@Frauen auf Partnersuche: muss er unbedingt "fürs Leben" sein?

Benutzer66580 

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Das eine schließt das andere doch nicht aus. Im Gegenteil: Gerade weil wir langfristig eine tolle Zeit miteinander haben, könnte er der Mann fürs Leben sein.


Ja, ich würde auf jeden Fall verzichten.

Sympathie reicht bei weitem nicht für eine Beziehung aus. Sympathisch finde ich so ziemlich jeden zweiten bis dritten Mann, deswegen will ich nicht mit jedem gleich eine Beziehung führen. Natürlich kann man nie wissen, wie lange es wirklich hält, aber wenn mir von Anfang an klar wäre, dass es von meiner Seite aus keinesfalls von Dauer sein wird, würde ich die Beziehung niemals eingehen. Erstens fände ich das ihm gegenüber sehr gemein, sofern er ernstere Absichten hegen sollte und außerdem ziemlich sinnentleert - immerhin könnte mir aufgrund der zeitlich begrenzten "Blockade" der Mann fürs Leben durch die Lappen gehen.

Bevor ich nicht wirklich Hals über Kopf verliebt bin, gehe ich ich keine Beziehung ein. Das bringt mir überhaupt nichts außer einem eigentlich ungewollten Anhängsel, denn so wie ich mich kenne, würde ich mich wahnsinnig in seine negativen Seiten reinsteigern und mich die ganze Zeit fragen, was das hier eigentlich soll. Da bleibe ich doch lieber allein bis wirklich mal der Richtige kommt. Ob das fürs Leben hält, ist wieder eine andere Frage, aber die Chancen stehen definitiv besser.

:bier: wir verstehen uns (mal wieder :smile: ).


Ich hatte die Frage so gestellt, weil ich an meine Geschichte gedacht habe. Zwischen mir und ihr hat es gefunkt, obwohl wir sehr unterschiedlich waren. Sie hatte zwar Gefühle für mich, hat sich dann aber gegen mich entschieden, weil sie wahrscheinlich an die Familienplanung gedacht hat. Wenn wir zusammengekommen wären, dann hätten wir uns vielleicht geändert, uns vielleicht mehr angepasst. Wir hätten bestimmt eine schöne Zeit miteinander gehabt. Wenn sie jetzt einen anderen hat, einer "fürs Leben", dann kann sie trotzdem nicht sicher sein. Wieviele Ehen werden denn heutzutage geschieden? Die Paare haben sich ihre Zukunft bestimmt anders vorgestellt. Ich denke, dass Frauen einfach nur auf ihre Gefühle achten sollten und nicht verbissen danach schauen, ob jemand etwas "fürs Leben" sein könnte.

Definiere "Gefühle" ... (ist nicht möglich, I know). Ich kann nur für mich sprechen, aber bei mir entstehen "tiefere" Gefühle, d.h. echte Verliebheit, überhaupt nur dann, wenn derjenige der Partner fürs Leben sein könnte. Alles andere ist nur oberflächliche Verknalltheit, zumindest für mich. Und das ist keine Grundlage für eine Beziehung.
Ich weiß natürlich nicht genau, wie das bei euch war. Was war denn der Grund, weshalb sie für euch keine Zukunft gesehen hat?


Und wenn man sich mit niemandem einläßt, dann hat man auch gar keine Probleme, oder? Ist das die Lösung?

Von "niemandem" ist nicht die Rede, nur von "nicht mit dem Falschen" :zwinker:


Grundsätzlich einverstanden, aber ich hätte trotzdem gern ein Beispiel. Ich habe grade überlegt, was für mich in die Kategorie "dieses Problem hätte vermieden werden können, wenn man sich ein wenig Zeit gelassen hätte" fallen könnte. Mir fällt grad nicht viel ein.

Fast alle Hilfethreads aus dem Liebes-Unterforum? Die ganze Eifersuchts-/ Fremdgeh- / "er / sie versteht mich nicht" - / ... -Problematik.


Ich weiss, aber sie hat "Probleme, von denen man so hört und liest" erwähnt und mich würde jetzt interessieren, welches konkrete Problem hätte vermieden werden können, wenn man sich vorher (noch) besser kennen gelernt hätte.

