Freizeit als Paar getrennt verbringen.? Reagiere ich über?

L
Benutzer209093  Ist noch neu hier
  • #1
Hallo ihr Lieben,

Es wäre mir wichtig, eine Meinung von einer Außenstehenden Person zu hören. Ich bin seit fast einem Jahr mit meinem Freund zusammen, und ich liebe ihn sehr, und ich weiß, dass er mich auch liebt. Leider gibt es immer wieder Probleme durch unsere unterschiedlichen Vorstellungen von Nähe und Distanz.

Ich würde mich eigentlich nicht als jemanden beschreiben, der nicht klammert und durchaus auch mal Zeit für sich selbst braucht, aber seine Distanz löst mein Bedürfnis nach Nähe aus. Manchmal zweifle ich an meiner Urteilsfähigkeit in Bezug darauf. Meine Eltern haben mir eine komplizierte Beziehung vorgelebt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich Dinge auf ihn projiziere.
Mein Freund und ich sehen uns 2 mal die Woche abends, und morgens fährt er dann wieder. Meistens einmal unter der Woche und einmal am Freitag. Er hat ein zeitintensives Hobby, dem er häufig nachgeht. Ein Punkt, der mich stört, ist, dass wir unsere Freizeit sonst komplett getrennt verbringen. Er möchte mich grundsätzlich nicht auf Geburtstagen oder Treffen dabei haben, weil er meint, es seien nur Jungs da, und ich nehme ihn auch nicht oft mit, weil er dann seinem Hobby nachgeht. Er kann nicht nachvollziehen, warum ich ihn dabei haben möchte, weil er meint, dass das die Geburtstage meiner Freunde seien und nicht seiner. Er ist nicht bereit, Kompromisse einzugehen, aber wenn er nichts vorhat, kommt er auch mit. Das ist leider selten.

Wenn wir Zeit verbringen, ist er sehr liebevoll, und wir haben wirklich eine schöne Zeit zusammen. Aber wir sind beide nicht mehr Teenager ( beide 26) , und irgendwie hatte ich mir das alles ein bisschen anders vorgestellt. Ich dachte, wir würden eine schöne Zeit zu zweit oder in Gruppen verbringen, bevor wir irgendwann eine Familie gründen, zusammen Festivals besuchen und ausgehen. Wir hatten gestern ein Gespräch, und er war verständnisvoll und hat Termine vorgeschlagen, damit wir etwas unternehmen können. Allerdings hatten wir solche Gespräche schon einmal, und leider bleibt es nicht so.

Ich habe mir in letzter Zeit viele Gedanken darüber gemacht und war sehr traurig, weil ich das Gefühl hatte, dass wir sehr unterschiedliche Bedürfnisse in Bezug auf Nähe und Distanz haben und ich mir unsicher war, ob wir zusammen glücklich werden können. Während des Gesprächs musste ich weinen, was mir etwas peinlich war. Jetzt habe ich Bedenken, ihn unter Druck gesetzt zu haben. Er ist ja auch ein junger Mann(seine 1. Beziehung)und will Spaß haben, aber ich denke, er möchte seine jungen Jahre mit seinen Kumpels verbringen, und ich möchte sie gerne auch mit ihm verbringen.
 
Kuschelbär55
Benutzer187176  (57) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Wenn ich es richtig verstehe, besteht eure Beziehung also aus zwei gemeinsamen Abenden/Nächten und sonst seht ihr Euch praktisch nicht. Ihr teilt auch kein gemeinsames Hobby oder habt gemeinsame Interessen, die ihn oder dich dazu animieren könnten, euch mehr und öfter als die erwähnten zwei Mal zu sehen?
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #3
Also mir wäre das auch viel zu wenig an gemeinsamer Zeit und ich wäre traurig darüber. Wenn du bei solch einem Gespräch weinen musst zeigst du doch nur, dass er und die gemeinsame Zeit dir wichtig sind. Weinen ist ja auch etwas Menschliches, gerade wenn du die Beziehung dadurch gefährdet siehst.
Fühl dich mal gedrückt, wenn du möchtest.

