Der Endometriose-ist-ein-Arschloch Thread

GetOutTheWay
Benutzer180248  (27) Verbringt hier viel Zeit
  • #1
Hallo ihr Lieben,

im Mai wurde bei mir eine Laparoskopie durchgeführt diese ergab Endometriose im gesamten kleinen Becken. Meine Manherde befanden sich im Blasenperitoneum (5 cm). Zur Zeit fühle ich mich ziemlich mutlos da ich immer noch starke Beschwerden mit der Blase habe. Schmerzen beim Entleeren der Blase/Krämpfe/Stichartige Schmerzen. Einen Termin in der Urologie habe ich erst im September erhalten. Gerade vor diesem habe ich auch massive Angst ( hab schon mal sehr negative Erfahrungen bei einer anderen Urologin gemacht) Vielleicht kann mir die ein oder andere Endometriose Patientin ein wenig Mut machen / von Ihren Erfahrungen erzählen? Auch gerade was die Endovelle/Visanne betrifft. Gibt es unter euch welche die Endometriose frei geworden sind? Seit der Op nehme ich die Endovelle. Mir gehts gefühlt immer schlechter habe sämtliche Nebenwirkungen. Mein Absetzwunsch des Medikamentes wird von meiner Frauenärztin nicht unterstützt. Sie sagt ganz deutlich das die Endometriose zurück kommen wird.
Ich habe das Gefühl die Nebenwirkungen nicht mehr aushalten zu können. Ich fühle mich wie angeschossen, meine Leistungsfähigkeit gerade körperlich hat deutlich nachgelassen. Von Beckenschmerzen, Unterbauchschmerzen, Muskelkrämpfen, (Es kostet mich unglaublich viel Kraft zu laufen meine Beine fühlen sich so schwer an), Kopfschuppen, keine Libido, Stechen in der Scheide, Stimmungsschwankungen, bis hin zu Aggressivität leide ich täglich.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus bei euch.
 
G
Benutzer Gast
  • #2
Ich habe Endometriose (Diagnose Anfang 2021)
Bei mir gab es Herde in der Gebärmutter, die dazu führten, dass ich dauerhaft Blutungen und Schmerzen hatte.
Letztes Jahr im September 2021 hatte ich eine OP zur Entfernung der Herde. Etwa 9 Monate später waren die Beschwerden wieder da, allerdings sehr schwach.
Ich habe mich dann damit beschäftigt, was ich selber dafür tun kann, damit es mir besser geht und kam auf das Thema Ernährung.
Diese Seite ist sehr ausführlich und listet alles auf, was man essen darf und was nicht.

Ergebnis: Ich hab durch Ernährungsumstellung (erste Unterschiede nach 3 Wochen) meine Schmerzen locker zu 50% reduziert. :smile:
Schmerzmittel habe ich übrigens nie genommen (kein Fan von der Chemie)
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #3
Schmerzmittel habe ich übrigens nie genommen
Ohne Schmerzmittel würde ich wohl ohnmächtig werden oder mich erbrechen, ohne geht's hier definitiv nicht.

Ich versuche es nun aber auch mit der Ernährungsumstellung und nehme außerdem seit einem Monat täglich Kurkuma- und Gerstengraspulver ein.
Hormone darf ich aus anderen Gründen nicht nehmen.

Meine OP steht noch aus, aber man sieht es im Ultraschall schon ziemlich gut. Die OP wird nur zeigen, ob da noch mehr ist. Aber ja, Endometriose ist ein Arschloch.
 
GetOutTheWay
Benutzer180248  (27) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #4
Liebe Ugga,

mir geht es da wie dir ohne Schmerzmittel 💊 hätte ich das nicht ausgehalten. An meinen Spitzen Tagen konnte ich mich selbst mit 2.500mg Ibuprofen intus kaum bewegen. Das Schmerzmittel gerade Ibuprofen hilft auch die Entzündungen im Zaun zu halten. Jeder hat ein anderes Schmerzempfinden.

Für deine Op wünsche ich dir alles Liebe und Gute. Melde dich doch danach wenn du dich wieder fit fühlst und willst gerne.
 
Zuletzt bearbeitet:
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #5
Danke, liebe GetOutTheWay GetOutTheWay 🌷 vielleicht hilft dir und mir ja genauso wie fraukraehe die Ernährungsumstellung. Wäre schön :smile:
Das Schmerzmittel gerade Ibuprofen hilft auch die Entzündungen im Zaun zu halten. Jeder hat ein anderes Schmerzempfinden.
Ja, Ersteres spüre ich auch jedes Mal, wenn ich eine Tablette nehme. Glücklicherweise komme ich in der Regel mit den freiverkäuflichen Ibu über die Runden.
Das mit dem Schmerzempfinden ist wohl wahr, man kann ja auch völlig symptomfrei und trotzdem zugewuchert sein.

Off-Topic:
Könntest du so lieb sein und das Vollzitat rausnehmen und durch einzelne Sätze oder @+ugga ersetzen? Ich kann die gesundheitlichen Details sonst später nicht mehr vollständig entfernen. Danke dir 🌷
 
L
Benutzer193072  Ist noch neu hier
  • #6
Hallo,
hier mal meine Erfahrungen. Bei mir wurde auch "zufällig" Endometriose bei einer Bauchspiegelung entdeckt. Die haben mir dann gleich mal schön rumgeschnippselt... Leider war das alles nicht so schön (war eine Woche im Krankenhaus, weil riesige Wunden im Bauch) letztendlich hat es an den Schmerzen nichts geändert.
Nach ein paar Jahren bin ich wieder zu einer Bauchspiegelung, allerdings wurde mir eine Spezial-Klinik in Hamburg empfohlen. Und zwar die Frauenklinik an der Elbe.. ich komm aus dem Süden Deutschlands, aber ich sage dir: Der Weg hat sich gelohnt.
Die haben wirklich Ahnung... ich konnte am gleichen Tag wieder das Krankenhaus verlassen. Die haben von der letzten OP ziemlich viel Narbengewebe weggeschnitten, das wohl entstanden ist, weil die beim letzten Mal ziemlich grob waren. Das Narbengewebe zieht natürlich dann auch an allem, wenn man seine Tage hat. Seitdem sind die Schmerzen weniger und ich würde jeder Frau empfehlen in diese Klinik zu gehen.
Zusätzlich denke ich der Weg mit der Ernährung ist auf jeden Fall auch noch eine Option. Da kenne ich ein paar, die das etwas besser in den Griff bekommen haben. Da gabs auch mal eine Reportage in der ARD:


Also Toi Toi Toi!
 
