Eigentlich hat er es ja nicht verdient, aber....

Benutzer121182  (36)

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Hallo liebe Community!

Meinen letzten Thread hatte ich im November erstellt, indem ich darüber schrieb, daß mich mein Partner ganz plötzlich verlassen hatte, weil er sich in eine Andere verliebt hatte. Mittlerweile ist er mit dieser Frau zusammen. Vielleicht erinnert sich noch jemand daran.

Ich hatte 3 Tage nach der Trennung einen Schwangerschaftstest gemacht und meine Frauenärztin bestätigte mir einen Tag später, daß ich tatsächlich schwanger bin. Wir hatten uns immer Kinder gewünscht und diese Schwangerschaft war auch geplant, weswegen auch die Trennung so unerwartet kam.

Nun ist es so, daß ich mittlerweile in der 34. Woche bin und mich riesig auf meine Tochter freue. Mein Ex hat sich die ganze Zeit nicht wirklich interessiert, weder für mich noch für unsere Tochter.
Ziemlich am Anfang der Schwangerschaft habe ich ihn mal gefragt, ob er denn bei der Geburt dabei sein möchte. Damals wollte er das erst noch, entschied sich aber ein paar Wochen später doch dagegen.

Letzte Woche hat er sich bei mir gemeldet und fragte mich, ob er doch dabei sein darf. Er muss nicht direkt zuschauen, wäre aber gerne da, wenn das Kind dann da ist. Ich weiß wirklich nicht so recht, was ich davon halten soll. Natürlich habe ich mir schon meine Mutter organisiert, die dann hoffentlich dabei sein kann. Er erwartet außerdem, daß er erst informiert wird, wenn die Wehen so kurz aufeinander folgen, daß es nicht mehr lange dauert. Ich finde das doch eher etwas respektlos mir gegenüber. Oder sehe ich das falsch?

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich mich da entscheiden soll, denn verdient hätte er es nicht. Nur habe ich Angst, daß mir meine Tochter das irgendwann vorhalten könnte.
 
G

Benutzer

Gast
Ich hab mit meinem 20-jährigen Schädel vielleicht nicht die größte Ahnung, um da einen guten Rat zu geben, aber ich würde ihm schon die Gelegenheit geben, bei seiner "ersten Geburt" dabei zu sein...
 

Benutzer143177 

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Deine Tochter? Also ich weiß nichtmal, wer bei meiner Geburt anwesend war, ich bezweifle, dass das Kind einem wegen der Geburt irgendwelche Vorwürfe macht.

Ich denke, du solltest für die Geburt deinen Ärger vergessen und ihn seine Tochter sehen lassen. Solange es für dich nicht total unangenehm ist! Aber so ein Moment ist für einen frischen Vater glaube ich schon besonders, wenn er sein Kind das erste mal sehen kann, wenn es grade geboren wurde und das sollte man ihm nicht vorenthalten, egal was er für ein Depp war.

Dass er erst kurz vorher informiert werden will ist schon irgendwie logisch, ihr seid nicht zusammen und er will dann vielleicht nicht Händchen halten oder Stunden neben deinem Bett bzw auf dem Gang sitzen. So eine Geburt kann sich ja recht lange hinziehen und letztlich hätte keiner von euch was davon, wenn er da ewig rumhockt und wartet.
Für dich ist es doch auch angenehmer, wenn er nicht da ist und dir nicht bei deinen Wehen etc zusieht?
Wann ihr ihn letztendlich informiert ist ja auch eure Sache, er weiß ja nicht, wie es grade um deine Wehen steht und wie lange es noch dauert und ich bezweifle, dass er sich danach beschwert, dass er eine halbe Stunde zu lange gewartet hat, nach einer Geburt und wenn man dann ein kleines Töchterchen hat, denkt man glaub ich an andere Dinge und hat anderes im Kopf als Groll zu hegen. :zwinker:
 

Benutzer121182  (36)

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Naja, so leicht sollte man das dann nicht nehmen. Er hat mich troz geplanter Schwangerschaft sitzen lassen, weil er mit einer Anderen zusammen sein möchte. Es hat recht wenig mit Groll zu tun, wenn man so verletzt wurde, würde ich denken. Ich habe eher den Eindruck, er möchte nur für sein Ego dabei sein, um sagen zu können, daß er ja da war. Für ihn ist unsere Tochter auch immer nur "das Kind". Er sieht sie ja nichtmal als Person an.
Die ganze Schwangerschaft hat er sich nicht interessiert. Und wenn die Wehen dann kurz aufeinander folgen, werde ich auch nicht in Lage sein zu telefonieren oder ihm eine Nachricht zu schreiben.
 

