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Ernster Beziehungskonflikt: Zwischen Eltern und Unabhängigkeit. Mache ich etwas falsch?

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Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • #1
Hallo liebe Leute,
Ich habe ein Anliegen, welches mich momentan sehr stark belastet und ich würde es gerne mit euch teilen, um eure Meinung dazu zu hören. Es geht um meine Beziehung.
Mein Ehemann ist zu mir in die Schweiz gezogen. Er ist arbeitssuchend (hat seinen Bachelor in der Türkei und seinen Master in der Schweiz absolviert, danach 2 Jahre in seiner Branche in der Türkei gearbeitet) und ich bin Studentin und arbeite nebenher. Wir wohnen bei meinen Eltern. Es kann sehr nervenaufreibend und stressvoll sein, wenn man immer Absagen bekommt. Um ihm zu helfen, habe ich ihm angeboten, dass ich mit meiner Chefin spreche und er bei uns anfangen kann, bis er eine passende Arbeitsstelle bekommt. Zuerst sträubte er sich etwas, doch nach langem Überlegen stimmte er zu und es ist zu einem Schnuppertag gekommen. Es handelt sich um die Arbeit eines Rezeptionisten, die auch Platz für private Angelegenheiten lässt (auch während der Arbeit). Als er zurückkam fragte ich ihn wie es war und er meinte gut. Als er mir aber am nächsten Tag geschrieben hat, dass er dort nicht arbeiten möchte, war ich schockiert (es ist nämlich schon sehr weit gekommen). Er meinte zuerst es würde ihn nicht glücklich machen und später, dass ihn 5 Arbeitstage pro Woche daran verhindern würden, einen Job zu finden, welcher zu seiner Karriere passt. Ich war total verzweifelt und habe versucht ihn zu überzeugen, dass man das alles unter einen Hut bringen kann. Ich kenne so viele Menschen, die auch neben ihrer Arbeit alles schaffen. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nicht ewig von dem Geld der Eltern abhängen und unser eigenes Leben aufbauen möchte, wobei dieses Jobangebot eine super Gelegenheit wäre. Zudem habe ich versucht ihm zu erklären, dass wir beide nicht wissen, wann er einen Job in seiner Branche bekommt, einerseits, weil die Konkurrenz stark ist und andererseits, weil seine Deutschkenntnisse eher schwach sind. Und wenn er in einem Jahr noch keinen Job findet, wollen wir dann 1 Jahr bei unseren Eltern leben und von den Eltern abhängen?! Aus Verzweiflung habe ich recht konsequent mit ihm geredet und habe ihm schlussendlich gesagt, dass er entweder den Job annimmt oder ich keine Zukunft mehr sehe. Überzeugen konnte ich ihn mit meinen Argumenten nicht wirklich. Das einzige, was er sagte, ist, dass er höchstens Teilzeit dort arbeiten kann.

Seine Eltern schicken ihm jeden Monat Geld aufs Konto und ich habe das Gefühl, dass er damit zufrieden ist und keinen Drang verspürt, Verantwortungen zu übernehmen. Seine Eltern unterstützen ihn bei seiner Entscheidung, statt zu sagen: "Weisst du was? Du bist ein Ehemann, du hast deine eigene Familie und du musst Geld verdienen!" Nein! Sie sagen ihm, dass seine Entscheidung richtig ist und dass es nicht zu seiner Karriere passt. Meine Eltern sind genau meiner Meinung und fühlen sich auch etwas verarscht, dass sie alle Kosten tragen müssen (die Kosten wie Heizen, Wohnen, Verpflegung etc.). Bevor er bei uns eingezogen ist, haben seine Eltern zu meinen Eltern gesagt, dass sie meinem Ehemann monatlich 1000 Franken überweisen werden. Aber als meine Eltern seine Eltern über die Jobabsage gefragt haben und meinten, dass sie finanzielle Unterstützung brauchen, meinten seine Eltern: ¨Ah, es ist ein Missverständnis! Die 1000 Franken sind für seine eigenen Ausgaben.¨ Das Ganze hat sich in ein riesiges Chaos verwandelt und seine Eltern haben alles so umgedeutet, als ob meine Eltern meinen Ehemann auf irgendeine Arbeit schicken wollen, nur um Geld zu machen. Meine Eltern haben versucht, meinen Ehemann und seine Eltern von der Jobmöglichkeit zu überzeugen, aber keine Chance. Nicht nur des Geldes und der Unabhängigkeit wegen, sondern auch um seine psychische Gesundheit zu schützen. Seine Eltern sagen nur: ¨Wir können ihn nicht zu etwas zwingen, was er nicht möchte.¨ Und jetzt stehen meine Eltern und ich als die Bösen da.

Zudem hat seine Mutter irgendein Problem mit mir und ich verstehe nicht welches. Als wir noch eine Fernbeziehung führten, hatten wir einen echt guten Kontakt mit ihr. Wir schrieben einander, planten Familienurlaube und beschenkten uns gegenseitig. Vor seinem Schnuppertag und seiner Absage schrieb sie mir aber eine Nachricht, dass sie spürt, dass ich auf Abstand gegangen bin, seit mein Ehemann zu mir in die Schweiz gezogen ist. Dass wir weniger miteinander kommunizieren und ich ihr nur schreibe, wenn es nötig ist. Ich meinte zu ihr, dass es etwas gibt, was ich auf dem Herzen habe, aber nicht bereit bin das zu besprechen und nicht weiss, wie offen ich alles ansprechen kann. Was bei mir zu gemischten Gefühlen führte, ist, dass sie angefangen hat, sich irgendwie zu sehr in die Planung unserer nachträglichen grösseren Hochzeit einzumischen. Es ist eh schon eine grosse Herausforderung zwei Kulturen zu integrieren, aber ich spüre eine grosse Dominanz von der Seite meiner Schwiegermutter und fühle mich eingeengt. Was mich auch etwas bedrückt, ist, dass sie irgendwie Kontrolle haben möchte. Sie fragt auch ständig, wie es uns geht und ob alles gut läuft und hat uns sogar einmal zu einem Gespräch aufgerufen, weil sie das Gefühl hat, dass in unserer Beziehung nicht alles gut läuft.

