Altersunterschied Eltern akzeptieren Beziehung nicht. Was tun?

H

Benutzer132552  (54)

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"Liebe Eltern, ich hab Euch unendlich lieb, aber wen ich liebe und mit wem ich mein Leben teilen will, ist ganz alleine meine Sache. Ich bin erwachsen und fähig meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Somit bitte ich Euch, mich und meine Entscheidung und meinen Partner zu akzeptieren. Ihr braucht ihn nicht zu lieben, aber einen respektvollen Umgang ist angemessen".
Das, und nichts anderes, wäre ein erwachsener Umgang mit der Situation. Einschließlich des Bewusstseins, dass ein Kontaktabbruch zu Deinen Eltern die Folge sein könnte. Zum wiederholten Mal: ich - und die meisten anderen hier auch - will Dir nicht die Beziehung ausreden, ich will Dir nur klar machen, dass sie schon sehr ungewöhnlich ist und ein erhebliches Problempotenzial mit sich bringt. Eines dieser Problempotenziale ist die Beziehung zu Deinen Eltern. So wie Du uns hier Deine Situation darstellt, seid Ihr Euch sehr, sehr ähnlich. Ich will. Basta. Du bist erwachsen, und willst eine erwachsene Beziehung zu einem deutlich älteren Mann mit einem Stall voll Kinder führen, er soll Vater zumindest Deines ersten Kindes werden. Deine Eltern akzeptieren das nicht. Ist so. Fertig. Zwei inkompatible Meinungen. Take it or leave it.
 
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S

Benutzer188714  (56)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich hatte den Beitrag nach „Mädel“ nicht mehr weitergelesen. Habe mich nicht angesprochen gefühlt.
Spannend ...... Du zitierst Beiträge, hast sie dann aber noch nicht einmal gelesen ....... WOW .... soviel zu einem "reifen" Umgang mit Input um Dich herum .....

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Deine Lebensdenke und Dein Verhalten scheinen identisch mit dem Deiner Eltern:
Schwarz-Weiß-Denken - Scheuklappendenken - ALLES ausblenden, was das eigene Weltbild in Frage stellen könnte - und eine "Don't take it, but don't leave it" Haltung, sprich sich NICHT damit arrangieren zu können, wenn Dein Schmalspurweg eben nicht funktioniert .... nur ist das leider einer der wichtigsten Schritte im erwachsen werden .....

Ihr könnt ja gerne selber zu meinen Eltern gehen und nachfragen. Vielleicht bekommt ihr bessere Antworten.
Diese Aussage passt zu einem pubertierenden Teenager aber nicht zu einer 26-jährigen Frau, aber bestätigt was ich oben sagte:
Wenn Dein Ansatz nicht funzt, dann gibt es keinen anderen und Du schiesst um Dich wie ein Temper tantrum werfendes Kleinkind ....

Und der beste Witz ist, wir haben Dir hier Alternativen aufgezeigt, aber die überliest Du ja geflissentlich oder liest sie erst gar nicht .... weil das an Dich ranzulassen, würde ja bedeuten, von Deinem Schmalspuransatz und den damit verbundenen Glaubenssätzen, die für Dein Selbstbewußtsein ENORM wichtig sind, vielleicht mal abrücken zu müssen ....
 
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Benutzer188714  (56)

Sorgt für Gesprächsstoff
"Liebe Eltern, ich hab Euch unendlich lieb, aber wen ich liebe und mit wem ich mein Leben teilen will, ist ganz alleine meine Sache. Ich bin erwachsen und fähig meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Somit bitte ich Euch, mich und meine Entscheidung und meinen Partner zu akzeptieren. Ihr braucht ihn nicht zu lieben, aber einen respektvollen Umgang ist angemessen".
Genau das hat sie seit einem Jahr angewandt und funktioniert ja nicht, da es auf die von Scheuklappen geschützen Ohren der Eltern trifft ... und da sie nicht bereit ist, ihr Vorgehen zu ändern, wird das nichts .....
Sie ist auf keinen einzigen Vorschlag eingegangen; das vermeintliche Thema Brief - hat sie selber in einem Folgestatement revidiert als "wird nichts bringen"