B
Benutzer174589  (38) Sehr bekannt hier
  • #7
Schmerzmittel. So geil. Wieviel Blister ich weg geworfen habe.

In allen Taschen, im Auto, diverse Schränke und Schubladen. Mussten immer schnell griffbereit sein, weil ich sonst auch gern bewusstlos wurde.

Inzwischen kaum noch Beschwerden. Erst Minipille, jetzt Implanon, das heißt, gar keine Blutungen mehr.

Meine Herde sind vermutlich ganz gut in Schach. Ich spüre nur vereinzelt meinen rechten Eierstock und bilde auch noch fleißig Zysten.

Darm und Blase lassen mich in Ruhe. Mein Muttermund sieht deutlich besser aus.

Gyn Termine sind reduziert, dieses Jahr war ich erst vier Mal dort. Das ist schon echt gut.

Im Oktober werde ich sterilisiert. Dann wird auch nochmal aufgeräumt. Bin ein bisschen gespannt, was sie finden. Ich hoffe, dass das Implanon so gut funktioniert, wie es sich anfühlt. :smile:
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #8
Erste Periode nach der OP und ich lerne jetzt zum ersten Mal, was eine 9 von 10 auf der Schmerzskala sind. Ich hab gerade trotz Schmerzmitteln vor Schmerzen geweint, schlecht ist mir auch.
Der Uterus ist ruhig, aber ich spüre ganz genau, wo sie operiert hat.

Wenn diese Dreckswoche rum ist und ich mich nicht noch zu allem Übel bei meinem Freund mit Corona angesteckt habe, lese ich mir mehr zu TCM und Kräuterbehandlung von Endo an. Wenn in der Suche zufällig was zum Thema Kinderwunsch aufploppt, fange ich auch sofort an zu weinen. Wenn meine Hausarztpraxis mal erreichbar wäre, würde ich auch mal einen Termin machen, damit ich vielleicht eine:n Ernährungsberater:in bezahlt bekomme. Alleine schaff ich das hystaminarme Essen einfach nicht, ich brauch da Begleitung. 10 Coronakilo müssen auch dringend runter, um den Östrogenspiegel zu reduzieren.

Morgen kommt meine neue Flasche Leinöl mit der Marktkiste. Das wirkt entzündungshemmend und ich nehme es seit Neuestem möglichst täglich. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen.
GetOutTheWay GetOutTheWay wie geht es dir?
 
B
Benutzer174589  (38) Sehr bekannt hier
  • #9
Och ugga ugga , du arme. Fühl dich ganz lieb gedrückt, wenn du magst. Also ganz vorsichtig natürlich.
 
R
Benutzer42417  Verbringt hier viel Zeit
  • #10
ugga ugga Mir hat diese Seite für eine histaminarme Ernährung gut geholfen:SIGHI (auch wenn sie sehr oldschool aussieht)
Hoffe, es geht Dir bald besser:rose:!
 
F
Benutzer108203  Verbringt hier viel Zeit
  • #11
Ich mache leider auch damit rum, Adenomyose und ganzes Blasendach voll. Die Blasenschmerzen kenne ich auch und andauernd das Gefühl, eine Blasenentzündung zu haben.
Ich hatte zwei Laps, da wurde einiges entfernt, auch am Darm. Aber die Gebärmutter möchte ich mir aktuell nicht entfernen lassen, also muss ich mich arrangieren.
Wichtig ist ja leider, dass es kein Patentrezept gibt. Bei jedem funktionieren andere Sachen und man muss sich leider durch alles selbst durchprobieren.

Bei mir persönlich hilft eine Desogestrel Kombipille Gott sei Dank ziemlich gut. Hatte erst ein gutes Jahr die Desogestrel Minipille, dadurch auch schon deutlich weniger Schmerzen, aber andauernd Blutungen und massiven Haarausfall. Dann eine Dienogest Kombi zum Durchnehmen - keinerlei Blutungen, dafür Stimmung komplett im Arsch und jeden Abend Heulkrämpfe, nach 3 Monaten hab ich gesagt, das kann ich so nicht. Dann Desogestrel Kombi, gut. Kann sie leider nicht durchnehmen, weil ich dann wieder Schmierblutungen bekomme, aber die Pause ist deutlich weniger schlimm als ohne und mit Novalgin/Buscopan/ggf. noch Paracetamol dazu relativ gut machbar. Stimmung normal wie immer, Gott sei Dank. (EDIT: Nicht jede Endo spricht auf Hormone an, ich hab da echt Glück, dass das bei mir so gut funktioniert und ich auch keine Nebenwirkungen durch die Desogestrel Kombi merke. Soll nicht heißen, dass jetzt alle die Pille nehmen sollen, die kann man auch mit sehr guten Gründen für sich ablehnen - ich wollte eigentlich auch keine nehmen bzw. wär mir auch lieber, wenn nicht. Aber sie wirkt bei mir einfach zu gut. Zum Glück.)

TCM, Ernährung (Milch, Gluten, Histamin), Yoga hab ich auch ausprobiert, hat bei mir persönlich gar nix gebracht.

