Fast 1 Jahr nach der Trennung immer noch Gedanken an die gemeinsame Zeit

Benutzer121182  (35)

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Hallo liebe Community!

Der ein oder andere kennt mich wahrscheinlich noch, wer mich noch nicht kenn, kurz zur Vorgeschichte.

Mein Ex und ich waren bis Anfang November letzten Jahres ein Paar, 4 Jahre lang. Er war 6 Jahre jünger als ich, was mich aber nicht störte. Wir machten selbstverständlich Pläne für die Zukunft zusammen, wie Hochzeit (wir hatten uns schon recht schnell verlobt, nach nur 4 Monaten Beziehung) und natürlich Kinder. Wir zogen recht schnell zusammen und sind auch dann noch zweimal zusammen umgezogen. Zuletzt in eine größere Wohnung, um für die Zukunft (Kinder) vorbereitet zu sein. Das war dann im Juni letztes Jahr. Wir hatten zuvor auch ein größeres Auto gekauft und für die Wohnung eine neue Küche. Ich hatte den Eindruck, daß wir glücklich waren oder jedenfalls war ich es.
Im September letztes Jahr fingen wir dann mit der Familienplanung an. Natürlich klappte es nicht im ersten Anlauf, was aber nicht weiter schlimm war, da wir in dem Zyklus eh nur einen einzigen Versuch gewagt hatten.
Mitte Oktober waren wir dann zum Geburtstag bei meiner Tante in meiner Heimat, wo wir dann auch anfingen es richtig darauf anzulegen. Ich war sehr glücklich und er verhielt sich auch so, als sei er glücklich.
Als wir wieder zu Hause waren, traf er sich am Ende unseres Urlaubs mit ein paar Kollegen. In der darauffolgenden Woche verhielt er sich sehr komisch, war distanziert und auch auf Nachfrage, was los sei, wich er immer wieder aus. Am Ende dieser Woche bat er mich dann um ein Gespräch undbich hatte gleich ein schlechtes Gefühl. Er sagte mir, daß er sich mit einer anderen geküsst hätte, sls er mit seinen Kollegen unterwegs gewesen ist und er nun nicht wüsste, wie er sich das selbst verzeihen soll. Die Frau, die er geküsst hatte, war seine Kollegin, die ebenfalls in einer Beziehung war (seit 18 Jahren). Er bat um Bedenkzeit, was mich schon hätte stutzig machrn sollen. Auf Nachfrage, ob er sich verliebt hätte, sagte er nein.
3 Tage später, nach endlosen, schlaflosen Nächsten meinerseits und unzähligen Tränen, sagte er mir, daß er sich das einfach nicht verzeihen könnte und sich von mir trennen muss. Ich war unendlich traurig und konnte es einfach nicht fassen, wieso er alles hinschmeißen wollte. Nach einem mehr oder weniger einseitigem Gespräch mit ihm, kam dann heraus, daß er sich in seine Kollegin verliebt hatte.
3 Tage nach der Trennung machte ich einen Schwangerschaftstest, der natürlich positiv ausfiel. Als ich ihm diesen vorlegte, atmete er nur kurz durch und frug dann, was wir nun machen. Ich hoffte da natürlich noch, er würde zur Vernunft kommen und es sich nochmal anders überlegen. Aber das geschah leider nicht und er ging stattdessen mit seiner "Kollegin" am gleichen Abend essen, was ich allerdungs erst im Nachhinein erfuhr.
Nach zwei Wochen zog er dann zu seinem Kumpel, angeblich um es mir leichter zu machen. Der Kontakt blieb bestehen und er verletzte mich immer wieder mit irgendwelchen Aussagen. Als Grund für die Trennung gab er an, mich nicht mehr genug zu lieben und auch andere Dinge, wie das wir noch keine Kinder hatten. Das machte mich am meisten stutzig, hatte er sich ja nun für eine Frau entschieden, die nicht nur 13 Jahre älter war als er, sondern auch niemals Kinder bekommen würde. Sie sagte ihm, daß er auch zu mir zurück gehen könnte, weil ich ja nun schwanger war, sie würde dies akzeptieren. Womit sie meiner Meinung nach genau das Gegenteil aussagte.
Im Januar rief ich diese Frau auch an, was allerdings auch nicht half. Ende Januar traf ich mich sogar mit ihrem Exfreund, der mir erzählte, daß sie ihn sogar noch mit meinem Ex betrogen hatte. Sie hatte meinem Ex gesagt, sich getrennt zu haben, was nicht stimmte. Denn letztendlich hatte ihr Ex den Schlussstrich gezogen, nachdem sie ihn ewig hinhielt und meinte sich nicht entscheiden zu können. Er las dann in ihrem Handy, daß zwischen ihr und meinem Ex schon mehr gelaufen war.