Mein Ehemann war jetzt für 2 Wochen bei Ihnen in der Türkei, weil seine Mutter eine OP hatte und ich habe so ein Gefühl, dass sie ihm nur Scheisse über mich und meine Eltern erzählt hat. Als er auf dem Weg zu ihnen war, schrieb sie mir eine lange Nachricht, in welcher sie mein schlechtes Verhalten gegenüber ihr vorgeworfen hat (Ich habe sie im Restaurant nicht zum Tanzen eingeladen, ich habe ihr früher geschrieben und jetzt gar nicht mehr, sie hat mehr in die Ehe investiert als ich, dass ich im Zimmer meiner Eltern geschlafen habe als ich krank war statt bei meinem Ehemann etc.). Ich war echt geschockt und habe es ihm, obwohl ich es fast getan hätte, nicht erzählt. Ich habe ihr geschrieben, dass das nicht stimmt und nur ihre Sicht der Dinge ist. Ich habe ihr gesagt, dass ich und meine Familie sie respektieren, dass die Familiendynamik womöglich wegen kulturellen und sprachlichen Differenzen erschwert sein kann und dass ich und mein Ehemann uns lieben und zusammen durch unsere Höhen und Tiefen gehen. Sie hat nichts mehr geantwortet und als ich ihr zum Geburtstag gratuliert habe, schrieb sie nur ganz kühl ¨Danke¨.
Als er wieder zurückgekommen ist, herrschte irgendwie eine total angespannte Stimmung. Er schien auch irgendwie etwas verändert hinsichtlich Körperkontakt, Liebkosen usw. Auf den ganzen Konflikt sprach er mich auch nicht an. Als er in der Türkei war, haben seine Eltern meinem Vater eine Nachricht geschickt, dass sie wollen, dass wir uns eine eigene Wohnung suchen (sie werden uns finanziell unterstützen) und dass sie unsere Hochzeit in Izmir absagen wollen (um das Geld für unseren Start zu investieren und um kulturelle Differenzen bei der Hochzeit zu umgehen). Ich finde das richtig blöd. Wieso haben sie das Gefühl, dass sie entscheiden können?! Mein Ehemann scheint auch nichts zu tun oder zu sagen.
Ich habe im Nachhinein erfahren, dass seine Mutter zu ihm gesagt hat, dass er sich mir nicht nähern soll (Abstand halten soll) und sein Ding machen soll. Und anscheinend meinte mein Ehemann zu seiner Mutter, dass es ihn aufrege, dass er die Wäsche aufhängen soll, er zahle doch für seinen Aufenthalt.

Jetzt ist das Ganze so eskaliert, dass wir vor einer Scheidung stehen. Ich habe ein ernsthaftes Gespräch gehabt mit ihm, wo ich ihm alles gesagt habe. Ich habe ihm gesagt, dass ich keine Liebe mehr von ihm spüre, dass er total distanziert ist. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich daran zweifle, dass er in der Zukunft Verantwortung übernehmen kann und dass seine Mutter mich hasst und deswegen alles, was er ihr erzählen wird, verneinen wird etc.
Ich habe ihm gesagt, ich brauche eine Pause. Und was macht er? Er packt seine Koffer und fährt in die Türkei anstatt für uns zu kämpfen oder zu sagen: ¨Schatz wir machen das schon.¨
Er stellt sich wie ein Opfer dar, sagt, dass meine Eltern und ich ihn unter Druck setzen usw.

Es ist einfach eine Katastrophe und ich fühle mich wie auf einer Achterbahn der Gefühle. Ich mache mir so viele Gedanken und grübel darüber, ob ich vielleicht etwas falsch gemacht habe und wessen Schuld das Ganze ist. Was meint ihr zu dem Ganzen?
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #2
Und was macht er? Er packt seine Koffer und fährt in die Türkei anstatt für uns zu kämpfen oder zu sagen: ¨Schatz wir machen das schon.¨
Ich hätte deinen Schilderungen nach nichts anderes erwartet.

Ich finde deine Entscheidung absolut richtig. Diese Abhängigkeit würde mich auch massiv stören.
und Ende ist ja keins in Sicht.


Zum Deutschlernen hat dein Partner dann auch keine Zeit?
 
N
Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #3
Vielen Dank für deine Antwort!
Also wie meinst du, du hättest nichts anderes erwartet?

Doch, er besucht Kurse, aber um ein sicheres Deutschlevel zu erreichen, braucht man ja auch mind. 2 Jahre. Vor allem wenn es geschäftstauglich sein soll.
 
N
Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #4
Ich hätte deinen Schilderungen nach nichts anderes erwartet.

Ich finde deine Entscheidung absolut richtig. Diese Abhängigkeit würde mich auch massiv stören.
und Ende ist ja keins in Sicht.


Zum Deutschlernen hat dein Partner dann auch keine Zeit?
Vielen Dank für deine Antwort!
Also wie meinst du, du hättest nichts anderes erwartet?

Doch, er besucht Kurse, aber um ein sicheres Deutschlevel zu erreichen, braucht man ja auch mind. 2 Jahre. Vor allem wenn es geschäftstauglich sein soll.
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #5
Also wie meinst du, du hättest nichts anderes erwartet?
Ich meine so wie dein Thread sich liest... also das Ende passt zu der Gesamtentwicklung.


Doch, er besucht Kurse, aber um ein sicheres Deutschlevel zu erreichen, braucht man ja auch mind. 2 Jahre. Vor allem wenn es geschäftstauglich sein soll.
also das würde ich so nicht unterschreiben.
und wann hat er denn angefangen?
Ihr seid ja nicht weniger als 2 Jahre zusammen oder?
 
N
Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #6
Ich meine so wie dein Thread sich liest... also das Ende passt zu der Gesamtentwicklung.



also das würde ich so nicht unterschreiben.
und wann hat er denn angefangen?
Ihr seid ja nicht weniger als 2 Jahre zusammen oder?
Wir sind seit 3 Jahren zusammen. Im ersten Jahr als er noch hier studiert hat, hat er einen Deutschkurs in der Uni besucht. Danach war er 2 Jahre in der Türkei und hat deutschtechnisch nichts mehr gemacht. Ab November 2023 hat er mit einem A2-B1 Kurs 2 Tage pro Woche angefangen.
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #7
also dein Mann hat 7 Tage die Woche Zeit, lernt aber nur 2 Tage die Woche Deutsch?

da fehlt wohl Motivation :hmm:
Genau wie für den Rest.
 
