Gefühlschaos Ehefrau von Flirt erzählen?

Benutzer173507  (37)

Öfters im Forum
Ja, meine Frau und ich harmonieren wirklich sehr miteinander. Wir haben die gleichen Hobbies und Interessen, haben unseren Sport und Freunde und Pläne für die Zukunft. wir verstehen uns gut und machen sonst sehr viel für einander und überraschen uns immer noch mit kleinen Aufmerksamkeiten etc. Wir können auf einander zählen und haben vor allem den gleichen Humor. :grin:
Das reicht aber leider nicht immer aus, wenn dem genau eine Sache gegenübersteht, die die Waage zum Kippen bringt.

Sprecht
Teil ihr deine Sorgen mit
Schlage eine offene Beziehung vor (16 Jahre beenden stelle ich mir auch schwer vor)
Reduziere den Kontakt zu deiner Patientin auf das Minimum und lasst den ganzen sexuellen Kram sein. Das könnte dich den Ruf im Job kosten und ist höchst unprofessionell.
Viel Kraft!
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Für mich wäre ja so eine sexlose Beziehung nichts, ich wäre da aber auch spätestens nach der erfolglosen Therapie weg gewesen. :ratlos:

Was ist das nur bloß immer mit den Männern hier, die zig Jahre untervögelt in ihrer ach so perfekten Beziehung verharren? 🤨 Und dann kommt plötzlich ein junges Ding daher und wackelt mit dem Popo und schon wird fremdgegangen (ja, Bildertausch und Sexting verstehen viele Menschen als Untreue) und dann verzweifelt nach Hilfe gesucht.

Ja, so eine Trennung ist schon hilfreich manchmal. Befreiend.

Jetzt geht es doch nur um Schadensbegrenzung. Nach bereits erfolgtem Fehltritt um eine Öffnung der Beziehung bitten, haha, das wäre der Hammer! Aber nur zu, vielleicht ist die Frau ja gutmütig genug. 😉
 

Benutzer180757  (46)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wir haben im Jahr max. 4-5 Mal Sex [....] das letzte Mal dass ich sie komplett nackt gesehen habe ist schon ewig her und sie möchte auch nie massiert werden oder mit mir baden/duschen. Ich vermisse es nackte Haut zu spüren, angefasst zu werden, begehrt zu werden und auch sie zu befriedigen. Ich sehne mich nach so vielen Dingen.
Ich hab Deinen Text nochmal gelesen. Übereinstimmende Interessen, Humor sowie Vertrauen - alles schön. Doch selbst wenn Du künftig „auswärts essen“ dürftest wäre das mich für keine richtige Lösung. Und die Unzufriedenheit wird ja nicht kleiner. Dir fehlt so viel und mir ginge es genauso.

Aber scheinbar habt Ihr das trotz Therapie in all den Jahren nie richtig ausdiskutiert? Dann wäre „Anna“ für mich der Anstoß, das endlich nachzuholen.
 

Benutzer180833  (31)

Klickt sich gerne rein
Na ja, auch wenn ich nun eine Frau fürs Bett hätte, stünde die Beziehung für mich nicht vor dem Aus. Ich liebe meine Frau. Wenn dann bedeutet das Ganze ja nur für sie das Ende, wenn sie damit nicht klar käme. Und ich habe Sorge, wenn ich das so anspreche, dass sie sich dann auch außerhalb des Bettes von mir distanziert.
Ich würde dir auch raten deiner Frau ehrlich zu sagen, dass es für dich sehr unbefriedigend ist, auf Dauer ohne Sex leben zu müssen und du dir deswegen wünschst, die Beziehung sexuell zu öffnen. Vielleicht hat sie genug Verständnis. Wenn nicht, muss man eine andere Lösung suchen. Dass sie sich nur nachm Gespräch distanziert, glaube ich nicht. Du äußerst ja nur einen Wunsch, dafür kann man dich nicht verurteilen. Dann weißt du auch eher was du mit der Anna tun sollst.
 