Die TS fährt hier Schlitten mit uns ..... sie will im Grunde genommen keine Alternativen oder Unterstützung, sondern sucht Bestätigung für
1. ihre Sichtweisen auf die Eltern, wo sie diese leider nicht in Frage stellt, sondern direkt aburteilt ...
2. dass sie alles richtig gemacht hat ... das braucht sie für ihr perfektionistisches Selbstbild
3. sie testet hier, ob die Empfehlung des Partners, die ihr Bild über den 100% perfekten Partner ein wenig wanken lässt, auch von anderen getragen wird
4. und letztendlich eine Art Sicherheit, mit den Eltern brechen zu dürfen (die Eltern, für die sie immer "gehorsamst" war), aber sie traut sich nicht, was total ok. ist, aber sie sich einfach nur mal zugestehen sollte - vor allem, nachdem ihr hier mehrere bereits signalisiert haben, dass das natürlich nicht einfach ist. Aber sie kann sich das nicht zugestehen, weil das ihr Bild vom perfekten "alles im Leben im Griff haben" komplett ins Wanken bringt.
 
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L

Benutzer163260 

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Off-Topic:
Deutliche Worte in allen Ehren, aber an der Stelle der TS würde ich den ein oder anderen tatsächlich auf die Ignore-Liste packen. Es ist zum Teil einfach nur unverschämt und fernab von kritisch, konstruktiv oder hilfreich.
 
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H

Benutzer132552  (54)

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Liebe TS,

ich habe Lust gehabt, mal ein Märchen zu schreiben, ein Märchen mit zwei Enden, eines glücklich, eines traurig. Es ist ein Märchen. Ich sage nicht, dass es zum traurigen Ende kommt, aber ich glaube, dass Deine Eltern und viele Mituser befürchten, dass es zum traurigen Ende kommen könnte. Ich sage nicht, dass Dein Freund der böse Fürst ist und ich unterstelle ihm keine unlauteren Absichten. Natürlich ist das alles total übertrieben, und die Wahrheit wird wahrscheinlich in der Mitte der beiden Versionen liegen. Aber vielleicht macht es ja Spaß zu lesen, und vielleicht öffnet es Dir die Augen, warum Du von Deinen Eltern und von einigen Mitusern so viel Gegenwind bekommst.

Es war einmal eine junge Maid. Sie kam aus gutem Hause und diente in gehobener Stellung am Hofe des Königs. Immer hatte sie sich bemüht, es ihren Eltern recht zu machen, und selbst wenn ihre Eltern von einer höheren Stellung für ihre Tochter geträumt hatten, waren alle glücklich und zufrieden.

Nun fehlte unserer Maid einen Jüngling, der ihr Leben begleitete. Der Schallmaispieler des Königs hatte herrlich lockiges Haar und spielte traumhaft. Leider stellte unsere Maid nach kurzer Zeit fest, dass er sich lieber mit seiner Schallmai unter den Baum setzte und sich von den Sonnenstrahlen in der Nase kitzeln ließ, anstatt sich regelmäßig einen Sack voll Dukaten zu erarbeiten. Also suchte sie weiter.

Der Schäfer des Königs hatte einen tollen, braun gebrannten Körper. Aber leider bekam er nur einen Hinterlauf eines Schafes als wöchentliches Deputat, anstatt sich regelmäßig einen Sack voll Dukaten zu erarbeiten. Also suchte sie weiter.

So ging die Zeit ins Land. Der Dichter dichtete zwar traumhaft, aber es warf nichts ab, der Träumer träumte in den Tag hinein, der Stallbursche roch, keiner der jungen Männer am Hofe konnte die Ansprüche unserer Maid erfüllen.

Eines Tages trat ein Fürst ins Leben unserer Maid. Er hatte sich einen kleinen Palast erbaut, seine Schatzkammer war wohl gefüllt. Auch wenn der Fürst schon einiges vom Leben gesehen und bereits zwei Frauen gefreit hatte, erlag er Hals über Kopf der Jugend und Schönheit unserer Maid. Sie führten ein schönes und unbeschwertes Leben, auch wenn die Eltern unserer Maid den Fürsten mit Argwohn betrachteten. Ihr Glück war vollkommen, als sich nach zwei Jahren Nachwuchs einstellte und auch die Eltern unserer Maid schließlich ihren Segen gaben. Frei aller Sorgen lebten sie ihr Leben, glücklich, gesegnet mit Dukaten, in ständiger Liebe. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Eines Tages trat ein Fürst ins Leben unserer Maid. Er hatte sich einen kleinen Palast erbaut, seine Schatzkammer war wohl gefüllt. Auch wenn der Fürst schon einiges vom Leben gesehen und bereits zwei Frauen gefreit hatte, erlag er Hals über Kopf der Jugend und Schönheit unserer Maid. Sie schmückte ihn gar ungemein und gab ihm seine Jugend zurück. Ja, die Maid sprach von weiteren Kindern, aber der Fürst war schon lange beim Bader gewesen und hatte den kleinen Schnitt machen lassen, der ihn sorglos machte. Mit den Dukatensäcken in seiner Schatzkammer und mit seinem Palast war es ihm ein Leichtes, die Maid zu bezirzen. Nur die lästigen Vorurteile der Eltern trübte seinen unbeschwerten Alltag. Schnell gelang es ihm, seiner Gespielin den Kontakt zu ihren Eltern auszureden. Und so lebten sie fröhlich weiter, bis eines Tages eine noch schönere Maid in sein Leben trat. Er verliebte sich aufs Neue und zog von dannen. Unsere Maid blieb allein zurück, mit gebrochenem Herzen.

