Studium Doktorarbeit...Nebenbedingungen?

Benutzer95038 

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Hallo,

ich hätte ein paar Fragen zur Doktorarbeit...

- Ist man währenddessen Student oder welchen Status hat man da?
- Ist sowas in absehbarer Zeit (2-3 Jhr.?) zu bewältigen, ohne dass man seine Freizeit komplett vergessen kann?

Wer hat es gemacht und habt ihr es bereut?


Sollte evtl. noch dazu sagen, dass wenn ich eine Doktorarbeit schreiben sollte, ich in einem Arbeitsprojekt drin stecke und somit neben dem Schreiben Vollzeit arbeite...
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Es kommt doch stark darauf an, wie man es macht. Gibt ja vielfältige Möglichkeiten, Vollzeit an der Uni, Teilzeit an der Uni, neben dem Job ohne großen Kontakt zur Uni usw. Ebenso zahllos sind die Finanzierungsmöglichkeiten und der Status, den man während des ganzen hat.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Nach allem was man hört, ist der Aufwand von Fach zu Fach sehr unterschiedlich. Die Doktorarbeit in der Medizin ist wohl eher ein Leichtgewicht, im Maschinenbau dürfte das anders aussehen.

In welchem Fach willst du denn promovieren?

An meiner alten Uni gab es für Doktoranten so ein regelmäßiges Kolloquium, in dem Zwischenergebnisse präsentiert wurden. Falls es sowas bei dir gibt, würde ich da mal hingehen, und direkt mit den Leuten sprechen, die gerade schreiben. Bringt ja nix, wenn dir jemand hier aus 'nem ganz anderen Fach und von einer ganz anderen Uni sagt, dass es total schwer bzw. leicht machbar sein wird.
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
Wenn, dann wie schon ergänzt Vollzeit im Arbeitsprojekt (Uni) und nebenher schreiben.
Kann man daraus irgendwie den Status ableiten? (Sorry für die blöden Fragen, aber meinem Prof. kann ich die ja nicht stellen :grin:)
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Kann man daraus irgendwie den Status ableiten? (Sorry für die blöden Fragen, aber meinem Prof. kann ich die ja nicht stellen :grin:)

Warum fragst du denn nicht ganz einfach beim Prüfungsamt nach? Die Leute da kennen -im Gegensatz zu uns- deine Promotionsordnung und wissen, wie sie konkret ausgelegt wird. :hmm:
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
In welchem Fach willst du denn promovieren?
Ist eine Art Mischfach. Nach den schriftlichen Ergebnissen zu urteilen, die ich so kenne ist es aber machbar. Nur dass man eigentlich nicht unbedigt weiß, wieviel Arbeitsaufwand und Zeit dahinter steckt...

An meiner alten Uni gab es für Doktoranten so ein regelmäßiges Kolloquium, in dem Zwischenergebnisse präsentiert wurden. Falls es sowas bei dir gibt, würde ich da mal hingehen, und direkt mit den Leuten sprechen, die gerade schreiben. Bringt ja nix, wenn dir jemand hier aus 'nem ganz anderen Fach und von einer ganz anderen Uni sagt, dass es total schwer bzw. leicht machbar sein wird.
Sowas hab ich mir schon gedacht, kann nur dummerweise da nicht einfach mal vorbeischauen (wenn es sowas bei uns gibt), weil meine Uni denkbar weit weg ist.

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Ich muss ehrlich sagen, dass ich das zügig hinter mich bringen wollen würde mit genügend Freizeit.
Sind denn 2-3 Jahre realistisch?
Kommt natürlich auch auf Fach und Thema an, klar...

---------- Beitrag hinzugefügt um 15:45 -----------

Warum fragst du denn nicht ganz einfach beim Prüfungsamt nach? Die Leute da kennen -im Gegensatz zu uns- deine Promotionsordnung und wissen, wie sie konkret ausgelegt wird. :hmm:
Wollte mich eben vorher schlau machen. Ich bin auch noch total unentschlossen und wollte einfach mal Meinungen/Erfahrungen hören...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich muss ehrlich sagen, dass ich das zügig hinter mich bringen wollen würde mit genügend Freizeit.
Sind denn 2-3 Jahre realistisch?
Kommt natürlich auch auf Fach und Thema an, klar...