Benutzer183185  (32)

Ist noch neu hier
Was solltest du tun :

1. Mit deiner Frau reden
2. Die Therapie von Anna abgeben aufgrund von Befangenheit damit du beruflich angesichert bist
 

Benutzer174233  (33)

Öfters im Forum
Ich weiß gar nicht so recht wo ich da anfangen soll.
Ich verstehe, dass man eine an sich gut funktionierende Beziehung/Ehe (vor allem eine langjährige) nicht mal eben so aufgeben möchte und ja Sex ist nicht alles. ABER wenn die Bedürfnisse in einer Partnerschaft (ganz egal ob es der Sex ist oder was anderes) so drastisch auseinander liegen, dass einer unter dem ständigen Verzicht darauf leidet, kann man dann überhaupt wirklich von einer gut funktionierenden Partnerschaft sprechen? Es handelt sich dabei ja nicht nur um Phasen oder Momente, sondern um einen dauerhaften Zustand indem die Bedürfnisse des anderen schlichtweg ignoriert werden.
Lobenswert finde ich, dass ihr versucht habt daran zu arbeiten, aber nachdem das erfolglos war, habt ihr aufgehört daran zu arbeiten, warum? Für dich hat sich ja nichts geändert, du bist noch immer unzufrieden.
Das ist schon mal das erste was du dringend ändern solltest. Auf welche Art, musst du selbst entscheiden bzw. mit deiner Frau klären.

Das Thema Sexting ist in deinen Augen vielleicht kein Fremdgehen, bei manch anderen auch nicht. Aber in deinem Fall ist die wichtige Frage, wie sieht das deine Frau? Sieht sie Sexting als Betrug, dann hast du sie betrogen und das musst du bei einer eventuellen Beichte an sie bedenken.
Zumal du dieses Sexting auch noch als Vorlage während dem Sex mit deiner Frau verwendet hast. Das ist halt schon ein hartes Pflaster.

Und zum Thema Anna muss ich sagen, dass es für mich nachvollziebar ist, dass du bei deiner generellen sexuellen Unzufriedenheit auf gewisse Reize reagierst, aber diese Frau überschreitet Massiv die Grenzen des normalen Flirtens und das (laut deiner Schilderung) ganz ohne deine Aufforderung dazu. Ich meine, dass sich jemand an meinem Intimbereich reibt, ohne jegliche Form meines Einverständnisses, das geht einfach überhaupt nicht klar. Völlig egal wie attraktiv diese Person für mich ist.

Was mir in deinen Beiträgen aufgefallen ist, dass du dich ein bisschen zu sehr auf die Opferrolle fixierst. Auch wenn du der arme unberührte Mann bist, bist du für dein Handeln noch immer selbst verantwortlich und solltest unbedingt klare Stellung beziehen.
Soll es die heiße Affäre mit Anna sein, dann hör auf deswegen zu jammern und kläre das selbst mit deinem Gewissen.
Willst du aber lieber die Ehe mit Frau in Ordnung bringen, dann erteile Anna eine klare Abfuhr und hoffe dass der bereits enstandene Schaden von deiner Frau verziehen werden kann und arbeitet weiter an eurem eigentlichen Problem.
Oder du wählst Option drei und erkenne deine Ehe als gescheitert an, kläre das und dann kannst du immer noch mit Anna oder sonst wem deine Bedürfnisse befriedigen.
Diese Entscheidung wirst du aber selbst treffen müssen.
 

Benutzer174652 

Öfters im Forum
Für mich war meine Frau vor 16 Jahren eine Granate, aber wie soll ich das weiter beurteilen, sie war die Frau die mich entjungfert hat und seither hatte ich nie wieder eine andere. Ich kann also nicht vergleichen.

nun, du bist 32.
also warst du damals 16.
und sex hattet ihr nur in den teenagerjahren (4 jahre, right?).

d.h., du kennst dich gar nicht sexuell als erwachsener mann (mit [anderen] frau[en]).

vergiß diese (übergriffige) (patientin!) anna. die ist nicht dein thema. CUT! ist nur grad dein erotischer anheizer. steh da drüber. es gibt genug andere frauen, wenn du dein sexualleben erstmal für dich geklärt hast.

vergiß das sexting und diese letzte (sehr seltsame) sexsache mit deiner frau. ist nicht von bedeutung, das in deine beziehung zu tragen.