Die ganzen Monate, sogar bis zur Geburt meiner Tochter hoffte ich noch insgeheim, daß er zu mir zurück kehren würde, trotz daß er mich immer und immer wieder so verletzte. Sogar bei der Geburt wollte er dabei sein, was ich aber letztendlich ablehnte, indem ich mich erst nach der Geburt bei ihm meldete.
Er besuchte uns zweimal, als wir noch im Krankenhaus waren und die Woche nachdem wir dann zu Hause waren. Dann passierte eine Zeit lang nichts, er meldete sich nur zwischendurch immer mal und fragte, wie es unserer Tochter ginge. Er meldete sich sogar noch zweimal zu Besuchen an, welche er immer aus irgendwelchen merkwürdigen Gründen nicht wahrnehmen konnte. Er meinte dann, daß es für ihn nicht einfach wäre und er nicht wisse, was er mit unserer Tochter anfangen soll. Ich hakte es ab, war fest entschlossen ihm zu sagen, er solle doch gar nicht kommen, daß das am einfachsten für meine Tochter und mich wäre. Er meldete sich dann vor 3 Wochen und regte sich furchtbar auf, wril ich ihn über verschiedene Dinge nicht informiert hätte, die er von sriber Mutter erfahren musste. Er sei sehr verletzt gewesen und hätte sich angeblich zusammen reißen müssen, nich mit weinen anzufangen. Das konnte ich ihm beim besten Willen nicht glauben, nachdem er doch die ganzen Wochen zuvor nie Interesse gezeigt hatte. Meiner Schwägerin sagte er dann auch, er hätte mir gegenüber noch immer Schuldgefühle.

Mittlerweile wohnt er mit dieser Frau auch zusammen. Und ich erwische mich selbst noch immer dabei, wie ich über unsere gemeinsame Zeit nachdenke, hoffe das alles nur ein furchtbarer Alptraum ist. Ich fühle mich schwach und manchmal erscheint mir einfach alles sinnlos. Wann hat das endlich ein Ende? Wann werde ich endlich mit ihm abschließen können?

Okay, daß ist nun doch ein wenig länger geworden.
 

Benutzer135918 

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Es ist schwer, los zu lassen ich kenne da auch. Versuch dich aber erstmal auf deine tochter zu konzentrieren unddeine Rolle als mutter zu bewerkstelligen .


Ich denke , dass es nichts hilft ihm nachzutrauern. Distanziere dich emotional davon. Das schwierige daran sit, ihr habt eine gemeinsame Tochter und da habt ihr immer noch Berührungspunkte.

Das heißt du kannst ihm nicht sien Tochter vorenthalten weil du über ihn nicht hinweg bist.
 

Benutzer121182  (35)

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Ja, das ist schwer. Vor allem, da unsere Tochter ihm immer ähnlicher wird vom äußerlichen her. Sicher wäre es mir leichter gefallen, hätten wir nun kein Kind zusammen.

Ich hatte und habe es nicht vor, ihm den Umgang zu verbieten. Ich möchte ja, das meine Tochter die Möglichkeit hat, ihren Vater kennen zu lernen.
 

Benutzer135918 

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Das ist gut so.

Ich weiß halt nicht so richtig weiter, weil du ihn quasi immer wieder siehst.
 

Benutzer121182  (35)

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Ja, ich auch nicht. Und das ist ja das Problem. Wie soll ich denn endgültig mit ihm abschließen können, wenn ich ihn immer wieder sehe oder täglich durch unsere gemeinsame Tochter an ihn erinnert werde? Wie soll ich damit fertig werden? Schlimm ist vor allem auch, daß ich noch immer trauere, obwohl er mich so verletzt hat. Das verstehe ich am allerwenigsten.
 

