Findet ihr das respektlos?

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Dazu müsste man auch ein bißchen über die finanzielle Lage der Eltern wissen. Im Bezug auf die Berechnung von Bafög gibt es ja unschöne Situationen, wo man kein volles Bafög bekommt, obwohl die Eltern wirklich kein Geld übrig haben (insbesondere Schulden/Kredite werden da sehr ungünstig für die Eltern eingerechnet).
Da mag ihm das Geld dann rechtlich irgendwie zustehen, vorhanden ist es trotzdem nicht...Und sich als Kind dann auf die rechtliche Lage zu berufen finde ich dann doch irgendwie erbärmlich.

Mit einer Entschuldigung würde sich die TS auf jeden Fall kein Bein ausreissen, Prinzipienreiterei finde ich hier sehr unproduktiv.
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Ob respektlos oder nicht, ich denke, du hast recht. Es kommt aber auch darauf an, ob die Eltern das zusätzliche Geld zahlen können, nicht immer kann das Bafög-Amt da alles berücksichtigen.
Klüger wäre es allerdings gewesen, wenn du dich vorher mit deinem Freund abgesprochen hättest und er dieses Argument angesprochen hätte. Es stimmt schon, es sind seine Eltern und er sollte das mit ihnen austragen. Er hat da auch einen wesentlich besseren Stand, du stehst da am Ende eher als geldgeile Freundin da.
Allgemein denke ich, dass ihr wesentlich besser fahrt, wenn ihr euer Geld getrennt haltet und jeder in eine Haushaltskasse zahlt. Dann würdest du jetzt nicht da stehen und dich mit den Eltern deines Freundes über seinen Kredit streiten.
Wenn man das Geld so vermischt, ist am Ende nicht mehr klar, wer welche Verantwortung dafür hat. Das kann schon zwischen euch in die Brüche gehen, wenn jeder immer für den anderen mitziehen muss - spätestens dann, wenn der eine bei etwas nicht mehr einverstanden ist. Aber auch dann, wenn Geld von Außenstehenden mit ins Spiel kommt, wird es schwierig, wie das jetzt der Fall ist. Geordnete Verhältnisse könnten euch da vor so einigen Konflikten bewahren.

Konkret würd ich das mit dem freund durchsprechen. Idealerweise würde er hinter dir stehen und diese Aussage/Meinung als seine eigene seinen Eltern gegenüber vertreten. Ansonsten hast du wohl die Arschkarte und entweder kriechst du zu Kreuze um des Friedens Willen oder schaust, ob die Mutter sich irgendwann abreagiert.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Fakt ist doch, dass die Eltern des Freundes diesem weniger zahlen als ihm zusteht.
Nee, so sehe ich das nicht. Ich kenne genügend Leute die von ihrem Bafög ganz alleine leben müssen und das auch hinbekommen. Wie schweinebacke schon sagte, was einem als Kind zusteht ist eine schwierige Frage, hierfür wäre es vielleicht interessant zu wissen wie viel vom höchsten Bafögsatz bekommt. Das sind ja aktuell meines Wissens nach 670 Euro. Was steht ihm denn dann deiner Meinung nach zu? Wenn man sich auf die Düsseldorfer Tabelle bezieht sieht man, dass da nicht viel mehr bei rumkommen würde, im Gegenteil, wenn die Eltern wenig verdienen ist der Satz niedriger!

Ich finde es auch schwierig, es so zu sehen das die TS "das Minus der Eltern ausgleicht". Nein, die TS deckt ihre eigenen Kosten und darüber hinaus noch so viel mehr, wie sie mehr Geld hat, zumindest scheint es so. Wenn das nicht so ist und ihr Freund nicht von seinem eigenen Geld leben kann und die TS zum Überleben braucht dann würde das verständlicherweise die eh schon schwierige und gestresste Beziehung (siehe andere Threads) noch mehr strapazieren. Nur dann ist es trotzdem nicht die Rolle der TS, seine Eltern um mehr Geld für sie beide zu "bitten".

Wir machen es so: natürlich haben wir ein gemeinsames Konto von dem wir Miete und Nebenkosten gleichermaßen zahlen. Außerdem haben wir eine Haushaltskasse, in die wir gleich viel Bargeld hinein tun, davon gehen wir einkaufen. Wenn man das Geld mal nicht dabei hat, zahlt man halt mal mit der eigenen Karte, das gleicht sich wieder aus. Er hat mehr Geld als ich, deswegen zahlt er öfter wenn wir was unternehmen oder Essen gehen.