Meiner Erfahrung nach scheitern die meisten Beziehungen nämlich nicht wegen Dingen, die man hätte vorher wissen können, sondern wegen unterschiedlichen Bedürfnisse und Erwartungen (und die kann man auch nicht vorhersehen, wenn man jemanden 100 Jahre kennt - ne Beziehung ist was anderes als eine Freundschaft) oder die Entwicklung in unterschiedliche Richtungen. Was nicht heisst, dass man blind in Beziehungen stürzen muss, eben, "so eine" bin ich auch nicht. Aber auch bei mir ist noch nie eine Beziehung wegen eines Problems gescheitert, das ich hätte sehen können, wenn ich mir länger als die paar Monate Zeit genommen hätte, die ich mir sowieso Zeit genommen habe. Daher würde mich mal so ein konkretes Beispiel interessieren :zwinker:

Ja eben, unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen. Genau das kann man doch aber sehr wohl vorher wissen oder zumindest abschätzen?
Will jetzt kein konkretes aktuelles Beispiel suchen, das wär ja irgendwie unfair den Betroffenen gegenüber. Aber warum geht mann beispielsweise eine Beziehung mit einer Frau ein, die zickig ist, wenn mann weiß, dass mann ein Problem damit hat? Klar, weil mann sich denkt: najaaa, damit werd ich schon fertig, sie kann ja auch lieb sein und sie sieht ja auch so süß aus ...
Gibt echt hunderte von Beispielen.
 

Benutzer10226 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn ich verknallt bin, dann versuche ich auch, mit dem Mann was anzufangen - egal, ob er nun der potentielle Partner fürs Leben ist, oder nur für ein paar schöne Monate/Jahre.

Genaugenommen waren bisher 3 meiner 4 Beziehungen auch nur "auf Zeit", und als ich nicht mehr von selbst verliebt war, habe ich sie dann beendet. Meine aktuelle Beziehung ist allerdings eine, die ich vorhabe, bis an mein Lebensende zu führen. Und wenn es da krieseln sollte, dann bin ich auch gewillt, alles was ich an Energie habe, reinzustecken und sie wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Viele haben hier gestimmt, dass sie nur den Mann fürs Leben wollen. Was machen die denn, wenn sie sich Hals über Kopf in jemanden verlieben, wo man weiß, dass es auf lange Sicht nicht passen wird? Ich könnte mir nicht vorstellen, dass ich mir selber die Chance auf ne schöne Zeit verbauen würde, nur weil ich an so einem (meiner Meinung nach) sinnlosen Prinzip festhalte.
Ich versuche, mein Leben so gut es geht zu genießen, und dazu gehören auch Liebschaften ohne den Anspruch, bis ans Lebensende zu halten. Jetzt natürlich nicht mehr, jetzt habe ich ja meinen Lebenspartner gefunden. :zwinker:

Im Übrigen war ich auch in meine drei Freunde vor meinem jetztigen Partner Hals über Kopf verliebt. Es war ne tolle Zeit mit ihnen, ich habe mit ihnen mein Leben geteilt (sofern sie es zuließen), und es waren vollwertige Beziehungen.
 

Benutzer37900 

Teammitglied im Ruhestand
1. Ich war noch nie auf der Suche nach einem Partner.

2. Ich will beides, einen Mann fürs Leben, mit dem ich eine tolle Zeit habe. Mir würde nicht nur eine Möglichkeit von beiden reichen.

Aber darüber muss ich eigentlich auch nicht mehr nachdenken. Ich bin mit meinem Mann fürs Leben zusammen und wir haben eine wirklich tolle Zeit miteinander.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
naja, mal nen dummes beispiel: ich hab mich total in nen kerl verliebt, und geh ne beziehung mit ihm ein. nach 5 jahren frage ich ihn "sag mal, du, ich hätt gern innerhalb der nächste zwei jahre nen kind, wär das ok für dich?" und er guckt mich gross an und sagt entsetzt "niemals!!! ich will kein kind, wenn du schwanger wirst, tschüss."
das z.b. wäre ein grund, weswegen er kein partner fürs leben wäre. sicher, diese sache kann man schnell nachfragen, aber da gibs ne menge mehr von. und wenn ich sowas weiss/ahne, dann fange ich trotz aller liebe keine beziehung mehr an, aus fehlern lernt man.

will sagen, schöne zeit hin oder her, der trennungsschmerz überwiegt bei mir. und deswegen keine beziehung, wenn ich nicht davon ausgehe, dass wir wirklich in allen wesentlichen dingen zusammenpassen. zudem kann ich eine beziehung nicht geniessen, wenn ich nicht davon ausgehe sie ist für immer, dann steht immer der drohende trennungsschmerz davor.
genauso, wenn der mann meint, er müsse mit anderen frauen im übermass flirten/körperkontakt pflegen, und das ist für ihn völlig normal. er könnte in jeder anderen hinsicht der traumtyp schlechthin sein, aber auch sowas würde eine beziehung ausschliessen.


