Es ist vorbei - Ich will sie zurück

Benutzer107775  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich weiß, der Text ist lang, aber ich möchte ja auch gute Ratschläge. Also bitte macht euch die Mühe, ich werde es euch sicher danken. :smile:(

Meine Freundin hat mich verlassen. Wir haben uns im August 2009 kennen gelernt, sind im Oktober zusammen gekommen, waren kurzfristig von Dezember bis Februar 2010 getrennt und seither ein Paar. Sie war 16, ich 18 als wir uns kennen lernten. Beide waren damals völlig unerfahren. Jetzt sind wir 18 und 20. Die erste Trennung war noch einfach. Ich habe sie sexuell einfach noch überfordert (wir hatten noch keinen Sex, andere Dinge eben) und sie hat sich überfordert gefühlt und Schluss gemacht. Wir haben uns dann aber wieder schnell getroffen und kamen
Anfang Februar wieder zusammen. Diese Zeit war wunderbar. Wir hatten im September dann einen schweren Streit. Sie hat Schluss gemacht, wir sind aber am selben Tag wieder zusammen kommen. Der Streit war total kindisch, basierte auf 2-3 SMS und wir haben uns gegenseitig hochgeschaukelt. Wie beim ersten Streit lag es nicht daran, dass sie mich nicht mehr liebte, sondern sie einfach irgendwie im Affekt gehandelt hat. Wir hatten danach wieder eine wunderschöne Zeit.

Ich fing einen Monat später im Oktober an zu studieren. Ich studiere nicht weit von meinem Heimatort entfernt, aber da ich kein Auto habe und es topographisch bedingt auch nicht leicht mit Bus und Bahn ist, brauche ich doch 2 Stunden (Auto wären 65km und 1h). Das heißt wir konnten uns nur mehr am Wochenende sehen. Zu Beginn hat das auch wunderbar geklappt. Die Vorfreude war immer riesig und die Wochenenden toll. Das einzige Problem war, dass meine Zeit am Wochenende voll von ihr abhängig war. Sie hat sich weiterhin voll mit ihren Freundinnen getroffen, während ich immer verzichten musste. Manchmal saß ich auch bis 10-11 alleine zuhause um sie danach noch zu sehen, weil es für mich selbst vorher nicht mehr lohnte etwas mit meinen Freunden zu tun. Das war ein Streitpunkt, aber wir haben ihn gut gelöst bekommen.

Bis zur Weihnachtspause war alles wunderbar. Dann plötzlich wurde es schlecht. Ich bekam Verlustängste. Ich weiß nicht warum. Einerseits hat sie sich plötzlich nicht mehr so oft gemeldet. Andererseits sah ich Bilder von ihr mit einem Klassenkameraden, der angeblich in sie verliebt sei. Ich habe ihn auch auf ihrem Geburtstag getroffen und es wurde mir bestätigt (ich habe es genauso gefühlt), dass er mich nicht mag. Ich weiß nicht warum, aber es hat mich die Verlustangst gepackt. Vielleicht deshalb, weil dessen Bruder Fußball Millionär ist und er selbst mit einem fetten Mercedes durch die Gegend kurvt, den meine Freundin, damals selbstverständlich noch ohne Führerschein, fahren durfte. Plötzlich war ich im Umgang mit ihr nicht mehr so locker. Ich wurde mehr versteift. Ich hatte Angst, dass sie, wenn sie weggeht und zu viel Alkohol trinkt, mit anderen Typen rummacht. Eigentlich war diese nicht begründet, denn sie selbst trinkt eigentlich nicht sehr viel, hat lediglich einige kurze Phasen, wo sie mal mehr trinkt. Also hatte ich auch noch davor Angst und sie damit genervt, wie viel sie denn trinke.

Ich war im Januar und Februar sehr gestresst mit der Situation, so dass ich mich auch nicht richtig auf mein Studium konzentrieren konnte und mich nur schwer auf die Prüfung vorbereiten konnte. Ende Februar waren Semesterferien und ich kam heim und ich hoffte alles würde besser werden. Es wurde nicht besser. Aufgrund meiner Verlustangst habe ich viele Dinge getan, die sie wollte, ich aber nicht. Einerseits einen Urlaub bereits im Frühjahr buchen (über mehrere hundert €, was ich als viel zu früh und unsicher empfand), andererseits einen Ring. Ich muss dazu sagen, ich bin weder ein Mann, der Schmuck mag, noch solche Liebesbeweise braucht. Letztendlich haben wir ihn gekauft und ich habe gesagt ich würde mich darauf freuen. Ich war ganz geschockt, als sie meinte, ich müsste ihn immer anziehen, habe es aber als bittere Pille angenommen. Letztendlich bin ich aber mit der Situation nicht mehr klar gekommen, weil ich eigentlich ein Mensch bin, der sein eigenes Ding macht. Immer mich nach ihr zu richten konnte ich nicht mehr. Letztendlich habe ich ihr gesagt, ich wolle den Ring nicht mehr tragen und erklärte das mit dem Urlaub für einen Fehler. Da hat die Bude natürlich erst mal gebrannt.

