Extreme Eifersuchtsanfälle, was soll ich tun?

Benutzer76484 

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Hey Leute :smile:

Bin seit 4 Monaten mit meinem Freund zusammen, bin bi. Er ist schwul. Meine erste nicht-hetero Beziehung! Läuft eigentlich super, wenn er nicht so eifersüchtig wäre.

Am Anfang war alles wunderbar, noch neu, noch rosarot, noch Wolke 7... ich will nicht sagen, dass die Luft schon raus ist, aber in letzter Zeit hat uns seine Eifersucht ziemlich zu schaffen gemacht. Gestern war es am bisher schlimmsten. Erst fing es an damit, dass ich seinen Freundekreis näher kennengelernt habe. Mein Freund legt viel Wert auf sein Äußeres und hat auch ein allgemeines Interesse am Schönsein. Das erste Mal hatten wir uns in den Haaren, als wir über eine seiner Bekanntschaften sprachen und ich beiläufig erwähnte, dass sie sehr hübsch sei. Da reagierte er zum ersten Mal eifersüchtig. Später ging es mal um einen seiner besten männlichen Freunde. Wir lernten uns kennen und er war mir sofort sympatisch. Als mein Freund mich fragte, wie ich ihn finde und ich ehrlich darauf antwortete, folgten Anspielungen à la "Ja er ist schon süß, oder?" Ob er damit mich eifersüchtig machen wollte oder mich nur in eine Falle locken wollte, weiß ich bis heute nicht. Bis hierhin war es eigentlich noch ganz okay, damit konnte ich umgehen. Ein bisschen eifersüchtig ist jeder, behaupte ich mal.

Später entwickelte es sich jedoch ins Extreme. Ich nahm auf Facebook eine Freundschaftsanfrage eines offensichtlich schwulen Bekannten an, schon ziemlich tuckig. Mein Freund sah dies natürlich und dann sollte ich mich rechtfertigen, warum ich in letzter Zeit so viele neue Facebook-Freunde bekomme und ob der Typ was von mir will. Aber das Krasseste an der Sache: Mein Freund, obwohl er den Typen gar nicht kannte, schloss seinerseits Facebook-Freundschaft mit ihm und sprach mit ihm über uns, woher wir uns kennen würden etc. Er rieb mir das anschließend auch unter die Nase und unterstellte mir sonstwas. Ich habe klargestellt, dass er nur ein Bekannter ist und mein Freund der Einzige für mich ist. Soweit so gut. Es folgten dann noch ein paar geringfügigere Sticheleien und Anspielungen, aber nie was Ernstes.

Gestern passierte dann das bisher Dramatischste. Er spielte an meinem Smartphone ein Spiel. Wir wollten uns gegenseitig im Highscore übertreffen und lagen nebeneinander. Ich bekam dann eine Nachricht eines Arbeitskollegen bei Facebook, bat jedoch meinen Freund, sie mir eben vorzulesen. Dabei sah er jedoch, dass ich 4 Wochen zuvor mit meinem schwulen Bekannten geschrieben hatte. Was danach geschah, bekomme ich gar nicht mehr vollständig zusammen. Er machte jedenfalls Terror ohne Ende. Nach all den Eifersuchts-Eskapaden, die wir zuvor schon hatten - und ich dachte, es sei endlich gut! - wollte ich meine Sachen nehmen und gehen. Er sprach nämlich gar nicht mehr mit mir und sagte, ich solle doch zu dem gehen, wenn er mir nicht reiche. Ich war dann selbst echt sauer, sagte noch, dass mein Herz nur für ihn schlage und nahm meine Sachen. In dem Moment umklammerte er mich plötzlich und heulte unter Tränen "Bitte geh nicht." Während er sich beruhigte, fragte ich ihn, warum er mir denn nicht vertraute.