Dann habe ich eine Schmerztherapie in der Uniklinik gemacht, die mir vom Endozentrum im gleichen KH empfohlen wurde. Und die war sehr gut. Ich nehme mittlerweile ein sehr niedrig dosiertes Antidepressivum, das zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt wird, mit für mich leichten und gut aushaltbaren Nebenwirkungen (etwas müder insgesamt, aber mit mehr Schlaf zu kompensieren, vertrage keinen Alkohol mehr, hab aber eh noch nie viel oder besonders gerne was getrunken).
4 Wochen nach Beginn der Einnahme fast schmerzfrei außerhalb der Blutung, ab und zu zwickt die Blase mal, aber insgesamt seit über einem Jahr Ruhe. Ich hab es nicht mehr geglaubt und bin einfach nur happy und dankbar, dass mein Zustand jetzt wieder so stabil ist. Also falls ihr das noch nicht ausprobiert habt, eine Schmerztherapie kann ich nur empfehlen. Man muss sich da auch nicht mit hardcore Kram abschießen, da wird auch Physio und Akupunktur zB verschrieben, ggf. auch psychische Unterstützung falls notwendig, usw. Ich wusste vorher gar nicht, dass es sowas gibt, deshalb wollte ich es mal in den Raum werfen, falls es noch anderen so geht. Und wie immer: alles individuell.
 
GetOutTheWay
Benutzer180248  (27) Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #12
Liebe Ugga,

so ging es mir bei meiner ersten Periode nach der Op damals auch. Auch meine Psyche betreffend Kinderwunsch war nach der ersten Operation sehr angeschlagen. Was mir persönlich sehr hilft sind die Wärmepflaster vom Rossmann die geben bis zu 12 Stunden kontinuierlich Wärme ab und decken den Unterbauch auch ab. Alternativ Wärmeflasche. Welche Schmerzmittel nimmst du den? Naproxen kann ich tatsächlich auch sehr empfehlen da es wirklich länger hält als Ibuprofen. Auch die Kombi von Buscopan (Krampflösend) und Ibuprofen (Schmerzlösend) finde ich sehr gut. Wer nicht zu Krampflösende Medikamente greifen möchte kann auch Magnesium einnehmen.
Ich möchte dir Mut machen die 1. Periode nach der Operation ist auch wirklich aufgrund des nicht abgeschlossenen Heilungsprozess besonders gemein. Die 2. und 3. wird im Normalfall auf jeden Fall besser.
Hast du aktuell Kinderwunsch oder wurdest du auf Hormone eingestellt?


Kurzes Update ich habe vor 3 Wochen ungefähr meine Medikamente abgesetzt. Seitdem aktuell grade Stillstand. Aber meine Beschwerden mit der Blase sind seit der Op nicht besser geworden, weshalb ich mich mittlerweile in Urologische Behandlung gegeben habe. Wir freuen uns somit auf die Blasenspiegelung am 21.09…..
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #13
GetOutTheWay GetOutTheWay ohje, alles Gute für die Blasenspiegelung!

Bei mir hat sich jetzt vermutlich doch innerlich was entzündet, was natürlich im Hinblick auf meinen Kinderwunsch großartig ist. Habe noch nicht einen Tropfen geblutet und hatte gestern erhöhte Temperatur. Bin gerade auf dem Weg zur Blutabnahme um dann hoffentlich direkt Antibiotika zu bekommen und das schnell einzudämmen. Es brennt und schmerzt und das deprimiert mich sehr, ich habe Angst vor Verwachsungen.
Ich wäre so gerne gestern schon in die Notaufnahme, aber die ist hier nicht für gynäkologische Notfälle. Die Ambulanz in der Frauenklinik wollte mich auch nicht, ich solle zur Gyn.

Die Gesundheit von Menschen mit Uterus wird echt so vernachlässigt, es ist zum Mäusemelken.

Ich habe übrigens Kinderwunsch GetOutTheWay GetOutTheWay , wenn auch nicht jetzt, darf aber aufgrund einer kürzlichen Krebsvorstufe keine Hormone mehr nehmen. Zu gefährlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #14
Super, man sieht freie Flüssigkeit im Ultraschall. Antibiotika bekomme ich frühestens morgen Nachmittag. Ich könnte heulen.
 
N
Benutzer113006  Team-Alumni
  • #15
ugga ugga mach dir keine Sorgen. Die Situation kommt mir 1:1 bekannt vor. Deswegen mag ich es nicht, wenn eine Bauchspiegelung als leichtfertig abgetan wird. Letztes Jahr hatte ich damit ungefähr 3 Monate zu tun und war mehr als 2 Wochen AU. Wenn das Antibiotikum anschlägt, dann geht alles gut. Lass die Blutwerte regelmäßig kontrollieren und die freie Flüssigkeit per Ultraschall. Das Endozentrum war bei mir sehr entgegenkommend und sehr fürsorglich, was die Überwachung anbelangte. Lass dir nur was zum Darmaufbau verschreiben; das war bei mir fast die schlimmste Nebenwirkung. Die Nebenwirkung vom AB nach der Bauchspiegelung...

Randnotiz: eine Bekannten, der ich nicht von der BS berichten wollte, sagte dann zu mir, dass sie AB vermeidet, wenn es nur geht. 🤣 Jaja, hab's nicht wegen nem Schnupfen genommen. :ichsagnichts:
 
Zuletzt bearbeitet:
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #47
Habt ihr noch Tipps zu Nahrungsergänzungsmitteln?
Ich möchte hier kurz einhaken, auch wenn ich ansonsten hier nur mitlese. Das ist jetzt auch nicht auf dich bezogen, Wentj Wentj , sondern ich finde, es sollte an diesem Punkt genannt werden.

Nahrungsergänzungsmittel sollten wirklich mit Vorsicht gehandhabt werden. In Deutschland unterliegen sie keiner Prüfung auf Unschädlichkeit. Im besten Fall gleicht man also irgendeinen Mangel aus oder optimiert den Körper minimal, im schlechtesten Fall führt es zum Beispiel zur schweren Leberschädigung und vielem mehr und bei vielen Menschen wird der Urin auch einfach nur teurer.