Benutzer143177 

Sehr bekannt hier
Es geht mir auch nicht darum, alles zu vergeben und zu vergessen, sondern nur um diesen einen speziellen Tag. Ich verstehe ja, dass er jetzt nicht unbedingt jemand ist, den du gerne um dich haben möchtest. Aber es ist eben auch sein Kind und auch für ihn ein besonderer Tag. Inwieweit ihn das natürlich tatsächlich interessiert, kann ich nicht beurteilen. Aber am Anfang wollte er doch auch nicht mit und wem sollte er denn auf die Nase binden, dass er da war? Ich wüsste nicht, wo ihm das von Vorteil sein könnte.
Du musst auch nicht selbst anrufen, im Allgemeinen kann das auch eine Schwester machen.
Das ist nur mein Eindruck, ich kenne ihn nicht und weiß nicht, wie ernst er das meint, aber für die meisten Väter ist die Geburt und das erste mal das Kind sehen schon etwas besonderes und nichts, wo man halt mal dabei ist, um sein Gewissen zu beruhigen und das einem eigentlich sonstwo vorbei geht.
Habt ihr euch denn schon besprochen, wie es nach der Geburt ist? Wenn er generell gar kein Interesse daran hat, eure Tochter zu sehen, dann macht es natürlich wenig Sinn, dass er ausgerechnet bei der Geburt dabei sein will, da wäre es ihm ja nur recht, wenn du ihm "absagst". Aber wie gesagt, ich kann das schlecht beurteilen und kenne auch sonst keinen Mann, den die Geburt kalt gelassen hat und den das nicht gekümmert hat. Auch wenn es sicher solche gibt. Nur bin ich eben von der Version ausgegangen und dann finde ich es schon hart, dem Vater zu verbieten, sein Kind gleich zu sehen. Das kommt dann eher so rüber, als wolltest du ihn bestrafen wollen, aber dafür finde ich eine Geburt eben nicht den richtigen Zeitpunkt. Aber letztendlich musst du dich in der Situation gut fühlen.
 

Benutzer34914 

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Ganz ehrlich ich an deiner Stelle würde ihn nicht dabei haben wollen. Er ist zwar der biologischer Erzeuger deiner Tochter, aber nach deinen Schilderungen ist er kein Vater. Wenn ihn seine Tochter interessiert hätte, dann hätte er wohl sich öfters mal erkundigt und diese Aktion "Erst ja, dann nein und jetzt kurz vor Geburt wieder Ja", disquailifiziert ihn erst recht. Besonders mit weiteren Bedingungen, dass Du dich erst melden sollst, wenn die Geburt so weit fortgeschritten ist, dass er kaum warten muss. Wieso sollte so eine Person, die nicht mit Dir die gesamte Geburt (mit Höhen und Tiefen) durchgestanden hat, das Recht erhalten nur das Positive zu erleben, nur weil er der biologische Erzeuger, meiner Ansicht nach nein.

Und dein Kind wird es Dir auch nicht übel nehmen oder Dir später böse sein, ist doch egal wer bei der Geburt anwesend war. Gibt viele die wissen nicht mal wer bei ihrer eigenen Geburt vor Ort war.

Zudem macht es ja auch nicht den Eindruck, dass er sich mit seiner "Tochter" nach der Geburt weiterhin befassen möchte.
 

Benutzer85989 

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Ich habe mir nochmal deinen alten Thread durchgelesen und es tut mir Leid, dass du leider mit dem Kindsvater solche Erfahrungen machen musstest und umso mehr bewundere ich dich für deine Stärke, die du für deine (noch) ungeborene Tochter aufbringst.