Die Wahrheit ist, dass er mir vertraut. Ich hab ihm nie einen konkreten Anlass gegeben, misstrauisch zu werden. Trotzdem hat er Angst, dass irgendwer mich ihm wegnimmt. Er hatte selbst kein leichtes Leben und musste immer kämpfen. Das Leben hat ihm relativ übel mitgespielt, doch seit geraumer Zeit ging er seinen ganz eigenen Weg und das sehr selbstbewusst. Er hat viele Freunde, aber sein Elternhaus ist völlig kaputt - Vater war nie für ihn da, Mutter Alkoholikerin... er hatte sich immer nach Liebe gesehnt und auch diesbezüglich einige ziemlich fragwürdige Erfahrungen gesammelt und Enttäuschungen gehabt. Nun war ich da, endlich jemand, der ihn liebt und so nimmt, wie er ist. Auch mit seinen Makeln, seinem Übergewicht, seiner kaputten Familie. Ich denke, deswegen hat er einfach panische Angst, mich zu verlieren. Doch was soll ich denn tun? Ich bin bisher immer für ihn da gewesen, hab mich nie irgendwo herumgetrieben. Genau darüber haben wir auch schon oft gesprochen. Eigentlich "weiß" er sogar, dass ich ihn nie betrügen würde. Trotzdem gipfelte seine Eifersucht gestern in... ich weiß nicht, wie es weitergegangen wäre, hätte er mich nicht am Gehen gehindert. Es wäre das erste Mal gewesen, dass wir im Streit auseinandergegangen wären. Aber mich belastet seine Eifersucht auch immer mehr.

Nach dem gestrigen Ereignis sagte er, dass er es jetzt wohl begriffen habe. Nach jeder Eskapade bisher entschuldigte er sich und gab seine Eifersucht reumütig zu. Doch bisher änderte es nicht viel daran. Ich weiß nicht, worauf ich mich das nächste Mal einstellen muss. Irgendwie habe ich Zweifel daran, dass er es wirklich verstanden hat. Das hat die Beziehung bisher nicht gerade zum Guten verändert. Wenn es nochmal so eskaliert, weiß ich nicht, ob ich der Beziehung eine Pause gebe bzw. es gleich beende. Auf der anderen Seite weiß ich in dem Fall nicht, wie er danach reagieren würde. Ich bin offen gesagt alles, was er hat, jemand der ihm Kraft gibt. Das setzt mich widerrum unter Druck. Dabei läuft in unsere Beziehung bisher eigentlich alles super. Wenn nur diese krankhafte Eifersucht nicht wäre... :schuettel:
 

Benutzer108286  (27)

Meistens hier zu finden
Wie du damit umgehst, musst du leider selbst entscheiden.

Es steht fest, dass dein Freund durch seine Vergangenheit stark geprägt wurde und man könnte sagen, dadurch, dass er theoretisch nie Eltern gehabt hat, bist du sein einziger Zufluchtsort, ich glaube allein damit hätte ich schon so manch ein Problem, aber gut, wenn du sagst du akzeptierst ihn so, super!

Nun, du kannst nichts an seiner Eifersucht ändern. Er muss es selbst tun! Du kannst nur versuchen ihn zu unterstützen, was du ja auch tust, durch dein loyales Verhalten, vielleicht würde es ihm helfen eine Therapie zu machen, nicht wegen der Eifersucht, sondern seiner Familienereignisse in seiner Kindheit oder wann auch immer, ich glaube, dass dies das Grundproblem ist und er dich deswegen um alles in der Welt nicht verlieren möchte.

Ich wünsche euch alles Gute! Arbeitet zusammen, dann ist es einfacher :zwinker:
 

Benutzer118653 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi Riddle,

Eifersucht empfindet man, wenn man Angst hat jemanden zu verlieren. Diese Verlustangst hat zwei Auslöser, einen evolutionären und einen psychologischen.

Der Evolutionäre ist in jeden vom uns verankert, nur sind die bei manchen stärker ausgeprägt und bei manchen schwächer. In Regel sind die bei Männern stärker und Frauen schwächer. Das hat mehrere Gründe.
Ein Mann wird von optischen Reizen stärker angesprochen als Frauen. Pornos ist hier ein gutes Beispiel, es zielt allein auf männliche Phantasien und berücksichtig kaum weibliche. Männer können in Bruchteilen von Sekunden entscheiden ob sie mit einer attraktiven Frau schlafen würden oder nicht, während Frauen für die gleiche Entscheidung mit einem attraktiven Mann mehr Zeit benötigen. Was das jetzt für dich bedeutet? Jedes Mal wenn er fragt ob du jemand attraktiv findest und die diese Frage bejahst, bejahst du für ihn GLEICHZEITIG ein Interesse mit der Person zu schlafen, weil Attraktivität das wichtigste Entscheidungskriterium für Sex bei Männern ist. In der Psychologie nennt sich das Projektion. Was für mich ein Kriterium für ein Handeln (Sex) ist, gilt bei meiner Partnerin oder anderen Personen ebenso.