Mir selbst ging es danach besser. Ich fühlte mich befreit. Ich dachte, es würde nun besser werden. Auch das mit der Verlustangst haben wir in den Griff bekommen und auch mit dem Alkohol habe ich sie nicht mehr genervt.

Nur wurde es danach nicht wirklich besser. Wir haben uns weiter angezickt. Es gab immer kleine Streits, diese allerdings alle total sinnlos. Es gab meist keinen Grund dahinter. Danach folgte die Versöhnung und es war für einige Tage gut und es ging wieder los. Auch hatte ich immer das Gefühl, dass es ein wenig das Thema „Wer meldet sich zuerst gab“.

Ein weiteres Problem war der Sex. Es war immer wieder ein Streitthema. Daran war ich sicher nicht ganz unbeteiligt, vielleicht habe ich sie zu sehr unter Druck gesetzt. Dabei gab es ihn gar nicht so selten.

Problematisch war immer an ihr, dass sie nur schwer über ihr Inneres reden kann. Ich dagegen sehr gut. Sie ist auch sehr bockig, wenn es Streit gab, musste immer ich den ersten Schritt tun.

Eine neue Hiobsbotschaft war, dass sie nach dem Abitur nach Australien gehen wollte um ein dreiviertel Jahr Work & Travel zu machen. Das hat mich natürlich gestimmt. Und ich wurde dumm. Weil es viel Streit gab, bekam ich es mit der Angst zu tun. Ich dachte, die Gefahr, dass wir das nicht überstehen ist zu groß. Und ich dachte, dann verliere ich viel Zeit. Denn ich hatte bisher nur sie als Freundin. Habe auch nie mit anderen Frauen rumgemacht. Viel geflirtet habe ich auch nicht, weil ich das ihr gegenüber immer als gemein empfand. Ich dachte dann, dass ich dann vielleicht als Nobody in Sachen Flirts keine mehr finde und wurde unzufrieden. Es kann schon sein, dass sich das auf die Beziehung übertragen hat.

Sie hat mir als Mensch sehr viel gegeben. Bevor ich sie kennen gelernt habe, war ich sehr unglücklich. Sie hat mir viel gegeben und als Mensch weiterentwickelt. Ich erkannt viele bedeutsame Dinge. Früher hatte ich viel zu viel Zeit am PC verbracht (nicht, dass ich jetzt ein Suchti war, wie ihr es jetzt auch vorstellt, aber doch viel) und hatte nicht zu viel gesellschaftlichen Kontakt. Durch sie hat sich das geändert. Auch weil ich natürlich nie als Nerd vor ihr dastehen wollte, sondern immer als Mensch, der voll im Leben steht. Ich habe zu keiner Person so ein tiefes Vertrauensverhältnis wie zu ihr. Unsere Beziehung ist etwas ganz anderes gewesen, als die meisten, dich ich draußen sehe. Die meisten Beziehungen sind da imo von Oberflächlichkeit geprägt. Von teuren Geschenken, von Schein. Nicht so bei uns. Bei uns ging es nicht um Geld, um Schein. Sondern wir hatten nur uns 2. Das hat uns gereicht.

Vor 2 Wochen ist es schon mal eskaliert und es war kurz vor dem Ende. Wir hatten Streit auf einer Feier, wo sie und auch ich übernachtet haben. Doch ich habe sie noch gut überredet bekommen die Gedanken zu verwerfen. Schockiert hat mich ein wenig der Satz, dass sie nicht weiß, ob sie mich noch liebt. Sie konnte sich ein Leben ohne mich aber auch nicht vorstellen.
Diese Woche hat sie mich beim Studium besucht. Wir hatten einige tolle Tage, aber auch ein wenig Streit. Das war bei uns immer so. Wir hatten wunderschöne Momente, die aber immer von kleinen Streitereien geschmälert wurden. Ich wollte den Bann brechen, habe ihr liebste SMS geschrieben, aber es kam kaum was zurück. Das hat mich geärgert und ich habe das Grillen bei ihren Eltern abgesagt. Stattdessen haben wir uns so noch kurz getroffen, um zu reden. Und das wars dann.