Ich finde, du solltest dich rein auf dein Gefühl verlassen und danach entscheiden, wer für dich eine größere Stütze wäre.
Deine Mutter wäre für dich da und kann dich seelisch unterstützen, dein Händchen halten (wenn du willst) und dich wegen der Vertrautheit auch besser für dich da sein. Dieses Vertrauen wirst du bei deinem Ex wohl nicht mehr haben und für den Fall, dass du wegen den Schmerzen Trost suchst, kannst du dich wohl auch nicht darauf verlassen, dass er dir Trost spenden wird.
Außerdem hat er sich während der gesamten Schwangerschaft sich weder für dich, noch für euer Kind interessiert und scheint erst jetzt seine Meinung geändert zu haben.

Wäre es nicht besser, wenn er dich erst besuchen kommt, wenn eure Tochter auf der Welt ist? Das wäre wohl vielleicht für dich und ihn auch stressfreier.
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Dann lass ihn doch von jemandem, der dich begleitet (z.B. deiner Mutter) unmittelbar nach der Geburt informieren, sodass er seine Tochter kurz sehen kann; ich kann mir nämlich wahrlich Schöneres vorstellen, als in den letzten Zügen der Geburt dann noch den Ex reinplatzen zu lassen.
In meinen Augen brauchst du dich aber nicht mal dafür zu rechtfertigen, wenn du auch das nicht möchtest. Wie trombone trombone schon schrieb, deine Tochter wird dir das vermutlich nicht vorwerfen, sie wird sich später nicht an diesen Tag erinnern können. Du aber schon, du hast an diesem Tag die größten Strapazen durchzustehen und dann ist es auch ganz allein deine Entscheidung, wer dabei sein darf.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es ist seine Tochter. Er hat in meinen Augen ein Recht auf sie. Bei der Geburt selbst würde ich ihn an deiner Stelle vermutlich zum Teufel jagen, aber hinterher sollte er sie schon sehen können, und die ersten ganz besonderen Momente genießen dürfen.

Aber: Wenn er dem Kind ein Vater sein will, sollte er auch jetzt schon deutlich mehr Interesse zeigen. Seine Ignoranz spricht tausend Worte. Ich finde, da kannst du durchaus mehr von ihm verlangen. Wenn er von der Geburt erfahren will, sollte er auch vorher auf dem Laufenden bleiben wollen.
 

Benutzer143177 

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F FräuleinPalm Aber dass er bei der Geburt dabei ist, steht doch eh nicht zur Debatte? Er will nicht zuschauen, da gehts auch nicht um seelische Stütze oder Händchenhalten, er will das Kind sehen, nachdem es geboren ist. Klar kann er das auch nen Tag später, aber frisch geboren ist halt doch was andres.

Deshalb find ichs auch blödsinnig, dass er ewig draußen warten soll. Und Höhen und Tiefen der Geburt - die wollen sie doch beide nicht zusammen durchmachen, also ich bezweifle, dass sie ihn dabei haben wollte und er will es auch nicht. Da gibt es nichts gemeinsam durchzustehen, die Begründung finde ich irgendwie blödsinnig, dass er sich deshalb disqualifiziert...
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Direkt bei der Geburt würde ich ihn an deiner Stelle nicht in meiner nähe haben wollen, ebenso würde ich die ersten Minuten mit dem Kind definitiv nicht mit ihm teilen wollen. Glaube nicht, dass das dann wirklich so harmonisch ablaufen würde, wie dann, wenn nur Menschen dabei sind, denen du voll vertraust.

Vielleicht wäre es ein Kompromiss, ihn im Krankenhaus warten zu lassen, und ihn erst an euer Kind zu lassen, nachdem du die ersten Minuten wirklich genießen konntest.
Aber auch nur, wenn dich das während der Geburt nicht zu sehr zusätzlich stresst.

Wenn deine Tochter jemals fragen sollte, erkläre ihr, dass ihr zu dem Zeitpunkt kein Paar mehr wart. Wenn sie älter ist, erkläre ihr vielleicht auch, warum genau ("er hat sich einen Dreck interessiert für dich und mich, als ich mit dir schwanger war" versteht sie dann sicherlich auch eher).
 

Benutzer76250 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wenn Du den Eindruck hast, dass er sich für sein eigen Fleisch und Blut nicht interessiert, und wenn es Anlass geben sollte zu glauben, dass er seinen Vaterpflichten nicht nachkommen wird (und damit meine ich nicht mal nur das Finanzielle), dann lass ihn nicht dabei sein.
 