Weil hier Kurkuma angesprochen wird: Das wird gerne (als NEM) mit Piperin kombiniert (ursprüngliche Herkunft ist der schwarze Pfeffer), was die Bioverfügbarkeit verbessert. Es ist jedoch fraglich, ob das für die positive Wirkung auf die Verdauung überhaupt nötig ist.
Piperin selbst bringt Probleme mit sich, da es zwar antioxidativ wirkt, aber auch eher reaktiv ist. Das kann sich zum Beispiel über einen veränderten Abbau von Medikamenten äußern (der Spiegel im Blut steigt bei manchen Schmerzmitteln deutlich stärker an als ohne und bleibt länger oben). Bei Schwangeren wirkt Piperin womöglich embryoxisch und bei Männern kann die Spermatogenese behindert werden.
Nur: Wer vermutet das schon, wenn Kurkumakapseln eingeworfen werden sollen?

Deswegen finde ich es gut, wenn es besprochen wird, aber es war mir wichtig, das an dieser Stelle zu erwähnen.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #206
dann muss der Mann halt alles wuppen hier.
Ich hab erstmal drei Wochen gar nichts gemacht, außer meine verschriebenen Spaziergänge durch die Wohnung. Nicht mal gestaubsaugt :ninja:


Ich hab mal was Positives zu berichten:
Das Daosin ist weiterhin ein Geschenk, seitdem ist die zweite Zyklusphase viel erträglicher und ich muss nicht sooo sehr aufs Essen aufpassen.
Und seit 3 Wochen trinke ich wirklich konsequent meine goldene Hafermilch morgens – ich bemerke einen deutlichen Unterschied. Kam, weil ich gelesen habe, dass Kurkuma als Antihistaminikum fungieren kann. Mein Eisprung war trotz Zysten gut erträglich, kein ganzen Tag leiden wie zur Periode. Mein Bauch ist jeden Tag flach oder höchstens leicht gewölbt. Das war zuletzt nicht mehr so, kaum eine Hose ohne Gummibund hat gepasst, egal zu welcher Zyklusphase.

Und das trotz Reisen und Weihnachtsstress und Erkältung. Normalerweise sind Reisen, Stress und Krankheit alles zielsichere Trigger.
Im Moment bin ich allerdings auch dabei, meine Vitamin-D-Speicher aufzufüllen, das hilft vielleicht auch.
 
sanguina
Benutzer149155  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #367
ugga ugga bei mir haben sich der dritte und vierte natürliche Kinderwunschzyklus bis zu einem gewissen Punkt sehr ähnlich angefühlt. Im dritten kam die Periode pünktlich, im vierten habe ich positiv getestet, auch, wenn es nicht bleiben konnte.

Der einzige Unterschied bis kurz vor Fälligkeit der Periode war, dass der ES im vierten richtig, richtig krass war. Ich hatte noch nie so krasse "ich muss befruchtet werden"-Vibes wie in diesem Zyklus, auch unter der Stimulation nicht.

Ich will damit sagen, es kann durchaus sein, dass es schon einmal ganz kurz geklappt hat seit eurem Bastelstart. :smile:

Bei mir ist die Endometriose nach dem Abgang richtig schlimm geworden, ich habe dann den fünften Zyklus zum letzten natürlichen deklariert und habe mich dann noch einmal unters Messer legen lassen. Bis zur OP ging es mir sehr dreckig, ich hatte aber auch ein riesen Ding am Eierstock hängen und der andere Eierstock war vom Darm so doof umarmt, dass es dort jedes Mal wehtat, wenn ich in einem gewissen Verdauungsstadium angekommen bin.

Ich weiß nicht, inwiefern dir das jetzt weiterhilft, aber das wären so meine ersten Gedanken dazu. Gute Besserung und viele gedrückte Daumen für einen bleibenden Bauchbewohner beliebigen Geschlechts wünsche ich dir! :knuddel:
 
D
Benutzer186405  (54) Beiträge füllen Bücher
  • #387
Du kennst Embryotox, ugga ugga ?

Ibuprofen:

"Empfehlungen zur SchwangerschaftPlanung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie

Ibuprofen
gehört in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft neben Paracetamol zu den Analgetika/Antiphlogistika der Wahl. Wie jede andere Schmerzmedikation auch, sollte es nicht unkritisch und ohne ärztlichen Rat tagelang oder über mehrere Wochen eingenommen werden. Eine langfristige Therapie mit Ibuprofen oder anderen NSAID sollte nur nach ärztlicher Absprache und strenger Indikationsstellung erfolgen. Im letzten Trimenon (ab Schwangerschaftswoche 28) dürfen Ibuprofen und andere NSAID nicht angewendet werden."
 
Enigma.
Benutzer203678  (53) Öfter im Forum
  • #401
Darf ich fragen, wieso du deine Eierstöcke behalten hast?
Ja klar. :smile:

Bei der Hysterektomie war ich knapp 51 und in der Perimenopause. Trotzdem waren sich alle Gyns einig, dass die Eierstöcke erhalten bleiben sollten, wenn sie nicht zu sehr geschädigt oder voller Zysten sind.

Der Körper braucht das Östrogen. So lange das produziert wird, ist das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall usw.), Osteoporose und Demenz geringer. Bei vorzeitiger Menopause (egal, ob natürlich oder operativ) steigt das Risiko für solche Erkrankungen deutlich an.

Abgesehen davon hatte ich auch nicht wirklich Bock auf Wechseljahreserscheinungen, die ich noch nicht habe - wie Hitzewallungen (hatte ich schon medikamentenbedingt) Scheidentrockenheit, Libidoverlust usw.

Um das alles zu vermeiden, müsste man nach Entfernung der Eierstöcke eine HET (Hormonersatztherapie) mit Östrogen machen. Da das Östrogen blöderweise auch die Endo wieder anheizen kann, muss frau dann auch ohne Gebärmutter ein Gestagen dazu nehmen, um das erneute Eskalieren der Endo zu verhindern. Klappt aber wohl auch nicht immer.
Mein Körper akzeptiert keinerlei "Fremdhormone" mehr, also ist das für mich keine Option. Da habe ich lieber die Eierstöcke behalten - die zum Glück komplett Endo-frei waren.
 
