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Benutzer187494  (23)

dauerhaft gesperrt
Ich bin 23 Jahre alt, Polizist, wohne allein, außerhalb des Dienstes habe ich keinen Kontakt mit Kollegen, ich gehe täglich ins Fitnessstudio, ein Bekannter begleitet mich regelmäßig dabei, mit zwei anderen gehe ich alle sechs Wochen feiern, öfter geht nicht, sie haben Freunde/Freundin/Freundeskreis/anderen Schichtplan, wir haben einen ähnlichen Humor sonst ist es aber oberflächlich, es gibt keine emotionale Verbindung, Ich habe keine Freunde/Freundeskreis, war 2014 das letzte Mal im Urlaub/Geburtstag eingeladen oder selbst gefeiert, habe kein Social Media außer WhatsApp, dort kaum Kontakte habe/wochenlang keine Nachrichten bekomme, verbringe Silvester und meine Freizeit fast immer allein, komme nicht raus, mir gratuliert fast niemand, habe nie Besuch in meiner Wohnung, bin nie bei jemand anderen zuhause. Mit meinem Aussehen bin ich zufrieden.

In der Jugend wurde ich gemobbt, verpasste Partys/Cliquenbildung/Freundin/Kuss/Sex/Date. Ich habe nie eine Freundschaft zu einer Frau gehabt oder Interesse bekommen, habe keinen weiblichen Kontakt im Handy, bin Frauen gegenüber unsicher, vermeide Blickkontakt, weiß nicht wie man flirtet, habe Hemmungen vor Körperkontakt/ersten Kuss/ersten Mal. Meine Unerfahrenheit und der Mangel an Sozialleben, in der Kennenlernphase könnte ich ihr keine Freunde vorstellen, sie nie auf Partys/Einladungen mitnehmen, hätte nichts zu erzählen, würde wohl abschrecken.

Ich wirke von außen kühl, bin aber sensibel/harmoniebedürftig, und sehne mich nach Zweisamkeit/festen Beziehung/langfristig auch einen Kinderwunsch, Sex ohne Gefühle kann ich mir nicht vorstellen, eine Frau, die eher unerfahren ist, die es „langsam“ angehen lassen will und für die das Thema Liebe/Sex nicht so „locker/routiniert“ ist, ist mit mir wohl eher auf einer Ebene, nur wo lernt man solche kennen.

Ich bin introvertiert, und muss meine „Akkus“ nach der Arbeit aufladen, bin daher gerne allein in meiner Freizeit, fühle mich aber trotzdem öfter einsam, würde aus Angst vor einer Trennung keine Beziehung eingehen. Ich war nie verliebt, habe kein Interesse/Wissen an Fußball
 
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Benutzer89539 

Team-Alumni
Wie sieht es mit online-Dating aus?

Und was hast du für Hobbies? Was machst du gerne in der Freizeit?
 
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Benutzer187494  (23)

dauerhaft gesperrt
Sorceress Apprentice Sorceress Apprentice

Ich arbeite im Dreischichtbetrieb im Streifendienst was körperlich und mental anstrengend ist, gerade für jemanden für mich dem das sozial seien anstrengt, und der Schlafrhytmus kommt da ziemlich aus dem Takt. Wie gesagt gehe ich fast täglich ins Fintesstudio, mache dort Kraft und Ausdauertraining. Ansonsten bin ich abgesehen von den oben genannten Treffen mit den Bekannten die eher selten isnd alleine in meiner wohnung und schaue viel Netflix.

Ich würde gerne öfter weggehen und wäre auch für alles offen: kino, spazieren gehen, shoppen, Freizeitark gheen, cafe gehen, wandern
aber ich habe eben nicht so den bekanntenkreis dafür.
 
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Benutzer106548 

Team-Alumni
kino, spazieren gehen, shoppen, Freizeitark gheen, cafe gehen, wandern
aber ich habe eben nicht so den bekanntenkreis dafür.
Den kann man aber finden. Verschwende Deine Zeit nicht im Fitnessstudio, sondern beginne mal, alles Mögliche zu machen, auszutesten, was Dir gefällt. Hier mal gucken, da mal hingehen. Werde vielfältiger in Deinen Aktivitäten.
Das kann im Internet sein (Onlinedating, aber zigfach besser sind themenbezogene Foren, z.B. von Spielen, über Hobbies usw.). Ich bin nicht bei FB, aber hier wird immer wieder berichtet, dass es dort Gruppen gibt, die in Deiner Stadt Aktivitäten nachgehen oder sich einfach so treffen oder "Neu in der Stadt"-Kennenlerntermine haben. Gerade seit Corona sind Wandergruppen der heiße Scheiß, v.A. auch bei jungen Menschen.
Das können aber auch Kurse sein. Schnupperkurse für Sportarten. Kochkurse. Tanzkurse. Sprachen lernen. Umweltschutzaktivitäten.
Oder Ehrenämter. Das muss nicht immer nur die klasssiche FF sein. Schau mal auf der Seite Deiner Stadt, da wirst Du schon erste Adressen finden.
Du warst seit 7 Jahren nicht mehr in Urlaub? Warum nicht? Gerade da hast Du so viele Möglichkeiten. Das Angebot an Reisen für Einzelpersonen, die nicht alleine verreisen wollen, ist riesig. Du bist ja beileibe nicht der einzige Single auf der Welt. Und auch nicht der Einzige mit Kontaktproblemen.

Das Leben kommt nicht von alleine auf Dich zu. Du musst selber aktiv werden. Ist bei Deinem Job natürlich nicht ganz so einfach, aber auch möglich.
 
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Benutzer186166  (38)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich habe keine Freunde/Freundeskreis, war 2014 das letzte Mal im Urlaub/Geburtstag eingeladen oder selbst gefeiert, habe kein Social Media außer WhatsApp, dort kaum Kontakte habe/wochenlang keine Nachrichten bekomme, verbringe Silvester und meine Freizeit fast immer allein, komme nicht raus, mir gratuliert fast niemand, habe nie Besuch in meiner Wohnung, bin nie bei jemand anderen zuhause.
Ich habe ein paar Fragen damit ich Deine Situation besser einschätzen kann.

Was hast Du bisher getan um die Situation zu ändern?
Du sehnst Dich nach Nähe und sozialen Kontakten dabei scheinst du selbst eher wenig interessiert an anderen Menschen. Es wirkt irgendwie so lustlos, als wenn Du im Grunde am liebsten für immer Deine Ruhe hättest aber merkst, ganz allein ist auch blöd...
Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher.

Es wundert mich auch, dass Du als Polizist an der Front ( Streife ) so kontaktscheu zu sein scheinst. Gerade an dieser Stelle sind doch Offenheit und Umgang mit anderen das A und O.
Wie machst Du es im Beruf wenn Du da mit Frauen zu tun hast? Ich stelle es mir schwierig und auch ein bissl komisch vor, wenn Du da diese grosse Scheu, Unsicherheit, Hemmung hast.
Du sagst Du wirkst kalt.
Wie äussert sich das ?
Bist Du dann unfreundlich oder ziehst Dich zurück und lässt es einen Kollegen machen?
Und warum meinst Du bist Du so?
Hast Du mal etwas schlimmes erlebt?
 
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Benutzer172492 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Hast Du mal etwas schlimmes erlebt?
Off-Topic:

Mobbing, das er erwähnt hat, würde dazu zählen.


Ich stimme Mark11 Mark11 zu, es gibt echt viele Möglichkeiten, wichtig ist nur sie aktiv anzugehen. Babyschritte reichen dabei, zB einmal die Woche oder zweimal im Monat.
Ich finde Vereinsleben zB auch klasse, weil man da immer wieder dieselben Nasen sieht. Das macht es auch als introvertierte Person leichter.

Du analysierst deine Situation ja ziemlich gut, aber scheinst noch gefangen in der vergangenen Erfahrung mit Menschen.
Hattest du für das Mobbing eine Therapie? Das sind traumatische Erfahrungen und nicht leicht wegzustecken ohne Hilfe. Könnte mir bei dir gut eine Verhaltenstherapie vorstellen, jemand die/der dich unterstützt, Schritt für Schritt Freund:innen und Selbstvertrauen zu finden. Oder ist das schwierig mit der Verbeamtung?

Du sagst gar nichts zu deiner Familie. Was ist mit denen, wie sieht der Kontakt aus? Fühlst du dich wohl bei ihnen?
 