von bedeutung ist, das thema menschliche grundbedürfnisse zu eröffnen. und an der stelle kannst du ruhig erwähnen, dass es dich zur zeit diesbezügluch echt fertig macht, wenn du von frauen angeflirtet wirst. das reicht. und nähere fragen dazu stehen ihr nicht zu. denn wenn auch immer zwei dazu gehören, so steht schließlich die waage in eurem sexualleben massiv zu deinen ungunsten, ihr(e entscheidung für kein) sexualleben dominiert das deine.

alles weitere dazu sagt dir mickflow mickflow , ich darf zitieren:

... mein Text wird länger werden, aber das Thema ist zu komplex, als dass sich das mit einem "trenn dich halt" oder "geh halt fremd" oder der allgegenwärtigen Frage nach Recht/Unrecht oder Moral klären liesse. Ich spreche im Folgenden über meine Sicht des Themas, meiner Meinung dazu, auch wenn die Formulierungen anders lauten. Aber das "korrekt" zu formulieren würde das alles sehr sperrig lesbar machen.

Um es gleich zu Beginn auszusprechen, die Frage nach Recht haben, Recht bekommen, den anderen ins Unrecht zu setzen (ihn wegen seiner Verweigerung, sie wegen ihren Gedanken ums Fremdgehen), das wird überhaupt nichts ändern, ausser dass es irgendwann zur Auflösung der Beziehung führen wird. Nach Recht und Unrecht zu fragen bedeutet, nach Schuldigen zu suchen, nicht nach Lösungen. Wir leben in einer Kultur der Konventionen, der Vereinbarungen, der Erwartung der Gesellschaft, dass wir uns als Teil dieser Gesellschaft an diese Konventionen halten. Das gängige Beziehungsmodell hier ist die Monogamie mit einer relativ klaren Regelung hinsichtlich sexueller Kontaktaufnahme, erlaubt ist das zwischen den Beziehungspartnern, sonst nicht. Moralisch handelt, wer sich an diese Regeln hält. Dabei ist das Einhalten dieser Regeln wichtiger, als die eigentliche Handlung dabei. Beispiel: ein Paar sitz im Café, turdeln liebevoll, sie sind offensichtlich glücklich. Alle die sie sehen denken sich, die haben es gut, die können miteinander, haben sich gefunden, und der eine oder andere freut sich für die beiden. Bis dann jemand offenbart, dass die zwei verheiratet sind, nur nicht miteinander. Dann platzt die Blase, Schluss mit Freuen, dann ist es egal, dass die beiden glücklich sind, sie sind zu verachten, denn sie halten sich nicht an die Regeln. Etwas überspitzt, aber ich denke, es ist verständlich, um was es mir geht. Moralisch richtig handelt der, der sich an die Konventionen hält, und ist damit im Recht. Warum ich diese Regel-Sache anspreche, dazu komme ich später noch.

Um auch das klar auszusprechen, ich werde hier kein Plädoyer gegen die Monogamie halten. Allerdings stelle ich die These auf, dass die Monogamie dann zum Problem(Verstärker) wird, wenn darüber Macht ausgeübt wird, dann wird Monogamie, bzw. das Beharren (dann geht es ums Recht haben) darauf, destruktiv. Das gilt auch für den Fall, dass es ein deutliches Ungleichgewicht im Bedürfnis, egal ob Qualität oder Quantität, gibt, so wie hier in diesem Faden. Die Frage nach Recht und Unrecht, nach moralisch oder unmoralisch wird keinen Schritt Richtung Lösung bringen. Beide haben Recht auf ihre Sexualität, egal, ob sie das nun über Sex wollen oder über nicht Sex wollen. Beide wollen/sollen sich moralisch verhalten, nur führt das in dem Fall hier zu einem Paradoxon, denn wie soll sie moralisch handeln, wenn sie ihre sexuellen Bedürfnisse, und damit einen ganz wesentlichen Teil ihrer Persönlichkeit, ausleben will, während er keinen Sex will, aber beide an der Monogamie festhalten? Wie soll er mit seiner Unlust klarkommen, wenn er ihr damit zwangsläufig einen Verzicht auf einen Teil ihrer Persönlichkeit abverlangt, in dem er sie zur Sexlosigkeit zwingt, ebenfalls über das Festhalten an der Monogamie?