Sie will nicht mehr. Für sie sei die Beziehung eine Belastung. Ich kann sie da auch verstehen. Die Streitereien waren wirklich nicht gut. Da war Änderung nötig. Das habe ich auch erkannt. Erst im Moment der Trauer erkennt man ja auch, was man selbst falsch gemacht hat. Ich war bereit das alles zu ändern. Ich kenne mich. Wenn ich etwas für mich selbst feststelle, dann ich das auch ändern. Dann ist das nicht nur hohles Geschwätz. Doch sie will nicht mehr. Sagt, dass sei die richtige Entscheidung. Ich glaube auch nicht mehr, dass ich eine Chance habe. Dazu war sie viel zu entschlossen. Aber verdammt noch mal, ich will sie unbedingt zurück. Sie ist trotz aller Fehler im Inneren ein toller Mensch, den ich unbedingt brauche. Die Nähe zu ihr war unbeschreiblich, sie wird mir fehlen. Die kann ich mir auch nicht woanders holen. Ich habe kein Interesse daran mit anderen Frauen was zu haben. So komisch es klingt. Während der Beziehung, wenn es schlecht läuft, wünscht man sich das. Aber jetzt ist es mir völlig egal. Das sind doch lediglich Oberflächlichkeiten. Ich möchte wieder die emotionale Nähe. Ich habe keine Lust auf irgendwelche Fickgeschichten. Ich möchte sie zurück.

Ich muss dazu sagen, dass ich nicht glaube, dass ich die Chance noch habe. So realistisch bin ich. Sie hat selten so entschlossen gewirkt. Wir haben zwar immer wieder tolle Momente und tollen Sex gehabt, sie hat noch am Mittwoch unmittelbar nach dem Sex gesagt („Sag, dass Du mich liebst“), aber nun im Streit doch Schluss gemacht. Ich habe ihr gesagt, sie soll im Streit keine Entscheidungen fällen. Sie tut es doch. Da ist definitiv was zwischen uns. Aber ich weiß nicht mehr, wie groß. Kann gut sein, dass es früher größer war. Ich weiß nur nicht, worunter es gelitten hat. Sind die Streits die Ursache dafür oder doch die Folge der geringeren Liebe? Bei der letzten Trennung hat sie sehr stark geheult. Heute ging es. Als ich ihr mal etwas näher kam hat sie angefangen zu heulen und gesagt sie wolle das nicht, weil es sonst viel schlimmer sei. Aber danach hielt es sich bei ihr in Grenzen. Ich habe viel stärker geweint, obwohl ich sonst nie weine.
Nur wie soll ich das anstellen? Wie kann ich sie zurück gewinnen? Ich habe ja auch nicht die Möglichkeit sie einfach mal zu treffen, dazu wohne ich zu weit entfernt. Ich kann toll Briefe schreiben (im jetzigen emotionalen Zustand womöglich nicht). Doch habe ich damit noch eine Chance? Ich will sie unbedingt zurück, obwohl ich weiß, dass die Chancen gering sind. Ich weiß, dass wir es toll hätten ohne die Streits. Denn die meisten waren mittlerweile wirklich lächerlich. Was mache ich jetzt? Melde ich mich bei ihr? Soll ich warten bis sie sich meldet?

Habe sie im abschließenden Streit, bevor wir dann geweint haben leider noch ein paar Beleidigungen an den Kopf geworfen… Leider aus Frust, habe die nicht so gemeint, aber bei mir rutscht das dann immer raus… Obwohl ich nichts so meine. Soll ich mich dafür entschuldigen?

Normalerweise trifft sie oft Entscheidungen vorschnell und bereut sie dann, besonders, wenn sie noch emotional ist. Aber dieses Mal hat es irgendwie anders gewirkt. Entschlossener.

Bitte helft mir!
 

Benutzer105080 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ok, hab mir tatsächlich mal die ganze Geschichte durchgelesen und werde nun auf deine Fragen eingehen:

Was du hier beschreibst haben Tausend andere auch schon erlebt, du stehst damit also keineswegs allein.

Nun kann man nicht ganz genau sagen, was letztendlich zu der Trennung geführt hat, aber eins war deutlich beim durchlesen deines Beitrags.

Du hast dich immer wieder für deine Freundin verdreht und verrenkt und ihr jeden Wunsch erfüllt, auch wenn er absolut gegen deine Überzeugungen ging. In einer wirklich gesunden Beziehung kann es einfach nicht sein, dass sie dich dazu bringt, Dinge zu tun, die dir einfach total widerstreben.

Du hast Verlustängste geschrieben, die unter anderem darauf gründen, dass du es dir nicht zutraust, aufgrund fehlender Flirtpraxis, eine andere tolle Frau für dich zu finden.