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
Enigma.
Benutzer203678  (53) Öfter im Forum
  • #469
Off-Topic:

Eierstockkrebs entsteht oft in den Eileitern, von daher wird das Risiko nicht vollständig eliminiert. Aber immerhin sind Gebärmutter und Zervix dann weg, das ist ja schonmal was.
Off-Topic:

Hier in D werden genau aus dem Grund bei der Hysterektomie heutzutage üblicherweise auch die Eileiter mit entfernt. Hat mir der Gyn vor meiner Hysterektomie jedenfalls so erklärt.

Aber ich habe habe meinen Gebärmutterhals behalten. Wurde mir von ihm so empfohlen aus "statischen" Gründen und ich hatte mich selbst schon dafür entschieden - aus "ästhetischen" Gründen. Ich wollte, dass zumindest die tastbare Anatomie so bleibt wie sie ist. Dass ich weiterhin zur Krebsvorsorge muss und ggf. noch leichte Blutungen haben kann, habe ich dafür in Kauf genommen.

Kann aber sein dass man es eben nicht macht bei einer reinen Sterilisation weil das über die kleinen Löcher (minimalinvasiv) natürlich schwierig ist.
Meine Hysterektomie war auch minimalinvasiv. 2 Schnitte mit 1 cm, einer mit 3 cm. Darüber haben die auch die Gebärmutter rausbekommen. Natürlich nicht im Ganzen. Musste der Pathologe dann wieder zusammenpuzzeln. :cool: Die paar cm Eileiter sollten da das kleinste Problem sein. Da geht mehr als man glauben mag.
Weil die OP deutlich länger wäre als nur die Clips zu setzen.
Clips? Ich wollte keinen Fremdkörper in mir haben und habe bei der Steri drauf bestanden, dass sie ein Stück der Eileiter entfernen und die Enden veröden. Alles andere wäre mir zu unsicher gewesen (damals haben sie die Eileiter noch nicht bevorzugt komplett entfernt).
Bei bei meiner Hysterektomie (14 Jahre nach der Steri) kamen dann die Reste von den Eileitern auch noch raus.
 
Enigma.
Benutzer203678  (53) Öfter im Forum
  • #501
Sollte das deine Sorge sein, dafür gibt es Optionen wie HET, für die ich persönlich dankbar bin.
Bei Endometriose ist HET auch nicht unproblematisch. Jede Form von Östrogen "füttert" die Endometriose. HET funktioniert aber nur, wenn auch Östrogen dabei ist. Wegen der Endo müsste immer auch ein Gestagen genommen werden (was sonst bei Frauen ohne Gebärmutter nicht notwendig ist). Und trotzdem kann man nicht sicher sein, dass die Endo nicht doch weitermacht.

Man ist sich bisher nicht mal sicher, ob Phytoöstrogene unbedenklich sind oder auch die Endo "anheizen".

ne, das ist die Sorge von Ärzten und anderen unbeteiligten Menschen. Klar, ich bin nicht scharf drauf das mit Anfang 30 durchzumachen - wobei ja auch gar nicht absehbar ist, wie mein Körper reagiert. Aber wenn ich die Wahl habe, dann lieber das (was man so mitbekommt an Wechseljahrsbeschwerden) jetzt schon und danach dann halbwegs Ruhe vielleicht, als diesen ganzen Mist jetzt noch die nächsten 20 Jahre oder so

Sorge der Ärzte sind die Folgen von so frühen Wechseljahren. Ganz vorn dabei Osteoporose aufgrund des Östrogenmangels. Das Östrogen vermindert auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, was bei vorzeitigen Wechseljahren erheblich ansteigt. Sollte man beides nicht unterschätzen.

Egal was Du machst, es ist einfach kacke. :knuddel:

Ich bin ja schon deutlich älter und vor gut zwei Jahren alle Optionen mit einem Endo-Spezialisten durchgegangen. Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Nachdem ich mal wieder endlos geblutet habe und körperlich total am Ende war, habe ich förmlich um die Hysterektomie gebettelt. Wurde dann auch kurzfristig gemacht, inklusive Endo-Sanierung. Eierstöcke und Gebärmutterhals sind noch drin.

Die Ärzte wollten mich nach der OP für 3-6 Monate in die künstlichen Wechseljahre schicken, was ich abgelehnt habe. Ich war zu dem Zeitpunkt schon in der Peri-Menopause und hatte auch phasenweise verschiedene Wechseljahres-Beschwerden. Ich hatte echt keinen Bock auf Wechseljahre im Zeitraffer, um nach 6 Monaten wieder zurück in die Peri-Menopause zu gehen und den ganzen Mist nochmal in Zeitlupe durchzumachen. :nope:

6 Monate Dienogest oder andere Gestagene habe ich ebenso abgelehnt, weil es meine Migräne eskalieren lässt.

Da ich in meinem Leben schon x Mal die Pille abgesetzt habe, weiß ich auch, dass mein Körper nach Absetzen der Hormone sofort wieder "Volllast" fährt und nach 4 Wochen alles wieder so läuft, als hätte ich nie was genommen. Auch nach jahrelanger Einnahme. Jegliche Hormontherapie hätte mir also ziemlich wahrscheinlich nur einen "Aufschub" von 6 Monaten gebracht - falls ich wegen der Nebenwirkungen überhaupt so lange durchgehalten hätte. Dafür Quäle ich mich nicht mit den Nebenwirkungen.

Ohne Hormontherapie hat der Doc mir nach der OP 3-5 Jahre gegeben. Entweder bin ich dann in der Menopause oder wieder auf dem OP-Tisch. Ob ich nun nach 3-5 Jahren oder nach 3,5-5,5 Jahren auf dem OP-Tisch liege, ist dann auch egal. Im Moment stehen die Zeichen Richtung OP-Tisch. Die Beschwerden werden wieder mehr. Hatte diese Woche Gyn-Termin - und den Rest des Tages die altbekannten Schmerzen...