Du gibst dir die Antwort selbst. Es kommt stark auf das Fach an.

Und auf deine eigene Motivation und dein Ziel mit der Arbeit. Und dein Denk- und Schreibtalent.

Schau dich doch lieber mal in deinem Institut herum und frag die Leute dort. So pauschal ist das wirklich nicht zu beantworten.
 

Benutzer68557  (30)

Sehr bekannt hier
Redakteur
Dir kann hier einfach keiner helfen, wenn du nicht die Fachrichtung nennst. Und selbst dann können vllt nur ein paar aus ihren eigenen Erfahrungen oder dem Umfeld berichten. Letztlich kommt es auf dich an.
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
Glaub mir, die Fachrichtung wird euch nicht viel sagen.

Schon klar, dass das eine individuelle Sache ist. Es ist nur grade nicht so einfach, mich irgendwo anders groß zu informieren und ich wollte einfach ein paar Vorabinfos haben.
 

Benutzer99630  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ob man während der Promotion eingeschriebener Student ist, ist von Uni zu Uni unterschiedlich. Was für dich zutrifft, müsste in der Promotionsordnung deines Fachbereichs an deiner Uni stehen - die gibt es heute ja meistens online, du kannst es also von zu Haus rausfinden.
(An manchen Unis hat man auch die Wahl, ob man sich einschreibt oder nicht. Ich hätte mich z.B. nicht als Promotionsstudentin einschreiben müssen, eine Art 'Registrierung' hätte gereicht. Aber ich nehm solche Dinge wie studentische Versicherung, Semesterticket, Vergünstigungen eben gern in Anspruch.)

Ich hab auch 2 bis 3 Jahre angepeilt - aber ich kenne genug Doktoranden (gerade diejenigen, die an der Uni für Lehrstuhl/Arbeitsgruppe arbeiten), die länger brauchen, weil die Arbeitsbelastung eben nicht zu verachten ist. Und es können nunmal ungeahnte Verzögerungen auftreten, auf die man keinen Einfluss hat. Nicht zuletzt kommt es wohl auch drauf an, wie 'leistungsfähig' man selbst ist. Manche Leute können ohne Probleme 12 Stunden am Tag arbeiten, anderen geht nach sechs Stunden schon die Konzentration flöten.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich muss ehrlich sagen, dass ich das zügig hinter mich bringen wollen würde mit genügend Freizeit.
Sind denn 2-3 Jahre realistisch?
Kommt natürlich auch auf Fach und Thema an, klar...

Doktorarbeit schreiben, gleichzeitig Vollzeit arbeiten und noch genügend Freizeit haben, und das Ganze in 2-3 Jahren - wäre in dem Fach, aus dem ich komme (Literaturwissenschaften), völlig utopisch und wohl höchstens von Superman zu bewältigen. Ich kenne auch niemanden aus geisteswissenschaftlichen Disziplinen, der das geschafft hätte (korrigiere: ich kenne überhaupt niemanden, der das geschafft hat :smile: ).

Wie hier schon mehrfach erwähnt, kommt es stark auf das konkrete Fach an; aber alllgemein würde ich sagen, promovieren und Vollzeitjob ist schon eine gewisse Belastung und wird wohl mit dem Wunsch nach Freizeit nicht wirklich zu vereinbaren sein. Von dem Gedanken würde ich mich also vorsichtshalber mal lieber verabschieden und überlegen, ob ich den Doktor trotzdem noch will.
 

Benutzer95651  (35)

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Eine Bekannte hat ihren Dr. in Biologie in 3 Jahren gemacht und das soll verdammt schnell sein für die Richtung.

Wenn man den Dr. an der Uni macht, wird man dann nicht zum wissenschaftlichen Mitarbeiter? Oder einfach Doktorand?
Immerhin "arbeitest" du an der Uni für das Projekt.
 

Benutzer95038 

Benutzer gesperrt
Wenn man den Dr. an der Uni macht, wird man dann nicht zum wissenschaftlichen Mitarbeiter? Oder einfach Doktorand?
Immerhin "arbeitest" du an der Uni für das Projekt.
Keine Ahnung, war ja auch meine Frage.