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Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin Mitte 30, Dauersingle und ebenfalls ziemlich einsam. In vielen Teilen deines Beitrages erkenne ich große Ähnlichkeiten zu meinem Leben. - Mit wenigen Unterschieden:
- Ich selbst sehe mich nicht als introvertierten Menschen. Ich verhalte mich zwar so, weil ich bei vielen sozialen Dingen ziemlich unsicher und unbeholfen bin, aber ziehe gleichzeitig ganz viel Energie aus guten Sozialkontakten.
- Ich habe ein paar Freunde und Bekannte, uns somit insgesamt etwas mehr Sozialleben, aber eben trotzdem noch viel zu wenig, um mich nicht mehr einsam zu fühlen.

Ich [...] war 2014 das letzte Mal im Urlaub
Warum?
Ich habe es lange auch kategorisch ausgeschlossen, alleine zu verreisen und Urlaub mit Freunden und Bekannten ist auch kaum möglich, weil die entweder mit ihrer Freundin, bzw. Fau und inzwischen teilweise auch Kind Urlaub machen, oder ganz andere Urlaubs-Interessen haben. Mehr, als gelegentliche Wander-Wochenenden mit einem Kumpel sind so bei mir auch nicht möglich.
Dehalb habe ich irgendwann Gruppenreisen für mich entdeckt und genieße diese Reisen total. Ich mache gerne Outdoor-Gruppenreisen und insbesondere Segeltörns. Gerade bei den Segeltörns hat man durch die Enge an Bord keine Chance, sich aus dem Weg zu gehen und kommt unweigerlich in Kontakt mit den Leuten. Und die Gruppe ist mit 8-10 Personen klein genug, um nicht durch zu viele Leute total überfordert zu sein. Es überrascht mich jedes mal aufs neue, wie schnell da eine gute Verbindung zu den anderen Crewmitgliedern entsteht.
Es ist mir zwar bisher nicht gelungen, diese Kontakte auch nach den Reisen wirklich aufrecht zu erhalten, da die räumliche Entfernung ein Problem darstellt und der anfängliche Whatsapp-Kontakt dann mit der Zeit einschläft. Aber trotzdem genieße ich jede dieser Reisen, weil ich mich in dieser Zeit ausnahmsweise mal nicht einsam fühle.

Und als ich nach einer Gruppenreise noch für kurze Zeit alleine in einem Hostel war und dort überraschenderweise alles andere, als einsam war, könnte ich mir sogar so was, wie einen Städtetrip alleine vorstellen. Wegen Corona habe ich das jetzt noch nicht in die Tat umgesetzt. Aber ich hoffe, dass die Welt in absehbarer Zeit wieder halbwegs normal wird und ich das dann endlich ausprobieren kann.

In der Jugend wurde ich gemobbt, verpasste Partys/Cliquenbildung/Freundin/Kuss/Sex/Date. Ich habe nie eine Freundschaft zu einer Frau gehabt oder Interesse bekommen, habe keinen weiblichen Kontakt im Handy, bin Frauen gegenüber unsicher, vermeide Blickkontakt, weiß nicht wie man flirtet, habe Hemmungen vor Körperkontakt/ersten Kuss/ersten Mal.
Das kann ich so weitestgehend übernehmen.
Nur meine Hemmungen in Sachen Körperkontakt haben sich im Laufe der Zeit ein wenig verringert. Ich habe nach wie vor große Hemmungen, Körperkontakt zu initiieren, weil ich immer Angst davor habe, Grenzen meines Gegenübers zu überschreiten. Aber ich finde es inzwischen sehr angenehm, wenn ich trotz meiner Hemmungen mal in den Genuss von Körperkontakt komme.
Meine ersten Umarmungen haben sich total seltsam angefühlt und mich total überfordert. Aber im Laufe der Zeit haben sich dann doch immer wieder Umarmungen zur Begrüßung und zum Abschied ergeben. Und im Laufe der Zeit habe ich gelernt, das zu genießen.

würde aus Angst vor einer Trennung keine Beziehung eingehen.
Warum das? Jede Beziehung kannmal zuende sein. Aber das heißt doch noch lange nicht, dass es ein Fehler war, diese Beziehung einzugehen.
Selbst wenn die Beziehung irgendwann zuende ist, war es doch schon ein großer Erfolg, überhaupt mal eine Partnerin gefunden zu haben. Und hoffentlich auch eine schöne Zeit in der Beziehung. Das ist doch viel besser, als es überhaupt nicht versucht zu haben.

Ich weiß, wie schwer solche Dinge sind. Und so sehe ich es durchaus als Erfolgserlebnis, dass ich es vor ein paar Jahren mal geschafft habe, einen Korb zu bekommen. Das heißt nämlich, dass ich es wenigestens versucht habe, statt wie so oft zuvor einfach nichts zu tun und mich später frustriert in den Arsch zu beißen, weil ich mich schon wieder nicht getraut habe.

Wie gesagt gehe ich fast täglich ins Fintesstudio, mache dort Kraft und Ausdauertraining.
Kommst du dabei in Kontakt mit anderen Leuten?
Ich weiß nicht, ob das Fitnessstudio da die beste Adresse ist... aber wie wieht es denn mit anderen sportlichen Dingen aus, bei denen man leichter Menschen kennenlernt?
Ich war lange in einem Sportverein aktiv und hatte da wirklich tolle Vereinskameraden, mit denen ich auch heute noch Kontakt habe, obwohl ich den Sport schon vor Jahren wegen körperlichen Problemen aufgeben musste. Die Vereinsmeierei ist sicherlich nicht Jedermanns Sache. Aber für mich war es schon ein enormer Vorteil, da immer die selben Nasen zu sehen (wie ugga ugga es so schön formuliert hat).
Inzwischen ist die Boulderhalle zu meinem zweiten Wohnzimmer geworden. - Nicht nur weil mir das Bouldern viel Spaß macht, sondenr auch, weil da so viele nette Leute sind, mit denen man ganz leicht in Kontakt kommt.
 
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Benutzer59943  (41)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Auch ich kann dir nur empfehlen: Fahr/Flieg weg, so weit und so oft du kannst :zwinker: :grin:
Nichts hat mein Leben je mehr bereichert als das Reisen alleine. Nicht nur im Hinblick aufs Kontakte knüpfen, aber das auch. Und ich wünschte, ich hätte das auch in deinem Alter schon gemacht, aber ich hab da noch 15 Jahre länger gewartet. Damit kann man aber gar nicht früh genug anfangen :zwinker:
Für Hostels bin ich inzwischen zu alt, aber ich kenn viele, die über solche Art Unterkünfte jede Menge Kontakte geknüpft haben. In allen möglichen Ländern und Städten und du hast das ideale Alter dafür :zwinker:
Deine Unabhängigkeit hat auch sehr viele Vorteile. Fokussier dich nicht nur auf die Nachteile! Du bist frei und ungebunden, hast keinerlei Verpflichtungen, musst auf niemanden Rücksicht nehmen. Also pack deine Sachen und lebe :zwinker:
 
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Benutzer187494  (23)

dauerhaft gesperrt
erfolgreich abgeschlossen und arbeite seitdem als Streifenpolizist im Schichtdienst auf einer kleinen Dienstelle. Der Dienst stellt für mich täglich eine große Herausforderung dar. Zum einem habe ich in der Ausbildung „Bulimielernen“ betrieben und muss teilweise nachlernen, zum anderen bin ich andauernd unter Menschen, seien es die Kollegen oder die Bürger. Ich muss auf die Leute zugehen und in Stresssituationen Ruhe bewahren. Das entspricht nicht meinem „Naturell“. Seit meiner Jugend „leide“ ich unter sozialer Anspannung beziehungsweise sozialen Ängsten, unter großen Krafteinsatz gelingt es mir meiner Meinung nach aber ganz gut meinen Dienst zu verrichten. Zur Polizei bin ich gegangen, weil ich das Berufsbild interessant fand und einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag wollte. Ich bin ehrlich gegenüber mir selbst und weiß das ich auch nicht wusste was ich sonst für einen Beruf ergreifen sollte und mir dementsprechend dachte „Das probierst du mal“.



