Er geht weg - Fernbeziehung in Sicht!

Benutzer48617 

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Hallo ihr Lieben,

ich muss nur kurz meinen Kummer loswerden. Gestern hat sich ergeben, dass mein Freund ab dem 1.8. nach Bayern geht (lebe in Niedersachsen). Und gerade eben hat sich herausgestellt, dass er den Juli über auch schon hin muss und nur sporadisch nach Hause kommt, außerdem wird er nächste Woche eingearbeitet. Also habe ich von heute auf morgen eine Fernbeziehung.

Ich weiß, es gibt schlimmeres. Ich weiß, andere haben schon ganz andere Entfernungen überstanden. Letztendlich wird es nur ein Jahr sein, weil ich so lange noch im Referendariat bin und nächstes Jahr nachkommen kann. Alles nicht so wild. Sagt mein Kopf.

Meine Gefühle fahren momentan Achterbahn. Ich muss nur daran denken und schon steigen mir die Tränen in die Augen. Ihm gegenüber muss ich mich zurückhalten, schließlich soll er sich freuen - für ihn ist das auch nicht leicht. Und er weiß, dass ich alles andere als glücklich damit bin.

Eigentlich erwarte ich mir nicht wirklich etwas von diesem Thread, aber manchmal tut es ja einfach nur gut, so etwas loszuwerden.
 

Benutzer34605  (35)

Sehr bekannt hier
Oh, ich kann dich sehr gut verstehen. Ich hatte bisher immer so einen Hang zu Ferngeschichten. Meine erste Beziehung war auch zuerst eine Fernbeziehung über 650km. War alles nicht so einfach, aber dennoch zu überstehen. :smile:

Meine jetzige Beziehung ist ausnahmsweise mal keine auf Entfernung und ich bin SO glücklich darüber. Für mich würde auch eine kleine Welt zusammenbrechen, würde von heute auf morgen da auch die Entfernung um ein Vielfaches steigen.

Ich wünsche euch einfach viel Kraft, Geduld und Liebe, dieses eine Jahr gut zu überstehen. :smile:
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wie viele Kilometer trennen euch denn?

Hart ist es auf jeden Fall. Du bist es halt nicht gewohnt. Klar, es gibt Fernbeziehungen, die noch weitere Distanzen überwinden müssen, aber solche Vergleiche bringen nichts.

Ich hatte auch schon eine Fernbeziehung - über 4000 km. Und das hat gut funktioniert!
Die ersten paar Wochen waren natürlich schrecklich. Wie ich geheult habe. Ich war so traurig und habe meinen Liebsten wahnsinnig vermisst. Aber es wird besser.
Wichtig ist, dass man sich ein Leben ohne ihn aufbaut. Freunde und Hobbys müssen deine Stütze sein, in der Zeit, in der er nicht da ist.

Wir haben täglich telefoniert, geskyped, uns Mails geschickt und uns angeklingelt, wenn wir aneinander gedacht haben. Das hat es nicht viel besser, aber erträglicher gemacht. :smile:
Und wie schön das war, als wir uns dann, nach Monaten, wieder gesehen haben. Ich war wie neu verliebt. Das ist das Schönste einer Fernbeziehung. Dein Partner wird nie selbstverständlich sein. Du schätzt den Alltag so sehr mit ihm.

Aber ihr werdet euch sicherlich viel öfter sehen als mein Freund und ich damals. Vielleicht sogar jedes WE?

Ihr schafft das. Da bin ich sicher. Was ist schon ein Jahr? :smile: Wenn man zurück blickt, sieht man, wie schnell die Zeit vergeht.

Vielleicht kannst du ihm beim Umzug ja helfen? Es wird dir sicherlich helfen, an seinem neuen Leben Teil zu haben und ihn zu unterstützen.

Denk an die Ferien, in denen ihr euch sehen werdet!
:smile:
Nicht nur ein paar Tage, sondern vielleicht sogar mehrere Wochen?
 