N
Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #8
also dein Mann hat 7 Tage die Woche Zeit, lernt aber nur 2 Tage die Woche Deutsch?

da fehlt wohl Motivation :hmm:
Genau wie für den Rest.
Und unabhängiger machen uns seine Deutschkurse ja auch nicht. Und es fehlt die Garantie, dass er nach einem Jahr einen Job seiner Träume bekommt..
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #9
Und unabhängiger machen uns seine Deutschkurse ja auch nicht. Und es fehlt die Garantie, dass er nach einem Jahr einen Job seiner Träume bekommt..
na ja dein Partner ist ja angeblich zu beschäftigt um 5 tage die Woche zu arbeiten oder hab ich das falsch verstanden?

Das heißt doch aber mit anderen Worten nur, dass er sich für die Rezeption zu schade ist.
 
Mirella
Benutzer136760  Beiträge füllen Bücher
  • #10
Wie seid ihr denn überhaupt zusammen gekommen und wieso seid ihr verheiratet? Offensichtlich kennt ihr euch gar nicht richtig und seid gar nicht bereit für eine Ehe.
 
N
Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #12
Wie seid ihr denn überhaupt zusammen gekommen und wieso seid ihr verheiratet? Offensichtlich kennt ihr euch gar nicht richtig und seid gar nicht bereit für eine Ehe.
Wir haben uns im Studium kennengelernt und kennen uns eigentlich sehr gut. Aber die Situation, die wir gerade durchleben ist neu für uns beide
 
N
Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #13
Zauberschnitte
Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #14
Doch, er besucht Kurse, aber um ein sicheres Deutschlevel zu erreichen, braucht man ja auch mind. 2 Jahre. Vor allem wenn es geschäftstauglich sein soll.
Naja..... Meine beiden ex partner haben sich auf den Hosenboden gesetzt und täglich gelernt. Und so war innerhalb eines Jahres C1 drin.

Und er hat eine deutsche/Schweizerin geheiratet und hatte bisher 3 Jahre Zeit.

Hör bitte auf ihn zu entschuldigen.


Das nächste: kulturell ist er als Mann verpflichtet für seine Frau zu sorgen.
.
Wenn er es nicht tut und auf ihre Kosten lebt ist er ein noch größerer Taugenix als wenn ein Mann hier das macht.


Es ist eine Unverschämtheit das er sich auf Kosten deiner Eltern durch füttern lässt. 1000 fr. Hat er zusätzlich zur Verfügung als Taschengeld von seiner Mama.

Und zum Arbeiten ist er sich zu fein weil er ja seine Karriere (welche eigentlich?) Machen will.


Sorry aber wir reden hier nicht von einem Teenager sonder ihr beide habt geheiratet! Warum eigentlich?
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #15
Und unabhängiger machen uns seine Deutschkurse ja auch nicht.
Aber Sprache ist das a und o.
Und es fehlt die Garantie, dass er nach einem Jahr einen Job seiner Träume bekommt..
Bei seiner Einstellung zum Leben bezweifel ich das sowieso


Das Problem ist ganz allein dein Ehemann.

Und das du dich auch noch versuchst zu rechtfertigen bei seiner Mutter..... Ohne Worte.

Auch wenn es weh tut. Deine Ehemann hat andere Prioritäten als dich und hat auch keinerlei Ehre im leib wenn er sich auf Kosten deiner Eltern seine Priorität durchzieht.


Schmeiß ihn raus. Soll er schauen wie er klar kommt.
 
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C
Benutzer185636  (40) Öfter im Forum
  • #37
Das tut mir leid für Dich. Aber oft ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

Wenn ich es richtig verstanden habe, haben seine Eltern die (nachträgliche) Hochzeitsfeier abgesagt, während seine Eltern in der Türkei besucht hat oder als er wieder zurück bei Dir war. Das zeigt doch, dass seine Eltern Eure Ehe nicht (mehr) gutheißen. Und Dein Mann hat vermutlich ebenfalls das Interesse verloren. Sonst wäre er jetzt nicht wieder zu seinen Eltern abgehauen. Die Scheidung ist wahrscheinlich das beste für Dich. Denn mit dieser Schwiegermutter, würdest Du immer Probleme haben und nie zu einem Selbstbestimmten leben kommen können.

Und Dein Mann ist entweder ein Muttersöhnchen, eine faule Socke oder einfach dumm. Vielleicht auch alles zusammen. Als Muttersöhnchen wird er sich nie von seiner Mutter abnabeln und Dich vor ihr verteidigen. Er wird sagen und machen, was sie will. Wenn er nicht faul wäre, würde er zusehen, dass er mehr Zeit in Deutschunterricht nimmt, um endlich in der Schweiz den Job zu bekommen, für den er studiert hat. Und wenn er nicht dumm wäre, würde er selber merken, dass er Eigeninitiative zeigen und Verantwortung übernehmen muss. Das beinhaltet auch, vorübergehend einen anderen Job anzunehmen, um nicht von anderen abhängig zu sein. Das er einen anderen Job nur Teilzeit machen kann/will, ist dabei für mich aber nachvollziehbar. Allerdings nur, wenn er die restliche Zeit tatsächlich für Deutschunterreicht und Bewerbungen nutzen würde.

Hast Du denn nie mitbekommen, was Dein Mann ganze Zeit zu Hause macht? Er wird doch sicherlich nicht an 5 Tagen die Woche, 8 Stunden täglich, Bewerbungen geschrieben und Deutsch gelernt haben. Und wenn er ganzen Tag zu Hause ist, während du studierst und nebenbei noch arbeitest, ist es nicht zu viel verlangt, wenn er im Haushalt unterstützt.

Sorry, wenn ich so hart schreibe. Aber Du musst aufhören Deinen Mann in Schutz zu nehmen und zu verteidigen. Deine Ansprüche und Anforderungen sind durchaus richtig und nachvollziehbar. Und weil er dies nicht so sieht, ist er zu Mama gelaufen. Sag ihm, dass er nicht mehr zu Dir zurück kommen braucht und kümmere Dich um die Scheidung.
 