Ich habe Dir und uns aber noch ein Märchen geschrieben, das Dir zeigen soll, dass auch abseits Deiner festgefahrenen Einstellung zu Geld und Erfolg ein glückliches Leben möglich ist. Wahrscheinlich lösche ich dieses Märchen irgendwann, der Protagonist möchte nicht erkannt werden, sollte es Parallelen zum Real Life geben.

Es war einmal ein hoch veranlagter Jüngling. Sie Schule fiel ihm leicht, seinen Eltern war er wohlgefällig. Sie legten viel Wert auf seine Leistung und waren stolz auf ihn. Ohne Arbeit investieren zu müssen erfreute er sie mit sehr guten Leistungen, was ihr gemeinsames Leben leicht machte, da sie befriedigende Leistungen nicht befriedigten. Ja, diesen Jüngling konnte man bei Freunden und Bekannten vorführen! Unser Jüngling hatte große Pläne, er sprach davon, Oberdruide am Rhein werden zu wollen. Also schrieb er sich am Tempel der Weisheit ein.

Nachdem der Mond zwölfmal voll und wieder leer geworden war, stellte unser Jüngling fest, dass es am Tempel der Weisheit ohne schnöde Arbeit nicht funktionierte, er aber für schnöde Arbeit nicht geboren war und er viel lieber mit anderen Jünglingen bei Schalmaienklängen und Met seine Zeit verbrachte. Gleichzeitig trat der böse Zauberer Prokrastinatus in sein Leben und verhexte ihn. Und so ließ er seine bisherigen Erfolge hinter sich, betrat den Tempel der Weisheit nur noch gelegentlich und ungern des Vormittags, und begann zu leben.

Achtmal wurden die Blätter grün und wieder braun, bevor der Jüngling zu der Erkenntnis kam, dass dieses Leben ihn nicht weiterbringen würde. Im neunten Jahr nahm er sich ein Herz, setzte sich zähnknrischend auf seinen Allerwertesten und wurde nach Abschluss dieses neunten Jahres zwar nicht unter Belobigung, aber immerhin mit einer Bescheinigung seines Wissens versehen, vom Tempel der Weisheit entlassen.

Aber, ach, allein eine Bescheinigung des Wissens genügt einem Druiden nicht, sein Leben zu fristen. Also entschied unser Jüngling, den Tempel der Weisheit weiter zu besuchen. Noch immer mochte er Met und Schalmaienklänge, noch immer war der böse Zauberer Prokrastinatus regelmäßiger Gast bei ihm. Aber unser Jüngling war erwachsen geworden und fand einen Weg, wie sich seine Vorlieben mit den Erfordernissen des Weisheittempels in Einklang bringen und der böse Zauber zur richtigen Zeit bannen ließen.

Nun wollte es das Schicksal, dass just zu dieser Zeit eine holde Maid in sein Leben trat. Sie diente in gehobener Stellung am Palast des Königs und wurde regelmäßig mit gut, wenn auch nicht prall gefüllten Dukatensäcken entlohnt. Lang musste unser Jüngling um die Maid werben, bis sie ihn endlich erhörte, und schnell mieteten sie eine gemeinsame Wohnstätte. Leider wurde der Jüngling am Tempel der Weisheit nur mit wenigen Dukaten entlohnt, musste er sich doch – wie alle anderen werdenden Druiden auch – seine Stellung teilen. Unsere Maid aber war ihm eine echte Partnerin. Regelmäßig steuerte sie ihre Dukaten zum gemeinsamen Leben bei, und wenn sie beide sich einmal einen bescheidenen Urlaub gönnen wollten, trug sie wie selbstverständlich den Hauptanteil. Nur ihre Eltern sahen die Beziehung anfangs mit Sorgen, unser Jüngling war ja schon nicht mehr richtig jung, und man las von so vielen Druiden, die Pferdeäpfel auflesen oder Stockbrot verkaufen mussten, anstatt ihrer Passion nachzugehen. Aber sie waren freundlich und langmütig, und alle führten eine gute Beziehung miteinander.