Benutzer99591 

Öfters im Forum
Ich musste meinen Freund auch nach Bayern entlassen. Das ist inzwischen 3 Jahre her. Wir sind immer noch glücklich auch wenn eine Fernbeziehung nicht immer einfach ist.
Und wie schön das war, als wir uns dann, nach Monaten, wieder gesehen haben. Ich war wie neu verliebt. Das ist das Schönste einer Fernbeziehung. Dein Partner wird nie selbstverständlich sein. Du schätzt den Alltag so sehr mit ihm.
Dem kann ich nur zustimmen. Man nutzt die gemeinsame Zeit viel intensiver. Das ist für mich sogar ein Vorteil der Fernbeziehung auch wenn ich ihn dadurch nicht weniger vermisse, wenn ich allein bin.

Für euch ist das Ende der Fernbeziehung auch abzusehen. Es gilt also nur diese paar Monate zu überstehen. Ich würde so einiges dafür geben, zu wissen wann es bei uns ein Ende hat. Du kannst die Monate, Wochen, Tage rückwärts zählen und auch wenn es sich erst viel an hört, wirst du rückblickend merken, dass die Zeit schnell vergangen ist.
 

Benutzer48617 

Meistens hier zu finden
Danke euch. Es ist momentan einfach so furchtbar schwer. Ich hatte schon mal eine Fernbeziehung und das war ziemlich ätzend. Aber mein Ex war auch nicht besonders geeignet für diese Beziehungsart, er hat sich nie gemeldet etc ... dadurch hab ich schlechte Erfahrungen gemacht.

Bei meinem Freund sind es jetzt etwa 400km. Jedes WE wird nicht drin sein, vielleicht alle zwei, drei Wochen. Immerhin. Unter der Woche ist man ja meist auch beschäftigt. Und in den Ferien werden wir uns wohl auch sehen. Aber trotzdem ... momentan ist es einfach noch so schwer, auch wenn ich weiß, dass es besser wird. Als hätten wir uns getrennt.
 

Benutzer105121 

Benutzer gesperrt
400km? das zählt ja nichtmal als Fernbeziehung ;-). Ganz ehrlich, dass bügelt man mit dem Auto in 4 Std runter, da kann man sich wenn gewollt locker jedes WE sehen.

Natürlich kann ich verstehen, dass die Situation erstmal etwas blöd ist, aber da gewöhnt ihr euch schnell dran :smile:. Und du hast ja die Aussicht darauf nachzukommen!
 

Benutzer89142 

Öfters im Forum
Guten morgen Angel,

ich wünsch dir/ euch viel kraft, stärke u liebe für die zeit der fernbeziehung. und dass ihr -auch wenn der gedanke an fernbeziehung jetz gerade schrecklich ist - auch ganz viele schöne momente habt u wertvolle schöne aspekte von fernbeziehung kennenlernt.

natürlich is das ganze jetz ne ganz schöne umstellung für euch beide. grad wenn das mit seinem neuen job in bayern recht plötzlich kam. man macht sich halt schon gedanken, wie das alles werden wird und wie man mit der sehnsucht klarkommt usw..das Leben im Ref is ja doch recht stressig u schreibtischintensiv an den woenden.. da kann man, auch wenn die entfernung nich die welt is,vielleich nich jedes woende fahren..
aber natürlich freust dich auch für deinen freund u seine berufliche weiterentwicklung. und wenn nach dem Ref ja die möglichkeit für dich besteht,ihm nachzuziehen, is das doch ne super perspektive u etwas, das euch hoffnung u kraft gibt für die kommende zeit.

