Extremes Schamgefühl wegen sexueller Gedanken

Benutzer180257  (26)

Klickt sich gerne rein
Hi,

ich hatte zu dem Thema vor einigen Wochen bereits einen Thread eröffnet, aber ich hole den jetzt bewusst nicht wieder hoch (ich erkläre gleich, warum).

Ich habe dieses einfach blöde Problem, dass ich mich extrem für meine sexuellen Bedürfnisse schäme. Ich kann diese nicht aussprechen und wenn ich mich doch in einem Moment extremer Erregung dazu hinreißen lasse, etwas zu sagen oder zu tun, schäme ich mich im Nachhinein und komme da gar nicht mit klar.

Selbst es anonym im Internet zu schreiben, ist schwierig. Manchmal kann ich das, aber dann ist das Schamgefühl danach noch massiver.

Ich hab vorhin nochmal gelesen, was ich im oben erwähnten Thread so geschrieben habe und ich wäre am liebsten im Boden versunken. So richtig primitive, schmutzige Sachen einfach. Im Nachhinein lese ich das und denke, wie zur Hölle konnte ich sowas jemals schreiben.

Im krassen Gegensatz dazu: wenn andere von ihren sexuellen Abenteuern oder Phantasien berichten, juckt mich das gar nicht. Das Problem besteht nur wenn es um noch selbst geht.

Ich weiß einfach nicht, was ich dagegen tun kann. Ich will nicht so extrem verklemmt sein und mich für so etwas schämen.
 

Benutzer180354  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Und was ist jetzt hier, in diesem Thread, deine Frage?
 

Benutzer172046 

Sehr bekannt hier
Dich damit befassen und üben, Worte auszusprechen. Irgendwann dann auch mal ganze Sätze...und dich dann langsam da ran tasten. Wenn man etwas ausspricht, verliert es meist viel des Schreckens daran.

Dir eine Beratungsstelle oder Therapie suchen weil ich auch das nur für ein Symptom deiner generell eher kontrollierenden Grundeinstellung halte.
 

Benutzer177399  (39)

Öfter im Forum
Sexuelle Bedürfnisses hat doch nahezu jeder, auch sexuelle Fantasien. Das ist nichts wofür man sich zu schämen braucht. Wenn Du nicht mehr so verklemmt sein willst und Deine Scham davor ablegen willst, dann überleg mal ob es vielleicht einen Grund für Deine Verklemmtheit gibt, denn erst wenn Du die Ursache des Problems kennst kannst Du daran arbeiten. Vielleicht könntest Du Dich dann als erstes an eine Person wenden der Du vertraust, zb einem guten Freund. So wie Du schreibst hab ich schon das Gefühl dass Dich diese Verklemmtheit sehr belastet, und wenn Du niemanden hast dem Du dich anvertrauen kannst wäre eine Therapie sicher keine schlechte Idee, denn Therapeuten sind ja darauf geschult die Ursache von Problemen zu erkennen und auf eine Lösung hin zu arbeiten.
 

Benutzer174652 

Verbringt hier viel Zeit
lieber ghost ...

scham ist (auch unbewusst!) eine grosse sache für uns menschen ...

hier ein feiner artikel zum thema - ich hoffe, er bwegt dich (ein stück weiter) ...

Die schöne Scham – ein tabuisiertes Gefühl - Compassioner

Off-Topic:
auszug daraus:
Einen gesunden Umgang mit der Scham finden
Das Schamgefühl ist also FÜR uns, indem es uns aufzeigen kann, wo unsere Intimsphäre beginnt, was unsere Werte sind und wo unsere gefühlten Grenzen liegen.
So weit, so gut. Doch wie gehen wir mit der Scham um, wenn sie uns aus heiterem Himmel überfällt oder wenn sie eine Endlosschleife aus peinlichen Gefühlen annimmt?
 

Benutzer180257  (26)

Klickt sich gerne rein
Manchmal schaffe ich es, mal loszulassen und einfach zu sagen (oder zu schreiben), was ich will. In dem Moment fühlt es sich auch okay an. Später ist das Gefühl dann noch viel schlimmer.
Allein schon bezogen auf meinen ursprünglichen Thread zu dem Thema: ich hatte vergessen, wie explizit ich da geworden war und was ich für Formulierungen benutzt habe. Als ich das gestern gelesen habe, musste ich den Thread schließen weil ich mich so sehr geschämt habe.
Beim Sex ist es leider auch nicht anders. In einem Moment der Erregung rutscht mir manchmal was raus, wofür ich mich dann im Nachhinein schäme. Gleichzeitig stört es mich überhaupt nicht, wenn mein Partner sowas sagt. Das finde ich komplett okay.
 

Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
Gleichzeitig stört es mich überhaupt nicht, wenn mein Partner sowas sagt. Das finde ich komplett okay.
Dann räumst Du Deinem Partner mehr Rechte ein wie Dir? Warum? Warum ist er besser wie Du oder darf mehr wie Du?

Ich habe den Eindruck, Du hast sehr viele Blockaden in Bezug auf Deine Sexualität und damit auch wenig Selbstbewusstsein für Deine Sexualität. Ich würde daran arbeiten. Evt. könnte Dir ein Coach helfen? ich kenne einen Homosexuellen. Melde dich per PN, wenn Du interessiert bist. Den kann ich uneingeschränkt empfehlen - ein ganz toller Mann
 

Benutzer6428 

Doctor How
Wo hast du in deinem vorangegangenen Thread was von sexuellem gesprochen? Da hattest du eher erklärt, dass es um etwas nicht sexuelles ginge und es dann nach ein paar Seiten Thread geschrieben?!?