Nachdem die Blätter weitere viermal grün und braun geworden waren, nahm der nicht mehr ganz junge Jüngling endgültig Abschied vom Tempel der Weisheit, nun ausgestattet mit einer Urkunde voller Lob und Anerkennung. Aber ach, er stand in seinem 34. Jahr, so alte Druiden waren in den großen Städten am Rhein gar nicht gefragt! Also verdingte sich unser nicht mehr ganz junger Jüngling ein weiteres Jahr an einer tempelnahen Einrichtung, bevor er eine bescheidene Anstellung fand.

Die Sturm- und Drangjahre des nicht mehr ganz jungen Jünglings waren vorbei. Schnell erlangte er das Wohlgefallen seiner Brotgeber, und immer dann, wenn sich eine Chance zum Aufstieg ergab, griff er zu. Die Dukatensäcke wurden von Jahr zu Jahr praller, längst wurden aus bescheidenen Urlauben große Reisen in ferne Länder und Kontinente, zu denen er jetzt den Hauptteil beitragen konnte. Die Wohnstätte wurde größer und schöner, nie begaben sich beide in die Abhängigkeit eines Geldverleihers. Glücklich und zufrieden lebten nicht mehr junger Jüngling und Maid zusammen, genossen gemeinsam Schalmaienklänge und Met, und es war gut so. Und da sie nicht gestorben sind, sich ihre grundsätzliche Bescheidenheit bewahrt haben und von Gesundheit gesegnet sind, leben sie noch heute und hoffentlich lange in Glück und Zufriedenheit. Der große Zauberer Prokrastinatus ist immer noch regelmäßig zu Gast, zuletzt heute Morgen, als sich unser schwerlich noch jung zu nennender Jüngling märchenschreibend zum Horst gemacht hat, anstatt seiner Arbeit nachzugehen, wird aber immer wieder rechtzeitig gebannt und zieht erbittert seines Weges.
 
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Benutzer152906  (44)

Sehr bekannt hier
Deine Eltern haben Deinen Freund niemals getroffen richtig? Es war eine reine „ich habe einen neuen Freund“ … „wie alt ist er denn?“ „54“ „Schock / Abbruch“ Situation?

Und Du schreibst, Du hättest nicht gezielt nach einem deutlich älteren Partner gesucht. Vielleicht nicht gezielt, aber möglicherweise unbewusst.

Hast Du die Konventionen Deiner Eltern bislang schweigend ertragen, oder warst Du damit immer einverstanden? Denn wer weiß, ob Du da nicht im Unterbewusstsein nach einer Möglichkeit der größten Schmach für Deine Eltern gesucht hast. „Gefunden“ hast Du sie jedenfalls.
 
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Benutzer193109  (26)

Klickt sich gerne rein
Das würde ich bei der vergleichsweise hohen Anzahl an Beziehung dann doch hinterfragen. Warum ging es nie wesentlich über die Kennenlernphase hinaus?

- Hast du dich recht schnell auf eine "Beziehung" eingelassen, obwohl es eigentlich eher ergebnisoffenes Dating war? Wenn ja, ging der Wunsch nach dem Beziehungslabel von dir oder dem jeweiligen Mann aus?
Von ihm: Hast du jeweils hinterfragt, ob du das auch willst oder wolltest du ihn halt zufriedenstellen?
Von dir: Spricht für einen großen Wunsch nach Beziehung, Nähe, Bindung... Der angesichts der Realität (man kennt sich nicht so gut, hat die Passung nicht überprüft) vielleicht dann doch sehr voreilig ist.

- Wer hat das Verhältnis jeweils beendet? Du oder der Mann? Gibt es da in der Frequenz eine klare Tendenz?
Wenn du es warst, dann sortierst du vielleicht nicht gut genug vor, wen du so eng an dich heranlässt. Spricht auch wieder für einen sehr ausgeprägten Wunsch nach Nähe und den Versuch, sich an jemanden zu klammern.
Wenn es die Männer waren, dann war das sicher nicht gut für dein Selbstwertgefühl, denn Ablehnung tut immer auch weh.

Man sollte vielleicht dee Frage auf den Grund gehen, wie es zu dieser ungewöhnlichen Beziehungsbiographie kam. Das kannst du aber nur mit jemandem, der dafür qualifiziert ist.