Ein anderer Grund ist die Schwangerschaft. Wenn ein Mann in einer Beziehung fremdgeht und er seine Affäre schwängert, muss er im Worst Case Szenario seine Ressourcen zu nutzen um SEIN Nachkommen aufzuziehen.
Wenn eine Frau fremdgeht und sie von ihrer geheimen Affäre schwanger wird, muss der Mann seine Ressourcen nutzen um ein ANDERES Nachkommen aufzuziehen. Ein erheblicher Nachteil für den Mann und ein Grund für die extremen Eifersuchtsanfälle. Die Beispiele findest du täglich in den Nachrichten, wo täglich Beziehungsdramen durch Eifersucht ausgelöst werden.

Der psychologische Auslöser kommt durch geringes Selbstvertrauen. Geringes Selbstvertrauen erzeugt eine gewisse Abhängigkeit in einer Beziehung, da der Partner der Grund für alle positiven Emotionen ist und ohne ihn man in Gefahr gerät diese Emotionen nicht zu empfinden. Das führt oft zu negativen Gedanken( "Ich habe ihn/sie nicht verdient. Er/Sie ist zu gut für mich. Er/Sie findet jemand besseres als ich."), die oft das Anfang vom Ende einer Beziehung sind, weil der betroffene laufend Angst hat der Partner findet jemand besseren.

Was ich dir raten kann, ist deinen Freund folgendes zu klar zu machen:

1. Die Gründe für dich mit jemand zu schlafen sind vollkommen andere als seine. Für ihn reicht Attraktivität aus, während Frauen eine emotionale Verbindung benötigen, die wesentlich mehr Zeit braucht um sich entwickeln (deshalb können Männer Sex auch ohne Gefühle haben, und Frauen eher nicht). Deine Bindung zu ihm ist die Wichtigste und Stärkste in deinem Leben und du hast kein Bedürfnis das zu ändern.
2. Er muss sein Selbstbewusstsein steigern (leichter gesagt als getan). Er soll sich Ziele außerhalb der Beziehung setzen und erreichen. z.B. eine Gehaltserhöhung, ein Sportwettbewerb gewinnen, neues Hobby usw...Das steigert sein Selbstbewusstsein und er wird sich mit dir wohler fühlen.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Du solltest doch für nichts entschuldigen, nichts klarstellen/erklären und dich nicht einschränken lassen, d.h. unter anderem auch, nicht immer für ihn da zu sein. Es ist seine Eifersucht und sein problem, wenn er sich minderwertig fühlt und meint, er würde dir nicht reichen. Wenn er Drama schiebt, dann gehst du oder wenn ihr bei dir seit, muss er gehen. Du musst das klar und hart durchziehen, sonst lernt er nie.
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
@justMasculine: Bevor du die Steinzeit als Begründung für das aktuelle Verhalten von Riddles Freund heranziehst, wäre genaues Lesen vielleicht ganz hilfreich - dann würdest du nämlich feststellen, dass Riddle ein Mann ist und demnach der ganze "Männer sind genetisch anders programmiert als Frauen"-Kram hier fehll am Platz ist.


Riddle, mir fällt erstmal sehr positiv auf, dass du ob der Eifersuchtsattacken deines Partners dich selbst und deine Wahrnehmung der Situation nicht infrage stellst. Ganz offensichtlich ist hier er derjenige, der das Problem hat, und es ist gut, dass du zwar Rüccksicht nimmst, aber die Fehler hier nicht bei dir suchst. Fang auch bloß in Zukunft nicht damit an - ich habe diesen Fehler in der Vergangenheit leider gemacht und das Ergebnis war, dass sein Kontrollwahn und seine Eifersucht immer schlimmer wurden, weil ich ihn mit meinen ständigen Schuldgefühlen wegen Nichtigkeiten auch noch in seinem Verhalten bestätigt habe.