Aber nur weil wir einen gemeinsamen Haushalt führen ist ER doch nicht dafür verantwortlich, MEINE Schulden abzubezahlen, das finde ich total absurd! :ratlos: Besonders nicht wenn es für Sachen war die lange zurück liegen (mit 13 und 15?!?!) und mit mir nix zu tun haben.

Off-Topic:
Als ich meinen Vater vor ein paar Monaten darauf ansprach das ich ja nun im Juli mit dem Studium fertig bin und fragte, ob ich wohl noch 6 Monate länger Unterhalt von ihm beziehen könnte (wohlgemerkt: ihm tut das finanziell NICHT weh) hat er auch erst mal gesagt "Eigentlich habe ich keine Lust, eure Weltreise zu finanzieren" ... da hat er auch Recht, er soll natürlich nicht meinen Freund mitfinanzieren, der hat sein eigenes Geld! Nachdem ich ihm erklärt hatte das dem eben nicht so ist war's auch kein großes Problem mehr. Vielleicht ist das den Eltern des Freundes ja auch wichtig.
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Nee, so sehe ich das nicht. Ich kenne genügend Leute die von ihrem Bafög ganz alleine leben müssen und das auch hinbekommen. Wie schweinebacke schon sagte, was einem als Kind zusteht ist eine schwierige Frage, hierfür wäre es vielleicht interessant zu wissen wie viel vom höchsten Bafögsatz bekommt. Das sind ja aktuell meines Wissens nach 670 Euro. Was steht ihm denn dann deiner Meinung nach zu? Wenn man sich auf die Düsseldorfer Tabelle bezieht sieht man, dass da nicht viel mehr bei rumkommen würde, im Gegenteil, wenn die Eltern wenig verdienen ist der Satz niedriger!

Ich glaube, sie meinte damit, dass er Bafög-Satz ja niedriger ausfällt,wenn die Eltern gut verdienen. Und der fällt dann ja niedriger aus, weil die Eltern diese Differenz ausgleichen sollen. Soweit ich weiß, darf man das Geld dann auch einklagen, wenn die Eltern nicht bereit sind, das zu zahlen.

Es kommt ja durchaus vor, dass die Eltern sehr gut verdienen, aber dem Kind nichts zahlen, z.B. weil er/sie nicht das gewünschte Studienfach studiert, nicht das gewünschte Leben lebt, etc. Wenn die Kinder dann deswegen weniger Bafög kriegen, haben sie halt trotzdem ein Recht auf das restliche Geld, was sie ja sonst durchs Bafög kriegen würden.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Es kommt ja durchaus vor, dass die Eltern sehr gut verdienen, aber dem Kind nichts zahlen, z.B. weil er/sie nicht das gewünschte Studienfach studiert, nicht das gewünschte Leben lebt, etc. Wenn die Kinder dann deswegen weniger Bafög kriegen, haben sie halt trotzdem ein Recht auf das restliche Geld, was sie ja sonst durchs Bafög kriegen würden.
Wenn es wirklich ans Existenzminimum geht, verstehe ich den Schachzug auch. Ich wohne selber seit ich 16 bin nicht mehr zu Hause und habe entsprechend auch so meine Unterhaltskriege geführt. Am Anfang hat mir mein Vater grade mal 550 Euro überwiesen, was angesichts einer WG-Miete von 350 Euro im Monat einfach kaum ging. Nur so lange man genug Geld zum Leben hat (und eventuell die Möglichkeit, sich mehr dazu zu verdienen) sehe ich die Notwendigkeit eines Rechtsstreit, der recht definitiv das Verhältnis zu den Eltern zerstören wird, nicht. Die Eltern in diesem Fall scheinen ja Geld dazu zu zahlen, nur eben nicht so viel das es am Ende den maximalen Bafög-Satz ergibt.

"Gut verdienen" muss man übrigens nicht, um nur einen Teil von der Förderung zu erhalten, dafür reicht meines Wissens nach Grundbesitz und andere Vermögenswerte. Es wird oft unfairerweise "festgestellt", die Eltern können das Kind im vollen Umfang finanzieren, obwohl dies gar nicht der Fall ist. Auch das sollte man beachten wenn man den Finanzkrieg führt! Ich persönlich verzichte darauf, den Höchstsatz von meinem Vater einzuklagen, lieber habe ich weniger und verdiene mir mit Nebenjobs noch was dazu und kann mit ihm noch normal reden.
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Würdet ihr euch entschuldigen? Fändet ihr das, als seine Mutter respektlos?