Ich wirke für meine Mitmenschen von außen wohl eher verschlossen und kühl, ich vermute stark das die meisten nicht erahnen was in mir vorgeht. Ich bin introvertiert, und muss meine Akkus fürs „Soziales“ nach dem Dienst aufladen. Dementsprechend bin ich in meiner Freizeit grundsätzlich gerne allein. Ich erkenne in mir auch klare Tendenzen zum „Einzelgängertum“, das ist schon seit meiner Jugend so. Ich war nie jemand der „mit der Masse geht“, nicht weil ich mich als etwas Besseres fühle, im Gegenteil ich habe mir schon immer gewünscht „gewöhnlicher“ zu seien, sondern weil ich mich einfach so fühle. Streng betrachtet muss ich mir vielleicht den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig Interesse an meinen Mitmenschen zu haben, manchmal fühlt es sich für mich aber auch so an, als würde sich mein Unterbewusstsein dadurch vor einer „Überreizung“ schützen. Ich würde mich schon als sehr reflektiert beschreiben, eventuell bin ich mir selbst gegenüber auch sehr kritisch und gehe mit mir oft zu hart ins Gericht, sehe nur meine Defizite. Insgesamt fühle ich mich auch von meiner Persönlichkeit her als zu verkopft, ich bin immer am Analysieren, und versuche wohl Risiko zu vermeiden.

Auch wenn ich es nach außen hin nicht zeige, fühlt es sich für mich so an, als würde ich viele Reizte ungefiltert aufnehmen und vieles „intensiver“ als Andere wahrnehmen, es ist schwierig zu beschreiben. Im Grundsatz würde ich mich schon als glücklichen Menschen beschreiben, auch wenn mir einiges wohl fehlt, worauf ich weiter unten noch eingehen werde.

In der Arbeit muss ich funktionieren, verständlicherweise haben dort meine persönlichen „Probleme“ keinen Platz. Ich fühle mich nach der Arbeit oft mental überbelastet, das dauernde unter Menschen seien strengt mich sehr an. Ich bin auf einer kleinen Dienstelle, die meisten Kollegen sind älter und wir sind nicht wirklich auf einer Wellenlänge. Ich versuche immer wieder Gespräche anzufangen, mache mir aktiv Gedanken wie ich mit ihnen „connecten“ kann. Das gelingt mir aber nicht wirklich, oft herrscht eine „umnehme Stille“. Ich habe den Eindruck das die Kollegen auch nicht so wirklich „Lust“ auf mich haben, obwohl ich wirklich nach besten Gewissen versuche, offen und freundlich zu seien.




Außerhalb des Dienstes habe ich keinen Kontakt mit den Kollegen. Ich habe auch den Eindruck das diese das nicht wollen. Alle fahren nach Dienstende schnell nach Hause. Man verbringt so viel Zeit zusammen auf der Arbeit, dass man vielleicht auch die Gesichter „nicht mehr sehen kann“. Meine „Andersartigkeit“ bleibt wohl auch nicht unbemerkt, ich habe den Eindruck das die Kollegen sehr wohl auch diese „Spannung“ mitbekommen und keinen näheren Kontakt wollen.



Meine Freizeit verbringe ich hauptsächlich allein. Seit etwa vier Monaten wohne ich auch in meiner ersten eigenen Wohnung. Wie oben beschrieben bin in ich nach dem Dienst, auch durch die Schichtarbeit, oft mental ausgelaugt und bin gerne allein.

Meine große Leidenschaft ist seit einigen Jahren Fitness. Ich bin beinahe täglich im Fitnessstudio und absolviere dort ein intensives Kraft- und Ausdauertraining, ich achte sehr auf meine Ernährung. In der Folge habe ich einen sehr durchtrainierten Körper, auf den ich auch sehr stolz bin. Ich würde nicht sagen, dass ich arrogant bin, sondern es hat einfach viel Arbeit und Ehrgeiz gekostet diesen Körper zu erreichen und ich denke man darf ein bisschen stolz seien. Das Fitnesstraining ist die Sache, wo ich wirklich ein „Feuer“ eine „Begeisterung“ spüre, es ist eine Bereich in dem ich mich sehr gut auskenne und mich selbstbewusst fühle und frei bin von „Ängsten und Anspannung“.



Mein Sozialleben beschränkt sich auf ehemaligem Ausbildungskollegen, mit denen ich noch Kontakt habe. Einer begleitet mich regelmäßig ins Fitnessstudio, er ist die Person, zu der ich noch am meisten „Connection“ spüre, wo ich am ehesten noch sagen kann, da ist eine gewisse „menschliche emotionale Verbindung“. Wir haben einen ähnlichen Humor und mit ihm zusammen zu trainieren, zu lachen und zu reden gibt mir Energie. Unser Kontakt beschränkt sich aber auf die drei Mal die Woche etwa zwei Stunden beim Sport.

Mit zwei weiteren Bekannten bin ich, als es Corona noch zuließ, etwa alle sechs Wochen feiern gegangen. Sie haben einen anderen Schichtplan und somit finden wir so selten einen Termin. Weiterhin haben sie Beziehungen und noch ihre „richtigen“ Freunde aus Schulzeiten, beziehungsweise eben ihren „richtigen“ social circle, eben die Personen, zu denen sie schon lange Kontakt haben eben und primär Zeit mit ihnen verbringen. Wir sind dann in eine Bar gegangen und anschließend in einem Club. Das hat mir grundsätzlich schon Spaß gemacht und ich habe auch jedes Mal ordentlich Alkohol getrunken, wir haben viel gelacht. Öfter würde ich aber nicht Alkohol trinken wollen. Das Problem ist einfach, das es eben nicht über diese „Ebene“ hinaus geht, es ist und bleibt eine oberflächliche lose Bekanntschaft. Vielleicht interpretiere ich auch zu viel hinein und habe einen zu großen Anspruch an einer emotionalen Verbindung. Vielleicht ist das einfach eine „normale“ Männerfreundschaft und ich erwarte zu viel. Aber ich spüre nichts. Da ist keine emotionale Verbindung. Ich könnte mit ihnen nicht über Probleme sprechen.





Es ist eben auch ein gefühlter Teufelskreis. Ich schäme mich für meinen Mangel an Sozialleben und kann mich deswegen nicht öffnen. Den dann müsste ich ja „meine Defizite“ offenlegen. Ich denke auch, dass sowas für die meisten einfach zu viel „Schwere“ ist und sie sich mit sowas nicht beschäftigen wollen. Zum anderen sind Freundeskreise einfach mit Mitte 20 zu mindestens gefühlt schon so gefestigt, es ist sehr schwer da wo reinzukommen.

Ich würde sagen ich habe keinen einzigen Freund, keine einzige Person, mit der ich über Probleme sprechen könnte, keine einzige Person, zu der ich wirklich auf einer Wellenlänge bin, keine einzige Person zu der ich mich wirklich menschlich verbunden fühle. Ich habe keine „meaningful Relationsships“, mir fällt kein so gut passender deutscher Begriff dafür ein. Und das löst in mir tatsächlich ein starkes Gefühl der Abgeschiedenheit und Einsamkeit aus. Und das wiederrum verstärkt meinen Eindruck das ich „anders“ bin, ich identifiziere mich als „Einzelgänger“, da gibt es mich und da gibt es den Rest der Menschen die „eingebunden in ihrem sozialen Kreis“ sind.

So ein paar Punkte an denen ich eine „soziale Abgeschiedenheit“ ausmache. Mein 15ter Geburtstag war der letzte den ich gefeiert habe. Zu meinem Geburtstag gratuliert mir bis auf meine Familie eigentlich niemand. Ich habe kein Social Media, ich benutze nur WhatsApp. Dort habe ich insgesamt 20 Kontakte. Hier sind Familienmitglieder, mein Chef und mein Versicherungsvertreter miteingeschlossen. Außer den oben genannten drei Bekannten habe ich keine aktiven Chats. Es kommt in aller Regelmäßigkeit vor das ich außer einem „morgen Fitnessstudio“ wochenlang! keine einzige Nachricht bekomme. Angerufen werde ich außer von meiner Mutter vielleicht 1-mal im Jahr. Ich war seit mindestens sechs Jahren nicht mehr auf einem Geburtstag eingeladen. Meine Wohnung betritt eigentlich außer mir niemand. Seitdem ich hier wohne, also seit etwa vier Monaten, hatte ich einmal Besuch von den zwei Bekannten, das wars. Ich war zuletzt vor sechs Jahren bei einer anderen Person zuhause zu Besuch. Silvester habe ich die letzten Jahre komplett allein verbracht. Ich wollte nicht mit meinen Eltern allein feiern, nicht weil ich sie nicht gerne habe, sondern weil es mir in meinem Alter als „unpassend“ erschien. Da ich ihnen aber auch nicht sagen wollte, dass ich an Silvester allein bin, bin ich dann einige Jahre lang auf eine Autobahnraststätte gefahren und habe dort in meinem Auto mit Radio Silvester an dem Parkplatz verbracht. Nachrichten zu Neujahr bekomme ich außer von der Familie kaum.