Dein Freund hat ein Problem und dieses Problem ist keines von der Sorte, die sich allein schon dadurch lösen, dass man seinen Fehler "einsieht". Dass er kapiert, dass er Mist baut, stimmt vermutlich sogar - aber Menschen mit Waschzuwang kapieren rein rational auch, dass ihr ständiges Händewaschen unnötig und schädlich ist, sie können aber trotzdem nicht damit aufhören. Das ist keine Sache von Verstehen und Einsehen. Und wenn die Eifersucht bereits so starke Ausmaße angenommen hat, wird die Situationn wahrscheinlich nicht mit der Zeit von selbst besser werden.

Eine Therapie würde deinem Freund wahrscheinlich eh nicht schaden und eure Beziehung kann da einen zusätzlich Anreiz bieten, das auch wirklich durchzuziehen. Ich würde ihm eine entsprechende Behandlung ans Herz legen - immer mit der Versicherung, dass er dir vertrauen kann und du zu ihm stehst. Wie du dich dann konkret am besten verhälst, kann in der Therapie selbst abgesprochen werden - aber dir selbst alle sozialen Kontakte zu versagen, ist bestimmt keine geeignete Unterstützung.
 

Benutzer118653 

Sorgt für Gesprächsstoff
@justMasculine: Bevor du die Steinzeit als Begründung für das aktuelle Verhalten von Riddles Freund heranziehst, wäre genaues Lesen vielleicht ganz hilfreich - dann würdest du nämlich feststellen, dass Riddle ein Mann ist und demnach der ganze "Männer sind genetisch anders programmiert als Frauen"-Kram hier fehll am Platz ist.

In der Tat ist Riddle ein Mann. Da habe ich ins Klo gegriffen. Trotzdem hoffe ich, Riddle helfen zu können.

Das Zitat "genetisch anders programmiert" ist hier NICHT fehl am Platz. Die Tatsachen sieht man täglich genau wie meine erwähnten Beispiele. Tatsache ist, das Männer 12-17 Mal mehr Testosteron im Körper haben als Frauen und sie deshalb eine erhöhten Sexualtrieb und Aggression haben als Frauen. Du kannst dich gerne dagegen wehren, doch es ist nun mal Fakt. Daraus lassen sich wesentliche unterschiede Verhaltensweisen zwischen Mann und Frau schließen. Ein Beispiel ist die unterschiedliche Anzahl von sexuellen Partner bei homosexuellen Paaren. Während schwule Männer recht häufig dreistellige Nummern erreichen, sind lesbische Frauen bei weitem nicht so aktiv. Hier eine Studie von Gabriel Rotello:

"A far-ranging study of homosexual men published in 1978 revealed that 75 percent of self-identified, white, gay men admitted to having sex with more than 100 different males in their lifetime: 15 percent claimed 100-249 sex partners; 17 percent claimed 250- 499; 15 percent claimed 500-999; and 28 percent claimed more than 1,000 lifetime male sex partners."

Zur lesbischen Frauen reicht ein Blick in Wikipedia:
Promiscuity - Wikipedia, the free encyclopedia
"Lesbians who had a long-term partner reported having fewer outside partners than heterosexual women."

Lesbische Frauen haben weniger sexuelle Partner als heterosexuelle Frauen, was wiederrum weniger ist als die von homosexuellen Männer.

Es geht hier nicht um morale Wertigkeit, sondern um die Realität.
 

Benutzer76484 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo wieder! Danke für eure Beiträge. Ich versuche mal auf jeden einzugehen. Bin gerade fertig und es ist wieder viel Text geworden. :eek:


@ElectroUp,
danke! Ich denke nicht, dass ich sein einziger Zufluchtsort bin, da er neben mir sehr wohl einige Freunde hat, auch "zwei beste" Freundinnen, wie er selbst sagt. Denen kann er sich auch anvertrauen. Eine von ihnen hat mich heute sogar gefragt, ob wir unseren Stress geklärt hätte. Aus dem Gesprächsverlauf wurde klar, dass mein Freund offensichtlich am Tag nach der letzten Eifersuchtsattacke sich ihr anvertraut hatte. Bin mit seiner Freundin aber nicht weiter ins Detail gegangen, da es sie im Grunde ja nichts angeht, auch wenn sie auch nur will, dass mein Freund glücklich ist. Doch für mich hört es sich so an, als wüsste mein Freund genau, dass er mit seiner Eifersucht der Beziehung Schaden zufügt und sozusagen schon ohne mein Zutun nach Hilfe sucht. Das gibt mir Hoffnung.