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S
Benutzer188774  Meistens hier zu finden
  • #39
Klingt für mich (auch) nach einem kulturellen Problem. Ich komme darauf, weil wir hier gerade einen anderen Thread haben, indem es dem Titel nach um deutsche Leitkultur geht und eben auch, dass das Thema Gastfreundschaft in einigen Ländern ganz anders interpretiert wird. Demnach könnte ich mir vorstellen, dass es vll für deine Schwiegereltern umgekehrt ganz normal wäre, würdest Du bei ihnen auf ihre Kosten wohnen. So nach dem Motto "Familie nimmt man halt auf und sorgt für sie". Keine Ahnung, ob dem wirklich so ist. Lasse es nur mal als Idee da.

Du selbst machst gar nichts falsch, außer, dass Du Dir das antust. Dass Dein Mann wegen der Wäsche, die er selbst aufhängen soll, rummosert, geht gar nicht. Es geht hier (für Dich) nicht um Unabhängigkeit von den Eltern, sondern eher darum, dass Du mit Deinem Mann keine gleichberechtigte Beziehung führt (so ist zumindest mein Eindruck).

Bezüglich Sprache: warum sprecht Ihr nicht untereinander deutsch? Das wäre doch die beste Möglichkeit für ihn zu lernen. Es wäre auch ein geschützter Raum, in dem man Fehler machen darf, ohne sich irgendeiner Form von Kritik oder Spott auszusetzen.
 
S
Benutzer188774  Meistens hier zu finden
  • #51
Update: Jetzt ist das Ganze so ausgeartet. Mein Vater hat seinem Vater geschrieben, dass mein Ehemann solange er noch offiziell in unserer Wohnung eingeschrieben ist, zahlen muss. Dass er das Flugticket, welches ihm meine Eltern mal für den Urlaub gezahlt haben und die Kaution, welche sie für die Hochzeitslocation investiert haben, zurückzahlen müssen.
Mein Schwiegervater meinte: Ja, das können wir zurückzahlen, aber dann fordern wir alle Schmuckgeschenke zurück...
Ist das normal?
Naja, wenn man schon aufrechnet und sich eh trennt, könnte man auch den Schmuck zurückgeben. Ist aber nur meine persönliche Meinung, weil ich da lieber eine klare Linie hätte bei so einer Trennung. Generell sollte ein Geschenk natürlich nicht zurückgegeben werden müssen. Ist halt die Frage, ob das Flugticket sowas wie ein Geschenk war oder ob von Anfang an klar war, dass das nur geliehen war?

Am schlimmsten finde ich aber, dass die Eltern hier Dinge untereinander klären. Du und Dein Mann seid doch mündige Menschen. Dass die Eltern da alles regeln und nun rumschachern, kommt mir ja vor wie auf dem Viehmarkt oder in ganz früheren Zeiten. Ist nicht bös gemeint. Würde Dir nur wünschen, dass Du Dir darüber Gedanken machst, dass es so, wie das gerade läuft, nun eigentlich nicht üblich ist. Mir kommt Dein Mann nicht wie Jemand vor, der Verantwortung für sich selbst und sein Leben tragen kann.
 
G
Benutzer Gast
  • #57
Ich würde, nachdem das ja jetzt eskaliert und schmutzig zu werden scheint, aufhören bzw. erst garnicht anfangen, irgendwelche Dinge auf diversen Wegen voneinander zu fordern oder aufzurechnen, sondern durchatmen, deinen Eltern einen Stop der Kommunikation empfehlen und mich als direkte Betroffene an einen Anwalt wenden. Verheiratet seid nur du und er, auch wenn sich deine Eltern und seine da ziemlich einmischen und ev. finanzielle Interessen vertreten. Aber wie auch in meinem verlinkten Urteil, sind da Recht und Brauch unterschiedlich zu bewerten.
Also geh zum Anwalt, lass dich beraten und klärt das dann auf sauberem Weg, viel Glück
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #72
Ich habe ein anderes Bild und Vorstellung von Rollen und Verhältnissen zwischen Menschen, egal ob männlich oder weiblich. Deine Aussage ist vollkommen ok, wenn du sie persönlich für dich und deinen Mann triffst, als allgemeingültige Aussage kann ich persönlich sie nicht unterschreiben. Daher mein SIA.
Das wir hier ein völlig anderes Verständnis von Rollen innerhalb einer Beziehung haben, ist doch klar.

Aber genau das führt oft zu Problemen bei bi- Nationalen Beziehungen.

Wir gehen mit unserem Verständnis in die Beziehung und vergessen uns über die andere kulturelle Normalität zu informieren.

In diesem Fall benimmt sich der Mann aber für alle Verhältnisse ungut. Wenn man jetzt aber oben genannte Infos noch berücksichtigt was in seiner Kultur die Normalität ist, dann schüttelt man nur noch den Kopf.

Und nur darauf wollte ich hinweisen und nicht als allgemeingültige Regeln für hier lebende Beziehungen aufstellen.
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #94
Klar, all die Grundsteine sind sehr wichtig. Aber ohne Liebe gibt es sie auch nicht. Das eine bedingt das andere..
Welche Grundsteine habt ihr denn?
Außer dem Ehevertrag doch eigentlich so gut wie gar nichts oder?
Und das ist letztlich ein wertloses Papier, das nur eine Trennung erschwert.
Ihr seid damit nicht glücklicher als ein unverheiratetes Paar.
.Deshalb frage ich mich, ob die Liebe stark genug war (von seiner Seite aus).

nein war sie nicht. das liegt doch auf der Hand.

Weil egal, wie schwer die Zeiten sind und wie gravierend der Konflikt ist, wenn die Liebe stark genug ist, findet man immer einen Ausweg.
kommt drauf an wie du Ausweg definierst.
Wenn es für dich ein Ausweg ist, dass der Herr auf deine Kosten lebt und sich da faul in ein gemachtes Nest setzt, dann kannst du das haben.
Du musst den Mund halten, dann habt ihr keinen Konflikt. Und deine Eltern natürlich auch.

Ich finde nicht unbedingt, dass bei uns die Kultur und Sprache einen zentralen Punkt ausmachen, aber ja.
sagen wir es mal so: Egoisten gibt es in jeder Kultur.

Ich denke sehr viel über das was passiert ist nach. Und ich habe irgendwie so ein Gefühl, dass ich vielleicht an dem Ganzen Schuld bin.
ich wiederhole mich nur ungern, aber ich werfe noch mal das böse Wort Gehirnwäsche in den Thread. Auch dieser Gedanke spricht für so was. Dein Partner hat es drauf dich vollkommend zu manipulieren, das geht schon in Richtung toxische Beziehung und es wundert mich umso mehr, dass deine Eltern da gar kein Auge drauf hatten. Wenn sie sich schon dauernd einmischen und so präsent sind.
Diese Manipulation und Lenkung fing doch garantiert schon bei der Eheschließung bzw. vorher an.