Ich habe die drei oben genannten Bekannten, ansonsten habe ich tatsächlich keinerlei Bekanntenkreis. Da es meiner Meinung nach einem gesellschaftlichen Tabu ist keine Freunde zu haben und ich auch von Mitleid nichts habe verstecke ich das nach außen hin, ja erfinde gegenüber den Arbeitskollegen schonmal „Geschichten“, sei es eine Geburtstagsfeier oder einen Urlaub mit Freunden. Im Urlaub war ich zuletzt vor sieben Jahren mit meinen Eltern. Allein verreisen stelle ich mir persönlich eher einsam vor. Ich habe bereits Hemmungen davor allein ins Kino zu gehen, obwohl ich das gerne machen würde, da ich denke das das auf andere Personen „befremdlich“ wirkt a la „ah der hat keine Freunde“.







Gegenüber den Bekannten bin ich locker. Ich kenne sie und ich denke durchaus das sie mich als sehr humorvollen Menschen bezeichnen würden, der immer einen „dummen Spruch“ auf den Lippen hat. Gegenüber meinen Arbeitskollegen oder Fremden bin ich dann aber ein „anderer Mensch“, eher verschlossen und kühl. Im Zusammenhang mit einem muskulösen Körper kann ich mir vorstellen das mich Menschen von außen dann völlig falsch einschätzen, wie ich eigentlich im „Inneren“ bin und fühle.

Ich sehne mich danach eben öfter was zu unternehmen und nicht nur von der Arbeit ins Fitnessstudio zu pendeln und zurück in die leere Wohnung. Andererseits sind meine Akkus nach der Arbeit wirklich oft so leer, dass ich einfach keine Energie hätte um Menschen zu sehen.

Ich wäre für alles offen. Das „verbindende Element“ bei Männern scheint mir oft Fußball zu seien. Ich habe nie Fußball gespielt oder geschaut, kenne keinen einzigen Spieler und habe auch absolut kein Interesse daran. Allein dadurch, so habe zu mindestens den Eindruck, ist man oft ein Außenseiter. Die erste Frage auf der Dienstelle war: „Bist du Fan von Verein A oder B?“. Ich habe da dann das Gefühl das das einfach so ein „soziales Schmiermittel“ ist, was mir fehlt. Verstärkt wird das dadurch das man, da ich ja so selten rauskomme, wenig zu erzählen habe. Die Menschen erzählen oft von Freund A oder B oder was sie in Bekanntenkreis A oder B erlebt haben. Alles Soziale was ich erlebe brauche ich meinen drei Bekannten nicht erzählen, weil sie es ja mit mir zusammen schon erlebt haben. Es ist dann einfach sehr schwierig so ein Sozialleben von 0 aufzubauen. Klar lernen Leute auch in meinem Alter noch neue Leute kennen, aber diese haben eben dann schon ein Netzwerk, auf das sie aufbauen können, jemand wie ich, der dann nichts „hinzufügen“ kann irritiert da. Damit meine ich das ich niemanden irgendwo mitnehmen kann oder einladen kann.



Das Soziale ist also das eine „Problemfeld“. Das zweite „Problemfeld“ sind Frauen.



Ich wurde in meiner Jugend über die gesamte Schulzeit massiv gemobbt, war ein Außenseiter und habe mich zurückgezogen. Ich habe vieles verpasst was ich auch bereue. Ich saß in meinem Zimmer und zockte während gefühlt alle anderen eine Entwicklung durchmachten. Sie fingen an Alkohol zu trinken, bildeten Cliquen, gingen auf Parts, sie lernten Mädchen kennen und machten erste Erfahrungen. Ich hatte nie eine Phase des Rebellierens gegen die Eltern, hatte nie so diese ganzen typischen Jugenderfahrungen. Meines Erachtens ist tendenziell die Jugend oft so eine Art „Tutorial“ für bestimmte „Skills“. Es gibt für alles ideale Zeitpunkte und in der Jugend ist man noch nicht so verkopft, die meisten „machen eben einfach“. Es ist eine Zeit, wo die meisten eben diesen Umgang mit Frauen spielerisch erlenen und „Fehler“ noch eher verziehen werden.







Ich bin 23 Jahre alt und stehe was Erfahrungen mit Frauen angeht wirklich bei 0.0. Ich hatte noch nie eine Freundin, Sex oder einen Kuss gehabt. Ich habe noch nie Händchen gehalten oder war auf einem Date. Ich habe noch nie geflirtet, ja noch nicht mal eine platonische Freundschaft zu einer Frau gehabt. Ich habe es wie auch immer durchs Abitur geschafft, ohne auch nur einmal mit einer Klassenkameradin zu reden, aufgrund meines damals „niedrigen sozialen Status“ wäre mir das auch nie eingefallen. Damals war ich mit meinem Aussehen auch noch unzufrieden, mittlerweile würde ich behaupten sehe ich überdurschnittlich aus, und bin mit meinem Aussehen auch sehr zufrieden und ich denke auch das mich rein optisch gesehen auch viele Frauen attraktiv finden.

Jedenfalls blicke ich schon öfter zurück und bereue das ich viele Erfahrungen nie gemacht habe die man eben nicht wiederholen kann. Sei es eine Jugendliebe oder diese „Cliquen“-Erfahrung in einer Zeit wo die Leute beruflich und privat nicht so eingespannt sind.

Ich habe tatsächlich in meinem Handy keinen einzigen weiblichen Kontakt und auch so im Alltag schlichtweg keinen Kontakt zu Frauen, keine Gespräche oder Bekanntschaften.

In der Arbeit gibt es zwei Kolleginnen, mit denen rede ich eben auf einer „professionellen Ebene“, aber auch das ist schon eine Herausforderung für mich, obwohl die beiden optisch noch nicht mal meinem Typ entsprechen.

Wenn ich im Alltag, sagen wir im Fitnessstudio eine Frau sehe, welche meinem Typ entspricht, vermeide ich Blickkontakt und bin unsicher. Ich würde ein Ansprechen hier als „Belästigung“ sehen, wobei ich sowieso nicht wüsste was ich sagen soll, Einmal aufgrund meines Mangels an Sozialleben, aber eben auch weil ich in einer „Flirtsituation“ kein Wort herausbekommen würde. Dieses „Flirten“ kommt mir vor wie eine Fremdsprache, Zeichen erkennen etc. Ich habe auch große Hemmungen vor Körperkontakt, schon im Selbstverteitigungsuntericht in der Ausbildung war es mir unangenehm, wenn man eine Kollegin an der Schulter berühren musste.

Und dann ist da noch dieser Gedanke das, selbst wenn die Frau an mir Interesse hätte, das dies nichts bringen würde. Irgendwann wäre der Moment, wo man als Mann den ersten Kuss „initiieren“ muss, ganz zu schweigen vorm ersten Mal. Auch weil von einem Mann mit Mitte 20 erwartet wird das er weiß, wie das eben geht, habe ich große Angst davor.

Wenn man sich als Person kennenlernt, stellt man den Partner ja seine Freunde vor, nimmt ihn mal mit auf eine Einladung oder eine Geburtstagsfeier. Der Partner ist auf dem eigenen Geburtstag dabei. Das alles kann ich nicht machen, weshalb ich glaube, erstmal „Problemfeld 1“, also die sozialen Kontakte allgemein angehen muss, bevor ich mich an das „Frauenproblem“ mache.

Die potenzielle Freundin würde schnell merken das ich auf meinem Handy keine Nachrichten bekomme, dass ich fast keine Kontakte eingespeichert habe, oder dass ich kein einziges Foto mit Freunden auf meinem Handy habe.

Das ist tatsächlich eine Sache, die mich selbst geschockt hat. Ich habe kein einziges Foto mit einem Freund oder mit anderen Personen. Ich besitze kein einziges Foto, wo ich in einer Gruppe bin, oder mit Bekannten zusammenstehe, kein einziges. Ich habe ein paar Selfies, das wars.

Ich glaube auch das diese Unerfahrenheit abschreckend wirkt. Genauso wie die meisten Frauen jemanden wollen, der Freunde hat, wollen sie wahrscheinlich auch jemand der „begehrt“ wirkt. Der bereits schonmal das Interesse von einer anderen Frau bekommen hat. Sie muss ja denken „ok, wenn keine Frau ihn je wollte, und auch jetzt keine Frau mit ihm Kontakt hat, dann kann etwas mit ihm nicht stimmen“. Und tatsächlich „stimmt“ ja etwas nicht mit mir, oder bin ich doch so in Ordnung? Ich weiß es nicht…

Ein weiterer Punkt ist das ich mir Sex ohne Gefühle nicht vorstellen kann. Für mein ersten Kuss/erstes Mal sowieso nicht, da ich da eine große Vertrauensbasis bräuchte, aber auch allgemein ist das meine Haltung. Ich wünsche mir eine feste Beziehung. Ich habe aber den Eindruck das zwischen mir und der „Normalo“-Frau zu viel Differenz ist. Mit Normal meine ich hier einfach das sie normal seit der Jugend an eben ihre Erfahrungen gemacht hat und für sie das Thema Liebe/Sex ein lockeres ist, wie es der Mentalität meiner Generation entspricht. Das ist auch keine moralische Bewertung. Jeder egal ob Mann oder Frau soll sich so ausleben wie er oder sie möchte, ohne dafür irgendwie verurteilt zu werden.