ich habe ja während meines studiums ne fernbeziehung mit 260 km geführt. kenne den herzschmerz u die gedanken, die man da manchmal so im kopf hat. bei uns hat das mit dem sich-regelmäßig-sehen an jedem bzw. jedem zweiten woende ganz gut geklappt (natürlich gabs auch mal phasen, wo es aufgrund lernstreses nich klappte uman mal 3 wochen warten musste). anfang dieses jahres dann bin ich zum Ref zu ihm gezogen :smile:

liebe grüße,
lena
 

Benutzer19592 

Verbringt hier viel Zeit
Ich werde meine Freundin ab Oktober wahrscheinlich 5 monate nicht sehen können, weil ich sehr wahrscheinlich nach Australien gehen werde. Ich vermisse Sie jetzt schon und habe selbst irgendwie ein blödes Gefühl dabei.
Ich wäre schon froh, wenn es nur 400km wären:smile:
 

Benutzer89142 

Öfters im Forum
Ich werde meine Freundin ab Oktober wahrscheinlich 5 monate nicht sehen können, weil ich sehr wahrscheinlich nach Australien gehen werde. Ich vermisse Sie jetzt schon und habe selbst irgendwie ein blödes Gefühl dabei.
Ich wäre schon froh, wenn es nur 400km wären:smile:

Natürlich wird das auch nicht leicht für euch beide.. ganz klar.. grad wenn ihr euch nich besuchen könnt in dieser zeit..aber es sind "nur" 5 monate u dann habt ihr eure nahbeziehung wieder.
wobei ich schon finde aber, dass es n unterschied is, ob man einen auf zeit begrenzten auslandsaufentahlt hat.. oder ne fernbeziehung auflängere zeit.. auch wenn 400 km im vergleich zu deutschland -australien eher nach wenig klingt.. es is deswegen nich "einfacher".
 

Benutzer42813 

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400km? das zählt ja nichtmal als Fernbeziehung ;-). Ganz ehrlich, dass bügelt man mit dem Auto in 4 Std runter, da kann man sich wenn gewollt locker jedes WE sehen.

Aber nicht im Referendariat, wenn man regulär eine 60-Stundenwoche und fast jedes Wochenende für die nächste Woche super viel Zeugs runterarbeiten muss :frown:. Da kann man sich das kräftemäßig einfach nicht leisten :frown:.

Ganz tiefes Mitleid und Beileid!

Als wir letzten Winter ein halbes Jahr Fernbeziehung machen mussten, habe ich ihm jeden Abend eine Postkarte oder einen Brief geschrieben. Das hat ein bisschen geholfen. Und nicht zu viel telefonieren, man hat sich dann immer gar nicht sooooooo viel zu sagen...

Ach Mensch, du Arme! Und das auch noch mitten im Referendariat, dieser beschissensten Zeit im gesamten Leben!
 

Benutzer89142 

Öfters im Forum
@ Shiny: wahrscheinlich können Nicht-Lehramtler bzw. leute, die keine Referendare kennen, sich das gar nich vorstellen wie voll die tage und woenden sind..von wegen lehrer haben ja so viel freizeit usw.*g* - ich bin froh, dass meine fernbeziehungszeit zuende ist.. könnt mir das jetz imRef viel viel schwerer vorstellen mit dem hin- und herfahren.. im studium war das um einiges einfacher.
Aber Angel und ihr freund werden diese zeit bestimmt gut schaffen und rituale finden, die ihnen über die sehnsucht u zeit bis zum wiedersehen hinweghelfen.
 

Benutzer42813 

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Off-Topic:
Na ja, im Lehrberuf selbst geht es ja mit den Arbeitszeiten, vergleichbar mit anderen Berufen und viel Gleitzeit, finde ich, und die Gleitzeit mag ich wirklich. Ich komme im Schnitt auf ca. 42 Zeitstunden die Woche, manchmal nur 30, manchmal immer noch 60. Klar, jetzt vor den Zeugnissen ist viel (und heute ist der Feiertag damit gut gefüllt). Aber Refi war deutlich härter :zwinker:. Aber es wird besser.

Und ich habe jetzt bald mein erstes Jahr durch - danach wird es sogar noch besser. Vielleicht nicht von den Zeiten selbst (man hat ja auch Anspruch an sich selbst, und die ganzen Elterntelefonate bzw. Jugendamttelefonate, allgemeinen Konferenzen und Dienstbesprechungen, Heftkorrekturen, Konferenzen wegen Fehlverhalten von Schülern bleiben ja, genau wie ein gewisses Minimum an Zeit zur Unterrichts- und manchmal auch Fahrtenvorbereitung), aber von der psychischen Belastung her wird es besser.