Das ist totale Hirnwichserei. Und das ist auch der Punkt, wo du ansetzen solltest. Ich würde an deiner Stelle die nächste Zeit ganz bewusst nutzen, um mal einige andere Frauen zu daten, einfach damit du lernst, dass jede Frau ihre tolle Seiten hat und es nicht unbedingt alles so sein muss wie bei deiner Ex-Freundin.
Und natürlich vor allem auch, damit du dir wieder selbst mehr zutraust und in deiner nächsten Beziehung nicht gleich wieder Verlustängste bekommt, nur weil da um die Ecke ein Dreikäsehoch wartet, dessen Bruder zufällig ganz gut Fußball spielen kann.

Es gibt immer einen anderen Typen um die Ecke, aber der ist kein Problem, wenn du zu dir stehst und eine Beziehung auf Augenhöhe führst.
Sobald du dich aus Angst unterordnest, gibst du nicht nur dir selbst, sondern auch deiner Freundin das Gefühl, dass du zu wenig wert bist für sie.


Was deine Ex angeht: Ich kann dir nicht sagen, ob das nochmal was wird oder nicht. Das kann dir niemand sagen. Aber eins kann ich dir versichern. Wenn du jetzt verzweifelt um sie kämpfst und den Eindruck machst, dass du ohne sie nicht leben kannst, dann wirst du genau das Gegenteil von dem bewirken, was du willst.
Du wirst sie entweder immer mehr abschrecken oder sie wird fast schon aus Mitleid nochmal ne Weile mit dir zusammen kommen. Wobei Mitleid so ziemlich die schlechteste Basis für eine Beziehung ist und du wohl alle Probleme nochmal deutlich schlimmer durchleben wirst, bevor das ganze erneut ein Ende nimmt.


Wenn du aber dein Leben auf die Reihe bekommst, die postiven Dinge beibehältst (sozial aktiv bleiben, Studium gut meistern, an dir arbeiten) und durch neue Erfahrungen mit anderen Frauen Lebenserfahrung und Selbstsicherheit dazugewinnst, dann wirst du auch auf deine Ex mit ein bisschen Abstand wieder viel attraktiver wirken.

Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass du dann erkannt haben wirst, wie schlecht du in der Beziehung eigentlich teilweise auch dran warst.


Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück auf deinem Weg!

Das Wichtigste ist einfach, dass du dich jetzt nicht irgendwie eingräbst und abschottest, sondern dich stattdessen aktiv und positiv gestimmt ins Sozialleben stürzst.
Und was gibts da einen besseren Ort und Zeitpunkt dazu als das Studium...
 

Benutzer107775  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
Vielen Dank für die Mühe. :smile:

Du hast dich immer wieder für deine Freundin verdreht und verrenkt und ihr jeden Wunsch erfüllt, auch wenn er absolut gegen deine Überzeugungen ging. In einer wirklich gesunden Beziehung kann es einfach nicht sein, dass sie dich dazu bringt, Dinge zu tun, die dir einfach total widerstreben.

Sicher richtig. Ich habe das Problem ja auch erkannt und mich verändert. Und nicht auf Streit verzichtet. Sie hat, so meine ich, die schwierige Zeit, die ich hatte, so gar nicht wahr genommen. Ich habe ihr natürlich lange Zeit nichts davon erzählt, niemand will ja als Schwächling darstehen. Daher war es für sie auch noch relativ harmonisch, für mich wiederum eine Qual. Für sie fing es wohl erst an schlecht zu werden, als ich das Spiel so nicht mehr mitgemacht habe und selbst Dinge von ihr verlangt habe.

Beispielsweise, dass sie mich in meinen Studienort besucht (und nicht immer umgekehrt) und sich Zeit für mich nimmt und auch mal auf andere Dinge verzichtet, so wie ich es immer getan habe. Denn sie hat einfach ihr Leben weitergeführt wie vor dem Studium, das konnte so natürlich nicht funktionieren. Ich bin ihr immer nachgehechtet. Solange ich das gemacht habe, hat es für sie wohl funktioniert. Ich habe ihr es meist erst freundlich gesagt. Reaktion war immer gleich 0. Also wurde ich penetranter. Habe es dann letztendlich immer irgendwie erreicht, aber wohl eher wider Willen. Da war dann eben nichts mit Harmonie. Habe ihr dann auch endlich gesagt, was ich alles für sie tue. (bzw. Aufwand betreibe, Zeit in sie investiere. Habe sie aber nie mit Geschenken überhäuft oder andere monetäre Dinge) Aber sie hat es wohl irgendwie nie richtig wertgeschätzt. Als es einmal die Regel war, hatte sie sich wohl daran gewöhnt und ich habe sie nicht mehr davon weggekommen. Dass ich ihr klargemacht habe, dass ich so nicht mehr weiter machen will, hat nichts genützt, ganz im Gegenteil, es hat geschadet. Vielleicht hätte ich einfach so keine Zeit für sie haben sollen und es nicht mit reden versucht. Aber eigentlich sollte man über solche Dinge reden können?