Ich denke nur das eine ebenso eher unerfahrene Frau, die es auch „langsam“ angehen will, mit mir mehr auf einer Ebene ist. Darum geht es mir im Endeffekt, dass man wirklich auf einer menschlichen Ebene verbunden ist. Sonst hat das für mich keinen wirklichen Mehrwert. Klar habe ich auch eine Sehnsucht nach Sex, aber eben im Rahmen einer Beziehung.

Im Endeffekt weiß ich auch gar nicht was ich verpasse, ich war noch nie verliebt, hatte noch nie eine Beziehung, noch nicht mal annähernd und weiß demnach ja gar nicht wie sich das überhaupt anfühlt. Aber ich denke es wird einen Grund haben wieso die meisten Menschen nach einer Trennung erneut wieder einen Partner suchen.

Und wenn ich Pärchen sehe, dann spüre ich das schon im Herzen, das ich auch eine Sehnsucht nach Zweisamkeit habe, aber im gleichen Gedankenzug denke ich dann das ich und meine „Geschichte“ zu speziell sind, um da jemand passenden zu finden.

Ob Tinder, in Bars oder in Clubs, ich habe da überall das Gefühl einfach nicht in der richtigen Umgebung dafür zu seien. Und durch den fehlenden Bekanntenkreis lerne ich ja auch so keine Frauen kennen, womit wir wieder bei dem Punkt sind das ich mich darum zuerst kümmern sollte.

Klar bin ich selbst schuld und muss an mir arbeiten und mich ändern, aber inwieweit ist das möglich und wird mich je eine Frau so mögen wie ich eigentlich bin, ich weiß es nicht.













Ich denke auch immer weit in die Zukunft und mache mir da folgende Sorgen. Langfristig gesehen habe ich einen starken Kinderwunsch, und habe Angst den nicht entsprechen zu können.



Die Altersgenossen oder wenigen Bekannten werden spätestens, wenn sie selbst heiraten oder Familie bekommen noch weniger Zeit für mich haben, beziehungsweise ihre Zeit noch eher mit anderen Pärchen verbringen. Meine Lebensrealität würde sich also immer weiter von denen der „Normmenschen“ entfernen, die „Vereinsamung“ würde zunehmen.

Freundeskreise sind mit 30 noch stärker gefestigt wie jetzt schon, die Menschen sind beruflich und privat noch mehr eingebunden und es wird noch schwerer neue Menschen kennenzulernen, gerade für Menschen wie mich, die schon immer Probleme damit hatten.



Der Polizeiberuf, gerade auch der Schichtdienst, ist generell schwierig mit dem Aufbauen und Erhalten von sozialen Kontakten zu vereinbaren. Man arbeitet, wenn andere Schlafen und andersrum. Zusätzlich bin ich mental oft erschöpft und erhalte quasi eine „Überdosis“ Soziales, die es verhindert in meiner Freizeit offener für Kontakte zu seien



Mit 30 noch Jungfrau zu seien ist schambehafteter als es mit 23 zu seien, es wird mit dem Alter nur schwerer. Zusätzlich entfernt man sich so weit von der normalen Entwicklungs- und Erfahrungswelt der „Normfrau“, dass es immer schwieriger wird eine zu finden mit der man auf einer „Ebene“ ist.

Selbst wenn ich die Möglichkeit hätte eine Beziehung einzugehen, bin ich mir nicht sicher, ob ich emotional dazu bereit bin. Ich habe eine wahnsinnige Angst vor Trennungen. Rational gesehen ist mir klar, dass es keine Liebe ohne Risiko gibt, emotional gesehen interessiert das aber „mein inneres Ich“ nicht. Ich war noch nie verliebt oder in einer Beziehung, weiß also gar nicht wie sich eine Trennung anfühlt, meine aber trotzdem zu wissen das ich emotional damit nicht klarkommen werde. Vielleicht auch weil mir da das „Urvertrauen“ fehlt, wieder eine neue Frau kennenzulernen, weil mir das bisher ja in 23 Jahren kein einziges mal gelungen ist. Oder weil mein Unterbewusstsein durch traumatische Erfahrungen (Mobbing?) sich vor erneuten Verletzungen schützen will. Ich weiß es nicht.



Vor kurzer Zeit hat sich die Anspannung in, aber auch vor dem Dienst so sehr gesteigert, dass ich mich habe krankschreiben lasse. Derzeit bin ich in Psychotherapie und hoffe bald wieder in den Job zurückkehren zu können.
 
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Benutzer186759  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Ich will mich nicht aus dem Fenster lehnen, aber was du so berichtest, wie du dich selbst beschreibst und die Art und detailgetreue, in der du hier berichtest:

Kann es sein, dass du im Spektrum bist? Das würde erklären, warum dich viele Leute als "sonderbar" warnehmen.
Hast du Probleme damit, Gefühle anderer zu deuten und nachzuvollziehen? Fällt es dir schwer, Empathie zu zeigen?

Irgendwie lässt mich der Gedanke grade nicht los.

Falls dein Therapeut was taugt, könntet ihr da eventuell mal ansetzen und drüber sprechen. Dann hättest du nämlich nen ganz anderen Ansatzpunkt, an dir zu arbeiten und dir eventuell eine entsprechende Gruppe Menschen suchen, in denen du nicht auf so starke "Abwehr" triffst.
Nicht, dass der Therapeut dir jetzt sonstwas vorkaut, wenn du im Grunde "nur" irgendwo auf dem Spektrum liegst und eigentich ganz andere "Zuwendung" brauchen würdest.
 
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Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
Für mich sieht das so aus dass du mit dem jetzigen Beruf deine persönlichen privaten Wünsche nie und nimmer unter einen Hut bekommen kannst.

Du bist noch jung, du kannst es sicherlich noch gut selber entscheiden, was du nun lieber machen möchtest.
Wenn du deinen Beruf optimal ausüben willst, musst du wohl leider mit den Einschränkungen im Privatbereich leben und auch damit klar kommen.
Oder, wenn das geht, solltest du vielleicht zu einem geregelteren Dienstplan wechseln,
womöglich aussteigen und zu einem Sicherheitsdienst gehen, der dir weniger abverlangt.
Nur so ein Gedanke.
Sorry für die relativ kurze Antwort zu deinem super langen Text eben :engel:
 
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Benutzer187494  (23)

dauerhaft gesperrt
M Mikutse87

Meinst du echt ich könnte Autist seine? Mh denke schon das ich Emotionen am Gesicht ablesen kann aber ich analysiere oft Tonlagen und kleinste Mimikveränderungen und bin da sehr feinfühlig. Meine Art zu beschreiben ist sehr genau- denkst du das deutet auf Autismus hin?
 
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Benutzer186759  (34)

Verbringt hier viel Zeit
M Mikutse87

Meinst du echt ich könnte Autist seine? Mh denke schon das ich Emotionen am Gesicht ablesen kann aber ich analysiere oft Tonlagen und kleinste Mimikveränderungen und bin da sehr feinfühlig. Meine Art zu beschreiben ist sehr genau- denkst du das deutet auf Autismus hin?

Ich bin niemand, der sowas aus der Ferne feststellen kann, aber ich würde die Möglichkeit nicht außer Acht lassen.
So wie es aussieht hast du in Fitness eine Art "Insel" entdeckt, für die du dich sehr begeistern kannst. Das ist relativ typisch für viele Leute im Spektrum (also ein Thema, in dem sie richtig aufgehen).
Du bist sehr analytisch, gehst mit allem sehr ins Detail, machst den Eindruck, als wolltest du dich beim Ausdrücken deiner Gedanken so präzise wie möglich verhalten und deine Schilderungen, dass viele Leute dich für "kühl" halten, spricht da auch ein Stück weit für.

Es ist halt wichtig zu wissen, dass nicht jeder auf dem Spektrum gleich ist. Autismus kann viele Formen haben, aber einiges an deinem Wesen würde da schon gut rein passen.