Es ist aber wirklich gut, Angel, dass ihr vorher schon eine Beziehung hattet. Denn eine Fernbeziehung (die allerdings von Anfang an eine war) ist mir im Referendariat zerbrochen, weil ich "mich nicht genug um seine Sorgen kümmern konnte". Konnte ich aber einfach nicht, weil es nicht ging.

Eine Freundin hat mir gesagt: "Wenn ein Mann das Referendariat mit dir durchsteht und dich danach immer noch liebt, dann ist es der zum Heiraten". Wenn ihr beiden zusätzlich auch noch die Fernbeziehungszeit jetzt durchstehen werdet, dann gilt das sicher sogar doppelt!
 

Benutzer48617 

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Danke euch allen, vor allen denen, die gerade das mit dem Ref verstehen ... Ich weiß, die ersten Wochen werden furchtbar, danach spielt sich alles an. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Trotzdem ist es momentan einfach total viel auf einmal und so plötzlich ...

Aber mein Freund ist da auch ziemlich überfordert mir. Er hat mir versprochen, immer wieder zurück zu kommen, wenn möglich jedes WE, ansonsten aber sobald es geht.

Nochmal zu den "nur" 400km ... Es geht ja nicht nur um die Zeit, es geht ja auch ums Geld. Man muss es sich auch leisten können, jedes WE die Strecke zu fahren, ob mit Zug oder Auto ist egal. Letztendlich wird bei uns er fahren müssen, weil es für mich einfach zu teuer ist.
 

Benutzer42813 

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Ja, vor allem diese Plötzlichkeit ist grausam! In zwei bis drei Wochen habt ihr sicher einen ganz, ganz bösen Streit, weil sich dieser ganze angestaute Frust über irgendwelchen Kleinigkeiten Bahn brechen wird. Mach dich drauf gefasst, steh den Streit durch - und denk immer daran, dass all das Prüfungen sind, die euch gegenseitig beweisen werden, was ihr einander wert seid.

In den üblen Prüfungsvorbereitungen, die auf dich zukommen, wirst du manchmal sogar froh über die Fernbeziehung sein, ich sags dir :zwinker:. Denn so sehr du den Partner dann einerseits liebst und brauchst - die Gegenwart kann dann unerträglich werden, wenn er Aufmerksamkeit möchte und du sie ihm einfach nicht geben kannst, weil du während deiner Pausen nur youtube gucken kannst, um den Stress irgendwie in Grenzen zu halten... Dann wirst du eine Insel bei ihm haben, auf die du flüchten kannst und die dir in Gedanken während des Arbeitens Kraft gibt, aber niemanden, der dich vom Arbeiten ablenkt.

Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Nimm dir erst mal ein bisschen Zeit, um über diesen plötzlichen Schock zu weinen... Und das ist eine Gelegenheit, bei der sogar mal ausnahmsweise der Genuss eines alkoholischen Getränkes auch ganz alleine erlaubt ist, finde ich.
 

Benutzer18329 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo!

Bei mir gibts demnächst die gleiche Situation, nur dass sie wegzieht.
Sie hat ein gutes Angebot bekommen und nimmt das dann auch noch wahr.
Wir haben hier ne gemeinsame Wohnung usw. und auf einmal sollen wir "getrennt" sein. Ich habe das noch gar nicht realisiert und sie auch nicht.
Es sind 500km und leisten könnten wir es uns schon. Aber es bleibt dann schon viel Zeit und Geld auf der Strecke was wir bisher durch die gemeinsame Wohnung eingespart hatten.
Ich bin mal gespannt wie das dann so geht.

Wünsche euch auch viel Erfolg!

Liebe Grüße,
Maierkurt
 
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