Ich verstehe aber total, dass Du die Schnauze so voll hast, dass Du am liebsten den Mist komplett loswerden willst. 20 Jahre Enthaltsamkeit und jedes Jahr eine OP sind auch keine schöne Perspektive...
 
Enigma.
Benutzer203678  (53) Öfter im Forum
  • #503
Progesteron geht wunderbar ohne Östrogen, anders rum nicht.🤗
Ich habe da nichts verwechselt. Es geht hier nicht um die Linderung von "allgemeinen" Wechseljahresbeschwerden, sondern um vorzeitige Wechseljahre wegen Entfernung der Eierstöcke (und Gebärmutter) aufgrund der Endometriose, so wie ThePingu ThePingu es gern hätte.

Ohne Östrogen geht die HET nur bei vorhandenen Eierstöcken, die noch ausreichend Östrogen produzieren. Wenn "alles raus" -also auch die Eierstöcke-, dann heißt HET: zwingend Östrogen. Frauen ohne Gebärmutter wird dann üblicherweise kein Gestagen/Progesteron gegeben (es sei denn sie brauchen das wegen anderer "typischer" Wechseljahreschwerden), weil sich ja keine Gebärmutterschleimhaut mehr aufbauen kann.

Bei Endo-Patientinnen sollte man Östrogen solo aber tunlichst vermeiden, egal, ob mit oder ohne Gebärmutter. Ohne Kombi-Therapie mit Gestagen/Progesteron kann die Endometriose nämlich fröhlich weitermachen.

Ohne Eierstöcke muss Östrogen eingenommen werden, um die Risiken der vorzeitigen Menopause zu minimieren - was auch wieder zum Wachstum von Endometriose führen kann.

Das Problem bei Endo ist halt komplexer als wenn frau "nur" Wechseljahre hat. Eine Entfernung der Gebärmutter beseitigt zwar die Blutungen und ggf. Schmerzen von Adenomyose, aber nicht die Endometriose an sich. Die Endometrioseherde, welche sich außerhalb der Gebärmutter befinden und auch ohne Gebärmutter neu entstehen, können immer noch genug Probleme bereiten und zu abartigen Schmerzen führen, so lange ausreichend Östrogen im Körper ist.


Östrogen und Progesteron wirken mehr als nur in Gebärmutter und wir sind alle mehr als nur dieses eine Organ:
Was anderes habe ich auch nicht behauptet. Sondern:
Sorge der Ärzte sind die Folgen von so frühen Wechseljahren. Ganz vorn dabei Osteoporose aufgrund des Östrogenmangels. Das Östrogen vermindert auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, was bei vorzeitigen Wechseljahren erheblich ansteigt. Sollte man beides nicht unterschätzen.


HET schützt von Osteoporose, Herzerkrankungen usw.. deshalb ist die Einnahme auch ohne Gebärmutter oft sinnvoll.
Das was vor diesen Erkrankungen schützt, ist nicht "die HET", sondern das Östrogen so lange es noch vom Körper gebildet wird und später das zugeführte Östrogen bei der HET, wenn die Eierstöcke biologisch bedingt zu wenig Östrogen produzieren.
Mit Progesteron solo kannst Du viele Wechseljahresbeschwerden wie Schlaflosigkeit, psychische Probleme, Hitzewallungen usw. in den Griff bekommen. Die möglichen Folgen eines Östrogenmangels aufgrund fehlender Eierstöcke kannst Du aber ohne Östrogen nicht ausgleichen.

Mit Endometriose kenne ich mich nicht aus, allerdings kenne ich mehrere Frauen die HET mit dieser Diagnose nehmen.
Eine HET ist bei Endometriose nicht zwangsläufig ausgeschlossen und wenn man nur Progesteron nimmt, auch unproblematisch.

Sobald aber Östrogen dazu kommt bzw. bei fehlenden Eierstöcken dazu kommen muss, besteht das Risiko eines Rezidivs der Endometriose.
Bei einer Patientin, die bereits 1 Jahr nach der letzten Endo-OP wieder derart massive Beschwerden hat, sehe ich die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs unter HET mit Östrogen als sehr hoch an, auch wenn gleichzeitig Progesteron gegeben wird oder ein Gestagen genommen wird. Empfohlen wird übrigens bei Endo-Patientinnen Dienogest als Ergänzung zu Östrogen.

Pille ist genau genommen keine bioidentische Hormontherapie.
Das ist völlig korrekt.
Aber auch bioidentisches Östrogen ist Futter für Endometriose. Der ist es nämlich egal, ob das Östrogen körpereigen, bioidentisch oder "chemisch" ist (Gänsefüßchen deswegen, weil auch bioidentische Hormone im Labor hergestellt werden und chemisches Produkt sind). Die Endo nimmt jedes Östrogen, um sich auszubreiten.

Welche Nebenwirkungen der bioidentischen HET meinst du?
Ich meinte die Nebenwirkungen der künstlichen Wechseljahre oder von Dienogest. Nach einer Endometriose-OP bei der die Eierstöcke erhalten bleiben, wird empfohlen, den Zyklus für 3-6 Monate komplett zu unterdrücken, um evl. verbliebene Endometrioseherde "auszutrocknen". Das wird nicht mit bioidentischen Hormonen gemacht.

Bei mir führt allerdings jegliche Hormonzufuhr von außen zu einer Eskalation meiner Migräne, weshalb ich auch keine bioidentischen Hormone nehme. Auch bioidentische Hormone können Nebenwirkungen haben - wie z.B. verstärkte Migräne.

Glaube mir, ich habe mich ausführlich mit der Thematik beschäftigt und das mit mehreren ÄrztInnen durchgekaut, als es um meine Endo-OP+Hysterektomie ging. Mein erster Impuls war auch: Dann nehmt die Eierstöcke gleich mit. Letztlich habe ich mich dagegen entschieden, obwohl ich schon 50 war.