Ich habe den Eindruck, dass die Beziehung zu deinen Eltern sehr problematisch ist. Ich sehe da Erwartungen, die du erfüllen musst, offen kommunizierte Enttäuschung, Strafe für Fehlverhalten. Deine Eltern nehmen dich nicht als Erwachsene ernst. Ob das ein ganz strukturelles Problem in eurer Beziehung ist oder ob das jetzt verstärkt in diesem einen Bereich auftritt, lässt sich von außen nicht sagen.

Ich gehe aber davon aus, dass die Beziehung prinzipiell auch von Elternliebe getragen wird, auch wenn deine Eltern hier eklatante Fehler machen. Und da würde ich ihre enorme Ablehnung zumindest mal schonungslos hinterfragen. Offensichtlich sind die beiden kommunikativ ziemlich schwach auf der Brust, aber ich würde schon in mich gehen und mich fragen, ob es da um mehr als Sturheit und ein dämliches Prestigegehabe nach außen geht. Ich denke, es ist mal mindestens noch Sorge im Spiel und da wüsste ich gern, worauf die sich genau bezieht. Wirklich NUR die knapp 30 Jahre Altersunterschied?

Es wirkt ein wenig so, als wärst du bei der Männerwahl wenig restriktiv, lässt dich auf vieles sehr schnell ein. Du sortierst kaum vor, ansonsten kannst du nicht 10 Beziehungen gehabt haben. Jedes Scheitern ist natürlich auch ne Enttäuschung. Und dann machst du mit 26 zum ersten Mal eine echte Beziehungserfahrung, erfährst zum ersten Mal, wie es ist, wenn einer bleibt, wenn sich mehr Nähe und Verbindlichkeit entwickelt hat. Das muss doch eine tiefe Sehnsucht in dir berühren und dich überglücklich machen. Glaubt man nach zehn Mehr-Monats-Beziehungen überhaupt noch daran, dass das klappt?

So, und jetzt ist für mich die Frage: Hast du denn bei diesem Partner strenger hingeschaut als bei den vorherigen? Hast du kritisch hinterfragt, was du willst und was nicht? Und hast du überhaupt ECHTE Ansprüche?

Offensichtlich willst du, dass der Mann bei dir bleibt und eine Zukunft mit dir gestaltet. Legitimer Wunsch, will jeder.

Abgesehen davon ist dir offenbar wichtig, dass er gewisse Unzulänglichkeiten, die du aus vorheriger Beziehungen kennst, eben NICHT mitbringt. Du hattest mal einen finanziell schwachen Partner, der in den Tag hineinlebte und seine Berufsausbildung nicht zielstrebig verfolgt hat. Willste nicht mehr, verständlich... Macht ja auch Angst, wenn der Partner da nicht in die Puschen kommt. Aber jetzt ist "er darf nicht weniger verdienen als ich" zu so einem grundlegenden Glaubenssatz geworden, dass Außenstehende völlig irritiert sind. Du reitest da übertrieben drauf rum, und das, obwohl du in einem Alter bist, in dem viele Menschen gerade den Berufseintritt vollziehen. Könntest du da keine paar Monate des Ungleichgewichts abfedern?

Ich finde, du fokussierst dich stark auf Nebensächlichkeiten und definierst vermeintliche NoGos. An anderer Stelle bist du dann aber sehr großzügig. 30 Jahre älter und 7 Kinder, da würden die allermeisten deutlich Nein sagen.
Man fragt sich aber, ob du überhaupt hinterfragst, was dir wirklich wichtig ist oder ob dieser Typ nicht einfach schon gewonnen hat, weil er dich nicht nur wollte, sondern im Anschluss auch geblieben ist. Mit ihm lebst du im Endeffekt deine erste Beziehung. Kann es nicht sein, dass du deshalb einiges glorifizierst und schönredest? Einfach, weil es ja auch tatsächlich in der Sache erst mal schön ist, ein "Wir" mit jemandem zu bilden, gewollt zu werden, Alltag zu verbringen, willkommen zu sein, ein Paar zu sein.

Spannend ...... Du zitierst Beiträge, hast sie dann aber noch nicht einmal gelesen ....... WOW .... soviel zu einem "reifen" Umgang mit Input um Dich herum .....

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Deine Lebensdenke und Dein Verhalten scheinen identisch mit dem Deiner Eltern:
Schwarz-Weiß-Denken - Scheuklappendenken - ALLES ausblenden, was das eigene Weltbild in Frage stellen könnte - und eine "Don't take it, but don't leave it" Haltung, sprich sich NICHT damit arrangieren zu können, wenn Dein Schmalspurweg eben nicht funktioniert .... nur ist das leider einer der wichtigsten Schritte im erwachsen werden .....