Benutzer85989 

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trombone trombone
Ich habe mir gerade nochmal die Beiträge von der TE durchgelesen und ja, es kann sein, dass ich (und andere User) wohl vielleicht etwas falsch verstanden haben, weil die TE sich auch nicht konkret ausgedrückt hat. Sie schrieb davon, dass er nicht direkt zuschauen möchte, aber möchte informiert werden, wenn die Wehen stärker sind.

Ich glaube, nachdem was alles passiert ist, ist es schon schwer in der Situation der TE, allen Ärger zu vergessen. Es ist schon ein ziemlich hartes Stück, wenn man geplant schwanger wird, der Freund einen für eine andere verlässt und sich zunächst im Laufe der Monate sich nicht für das ungeborene Kind interessiert.
Für den Fall, dass er wirklich Einsicht zeigt und dich Interesse für sein Kind entwickelt hat, das kann ihm natürlich hoch anrechnen, aber es ist für die TE auch nicht einfach, alles zu vergessen.

Wichtiger ist es doch erstmal, dass es ihr in der restlichen Schwangerschaft gut geht und sie sich immer seelischer auf die Geburt vorbereitet als sich mit dieser Art von Ärger herumschlagen musst.
Sie hat in den letzten Monaten wohl vieles alleine stämmen müssen, weil auch ihre Familie weit weg wohnt. Wenn sie sich mit dem Gedanken nicht wohlfühlt, dass er "dabei" ist (egal ob nun mit im Kreissaal oder im Wartezimmer), dann hat er das zu akzeptieren. Es gibt ja immer noch die Möglichkeit, dass die Mutter der TE ihm Bescheid gibt, wenn die Tochter geboren wurde, dafür muss er ja nicht unbedingt mittendrin informiert werden, wenn sie in den Wehen liegt. Das würde der TE und ihrer Mama vielleicht auch mehr Stress ersparen.
 
K

Benutzer

Gast
Was ist wenn er draußen während der Geburt wartet und danach die Möglichkeit hat sich seine Tochter anzusehen? Das du ihn nicht im Kreissaal dabei haben möchtest, finde ich absolut nachvollziehbar. Da brauchst du jemanden der dich unterstützt und bei dem du dich wohlfühlst. "Negative Schwingungen" sind in diesem Moment für dich eher unnötig sowie überflüssig, also lieber vermeiden - auch wenn er versucht sich da aufzudrängen. Er hat sich während der Schwangerschaft nicht darum gekümmert, warum sollte er dann live bei der Geburt dabei sein wollen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Er erwartet außerdem, daß er erst informiert wird, wenn die Wehen so kurz aufeinander folgen, daß es nicht mehr lange dauert. Ich finde das doch eher etwas respektlos mir gegenüber. Oder sehe ich das falsch?

Nein, das siehst du nicht falsch. Wenn du es mit dir selbst vereinen kannst, dann würde ich es ihm zwar nicht vorenthalten, dass er sie sehen darf, aber DU stellst dabei die Bedingungen. Soviel Respekt sollte er der Mutter seines Kindes schon entgegen bringen können. Und dazu gehört eben auch, dass er u.U. damit rechnen muss, dass er entweder zu früh angerufen wird und dann warten muss, oder erst benachrichtigt wird, wenn sie schon auf der Welt ist. Der soll sich glücklich schätzen, dass du überhaupt in Erwägung ziehst, ihn dabei zu haben, und nicht auch noch abstruse Forderungen stellen.
 

Benutzer68709 

Verbringt hier viel Zeit
Geplant ein Kind zeugen, schwanger sitzen lassen, sich ne Neue nehmen, sich in der gesamten Schwangerschaft nicht kümmern, aber dann Ansprüche stellen? :eek:

Ne, da wäre ich knallhart. Wer die Rechte eines Vaters haben will, soll sich auch wie ein (werdender) Vater verhalten. Das Mindestmaß wäre, auch bei der Ex, sich regelmäßig nach dem gesundheitlichen Stand der beiden zu erkundigen und zu fragen, ob er was abnehmen kann - schwere Einkäufe, Babymöbel aufbauen usw.