Ich kenne jemand aus einem anderen Fachbereich, der scheint dauer-Wiss-MA zu sein. Irgendwann hat er seine Dok-Arbeit geschrieben und ist aber immer noch an der Uni. Frage mich auch, wie das geht.
 

Benutzer65590 

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- Ist man währenddessen Student oder welchen Status hat man da?

Als Promotionsstudent bist du normalerweise eingeschrieben. Allerdings hindert dich theoretisch auch niemand daran, einfach in deiner Freizeit ein Dissertationsprojekt zu betreiben und erst nach dessen Fertigstellung akademische Weihen dafür zu beanspruchen. Allerdings könnte es natürlich sein, dass du für ein solches Machwerk keinen DoktorvaterIN findest.

- Ist sowas in absehbarer Zeit (2-3 Jhr.?) zu bewältigen, ohne dass man seine Freizeit komplett vergessen kann?

Klar. Wenn du dir ein entsprechendes Projekt schaffst und es als Vollzeit-Job betrachtest. - Wenn du, wie du sagst, eigentlich Vollzeit arbeiten willst und die Promotion nebenbei betreibst, sind 5-7 Jahre realistischer, es sei denn, du promovierst in Medizin, dann brauchst du etwa 2-3 Wochen, wenn du es langsam angehen lässt. Huch.

Scherz beiseite. Es ist immer die Frage, wie erst es dir mit deiner Promotion ist. Bist du wirklich aus wissenschaftlichem Ehrgeiz dabei, peilst du gar aus karrieretechnischen Gründen die Bestnote an? Dann wirst du entsprechend viel Zeit investieren. - Willst du eigentlich nur die "Zusatzqualifikation" und es reicht dir auch ein rite? Dann kannst du entsprechend anders arbeiten und kommst vielleicht schneller durch. Weiterhin kommt es aufs Fach an, auf den Prüfer, auf deine Arbeitsdisziplin... aber generell gilt, dass ein Zeitrahmen von 2-3 Jahren nur bei einem dankbaren Thema und voller Konzentration machbar ist.

Wer hat es gemacht und habt ihr es bereut?

Ich bin mitten drin (seit 2 Jahren) und bereuen... also, man weiß ja, wofür man es macht. Zugegeben, es ist verdammt anstrengend und die Motivation ist nicht immer maximal gegeben. Man sollte halt vorher wissen, warum man sich den Spaß gibt, und auf dieses Ziel hinarbeiten.
 

Benutzer89563 

Meistens hier zu finden
Drei Jahre sind bei uns das offizielle Ziel. Allerdings brauchen die meisten doch eher 4-5 Jahre. Geschrieben habe ich meine Arbeit dagegen in etwa 4 Monaten.

Das ganze Vollzeit an der Uni. Allerdings bekommt man alleine dafür kein Geld. Dafür habe ich eine 50%-Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter, in welcher ich Praktika und Übungen betreue. Das heißt Doktorand und WM haben nix miteinander zu tun, und man kann auch nur eines von beidem sein. Die meisten Doktoranden sind aber auch WM, um Geld zu verdienen. Eingeschrieben sein muß man bei uns übrigens auch nicht.

So, nun weißt du alles, was du für deine Promotion in Physik wissen mußt...
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich promoviere ab Anfang nächsten Jahres an der LMU, dort zum Beispiel ist die Immatrikulation als Doktorand auf 3 Jahre beschränkt. Das bedeutet nicht, das man innerhalb von 3 Jahren fertig werden muss, sondern nur, das man danach den Status als Student verliert. Inwiefern das für dich überhaupt relevant ist, weißt du selbst am Besten.

An meinem Institut hier in Wien (Wissenschaftsforschung/STS, wird auch kaum jemandem was sagen) sind die Doktoranden, wenn sie in ein Projekt eingebunden sind, meist mit einer halben Stelle beschäftigt. Auch hier: halbe Stelle heißt nicht, du arbeitest nur 20 Stunden die Woche, sondern das du eben nur für 20 Stunden die Woche bezahlst wirst und da in der Regel auch einige Zeit anwesend sein musst. Ob du Lehrverpflichtungen, Betreuungsverpflichtungen etc. hast, musst du schon den entsprechenden Prof/den Leiter des Instituts/Departments fragen!