Ja und ja.

Dein Freund hat sich Geld von seinen Eltern geliehen - jetzt möchte sie es zurückhaben und du als seine Freundin (und da ist es immer sehr kritisch sich in Geldangelegenheiten zwischen Ihm und seinen Eltern überhaupt einzumischen) sagst in dem Gespräch tatsächlich:
"Ihr müsst uns mehr zahlen!"
Off-Topic:
Abgesehen davon, dass es m.M.n. wohl kaum einen ungünstigeren Zeitpunkt für diese Forderung gegeben hätte: Warum müssen die euch mehr zahlen? Sind sie dazu verpflichtet? Kriegt er sein eigenes BaFöG nicht auf sein eigenes Konto? Oder "müssten" sie euch nur mehr zahlen, weil sie leider nicht so wenig Geld haben, dass dein Freund den vollen BAFöG-Satz kriegt?


Ich fände das fehl am Platz und würde mich entschuldigen, selbst wenn ich der Meinung bin, dass ich Recht habe. Vor allem aber würde eine Entschuldigung wohl viel eher dazu beitragen, dass man das ganze vernünftig geregelt bekommt anstatt dauerhaft (mehr) Konflikte und Streit zu haben.

Off-Topic:
Wie viel Geld man jetzt genau zum Leben braucht ist da m.E. gar nicht der Punkt. Aber nur mal so zum nachdenken: Ich bin an der Uni auch jahrelang ohne BAFöG zurechtgekommen, ohne dass mir jemand jeden Monat etwas in der Nähe von 500€ gezahlt hätte..habe dann halt nebenher mehr gearbeitet und deswegen vermutlich in Endeffekt 1-2 Semester länger studiert..ich persönliche würde im Leben nicht auf die Idee kommen, zu meinen Eltern zu sagen: "Ey, Leute, ich krieg kein BaFöG, überweist mir mal bitte jeden Monat 500€...


Noch eine Kleinigkeit:
"EUCH" müssen die garnix zahlen, sondern nur ihrem Sohn..
Diesen ziemlich deplazierten Vorschlag, ihr könntet ja bei ihnen Essen kriegen und so würde ich einfach ignorieren und ihn garnicht erst diskutieren.
 

Benutzer80965 

Meistens hier zu finden
Ganz ehrlich: Ich habe deine anderen Threads mal durchgekuckt:

Dein Freund ist nicht nur der Meinung, dass du den Haushalt (als Frau ist das ja klar, nicht wahr) zu schmeissen hast, ihn bespassen sollst (was sowohl den Sex als auch Unternehmungsplanungen anbelangt), gefälligst auch dann, wenn es dir schlecht geht (Menstruation verbunden mit starken Schmerzen), sondern auch noch, dass du ihn und seine Schulden finanzierst (denn ganz ehrlich, du hast ja geschrieben, dass du mehr verdienst, da kommt ihm ja das gemeinsame Geld gerade Recht).

Und nun fordert er, dass du dich bei seiner Mama entschuldigst, weil du ja (irgendwie zumindest) darauf hingewiesen hast, dass eigentlich seine Eltern ihn (wohlgemerkt ihr Kind, nicht deins), finanzieren sollten und nicht du, was ja auch einen rechtlichen Hintergrund hat. Für ihn ist das ja ganz bequem, er muss da gar nicht sich auf deine Seite stellen, denn die Kohle bekommt er ja, ob von seiner Mama oder von dir ist ja dann auch egal.

Fällt dir was auf? Wie lange willst du dich eigentlich noch ausnutzen lassen?
 

Benutzer117924 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also zuerst sei gesagt,dass die TS ein Recht hat mitzusprechen. Bei einem gemeinsamen Konto ist es eine Angelegenheit für BEIDE. Ich finde den Einwand,den die TS gemacht hat am Anfang, logisch und vernünftig.

Nun weiß ich wenig über die Mutter aber eventuell hasst sie es,wenn man ihr Parole bietet. Zumindest ist die nicht so gute Beziehung ein Zeichen der Abneigung zur TS.

Im Moment baut sich ein zweiter Konflikt auf. Es geht hier aus meiner Sicht mehr um einen Machtkampf. Ansonsten hätte sie sich ja gleich beschweren können,wenn es sie sehr stört.