Vielleicht war das wirklich ein sehr starker Druck, den ich auf ihn ausgeübt habe und ich hätte ihm mehr Zeit geben sollen.
ja sicher, wenn du ihm mehr Zeit gegeben hättest, könnte er weiter auf Kosten anderer leben und sich ein bequemes Leben machen.

..Das alles gibt mir einfach keine Ruhe. Ich spiele in meinem Kopf Szenarien durch, wie sich die Sache entwickeln würde, wenn gewisse Gespräche und Situationen anders verlaufen würden.
solche Gedanken sind normal, aber die Frage was wäre gewesen wenn bringt dich nicht weiter.
Stell dir lieber die Frage "was will ich?" und dann beantworte sie dir und sieh zu, dass du diese Antwort auch erreichst.
 
Ishtar
Benutzer158340  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #100
Ja, mir wird es jetzt bewusst. Vor allem von der Seite seiner Mom. Sie hat mir echt viele Geschenke gemacht und jetzt wirft sie mir damit vor, dass sie mehr in unsere Ehe investiert hat als ich...Nach solchen Aussagen merkt man einfach, dass es alles nur zum Zwecke der Macht und Kontrolle war...
Also bei aller berechtigten Kritik an ihm muss ich da jetzt aber mal in deine Gedanken scharf reingrätschen:

WAS hast du denn in diese Ehe investiert? Du warst halt da und hast ihm ermöglicht, bei dir zuhause zu wohnen, aber hast DU tatsächlich was investiert? Im Grunde ist es für dich doch kein Unterschied, ob du verheiratet bist oder nicht. Du wohnst daheim bei deinen Eltern und studierst. Ob er da ist, ob er weg ist.... Macht für DICH doch konkret nicht einen nennenswerten Unterschied, höchstens gefühlsmäßig. Aber tatsächlich? Dass du jetzt tatsächlich irgendwas verloren hättest, für ihn aufgegeben hättest, finanzielle Einbußen für ihn hingenommen hättest?

Deine Eltern, klar. Seine Eltern, auch klar. Aber ihr zwei? Also mal ganz Hand aufs Herz, ihr schenkt euch da doch beide nix.

Er kriegt es in 3 Jahren Beziehung und 1 Jahr Ehe nicht hin, deine Sprache zu lernen. Du seine aber genausowenig.
Er kriegt es nicht hin, deine Kultur vernünftig kennen zu lernen. Du seine aber genauso wenig.

Ich les jetzt hier schon echt lange mit und versteh immer noch nicht, warum ihr überhaupt geheiratet habt und wie ihr euch BEIDE das vorgestellt habt. Für mich klingt das alles nach einer Teenie-Beziehung, wo jeder noch bei Mama und Papa lebt, aber nicht wie nach der erwachsenen Beziehung zweier selbständiger Menschen, die in einer eigenen Wohnung für ihre eigenen Kosten aufkommen (oder das auch nur wollen, und zwar BEIDE) und eine gemeinsame Zukunfts- und Familienplanung betreiben.

Du bist doch genauso kindisch wie er: Verstehst nicht, warum es schlicht auch anständig wäre, wahrscheinlich sogar alten Familienschmuck zurück zu geben. Verstehst nicht, warum man Kosten für eine Hochzeit auch in eine Wohnung investieren könnte, damit ihr beide mal selbständig werdet, sondern schmollst (und jeder, der schonmal eine türkische Hochzeit erlebt hat, weiß, was da alles aufgefahren wird mit Musikern, Trommlern und unter 100 Gästen fängt man da gar nicht erst an).


Ihr solltet da BEIDE erwachsen werden und dementsprechend handeln. Für eine Ehe seid ihr doch alle beide nicht wirklich bereit.
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #168
Ja, das hätte man vorab klären müssen..
Und das rächt sich leider jetzt sehr heftig. Denn die Scheidung und bis alles wirklich durch ist....dauert nun.
Aber man könnte doch trotzdem eine Lösung finden, oder meinst du nicht?
Nein. Wenn die Grundeinstellung so unterschiedlich ist, dann geht es einfach nicht.

Ich nehme jetzt ein Beispiel um es dir zu verdeutlichen.

Schwanger oder nicht schwanger.

Da gibt es keinen Kompromiss. Es gibt kein halb schwanger.
Welche Abstriche meinst du?
Er hätte bei deinen Eltern Geld abgeben müssen.

Er hatte dazu einen (in seinen Augen) minderwertigen job annehmen müssen.
Ich wusste nicht, dass sich die Sache so entwickelt...
Weil du blauäugig und unerfahren warst aber gleichzeitig eine Ehe eingegangen bist die einen üblen rattenschwanz hat.
Und nur wegen dem Visum?
Bitte lies mal in der Zeitung.

Weißt du wie viele Menschen sich täglich auf den Weg nach Europa machen (illegal) und ihr Leben dabei riskieren?

Jeden Tag sterben auf der Reise nach Europa hunderte Menschen ihr Leben.

Und dein Mann kriegt all inklusive per bequemen Flugwege und kommt nicht mal auf die Idee, das wohnen bei deinen Eltern was kostet?

Ganz ehrlich, der Mann ist charakterlich echt ne Hausnummer.

Aber ich Frage mich, was mit dir los ist um das alles überhaupt nicht zu begreifen.

Du bist doch eine intelligente junge Frau, du studierst, du hast Eltern die dich unterstützen.

Kriegst du wirklich nichts vom leben mit? Lebst du in einer Seifenblase?

Weißt du was ich romantisch gefunden hätte? Wenn dieser Mann täglich 5 Bewerbungen geschrieben hätte, wenn er einen Job angenommen hatte um deinen Eltern nicht auf der Tasche zu liegen. Wenn er den Haushalt allein geschmissen hätte, da er ja nicht mal arbeitet. Wenn er seine Mutter eine Grenze aufgezeigt hätte und mich vor ihren Übergriffigkeiten geschützt hätte. Wenn er bei seiner Familie nicht schlecht über mich spricht.

Wenn er bei Problemen nicht das weite sucht sondern mit mir eine Lösung finden will.