deswegen kann ich die entscheidung des vom TS angesprochenen mädels mehr als verstehen, wenn man sowas voraussieht, dann tut man sich das doch nicht an. wer sagt, dass man nicht in der zeit eine genauso tolle zeit haben kann - mit dem mann, mit dem man dann sein leben verbringen möchte? da ist so eine kurzzeit-beziehung doch nur ein hinderniss auf dem weg nen passenden zu finden.
 

Benutzer85989 

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ich bin 19 jahre alt und brauche noch nicht meine zukunft zu planen.
ich will nicht unbedingt kramphaft nach jemand suchen,mit dem ich den rest meines lebens verbringen werde.
ich lebe im hier und jetzt und dementsprechend werde ich auch meine beziehung führen.
ich werde wählerisch sein und mich nur auf jemand einlassen,mit dem ich auf einer wellenlänge bin und bei dem das gefühlsmäßig auch übereinstimmt.

wenn ich doch tatsächlich mit diesem mann lange,sehr lange zusammen bin...dann ist es natürlich auch schön :smile:
 

Benutzer62334 

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Viele haben hier gestimmt, dass sie nur den Mann fürs Leben wollen. Was machen die denn, wenn sie sich Hals über Kopf in jemanden verlieben, wo man weiß, dass es auf lange Sicht nicht passen wird? Ich könnte mir nicht vorstellen, dass ich mir selber die Chance auf ne schöne Zeit verbauen würde, nur weil ich an so einem (meiner Meinung nach) sinnlosen Prinzip festhalte.
Genau das meine ich. Wenn eine Frau doch an diesem Prinzip festhalten will, dann respektiere ich das. Aber genau darüber wollte ich diskutieren. Lohnt es sich, wegen dieses Prinzips ein Verknalltsein zu ignorieren?
 

Benutzer41772 

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ja, ich suche jemanden, mit dem ich mein leben verbringen kann. man weiß das natürlich nicht vorher, ob es wirklich auch hinhaut, aber ich will nicht in 2 wochen oder was weiß ich den partner wechseln...

wenn ich jemanden kennenlerne und nach gewisser zeit merke, dass wir keine gemeinsame (ferne) zukunft haben, dann hat auch die nahe zukunft irgendwie keinen sinn. das ergibt sich dann von selber. es müssen da einige dinge nicht passen, damit eine gemeinsame zukunft nicht zustande kommt. und diese dinge kann ich dann auch in der gegenwart und nahen zukunft nicht akzeptieren.
 

Benutzer29290 

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Kann ich mir nicht vorstellen.
Entweder ich bin verliebt und will den Mann am liebsten für immer und ewig oder ich bin es nicht.
So einfach ist das auch nicht. Eine meiner gluecklichsten und verliebtesten Beziehungen war mit jemand, wo wir beide wussten, dass wir nur 5 Monate zusammen haben werden und uns danach wegen sehr grosser Entfernung ewig nicht wiedersehen koennen. Das war aber trotzdem eine tolle Zeit und wir denken beide gern dran zurueck.
 

Benutzer73266 

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Da ich im Moment auf der Suche nach meiner ersten Beziehung bin, reicht es mir vorerst völlig, wenn ich mit ihm ne schöne Zeit haben kann :herz:
 

Benutzer79932 

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Von wegen Probleme, die man hätte vermeiden können, wenn man etwas wählerischer gewesen wäre:

"Ich ekel mich vor meinem Freund"
"Freund drängt auf Kinderkriegen"
"Freundin ist seit xy Jahren arbeitslos und gammelt nur zuhause"
"Ich will ein Jahr ins Ausland - neuer Freund droht mit Trennung"

Sind jetzt nur ein paar Beispiele, alles schon gelesen...
Und du glaubst wirklich, wenn du deinen zukünftigen Freund erst monatelang kennenlernst, seist du für den Rest des Lebens vor solchen Situationen gefeit? Falls ja: herzlich willkommen im Leben. Genau solche Beispiele hatte ich erwartet - das sind aber Dinge, die sich entwickeln (können) und die nicht zwangsläufig von Anfang an da sein müssen.