Wäre auch nichts Schlimmes! Will ich nur dazu sagen!
Manche Menschen koppelt das ja mit etwas Negativem, das ist aber nicht der Fall. Menschen im Spektrum fühlen und denken halt etwas anders, als andere Menschen. Da ist aber nichts falsch dran.

Sprich es bei deinem Therapeuten mal an, wenn du möchtest, ausschließen würde ich es aber nicht.
 
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Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Erstmal vorweg: Ich finde es relativ schwer, auf deinen Beitrag einzugehen... Man weiß nicht so recht, worauf du deine einzelnen Absätze beziehst. Mit Zitagen, oder @ Username wäre das etwas leichter.

erfolgreich abgeschlossen und arbeite seitdem als Streifenpolizist im Schichtdienst auf einer kleinen Dienstelle. Der Dienst stellt für mich täglich eine große Herausforderung dar. Zum einem habe ich in der Ausbildung „Bulimielernen“ betrieben und muss teilweise nachlernen, zum anderen bin ich andauernd unter Menschen, seien es die Kollegen oder die Bürger. Ich muss auf die Leute zugehen und in Stresssituationen Ruhe bewahren. Das entspricht nicht meinem „Naturell“. Seit meiner Jugend „leide“ ich unter sozialer Anspannung beziehungsweise sozialen Ängsten, unter großen Krafteinsatz gelingt es mir meiner Meinung nach aber ganz gut meinen Dienst zu verrichten. Zur Polizei bin ich gegangen, weil ich das Berufsbild interessant fand und einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag wollte. Ich bin ehrlich gegenüber mir selbst und weiß das ich auch nicht wusste was ich sonst für einen Beruf ergreifen sollte und mir dementsprechend dachte „Das probierst du mal“.
Hm... das hört sich nicht so an, als ob das der passende Beruf für dich wäre. Dein Job kostet dich ja so viel Energie, dass du keine Energie mehr für ein privates Sozialleben hast.
Aber mit 23 bist du doch noch ziemlich jung. Da könntest du durchaus noch versuchen, einen ganz anderen Weg einzuschlagen. Hast du denn inzwischen eine Idee, was vielleicht besser zu dir passen könnte?

Ich wirke für meine Mitmenschen von außen wohl eher verschlossen und kühl, ich vermute stark das die meisten nicht erahnen was in mir vorgeht. Ich bin introvertiert, und muss meine Akkus fürs „Soziales“ nach dem Dienst aufladen. Dementsprechend bin ich in meiner Freizeit grundsätzlich gerne allein. Ich erkenne in mir auch klare Tendenzen zum „Einzelgängertum“, das ist schon seit meiner Jugend so. Ich war nie jemand der „mit der Masse geht“, nicht weil ich mich als etwas Besseres fühle, im Gegenteil ich habe mir schon immer gewünscht „gewöhnlicher“ zu seien, sondern weil ich mich einfach so fühle. Streng betrachtet muss ich mir vielleicht den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig Interesse an meinen Mitmenschen zu haben, manchmal fühlt es sich für mich aber auch so an, als würde sich mein Unterbewusstsein dadurch vor einer „Überreizung“ schützen. Ich würde mich schon als sehr reflektiert beschreiben, eventuell bin ich mir selbst gegenüber auch sehr kritisch und gehe mit mir oft zu hart ins Gericht, sehe nur meine Defizite. Insgesamt fühle ich mich auch von meiner Persönlichkeit her als zu verkopft, ich bin immer am Analysieren, und versuche wohl Risiko zu vermeiden.
Der Wunsch, "gewöhnlicher" zu sein, bringt dich nicht weiter. Du bist so, wie du bist. Und natürlich kannst du dich ein wenig verändern oder neue Seiten an dir entdecken. Aber auch dann wirst du wohl niemals zum "Normalo" werden (wenn es den überhaupt gibt).
Ich glaube, die Kunst besteht eher darin, das Leben so zu gestalten, dass es zur eigenen persönlichkeit passt und die Leute zu finden, die einen so nehmen, wie man ist und die einem gut tun.
Die Schulzeit war für mich wohl die schlimmste Zeit, weil ich mir meine Mitschüler überhaupt nicht aussuchen konnte und mit vielen überhaupt nicht kompatibel war. Das hat dann auch zu Erlebnissen geführt, die zumindest hart an der Grenze zum Mobbing waren, während ich im Sportverein schon viel eher unter Gleichgesinnten war und auch viel besser akzeptiert wurde.
Und in meinem eher nerdigen Studium und Berufsleben habe ich auch Menschen um mich herum, mit denen mich viel mehr verbindet, als mit meinen Mitschülern.
Für mich hört es sich nicht so an, als ob dir dein derzeitiges Leben Kontakt mit den Menschen bietet, die zu dir passen.

Und das mit der Überreizung kenne ich auch. Große Partys, Discos, Menschenmassen, laute Konzerte, usw. sind für mich auch nur unangenehme Reizüberflutung, die mich überfordert und sehr viel Energie kostet.
Aber zusammen mit einzelnen Freunden oder in einer kleinen Runde gleichgesinnter Menschen fühle ich mich pudelwohl. Diese Art von Sozialleben gibt mir Energie.

Auch wenn ich es nach außen hin nicht zeige, fühlt es sich für mich so an, als würde ich viele Reizte ungefiltert aufnehmen und vieles „intensiver“ als Andere wahrnehmen, es ist schwierig zu beschreiben. Im Grundsatz würde ich mich schon als glücklichen Menschen beschreiben, auch wenn mir einiges wohl fehlt, worauf ich weiter unten noch eingehen werde.
Es gibt das Konzept der Hochsensibilität. Ich finde das zwar eher befremdlich, aber vielleicht bringt es dir ja etwas, dich damit zu beschäftigen.

In der Arbeit muss ich funktionieren, verständlicherweise haben dort meine persönlichen „Probleme“ keinen Platz. Ich fühle mich nach der Arbeit oft mental überbelastet, das dauernde unter Menschen seien strengt mich sehr an. Ich bin auf einer kleinen Dienstelle, die meisten Kollegen sind älter und wir sind nicht wirklich auf einer Wellenlänge. Ich versuche immer wieder Gespräche anzufangen, mache mir aktiv Gedanken wie ich mit ihnen „connecten“ kann. Das gelingt mir aber nicht wirklich, oft herrscht eine „umnehme Stille“. Ich habe den Eindruck das die Kollegen auch nicht so wirklich „Lust“ auf mich haben, obwohl ich wirklich nach besten Gewissen versuche, offen und freundlich zu seien.
Das hört sich doch ganz stark danach an, dass das nicht der passende Beruf für dich ist. - Auch weil er wohl üblicherweise von Menschen ergriffen wird, die nicht zu dir passen.

Meine große Leidenschaft ist seit einigen Jahren Fitness. Ich bin beinahe täglich im Fitnessstudio und absolviere dort ein intensives Kraft- und Ausdauertraining, ich achte sehr auf meine Ernährung. In der Folge habe ich einen sehr durchtrainierten Körper, auf den ich auch sehr stolz bin. Ich würde nicht sagen, dass ich arrogant bin, sondern es hat einfach viel Arbeit und Ehrgeiz gekostet diesen Körper zu erreichen und ich denke man darf ein bisschen stolz seien. Das Fitnesstraining ist die Sache, wo ich wirklich ein „Feuer“ eine „Begeisterung“ spüre, es ist eine Bereich in dem ich mich sehr gut auskenne und mich selbstbewusst fühle und frei bin von „Ängsten und Anspannung“.
Ich kann deine Motivation gut verstehen. Fitnesstudio ist zwar nichts für mich. Aber ich mag andere Sportarten, die mir nicht nur Spaß machen, sondern die auch meine Figur dahingehend verändert haben, dass ich mich in meinem Körper ziemlich wohl fühle.
Aber ich wiederhole meine Frage: Kommst du im Fitnessstudio in Kontakt mit anderen Menschen? Da gibt es ja schon mal ein gemeinsames Interesse als Basis für Gespräche. - Und wenn nicht, wie wäre es mit anderen Sportarten, bei denen man leichter Kontakt aufbauen kann?

Es ist eben auch ein gefühlter Teufelskreis. Ich schäme mich für meinen Mangel an Sozialleben und kann mich deswegen nicht öffnen. Den dann müsste ich ja „meine Defizite“ offenlegen. Ich denke auch, dass sowas für die meisten einfach zu viel „Schwere“ ist und sie sich mit sowas nicht beschäftigen wollen. Zum anderen sind Freundeskreise einfach mit Mitte 20 zu mindestens gefühlt schon so gefestigt, es ist sehr schwer da wo reinzukommen.
Ich finde nicht, dass man sich dafür schämen muss. Gerade die Corona-Pandemie hat das Thema Einsamkeit doch irgendwie "salonfähig" gemacht.

