen brauche ich das sogar aus oben erwähnten Gründen.
 

Benutzer148761  (33)

Meistens hier zu finden
Also kurz gesagt ist dein Problem eigentlich nicht ein Sex-Problem, sondern dass du dich nicht attraktiv und sexy genug fühlst, weil er dir nicht genügend zeigt, dass er heiss auf dich ist, dass er dich attraktiv findet, und du ihn richtig scharf machen kannst?
Der Gedanke kam mir auch beim Lesen. Aber ob er heiß auf dich ist, hat ja nur begrenzt was mit dem Orgasmus zu tun. Ich würde das eher daran festmachen, initiiert er Sex mit dir? Macht er dir manchmal Komplimente für dein Aussehen, z.B. dass du sexy aussiehst o.Ä.? Wenn du Sex initiierst, steigt er gerne darauf ein? Bekommt er nen Steifen, wenn ihr intim werdet? Stöhnt er manchmal beim Sex?

Blöd ist natürlich, dass er nicht mit dir darüber redet. Aber leider scheinen viele Leute ein Problem mit Gesprächen über Sex zu haben. Ich nehme mich da auch nicht komplett aus. Ich würde mich aber nicht komplett verweigern, wie er es anscheind tut.
Er sagte ganz eindeutig, daß wenn er keinen Orgasmus habe, das nicht meine Angelegenheit sei, wenn er keine Lust auf mich hätte, würde er keinen Sex mit mir wollen.
Die Aussage finde ich mega hilfreich und würde ich auch hier vermuten, dass es dem Freund der TS ähnlich geht. Wäre halt schön, wenn er ihr auch sowas sagen könnte. Denn so geht es sicherlich vielen Leuten - meist zwar eher Frauen - aber wenn da jeder Mann gleich sagen würde, sie bekommt keinen Orgasmus, also hat sie keine Lust auf mich, dann gäbe es viele Probleme in Paarbeziehungen...
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer176818 

Sorgt für Gesprächsstoff
Liebe B Bentuzerin123456 , es gibt noch ein Detail, das mir aufgefallen ist:

Jetzt ist es wieder soweit, dass er z.B. beim Stellungswechsel er sich dann auf den Rücken liegt und an sich rumspielt, [...]
Besonders wenn er nach einem Stellungswechsel sich hinlegt und an sich rumspielt.

Zweimal fast die gleiche Formulierung! Was Du über Eure gemeinsame Paarsexualität schreibst, erscheint mir jedoch wenig spielerisch. Mir erscheint eher, dass Dein Freund sich in diesen Situationen in einer Notlage der sexuellen Erregung befindet. Aus der er sich zu befreien versucht. Und Dich dadurch in eine Notlage des Selbstwerts oder der Selbstwirksamkeit bringt. Interessant ist, dass Du die Art und Weise, wie er das macht, mit "spielen" umschreibst.

Die oft genutzte Definition für Spiel von John Huizinga ist zwar schon etwas überholt. Um eure Situation aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, finde ich sie aber dennoch ganz praktisch:

Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgelegter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewußtsein des ‚Andersseins‘ als das ‚gewöhnliche Leben‘.

Die Formulierung von Huizinga passt sowohl auf das selbstvergessene Spiel kleiner Kinder, als auch auf ein Tennis-Match, indem zwei Spieler um den Sieg kämpfen. Wenn es in der Sexualität nur um das Erreichen eines Orgasmus geht, wäre meines Erachtens der Vergleich mit dem Tennis-Match vermutlich naheliegender. Sexualität zwischen zwei Menschen kann aber noch etwas ganz anderes sein! Und da schaue ich nicht auf den ersten Teil der Definition, sondern auf den zweiten, der mit dem Hinweis anfängt, dass das Spiel sein Ziel in sich selber hat.

Paarsexualität kann viel mit dem Spiel von kleinen Kindern zu tun haben. Im Kinderspiel gibt es immer wieder auch ein staunendes oder zumindest interessiertes Beobachten. Kinder können z.B. minutenlang einer Nacktschnecke zuschauen, wie sie über einen auf dem Boden liegenden Ast kriecht. Ohne sie anfassen oder gar mitnehmen zu wollen. Sie verbinden in der Regel damit keinen Zweck und kein Ziel. Sie sind einfach nur fasziniert und ganz von der Situation gebannt. Sobald sie aber anfangen, die Schnecke , zum Beispiel mit einem Zweig aktiv bewegen zu wollen, sie anzutreiben oder in eine bestimmte Richtung zu dirigieren kippt die Situation. Dann ist die Faszination und meist auch die Leichtigkeit weg. Und stattdessen taucht Enttäuschung auf.
 
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