Fasst man das bis hier her zusammen, dann kommt raus, dass weder die Recht-Frage, noch die Moral-Frage, noch die Monogamie eine Lösung liefern werden, in der nicht wenigstens einer der Partner deutliche Nachteile erleiden müsste, was spätestens bei der Moral-Frage beide benachteiligt, denn keiner der beiden kann seine Lösung auf Kosten des anderen wollen.

Wie kann man nun aus diesem Paradoxon herauskommen, ohne dass es Gewinner auf Kosten eines Verlierers gibt? In dem man nicht nach Gewinn und Verlust fragt! Klingt trivial, ist es aber nicht, im Gegenteil. Der entscheidende Punkt ist, was den Gewinn und den Verlust kennzeichnet oder ausmacht. Es darf nicht darum gehen, wie man dieser vertrackten Situation als Gewinner entfielen kann, sondern wie man das gemeinsame Problem lösen kann. Selbst die Trennung, einvernehmlich und ohne Rosenkrieg ist etwas anderes, als der Scheidungskrieg bis auf den letzten Teller, den kann niemand wirklich gewinnen, so, dass er sich hinterher noch im Spiegel ansehen kann, ohne dass ihm Scham ins Gesicht steigt (gut, es gibt auch welche die das können, aber die verstehen das hier sowieso nicht ...).

Der erste Schritt dazu ist, dass man gegenseitig anerkennt, dass der Partner ein uneingeschränktes Recht auf seine eigene Position hat. Das ist ein Recht an sich selbst, nicht dem Partner gegenüber, nicht den Konventionen folgend, oder welchen extrinsichen Massstäben gegenüber auch immer. Das ist das Recht an der eigenen Person. Und das kann sich darin ausdrücken, dass man das Bedürfnis nach Sex hat, oder eben darin, dass man keine Lust auf Sex hat. Keine der Positionen ist besser, berechtigter, gerechter als die andere. Das zu akzeptieren, das ist zum einen nicht leicht und zum anderen auch ein tiefer Ausdruck von Achtung, Respekt und ggf. Liebe dem anderen gegenüber. Es geht dabei nicht darum, warum etwas ist, es geht nicht darum, damit irgendwie umzugehen, es geht nur darum, dass es so ist wie es ist, und ausdrücklich nicht um mehr. Das so sehen zu können nimmt dem Gewinner-/Verlierer-Risiko schon mal deutlich an Potential. Das nimmt wirklich Druck aus dem System. Das nimmt den Druck von ihm, weil sie seine Unlust akzeptiert, diese Akzeptanz nimmt ihm den Nimbus des Versagers. Das nimmt den Druck von ihr, weil ihre Lust akzeptiert wird, und weil er sie mit ihrer Lust (wieder) als komplette Persönlichkeit inklusive ihrer sexuellen Facette akzeptiert. Das nimmt aber auch den Spiel mit der Macht, durch vermeintliches recht auf Sex, durch perfides Verweigern von Sex, den Hebel. Es bringt zudem ein Paar wieder mehr zusammen, weil sie sich gegenseitig in ihrem Gefälle akzeptieren und weil sie sich über diese Akzeptanz gegen den Heile-Welt-Anspruch von aussen stellen. Das macht ein Paar arbeitsfähig.

Im zweiten Schritt kann man sich nun darüber austauschen, wie es einem selbst mit der eigenen Situation geht, man gibt sein Innenbild preis, zeigt sich, macht sich transparent und für den Partner damit sichtbar und (wieder) verständlicher. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, aufzurechnen, Vorwürfe zu machen, Bitten, Appelle oder gar Forderungen zu formulieren, sondern die innere Befindlichkeit darzustellen und verständlich zu machen. Man kann auch über Verletzungen reden, ohne daraus einen Vorwurf zu formulieren, zugegebenermassen ist das nicht leicht, aber man kann das lernen. Auch das nimmt Druck aus dem System. Kann man das als Paar, dann schwindet die Erwartungshaltung an sich (ich muss so und so sein, damit mich der andere akzeptiert/liebt(begehrt/ ...) und an den Partner (ich mach doch ..., also muss er/sie doch jetzt ...), und das Verständnis von gegenseitiger Ursache-Wirkung steigt. (Wie das geht erklärt Michael Lukas Möller in der Beschreibung der Zwiegespräche in "Die Wahrheit beginnt zu zweit").