Ich will niemandem auf die Füße treten, aber wieder einen Thread so ewig in die Länge ziehen, wird dir nicht helfen. Wenn du mehrere Probleme hast und große Schwierigkeiten hast darüber zu reden und es sogar hier zu schreiben wird ein weiterer Seitenlanger Thread nicht die Lösung sein...
 

Benutzer6428 

Doctor How
AH! Sorry..ich hab nicht aufgepasst!

Das ändert aber nicht viel...es ist mindestens der 4. Thread in dem ein Problem im Raum steht, dass du nicht mit irgendwem bereden kannst / willst. Du sagst es erst nicht, erzählst es dann aber doch und am Ende kommt nichts dabei raus.

Hast du dir denn jetzt wenigstens einen Therapeuten rausgesucht? Ich bezweifle eifnach, dass wir das hier leisten können, was du brauchst....
 

Benutzer180568  (36)

Sorgt für Gesprächsstoff
lieber ghost ...

scham ist (auch unbewusst!) eine grosse sache für uns menschen ...

hier ein feiner artikel zum thema - ich hoffe, er bwegt dich (ein stück weiter) ...

Die schöne Scham – ein tabuisiertes Gefühl - Compassioner

Off-Topic:
auszug daraus:
Einen gesunden Umgang mit der Scham finden
Das Schamgefühl ist also FÜR uns, indem es uns aufzeigen kann, wo unsere Intimsphäre beginnt, was unsere Werte sind und wo unsere gefühlten Grenzen liegen.
So weit, so gut. Doch wie gehen wir mit der Scham um, wenn sie uns aus heiterem Himmel überfällt oder wenn sie eine Endlosschleife aus peinlichen Gefühlen annimmt?

Ja, das ist in der Tat eine große Sache. Und die Grenzen sind mitunter fließend.
 

Benutzer175299 

Sorgt für Gesprächsstoff
lieber ghost ...

scham ist (auch unbewusst!) eine grosse sache für uns menschen ...

hier ein feiner artikel zum thema - ich hoffe, er bwegt dich (ein stück weiter) ...

Die schöne Scham – ein tabuisiertes Gefühl - Compassioner

Off-Topic:
auszug daraus:
Einen gesunden Umgang mit der Scham finden
Das Schamgefühl ist also FÜR uns, indem es uns aufzeigen kann, wo unsere Intimsphäre beginnt, was unsere Werte sind und wo unsere gefühlten Grenzen liegen.
So weit, so gut. Doch wie gehen wir mit der Scham um, wenn sie uns aus heiterem Himmel überfällt oder wenn sie eine Endlosschleife aus peinlichen Gefühlen annimmt?

Sehr gute Beschreibung. Danke, SAMSARA SAMSARA !
 

Benutzer180257  (26)

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Sorry wegen der Verwirrung. Ich wollte eigentlich nicht, dass der alte Thread wieder hochgeholt wird. Ich finde das, was ich da drin geschrieben habe, einfach zu krass und unangenehm.

Aber zurück zum Thema (wenn noch jemand Lust hat, das zu lesen):
Eine Theorie wäre, dass ich mich deshalb schäme, weil meine Phantasien sehr viel mit Unterwerfung und der Abgabe von Kontrolle zu tun haben. Ich kann nicht gut damit umgehen, nicht die Kontrolle zu haben. Dass gerade das mich aber so reizt, setzt mich extrem unter Druck. Jahrelang bin ich das Problem umgangen, indem ich nur an sexuellen Handlungen teilgenommen habe, in denen wir beide sozusagen gleichgestellt waren.
Das erste Mal "richtig" Sex hatte ich erst vor ein paar Wochen. Man könnte meinen, dass der Knoten dadurch geplatzt wäre. Leider ist das Gegenteil der Fall: ich fühle mich noch schlechter, weil ich es gut fand und ich wünschte, ich hätte es nicht gemacht.
 

Benutzer177399  (39)

Öfter im Forum
Ich hab das Gefühl dass Du Dich selbst unnötig quälst. Du fühlst Dich noch schlechter weil Du, wie Du schreibst, "richtigen" Sex hattest? Wenn Dein(e) Partner(in) volljährig ist und Du sie/ihn zu nichts gezwungen hast, brauchst Du Dir keine vorwürfe zu machen.
 

Benutzer172046 

Sehr bekannt hier
Steile These, aber ich denke, du fühlst dich vor allem deswegen schlecht, weil deine Handlungen deinen inneren moralischen Kompass nicht erfüllen bzw. gar nicht erfüllen KÖNNEN.
Der Punkt ist, dass dieser starke moralische Kompass nicht von ungefähr kommt, sondern wahrscheinlich dein Weg ist, mit Stress umzugehen.

Und du kannst dich jetzt wegen allem und jedem schlecht fühlen, da eine riesige Sache draus machen und dich dabei weigern, deine Einstellung zumindest ein wenig zu lockern, obwohl du immer wieder an deinen eigenen Erwartungen gegen Wände läufst, oder du holst dir jemanden an deine Seite, der darin geschult ist, anderen zu helfen, genau sowas aufzudröseln damit man was dagegen tun kann.

Auch hier: Dafür musst du einsehen, dass du ein Problem hast, du musst das akzeptieren und dir eingestehen können und bereit sein, etwas daran zu ändern.
Das bist du im Moment nicht und deswegen wird dich kein Thread der Welt hier im Forum weiterbringen. Mal ganz ab davon, dass das Forum sowieos nicht der richtige Ort wäre, um dir helfen zu lassen.
 

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