Diese Aussage passt zu einem pubertierenden Teenager aber nicht zu einer 26-jährigen Frau, aber bestätigt was ich oben sagte:
Wenn Dein Ansatz nicht funzt, dann gibt es keinen anderen und Du schiesst um Dich wie ein Temper tantrum werfendes Kleinkind ....

Und der beste Witz ist, wir haben Dir hier Alternativen aufgezeigt, aber die überliest Du ja geflissentlich oder liest sie erst gar nicht .... weil das an Dich ranzulassen, würde ja bedeuten, von Deinem Schmalspuransatz und den damit verbundenen Glaubenssätzen, die für Dein Selbstbewußtsein ENORM wichtig sind, vielleicht mal abrücken zu müssen ....

Deine Eltern haben Deinen Freund niemals getroffen richtig? Es war eine reine „ich habe einen neuen Freund“ … „wie alt ist er denn?“ „54“ „Schock / Abbruch“ Situation?

Und Du schreibst, Du hättest nicht gezielt nach einem deutlich älteren Partner gesucht. Vielleicht nicht gezielt, aber möglicherweise unbewusst.

Hast Du die Konventionen Deiner Eltern bislang schweigend ertragen, oder warst Du damit immer einverstanden? Denn wer weiß, ob Du da nicht im Unterbewusstsein nach einer Möglichkeit der größten Schmach für Deine Eltern gesucht hast. „Gefunden“ hast Du sie jedenfalls.
Ich fange keine Beziehungen direkt nach dem ersten Date an, wegen meinem Wünschen und Ansprüchen. Ich schaue da schon genau hin. Nur wenn einem dann das blaue vom Himmel versprochen wird, aber am Ende keine Taten folgen, dann scheitert es also meiner Meinung nach. Ich war vor ein paar Jahren auch noch großzügiger, weil och jünger war und die Männer dementsprechend auch. Ich weiß selber, dass ich ein schwieriger Mensch bin. Ich habe sehr hohe Ansprüche an mich selber und mein Leben, weil ich ganz genau weiß, was ich im Leben erreichen, erleben, machen, sehen will usw. Es gibt bei mir keine angezogene Handbremse, sondern nur 150%. Ich verstehe auch total, dass damit nicht jeder umgehen kann und vor allem der Partner nicht. Es gibt bei mir keine Tage an den man mal „nur chillt“. Das war meistens immer der Grund wieso Beziehungen gescheitert sind und ich habe es immer beendet.
Das passt jetzt allerdings bei meinem Freund und mir sehr gut. Er ist genauso. Arbeiten, Kinder, Freunde, Hobbys. Es ist bei ihm auch immer alles auf 150%. Ich habe bei ihm genauso gut hingeschaut wie bei allen anderen auch. Wir sind uns nur generell sehr ähnlich bei vielem und daher kann er wohl besser mit meiner Art umgehen.
Ich weiß auch, dass das ein bisschen der Art widerspricht wie ich bei meinen Eltern bin. Ich weiß eigentlich bei meinen Eltern auch sehr genau was ich will. Sie sollen es akzeptieren oder haben Pech. Das kann ich nur nicht durchziehen, weil es meine Eltern sind und nicht irgendwelche bekannten. Ich möchte meine Eltern weder verletzen, noch verlieren. Sie sind meine Eltern! Ich liebe sie, sie lieben mich. Sie haben immer alles für mich getan, wunderschöne Kindheit, mir vieles ermöglicht usw. Es ist nun mal schwierig gerade.

Ich habe nicht sämtliche Vorschläge ignoriert. Das mit dem Brief habe ich als gute Idee empfunden. Ich soll mir jemanden suchen der hilft. Ist auch eine gute Idee, aber ich kann mir niemanden aus den Rippen schneiden und 2 Stunden später hier eine Lösung berichten. Ich lese hier schon alles was geschrieben wird und überlege für mich was gut ist und wie und wann und wo. Die Überlegungen sind jedoch nicht innerhalb von ein paar Minuten abgeschlossen.

Mein Freund und meine Eltern haben sich mal kennengelernt, aber da war’s dann auch schon vorbei. Ich habe vorher nicht erwähnt, dass er deutlich älter ist und sie haben dann beim ersten Treffen gute Miene gemacht und mir dann alleine alles an den Kopf geworfen.
Ich hatte vorher nie so über das Thema extremer Altersunterschied mit ihnen gesprochen. Wieso auch?! Und mir war klar, dass sie sich nicht extrem freuen werden, aber ich habe nie damit gerechnet, dass daraus SO ein Thema wird.
 