Benutzer135918 

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Ich würde einfach sagen, dass du dich da Gedanklich Distanzieren solltest. Klar 4 Jahre sind schon eine Zeit die wiederum Zeit braucht .
 

Benutzer121182  (35)

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Ja, aber wie ist die Frage. Da ich ja nun ganz allein bin, denke ich natürlich viel nach.

Eben sind 4 Jahre eine lange Zeit. Und es macht mich ebenso traurig, daß ihm das scheinbar nichts bedeutet hat, so schnell wie er mich ausgetauscht hat.
 

Benutzer135918 

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Ja, aber wie ist die Frage. Da ich ja nun ganz allein bin, denke ich natürlich viel nach.

Eben sind 4 Jahre eine lange Zeit. Und es macht mich ebenso traurig, daß ihm das scheinbar nichts bedeutet hat, so schnell wie er mich ausgetauscht hat.
Das kannst du so nicht sagen . Vieleicht nicht die ganzen 4 Jahre aber ohen , dass du ihm etwas bedetuet hättest wäre es nie so eine Lange Zeit gewesen und die kinderplanung wäre auch nicht gewesen .

Ich kann mir das eigentlich nur mit innerer Unsicherheit deines Ex erklären. Dass er eventuell das ganze viel zu lange künstlich und unerhrlich gegenüber sich am Leben gehalten hatte.

Siehe es doch mal so, dass es besser istes ist Schluss als, dass ihr beide in euer Unglück gerannt währt
 

Benutzer35148 

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Es hilft leider nichts, außer dass Du Dich soweit ablenkst, dass Du gar nicht zum Nachdenken (darüber) kommst.
Mit einem Kleinkind auf dem Arm ist das natürlich schwierig.
Kommst Du ansonsten über die Runden?
Ich vermute mal Du bist in der Wohnung geblieben.
Vielleicht könntest Du die Kontakte zu ihm auf ein absolutes Minimum reduzieren.
Eventuell sogar wegziehen, wenn Du nicht zu sehr vom Job und von Freunden und Familie an dem Ort abhängst.
 

Benutzer121182  (35)

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Nein, ich habe auch ausziehen müssen, noch in der Schwangerschaft. Die große Wohnung hätte ich mir nicht alleine leisten können und erst recht nicht nur mit Elterngeld, Kindergeld und Unterhalt von ihm.

Ich möchte auch gerne wegziehen, wieder zurück in meine Heimat (ca. 500 km). Allerdings müsste ich dadann erstmal die alte Wohnung meibes Vaters renovieren und auch einiges sanieren, damit wir da einziehen können. Das kann ich finanziell im Moment einfach nicht bewältigen.
 

Benutzer154152 

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Du hast mein vollstes mitgefühl und das ganze ist eine echt fiese tour. ich denke das es noch lange dauern wird,warscheinlich jahre bis du richtig drüber weg bist.
vielleicht findest du in kürzerer zeit einen mann der dich zu würdigen weiß und dich und deine kleine wie sein eigenes akzeptiert. das würde dir wieder neuen mut geben und die zeit mit ihn schneller verblassen lassen.dennoch stürz dich nicht übereifrig in was neues das ist auch nicht so gut für ein kleines wesen. ich wünsche dir ganz viel kraft.
 

Benutzer150539 

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Ich hatte damals die Diskussion über die Geburt etwas mitverfolgt.
Beim Titel dachte ich zuerst "easy, das gibts eben." Aber dass die Geschichte solch eine Wendung genommen hat, ist echt krass.
Bei mir sind es nun 2 Jahre nach der Trennung von meinem Ex und noch immer hab ich Gedanken an ihn und kann nicht loslassen. Doch du wirst tagtäglich durch dein Kind erinnert.

Mach dir klar, dass die 4 Jahre keine Verschwendung sind, aber der Mensch, mit dem du damals zusammen warst, sich radikal verändert hat. Du trauerst jemandem nach, den es so nicht mehr gibt. Oder würdest du ihn, so wie er sich jetzt gibt, als Partner wollen? Derart ablehnend deiner Tochter und gleichgültig dir gegenüber?
 