Zuerst einmal sind getrennte Konten keine schlechte Idee. Damit wärst du unabhängiger und du weißt,wo dein Geld hingeht. In dieser Lage wären sie sogar mit einer der besten Ideen.
Du hast im Grunde zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit wäre sich zu entschuldigen,was viele Fordern. Diese Option würde ich nur in Betracht ziehen,um die Wogen zu glätten. Die andere Option wäre sich nicht zu entschuldigen. Das könnte zu weiteren Konflikten führen und dein Freund ist dann zwischen zwei Fronten. Außerdem müsstet ihr dann vielleicht wieder neuverhandeln. Am Ende hängt es vom Standpunkt ab,an dem ihr euch befindet.

Einwand okay am Anfang, Entschuldigen bedingt.
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
Ja, das als Freundin zu sagen finde ich nicht nett und irgendwo auch respektlos um ganz ehrlich zu sein.
Klar bist du vermutlich damit im Recht und es ist auch nicht richtig von der Mutter ihm Geld zu "unterschlagen", das steht außer Zweifel aber dennoch ich hätte mich da wohl nicht eingemischt als Freundin.
Wenn er das zu seiner eigenen Mutter sagen würde, wäre es nochmal komplett anders, da fänd ich das eher nicht respektlos!
Würde mich in dem Fall schon entschuldigen... (und ich bin nicht der Mensch, der sich wegen jeder Kleinigkeit entschuldigt oder ohne Grund :zwinker: )
Zukünftig würde ich mich da nicht mehr allzu sehr einmischen weil du damit nicht direkt was zu tun hast, die Mutter ist nicht verpflichtet dir Geld zu geben und ja das gibt dann vermutlich nur Ärger!
 

Benutzer113764 

Sorgt für Gesprächsstoff
Off-Topic:
scheinbar würden sich hier alle entschuldigen. Ich werde aber das Gefühl nicht los, dass du hier solange argumentieren magst bis einer sagt, er würde sich auch nicht entschuldigen. Glaube du entschuldigst dich so oder so nicht. Egal was hier geschrieben wird... denn wenn DU es nicht für nötig hälst ist die Entschuldigung nicht ehrlich und damit für mich wertlos :-/
 
S

Benutzer

Gast
Nee, so sehe ich das nicht. Ich kenne genügend Leute die von ihrem Bafög ganz alleine leben müssen und das auch hinbekommen. Wie schweinebacke schon sagte, was einem als Kind zusteht ist eine schwierige Frage, hierfür wäre es vielleicht interessant zu wissen wie viel vom höchsten Bafögsatz bekommt. Das sind ja aktuell meines Wissens nach 670 Euro. Was steht ihm denn dann deiner Meinung nach zu? Wenn man sich auf die Düsseldorfer Tabelle bezieht sieht man, dass da nicht viel mehr bei rumkommen würde, im Gegenteil, wenn die Eltern wenig verdienen ist der Satz niedriger!

Spielen die Zahlen denn tatsächlich eine Rolle? Es ist doch egal, wieviel Bafög der Freund der TS bekommt und wieviel die Eltern an sich noch dazu geben müssten. Einzig allein zählt doch, dass dem Freund scheinbar noch eine gewisse Höhe an Geld zusteht, die von den Eltern aber nicht gezahlt wird. Sei es 50 EUR oder 250 EUR. Das ist doch eigentlich egal. Es zählt m. E. allein der Punkt, dass er von seinen Eltern Geld bekommen müsste, welches von ihnen aber nicht gezahlt wird.

Ich finde es auch schwierig, es so zu sehen das die TS "das Minus der Eltern ausgleicht". Nein, die TS deckt ihre eigenen Kosten und darüber hinaus noch so viel mehr, wie sie mehr Geld hat, zumindest scheint es so. Wenn das nicht so ist und ihr Freund nicht von seinem eigenen Geld leben kann und die TS zum Überleben braucht dann würde das verständlicherweise die eh schon schwierige und gestresste Beziehung (siehe andere Threads) noch mehr strapazieren. Nur dann ist es trotzdem nicht die Rolle der TS, seine Eltern um mehr Geld für sie beide zu "bitten".

Doch, zwangsläufig gleicht sie es aber aus, indem sie nunmehr das mehr bezahlt, was die Eltern des Freundes nicht zahlen.
Zudem hat die TS nicht um Geld gebeten. Sie hat lediglich angemerkt, dass die Eltern dem Freund eigentlich finanziell unterstützen müssten. Daraus lese ich nicht, dass sie gebeten hat zu zahlen. Es war - zumindest in meinen Augen - ein Hinweis.