Vor ein paar Wochen habe ich nach langer Pause mal wieder eine nette (für eine Beziehung wohl zu) junge Frau in der Boulderhalle getroffen, mit der ich mich schon in der Zeit vor Corona gelegentlich ziemlich gut unterhalten habe. Und im Gespräch, wie es un in der Corona-Zeit so ergangen ist, habe ich auch ehrlich erzählt, dass mir die noch größere Einsamkeit in dieser Zeit ziemlich zugesetzt hat. Und ihre Reaktion darauf war auch ziemlich gut.
Natürlich würde ich nicht mit allen Menschen so offen umgehen... aber wenn eine grundlegende Sympathie und ein gewissens Vertrauen vorhanden ist, bin ich da inzwischen sehr offen und ehrlich und verstecke mich überhaupt nicht.

Ich würde sagen ich habe keinen einzigen Freund, keine einzige Person, mit der ich über Probleme sprechen könnte, keine einzige Person, zu der ich wirklich auf einer Wellenlänge bin, keine einzige Person zu der ich mich wirklich menschlich verbunden fühle. Ich habe keine „meaningful Relationsships“, mir fällt kein so gut passender deutscher Begriff dafür ein. Und das löst in mir tatsächlich ein starkes Gefühl der Abgeschiedenheit und Einsamkeit aus. Und das wiederrum verstärkt meinen Eindruck das ich „anders“ bin, ich identifiziere mich als „Einzelgänger“, da gibt es mich und da gibt es den Rest der Menschen die „eingebunden in ihrem sozialen Kreis“ sind.
Um mit jemandem über Probleme sprechen zu können, muss man auch dazu bereit sein, über Probleme zu sprechen. Und gerade wenn man Menschen noch nicht so gut kennt, muss man ihnen auch einen gewissen Vertrauensvorschuss geben, wenn man die Beziehung zu ihnen in diese Richtung entwickeln will. Natürlich kann man da auch enttäuscht werden... aber wenn man da überhaupt nichts wagt, kann man auch nichts gewinnen.

Mir fällt das auch oft schwer, aber ich glaube, ich lerne gerade in ganz kleinen Schritten, dass so etwas durchaus gut sein kann.

Gegenüber den Bekannten bin ich locker. Ich kenne sie und ich denke durchaus das sie mich als sehr humorvollen Menschen bezeichnen würden, der immer einen „dummen Spruch“ auf den Lippen hat. Gegenüber meinen Arbeitskollegen oder Fremden bin ich dann aber ein „anderer Mensch“, eher verschlossen und kühl. Im Zusammenhang mit einem muskulösen Körper kann ich mir vorstellen das mich Menschen von außen dann völlig falsch einschätzen, wie ich eigentlich im „Inneren“ bin und fühle.
Und wann bist du mal authentisch und du selbst?

Ich wäre für alles offen. Das „verbindende Element“ bei Männern scheint mir oft Fußball zu seien. Ich habe nie Fußball gespielt oder geschaut, kenne keinen einzigen Spieler und habe auch absolut kein Interesse daran. Allein dadurch, so habe zu mindestens den Eindruck, ist man oft ein Außenseiter.
Ja. Für viele Männer ist das ein verbindendes Element. Aber ich kenne auch genügned Männer, die weni bis überhaupt kein Interesse an Fußball haben und dafür über andere Interessen in Verbindung kommen.
Es gibt ja auch viele andere Sportarten und Hobbys.

Ich bin 23 Jahre alt und stehe was Erfahrungen mit Frauen angeht wirklich bei 0.0. Ich hatte noch nie eine Freundin, Sex oder einen Kuss gehabt. Ich habe noch nie Händchen gehalten oder war auf einem Date. Ich habe noch nie geflirtet, ja noch nicht mal eine platonische Freundschaft zu einer Frau gehabt. Ich habe es wie auch immer durchs Abitur geschafft, ohne auch nur einmal mit einer Klassenkameradin zu reden, aufgrund meines damals „niedrigen sozialen Status“ wäre mir das auch nie eingefallen. Damals war ich mit meinem Aussehen auch noch unzufrieden, mittlerweile würde ich behaupten sehe ich überdurschnittlich aus, und bin mit meinem Aussehen auch sehr zufrieden und ich denke auch das mich rein optisch gesehen auch viele Frauen attraktiv finden.
Dass du als Schüler noch nicht mal mit Frauen geredet hast, finde ich schon hart.
Meine Erfahrungen in Sachen Liebe und Sex sind auch gleich Null. Aber ich habe und hatte immer Gespräche, Bekanntschaften und auch Freundschaften mit Frauen. So habe ich mich z.B. schon als Schüler und Außenseiter mit einer Außenseiterin angefreundet. Beim Thema Ausgrenzung und Mobbing waren wir Leidensgenossen.
Und ganz wichtig: Frauen sind keine exotischen Wesen, sondern ganz normale Menschen. Ich weiß nicht, warum ich bei Freundschaften und Bekanntschaften einen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern machen sollte.

Ich habe tatsächlich in meinem Handy keinen einzigen weiblichen Kontakt und auch so im Alltag schlichtweg keinen Kontakt zu Frauen, keine Gespräche oder Bekanntschaften.
Nochmal: Wie wäre es mit anderen Sportarten? - Idealerweise welchen, bei denen sich Männer und Frauen begegnen.
Du bist ja schon fit und trainiert und hast damit auch ganz gute Voraussetzungen, um etwas anderes auszuprobieren.
Meine Empfehlung ist und bleibt das Bouldern. Da sind einfach Alle gemeinsam in der Halle unterwegs und kommt ganz leicht ins Gespräch, wenn man versucht, sich gemeinsam einen Boulder zu erarbeiten.
Probier es doch einfach mal aus: Geh an einem Tag nicht ins Fitnessstudio, sondern in die nächste Boulderhalle. Außer Sportkleidung brauchst du nichts. Schuhe kannst du für die ersten Versuche ausleihen. Und wenn du das Bouldern nicht gleich total beschissen findest, gib der Sache eine Chance, geh ein paar mal hin und überlege dir dann, ob das etwas für dich sein könnte.
Du hast ja nicht viel zu verlieren. Die paar verpassten Einheiten in der Muckibude wirst du schon verschmerzen können... und die paar Euro, die dich das Bouldern kostet, auch.
(Natürlich ginge das auch mit einer anderen Sportart. Ich finde Bouldern nur so gut, weil die Einstiegshürde wirklich niedrig ist und dabei Männer und Frauen zusammenkommen-)

Und nochmal: Frauen sind keine Aliens, keine exotischen Fabelwesen, oder sonst was, sondern ganz normale Menschen.

Wenn ich im Alltag, sagen wir im Fitnessstudio eine Frau sehe, welche meinem Typ entspricht, vermeide ich Blickkontakt und bin unsicher. Ich würde ein Ansprechen hier als „Belästigung“ sehen, wobei ich sowieso nicht wüsste was ich sagen soll, Einmal aufgrund meines Mangels an Sozialleben, aber eben auch weil ich in einer „Flirtsituation“ kein Wort herausbekommen würde. Dieses „Flirten“ kommt mir vor wie eine Fremdsprache, Zeichen erkennen etc. Ich habe auch große Hemmungen vor Körperkontakt, schon im Selbstverteitigungsuntericht in der Ausbildung war es mir unangenehm, wenn man eine Kollegin an der Schulter berühren musste.
Flirten ist für mich auch eine Fremdsprache, die ich überhaupt nicht beherrsche.
Aber wie wäre es erst einmal mit einem normalen Gespräch mit einer Frau? Vielleicht mit einer, die du noch nicht mal besonders attraktiv findest, sondern mit der du einfach nur eine Gemeinsamkeit hast, über die man ins Gespräch kommen könnte? - Vielleicht mit einer Kollegin? Vielleicht mit einer Frau im Fitnessstudio?

Und ich weiß auch noch, dass sich der erste Körperkontakt mit einer Frau für mich total seltsam angefühlt hat. Das war noch in der Schule. Ich stand in der großen Pause neben einem Mädchen, das ich kaum kannte (sie hatte Kontakt mit einem meiner Außenseiter-Schulfreunde und wir haben uns zuvor ein paar mal unterhalten). Plötzlich meinte sie: "Ich habe gerade das Bedürfnis, jemanden zu umarmen." Und ich war gerade greifbar, da ich neben ihr stand. Das hat mich schon ziemlich überfordert. Aber es fühlte sich auch irgendwie gut an. Letztendlich hat es noch viele Jahre gedauert, bis ich mich an solche Berührungen erst gewöhnen und sie später wirklich genießen konnte. Inzwischen hätte ich gerne viel mehr davon. Aber ich traue mich immer noch nicht, wie irgendwie zu initiieren.