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Spiralnudel

Benutzer83901  (37)

Planet-Liebe-Team
Moderator
sie haben dann beim ersten Treffen gute Miene gemacht und mir dann alleine alles an den Kopf geworfen.
Und mit welcher Rechtfertigung? Hat dein Freund keinen guten Eindruck gemacht?
 
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Zauberschnitte

Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
. Es gibt bei mir keine Tage an den man mal „nur chillt“. Das war meistens immer der Grund wieso Beziehungen gescheitert sind und ich habe es immer beendet.
Das passt jetzt allerdings bei meinem Freund und mir sehr gut. Er ist genauso. Arbeiten, Kinder, Freunde, Hobbys. Es ist bei ihm auch immer alles auf 150%.
Und wenn dir das so wichtig ist, ergibt deine Argumentation einfach überhaupt keinen Sinn.

Denn ein 30 Jahre älterer Mann kann dieses Level nicht aufrecht erhalten.

Er kann es jetzt noch.... Aber das nimmt ab wie bei jedem anderen Menschen auch.

Er ist kein Gott bei dem das alles nicht zutrifft!
Ich hatte vorher nie so über das Thema extremer Altersunterschied mit ihnen gesprochen. Wieso auch?! Und mir war klar, dass sie sich nicht extrem freuen werden, aber ich habe nie damit gerechnet, dass daraus SO ein Thema wird.
Wieso auch?

Also hast du bis jetzt immer noch nicht verstanden um was es geht.

Ein älterer Mann ist kein Tabu aber man muss das doch realistisch angehen!

Und das tust du nicht wenn du mit : wieso auch... Kommst.

........

Ich nehme jetzt einfach mal ein anderes Beispiel, weil du beim Thema älter einfach völlig blind bist.

Wenn du dich in einen Mann verliebt hättest, der zwar gleich alt und keine Kinder hat aber im Rollstuhl sitzt weil er querschnittsgelähmt ist....

Dann muss man mit dieser Besonderheit auch anders umgehen .

Beim Haus Bau muss man die Barriere Freiheit bedenken. Beim Autokauf den Umbau beachten. Gesundheitliche Aspekte haben einen höheren Stellenwert. Uvm.


Es geht überhaupt nicht darum das dieser Mann aufgrund seiner Behinderung tabu ist oder eine Beziehung keine Chance hat.

Aber man muss einfach mehr und andere Themen im Bewusstsein haben.


Und das ist bei dir einfach nur verdammt oberflächlich der Fall.
 
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Spiralnudel

Benutzer83901  (37)

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das gibt doch aber den Eltern kein Recht, der Tochter hinterher eine Szene zu machen? :what:

Mein Mann hatte Kinder und regelmäßige Familiendates mit seinen Eltern, der Ex, ihren Eltern, und das war definitiv sehr befremdlich für meine Eltern, aber mein Mann war beim Kennenlernen nett und offen und meine Eltern mochten ihn als Person – und das ist doch eigentlich das Wichtigste?
 
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S

Benutzer152906  (44)

Sehr bekannt hier
sie haben dann beim ersten Treffen gute Miene gemacht und mir dann alleine alles an den Kopf geworfen.

Kannst Du Dich noch daran erinnern, was dieses „alles“ war?

Und was diese 150% betrifft… sagt Dir „Burn-Out“ etwas? Denkst Du nicht, das es besser wäre, die Dinge ab und an mal etwas gechillter anzugehen? Schon alleine im Hinblick auf die eigene (nicht nur aber auch geistige) Gesundheit?
 
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Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
Das gibt doch aber den Eltern kein Recht, der Tochter hinterher eine Szene zu machen? :what:

Wenn man einen Partner hat der etwas besonderes hat wie z.b. 30 Jahre älter oder Rollstuhl oder er stottert oder hat Tourette oder ist extrem groß/klein (such dir was aus).

Dann finde ich es mehr als angebracht, diese Info vorab zu kommunizieren und die Eltern nicht ins kalte Wasser zu werfen.
 
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Spiralnudel

Benutzer83901  (37)

Planet-Liebe-Team
Moderator
Dann finde ich es mehr als angebracht, diese Info vorab zu kommunizieren und die Eltern nicht ins kalte Wasser zu werfen.
Ich sehe das anders. Ich habe eine Körperbehinderung und erzähle das Leuten gern selbst. Hätte mein Mann also seiner Familie davon erzählt, wäre ich nicht begeistert gewesen (er hat es seiner Ex erzählt und das hat mich ziemlich erzürnt).
 