@justMasculine,
vielen Dank! Dein Beitrag hat mich auf wohl etwas Entscheidendes gebracht, nämlich sein Selbstvertrauen. Es ist wirklich so, dass er glaubt, ich könnte "Besseres" als ihn haben. Er hat es mir schon öfter gesagt, immer infolge eines Eifersuchtskonflikts. Er fragte mich immer, ob ich wirklich glaube, mit ihm glücklich werden zu können und ob ich ihn wirklich wollte. Natürlich glaube ich das! Ich bin glücklich mit ihm. Doch dann sagt er, vielleicht fände ich irgendwann einen Besseren und würde ihn dann fallen lassen. Dabei bin ich mit ihm so glücklich wie seit langer, langer Zeit nicht mehr, was er auch weiß. Wir haben annähern gleiche Interessen, verbringen eigentlich immer schöne Zeiten miteinander, unternehmen zusammen auch Dinge, die wir jeweils alleine wohl nicht unternehmen würden. Wir haben Spaß zusammen. Er hat zwar Makel, sein für mich persönlich größter Makel ist die Raucherei, aber ich will gar nichts an ihm verändern, ich liebe ihn genauso wie er ist. Früher wäre ich so oberflächlich gewesen und hätte ihn alleine wegen seiner Übergewichts von vornerein "aussortiert", doch tatsächlich find ich ihn damit sogar irgendwie sexy. Im Bett läufts auch super. Doch trotzdem zweifelt er daran, dass er mir reicht. Dabei gehts für mich gar nichts darum, von allen Kriterien, die ein Partner erfüllen muss, das Beste zu kriegen. Sondern mit dem Partner als Ganzes zufrieden zu sein.

@xoxo,
Was deinen ersten Satz betrifft, gebe ich dir größtenteils Recht. Ich werde mich auf keinen Fall verbiegen, nur weil er das will oder mich anders haben möchte. Das würde ich auch von ihm nie verlangen. Er hat mich so zu nehmen, wie ich bin.
Aber was deine Aussage betrifft, dass es sein persönliches Problem wäre, klingt für mich total falsch. Dass ich diese Person liebe und mit ihr zusammen bin, bedeutet für mich, dass seine Probleme auch meine sind und ich ihn immer und jederzeit dabei unterstützen werde, soweit ich das kann und mich nicht ebenfalls zu sehr belastet. Ich finde es sehr schade, dass heutzutage die meisten Beziehungen nicht lange halten, weil neimand daran interessiert zu sein scheint, Probleme anzugehen und zu lösen. Das finde ich sehr egoistisch.

@Liza,
genauso statt wie von xoxo beschrieben würde ich es nämlich machen. Ich habe Verständnis für seine Eifersucht. Und dass ich diese Person nicht einfach aufs Abstellgleis schieben will, weil sie nicht perfekt ist, ist für mein Empfinden selbstverständlich. Ich bin auch nicht perfekt! Daher werde ich ihn soweit ich das selbst kann unterstützen.
Allerdings habe ich über eine Therapie bsiher noch nicht nachgedacht. Vor allen Dingen: Wie überzeuge ich ihn davon und wohin genau wendet man sich mit so einem Problem eigentlich? Er soll ja nicht glauben, ich hielte ihn für gestört, wenn ich das Wort Therapie in den Mund nehme. Dazu müsste er erst selbst einsehen, dass seine Eifersucht ein krankhaftes Level erreicht hat. Irgendwie vertraue ich - eventuell ist das naiv - immer noch darauf, dass er von sich aus mehr Selbstvertrauen gewinnt, indem ich ihm sage, wie viel ich für ihn empfinde, was er mir bedeutet, was mir an ihm liegt und was ich an ihm schätze. Auf der anderen Seite sage ich ihm aber deutlich, das ich dazu stehe, was ich denke, fühle und tue. Das heißt auch, dass ich klar Stellung beziehe: Ich habe Kontakt, mit wem ich will. Und ich denke nach wie vor, was ich will. Und auf seine Fallen, die er mir stellt, reagiere ich in Zukunft offensiv. Also sollte er nochmal auf fremde Personen anspielen, mich fragen, wie ich diese finde etc. und mich von seinen Anspielungen nicht beeindrucken lasse.
 
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