Ich denke auch immer weit in die Zukunft und mache mir da folgende Sorgen. Langfristig gesehen habe ich einen starken Kinderwunsch, und habe Angst den nicht entsprechen zu können.
Hast du Erfahrung im Umgang mit Kindern? Traust du dir überhaupt zu, einem Kind gerecht zu werden?
Ich hatte auch lange einen starken Kinderwunsch, der aber auch durch mein ehrenamtliches Engagement als Trainer und Betreuer von Kindern geweckt und verstärkt wurde, sowie durch den Umgang mit der Tochter einer (ehemaligen) guten Freundin.
(Und inzwischen habe ich den Kinderwunsch wieder begraben, weil ich einfach zu pessimistisch in die Zukunft blicke und meinen hypothetischen Kindern diese Zukunft nicht antun will.)

Vor kurzer Zeit hat sich die Anspannung in, aber auch vor dem Dienst so sehr gesteigert, dass ich mich habe krankschreiben lasse. Derzeit bin ich in Psychotherapie und hoffe bald wieder in den Job zurückkehren zu können.
Sprichst du in deiner Therapie auch über deine Einsamkeit und deine sozialen Probleme? Das wäre doch eine gute Chance, um auch diese Probleme anzugehen.
 
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Benutzer183259  (51)

Öfter im Forum
würde aus Angst vor einer Trennung keine Beziehung eingehen.

Diese Einstellung solltest du auf jeden Fall mal überdenken.
Niemand hat die Garantie, dass eine Beziehung ein Leben lang hält. Das wäre sogar eher die Ausnahme, das direkt die erste eingegangene Beziehung ewig hält...

So gesehen dürftest du dir noch nicht mal eine Katze oder einen Hund anschaffen. Denn die werden vor dir sterben.
Warum macht man es trotzdem?
Weil die positiven Zeiten überwiegen...

Der Verlustschmerz ist eben der Preis für die emotionale Bindung.
 
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Benutzer186595 

Sorgt für Gesprächsstoff
Für mich klingt es so als ob du aus deiner Vergangenheit Angst hast, verletzt zu werden, und auch Angst Bindungen einzugehen. Gleichzeitig scheinst Du ein sehr feinfühliger und reflektierter Mann zu sein. Wenn Du es nach und nach schaffst deine Ängste zu überwinden kannst du bestimmt ein wirklich guter Freund und/oder liebevoller Partner sein. Das wird sicherlich kein leichter Weg und auch eine längere Zeit dauern, ich glaube dass Psychotherapie der richtige Weg dazu ist. Wünsche dir alles Gute auf deinem Weg.
Ich glaube auch dass online zunächst ein guter Weg sein kann um mit Frauen bzw. überhaupt mit Menschen in Kontakt zu kommen. Da kannst du ja wie hier offen mit deiner Geschichte umgehen, und nach Menschen suchen die dazu passen. Es gibt hier wie auch auf Datingportalen viele Frauen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und sich sicherlich nicht abschrecken lassen, sondern sich so einen sensiblen und vorsichtigen Mann wünschen. Muss ja nicht gleich die ganz große Liebe sein.
 
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Benutzer170129 

Sorgt für Gesprächsstoff
Den kann man aber finden. Verschwende Deine Zeit nicht im Fitnessstudio, sondern beginne mal, alles Mögliche zu machen, auszutesten, was Dir gefällt.
Wenn er so regelmäßig trainieren geht, denke ich nicht, dass die Zeit verschwendet ist. Es macht ihm Spaß und hält ihn körperlich sowie geistig fit.
Zudem gibt es dort ebenfalls spezielle Anknüpfungspunkte.
 
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Benutzer170129 

Sorgt für Gesprächsstoff
Kann es sein, dass du im Spektrum bist? Das würde erklären, warum dich viele Leute als "sonderbar" warnehmen.
Hast du Probleme damit, Gefühle anderer zu deuten und nachzuvollziehen? Fällt es dir schwer, Empathie zu zeigen?
Mit solchen Aussagen wäre ich sehr vorsichtig. Ich habe im sonderpädagogischen Orieniterungswissen gelernt, dass Menschen immer wieder viel zu vorschnell in einer Schublade gesteckt werden. Alles soll seinen Namen bekommen. Das schon bei Kindern, die sich etwas anders entwickeln und gleich den "ADHS" Stempel bekommen.

Ich denke, dass M Marco9791 Situation mit dem Schichtdienst nicht zu unterschätzen ist! Daneben bleibt meist wenig Zeit für andere Dinge, hinzu kommt das Introvertierte, was vermutlich aus der Unsicherheit und Unerfahrenheit resultiert.
Wie bereits genannt bieten sich jedoch zahlreiche Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und Menschen kennen zu lernen, die dir zeigen, dass du gut so bist, wie du bist. Als ich mir deine Beschreibung durchgelesen habe, habe ich einen ganz "normalen" jungen Mann darin erkannt.
Ich weiß, dass sich feste Sportkurse etc. Schlecht mit der Schicht vereinbaren lassen, aber vielleicht liegt dir ein Thema, z.B. Kochen, was du angehen könntest, indem du beispielsweise einer Gruppe beitrittst (z.B. ebay Gesuche für Whats app Gruppen, wo man sich erstmal mehr oder weniger anonym austauschen kann) oder an einem Kochkurs teilnimmst. Desweiteren kann ich mir vorstellen, dass du - wie bereits genannt - online Dating versuchst, wenn eine Partnerschaft angestrebt wird. Nur weil du in deiner Jugend vielleicht weniger Erfahrung gesammelt hast, bedeutet das nicht, dass du für andere nicht interessant bist!
 
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Benutzer186759  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Mit solchen Aussagen wäre ich sehr vorsichtig. Ich habe im sonderpädagogischen Orieniterungswissen gelernt, dass Menschen immer wieder viel zu vorschnell in einer Schublade gesteckt werden. Alles soll seinen Namen bekommen. Das schon bei Kindern, die sich etwas anders entwickeln und gleich den "ADHS" Stempel bekommen.

Dann lies dir auch meinen zweiten Post dazu durch. Ich sagte, dass es absolut nicht schlimm wäre, falls er im Spektrum wäre.
Dass du die Aussage schon schwierig findest, zeigt irgendwie, dass dies bei dir, trotz deinem Hintergrund, eine negative Konnotation hat, die ich garnicht weitergebe.
Ich hatte auch schon Kontakt mit Autisten, das sind für mich ganz normale Menschen, sehr liebenswert in der Regel. Aber sie gehen mit diversen Dingen eben anders um, als Nicht-Autisten.

Er hat ja sogar so schwerwiegende Probleme aktuell, dass er beim Therapeuten ist und seinen Job nicht ausüben kann.
Wenn der Therapeut ihn jetzt "normal" behandelt, obwohl er eventuell im Spektrum sein könnte, hat die ganze Therapie keinen Wert.

Und seine Schilderung und seine Art sich auszudrücken ist nunmal nicht die eines
ganz "normalen" jungen Mannes

weil "ganz normale junge Männer" in der Regel nicht simultan an Sozialphobien, Ängsten, Detailverliebtheit, übermäßigem Ehrgeiz und gleichzeitigem Gefühl von Einsamkeit und dem Verlangen nach Alleinsein leiden.

Es mal anzusprechen schadet nicht.

Das "Problem" ist nicht dem Kind einen Namen zu geben, sondern bei den Begriffen direkt was Negatives drin zu sehen. Denk also vielleicht nochmal nach, bei was man "vorsichtig" sein sollte :zwinker:
 
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Benutzer170129 

Sorgt für Gesprächsstoff
M Mikutse87 ich habe nie gesagt, dass ich diese Menschen veurteile. Ganz im Gegenteil, ich habe bereits mit Autismus- Spektrumsstörungen und anderen geistigen Beeinträchtigungen gearbeitet und das sehr gerne.

Ein guter Therapeut muss auf so etwas nicht explizit aufmerksam gemacht werden, das sollte er auch aus seinen Gesprächen ziehen können.
Und eine Sozialphobie steht nun auch wieder im Gegenteil zu den geregelten Fitnessstudiogängen, bei denen er ja zwangsläufig auf Menschen trifft...
 
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