Das ist totale Hirnwichserei. Und das ist auch der Punkt, wo du ansetzen solltest. Ich würde an deiner Stelle die nächste Zeit ganz bewusst nutzen, um mal einige andere Frauen zu daten, einfach damit du lernst, dass jede Frau ihre tolle Seiten hat und es nicht unbedingt alles so sein muss wie bei deiner Ex-Freundin.
Und natürlich vor allem auch, damit du dir wieder selbst mehr zutraust und in deiner nächsten Beziehung nicht gleich wieder Verlustängste bekommt, nur weil da um die Ecke ein Dreikäsehoch wartet, dessen Bruder zufällig ganz gut Fußball spielen kann.

Das weiß ich auch selber. Aber ich habe gar keine Lust andere Frauen zu daten. Natürlich gibt es auch noch mehr tolle Frauen da draußen. Aber ich habe genügend Beziehungen beobachtet. Diese sind meist total oberflächlich. (natürlich nicht immer!) So etwas will ich mir nicht antun. Und auf ständige Dates habe ich auch keine Lust. Ich bin glücklich damit eine Frau zu haben. Ich bin emotional leider immer sehr involviert, mich nimmt das gedanklich immer sehr mit. Ich könnte mir nur vorstellen unmittelbar auf einer Party etwas mit einer zu haben und sie danach in die Wüste schicken. Die Chance bei den ganzen Dates, vor allem in unserem Alter als Student, etwas tiefgründiges zu finden, ist doch eher gering.

Damit hast du sicher Recht. Wobei ich sagen muss, dass ich das auch gut hinbekommen habe. Auch durch ein Gespräch mit einem Freund. Ich habe da auch nichts vorspielen müssen. Ich hatte wirklich keine Angst mehr, wenn sie denjenigen getroffen/gesehen hatte. In meiner schlechten Zeit habe ich sie immer gefragt, ob sie ihn gesehen hatte und und und. Das habe ich alles nicht mehr gemacht. Es gab sicher einige Momente, da habe ich mich dumm verhalten. Wir sind ins Hallenbad gegangen und waren vorher im McDonalds. Dort stand dessen M-Klasse. In einer Kurzschlussreaktion bin ich unmittelbar aus der Parklücke raus und wollte weg fahren, weil ich ihn einfach nicht sehen wollte. Das war reichlich dumm. Und oberpeinlich. Aber wie gesagt. Ich habe es in den Griff bekommen. Ich habe seit ungefähr 2 Monate keinerlei schlechte Gedanken mehr gehegt. Sicher hat damals meine Anziehung gelitten. Ich habe es verändert. Aber irgendwie kam sie nicht mehr zurück?

Es ist jetzt auch nicht so, dass ich nie ein Interesse von Frauen verspürt habe. Das war durchaus immer mal wieder da. Aber ich hätte keine Ahnung, was ich damit anfangen soll, wie ich da weiter machen soll, usw..

Was deine Ex angeht: Ich kann dir nicht sagen, ob das nochmal was wird oder nicht. Das kann dir niemand sagen. Aber eins kann ich dir versichern. Wenn du jetzt verzweifelt um sie kämpfst und den Eindruck machst, dass du ohne sie nicht leben kannst, dann wirst du genau das Gegenteil von dem bewirken, was du willst.
Du wirst sie entweder immer mehr abschrecken oder sie wird fast schon aus Mitleid nochmal ne Weile mit dir zusammen kommen. Wobei Mitleid so ziemlich die schlechteste Basis für eine Beziehung ist und du wohl alle Probleme nochmal deutlich schlimmer durchleben wirst, bevor das ganze erneut ein Ende nimmt.

Es gibt immer einen anderen Typen um die Ecke, aber der ist kein Problem, wenn du zu dir stehst und eine Beziehung auf Augenhöhe führst.
Sobald du dich aus Angst unterordnest, gibst du nicht nur dir selbst, sondern auch deiner Freundin das Gefühl, dass du zu wenig wert bist für sie.

Richtig. Das habe ich mir irgendwann auch gedacht und bin zur der Erkenntnis gekommen. Hat mir sehr geholfen und wie gesagt, ich habe solche Verlustängste länger nicht mehr verspürt. Ich habe mich nicht mehr untergeordnet und auch den Konflikt nicht gescheut. Und habe mit meinen letzten Aktionen gewusst, dass ich damit genau das riskiere, was jetzt eingetreten ist.