Aber es ist das genaue Gegenteil passiert und du selbst bist in deinem Verhalten leider nicht viel besser.

Du beschwerst dich bei deinen Eltern über ihn. Du stellst dich auf die Seite deiner Eltern anstatt dich schützend vor ihn zu stellen. Du hast diesen Mann geheiratet und nicht deine Eltern. Also musst du auch als Ehepaar Verantwortung für deinen Ehemann ubernehmen.

Das bedeutet das du Miete als ehepaar bei deinen Eltern zahlst oder ihn eben gar nicht dort wohnst.

Das du so ein wichtiges Thema mit deinem Partner vorab nicht besprochen hast, ist deine Sache. Deine Eltern jetzt auf ihn los zu lassen und gegen ihn auszuspielen.....puh.

Du musst dich irgendwann entscheiden.

1.
Willst du die Tochter im Haus der Eltern sein? Wo die Eltern ihre kämpfe austragen?

2.
Willst du eine Ehefrau sein und ein Teamplayer für deinem Partner?

3.
Willst du eine junge Frau sein, die auf eigenen Beinen steht und Verantwortung für sich selbst übernimmt?


Momentan suchst du dir bei allen drei Punkten die Rosinen raus. Das geht auf Dauer nicht gut und fliegt dir um die Ohren.
 
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Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #200
Nein, möchte ich nicht.

Ebenfalls nein.
Und genau deswegen ist die Scheidung der richtige Weg.

Du bist gerade einmal 25 Jahre alt. Du wirst noch genug Männer Kennenlernen.

Und ich hoffe für dich, das du nie wieder so jemanden wie ihn kennen lernst. Sondern einen Mann der mit Freude und aus eigenem Antrieb die Wäsche aufhängt :smile:

Ein Mann der dich als Priorität hat. Ein Mann der gemeinsame Ziele mit dir hat und schlau genug ist zu wissen was es braucht dort hin zu kommen.


So einen Mann wirst du aber erst kennen lernen wenn du auch soweit bist. Und solange du bei mami und papi bequem zu Hause sitzt und noch überhaupt keine Erfahrung hast, wie es ist auf eigenen Beinen zu stehen, wird das nix
 
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Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #226
Und eines möchte ich dir noch schreiben.

Beim richtigen kannst nix falsch machen und beim falschen nix richtig.

Wenn zwei Menschen zusammenpassen und eine Beziehung zueinander wollen, dann werden beide alles tun damit es gelingt.

Und eurem Fall ist das definitiv nicht der fall
 
J4DE
Benutzer168370  (29) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #233
Folgende Frage: Wieso ist es ok, dass du einen Nebenjob hast, Geld verdienst, aber nichts an deine Eltern abgibst, denen du auf der Tasche liegst über ein Alter hinaus, in dem du mit jeglicher Ausbildung fertig sein könntest, auch das Studium hätte jetzt das Ende der Regelstudienzeit erreicht und du auf eigenen Füssen stehen könntest, wenn dir etwas daran liegen würde, zielstrebig voran zu machen für ein eigenes Leben? Wieso soll dein Mann dich dabei beobachten und selber auf die Idee kommen, deinen Eltern Miete zu zahlen, wenn du schon betont hast, dass er ja zur Familie gehört?

Entweder ihr hättet beide alles drangetan, um möglichst wenig Last zu sein und möglichst bald ein eigenes Leben aufzubauen, oder nicht. Aber du schiebst alles auf "er sollte das machen". Was ist mit deinem Anteil? Studieren ist keine Ausrede, zu Hause wohnen zu bleiben, wenn du ausziehst, wären deine Eltern bis zu einem gewissen Punkt unterhaltspflichtig (kann sein, dass du das bald verpulverst, wenn du rumtrödelst). Und du hast einen Job. Davon kann man sich eine kleine Bude leisten und dann könntest du von deinem Mann verlangen, dass er einen Übergangsjob annimmt, um seine Beitrag zu leisten. Aber nicht, solange du selber wie eine Zecke bei deinen Eltern hockst.

Du zeigst absolut keine Fähigkeit zur Selbstreflektion. Das solltest du unbedingt angehen, bevor du dich auf die nächste Beziehung einlässt. Denn die Fehler sind nie nur bei einer Seite, du drehst aber hartnäckig jedes Argument um in was die andere Seite auch alles gemacht hast. Ja, er hat seine Fehler gemacht, aber du auch. Und das ist der Teil, vor dem du dich hartnäckig versteckst und ablenkst. Du möchtest dich einfach nicht damit beschäftigen, was dein Anteil an der Krise war. Am liebsten möchtest du noch gestreichelt und getröstet werden und hören, dass alle ganz gemein zu dir sind und du nichts dafür kannst. Aber wenn du nach 10 Seiten Thread noch fragen musst, wo du darauf hingewiesen wurdest, dass etwas kulturell bedingt sein könnte und du dich damit auseinander setzen solltest, wenn es auf jeder Seite mindestens einmal vorkam, dann kannst du sehr viel dafür. Vermutlich gehst du mit genauso grossen Scheuklappen durch's Leben, wie hier durch den Thread. Du hast naive Vorstellungen und zu wenig Lebenserfahrung für 25 Jahre und eine Ehe. Zieh am besten baldmöglichst bei deinen Eltern aus, einfach, damit du mal mit dem wahren Leben konfrontiert wirst.

Und wenn du nochmal eine interkulturelle Ehe in Betracht ziehst, wär's vielleicht eine gute Idee, mal ein Auslands-Halbjahr in der jeweiligen Heimat des Partners zu machen, nicht nur Urlaub, sondern dort wirklich zu leben und die Gepflogenheiten und verinnerlichten Einstellungen kennenzulernen. Und dann, vor der Hochzeit, darüber zu sprechen, welche man nicht teilt, mit welchen man leben kann und bei welchen es Kompromisse braucht, weil die Erwartungen stark auseinander gehen (Mithilfe im Haushalt, etc.).
 
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Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #234
.

Also mit der Kulturkarte kommt man schon sehr weit im Leben.
Stimmt doch gar nicht.

Moechte man nicht arbeiten gehen: ¨Ist in unserer Kultur so
In keiner Kultur der Welt wird das gesagt
¨. Moechte man im Haushalt nicht helfen: ¨Ist in unserer Kultur so¨. Wenn man nur nach der Kultur geht, dann ist auf der Couch faulenzen das einzig Akzeptable.
Dieses Rollenbild gab es selbst in Deutschland vor noch nicht allzu langer Zeit.