Der dritte Schritt folgt, wenn man sich nach dem ersten Schritt und der gegenseitigen Akzeptanz und der daraus resultierenden Unterschieden über den zweiten Schritt und dem gegenseitigen Verständnis des Partners zu einem Verständnis des eigentlichen Paar-Problems herangearbeitet hat. Wie die eigentliche inhaltliche Lösung aussieht, das kann ich unmöglich sagen oder prognostizieren. Aber darum geht es mir überhaupt nicht. Wichtig ist mir, dass ihr Diotima , aus den konventionellen Denkmustern ausbrechen könnt, denn diese Denkmuster sind der eigentliche Grund für euer Beziehungsdillemma. Wir sind im Denken, in unseren Wertemustern so tief geprägt, dass wir das überhaupt nicht mehr bewusst wahrnehmen. Wir akzeptieren völlig unreflektiert Ansprüche und Regeln von aussen und bemerken dabei nicht, wie wir langsam in eine Sackgasse manövrieren, aus der es dann im Rahmen der Konventionen keinen Ausweg mehr gibt, ohne einen grossen Kollateralschaden anzurichten.

Der Witz dabei ist, die Lösung lässt sich durch Übergehen der Konventionsgrenzen erzielen, ohne dass deshalb die Lösung ausserhalb dieser Konventionen liegen muss. Als konstruiertes Beispiel: Dein Mann hat Errektionsprobleme durch Stress im Beruf, aufgrund von Versagensangst dir gegenüber beginnt sich das Karussell zu drehen, einem den Konventionen geschuldeten Männlichkeitsanspruch an sich selbst gibt er dir das gegenüber aber nicht zu und verweigert sich aus Scham auch jeglichem Gespräch, das frustriert dich irgendwann so, dass Du fremd gehst, das ganze kommt raus und die Beziehung platzt. Über Konventionsgrenzen hinauszugehen hiesse einfach nur über den ersten Teil zu sprechen, sich nicht an einem völlig idiotischen Männlichkeitsbild zu orientieren, sondern an der eigenen Beziehung, anstatt unausgesprochen eine Eskalation zu betreiben, das Thema auf den Tisch zu bringen und zu deeskalieren. Dadurch entsteht gegenseitiges Verständnis, Verbundenheit in der Problemlösungssuche und womöglich wieder genügend Entspannung und auch gegenseitige Anziehung, dass der Sex für beide in der Beziehung möglich wird. Niemand muss deshalb fremdgehen oder sich trennen. Dann bekommt womöglich auch die Monogamie eine neue Qualität, nämlich die, dass man als Paar eine Problemlösekompetenz erarbeitet hat, die deutlich exklusiver ist als sexuelle Exklusivität. Das kann Lust machen auf sexuelle Exklusivität, und damit nach Monogamie, oder das kann bereit machen, genau diese aufzukündigen, ohne dass deshalb die Paarbeziehung infrage gestellt wäre. Denn Paar, die an Krisen wachsen, die wachsen darüber zusammen, und die finden ihre ganz eigen Antwort zur Frage nach der sexuellen Exklusivität.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Mir kommt noch ein anderer Gedanke: Du bist 32, du bist jung! Du kannst noch andere tolle Frauen treffen, mit denen du Ansichten und Interessen teilst UND die dir eine erfüllte Sexualität ermöglichen können! Da ist doch noch alles offen – aber schon klar, das erfordert Mut; und zumindest in meinem Umfeld fehlt der den Männern oft. Das ist selbst meinem eigenen Mann so passiert (zusätzlich waren Kinder im Spiel), ist auch nicht schlimm, niemand ist perfekt. 🙂

Also ich sehe nicht, warum man sich vehement an etwas festklammern muss, das sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht verändern oder verbessern wird.
 