Andererseits ist es sicher nicht ganz leicht ein Gleichgewicht zu finden. Gerade dadurch habe ich ihr natürlich auch gezeigt, wie ich sie brauche. Denn mir ging ja nicht alles am Arsch vorbei, sondern es hat mich alles mitgenommen und ich habe drüber geredet. War wohl ein Fehler, werde ich in Zukunft bei wem auch nimmer nicht mehr machen.

Was deine Ex angeht: Ich kann dir nicht sagen, ob das nochmal was wird oder nicht. Das kann dir niemand sagen. Aber eins kann ich dir versichern. Wenn du jetzt verzweifelt um sie kämpfst und den Eindruck machst, dass du ohne sie nicht leben kannst, dann wirst du genau das Gegenteil von dem bewirken, was du willst.
Du wirst sie entweder immer mehr abschrecken oder sie wird fast schon aus Mitleid nochmal ne Weile mit dir zusammen kommen. Wobei Mitleid so ziemlich die schlechteste Basis für eine Beziehung ist und du wohl alle Probleme nochmal deutlich schlimmer durchleben wirst, bevor das ganze erneut ein Ende nimmt.

Das ist mir durchaus klar. Ich kann ohne sie leben, mit ihr ist das Leben aber viel schöner. Ich will sie unbedingt zurück. Das Problem ist, dass sie jemand ist, der in emotionaler Verfassung Dinge tut, die sie eigentlich gar nicht will. Daher hatte ich es bisher auch immer leicht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Ich musste da immer auf sie zugehen, weil sie selbst dazu nicht in der Lage ist. Jetzt habe ich aber das Problem, dass ich ein anderes Gefühl habe. Und wie will sie auf mich zugehen, falls sie es selbst bereut? Einfach mal spontan treffen unter irgendeinem Vorwand ist aufgrund der Entfernung nicht möglich. Letztendlich MUSS ich um sie kämpfen, wenn ich sie wieder will. Das Problem ist nur, wie stelle ich das an, ohne dass es wie du sagst maximal Mitleid erregt?

Wenn du aber dein Leben auf die Reihe bekommst, die postiven Dinge beibehältst (sozial aktiv bleiben, Studium gut meistern, an dir arbeiten) und durch neue Erfahrungen mit anderen Frauen Lebenserfahrung und Selbstsicherheit dazugewinnst, dann wirst du auch auf deine Ex mit ein bisschen Abstand wieder viel attraktiver wirken.

Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass du dann erkannt haben wirst, wie schlecht du in der Beziehung eigentlich teilweise auch dran warst.

Natürlich weiß ich, dass viele Dinge hätten besser laufen können. Nur wir kennen uns jetzt praktisch schon 2 Jahre. Ich habe sie zum Besseren verändert, sie mich. Wir haben beide enorm voneinander profitiert. Die Erinnerungen daran sind so schön, dass will ich nicht wegschmeißen. Natürlich muss man sich manchmal lösen, momentan will ich das aber nicht. Vielleicht würde es mir gut tun, ich will es aber nicht. Ich würde sogar sagen, dass sie schon irgendwie auch eine an der Klatsche hat, aber trotzdem war da für mich so eine tiefe Bindung, dass ich das in Kauf genommen habe.

Ich kann mir einfach nicht erklären wie man noch am Donnerstag (waren dort in einer Therme) bereits in der Umkleidekabine übereinander herfallen und Sex haben kann und zuhause angekommen unmittelbar nochmal, um dann am Sonntag so kalt zu wirken. Das hat mich wirklich sehr schockiert. Sie hat lange Zeit gar keine Emotionen gezeigt. Nun ist sie wie gesagt von Natur aus zurückhaltend und eher schüchtern, aber das hat mich dann doch sehr verletzt.

Andere Frauen? Natürlich wäre fremde Haut jetzt schön. Natürlich würde es mir irgendwie gut tun. Das Studium ist auch toll, da fällt das sicher auch leichter.

Andererseits. Weißt du wie die Beziehungen im Studium, die ich kennen gelernt habe aussehen? Der Eine schenkt seiner Freundin nach wenigen Wochen einer dreistellig teure Uhr, der Andere nach einigen Tagen ein teures Kleid. Eine andere Mitstudentin ist schon länger mit ihrem Freund zusammen, verlangt von ihm aber selbstverständlich teure Geschenke, die dieser auch bringt... Immer wird alles mit Geld bemessen... Das meine ich mit oberflächlich... Da will ich gar nicht mitmachen. (Könnte ich finanziell auch gar nicht...). Naja, vielleicht studiere ich auch einfach das falsche Fach... Bei meiner Freundin war das anders. Da kam es darauf nicht an. Es hat alleine die Liebe gezählt. Sicherlich. Keine Frau bleibt für immer nur wegen dem Geld bei jemandem. (das Thema hatten wir ja schon oben) Aber letztendlich bleibt da ein Gefühl der Schwäche, wenn alle aus dem Umfeld das erwarten, ich es aber nicht geben kann. Und letztendlich spielt es ja doch eine Rolle. Mit Geld kannst du dir tolle Reisen leisten und ähnliches, was letztendlich ja doch zu einem unbesorgteren Leben führt.