Ich kann diesen Unmut irgendwie auch verstehen, denn nachdem die Mutter eigentlich gesagt hat, es reiche aus, wenn der Sohn die Schulden in den nächsten Jahren begleicht und nun aber ankommt und sagt, sie will das Geld am liebsten jetzt haben, wäre ich auch etwas verwirrt und zugegebenermaßen auch stinkig.
Man verlässt sich doch auch auf die Aussage der Mutter, nämlich dass man noch ein paar Jahre Zeit hat zum Sparen für die Rückzahlung. Und auf einmal kommt sie daher und will das Geld jetzt?

Als Mutter finde ich das schon ziemlich frech. Erst recht, wenn man weiß, dass der Sohn noch studiert und von Bafög lebt.

Wahrscheinlich ist das auf Seiten der TS auch einfach Angst, weil sie befürchtet, wenn der Freund nun auf einmal alles zurück zahlen soll (vielleicht noch in Raten) und sie dadurch noch weniger Geld im Monat haben, welches dann wieder durch ihr Lehrgeld ersetzt werden soll.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Spielen die Zahlen denn tatsächlich eine Rolle? Es ist doch egal, wieviel Bafög der Freund der TS bekommt und wieviel die Eltern an sich noch dazu geben müssten.
Ach, ich finde eben nicht, dass das egal ist. Hauptsache ist doch, dass sie ihrem Sohn ein Studium ermöglichen, nicht, ob sie auf den Euro genau die Unterhaltsgrenzen einhalten. Wie gesagt, mir hätte auch jahrelang viel, viel mehr Geld zugestanden, aber ich halte es für sinnvoll, solche finanziellen Themen nicht bis zum Anschlag auszureizen - zugunsten eines guten Verhältnisses und der Möglichkeit, langfristig voneinander zu profitieren.

Doch, zwangsläufig gleicht sie es aber aus, indem sie nunmehr das mehr bezahlt, was die Eltern des Freundes nicht zahlen.
Nein. Wie die TS und ihr Freund untereinander ihren Haushalt regeln ist ihre Sache und hat mit den Eltern nichts zu tun. Es liegt an ihrem Sohn, mit seiner Freundin auszumachen wer was bezahlt und wie viel. Seine Eltern sind für sie nicht finanziell verantwortlich!

Man verlässt sich doch auch auf die Aussage der Mutter, nämlich dass man noch ein paar Jahre Zeit hat zum Sparen für die Rückzahlung. Und auf einmal kommt sie daher und will das Geld jetzt?
Ich kann hier jetzt nur spekulieren. Der TS studiert, selbst wenn er im ersten Semester ist und keinen Zivi gemacht hat ist er also mal mindestens 18/19. Das Geld wurde ihm das erste Mal geliehen als er 13 war. Dann noch mal mit 15. Das sind mittlerweile eben schon "einige Jahre". Viel wahrscheinlicher ist, dass er mittlerweile Mitte 20 ist und das eben wirklich eine längere Zeit zurück liegt. Natürlich ist es unnötig von der Mutter das Geld zurück zu verlangen, wenn sie es nicht grade selber dringend bräuchte. Andererseits ist die Leihgabe jetzt auch nicht erst 6 Monate her.. In den 5-10 Jahren hätte sich der junge Mann schon mal Gedanken darüber machen können, wie er die 1500 Euro zurück zahlt.

Ich kann schon verstehen, dass es dadurch für klischeefrau unangenehm wird. In diesem Fall würde ich getrennte Kassen vorschlagen und so leben, wie es sich beide leisten können, so das jeder die Hälfte von Allem bezahlt. In den meisten Fällen wo einer mehr hat als der Andere ist das ja gar nicht notwendig (bei uns klappt's auch prima), aber hier klappt es scheinbar eben nicht. Mit der Rückzahlung dieses Geldes sollte die TS jedenfalls nichts zu tun haben müssen, hier kann sie ihrem Freund meiner Meinung nach nur mit einem offenen Ohr, Hilfe bei der Erstellung eines Zahlungsplanes oder des Findens eines Jobs usw. helfen.
 
A

Benutzer

Gast
Ich weiß ja nicht, ob das in Deutschland ist - aber ich kenne zumindest hier in Österreich keinen einzigen Studenten, der genau so viel Geld von seinen Eltern kriegt, wie ihm vor Gericht zugesprochen werden würde, das finde ich extrem übertrieben. Eltern geben doch ihrem Kind genau so viel Geld, wie sie es erzieherisch und ihren Lebensumständen entsprechend passen finden.