Benutzer183191 

Klickt sich gerne rein
Darf ich fragen was für eine Therapie das war?
Die Libido einer Person ändert sich nicht einfach so. Entweder habt ihr Probleme (oder SIE empfindet es als Problem) in der Beziehung, die stark ihre Libido drosseln ODER sie hat persönliche Probleme (dann müsste sie zur Einzeltherapie) ODER sie hat eine hormonelle Störung, selbst Vitaminmangel (Zink, Eisen, etc. ) wirkt sich auf die Libido aus!!! Wenn ihr beide ganz klar der Meinung seid, zwischen euch läuft es top bis auf die Sexualität...dann sollte sie sich wirklich komplett durchchecken lassen, Hormonwerte, Vitamine und Mineralstoffe. Mal alleine zu einem Psychologen gehen. Wenn noch Gefühle da sind, dann würde ich meine Ehe auch nicht einfach aufgeben. ABER wenn all das nichts bringt...dann würde ich mir wirklich überlegen ob ich den Rest meines Lebens so lieblos verbringen möchte...auf Dauer wird das deine Psyche kaputt machen.
 

Benutzer180757  (46)

Sorgt für Gesprächsstoff
Das wird aber eine harte Nuss, weil für sie ja alles prima ist und ihr bisher kein ernsthafter Änderungsbedarf signalisiert wurde.

Keine Nacktheit, kein Massieren, zusammen Duschen oder Baden und der eh schon seltene Sex seit mindestens 10 Jahren (!) nur noch mit BH. Du bist hingegen sportlich und bekommst viele Komplimente - kann es sein, dass sie sich vor Dir für ihren Körper schämt? Oder gibt es einen anderen Hintergrund, den wir noch nicht kennen?
 
G

Benutzer

Gast
... Als ich da lag und das Gewicht stemmte und nebenher erklärte, setzte sie sich auf meinen Schoß und begann ...

Das ist in meinen Augen eindeutig sexuelle Belästigung.
Ob du erregt davon bist oder nicht, Anna nimmt dich in deiner Selbstbestimmung nicht für voll. Ich würde der Täterin in jedem Fall aus dem Weg gehen und einen sehr großen Bogen um sie machen. Das schlimme ist, dass das zusätzlich deiner beruflichen Reputation schaden kann, auch wenn du nichts dafür kannst.

Was auch immer du für sexuelle Wünsche und Neugier hast, ich würde nicht davon ausgehen, dass Anna eine gute Partnerin ist, um diese zu erkunden. Denn dazu gehört das Vertrauen, dass die Grenzen respektiert werden. Best predictor of future behaviour is past behaviour.

Meine Gedanken, vllt hilft es ja:
Du schreibst von 2 Frauen, die dich sehr beschäftigen. Beide Frauen gehen nicht auf deine Bedürfnisse ein - nur eben von jeweils entgegengesetzten Polen. Deine Frau interessiert sich nicht für dein Bedürfnis nach körperlicher Nähe und Wärme sowie nach Sexualität. Anna interessiert sich nicht für dein Bedürfnis nach sexueller Selbstbestimmung sowie nach stabiler vertrauensvoller Beziehung.

Zwischen diesen beiden Extremen gibt es aber sehr viel Möglichkeiten und sehr, sehr viele Frauen, die dich respektieren können UND interessanten Sex haben wollen - auch in einer Beziehung.

Ob du in diese „gesunde Zone“ gelangst, hängt davon ab, ob und wie du dich mit dir und deiner Sexualität auseinandersetzt. Wichtig ist hier, die Auseinandersetzung mit dir NUR für dich. Nicht für deine Frau, nicht um Sex mit deiner Frau zu haben - sondern nur und ganz allein für dich.
Therapie oder jede andere Form von wohlwollender, wertschätzender Selbsterfahrung ist eine Idee. Sexualität muss dabei nicht mal im Vordergrund stehen - irgendwas ist jetzt schief in deinem Leben und Sex spielt eine Rolle. Es geht um dich - kümmere dich um dich.

Deine Frau steht für alle die Anteile in dir, die sich stabile vertrauensvolle tiefe Beziehung wünschen. Anna steht für alle die Anteile in dir, die sich Körperlichkeit und Sexualität wünschen. Beide Anteile in dir sind an sich gut und richtig und wichtig, und idealerweise sollte nicht der eine innere Teil die Oberhand haben und den anderen auf Dauer unterdrücken, sondern die sollten zusammenarbeiten. Oder gehören sowieso zusammen.