Die Dinge, die du ansprichst, habe ich ja auch selbst alle erkannt. Ich war ja auch immer gewillt sie zu ändern. Habe es versucht. Aber nichts erreicht. Jetzt sind mir einige Dinge nochmal klarer geworden. Aber ich habe ja keine Chance mehr.

Mein Problem ist einfach, dass ich auch sehr gefühlvoll bin. Dass ich (wenn auch nur bei wenigen Menschen) tiefes Vertrauen entgegen bringen kann. Und das auch bleibt. Und nicht sprunghaft ist, sondern treu.

---------- Beitrag hinzugefügt um 08:19 -----------

Bitte, bitte noch mehr Meinungen. :-( Mir geht es ziemlich beschissen. Habe Bauchweh und in 20 Stunden eine trockene Scheibe Brot gegessen. Sitze völlig apathischda. Habe zwar seit gestern Abend nicht mehr geweint, doch selbst das sieht man mir noch an. Ich will sie wieder. Ich halte den fehlenden Kontakt kaum aus. Ich kann mich nicht melden, da ich ihr nicht auf die Nerven gehen will. Und sie wird es sicher auch nicht tun. :-(
 

Benutzer107492 

Benutzer gesperrt
Wenn ich deinen Text so lese, kann ich mich fast wiedererkennen. Bei meinem Ex und mir war das eigentlich die gleiche Geschichte.

Auffällig ist bei euch, dass sich mit der Zeit, die ihr zusammen wart, ein Ungleichgewicht ausgebaut hat. Das hast zuerst weder du, noch sie erkannt. Sie hat davon natürlich profitiert, dass du im Prinzip alles für sie getan hast (zu ihr gefahren etc.). Es hat ihr sicherlich auch geschmeichelt, dass du eifersüchtig warst und so gemein es auch ist: es hat ihr Selbstbewusstsein gegeben, dass du Verlustängste hast. Damit hast du ihr eindeutig gezeigt, wie wichtig sie dir ist (was ja erstmal positiv ist), aber auch, wie emotional abhängig du von ihr bist. Sie hatte dich ja eigentlich in der Hand.

Ich denke, dass es schwer wird, das Ungleichgewicht wieder auszugleichen. Das hat bei meinem Ex und mir nicht geklappt. Er war in der gleichen Rolle wie du, ich war es gewohnt, dass ER derjenige ist, der die Strapazen auf sich nimmt und nicht ICH. Es wird nicht leicht, da wieder ein Gleichgewicht hineinzubringen.

Dass es jetzt schmerzt, dass sie nicht mehr da ist, ist klar. Das kann ich total verstehen. Es ist wichtig, dass du jetzt die Lücke füllst, die entstanden ist.
 

Benutzer107775  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
Sie hat mich vorhin im ICQ angeschrieben... ich hab freundlich reagiert, aber auch zurückhaltend. hab sie nichts gefragt, nur sie mich und sie hat mir noch ein bisschen erzählt. Sie hat mir auch gesagt, dass sie den Ring weiter tragen wolle und die Sachen (Geschenke von mir, unter anderem ein Liebesengel) in ihrem Zimmer vorerst stehen lassen wolle. Was auch immer das für mich bedeutet... Dann ging es noch drum, wie wir die Reise stornieren... Das fällt uns nicht leicht, weil wir uns das beide hart abgespart haben... Habe dann aber frühzeitig nach rund 10-15 minuten das gespräch beendet, weil ich nicht mehr weiter reden wollte, weil ich nix falsch machen will... ich weiß gar nicht, was ich tun soll... Sie sagt sie habe mich immer noch sehr gern... was auch immer das heißt....

Ja, ich habe meine Zeit schon immer mehr nach ihr gerichtet, weil ich auch mehr hatte. Das war schon zu Schulzeiten so, weil ich einen kürzeren Schulweg hatte und auch weniger Mittagschule. Außerdem ist sie im Musikverein, wo es ja viele Verpflichtungen gibt, ich mag dagegen solche DInge nicht. Ich war daher mehr flexibel. Ging ja auch immer gut, weil ich so auch noch nicht auf viel verzichten musste, ich hatte ja selber recht viel Zeit. Erst mit dem Studium fing es halt dann an.
 