Und in "dieser" Kultur ist es halt so das die Frau für haushalt, kochen und Kinder zuständig ist.

Dafür ist der Mann finanziell allein zuständig die ganze Familie zu versorgen.

Und dein Pracht Ehemann sucht sich halt nach Belieben die Rosinen raus. Er will keinen Haushalt machen aber übernimmt auch finanziell keine Verantwortung für die Ehefrau.

Er sucht sich die Rosinen raus. Und du auch

Deswegen ist es so wichtig mit der Kultur auseinanderzusetzen.

Und nur weil du eine türkische Verlobungsfeier abgehalten hast, bedeutet doch nicht das den leisesten schimmer von der Kultur hast.

Weißt du überhaupt was mit Kultur gemeint ist?

Ist dir bewusst das in der Türkei auch religion eine grosse Rolle spielt und in die Kultur und den Alltag mit einfließt?

Hast du dich mit dem Islam beschäftigt?

Ist dir bewusst was das für die Zukunft bedeutet?
 
Finwe
Benutzer118204  (44) Meistens hier zu finden
  • #235
Und wie viele Gruende hatte er?
Mal sehen:
  • Seine Frau fordert plötzlich die Annahme eines komplett fachfremden Jobs
  • Seine Schwiegereltern fordern plötzlich Kost und Logis obwohl sich an der ursprünglichen Situation nichts geändert hat
  • Seine Ehefrau spricht mit ihren Eltern und hetzt diese auf seine Eltern
  • Seine Ehefrau will seine Träume nicht unterstützen
Damit will ich nicht sagen, dass diese Gründe alle gerechtfertigt sind. Dennoch reicht kurzes Nachdenken aus, damit einem Gründe einfallen weshalb die Beziehung für ihn nicht mehr funktioniert. Denn auch wenn nach deiner Mentalität all das für dich logisch erscheint, kann es für ihn ganz anders wirken.
 
Pizzabäckerin
Benutzer191613  (41) Öfter im Forum
  • #236
Ich bewundere ja echt eure Geduld euch mit diesem Thread immer wieder auseinanderzusetzen und immer wieder dieselben Antworten auf dieselben sich wiederholenden Fragen zu geben.
Das ist ja echt wie im Kindergarten. Ich finde es echt erstaunlich wie unreif, unselbstständig und weltfremd man mit 25 Jahren sein kann. Und dass bei jemandem, der studiert...
 
Ishtar
Benutzer158340  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #237
Ich verstehe nicht, wieso der Beruf einer Altenpflegerin so abgewertet wird. Auch dieser Beruf erfordert eine Ausbildung.
Und es kommt einfach sehr drauf an, was die Prioritaet ist. Meine Eltern sind beide Ingenieure, haben beide an einer international anerkannten Uni in Kiew studiert. Als sie aber nach Deutschland gekommen sind, war es allen egal, welche Abschluesse sie hatten. Dann mussten sie sich entscheiden: Ueben wir einen Job aus, der nicht zu unserer Karriere passt, garantieren uns aber ein besseres Leben fur uns und unsere zukuenftigen Kinder oder bleiben wir Ingenieure in der Ukraine.
Vor allem wenn man in ein anderes Land zieht, sollte man flexibler und erstmal dankbar sein, dass man ueberhaupt das Recht hat in so ein wunderbares Land zu ziehen.
Ich habe es einfach mal so in die Diskussion reingeworfen, verfolge nicht die Intention, jemanden zu ueberzeugen.
Das heißt also NEIN, du nimmst auch nicht jeden Job an, sondern streckst weiter bequem bei Mama und Papa die Beine unter den Tisch und machst das, was du halt machen willst. Weil irgendwas umsetzen sollen halt immer nur alle anderen aber doch bloß nicht man selber :tentakel:
Deine Ablenkungstaktik ist schon fast bemerkenswert. Zieht aber nicht.

Also mit der Kulturkarte kommt man schon sehr weit im Leben. Moechte man nicht arbeiten gehen: ¨Ist in unserer Kultur so¨. Moechte man im Haushalt nicht helfen: ¨Ist in unserer Kultur so¨. Wenn man nur nach der Kultur geht, dann ist auf der Couch faulenzen das einzig Akzeptable.
!Ich argumentiere vor mich rum, ist ueberhaupt nicht boese gemeint!
Du fängst doch laufend damit an, was in deiner Kultur angeblich alles so ist und bleibst sogar dabei, wenn man dir am EIGENEN Beispiel ausführt, dass dein Argument da Schmonz ist.

Aber ich versteh so langsam tatsächlich, warum der Kerl die Scheidung will. Das Maß an Nicht-Kommunikation ist schon echt bemerkenswert.
 
Finwe
Benutzer118204  (44) Meistens hier zu finden
  • #238
Ich finde es echt erstaunlich wie unreif, unselbstständig und weltfremd man mit 25 Jahren sein kann. Und dass bei jemandem, der studiert...
Naja, ein Studium bereitet einen halt nicht aufs Leben. Und die bisherigen Beiträge lassen vermuten, dass die Eltern bislang stets ihre schützende Hand über sie halten. Um etwas über die Realität zu lernen, braucht es auch die Konfrontation mit dieser.
 
Pizzabäckerin
Benutzer191613  (41) Öfter im Forum
  • #239
Naja, ein Studium bereitet einen halt nicht aufs Leben. Und die bisherigen Beiträge lassen vermuten, dass die Eltern bislang stets ihre schützende Hand über sie halten. Um etwas über die Realität zu lernen, braucht es auch die Konfrontation mit dieser.
Ein Studium setzt aber Abitur und eigentlich eine gewisse Intelligenz voraus. Aber du hast schon Recht... das ist halt nicht Alles.
 