Wer diesen Anstand nicht besitzt und noch nicht mal bereit wäre, mir bei der Geburt selbst beizustehen, sondern erst kommen will, wenn es schon (fast) vorbei ist - der hat bei mir auch keinen Anspruch darauf, als Vater betrachtet zu werden.

Ich würde ihm dann zum Kind lassen, wenn ich mich wieder von der Geburt erholt habe und fit fühle, also wie jeden anderen Besucher auch.
 

Benutzer121182  (36)

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Ansich ist er noch lange kein Vater. Das stellt sich ja erst raus, wenn die Kleine dann da ist. Im Moment ist er nur der Erzeuger, nicht mehr und nicht weniger. Und ob er sich nach der Geburt tatsächlich um sie kümmern wird, bezweifle ich noch sehr, nachdem wie groß sein Interesse die letzten Monate war. Er wird den Unterhalt zahlen, daß ist schon so gut wie sicher. Dem hat er auch zugestimmt. Ebenso hat er die Vaterschaft bereits anerkannt. Ich denke aber auch, daß seine Freundin ihn stark beeinflusst. Ob er wegen ihr auch die letzten Monate so wenig Interesse gezeigt hat, weiß ich nicht. Aber ich kann es mir gut vorstellen. Sie wird auch keine Kinder von ihm bekommen. Weder jetzt noch in der Zukunft. Aber das ist ein anderes Thema.

Meine Mutter meinte, wenn es nach ihr gehen würde, würde sie dafür sorgen, daß er der Letzte ist, der seine Tochter sieht. Sie hasst ihn. Es ist eben doch sehr schwer die richtige Entscheidung zu treffen. Man will es doch allen recht machen.
Vorenthalten will ich ihm seine Tochter ganz sicher nicht.
 

Benutzer85763 

Sehr bekannt hier
Ich sehe es wie SchafForPeace SchafForPeace Ich würde ihn weder bei der Geburt dabei haben wollen noch unmittelbar danach. Die ersten Stunden mit Deiner Tochter werden etwas ganz besonderes sein. Wenn er dann auf dem Flur sitzt und wartet, nimmst Du Dir vielleicht (unbewusst) weniger Zeit als Du möchtest, weil Du aus irgendeinem Grund denkst, dass er sie jetzt sehen muss. Und Du und Deine Mutter sollten Euch während der Geburt auch keine Gedanken darüber machen müssen, wann ein guter Zeitpunkt ist, ihn darüber zu informieren, dass er sich auf den Weg machen könnte.

Natürlich sollte ihm seine Tochter nicht vorenthalten werden und prinzipiell finde ich es auch schön, dass er jetzt doch Interesse zeigt und die ersten Momente erleben möchte, kann er ja auch, aber eben erst wenn Du es möchtest. Die Schwangerschaft war ja vermutlich auch voller besonderer Momente, die er nicht mit Dir geteilt hat.

Ich würde das so entscheiden, wie Du das möchtest und es weder ihm noch Deiner Mutter versuchen recht zu machen. Du kannst Deine Entscheidung auch bis zum Schluss offen lassen und sehen, wie es Dir während der Geburt geht und wonach Dir ist.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich sehe es so wie BlackMirror BlackMirror .
Die Geburt ist nicht für die Eltern da, sondern es ist ein Prozess, bei dem das Kind auf die Welt kommt. Das wird vermutlich ein schmerzhafte und anstrengede Prozedur für dich. Du musst das Kind ja da rausdrücken. Du musst hinterher klar kommen. Warum sich noch mehr Stress aufbürden als notwendig?

Wenn er nach wie vor nur bei der Geburt da sein will und sonst sehr wenig Interesse zeigt, würde ich ihn nicht da haben wollen. Man kann dann mal Bescheid geben, wenn deine Tochter da ist und er kann sie dann auch mal sehen...aber erst, wenn du halbwegs erholt bist und wenigstens mal geschlafen hast.

Das Leben ist kein Ponyhof und manchmal sagt und tut man Dinge, die sich nicht zurücknehmen lassen. In diesem Fall hat er dir vermittelt, dass er ein schwerer Ballast bei einer Geburt wäre. Alleine seine Anwesenheit auf dem Gang könnte dir unangenehm aufstoßen, wenn du im Kreissaal bist. Das würde ich mir nicht geben...schon aus gesundheitlichen Gründen...
 
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