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Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
Ich sehe das anders. Ich habe eine Körperbehinderung und erzähle das Leuten gern selbst. Hätte mein Mann also seiner Familie davon erzählt, wäre ich nicht begeistert gewesen (er hat es seiner Ex erzählt und das hat mich ziemlich erzürnt).
Kannst du dir vorstellen das es zwei paar Schuhe sind, wie du es selbst siehst und wie andere das Empfinden wenn die damit konfrontiert sind?

Ich als Mutter würde von meinem Kind erwarten das ich vorgewarnt werde.

Aber ich kann verstehen das du es für dich anders siehst.
 
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Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
Mit einer Vorwarnung kann man nämlich auch ganz gut unangenehme Situationen vermeiden.

Ich weiß noch das mein Kind mal einen Freund mitbrachte der etwas "besonderes" war.

Ich war als erste Reaktion völlig irritiert und auch etwas úberfordert. Hätte er mich vorgewarnt, wäre dieser Erstkontakt völlig anders gelaufen. Und angenehmer für alle
 
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S

Benutzer152906  (44)

Sehr bekannt hier
Hätte mein Mann also seiner Familie davon erzählt, wäre ich nicht begeistert gewesen (er hat es seiner Ex erzählt und das hat mich ziemlich erzürnt).

Es den Eltern zu erzählen, um sie vorzubereiten oder der Ex ist aber auch ein Mega-Unterschied. Die Ex geht das absolut nichts an.

Aber das ist langsam etwas sehr Offtopic.
 
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Spiralnudel

Benutzer83901  (37)

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es erschließt sich mir trotzdem nicht, warum man das Alter im Sinne einer Vorwarnung mitteilen müsste, damit stigmatisiert man doch automatisch den Altersunterschied.

Nicht gerade tolerant.

Und eine Behinderung mit höherem Alter gleichzusetzen und als theoretisches Argument anzuführen, jemandem, der aber praktische (!) Erfahrung mit just diesem Aspekt hat, dessen Argumente absprechen zu wollen, ist mit Verlaub ziemlich unlogisch. 🧐
 
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Zauberschnitte

Benutzer189381 

Verbringt hier viel Zeit
.

Und eine Behinderung mit höherem Alter gleichzusetzen und als theoretisches Argument anzuführen, jemandem, der aber praktische (!) Erfahrung mit just diesem Aspekt hat, dessen Argumente absprechen zu wollen, ist mit Verlaub ziemlich unlogisch. 🧐
Ansichtssache.

Ich sehe eine Behinderung nicht als zweite Klasse an sondern nur als Besonderheit. Und das Alter an sich ist auch nicht die Besonderheit, gibt viele alte Menschen.

Aber in Verbindung zu einer Beziehung zu einer 26 jährigen ist es halt wieder was anderes und besonderes.

Off-Topic:
Und nur mal nebenbei wollen wir jetzt nen "Schwanzvergleich" machen wessen Schwerbehindertenausweis die größerer Zahl oder Merkzeichen hat?
Ich vermute da gewinne ich :smile:
 
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S

Benutzer152906  (44)

Sehr bekannt hier
Nicht gerade tolerant.

Toleranz? Wenn ich wüßte, das meine Eltern ein Problem mit "schwulsein" hätten, würde ich sie doch wohl vorwarnen, bevor ich meinen Freund mit nach Hause bringe, oder?

Toleranz ist doch keine Einbahnstrasse. Und auch wenn es natürlich nicht tolerant wäre, wenn meine Eltern "so drauf wären", gehört es zur Toleranz eben auch dazu, die Meinung der Eltern zu respektieren und sie nicht ins offene Messer laufen zu lassen.
 
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Spiralnudel

Benutzer83901  (37)

Planet-Liebe-Team
Moderator
Aber warum muss ein höheres Alter überhaupt problematisch sein?

Die Ex meines Mannes hat meinen Mann auch nicht gefragt, was er davon hält, dass sie einen älteren Mann datet, der locker der Opa der Jungs sein könnte.

Nein, also dieses ganze Theater ums Alter erschließt sich mir nicht. Die TS ist doch kein minderjähriges Schulmädchen. 🤔

Und nach Behinderten werden nun Homosexuelle als Vergleich herangezogen. Wird irgendwie immer absurder.
 
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