Benutzer107775  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
Was soll ich tun.... Ein Freund meint, sie will vielleicht nur, dass ich um sie kämpfe... Das habe ich ihr in der Vergangenheit oft zugetraut. Diesmal habe ich aber eben nicht das Gefühl. Denn sie weiß, dass ich sie niemals abgeben wollen würde. So wie ich am Sonntag geweint habe, konnte sie auch gar keinen anderen Eindruck gewinnen. Ich habe eher das Gefühl sie meint es ernst. Wenn sie das aber tatsächlich will... Wenn ich mich dann jetzt nicht so melde, dann ist es ja vorbei, weil sie denkt ich hätte kein Interesse an mir? Für mich zwar unwahrscheinlich und unlogisch, aber was ist bei Frauen schon logisch...

Wenn es aber so ist, dass ich zuerst an mir arbeiten muss und nur eine Chance als neuer glücklicher Mensch habe, dann treibe ich sie ja mit einem "Kampfverhalten" erst recht in die Flucht...

Oh man, sie hat mich mit ihrer Kontaktierung so unsicher gemacht. Wie deutet ihr ihr Verhalten? Will sie einfach nur Kontakt, weil sie Mitleid hat und mich als Menschen so mag und behalten will und schreibt deshalb so Dinge wie "den Ring trage ich weiter" oder "die privaten Sachen" habe ich vorerst stehen lassen..

Oder hat sie innerlich doch noch nicht ganz abgeschlossen? In unserem Gespräch am Sonntag ist ihr auch sowas rausgerutscht, was sie dann nicht näher erläutern wollte und es als dumm empfand... Sie hat es auch frühzeitig abgebrochen. Aber für mich hat es sich so angehört, wie wenn es um "momentan" geht, dass sie jetzt einfach mal ihre Ruhe braucht und es später vielleicht wieder etwas werden kann... Wörtlich weiß ich es nicht mehr, vom Sinn her kam aber rausgerutscht "jetzt zumindest". Sie hat es dann aber einen dummen Gedanken genannt und wollte ihn nicht erläutern und erklären. Was wäre dann das richtige Verhalten? Auf sie zugehen oder sich weiter erst mal zurückziehen?

Wie auch immer. Ich hatte einen schönen Grillabend, der mich sogar ordentlich essen ließ und meine Stimmung gesteigert hat.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Hallo 123verzweifelt,

ich hatte eben schon etwas geschrieben und dann gemerkt, dass es vielleicht doch etwas agressiv war und es wieder gelöscht...trotzdem überkommt mich das Gefühl, dass ich dich mal schütteln müsste...

Lies doch nochmal durch, was die anderen geschrieben haben! Du sollst dich nicht mehr für irgendwen verbiegen. Am Ende liebt die Frau vielleicht das was du tust...vielleicht sogar die Vorstellung von dir, die sie im Kopf hat, weil du dich verstellst, aber sei wird niemals DICH lieben.

Egal wohin die Reise geht, lerne zu dir selbst zu stehen und DEIN ding zu machen, denn das schönste, was du in einer Beziehung schenken kannst, bist du selbst. Wenn dieses Geschenk angenommen wird, wirst du und nicht irgendetwas bis zur unkenntlichkeit verbogenes aktzeptiert. Alles andere ist keine Liebe und auch keine Beziehung, die sich lohnt am Leben zu erhalten.

Ausserdem habe ich den starken Verdacht, dass deine Dame es sehr genießt, dass du ihr hinterher rennst. Wenn ich dir z.B. sagen würde "Der Stein in meiner Hand ist blau", so ist das eine klare aussage. Sogar "Ich bin mir nicht ganz sicher welche Farbe der Stein in meiner Hand hat" ist klar und verständlich und nachvollziehbar. Wenn ich aber erzählen würde "Der Stein in meiner Hand könnte vielleicht ein kleines bißchen blau sein..oh...das war aber ein dummer Gedanke..vergiß am Besten, dass ich was gesagt habe...oh weh, oh mir." würdest du mir das abkaufen? Ich deiner Exfreundin jedenfalls nicht...
 

Benutzer95863  (34)

Öfters im Forum
du brauchst ABSTAND, mein junge.

brich mal den kontakt für ein paar wochen ab, aber sag ihr das auch, also dass du abstand brauchst und dich meldest.

dann komm mal runter, versuch sie abzuhaken, warte die wochen ab und wenn ihr euch DANN wieder seht, dann kannst du auch sehen, was du willst und was sie will.

momentan ist das einfach nur deine trauer, die aus dir spricht.
 
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