Wenn da irgendeine Freundin dann meint zu sagen, dass vor Gericht der Sohn aber mehr Geld kriegen würde, dann würde ich mir als Mutter wohl denken, wohin sie sich diese Anmerkung (bis Drohung, dass man es einklagen könnte?) stecken könnte.

Aber vielleicht verstehe ich das auch falsch? :hmm:
 

Benutzer80965 

Meistens hier zu finden
Wenn da irgendeine Freundin dann meint zu sagen, dass vor Gericht der Sohn aber mehr Geld kriegen würde, dann würde ich mir als Mutter wohl denken, wohin sie sich diese Anmerkung (bis Drohung, dass man es einklagen könnte?) stecken könnte.

Also von Drohung, dass rechtliche Schritte folgen hat die TS glaube ich nirgends etwas geschrieben.

Ich denke halt (wie schon vorher geschrieben), dass das Problem eher beim Freund der TS liegt. Denn eigentlich könnte er sich doch auch einen Nebenjob suchen, oder nicht? Stattdessen lässt er seine Freundin seine Schulden (die mit ihr nichts zu tun haben) mitabbezahlen.

Ich persönlich würde mir viel eher darüber Gedanken machen als über die Mutter...
 
A

Benutzer

Gast
Also von Drohung, dass rechtliche Schritte folgen hat die TS glaube ich nirgends etwas geschrieben.

Darum hab ich das auch in Klammern und mit Fragezeichen geschrieben. Es gibt ja durchaus Studenten, die das Geld einklagen. Und wenn dann so ein Satz von einer sich unfair behandelten Freundin des Sohnes fällt, dann könnte man auf den Gedanken kommen, dass sie so weit gehen könnte. Zumindest hat sie sich ja auf die rechtliche Grundlage bezogen.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Naja, ich würde mich wohl nicht entschuldigen. Immerhin ging es in dem Gespräch um Geld, alle sind betroffen und sitzen dabei - es wurde ja niemand weggeschickt und beide leben zusammen.

Wenn man gemeinsame Haushaltskasse macht, ist es eben in der Regel schon so, dass derjenige, der mehr Geld hat, denjenigen, der weniger hat, etwas "mit durchfüttert". Gerade bei bestimmten Ausgaben sagt man eher mal "Komm, ich mach das!" Und vielleicht möchte man sich auch mal was gönnen und gibt dem Partner einen aus, weil man das nicht komplett alleine finanzieren möchte.

Ich halte es aber auch für recht einfach gerechnet, wenn man unterstellt, als Freundin hätte man mit den Finanzen des Freundes nichts zu tun. Wenn es danach ginge, würde ich mir nur noch meine Pizza alleine bestellen, alleine ins Kino oder dergleichen. Entsprechend lade ich meinen Freund auch mal ein - und ärgere mich trotzdem über seine Mutter, die nicht möchte, dass er jobbt, weil ja die 300 € [von denen an die 150 € Krankenkasse runtergehen!] zum Leben reichen sollen. Ich kann schon verstehen, dass einen das frustriert und man dann vielleicht auch mal was sagt.

In dem Fall kommen dann noch - in meinen Augen - recht kleinliche Eltern dazu, die anscheinend - von dem was ich lese - nicht genügend Unterhalt zahlen und wegen geliehenem Geld vor Jahren auf einmal einen Aufriss machen.

Vielleicht bin ich da auch nicht objektiv, wenn ich finde, dass es eigentlich normal ist, wenn Eltern einem 13 oder 15-Jährigen die musikalische Ausbildung und evtl. einen PC finanzieren. :confused:

Jedenfalls wollen sie das Geld jetzt zurückhaben, obwohl sie die ganze Zeit zu wenig geben. Dass man da mal den Einwand bringt, dass eigentlich auch mehr Unterhalt geschuldet wäre, finde ich eigentlich ganz normal. :hmm: Ob man das nun als Freundin hätte sagen sollen, vermutlich eher nicht - man siehts ja an der Reaktion - aber falsch wird die Aussage davon trotzdem nicht. Und das dann vor dem Hintergrund, dass man finanzielle Sorgen hat, weil man zu wenig bekommt, mitten in der Ausbildung geliehenes Geld wieder eingefordert wird - ich finde das schon etwas komisch.