Wenn man Vollzeit als WMA arbeiten will, würde ich doch ein Projekt wählen, in dessen Rahmen man seine Doktorarbeit schreibt. Das hat den Vorteil der Zeit- und Arbeitssynthese, allerdings bist du dann auch fremdbestimmter und nicht nur abhängig davon, was dein Betreuer gut findet, sondern auch davon was die anderen Leute in dem Projekt gut finden und was die Stelle, von der das Geld dafür kommt, gut findet :zwinker:

Die Doktoranden die ich kenne haben übrigens alle noch genug Freizeit - mehr als jemand in einem geregelten Job und weniger als der Durchschnitts-Masterstudent. Zumindest kann man sich, wie auch als Student, Arbeitszeiten relativ flexibel legen. Das gilt natürlich weniger wenn man Vollzeit am Institut arbeitet, dafür umso mehr, wenn man eine Individualpromotion verfolgt.
Ein Mittelding wäre ein Graduiertenkolleg, hast du das schon in Betracht gezogen?
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich kannte auch Doktoranden, die genügend Freizeit hatten - allerdings waren das nicht die mit dem Vollzeitjob "nebenbei".
Ja, klar, es ist aber ein Unterschied ob man Vollzeit an der Uni arbeitet und im Rahmen eines Projektes promoviert oder berufsbegleitend promoviert. Letzteres würde ich persönlich sowieso nie machen, aber Aily scheint auch nicht berufsbegleitend promovieren zu wollen wenn sie von einer Projektarbeit an dem Lehrstuhl, an dem sie promovieren will, spricht. Aber vielleicht habe ich das auch falsch verstanden.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Zur Dauer kann man sicherlich nichts Pauschales sagen...
In manchen Studiengängen und Instituten ist eine Doktorarbeit sind 3 Jahre für die Promotion die Regel, manchmal wird sogar eine Dauer von 3 Jahren fest vorgeschrieben...
Aber wo anders kann eine Promotion auch mal 5-7 Jahre dauern.
Nur von weniger als 3 Jahren habe ich noch nie etwas gehört. (Außer bei der lächerlichen Medizin-Promotion)

Man sollte sich also schon sehr genau über die jeweiligen Gepflogenheiten informieren, wenn man promovieren will.

Ich habe mich aber auch nur ziemlich grob über das Thema Promotion informiert, weil für mich eine Promotion nur eine absolute Notlösung für den extrem unwahrscheinlichen Fall wäre, dass ich mit dem Diplom in der Tasche keinen ordentlichen Job finde.
(Ein Job in der Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft reizt mich einfach nicht nur, aber auch aus finanziellen Gründen viel mehr als eine Promotion)
Wenn, dann wie schon ergänzt Vollzeit im Arbeitsprojekt (Uni) und nebenher schreiben.
Kann man daraus irgendwie den Status ableiten? (Sorry für die blöden Fragen, aber meinem Prof. kann ich die ja nicht stellen :grin:)
Warum solltest du das deinen Prof nicht fragen können?
Zumindest bei meinen Professoren hätte ich keine Hemmungen, solche Fragen zu stellen...
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Ich versteh nicht, wieso du keinen in deinem Fachbereich fragen kannst!?
Also, wenn man eine Weile an der Uni ist, hat man doch hier und da Professoren und Professorinnen und andere Mitarbeiter/innen, mit denen man sich gut versteht, an die man sich mit Fragen oder Problemen wenden kann. Und die kann man auch nach sowas fragen, vor allem solche Leute. Immerhin gehts denen ja auch darum, dem Nachwuchs auf die Sprünge zu helfen. Und das sind die Leute, die betreuen, unterstützen und einstellen. In allen meinen Fächern kenn ich mindestens zwei, zu denen ich da gehen könnte, ich kann mir nicht vorstellen, inwiefern das ein Problem ist. Da kann man dann auch mal fragen, wie die Umstände so sind, welche Möglichkeiten es gibt, welche Arbeit das bedeutet, also all das, was jetzt nicht in der Prüfungsordnung steht. Doktoranden sind da eine gute Anlaufstelle, Hiwis haben da aber auch oft schon einen recht guten Durchblick.
Es ist doch sicher auch nicht verkehrt, wenn man schonmal weiß, dass du da Interesse hast?
 
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