Für deutlich jüngere Patientinnen muss genau abgewogen werden, was man macht:
-Alles raus und die nächsten 20 Jahre Hormone nehmen (mit allen Nebenwirkungen und immer noch mit einem gewissen Risiko, aufgrund des zugeführten Östrogens doch wieder Probleme mit der Endo zu haben)?
-Noch 20 Jahre mit Eierstöcken und (damit körpereigenem Östrogen) leben, die Endo (zeitweise) mit künstlichen Hormonen unterdrücken oder/und regelmäßig auf dem OP-Tisch liegen?
-Alles raus und keine Hormone nehmen - dafür aber das Risiko in Kauf zu nehmen, sich später mit Osteoporose und anderen unschönen Folgen des frühen Östrogenmangels rumzuschlagen?

Klingt irgendwie alles nicht verlockend. Aber nichts machen und weiter leiden genauso wenig.
Endometriose ist und bleibt einfach ein Arschloch.
 
Enigma.
Benutzer203678  (53) Öfter im Forum
  • #553
gutes Durchhalten! 🌸
Muss ich wohl. Habe Termin für Anfang Dezember bekommen.

Wenigstens genug Zeit, ~ 40 Jahre "Mens-Geschichte" inklusive aller Beschwerden aufzuschreiben und alle evl. relevanten Befunde rauszusuchen. :rolleyes:

Damit hoffentlich das
Ich muss nur zusehen, dass ich ernst genommen werde.
passiert.

Aber ich habe ja im Laufe der letzten Jahre dazugelernt:
Klartext reden und gut vorbereitet sein hilft. "Ich habe Schmerzen" rauscht durch. "Ich dachte, ich hätte nen Bandscheibenvorfall!" wirkt.
Das ist oft eine Gratwanderung, um nicht als Dr.-Google-Klugscheißer rüberzukommen, aber trotzdem zu vermitteln, dass man weiß, wovon man redet und was man will - aber trotzdem die Vorschläge des Arztes hören und in die eigenen Überlegungen einbeziehen möchte.

Freundlich aber bestimmt sagen, was frau will und was sie nicht will, hilft auch. z.B. "Herr/Frau Dr. XY, ich bin trotz der aktuellen Behandlung jeden Monat für mehrere Tage ein Total-Ausfall und eine Belastung für meine Familie. Meine Beziehung und mein Berufsleben leiden sehr stark darunter. Ich bin total am Ende. Hormone schließe ich aufgrund meiner Erfahrungen für mich definitiv aus. Welche anderen Optionen gibt es?" Und dann ist der Arzt im Zugzwang. Du kannst auf jeden Vorschlag reagieren und die Vor- und Nachteile erfragen.

Ich bin dazu übergegangen, nicht gleich das Erstbeste zu "nehmen", was ein Arzt vorschlägt, sondern immer nach Alternativen zu fragen und mir erklären zu lassen, warum der Arzt "A" favorisiert und nicht "B". Wenn die Ärzte merken, dass man sich mit der Materie befasst hat und tatsächlich versteht, wovon die reden, reden die gleich ganz anders mit einem (zumindest die meisten). Manchmal hilft auch die Frage "Was würden Sie denn ihrer Frau (Mann/Tochter/Sohn/bestem Freund...) raten, wenn sie jetzt mit diesem Problem hier säße?"
 
Enigma.
Benutzer203678  (53) Öfter im Forum
  • #590
Ganz lieben Dank ugga ugga :knuddel:

Hirtentäschel probiere ich gerade auch wieder (hab noch ne halbe Packung von vor 3 Jahren gefunden :ninja:). Bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob es was bringt oder nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich schmierblute jedenfalls immer noch vor mich hin (heute Tag 7), aber die Schmerzen waren gestern etwas besser. Keine Ahnung, ob es daran liegt, dass die Blutung nun bald mal aufhören müsste oder am Hirtentäschel. Vielleicht auch beides. 🤷‍♀️

Ich verstehe meinen Körper sowieso gerade überhaupt nicht. Trotz Blutung sind meine Brüste immer noch "aufgeblasen" (wie sonst nur vor der Mens) und tun weh. Schon blöd als Bauchschläferin... Und die 5 kg extra, die ich dank AD im letzten halben Jahr angesammelt habe, sind wahrscheinlich noch extra Futter für die Endo (mehr Fett=mehr Östrogen). Ich kriegs auch gerade nicht runter und bin schon froh, wenn es nicht mehr wird. :geknickt: AD absetzen ist momentan überhaupt keine Option.

Hirtentäschel hatte mir auch meine damalige Gyn empfohlen und es hat auch für ein paar Monate gut geholfen, sprich die Blutung (damals noch mit Gebärmutter) und die Schmerzen (!) reduziert. Leider hat die Wirkung einer Dosis immer nur 5-6 Stunden angehalten und mehr als 3 x am Tag (3 x 400 mg) sollte ich nicht nehmen.

Und ja, das geht ins Geld. Ich muss(te) Eisen, Hirtentäschel, Magnesium usw. auch immer selbst zahlen - auch als privat Versicherte... Und das fiese ist: Wenn Du das auf Privat-Rezept kaufst, dann zahlst Du den Normalpreis - ohne Rezept kannst Du auch Sonderangebote nutzen und zahlst am Ende weniger. Ich kauf das Zeug nur noch so.

Ich drücke Dir die Daumen, dass das Hirtentäschel hilft und Du die Kohle wenigstens nicht umsonst ausgegeben hast. :kleeblatt:
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #724
Viel gruseliger finde ich ja eigentlich die Auslöser für die
Ah, stimmt, da war was. Deswegen sind Chlamydien für Frauen ja auch so doof, ich erinnere mich. Sie können nämlich zu stillen Entzündungen der Eileiter führen, ohne dass frau das bemerkt. Könntest du dir deswegen auch schon vor 2024 eingefangen haben, leider. 😅
Ich meine, davor schützen Kondome auch nicht unbedingt. Bin mir aber nicht mehr sicher.
Antibiotika werden dann wahrscheinlich tatsächlich das Mittel der Wahl sein. Gute Besserung!