Ich würde mich wohl wegen objektiv richtiger Aussagen nie entschuldigen, weil ich nicht wüsste, was es soll.

Anscheinend wurde da ein Nerv getroffen, sonst würde da wohl niemand drauf bestehen.

Für mich klingt das ganze recht engstirnig und kleinkariert, auf solche Leute hätte ich keinen Bock.
 

Benutzer12784  (39)

Sehr bekannt hier
Eltern geben doch ihrem Kind genau so viel Geld, wie sie es erzieherisch und ihren Lebensumständen entsprechend passen finden.

Also wenn sie einen 20 Jährigen noch erziehen müssen, dann haben sie bisher soviel falsch gemacht, das sie ruhig noch ein wenig Schmerzensgeld für die ganzen sozialen Schwierigkeiten zahlen dürfen die dem ungezogenen Jungen so passieren.
Natürlich zahlen Eltern soviel wie sie können und nicht soviel wie sie müssen. Aber es ist doch lächerlich einem 13 Jährigen einen Kredit einzuräumen, damit er sein Hobby ausüben kann.
Kinder kosten, das sollte jedem klar sein der welche bekommt. Und Kinder kosten während der Ausbildung Unterhalt. Die 1500€ kann sich die Mutter normalerweise sonstwohin stecken aber wenn sie auf klare Kasse besteht, soll sie auch klar das zahlen, was sie zahlen muss, und nicht weniger.
 

Benutzer106693 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also, das BaFög meines Freundes wird natürlich nicht auf das Konto seiner Eltern überwiesen - das wäre ja idiotisch -, nur in deutschland ist es so, dass, wenn die Eltern über einem bestimmten Satz verdienen, sie das Bafög bis zum höchstbetrag (in dem falle meines freundes 597 €) ausgleichen müssen. Er bekommt vom Staat 381 €, heißt also, seine Eltern müssten uns einschließlich Kindergeld noch 400 Euro zahlen. Sie zahlen uns allerding inklusive Kindergeld 250 €. Diesen Betrag haben wir als unser Minimum aushandeln müssen, es ist also genau so viel, dass wir gerade über die Runden kommen. (Seine eltern wollten uns vorher nur das Kindergeld - 184 € - zahlen)

Das ist übrigens auch das, was mich so stört, dass wir unserer Schwiegermutter unsere Finanzen offenlegen mussten, um überhaupt noch zustzlich zum Kindergeld etwas geld zu bekommen.

Ehrlich gesagt, weiß ich noch nicht ob ich mich entschuldige, werde es aber höchstwahrscheinlich tun und ihr mitteilen, dass mein Freund und ich getrennte Kassen machen, wodurch er durch diesen Ausgehandelten Satz am ende des Monats noch 55 € über hätte. Er hat eingewilligt und mir sollsnur Recht sein, da ich ja über 200 € mehr verdiene als er.

Off-Topic:
Meine Eltern haben auch nicht die Geldscheiße und haben mir viel finanziert und mussten nebenbei immer meine außerhalb wohnende Schwester komplett finanzieren. aber vielleicht liegt das daran, dass die nicht aller zwei Wochen für 100 € Lotto spielen gehen.


Den Satz habe ich übrigens in diesem Zusammenhang gesagt:

Sie : "naja aber wir können die Schulden nicht einfach verfallen lassen!"
Ich: "Sollt ihr auch nicht, wir werden es euch zurückzahlen! Nur das geht eben jetzt grade nicht, da wir kaum Geld haben."
Sie: "Wieso denn? Ihr müsstet doch klarkommen!"
Ich: "Du hast unsere Kosten gesehen. Wir kommen klar, aber nicht wenn wir jeden Monat 50 € an euch zahlen müssen. Denn genauso hatten wir es ja ausgehandelt. Aber es würde meiner Meinung nach nichts bringen, wenn ihr uns mehr Geld zahlt und wir euch das dann zurückzahlen."
Sie: "Und deine Eltern? Die zahlen doch auch nichts!"
Ich: "Meine Eltern müssen auch nichts zahlen, da ich sehr gutes Lehrlingsgeld bekomme. Und so gesehen ist das Bafög sein Lehrlingsgeld und von 381 € kommt man nicht über die Runden. Eigentlich - rein rechtlich - müsstet ihr ihm mehr Bafög zahlen, aber weil wir mit dem geeinigten Betrag gerade so über die Runden kommen, hatten wir das ja gelassen ..."