Wenn du glaubst, es reiche, einen Menschen kennenzulernen und gut ist und du ernsthaft davon ausgehst, dass du dann eine Garantie dafür hast, dass dieser Mensch - oder du selbst! - sich NIEMALS verändert, dann hast du - sorry - absolut keine Ahnung und eine grässlich naive Vorstellung. Und das Argument "man kann sich auch gemeinsam entwickeln" ist keines - das kann man, ja, muss man aber nicht. Dann nützt es einen feuchten Kehricht, ob man sich vorher noch so gut gekannt hat.

neverknow schrieb:
Ja eben, unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen. Genau das kann man doch aber sehr wohl vorher wissen oder zumindest abschätzen?
Will jetzt kein konkretes aktuelles Beispiel suchen, das wär ja irgendwie unfair den Betroffenen gegenüber. Aber warum geht mann beispielsweise eine Beziehung mit einer Frau ein, die zickig ist, wenn mann weiß, dass mann ein Problem damit hat? Klar, weil mann sich denkt: najaaa, damit werd ich schon fertig, sie kann ja auch lieb sein und sie sieht ja auch so süß aus ...

Auch hier: schon mal gehört, dass Bedürfnisse und Erwartungen sich verändern können? Glaubst du wirklich, du seist mit deinen stolzen 19 Jahren fertig in der Persönlichkeitsentwicklung und würdest dich keinen Funken mehr verändern? Man ist NIE einfach "fertig entwickelt", nicht mit 20, nicht mit 30, 50 oder 70. Und alles, was zu Veränderungen führen kann - ergo ALLES im Leben - kann auch einen riesigen Einfluss auf die Beziehung haben und sie unter Umständen eben halt zerstören .

Und das Beispiel mit dem zickig: auch hier, das kann sich entwickelt haben. Oder man merkt erst, dass es nervt, wenn man sich die ganze Zeit damit auseinandersetzen muss. Es gibt hunderte Dinge, die mich nur nerven, wenn ich sie dauernd hören muss, die mich aber nicht die Bohne interessieren, wenn ich nur sporadisch damit zu tun habe. Ich behaupte mal, das geht fast jedem Menschen so.
 
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Also das wäre schon optimal, wenn der Prinz denn jetzt mal aufschlagen würde!
 

Benutzer66580 

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Also das wäre schon optimal, wenn der Prinz denn jetzt mal aufschlagen würde!
 

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Das war bei dir so, aber bei anderen ist das eben nicht so. Also ist es bei anderne doch "so einfach". Ich könnte niemanden "mal kurz lieben". Liebe ist für mich etwas "ewiges" (übertrieben ausgedrückt, aber vom Prinzip her ...). Liebe heißt für mich, dass ich diese Person wirklich mit allem, was ich habe, liebe, und mich für sie auch völlig aufopfern würde, wenn es sein müsste. Das mach ich doch nicht, wenn derjenige irgendwas hat, was mich so sehr stört, dass es keine gemeinsame Zukunft gibt.

Off-Topic:
Warum war die Entfernung ein Hindernis für euch? Wenn sonst alles wirklich ideal gewesen wäre, hätte man das doch irgendwie überwinden können?
Ich habe in dem Fall ja auch von verliebt geredet, nicht von grosser Liebe und wir waren zu dem Zeitpunkt gluecklich miteinander und haben jeden Tag genossen obwohl oder weil wir wussten, dass die Zeit begrenzt war. Es waere eine Entfernung von 8000km gewesen und das war nicht wirklich machbar als Studentin mit 21.

Denjenigen, den ich wirklich geliebt habe und wo nach Jahren alles zu passen schien, wollte ich auch fuer immer behalten, aber da hatte ich keinen Einfluss drauf. Meinen jetzigen Freund wuerde ich auch gern langfristig behalten, aber mehr als hoffen kann man da letztendlich nicht.
 

Benutzer66580 

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Und du glaubst wirklich, wenn du deinen zukünftigen Freund erst monatelang kennenlernst, seist du für den Rest des Lebens vor solchen Situationen gefeit? Falls ja: herzlich willkommen im Leben. Genau solche Beispiele hatte ich erwartet - das sind aber Dinge, die sich entwickeln (können) und die nicht zwangsläufig von Anfang an da sein müssen.