LULU1234
Benutzer107106  Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
  • #240
Es gibt kollektive und individualistische Kulturen. Die DACH-Region ist in der Regel individuell. Ab dem Erwachsenenalter erziehen wir unsere Kinder zur Selbstständigkeit und dazu für sich alleine da zu sein. Natürlich unterstützt man sich, aber es ist ganz klar "mein Tanzbereich - dein Tanzbereich". In kollektivistischen Kulturen gibt es das nicht. Da existiert die einzelne Person nicht, sie ist Teil eines komplexen Konstrukts, es gibt nicht deins und meins, sondern nur ein großes Wir. Traditionell ist die türkische Kultur deutlich kollektivistischer, als die deine. Daher ist er und verbleibt er gedanklich und emotional auch zukünftig in seiner Herkunftsfamilie, weil für ihn das WIR mehr wiegt, als das ICH.
Ihr werdet das nicht einfach so lösen können. Das ist grundlegende Sozialisation, die völlig unterschiedlich abgelaufen ist, plus völlige verschiedene Kulturen, verschiedene Sprachen. Kein Job, kein Sprachkurs ändert das Mindset.
 
N
Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #241
Ich weiss, dass die Fehler immer von beiden Seiten kommen. Aber wie es gerade für mich aus allen Beiträgen rüberkommt bin einzig und allein ICH Schuld an allem. Er ist ein Engel, ich ein Teufel. Die Strafe ist die Scheidung.
 
Bria
Benutzer65313  (36) Toto-Champ 2008 & 2017
  • #242
Ich weiss, dass die Fehler immer von beiden Seiten kommen. Aber wie es gerade für mich aus allen Beiträgen rüberkommt bin einzig und allein ICH Schuld an allem. Er ist ein Engel, ich ein Teufel. Die Strafe ist die Scheidung.
Nein. Aber nachdem seitenlang seine Fehler breitgetreten wurden, wollte zumindest ich auch mal darauf eingehen, dass das Scheitern aus meiner Sicht nicht nur seine Schuld war.
Was hilft dir mehr: Unreflektiertes eitschidei und beim nächsten Mal machst du die gleichen Fehler oder ehrliches Feedback, das eben auch mal deine Probleme aufzeigt?
Zumindest ich hab auch teils mehrmals das gleiche schreiben müssen, weil die Kommunikation einfach sehr mies war bzw du nicht wirklich auf die Beiträge eingingst oder eben gleich alles sofort auf die andere Seite geschoben hast. Klar wirken dann drei Posts extremer als einer.
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #243
N
Benutzer209467  (26) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #244
Nein. Aber nachdem seitenlang seine Fehler breitgetreten wurden, wollte zumindest ich auch mal darauf eingehen, dass das Scheitern aus meiner Sicht nicht nur seine Schuld war.
Was hilft dir mehr: Unreflektiertes eitschidei und beim nächsten Mal machst du die gleichen Fehler oder ehrliches Feedback, das eben auch mal deine Probleme aufzeigt?
Zumindest ich hab auch teils mehrmals das gleiche schreiben müssen, weil die Kommunikation einfach sehr mies war bzw du nicht wirklich auf die Beiträge eingingst oder eben gleich alles sofort auf die andere Seite geschoben hast. Klar wirken dann drei Posts extremer als einer.
Danke für deinen Beitrag. Ich denke sehr viel über mein Verhalten nach (frage mich, ob er es auch tut). Sonst würde ich das Thema erst recht nicht eröffnen.
Ich tendiere sogar eher dazu, meine eigene Schuld hervorzuheben und kann deshalb nicht mehr ruhig schlafen...
Ich denke mir: Was wäre wenn etwas anders gelaufen wäre etc. Etc.
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #246
Du bleibst auf deinem Standpunkt und weichst keinen mm ab.

Dein Ehemann hat seinen Standpunkt und weicht keinen mm ab.

Eure Ehe könnte funktionieren wenn beide den gleichen Standpunkt hätten.

Haben sie aber nicht und es war euer beider versagen das nicht vor der Ehe kommuniziert/herausgefunden habt

Und wenn du nur verstehst wenn Schuld eine Rolle spielt. Dann habt ihr beide Schuld.

Denn dein Standpunkt ist nicht richtiger als seiner. Und sein Standpunkt ist nicht richtiger als deiner.

Daher geht es nicht um schuld sondern ist einfach der Beweis, das ihr beide noch nicht reif für eine Ehe seid.

Ein reifer Mensch hatte nämlich selbstverständlich vor der Ehe die Standpunkte abgeglichen weil er versteht wie wichtig es ist.

Das du verletzt und enttäuscht bist, keine Frage. Das ist die Konsequenz für diesen offensichtlichen und vermeidbaren Fehler.

Ist wie bei einer heißen Herdplatte. Ein kleines Kind weiß es nicht besser, fasst drauf und verbrennt sich die Finger.

Das Kind wird in Zukunft nicht mehr auf die heiße Herdplatten fassen.

Und so solltest du das auch mit deinem Mann sehen.

Eine schmerzhafte Erfahrung die dir in Zukunft nicht mehr passieren wird.

Bei der herdplatte und dem kleinen Kind ist aber auch keiner Schuld.

Die heisse Herdplatte ist wie sie ist und das kleine Kind wusste es nicht besser.
 
Finwe
Benutzer118204  (44) Meistens hier zu finden
  • #247
Ich weiss, dass die Fehler immer von beiden Seiten kommen. Aber wie es gerade für mich aus allen Beiträgen rüberkommt bin einzig und allein ICH Schuld an allem. Er ist ein Engel, ich ein Teufel. Die Strafe ist die Scheidung.
Das liegt vermutlich daran, dass du die Beiträge sehr selektiv liest und immer nur herausziehst, was gerade zu deinen Gedanken passt. Dabei gibt es zahlreiche Beiträge, die niemandem die Schuld geben sondern lediglich herausarbeiten, woran es gescheitert sein könnte. Diese wollen dir nur aufzeigen, wo es geknirscht haben könnte damit du besser verstehen kannst was passiert.
Und da es so wirkt, als ob es dir schwer fällt zu differenzieren sind die Beiträge teilweise ziemlich direkt um dir die Punkte besser klar zu machen.
Es geht nicht darum dir die Schuld zuzuschieben, sondern um dich zukünftig vor ähnlichen Erfahrungen zu bewahren.

Ich denke mir: Was wäre wenn etwas anders gelaufen wäre etc. Etc.

Versuch lieber darüber nachzudenken wie es beim nächsten Mal nicht mehr so wird. An der Vergangenheit kannst du nichts mehr ändern, aber du kannst versuchen aus deinen Gedanken etwas konstruktives zu ziehen statt dich damit zu quälen, was wäre.
Dann siehst du vielleicht auch die vielen Beiträge in einem anderen Licht, die dir eigentlich nur dabei helfen wollen.
 
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