Und da verstehe ich echt nicht, wieso da man sauer auf MICH sein darf und alle gegen mich sind.. was ja auch GAR nicht nervenaufreibend ist, wenn die Mutter so schon immer zwischen ihm und mir ist.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Wenn man gemeinsame Haushaltskasse macht, ist es eben in der Regel schon so, dass derjenige, der mehr Geld hat, denjenigen, der weniger hat, etwas "mit durchfüttert".
Das hat doch aber mit den Eltern nichts zu tun. Ich sage doch nicht den Eltern meines Partners, sie sollen ihm mehr Geld zahlen, damit MEINE finanzielle Lager besser ist.

Ich betone noch mal: ich finde es vollkommen normal, dass derjenige der mehr Geld hat auch prozentual mehr übernimmt. So lange die Verhältnisse klar sind und es funktioniert. Bei manchen Konstellationen funktioniert es aber eben nicht gut. Und dann machen getrennte Kassen (zumindest vorruebergehend) meiner Meinung nach schon Sinn.

Vielleicht bin ich da auch nicht objektiv, wenn ich finde, dass es eigentlich normal ist, wenn Eltern einem 13 oder 15-Jährigen die musikalische Ausbildung und evtl. einen PC finanzieren. :confused:
Keine Ahnung, vielleicht bin ich da sehr kleinlich erzogen worden, aber ich durfte mit 13 den Familiencomputer benutzen. Einen Laptop habe ich von meinem Vater noch nie bezahlt bekommen, das ist doch mein Privatvergnügen. Und wer weiß, vielleicht wollte der Freund der TS eben zwei ganz besonders teure Gitarren?
Ich habe auch nicht immer einfach alles bezahlt bekommen, was ich halt haben wollte. :hmm: Der Drops ist doch jetzt eh gelutscht, er hat sich halt schon vor vielen Jahren Geld von seinen Eltern geliehen und hat es nicht zurück gezahlt. Die Eltern haben es offenbar nicht vergessen und finden es nach wie vor nötig, das Geld zurück zu bekommen. Das geht mich nichts an, warum, und das geht auch eigentlich die TS nichts an. Ich will mir überhaupt nicht anmaßen zu beurteilen ob es gerechtfertigt ist, dass die Eltern das Geld zurück wollen, aber rein aus Prinzip kann ich es wohl schon nachvollziehen.
 

Benutzer106693 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das hat doch aber mit den Eltern nichts zu tun. Ich sage doch nicht den Eltern meines Partners, sie sollen ihm mehr Geld zahlen, damit MEINE finanzielle Lager besser ist.

Ich betone noch mal: ich finde es vollkommen normal, dass derjenige der mehr Geld hat auch prozentual mehr übernimmt. So lange die Verhältnisse klar sind und es funktioniert. Bei manchen Konstellationen funktioniert es aber eben nicht gut. Und dann machen getrennte Kassen (zumindest vorruebergehend) meiner Meinung nach schon Sinn.


Keine Ahnung, vielleicht bin ich da sehr kleinlich erzogen worden, aber ich durfte mit 13 den Familiencomputer benutzen. Einen Laptop habe ich von meinem Vater noch nie bezahlt bekommen, das ist doch mein Privatvergnügen. Und wer weiß, vielleicht wollte der Freund der TS eben zwei ganz besonders teure Gitarren?
Ich habe auch nicht immer einfach alles bezahlt bekommen, was ich halt haben wollte. :hmm: Der Drops ist doch jetzt eh gelutscht, er hat sich halt schon vor vielen Jahren Geld von seinen Eltern geliehen und hat es nicht zurück gezahlt. Die Eltern haben es offenbar nicht vergessen und finden es nach wie vor nötig, das Geld zurück zu bekommen. Das geht mich nichts an, warum, und das geht auch eigentlich die TS nichts an. Ich will mir überhaupt nicht anmaßen zu beurteilen ob es gerechtfertigt ist, dass die Eltern das Geld zurück wollen, aber rein aus Prinzip kann ich es wohl schon nachvollziehen.

Klar, ist es völlig normal den anderen ein bisschen mit durchzufüttern und klar will ich nicht, dass die schulden verfallen. Schulden müssen eben abgezahlt werden. Punkt und Ende.

Mich ärgert einfach nur, das WIE. Dass seine eltern nicht alles zahlen und obwohl sie gesagt haben, dass es in ein paar Jahren reicht, wollen sie es DIESES Jahr zurück.

Greif mal einem nackten Mann in die Tasche...
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren