Eine Art geistige Behinderung?

Benutzer109876 

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Bitte lacht nicht, aber je öfter ich mich selbst reflektiere, desto mehr festigt sich bei mir der Verdacht, dass ich grenzdebil bin.
Ich weiß nicht, wie es in meinem Leben weitergehen soll, denn ich scheine wirklich für fast alles zu doof zu sein.

Irgendwie war ich schon als Kind anders als andere. Wenn ich mit meiner Mutter oder Oma an der Hand in der Stadt war, fiel ich regelmäßig hin. Kaum konnte ich Fahrrad fahren, da fiel ich auch schon auf den Mund und schlug mir die Frontzähne aus. Mehrere Stürze folgten, bei denen ich mir teilweise böse Wunden zuzog.
Mir fiel in der Schule (ich war in einer Gesamtschule) fast alles schwer. So war ich mit die schlechteste Schülerin in unserer Klasse. Gut war ich nur in Deutsch und Englisch. Mit am schlimmsten war Sport. Ich konnte so viel trainieren wie ich wollte, bekam aber nie eine Urkunde. Nur superschlechte Noten.
Ich könnte auch heute niemals Badminton spielen.
Wenn ich diesen Federball hochwerfe und mit dem Schläger dagegen schlagen will, treffe ich den Federball nicht!
Schrecklich waren auch Mathe und Naturwissenschaften, da ich überhaupt nicht logisch denken kann.

Ich war auch immer sehr verträumt und hatte enorme Probleme mich längere Zeit zu konzentrieren. Oft fing ich auch meine Hausaufgaben an, und mir fiel dann ein, dass ich doch zuerst noch in einem spannenden Buch weiterlesen könnte.
Ich fiel auch ständig durch meine extreme Langsamkeit auf.
Meine Freundinnen nannten mich "Schnecke" und lachten über mich, während meine Mutter mich böse als "Lahmarsch" betitelte.

Trotzdem wollte ich als junges Mädchen viel ausprobieren. Nahm Ballettunterricht, den ich aber nach zwei erfolglosen Jahren wieder abbrach.
Machte mit einer Freundin einen Tanzkurs, der aber ein voller Misserfolg war, da ich kein Gehör für den Takt habe.
Ich ging reiten, nahm nur einmal an einem Turnier teil und belegte den letzten Platz. Da versuchte ich es noch mit Humor zu sehen, dass ich als Trostpreis einen Hufkratzer gewann.
Ich versuchte mich auch mit Geige und Orgel spielen. Da ich aber so unmusikalisch bin, beendete ich beides nach relativ kurzer Zeit.
Wollte auch Handarbeiten zu meinem Hobby machen. Häkelte mir eine Decke fürs Bett, die total schief wurde.

Meinen Schulabschluss beendete ich mit einer guten Drei, machte eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Da wurde mir schon recht bald bewusst, wie schwer mir das fiel. Denn vor allem die Arbeit mit dem Computer war und ist nicht mein Ding. Auch stand mir meine langsame Auffassungsgabe ständig im Weg.
Ich quälte mich mehr schlecht als recht durch die ersten Berufsjahre. Zwischendurch warf ich auch mal das Handtuch und arbeitete eine gewisse Zeit in einem Möbelgeschäft, wo ich saubermachte und im Verkauf mithalf.
Dann arbeitete ich auch mal an einer Tankstelle, wo man mich aber rauswarf, weil ich ein paar Fehler an der Kasse gemacht hatte.
Anschließend arbeitete ich als Küchenhilfe, war aber zu langsam, so dass die Kollegen einen Rappel bekamen.
Später ging ich auch mal putzen und wurde bei einer Stelle hochkant rausgeschmissen, weil das "alles Käse" war.
Ich versuchte es auch mal in einem Call-Center, wo ich aber nach ein paar Tagen das Weite suchen musste, weil ich den Leuten am Telefon nichts andrehen konnte. Ich bin halt kein Verkaufstyp.
Danach ging ich wieder ins Büro, hielt es aber nicht lange aus.
Ich habe jetzt das Praktikum innerhalb meiner Fortbildung geschmissen, weil ich gemobbt wurde.

Auch im normalen Alltag fällt mir immer wieder auf, dass ich nicht so clever bin wie viele andere.
Das fällt mir schon bei Kleinigkeiten auf.
Ich habe bis heute nicht rausgefunden, wie man einen Flug über das Internet bucht.
Ein Bekannter zeigte mir, wie ich Lieder auf meinen MP3 Player laden kann. Ich habe mir alles säuberlich aufgeschrieben, komme aber immer noch nicht damit zurecht. Angeblich sollen das ja schon 10-jährige hinbekommen.
Vor ein paar Tagen kaufte ich mir einen neuen Bezug fürs Bügelbrett mit einer Schnur und einem Clip. Ich fand nicht heraus, wie man den Bezug drüber bekommen sollte und wollte ihn schon umtauschen. Ich habe ihn dann mit zur Fortbildung genommen, wo man mir zeigte, wie es funktioniert.

Immer habe ich das Gefühl daß man mir alles dreimal erklären muss, wo bei anderen ein einziges Mal reicht.
Im Haushalt bin ich auch nicht super. Ich kann bis heute kaum etwas kochen, mir fällt es schwer eine Bluse zu bügeln und Fensterputzen ist auch ein Problem.
Ich habe auch keinen Orientierungssinn. Einmal bin ich von einem Restaurant in meinem Wohnort eine kleine Abweichung vom üblichen Weg gefahren und stand plötzlich am Ortseingang einer anderen Stadt.
Auch vor einem Vorstellungsgespräch passierte mir mal was peinliches. Ich fuhr in die entgegengesetzte Richtung über die Autobahn als ich eigentlich gemusst hätte. Bemerkte erst sehr spät den Irrtum. Wie peinlich! Ich musste den Personalchef anrufen und sagen, dass ich mich verfahren habe!

Kann man etwas machen um im Leben besser klar zu kommen?
Es ist furchtbar immer auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein!

Vor allem muss es doch eine Ursache für so viele NICHT-Fähigkeiten geben.
Habe schon mal mit meiner Psychologin über die Möglichkeit von ADS gesprochen, aber sie ist gar nicht darauf eingegangen.

LG,
Nadeschda
 

Benutzer42813 

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"Grenzdebil" ist ein Wort, das heute nicht mehr verwendet wird - heute wird von Lernbehinderung oder geistiger Behinderung gesprochen. Es beschreibt heute das, was früher eben mit "debil'" oder "Grenze zur Debilität" bzw. "grenzdebil" beschrieben wurde.

Und wenn du so was hättest - dann hättest du auf der Gesamtschule niemals eine Drei in Deutsch oder gar in Englisch geschafft. Ich arbeite mit Schülern in diesem Bereich - tolle Kids, alle, wirklich. Viele von denen können auch wunderbar MP3s konvertieren - was ich übrigens immer noch nicht kann. Aber sie schaffen es nicht mal, zwei einfache Hauptsätze nacheinander ohne Rechtschreibfehler zu schreiben. Sich selbst und die eigenen Gedanken so ausdrücken wie du es hier im Forum tust wäre für sie völlig unmöglich.

Diese Diagnose wäre für dich also nicht zutreffend. Es wäre auch nicht schlimm, wenn es zutreffend wäre - meine Kids sind alle tolle junge Menschen und werden ihren Weg irgendwie gehen. Aber sie passt einfach nicht auf dich. Deine Grundintelligenz im abstrakten Bereich scheint also absolut normal zu sein.

Fenster putzen kann ich selbst immer noch nicht, Ordnung halten auch nicht, und jeder Sport mit einem Ball ist für mich (wegen einer Augenfehlstellung) eine totale und grausame Katastrophe.

"Grenzdebil" bist du also nicht, sondern normal intelligent.

***

Was mir bei der Beschreibung anderer Dinge aus deinem Leben auffiel: Könnte es sein, dass du ADS in einer recht ausgeprägten Form hast? Im Sinne von üblen Konzentrationsschwierigkeiten?

Hast du dich bei einem Psychologen mal deswegen durchchecken lassen?

Außerdem habe ich den Eindruck, dass du eben große Schwierigkeiten im sozialen und emotionalen Bereich hast. Dass du die Emotionen anderer Menschen nur sehr schwer einordnen und wahrnehmen kannst. So etwas kann psychische Ursachen haben, aber auch eine leichtere Form von Autismus sein...

Es liegt mir völlig fern, hier mit Ferndiagnosen um mich schmeißen zu wollen! Ich habe diese beiden Dinge, Möglichkeit für ADS und Möglichkeit für leichte Form von Autismus, einfach mal genannt, damit du siehst, wie komplex eine solche Diagnose sein könnte... Da muss ein Psychologe ran, um das genauer zu bestimmen!

Wäre es denn eine Möglichkeit für dich, mal zu einem guten (!) Psychologen zu gehen und den zu bitten, dass er dich mal checkt in Bezug auf diese Dinge oder dich dafür an einen Experten überweist?
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
:zwinker: Bis auf dei Auffasungsgabe kann ich fast alles unterschreiben.
Ich bin im Volksmunde ein Trottel.

Zumindest war ich das immer, bis mir diagnostiziert wurde, dass ich nicht 3D sehe :zwinker:
Grade bei Sport und Körperkoordination macht das wohl einen Riesenunterschied, ob man einfach dappig ist oder es schlicht nicht sieht.
Auch wenns albern klingt, aber guck doch mal ob ihr ne Nachhilfeschule in der Stadt habt und schreib mal dahin, ob sich jemand bereit erklären würde, dich zu untersuchen, speziell auf Lernschwächen Sachen hin, die als Kind nie diagnostiziert wurden.
Ich bin ein musikalisches Antitalent, eine mathematische Wurzelsau (mein mein Lehrer so schön sagte, auf schlau heißt das Dyskalkulie) hab null Rhythmusgefühl, verirr mich in meinem Treppenhaus und fall dauernd über meine eigenen Füße.
Laut meiner Diagnose :zwinker: hängt das alles zusammen - mit den Augen, dem Sichtfeld und der Verknüpfung beider Hirnhälften untereinander.

Mir hat die Dame damals total viele "Tricks" bewusst gemacht, die ich etabliert hab, damit mein Defizit im Alltag nicht auffällt. Tut es auch nicht. Für die meisten bin ich einfach etwas schusseliger als andere :zwinker:

Mein großes Glück ist dass ich eben eine schnelle Auffassungsgabe, ein ziemlich gutes fotographisches Gedächtnis und Talent für Sprachen habe - das hat Schulschwächen in Mathe und Pyhsik bis zu nem einser Abi ausgeglichen. Hätte ich das nicht, wäre meine Schwäche sicherlich viel mehr aufgefallen.
 

Benutzer98230 

Öfters im Forum
Hey! Ich höre heute zum ersten Mal so etwas und ich kann verstehen, dass dich das total nervt. Um dich ein wenig aufzubauen: Mir ist aufgefallen, dass du einen schön klaren Schreibstil hast und keinen einzigen Rechtschreibfehler produziert hast! :smile:

Offensichtlich hast du nicht nur Schwächen, sondern auch Stärken, zum Beispiel Sprache(n). Du wirkst sehr reflektiert, das ist auch nicht jeder.
Schonmal daran gedacht, eine Übersetzerkarriere anzufangen? Ich mein, wenn dir Englisch ebenso leicht fällt, wäre das doch die Gelegenheit, die Stärken optimal zu nutzen. Auch denke ich, dass da noch mehr in dir steckt als Koordinationsschwierigkeiten.

Dass die erste gehäkelte Decke schief wird, sollte doch 'normal' sein; wer schafft das schon auf Anhieb alles gleichmäßig hinzubekommen?

Was macht dir denn am meisten Spaß? Was sind so deine Hobbies? Da werden ja auch locker weitere deiner Stärken verborgen sein. :zwinker:
Niemand ist überall gut. Die Nerds, die im Kopf locker irgendwelche wilden Gleichungen lösen, sind im Kontakt mit Dritten meist hoffnungslos aufgeschmissen.
Ich bin ja der Meinung, dass alles ein Gegengewicht besitzt, nur meist nicht offensichtlich.
 

Benutzer109876 

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Dankeschön für Eure Antworten.

Es heißt ja immer so schön, man soll sich seine Stärken vor Augen führen und seine Schwächen akzeptieren. Es ist halt nur schwer, wenn die Schwächen so zahlreich und so ausgeprägt sind.

Ich glaube, Sprachen sind meine einzigen Stärke.
Ich kann mich gut ausdrücken und habe keine Probleme mit Rechtschreibung und Grammatik. Trotzdem hatte ich in Deutsch und Englisch auch nur durchschnittliche Noten, weil es mir schwer fiel Texte zu interpretieren. Mir graute immer vor der Frage, was die Intention des Dichters/Autors sei. Ich lag mit meiner Interpretation regelmäßig völlig daneben!
Trotzdem denke ich, dass ein Job als Übersetzerin sicher machbar gewesen wäre. Ich glaube allerdings, für den Beruf einer Diplomübersetzerin benötigt man ein Studium, was ich mir wiederum nicht zutrauen würde.
Schade, denn ich weiß so langsam nicht mehr, was ich sonst beruflich machen könnte.
Ich würde gern in die Altenbetreuung gehen, z.B. als Betreuungsassistentin für Demenzkranke arbeiten. Habe mal zwei Tage zur Probe in einem Altenheim gerarbeitet, aber man war der Ansicht, ich sei zu sensibel für diese Tätigkeit.

Ich kann übrigens auch nicht 3D sehen. Das wurde damals bei einer arbeitsmedizinischen Untersuchung festgestellt.
Mein Vater hat mir mal für einen Film eine 3D-Brille besorgt. Ich sah nur einen grauen Schleier!
Für mich stellt auch ein großes Problem dar, dass ich einfach nicht einschätzen kann, ob es Menschen mit mir ehrlich meinen oder nicht. Ich bin oft auf Leute reingefallen, die mir böses oder mich ausnutzen wollten. Habe hingegen zu spät erkannt, wenn es jemand mit mir gut meinte und habe solche Personen vergrault.
Eine Bekannte sagte mal zu mir, ich könne im Grunde froh sein meine Eltern zu haben. Ich wäre sonst schon längst unter die Räder gekommen. Dabei wissen meine Eltern nicht sehr viel über mein Leben.

Es ist so oft so, dass andere mich als befremdlich wahrnehmen und sich lustig machen.
Ich erinnere mich an bestimmte Situationen, wo ich wirklich an eine Behinderung gedacht habe.
Eine Bekannte konnte es einmal kaum fassen, wie dämlich es aussieht, wenn ich die Reifen meines Fahrrads aufpumpe.
In einer Reha mokierte sich meine Tischnachbarin darüber, wie ich mein Brot schmierte.
In der Tagesklinik sollten wir Traumfänger basteln. Ich hatte es nach mehrmaligen Vorführen der Ergotherapeutin nicht raus, wie ich die Nadel führen musste. Ich ging als einzige ohne Traumfänger nach Hause.
Das sind alles nur banale Beispiele, aber Beispiele dafür, dass ich anscheinend überhaupt kein Geschick habe!

Vielleicht sollte ich wirklich versuchen, eine andere Psychologin zu finden, die sich mit meiner Problematik auseinandersetzen wird.
Es kann so nicht weitergehen, denn logischerweise verzweifele ich immer mehr desto öfter ich scheitere.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich glaube, Sprachen sind meine einzigen Stärke.
Ich kann mich gut ausdrücken und habe keine Probleme mit Rechtschreibung und Grammatik. Trotzdem hatte ich in Deutsch und Englisch auch nur durchschnittliche Noten, weil es mir schwer fiel Texte zu interpretieren. Mir graute immer vor der Frage, was die Intention des Dichters/Autors sei. Ich lag mit meiner Interpretation regelmäßig völlig daneben!
Trotzdem denke ich, dass ein Job als Übersetzerin sicher machbar gewesen wäre. Ich glaube allerdings, für den Beruf einer Diplomübersetzerin benötigt man ein Studium, was ich mir wiederum nicht zutrauen würde.
Sprachen sind auch meine einzige Stärke und auch das einzige, was mich in der Schule je interessiert hat.
Warum hast du denn in dem Bereich keine Ausbildung gemacht? Es muss ja nicht gleich eine Diplomübersetzerin sein. Es gibt auch "niedere" Berufe mit Sprachen.
Ach ja, Texte interpretieren konnte und wollte ich vor allem auch nie. :grin:
Ich bin auch keine Diplomübersetzerin geworden, sondern "nur" Fremdsprachensekretärin. Für mein Sprachtalent bekomme ich von allen Seiten Komplimente und Bewunderung, nur Arbeitgeber lässt sich keiner finden, der dieses Talent schätzt. Also die Erfüllung ist es für mich auch nicht, aber was nützt es?

Schade, denn ich weiß so langsam nicht mehr, was ich sonst beruflich machen könnte.
Ich würde gern in die Altenbetreuung gehen, z.B. als Betreuungsassistentin für Demenzkranke arbeiten. Habe mal zwei Tage zur Probe in einem Altenheim gerarbeitet, aber man war der Ansicht, ich sei zu sensibel für diese Tätigkeit.
Und ich glaube, diese Einschätzung ist völlig richtig.
So ein Job verlangt einem viel ab und man muss auch eine gewisse Abgebrühtheit mitbringen, sonst geht man schnell kaputt.
Ich kann übrigens auch nicht 3D sehen. Das wurde damals bei einer arbeitsmedizinischen Untersuchung festgestellt.
Mein Vater hat mir mal für einen Film eine 3D-Brille besorgt. Ich sah nur einen grauen Schleier!
Für mich stellt auch ein großes Problem dar, dass ich einfach nicht einschätzen kann, ob es Menschen mit mir ehrlich meinen oder nicht. Ich bin oft auf Leute reingefallen, die mir böses oder mich ausnutzen wollten. Habe hingegen zu spät erkannt, wenn es jemand mit mir gut meinte und habe solche Personen vergrault.
Aber das hat doch nichts mit dreidimensionalem Sehen zu tun? :hmm:


Vielleicht sollte ich wirklich versuchen, eine andere Psychologin zu finden, die sich mit meiner Problematik auseinandersetzen wird.
Es kann so nicht weitergehen, denn logischerweise verzweifele ich immer mehr desto öfter ich scheitere.
Das hättest du längst machen sollen und es wurde dir hier ja auch schon mehrfach geraten.
Grade auch um die GEschichte mit deinem Kind und der Zwangsadoptioin zu verarbeiten. Was ist daraus denn eigentlich geworden? Möchtest du nichts unternehmen, um evtl. Kontakt zum Kind herzustellen bzw. die Adoptiveltern ausfindig zu machen?
 

Benutzer42813 

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Off-Topic:
Zumindest war ich das immer, bis mir diagnostiziert wurde, dass ich nicht 3D sehe :zwinker:
Grade bei Sport und Körperkoordination macht das wohl einen Riesenunterschied, ob man einfach dappig ist oder es schlicht nicht sieht., verirr mich in meinem Treppenhaus und fall dauernd über meine eigenen Füße.
Laut meiner Diagnose :zwinker: hängt das alles zusammen - mit den Augen, dem Sichtfeld und der Verknüpfung beider Hirnhälften untereinander.

Ja, das hab ich auch alles und es hängt auch alles mit diesem nicht-3D-gucken zusammen :smile:. Hat mir meine Mutter auch mal so erklärt. Ein normaler Hausarzt oder Augenarzt weiß so was nämlich gar nicht und erklärt es auch nicht. Und wenn ich keine Brillenträgerin wäre, wäre das bei mir nie diagnostiziert worden :rolleyes:.
 

Benutzer109876 

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@ krava

Es gibt also wirklich jemanden, der auch nur diese sprachlichen Fähigkeiten hat so wie ich? :smile:
Aber Du bist zumindest in anderen Bereichen sicherlich nicht so eine Niete wie ich, oder?
Also ich meine, dass es Dir so an hausfraulichen Qualitäten mangelt, dass Du zu doof bist für die Bedienung eines PCs, dass Du so wenig Menschenkenntnisse hast, dass Du so langsam bist?
Immerhin hast Du doch einen Job, den Du bewältigen kannst?
Ich habe es nirgendwo geschafft und quäle mich jetzt schon neun Jahre seit Beendigung meiner Ausbildung durchs Berufsleben.
Einige Arbeitgeber haben mir ja zu verstehen gegeben, dass ich es besser lassen solle. Vielleicht besser Hausfrau werden solle.
Wie denn als alleinstehende Frau? :rolleyes:
Es ist alles sehr schwer.
Ja, der neue Versuch einer Therapie wäre sicher sinnvoll.
Es stimmt, allein schon um die Freigabe meiner Tochter zur Adoption zu verarbeiten.
Nein, ich habe bisher nichts unternommen, sie und ihre Adoptivfamilie ausfindig zu machen. Ich habe große Angst davor, dass es mir zu weh tun könnte mitzuerleben, dass ICH niemals mit ihr zusammenleben werde und sie stattdessen bei Fremden groß wird.
Auch wenn sie es noch so gut haben sollte.
Vielleicht kannst Du das verstehen.
 

Benutzer102666 

Öfters im Forum
Ich möchte mich noch zum Sport-Aspekt äußern. Ich finde, Sport ist eine sehr große Bereichung für jeden und stärkt nicht den Körper und macht gesund, sondern ist auch gut für die Psyche. Vielleicht hast du dir bisher die "falschen" Sportarten ausgesucht. Ich denke, du brauchst nichts Hektisches oder Leistungsorientiertes, sondern irgendetwas, was dir Spass macht, nach deinem Tempo geht und dich auch von den Sorgen ablenkt. Wie wäre es denn mit Pilates oder Yoga?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
@ krava

Es gibt also wirklich jemanden, der auch nur diese sprachlichen Fähigkeiten hat so wie ich? :smile:
Aber Du bist zumindest in anderen Bereichen sicherlich nicht so eine Niete wie ich, oder?
Also ich meine, dass es Dir so an hausfraulichen Qualitäten mangelt, dass Du zu doof bist für die Bedienung eines PCs, dass Du so wenig Menschenkenntnisse hast, dass Du so langsam bist?
Immerhin hast Du doch einen Job, den Du bewältigen kannst?
Ja momentan hab ich einen Job, aber der ist auch nur befristet und frag nicht wie lang mein Weg war beruflich und wie viele Niederlagen ich einstecken musste. :frown: Mir hat nie ein Arbeitgeber direkt gesagt, dass ich zu blöd bin für den Job. Das nicht. Bei mir wars eher umgekehrt. Ich war oft zu gut und zu schnell. Und das ist auch nicht gerne gesehen, v.a. bei Kollegen, die dann Angst kriegen, wenn die Neue sich so super einarbeitet. Und dann wird man schnell rausgemobbt.
Auch keine tolle Erfahrung, aber was solls?

Eine gute Hausfrau bin ich definitiv nicht! :grin: Ich kriegs einfach nicht hin, obwohl ich mir immer wieder vornehme, mehr zu machen, aber irgendwie gelingt es mir nicht. Aber ich gräme mich deswegen auch nicht groß.

Im Hinblick auf Menschen bin ich auch schon mehr als einmal auf die Nase gefallen. Diese Erfahrung bleibt wohl niemandem erspart.


Ja, der neue Versuch einer Therapie wäre sicher sinnvoll.
Es stimmt, allein schon um die Freigabe meiner Tochter zur Adoption zu verarbeiten.
Nein, ich habe bisher nichts unternommen, sie und ihre Adoptivfamilie ausfindig zu machen. Ich habe große Angst davor, dass es mir zu weh tun könnte mitzuerleben, dass ICH niemals mit ihr zusammenleben werde und sie stattdessen bei Fremden groß wird.
Auch wenn sie es noch so gut haben sollte.
Vielleicht kannst Du das verstehen.
Im Ansatz kann ich es verstehen. Du musst selbst abwägen, was dich mehr quält: Gar nichts von ihr zu wissen oder zu sehen, dass es ihr gut geht, Kontakt zu haben usw. Sie hat eine Mutter, das ändert aber nichts daran, dass du ihre biologische Mutter bist. Und deine Tochter dürfte jetzt ja schon ca. 10 Jahre alt sein. Da kann sie auch schon verstehen, was adoptiert bedeutet. Vielleicht ist es auch besser, mit einem "Outing" noch ein paar Jahre zu warten... Ich kann das nicht beurteilen.
Aber es ist ja nicht so selten, dass ein adoptiertes Kind auch Kontakt zur leiblichen Mutter hat. Und viele Adoptiveltern haben da auch nichts dagegen. Warum auch?
Auf jeden Fall musst du das alles mal aufarbeiten und dir darüber klar werden, was auf dein jetziges Leben Auswirkungen hat. Ich denke nämlich, du schätzt da vieles falsch ein und schiebst viele Probleme, die du derzeit hast auf irgendwas in der Vergangenheit. Dabei hängt das gar nicht unbedingt zusammen.
Du bräuchtest wohl mal eine Art Coach in deinem Leben, der dich einfach mal an die Hand nimmt und dir sagt "Du bist was wert".
Also zögere bitte nicht länger und wende dich an einen Psychologen!!
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:


Ja, das hab ich auch alles und es hängt auch alles mit diesem nicht-3D-gucken zusammen :smile:. Hat mir meine Mutter auch mal so erklärt. Ein normaler Hausarzt oder Augenarzt weiß so was nämlich gar nicht und erklärt es auch nicht. Und wenn ich keine Brillenträgerin wäre, wäre das bei mir nie diagnostiziert worden :rolleyes:.

Off-Topic:
Jap, hat die, die die Tests mit mir gemacht hat auch gesagt. Wenn nicht eine Verkettung lustiger Umstände dazu geführt hätte, dass die Dame sich von sich aus für mich interessiert hätte und ich mich überreden ließ zu ihren Tests, wüsst ich bis heute nicht, dass ich nicht einfach ...dappig bin. Ist nur immer schwierig auf die Frage "Hä? Und siehst du mich dann flach?" zu antworten :rolleyes:
 

Benutzer109876 

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Teilweise habt Ihr ja auch mit den Problemen zu kämpfen, mit denen ich mich herumschlage.
Dass ich so ungeschickt bin, könnte natürlich mit dem Defizit zusammenhängen, nicht dreidimensional sehen zu können.
Habe außerdem noch eine nicht therapierbare Netzhauterkrankung, die mit Gesichtsfeldausfällen einhergeht.
Allerdings liegen meine Hauptprobleme ja in meiner extrem verlangsamten Motorik, meiner langsame Auffassungsgabe, der mangelhaften Konzentrationsfähigkeit, der kaum vorhandenen Fähigkeit meine Mitmenschen einzuschätzen und deren Körpersprache zu deuten und meiner großen Naivität.
Ich bin auffgrunddessen schon so oft im Leben in Schwierigkeiten geraten, dass ich dadurch eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung entwickelt habe. Auch wenn ich hier manchmal etwas sorg-und arglos wirke.
Die meisten Menschen kommen mit meiner Art nicht klar und ziehen sich nach einiger Zeit von mir zurück.
Jeder wirft mir vor, warum ich nicht in der Lage bin etwas aus meinem Leben zu machen, kritisiert mich wegen meiner negativen Lebenseinstellung und meiner extrem ausgeprägten Unbedarftheit.
Ich hoffe sehr, dass es für mich noch einen Weg gibt.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Nimms mir nicht übel, aber zuallererst musst du mal von deiner Jammerschiene runterkommen.
Klar magst du viele Gründe zum Jammern haben, aber was genau ändert das Gejammer?

Du musst endlich handeln!
Sei ehrlich, einen Psychologen hättest du dir schon vor Jahren suchen können. Du hast schon ewig gewartet, das immer wieder vor dir hergeschoben und du tust es noch.
Oder hast du schon mal in die gelben Seiten geschaut, wo in deiner Nähe vielleicht eine Praxis ist? Welcher vielleicht auch auf Persönlichkeitstraining spezialisiert ist? Und komm jetzt bitte nicht mit dem ARgument, dass heute Samstag ist und die Praxen geschlossen haben.

Ich sags ehrlich: Menschen, die durchwegs alles negativ sehen und den ganzen Tag nur jammern, die kann ich auch nicht ausstehen.
Jeder, ausnahmslos jeder hätte irgendeinen Grund, um tagaus tagein zu jammern. Aber die meisten können es sich ganz einfach nicht leisten, weil sie Arbeit haben, Familie, Angehörige zur Pflege, Kinder oder oder oder.
Und wer noch jammert, der lebt auch noch. Um den muss man sich also keine großen Sorgen machen...

Ändern kannst nur du etwas!
Und Hilfsmöglichkeiten gibt es, also nutz sie einfach.

Alles Gute!
 

Benutzer109876 

Benutzer gesperrt
@ krava

Du hast gut reden.
Du kennst es ja nicht, regelmäßig zu scheitern, denn Du schreibst, Du warst im Job oft zu gut und zu schnell.

Ich wurde meistens mit Schimpf und Schande gefeuert!
Das hat mich schon über die Jahre hinweg entmutigt und zermürbt.
Ok, ich habe Probleme mir neue Dinge anzueignen, sie zu verstehen.
Aber das ist noch kein Grund eine Person mit diesen Problemen fertig zu machen.
Und an meiner Auffassungsgabe würde ja auch ein Persönlichkeitstraining nichts ändern.
Ich könnte lernen selbstsicherer aufzutreten, aber fixer im Denken werde ich dadurch ja nicht.

Ich habe mein Praktikum geschmissen, weil eine Mitarbeiterin mich übelst gemobbt hat.
Als ich der Mitarbeiterin in der Fortbildung von den Vofällen berichtete, wollte sie mir ein Praktikum in einer Behindertenwerkstatt aufbrummen. Ihrer Meinung nach sei das genau das richtige für mich!
Ich bin auch zum Vorstellungsgespräch dorthin gegangen, nur um meinen guten Willen zu zeigen.
Ich wurde in der Behindertenwerkstatt herum geführt und war geschockt. Es herrschte dort so eine beklemmende Atmosphäre und - sorry, wenn ich das jetzt so schreiben muss - , man sah einigen Leuten wirklich an, dass sie einen an der Waffel haben.
Ein Praktikum dort hätte mich ja noch mehr in meinem Selbstwertgefühl runtergezogen! Zm Glück konnte ich die Sache noch abwenden.

Ich wollte damit nur sagen, wie man mich einschätzt.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Schon mal deine Fähigkeit zur Selbstreflektion und deine Fähigkeit, das alles so verständlich und strukturiert aufschreiben zu können, zeigt doch ziemlich deutlich, dass du gar nicht so blöd sein kannst, wie du es hier darstellst... :zwinker:

Ansonsten habe ich den Eindruck, dass du schusselig bist (was wohl mit deiner fehlenden Fähigkeit zum dreidimensionalen Sehen zusammenhängt) und etwas länger brauchst, um dir irgendwelche Dinge anzueignen.
Dazu scheinst du dir aber auch nichts zuzutrauen und beim ersten Misserfolg gleich aufzugeben, was natürlich eine ziemlich unpraktische Kombination ist...
Die erste gehäkelte Decke ist schief? - Das ist für einen Anfänger doch ganz normal. Dann fängt man eben mit der zweiten Decke an, wenn einem das Häkeln einigermaßen Spaß macht... und die wird dann schon gerader sein als die Erste. Und nach der dritten (endlich geraden) Häkeldecke kann man sich dann irgendwelchen schwierigeren Dingen widmen, die auch wieder erst beim 2. oder 3. Versuch funktionieren.
Und wenn man beim ersten Reitturnier (oder sonstigem sportlichen Wettkampf) auf dem letzten oder einem der letzten Plätze landet, ist das doch auch völlig normal. Wenn man Spaß am Sport hat, macht man weiter und verbessert sich langsam aber sicher.
Als ich mit meinem Sport im Alter von ca. 9 Jahren angefangen habe, war ich auch ziemlich schlecht und habe mir meine Fortschritte auch ziemlich hart erarbeiten müssen. Bei den ersten Wettkämpfen auf ziemlich niedrigem Niveau war ich dann natürlich auch auf den hinteren Plätzen. Aber mit der Zeit habe ich mich verbessert, weil ich Spaß am Sport hatte und weiter trainiert habe... bis ich irgendwann bei Wettkämpfen im Mittelfeld gelandet bin und später auch den einen oder anderen Podestplatz erreicht habe und mich damit für die nächst höheren Wettkämpfe qualifiziert habe.
Das alles hat viele Jahre gedauert. Aber ich habe mich nicht abschrecken lassen, als ich bei meinen ersten Wettkämpfen schlecht abgeschnitten habe.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
@ krava

Du hast gut reden.
Du kennst es ja nicht, regelmäßig zu scheitern, denn Du schreibst, Du warst im Job oft zu gut und zu schnell.
Was unterm Strich aber trotzdem heißt, dass man scheitert und gekündigt wird bzw. dass der Vertrag nicht verlängert wird.
Und glaub mir, das nagt auch an einem. Auch wenn man nicht deshalb gescheitert ist, weil man zu schlecht war.


Und an meiner Auffassungsgabe würde ja auch ein Persönlichkeitstraining nichts ändern.
Ich könnte lernen selbstsicherer aufzutreten, aber fixer im Denken werde ich dadurch ja nicht.
Aber du kannst lernen, deine Schwächen eben nicht so sehr nach außen zu tragen, sondern dich auf deine STärken zu konzentrieren und DAS auszustrahlen. Und nicht immer nur "Ich bin ein armes, dummes Mädchen, das nichts auf die Reihe kriegt". Diese Ausstrahlung kommt natürlich nirgends gut an. Und v.a. macht sie dich angreifbar.
Als ich der Mitarbeiterin in der Fortbildung von den Vofällen berichtete, wollte sie mir ein Praktikum in einer Behindertenwerkstatt aufbrummen. Ihrer Meinung nach sei das genau das richtige für mich!
Ich bin auch zum Vorstellungsgespräch dorthin gegangen, nur um meinen guten Willen zu zeigen.
Ich wurde in der Behindertenwerkstatt herum geführt und war geschockt. Es herrschte dort so eine beklemmende Atmosphäre und - sorry, wenn ich das jetzt so schreiben muss - , man sah einigen Leuten wirklich an, dass sie einen an der Waffel haben.
Was in einer Behindertenwerkstatt doch bitte kein Wunder ist... :confused: Natürlich haben da Leute "einen an der Waffel". Sonst würden sie da ja nicht arbeiten.
Warum hat dich das so überrascht?
 

Benutzer109876 

Benutzer gesperrt
Was unterm Strich aber trotzdem heißt, dass man scheitert und gekündigt wird bzw. dass der Vertrag nicht verlängert wird.
Und glaub mir, das nagt auch an einem. Auch wenn man nicht deshalb gescheitert ist, weil man zu schlecht war.



Aber du kannst lernen, deine Schwächen eben nicht so sehr nach außen zu tragen, sondern dich auf deine STärken zu konzentrieren und DAS auszustrahlen. Und nicht immer nur "Ich bin ein armes, dummes Mädchen, das nichts auf die Reihe kriegt". Diese Ausstrahlung kommt natürlich nirgends gut an. Und v.a. macht sie dich angreifbar.
Was in einer Behindertenwerkstatt doch bitte kein Wunder ist... :confused: Natürlich haben da Leute "einen an der Waffel". Sonst würden sie da ja nicht arbeiten.
Warum hat dich das so überrascht?



Ich gebe Dir in dem Punkt recht, dass mich ein Persönlichtkeitstraining dahin bringen könnte, meine Stärken mehr wahrzunehmen und das auszustrahlen.
Damit wäre sicher schon einiges gewonnen. Zumindest, dass andere mich nicht ständig wie eine minderbemittelte behandeln.

Ja, mit der Behindertenwerkstatt das hat mich wirklich geschockt.
Ich dachte, wenn mich doch die Mitarbeiterin der Fortbildung für ein Praktikum dorthin schickt, kann es nicht so schlimm sein.
Doch sie glaubte ja, dass ich unter diesen Leuten genau richtig sei.
Also schätzt sie mich wohl so ein, dass auch ich "einen an der Waffel" habe.
Das macht mich jetzt noch fertig, obwohl mein Vorstellunggsgespräch dort schon über drei Wochen her ist.
Es nagt ganz gewaltig an mir, dass sie so ein Urteil über mich gefällt hat.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ja, mit der Behindertenwerkstatt das hat mich wirklich geschockt.
Ich dachte, wenn mich doch die Mitarbeiterin der Fortbildung für ein Praktikum dorthin schickt, kann es nicht so schlimm sein.
Doch sie glaubte ja, dass ich unter diesen Leuten genau richtig sei.
Also schätzt sie mich wohl so ein, dass auch ich "einen an der Waffel" habe.
Das macht mich jetzt noch fertig, obwohl mein Vorstellunggsgespräch dort schon über drei Wochen her ist.
Es nagt ganz gewaltig an mir, dass sie so ein Urteil über mich gefällt hat.

Wenn man dir empfiehlt, mit Behinderten zu arbeiten, dann heißt das doch nicht, dass du auch behindert bist. :ratlos:
Oder sind Krankenschwestern auch krank und Pfleger auch pflegebedürftig?
Vielleicht wollte man dir auch sagen, dass du eben im sozialen Bereich arbeiten solltest, wo es aber eben nicht ganz so schlimm zugeht wie zum Beispiel mit Demenzkranken oder Schwerkranken. Deshalb die Empfehlung für die Behindertenwerkstatt.
 

Benutzer42813 

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Ja, das interessiert mich jetzt auch noch mal... Solltest du dort als Betreuerin arbeiten - oder als Mitglied in der Werkstatt?

Denn die Werkstattplätze sind normalerweise heiß begehrt - und ich kann mir kaum vorstellen, dass sie die an eine Frau mit deiner Fähigkeit, sich schriftlich auszudrücken, geben würden. Dafür bist du überqualifiziert und würdest den anderen die Plätze wegnehmen. Aber für eine Tätigkeit bei der Betreuung der Behinderten? Das ist durchaus anspruchsvoll.
 

Benutzer109876 

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Ja, das interessiert mich jetzt auch noch mal... Solltest du dort als Betreuerin arbeiten - oder als Mitglied in der Werkstatt?

Denn die Werkstattplätze sind normalerweise heiß begehrt - und ich kann mir kaum vorstellen, dass sie die an eine Frau mit deiner Fähigkeit, sich schriftlich auszudrücken, geben würden. Dafür bist du überqualifiziert und würdest den anderen die Plätze wegnehmen. Aber für eine Tätigkeit bei der Betreuung der Behinderten? Das ist durchaus anspruchsvoll.


Leider sollte ich dort als Mitglied in der Werkstatt arbeiten, und das hat mich ja so runtergezogen.
Dass die Mitarbeiterin der Fortbildung mich so eingeschätzt hat, dass die Behindertenwerkstatt meinem geistigen Niveau entsprechen würde!
Ich sagte ihr nach dem Vorstellungsgespräch, dass es so schlimm um mich nicht bestellt sei und dass ich dafür doch wohl überqualifiziert sei. Ihre Antwort war, sie sei da anderer Meinung. :rolleyes:
Aber zum Glück konnte ich es ja noch abwenden!
 
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