Anna ist ein Trigger, der die sorgsam unterdrückte Sexualität zum Schwingen und damit in dein Bewusstsein bringt. Unglücklicherweise ist sie nicht respektvoll, also Anna. Je besser du deine Sexualität in dein Leben hereinholst, um so mehr wird der Trigger Anna an Macht über dich verlieren.

Wenn du Deine Sexualität davon abhängig machst, ob deine Frau das auch will, wird es nicht funktionieren. Wobei ich jetzt nicht zum Fremdgehen rate, sondern eher erstmal zu Auseinandersetzung mit sich selbst. Der Rest ergibt sich dann schon.
Kann allerdings dauern sowas ...😉
Viel Glück 🍀
 

Benutzer180426  (26)

Ist noch neu hier
Wie bereits die meisten hier geschrieben haben, solltest du Anna vergessen. Willst du deine Beziehung retten dann sollte sie sich woanders behandeln lassen und du solltest sie auf den sozialen Medien blockieren. Man sollte bedenken, was sie gemacht hat war immer noch sexuelle Belästigung.

Ich bin auch der Meinung dass du mit deiner Frau vielleicht über eine offene Beziehung reden solltest. Ihr sollte klar sein dass du nicht glücklich mit der Situation bist aber die körperliche nähe einfach brauchst und so wie es ist zukünftig nicht funktioniert. Vielleicht funktioniert ihr auch einfach nur als Freunde wenn es sexuell eben nicht klappt.

Die Sache mit dem Handy im Bett finde ich nicht in Ordnung, ich würde so was persönlich aber nicht wissen wollen.
 
1 Monat(e) später

Benutzer183937  (53)

Benutzer gesperrt
Ich weiß nicht richtig wie ich Dich einschätzen soll.
Weil Du auf der einen Seite eine langjährige Beziehung mit Deiner Frau hast. Ihr kennt euch seit ihr 16/17 Jahre alt wart.
Ihr harmoniert im täglichen Leben miteinander. Nur in euerem Sexleben habt ihr unterschiedliche Ansichten.
Ich denke, dass ihr zu sehe an euch "gewöhnt" seit. Ihr habt seit der Pubertät alles zusammen gemacht und solltet dementsprechend den anderen kennen.
ich kenne das au Erfahrung heraus. Weil wir uns damals zu sehr verfahren haben und nicht gemerkt haben, dass wir uns voneinander entfernt haben. Das darauffolgende, im nachhinein krampfhafte festhallten, an der Beziehung brachte nur kurzzeitig bei uns eine Verbesserung der Situation. Wir versuchten es ohne Paar-Therapie. War vielleicht ein Fehler muss ich im nachhinein sagen.
Ich würde Deine frau mal auf eine Paar-Therapie ansprechen und gleichzeitig den Kontakt soweit als möglich einschränken.
Ich kann es nur empfehlen entscheiden was Du machst/machen willst must Du für Dich. Da kann dir keiner dabei helfen.
 

Benutzer183946  (45)

Benutzer gesperrt
Wenn Du das Problem mit Deiner Frau trotz Therapie nicht lösen konntest, wird es schwer in Zukunft solchen Situationen auszuweichen, ich denke das ihr so kaum eine Chance haben werdet. Evtl solltet ihr über eine offene Ehe sprechen oder nochmals einen neuen Therapieversuch machen.
aber dauerhaft seine Lust nicht ausleben zu können ist keine Option
 
2 Woche(n) später

Benutzer164174  (43)

Öfters im Forum
Schwierige Sache.... selbst deiner Frau sollte es einleuchten, dass du deine Bedürfnisse nicht dauerhaft unterdrücken kannst. Ich sehe da tatsächlich nur die Option der offenen Ehe oder Trennung. Du bist jung und darfst auch mal an dich denken.
Das mit der Klientin ist dumm gelaufen aber für mich als Mann total nachvollziehbar. Du bist jahrelang unbefriedigt und dann kommt da so ein junges Ding daher, das ist als ob die einen Ballon zum Platzen bringt. Ist nicht professionell aber menschlich. Aber pass auf, Frauen in dem Alter sind unberechenbar und können mit harter Zurückweisung oft nicht umgehen. Lass es irgendwie sanft ausschleichen.
 
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