Wenn du glaubst, es reiche, einen Menschen kennenzulernen und gut ist und du ernsthaft davon ausgehst, dass du dann eine Garantie dafür hast, dass dieser Mensch - oder du selbst! - sich NIEMALS verändert, dann hast du - sorry - absolut keine Ahnung und eine grässlich naive Vorstellung. Und das Argument "man kann sich auch gemeinsam entwickeln" ist keines - das kann man, ja, muss man aber nicht. Dann nützt es einen feuchten Kehricht, ob man sich vorher noch so gut gekannt hat.

Siehe oben: es geht nicht - zumindest nicht primär - um die "Garantie", dass diese Beziehung dann jetzt auch wirklich "für immer" hält. Natürlich kann immer irgendwas "passieren", und wenn der Partner stirbt. Das ist mir klar.

Es geht aber eben auch schon um den aktuellen Moment. Wenn jemand nicht zu mir passt, fühl ich mich in seiner Gegenwart nicht wirklich wohl, das ist einfach so. Und so wohl fühlen, dass ich mich verlieben kann, ihn küssen will etc. und dass ich tatsächlich zumindest hoffe, dass ich "für immer" mit ihm zusammen sein möchte ... wow, dafür muss eben wirklich fast alles stimmen. Ich kann doch nicht mit jemandem eine Beziehung eingehen, wenn ich mich nicht wirklich verstanden fühle, oder wenn ich manche Einstellungen meines Partners verachte. Das wär ihm gegenüber absolut nicht fair, und mir selbst gegenüber erst recht nicht.



Auch hier: schon mal gehört, dass Bedürfnisse und Erwartungen sich verändern können? Glaubst du wirklich, du seist mit deinen stolzen 19 Jahren fertig in der Persönlichkeitsentwicklung und würdest dich keinen Funken mehr verändern? Man ist NIE einfach "fertig entwickelt", nicht mit 20, nicht mit 30, 50 oder 70. Und alles, was zu Veränderungen führen kann - ergo ALLES im Leben - kann auch einen riesigen Einfluss auf die Beziehung haben und sie unter Umständen eben halt zerstören .

Fast alle Menschen, die ich kenne, sind / waren mit Anfang bis Mitte 20 fertig entwickelt, was die allgemeinen Einstellungen und Ideale angeht. Dieses "du wirst dich nochmal total verändern, ich garantiers dir" erinnert mich immer an meine Mutter, die mir, als ich mit 8 Jahren Vegetarierin wurde, auch gesagt hat: "Das ist eh nur eine Phase, in nem halben Jahr isst du wieder Fleisch." Ich bin jetzt in ner Woche 20 und immer noch Vegetarierin und bin sicher, dass ich das bis an mein Lebensende bleiben werde. Eben weil es mit tiefen, inneren Überzeugungen zusammenhängt (die ich auch mit 8 schon hatte), genauso wie meine Einstellung gegenüber dem Thema Liebe.

Aber davon abgesehen, wie gesagt: irgendwas kann immer schiefgehen, es geht mir nicht primär um die größtmögliche Sicherheit, sondern um das Erreichen eines Gefühls der echten Liebe. Und dazu bin ich eben nicht in der Lage bei jemandem, der irgendwas hat, was mich stört, oder irgendwas nicht hat, was ich bei einem Partner brauche.


Und das Beispiel mit dem zickig: auch hier, das kann sich entwickelt haben. Oder man merkt erst, dass es nervt, wenn man sich die ganze Zeit damit auseinandersetzen muss. Es gibt hunderte Dinge, die mich nur nerven, wenn ich sie dauernd hören muss, die mich aber nicht die Bohne interessieren, wenn ich nur sporadisch damit zu tun habe. Ich behaupte mal, das geht fast jedem Menschen so.

Klar, es kann sich entwickelt haben, das wär dann aber schon irgendwie komisch - vor allem wärs komisch, dass der nicht-zickige Partner das dann nicht rechtzeitig angesprochen hat und man dann nicht gemeinsam daran gearbeitet hat.
Es gibt aber genug Leute, die auch mit bereits zickigen Personen eine Beziehung eingehen. Könnt ein Beispiel zitieren, das ich erst vor 20 Minuten hier gelesen hab, aber wie gesagt, das wär irgendwie unfair.

Und wegen der Gewöhnungs-Sache: wenn es etwas unwichtiges ist, irgendeine nervige Angewohnheit des Partners, die einen in den Wahnsinn treibt - darüber sollte man echt reden können, und das sollte der Partner dann durchaus auch sein lassen können, wenn ihm was an der Beziehung liegt. Und bei essentiellen, störenden Dingen eben erst gar keine Beziehung eingehen.