Es ist ja nicht überraschend, dass ein zeitintensives Hobby sich stark auf eine Beziehung auswirkt. Diese zeitintensiven Hobbies können deshalb auch zur Trennung führen; da können dir Pferdeliebhaber:innen oder freiwillige Feuerwehrmenschen sicher ein Lied von singen. Aber mich verwundert, dass er dich bei privaten Treffen nicht dabei haben möchte.
Ich nehme an, dass es kein Sportverein ist, denn sonst könntest du ja auch mal zu Turnieren kommen. Insgesamt klingt es so, als wären eure Vorstellungen da vielleicht inkompatibel.

Ich möchte, dass mein Partner alle meine wichtigen Freund:innen kennt und will umgekehrt auch die Personen kennen, die ihm am Herzen liegen. Ich muss sie ja nicht so toll finden oder dieselben Interessen teilen wie er mit ihnen.
In meinem Umfeld kenne ich auch viele Paare, bei denen die Freundeskreise nach und nach zusammenwachsen oder die Partner:innen auch Freundschaften mit den Freund:innen des/der Partner:in aufbauen.

Ich glaube daher auch nicht, dass du mit deinem Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit so ungewöhnlich bist.
Die Frage ist, ob er dir und du ihm genug entgegen kommen kann, oder ob du in dieser Beziehung immer unglücklich sein wirst.
Ich finde, nach dem ersten Jahr zeigt sich langsam, ob es auch langfristiger passen könnte – oder eben nicht.

Und als jemand, die sich erst mit 29 vom falschen Partner getrennt hat und dann erst 1 Jahr Liebeskummer und anschließend jahrelang nerviges Dating um die 30 mitmachen musste, würde ich dir raten: Überleg es dir lieber jetzt schon sehr gut.
Jetzt sind noch viel mehr Singles unterwegs und das Dating insgesamt unbefangener.
 
ShanDei
Benutzer195361  (51) Öfter im Forum
  • #4
Er hat ein zeitintensives Hobby, dem er häufig nachgeht. Ein Punkt, der mich stört, ist, dass wir unsere Freizeit sonst komplett getrennt verbringen.
Wieso ist das ein Problem für Dich?

Beispiel:
Meine Frau und ich sind seit über 15 Jahren (ok, das ist nicht lange) zusammen und haben komplett andere Hobbies.
Ich mache Musik, betreibe Modellsport und einiges anderes und da bin ich dann einfach mal eine zeitlang weg. Bei Wettbewerben teilweise tagelang.
Sie hat ihre kreativen Hobbies bei denen sie teilweise stundenlang in der Werkstatt oder in ihrem Arbeitszimmer verschwindet. Manchmal geht sie auf Kurse und dann ist sie auch ein paar Tage weg und ich rocke halt den Laden mit den Kindern.

Hobbies muss man insbesondere als Paar nicht teilen, ich sehe das sogar teilweise als kontraproduktiv an.
Klar haben wir gemeinsame Interessen und Projekte an denen wir gemeinsam arbeiten (Möbels restaurieren etc.), aber doch nicht alles.
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #5
Klar haben wir gemeinsame Interessen und Projekte an denen wir gemeinsam arbeiten (Möbels restaurieren etc.), aber doch nicht alles.
Aber genau das haben die TS und ihr Partner nicht. Sie scheinen null gemeinsame Hobbys oder Projekte zu haben. Natürlich teilt man nicht jedes Hobby, das wäre ja Quatsch (außer es passt zufällig mal tatsächlich). Aber weder Hobby, noch sonstige Freizeit miteinander verbringen außer zwei fixen Abenden, ja, das wäre mir zu wenig.

Es klingt für mich alles sehr durchstrukturiert und getrennt, TS. Kennst du seine Freunde so gar nicht? Oder umgekehrt?
Ich verstehe schon, dass man männerabende möchte, aber wirklich ausnahmslos immer?
Mein Partner war der erste mit Freundin im Freundeskreis bei sich. Trotzdem war ich ab und an dabei und obwohl ich mich fehl am Platz fühlte, haben die Jungs mir klargemacht, dass ich willkommen bin. Das freut mich bis heute. Sie haben mich IMMER eingeladen, aber oft habe ich meinen Mann alleine "geschickt", einfach, damit ich nicht immer "störe".
Trotzdem hatte ich die Wahl.

Ein zeitintensiv Hobby erfordert in meinen Augen in einer Partnerschaft etwas Ausgleich. Sprich, dass man in der sonstigen Zeit für den Partner da ist und ihn eben einbezieht. Wie stellt er sich eure Zukunft vor? Was ist irgendwann mit zusammenziehen? Kannst du auch mal zu ihm? Könnt ihr auch mal Abende "nebeneinander" verbringen, also zwar in der gleichen Wohnung, aber jedeR macht sein Ding? Sieht man sich zu selten, passiert oft, dass man jede Sekunde ausnutzen möchte. Das ist mMn gefährlich, weil man dann unter Druck gerät. Sich öfter zu sehen hieße nicht unbedingt, weniger Zeit für sich zu haben, sondern einfach entspannt das eigene Ding in Gegenwart des partners machen. Mein Mann und ich sitzen oft nebeneinander am PC, kommunizieren kaum, aber sind eben DA und ab und an gibt's Konversation.

Was für ein Hobby hat er denn?
 
krava
Benutzer59943  (42) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #6
also ihr seid ein Jahr zusammen und wart da nie aus?
Kein einziger Geburtstag zusammen, kein Ausflug, kein Urlaub? gar nichts?

du kennst seine Freunde nicht, weil das nur Jungs sind und zu Jungs darfst du nicht oder was?
und für deine Freunde interessiert er sich nicht?
Was ist mit euren Familien? Kennt ihr die wenigstens gegenseitig?
ihr wollt eine Familie gründen... an zwei Abenden in der Woche wollt ihr das dann probieren oder wie soll das werden?
oder plant ihr eine gemeinsame Wohnung?
 
K
Benutzer188960  Öfter im Forum
  • #7
Also ich bin auch ein sehr freiheitsliebender Mensch und habe meine Hobbies. Aber gerade am Anfang einer Beziehung, wenn man so richtig frisch verliebt ist, will man doch jede freie Minute mit seinem Partner verbringen.
Sorry, aber das was Du schreibst klingt mir sehr danach, dass er Dir nur etwas vorspielt und mit Dir jemanden fürs Bett gefunden hat. Sei also vorsichtig und überdenke das alles nochmal. Wie zuvor schon geschrieben wurde...noch gibt es genug Singles in Deinem Alter. Mit über 40 biste am A.... ;-)
 
A
Benutzer172677  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #8
Wir sind auch beide sehr freiheitsliebend und vor allem ich habe auch zeitaufwändige Hobbys, das hat unsere Beziehung nie belastet. Es passt aber auch einfach für uns beide so- tut es das nicht und die Bedürfnisse sind dahingehend sehr unterschiedlich, ist das natürlich problematisch.

Was ich aber viel gravierender finde, ist, dass ihr so gar nichts gemeinsames habt. Das wäre für mich unmöglich, gemeinsame Interessen und Unternehmungen bilden für mich einen Teil der Basis einer Beziehung.
 
N
Benutzer194882  (36) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #9
Sorry, was ihr habt hört sich für mich mehr wie eine engere F+ an, als eine Beziehung...
 
janewayne
Benutzer199726  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Für mich ist nicht entscheidend wieviel Zeit man miteinander verbringt sondern welche Rolle der andere im Leben spielt.

Das mit den Hobbies kann man akzeptieren finde ich. Zum Geburtstag nicht dabei sein nicht.

Mein Mann hat auch seine "Jungs " und in unseren Zwanzigern war es echt schwer für mich mich dort zu behaupten. Aber ich war halt bei wichtigen Sachen dabei und habe mich bemüht und irgendwann haben sie mich auch akzeptiert.

Wir sind in unserer Beziehung auch sehr freiheitsliebend und ich finde das gut so. So engt man sich nicht ein und hat sich viel zu sagen, weil man alleine was erlebt.

Aber- wenn man es übertreibt hat man sich irgendwann gar nichts mehr zu sagen.

Als Eltern ist es normal sich den Staffelstab in die Hand zu geben, da werden gemeinsame Aktivitäten immer weniger. Aber als Paar ohne Kinder braucht man eine Basis.

Bei uns waren es Reisen, Sport, Clubben. Theater, Konzerte, Lesungen. Geburtstage von Freunden immer zu zweit.

Da solltet ihr euch was suchen.

Sonst wird es spätestens als Familie sehr schwierig.
 
O
Benutzer207972  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #11
Ich würde mich eigentlich nicht als jemanden beschreiben, der nicht klammert und durchaus auch mal Zeit für sich selbst braucht, aber seine Distanz löst mein Bedürfnis nach Nähe aus. Manchmal zweifle ich an meiner Urteilsfähigkeit in Bezug darauf. Meine Eltern haben mir eine komplizierte Beziehung vorgelebt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich Dinge auf ihn projiziere.
Ich finde es super, dass du das so klar sehen kannst und dich da reflektierst. Ich lese aus deinem Beitrag heraus, dass du dich sehr genau reflektierst und darauf achtest, seine Grenzen und Bedürfnisse zu akzeptieren.
Mein Freund und ich sehen uns 2 mal die Woche abends, und morgens fährt er dann wieder. Meistens einmal unter der Woche und einmal am Freitag.
Das finde ich persönlich wirklich nicht viel. Mir wäre es zu wenig. Und ich habe auch zeitintensive Hobbies und bin ein Mensch, der viel Zeit für sich braucht. Wenn ihr euch nur an diesen zwei Tagen seht, verstehe ich deinen Punkt und finde nicht, dass du unangemessene Ansprüche stellt. Völlig verständliche Bedürfnisse.

Ich persönlich finde es wichtig, eine gewisse Rolle im Leben des anderen zu spielen. Solange genug Zeit für Treffen allein mit Freund*innen bleibt, nehme ich meinen Partner gerne mit - und andersrum. Wir haben außerdem gemeinsame Interessen und Hobbies.

Eure Bedürfnisse gehen da ziemlich auseinander. Dass er sich da sehr kompromisslos zeigt, finde ich schwierig. Ich frage mich aber auch, ob er weiß, wie es dir damit geht, wie wichtig dir gemeinsame Zeit ist und ob du ihm gegenüber offen und authentisch deine Gefühle und Bedürfnisse formulierst (und dabei deine eigenen, validen Bedürfnisse auch selbst ernst nimmst)?

Während des Gesprächs musste ich weinen, was mir etwas peinlich war.
Hast du das Gefühl, du kannst bei ihm so sein, dich so zeigen, wie du bist?
Hast du das Gefühl, dass deine Bedürfnisse von ihm gesehen werden, ernst genommen werden?
Hast du das Gefühl, du kannst authentisch sein? Du wirst auch dann geliebt, wenn du Bedürfnisse äußerst, negative Emotionen zeigst?

Oder verbiegst du dich ein bisschen, damit es ihm ja gut geht in der Beziehung, damit er bleibt?
Stellst du eigene Bedürfnisse zurück und verschweigst sie, um ihn nicht unter Druck zu setzen und damit die Beziehung zu schützen?
Wie wichtig nimmst du dich selbst? Wie sehr achtest du selbst darauf, dass deine Bedürfnisse erfüllt werden? Ob von ihm, von anderen oder von dir selbst?
Hast du die Tendenz, dich anderen gegenüber zurückzunehmen, um sie in Bindung zu halten? Statt bei dir zu bleiben?

Ich habe mich in Teilen deiner Worte wiedererkannt - und das waren ein paar Fragen, die mir dabei in den Sinn gekommen sind.
 
Art_emis
Benutzer174233  (35) Meistens hier zu finden
  • #12
In meinen Augen ist das weniger ein Nähe-Distanz-Bedürfnis-Problem, vielmehr ein fehlendes Interesse am Partner. Und auch Mangel an Gemeinsamkeiten.

Denn auch wenn man mehr Distanz und Freiraum benötigt, kann man sich trotzdem im Leben des anderen integrieren.

Man muss nicht jedes Hobby gemeinsam ausüben, auch nicht überall mit hin, aber zu wichtigen Anlässen kann man den Partner doch wohl begleiten. Klar sind es seine und deine Freunde und die müssen nicht zwingend zu gemeinsamen Freunden werden, aber von meinem Partner würde ich zumindest ein Mindestmaß an Interesse für mein Umfeld erwarten.

Gemeinsame Interessen müssen nicht zwingend von Beginn an vorhanden sein, aber man kann sich sicherlich welche schaffen une sollte dies auch, wenn man ein gemeinsamses Leben anstrebt.

Kann dein Freund denn begründen, warum er alles am liebsten so seperat halten möchte? Und damit meine ich mehr als die bisherige Aussagen "meine Freunde, deine Freunde"?
 
fox79
Benutzer204515  (45) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #13
Hallo L lisaluelue ,

ganz offensichtlich habt ihr euch gegenseitig nicht wirklich in eure Leben integriert.

Ich persönlich finde es gut, wenn Partner jeweils auch ein eigenes Leben, eigene Interesse, Hobbys und Freunde haben!

Aber ein gemeinsames Leben mit gemeinsamen Freunden, gemeinsamen Interessen finde ich auch wichtig. Zusammen weggehen, etwas unternehmen und vielleicht mal zusammen in den Urlaub fahren... alles das ist wichtig!
Ich möchte die Freunde und Freundinnen meiner Freundin auch kennen, zumindest mal ein bisschen und ich möchte auch, dass meine Freunde meine Freundin kennen.

Jedes Paar ist mit seinem Bedürfnis nach Nähe individuell verschieden und muss herausfinden in welchem Bereich es für beide in Ordnung ist, wo sich beide wohl fühlen. Wenn es diesen Bereich nicht gibt, dann wird immer mindestens einer der beiden unzufrieden sein. Mein Ratschlag: redet!

Als Beispiel von mir. Ich habe meinen Abend für Sport, ich habe einen Abend für Tanzen in der Woche, da bin ich garantiert allein unterwegs. Sie hat (mindestens)einen Familienabend die Woche und auch einen Tanzabend, an denen sie ohne mich unterwegs ist.
An anderen Abenden gehen wir zusammen zum Tanzen, manchmal machen wir auch Ausflüge zusammen mit unseren Kindern.

Ich will sagen, die richtige Mischung aus Individualität und Gemeinsamkeit zu finden ist wichtig.

LG
Fox
 
S
Benutzer190912  (48) Öfter im Forum
  • #14
Ich brauche auch meinen persönlichen Freiraum aber es sollte doch eine Schnittfläche, gemeinsame Basis in der Beziehung geben die man gerne zusammen verbringt.
Bei Euch ist es eher eine Freundschaft + als eine Beziehung. Eigentlich ist er doch eher Single mit gewissen Benefits.
Du hast nichts dazugeschrieben wie weit Ihr auseinander wohnt und wie die berufliche Situation ist (9-5 oder Schicht).
Mir hat sich beim Lesen der Eindruck aufgedrängt dass Ihr so wenig Zeit verbringt dass noch genug Raum für eine weitere Beziehung da wäre, gerade auch weil er Dich so isoliert.
Wie die anderen schon geschrieben haben solltest Du Dir schon Gedanken machen über Deine Lebensplanung. Es wäre schade wenn Du Deine Lebensjahre sinnlos vergeudest und dann Stress hast einen passenden Partner für Kinder zu finden.
Such das Gespräch mit ihm und wenn sich da nichts tut schau auf Dich und nehme keine falschen Rücksichten
 
C
Benutzer185636  (39) Öfter im Forum
  • #15
Trotz Beziehung seit ihr weiterhin zwei Individuen mit unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen. Auch in einer Beziehung muss und darf man auch etwas ohne den Partner/die Partnerin machen. Hauptsache die Zweisamkeit in der Beziehung kommt nicht zu kurz.

So wie Du die Beziehung beschrieben hast, kommt eure Zweisamkeit definitiv zu kurz. Dein Freund scheint das offensichtlich anders zu sehen. Komisch ist es auch, dass er Dich anscheinend auch sonst nicht (z.B. bei Feiern)dabei haben will. Ohne das ich etwas unterstellen will, könnte die Vermutung aufkommen, dass er nicht an einer ernsthaften Beziehung mit Dir interessiert ist. Sein Hobby und seine Freunde scheinen ihm wichtiger zu sein und die Beziehung mit Dir hat vielleicht nur den Zweck, bequem regelmäßig an Sex zu kommen.

Was auch immer die Gründe sind, ihr habt unterschiedliche Bedürfnisse in eurer Beziehung. Wenn ihr da keine Gemeinsame Lösung findet und mit der Situation unzufrieden bist, solltest Du Dir überlegen, ob eine Trennung nicht das beste für Dich ist.
 
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N
Benutzer208747  (33) Ist noch neu hier
  • #16
Mein Freund und ich sehen uns 2 mal die Woche abends, und morgens fährt er dann wieder. Meistens einmal unter der Woche und einmal am Freitag.
Also das wäre mir auch zu wenig um es als Beziehung zu definieren, ihr seid nicht mal ein Jahr zusammen und dann sieht man sich nur zwei mal die Woche für jeweils nicht mal 24h? Ihr seht euch erst gegen Abend und dann haut er morgens auch noch ab. Also ich finde er hat das Prinzip der Beziehung nicht verstanden. Hört sich für mich so an als sei es für ihn eine reine Bettgeschichte.
Er hat ein zeitintensives Hobby, dem er häufig nachgeht. Ein Punkt, der mich stört, ist, dass wir unsere Freizeit sonst komplett getrennt verbringen.
So wie du weiter oben im Text schon beschrieben hattest, jeder braucht seine Freiräume, der eine mehr, der andere weniger, aber das bedeutet nicht, dass man seinen Partner Null priorisiert. Hobby hin oder her. Er definiert das was ihr habt anscheinend als Beziehung, dann solltest du auch eine Prio in seinem Leben sein!
Er möchte mich grundsätzlich nicht auf Geburtstagen oder Treffen dabei haben, weil er meint, es seien nur Jungs da, und ich nehme ihn auch nicht oft mit, weil er dann seinem Hobby nachgeht. Er kann nicht nachvollziehen, warum ich ihn dabei haben möchte, weil er meint, dass das die Geburtstage meiner Freunde seien und nicht seiner. Er ist nicht bereit, Kompromisse einzugehen, aber wenn er nichts vorhat, kommt er auch mit. Das ist leider selten.
Natürlich kann jeder auch sein eigenes Leben leben, aber was ist denn schon dabei mal mit auf einen Geburtstag von jemanden zu gehen der, der Partnerin wichtig ist? Das hat doch nichts mit Kompromiss zu tun. Er scheint mir total desinteressiert zu sein, an dir und deinem Leben!
Wenn wir Zeit verbringen, ist er sehr liebevoll, und wir haben wirklich eine schöne Zeit zusammen. Aber wir sind beide nicht mehr Teenager ( beide 26) , und irgendwie hatte ich mir das alles ein bisschen anders vorgestellt. Ich dachte, wir würden eine schöne Zeit zu zweit oder in Gruppen verbringen, bevor wir irgendwann eine Familie gründen, zusammen Festivals besuchen und ausgehen. Wir hatten gestern ein Gespräch, und er war verständnisvoll und hat Termine vorgeschlagen, damit wir etwas unternehmen können. Allerdings hatten wir solche Gespräche schon einmal, und leider bleibt es nicht so.
Ich bin gespannt ob er Taten folgen lässt oder sich einfach nur rausredet um seine Ruhe zu haben.
Ich habe mir in letzter Zeit viele Gedanken darüber gemacht und war sehr traurig, weil ich das Gefühl hatte, dass wir sehr unterschiedliche Bedürfnisse in Bezug auf Nähe und Distanz haben und ich mir unsicher war, ob wir zusammen glücklich werden können. Während des Gesprächs musste ich weinen, was mir etwas peinlich war.
Ich hätte auch geheult und abserviert hätte ich den Typen. Finde das gar nicht peinlich.
Jetzt habe ich Bedenken, ihn unter Druck gesetzt zu haben. Er ist ja auch ein junger Mann(seine 1. Beziehung)und will Spaß haben, aber ich denke, er möchte seine jungen Jahre mit seinen Kumpels verbringen, und ich möchte sie gerne auch mit ihm verbringen.
Wenn er nicht Beziehungsfähig ist, sollte er einen Menschen der es ist, nicht gefangen halten.
Der macht dich auf Dauer nicht glücklich.

Wenn du jetzt gar nicht von ihm loskommst, würde ich mir an deiner Stelle Aktivitäten überlegen, die euch beiden Spaß machen könnten und ihm dann Termine vorschlagen, ich würde ihm gar nicht sagen was ihr macht und dann sehen wie er reagiert.
 
L
Benutzer209093  Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #17
Hallo, danke für eure vielen lieben Antworten. Um einige Fragen zu beantworten: Wir studieren beide, also sind wir flexibel und haben relativ viel Zeit. Wir wohnen 20 Minuten mit dem Auto voneinander entfernt. Seine Familie kenne ich. Das Hobby, um es konkreter zu benennen, ist das Dasein als Ultra eines Fußballvereins. Das Hobby ist mir leider, um ehrlich zu sein, auch etwas suspekt. Leider hat er mich gestern versetzt, um etwas in Richtung seines Hobbys mit seinen Kumpels zu machen. Das hat mich sehr verletzt, da wir doch gerade erst ein Gespräch hatten. Das hat er auch schon öfter gemacht. Ich hatte mir nun vorgenommen, genauer zu beobachten, wie er sich mir gegenüber verhält, und gleichzeitig eher mein Ding zu machen. Heute begleitet er mich auf eine Feier eines Freundes. Wir sehen uns also abends bis circa 12 Uhr mittags, dann geht es hobbytechnisch für ihn weiter. Leider fällt es mir schwer, das anzuerkennen, weil ich emotional sehr angegriffen durch die Situation bin und gerade merke, dass ich mich zurückziehe.
 
R
Benutzer193222  (39) Öfter im Forum
  • #18
Schön das du dich noch mal meldest. Wie genau verlief denn euer Gespräch? Habt ihr über eure Vorstellung von einer Beziehung gesprochen? Wie sieht es mit gemeinsamen Plänen aus? Wart ihr schon mal zusammen im Urlaub?
 
L
Benutzer209093  Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #19
Schön das du dich noch mal meldest. Wie genau verlief denn euer Gespräch? Habt ihr über eure Vorstellung von einer Beziehung gesprochen? Wie sieht es mit gemeinsamen Plänen aus? Wart ihr schon mal zusammen im Urlaub?
Hey, danke für dein Interesse. Naja, er redet die Dinge sich teilweise schön, meinte, er hätte ja sonst Zeit außer an diesem einen Samstag. Was leider nicht stimmt. Er meinte, ich solle nun öfter fragen, was ich jedoch wirklich nicht mehr viel getan habe, weil ich wollte, dass er auch mal auf mich zukommt. Ich glaube, wenn er zu 100% ehrlich zu mir und sich selbst wäre, würde er mir sagen, dass sein Hobby immer an erster Stelle steht. Er versetzt mich dafür, aber würde nie ein Spiel oder sonst etwas für mich ausfallen lassen. Wir waren auch schon zusammen im Urlaub. Leider sehe ich momentan vieles sehr düster. Ihm reicht es völlig, mich zwei Abende zu sehen. Als ich meinte, ich werde jetzt auch mehr mein Ding machen, wollte er das auch nicht. Ich glaube auch, dass er es durchaus versucht, mir Dinge recht zu machen, aber seine eigenen Bedürfnisse ganz klar beim Hobby liegen und er da auch eine Verpflichtung gegenüber seinen Kumpels verspürt.
 
R
Benutzer193222  (39) Öfter im Forum
  • #20
Ok, also bestehen die Gespräche aus Vorwürfen und Rechtfertigen?
Und hast du ihm nie gesagt wie du dich damit fühlst? Ich meine zu sagen, du sollst ihn mehr fragen, finde ich auch absolut nicht gut. Irgendwie fehlt mir da komplett der Beziehungsanteil bei euch.
Wie verläuft denn so ein gemeinsamer Abend?
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #21
Das Hobby, um es konkreter zu benennen, ist das Dasein als Ultra eines Fußballvereins.
Oh gott. Als Fußballfan sage ich dir - Lauf. Wirklich.
Der Verein wird IMMER über dir stehen. Und wenn das dir nicht passt (und das scheint so - mir würde es auch nicht passen), dann solltest du gehen.
Love it, change it or leave it. Einen Ultra wirst du nur in den allerseltensten Fällen ändern. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist viel zu gering.
 
L
Benutzer209093  Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #22
Ok, also bestehen die Gespräche aus Vorwürfen und Rechtfertigen?
Und hast du ihm nie gesagt wie du dich damit fühlst? Ich meine zu sagen, du sollst ihn mehr fragen, finde ich auch absolut nicht gut. Irgendwie fehlt mir da komplett der Beziehungsanteil bei euch.
Wie verläuft denn so ein gemeinsamer Abend?
Schon häufig. Teilweise habe ich das Gefühl, er weiß auch einfach nicht, wie man eine Beziehung führt. Ich bin seine erste Freundin. Meistens kochen wir, quatschen, kuscheln, zocken oder schauen einen Film.
Oh gott. Als Fußballfan sage ich dir - Lauf. Wirklich.
Der Verein wird IMMER über dir stehen. Und wenn das dir nicht passt (und das scheint so - mir würde es auch nicht passen), dann solltest du gehen.
Love it, change it or leave it. Einen Ultra wirst du nur in den allerseltensten Fällen ändern. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist viel zu gering.
Ich kannte diese Ultra-Community vor der Beziehung gar nicht. Das Ganze ist echt sehr schwer nachvollziehbar für mich. Ich würde ja auch mal mit ins Stadion gehen, aber er möchte mit nicht dabeihaben.Er ist da auch echt sehr fanatisch. Er geht beispielsweise auch nicht auf Geburtstage, wo Leute rumlaufen, die nicht seinem Ultra-Denken entsprechen. Ich denke, du hast recht
 
Bria
Benutzer65313  Toto-Champ 2008 & 2017
  • #23
aber er möchte mit nicht dabeihaben.
Weil du damit in sein Feld eindringen würdest, das nur für ihn ist, und das will er mit dir einfach nicht teilen.
Und außerdem könnte dich das so verschrecken, dass danach Schluss ist.
 
L
Benutzer209093  Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #24
Weil du damit in sein Feld eindringen würdest, das nur für ihn ist, und das will er mit dir einfach nicht teilen.
Und außerdem könnte dich das so verschrecken, dass danach Schluss ist.
Jaaa nur dreht sich sein Leben um nicht viel anderes. Scheint echt eine Sackgasse zu sein.
 
TypischUntypisch
Benutzer125146  (39) Meistens hier zu finden
  • #25
Eine gute Freundin von mir ist mit einem Mann verheiratet (seit bald 20
Jahren). Sie haben zwei Kinder zusammen.

Ihr Mann ist Riesen Fußballfan. Kein Ultra aber schon so, dass er überall hinfliegt wenn die Mannschaft international spielt etc.
Sie hat immer gedacht und sich gewünscht, dass sich das bei ihm ändert. Hat es leider nicht. Sie sitzt heute mit den zwei Kids zu Hause und muss mit dem Gefühl fertig werden, dass sie und sogar die Kinder erst nach dem Fußball kommen.
 
housedrache
Benutzer192233  (49) Öfter im Forum
  • #26
Mein Mann ist auch schon immer ein ganz großer Fußball - Fan, früher hat er selbst als Amateur gespielt, er ist auch ganz oft zu Spielen „seines“ Teams gefahren, auch wenn die International gespielt haben, er hat die Mannschaft unseres Ätesten trainiert etc. pp. Aber: so habe ich ihn kennengelernt, das ist halt ein wichtiger Teil seines Lebens…..damit muss man (bzw. Frau) sich eben arrangieren. Allerdings kann man als Paar immer Kompromisse finden - wenn BEIDE das auch wollen. Bei uns ist es so, dass ich bei Verabredungen, Einladungen etc.. immer vorher schaue, wann seine Mannschaft spielt & entsprechend plane. Und wenn wirklich etwas Wichtiges anliegt, verzichtet der Mann auch mal, bzw. schaut sich das Spiel dann später an.

Allerdings ist das bei einem echten „Ultra“ wohl wirklich fast unmöglich, da Kompromisse zu finden - ein Freund meines Sohnes ist in dieser „Szene“ aktiv, da willst du nicht miterleben, was diese Typen da so veranstalten, eine Verabredung zur Schlägerei mit den Ultras der „Feindmannschaft“ ist da ebenso Tagesgeschäft wie das Werfen mit Feuerwerkskörpern im Stadion….
 
R
Benutzer193222  (39) Öfter im Forum
  • #27
Schon häufig. Teilweise habe ich das Gefühl, er weiß auch einfach nicht, wie man eine Beziehung führt. Ich bin seine erste Freundin. Meistens kochen wir, quatschen, kuscheln, zocken oder schauen einen Film.

Ich kannte diese Ultra-Community vor der Beziehung gar nicht. Das Ganze ist echt sehr schwer nachvollziehbar für mich. Ich würde ja auch mal mit ins Stadion gehen, aber er möchte mit nicht dabeihaben.Er ist da auch echt sehr fanatisch. Er geht beispielsweise auch nicht auf Geburtstage, wo Leute rumlaufen, die nicht seinem Ultra-Denken entsprechen. Ich denke, du hast recht
Oje, also macht ihr immer nur zuhause dasselbe? Wer hatte die Idee mit dem Urlaub und wie war es da? Aber klingt alles nicht wirklich nach einer Beziehung. Willst du das so?
 
W
Benutzer71796  Sehr bekannt hier
  • #28
Als jemand, der früher einige Kontakte in die Ultraszene hatte und so einiges mitbekam: Wenn dir diese szene nichts sagt, dann geh.
Ändern wird er sich nicht wegen dir.
 
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