Benutzer121182  (35)

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Ich habe auch nicht vor, mich Hals über Kopf in etwas neues zu stürzen. Hatte mich sogar in einer Partnerbörse angemeldet, um mich nur irgendwie von ihm abzulenken. Allerdings merke ich, daß das einfach nicht funktioniert auf diesem Weg. Zumal da auch der ein oder andere war, die mich gleich so abgestempelt haben, daß ich nur jemanden suche, der meine Tochter finanziert. Soetwas ist wirklich verletzend. Und es erinnert mich leider auch daran, daß es nicht leicht ist, mit Kind, ein neuen Partner zu finden.

Ich weiß es wirklich nicht. Und ich habe mich schon oft gefragt, was ich tun würde, würde er auf einmal vor der Tür stehen. Ich denke die Wunden wären einfach zu groß, daß es nochmal funktionieren würde.
 

Benutzer150539 

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Off-Topic:
Zumal da auch der ein oder andere war, die mich gleich so abgestempelt haben, daß ich nur jemanden suche, der meine Tochter finanziert.
Was ich nicht alles auf Singlebörsen gehört hab.. bis hin zu "wow, ne angehende Ärztin, hammer, du musst ja voll intelligent sein. da könnt ich nie mithalten, aber ich steh auf gescheite frauen" und nach dem ersten Foto hiess es "bäh, du bist fett". Im Internet tummelt sich ALLES. Wer dich gleich so abstempelt, hat dich eh nicht verdient. Aber genau so steht daneben vielliecht ein alleinerziehender Papa?
 

Benutzer121182  (35)

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Ja, die gibt es auch. Aber ich habe nicht den Eindruck, daß da tatsächlich jemand dabei ist, der es ernst meint. Hatte mich sogar mit einem getroffen, 5 Wochen nach der Geburt meiner Tochter. Der dachte, ich wolle nur Sex. Dabei hatte ich das mal überhaupt nicht im Sinn.
 

Benutzer135918 

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Ja, die gibt es auch. Aber ich habe nicht den Eindruck, daß da tatsächlich jemand dabei ist, der es ernst meint. Hatte mich sogar mit einem getroffen, 5 Wochen nach der Geburt meiner Tochter. Der dachte, ich wolle nur Sex. Dabei hatte ich das mal überhaupt nicht im Sinn.
Sowas ist natürlich immer hart. Ich kann dir nur von mir berichten, dass ich erstmal pansich auf dne Lohnzettel schauen würde und dann sagen würde. Sorry da ist nix Langfristige drinn, weil ein kind würde bei mir unter die Armutsgrenze fallen !
 

Benutzer85989 

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Nach deinem letzten Thread habe ich manchmal an dich gedacht und mich gefragt, wie es dir und dem Baby geht. Ich weiß noch, dass ich zu denjenigen gehört habe, die klar dagegen war, dass er bei der Entbindung dabei ist. Andere sahen es wiederum anders und waren der Ansicht, dass ein Vater ein Recht darauf hätte. Bis heute verstehe ich nicht, wie man sein Recht über dein Recht stellen konnte… ohne zu berücksichtigen, dass du diejenige warst, die das Kind in sich getragen hat und es auch auf die Welt gebracht hatte. :cautious:

Niemand kann dir wohl eine konkrete Lösung geben, außer dass du Zeit brauchst. Du machst einen intelligenten und reflektierten Eindruck, das ist schon mal eine gute Voraussetzung um über dein Problem nachzudenken. Es ist natürlich sehr schade drum, wie er mit dir und eurer Tochter umgeht, aber sein wahres Gesicht hast du leider erst nach der Trennung zu spüren bekommen. Letztendlich ist es er auch allein dafür verantwortlich wie sich sein Verhältnis zu seiner Tochter entwickeln wird. Du stellst dich schließlich nicht quer, sondern er selbst (und vllt. seine jetztige Freundin?). Er ist derjenige, der sich unregelmäßig meldet und der schon Termine ausgemacht hat und diese nicht wahrgenommen hatte, weil er nicht weißt, wie er mit ihr umgehen soll. Völliger Quatsch, denn er musst nicht unbedingt was mit ihr anfangen müssen. Es reicht völlig aus, wenn er bei ihr ist, sie auf dem Arm hält, mit ihr kuschelt, sie mal füttert usw. Aber das allein scheint ihm nicht zu reichen, es geht einfach darum, auch mal präsent für seine Tochter zu sein, damit sie später den Papa als Bezugsperson hat.
 
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