Ich habe in dem Fall ja auch von verliebt geredet, nicht von grosser Liebe und wir waren zu dem Zeitpunkt gluecklich miteinander und haben jeden Tag genossen obwohl oder weil wir wussten, dass die Zeit begrenzt war. Es waere eine Entfernung von 8000km gewesen und das war nicht wirklich machbar als Studentin mit 21.

Denjenigen, den ich wirklich geliebt habe und wo nach Jahren alles zu passen schien, wollte ich auch fuer immer behalten, aber da hatte ich keinen Einfluss drauf. Meinen jetzigen Freund wuerde ich auch gern langfristig behalten, aber mehr als hoffen kann man da letztendlich nicht.

Ah, okay. Ja, wie gesagt, das ist dann eben bei dir anders (was ich echt in keinster Weise kritisieren oder als minderwertig etc. betrachten oder bezeichnen will ... ich weiß, dass das bei mir oft so rüberkommt :schuechte ist (meistens) nicht so gemeint). Ich könnte mich darauf nicht einlassen, allein schon, weil ich zu große Angst vor dem dann ja zwangsläufig drohenden Herzschmerz hätte.

Und wegen dem, das für immer halten sollte und dann gescheitert ist: darüber haben wir ja schon mal kurz geschrieben, und da hab ich dir schon gesagt, dass ich das dann trotzdem insgesamt (von dem her, was ich darüber weiß, also nicht viel) für "gelungen" halten würde, da du dir nix vorzuwerfen hast. Das fällt eben unter den Fall "es gibt keine Garantie für irgendwas", worüber ich mir ja auch bewusst bin.
 

Benutzer75021 

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Genau das meine ich. Wenn eine Frau doch an diesem Prinzip festhalten will, dann respektiere ich das. Aber genau darüber wollte ich diskutieren. Lohnt es sich, wegen dieses Prinzips ein Verknalltsein zu ignorieren?
Es ist-zumindest bei mir- kein Prinzip, sondern eine Einstellungssache!
Ich möchte nun mal einen festen Partner, den meine Kinder mögen, der meine Kinder mag und in meine kleine Familie passt. Und mit dem möchte ich auch, wenn es möglich ist, alt werden.
Man kann vorher nie wissen ob das wirklich eintrifft oder eine Beziehung irgendwann in die Brüche geht.
Aber warum sollte ich das Risiko eingehen mit einem Mann zusammen zu sein, wenn ich von vornerein weiß, das hält nicht auf Dauer?! Ich vermeide somit (vor allem)meine Kinder und mich zu verletzen.
Meine Verantwortung die ich den kindern gegenüber habe, ist größer als jedes Gefühl von Verknalltheit.
Ich verliebe mich eh nie schnell und bei mir spielt dabei nicht nur das Herz, sondern auch der Verstand eine große Rolle! Eben, wegen der Kinder.
Vielleicht würde ich anders denken,wenn ich keine Kinder hätte. Aber so kommt für mich nichts anderes in Frage!
 

Benutzer56469  (36)

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Direkt auf Partnersuche bin ich ja nicht gegangen. Ich sah ihn und wollte ihn und ich hab ihn bekommen. :herz: Und für mich war von Anfang an klar dass er fürs Leben ist. Und er sieht das genauso. Klar haben wir auch eine schöne Zeit das ist eh logisch, aber einen Partner NUR für eine schöne Zeit haben würde ich jetzt nicht mehr haben wollen dass muss schon mehr zukunftsorientiert sein. Bin ja nicht mehr soooo....jung :-D und da muss man natürlich planen. ^^
 
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Seh ich auch so.
Wenn ich hier sehe, was für Probleme manche Paare haben...Ich denke, viele davon kann man schon von vornherein vermeiden, wenn man etwas wählerischer ist und sich nicht jeden ins Bett holt, der einem sympathisch ist :zwinker: .
Ich sehe es umgekehrt. Viele Probleme resultieren daraus, dass die Beziehung durch zu hoch gehängte Erwartungen die Beziehung verkompliziert wird, die irgendwann nicht mehr zu erfüllen sind.

Man sollte sich Zeit nehmen den Partner kennenzulernen ohne Vollgarantie auf eine gemeinsame Lebensperspektive (für die kann man sich vielleicht entscheiden, wenn eine mehrjährige Beziehung gut läuft).
 
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