Anscheinend hatte ich nach den ganzen Nieten, jetzt auch mal Glück beim Ärzte-Lotto.
Ja, klingt so :grin: Immer schön, wenn ein:e Mediziner:in trotz unseres Gesundheitssystems noch Spaß an der Arbeit hat.
Aber du bist auch hartnäckig geblieben bis du den gefunden hast, da kannst du stolz auf dich sein.

Freut mich jedenfalls für dich, dass der/die Übeltäter gefunden worden sind und du jetzt weiterführende Hilfe bekommst! Welch ein wilder Ritt, meine Güte.



Ich leide heute wieder unter der Endometriose. Mein Uterus brennt wie Hölle, weil wir es versuchen und der Uterus zum Hormonchaos um den Eisprung herum immer so empfindlich auf Sperma reagiert. Zudem findet glaube ich mein Eisprung aktuell statt. Jedenfalls bringt mich mein Eierstock mit stechenden Schmerz um. Fühlt sich an, als hätte ich ein Messer im Bauch und immer wenn ich mich bewege, schneidet es ein.
So hat man natürlich auch kein Bock auf Zeugungssex. 😉
 
ThePingu
Benutzer225584  (33) Ist noch neu hier
  • #725
Hm ja, das hab ich mittlerweile auch rausgelesen, also die stille Entzündung. Dennoch finde ich es irgendwie seltsam, dass vorher nie irgendwas aufgefallen ist. Also grade auch bei der OP 2024, die unzähligen Ultraschalle sowie allein letztes Jahr 5 Blutabnahmen mit Entzündungswerten im Normbereich. Also ich weiß nicht, aber da sollte doch wohl auch eine stille Entzündung "laut" sein - besonders wenn sie im Pathologiebefund als "floride Salpingitis" beschrieben wird und dr google zu florid
"Florid bedeutet "blühend". Der Begriff wird in der Medizin benutzt, um auszudrücken, dass eine Erkrankung sich in einem Stadium befindet, in dem alle Symptome deutlich ausgeprägt sind."
Kann mir das einfach nicht vorstellen. Oder ich bin so auf Schmerz gedrimmt und resistent, dass der zusätzlich nicht weiter aufgefallen ist - wobei ich seit November kaum Schmerzmittel nehmen musste, weil eben kaum Schmerzen da waren. Seltsam. Aber naja, sollte mich nicht überraschen, saltsame medizinische Dinge kann ich ja in Perfektion. Muss ich morgen echt ansprechen/nachfragen.

Mir hats von gestern zu heute bei einer der Wunden den Faden rausgeeitert, war seit ein paar Tagen schon sehr dunkelrot und ich hatte ein komisches Gefühl inkl erhöhter Temperatur gestern und bisschen Wundsekret aus der Naht. Also gestern Abend eine Kompresse drauf und Pflaster drüber, heute morgen beim abmachen klebte dann der Faden eitrig dran. Jetzt sieht die Naht schon viel besser aus, heller und trocken.
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (41) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #726
Seit der Hysterektomie können die anscheinend noch besser Versteck spielen
Ja, war hier auch so, der Arzt musste ewig vaginal schallen, um die Eierstöcke zu finden. Hat so wunderbar fies gegen die Naht gedrückt… 😵

Bei mir hat die Blutung jetzt endlich deutlich nachgelassen, so nach 14 Tagen… 🤓 Ein paar Tage verstärktes Schonen und nichts über ein Kilo zu heben, haben gut geholfen. 😌

Ich habe mir gestern auch noch die letzten beiden herausragenden Fadenstückchen gezogen, mit einem kurzen Ruck waren sie draußen. Ha!

Habe nochmals meinen OP-Bericht studiert. Leider steht da nichts darüber, was mit den Endo-Herden gemacht wurde. Vor allem der am Bauchfell interessiert mich, dort hatte ich ja immer die extremen Schmerzen und es hieß immer, da wäre nix…

Wenn man die Herde nicht oder nur unzureichend entfernt, bluten die doch einfach jeden Monat wieder aufs Neue, oder? Die Herde waren ja durch die Hormonbehandlung ziemlich ausgetrocknet, aber wachsen die nicht wieder mit dem Zyklus? 🤔
 
ThePingu
Benutzer225584  (33) Ist noch neu hier
  • #727
So, zurück vom Frauenarzt. Alles bestens, keine Anzeichen für Entzündungen in mir und sie meinte, dass es durchaus sein kann, dass die Entzündung an den Eileitern durch die OP entstanden ist. Ich nehms mal so hin, ganz überzeugt bin ich nicht, muss aber drauf vertrauen. Generell ist mein Eindruck, dass meine Ärztin nicht glücklich ist, dass ich mir die Gebärmutter habe rausnehmen lassen, ihre Wortwahl und generell wie sie heute so war, war anders als sonst und auch im Vorfeld war sie ja an dem Punkt, dass sie es nicht machen würde als Ärztin. Naja, ist mir im Grunde egal, ist jetzt ja eh zu spät und der nächste reguläre Termin ist im Mai, mal sehen wie sie dann ist, vielleicht wars heute auch stressig oder so.
Sie hat mir aber auch nochmal nahegelegt, dass ich mir überlegen soll, vielleicht doch 6 Wochen AU zu nutzen. Ich hab ja zum Glück noch 2 Wochen um mir das zu überlegen, am Mittwoch bin ich eh auf der Arbeit wegen einem Konzepttag und da werd ich mal abchecken welche Möglichkeiten ich habe, eventuell in 2 Wochen wieder anzufangen, aber eben angepasst an mein nichts heben dürfen
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #728
Ich nehms mal so hin, ganz überzeugt bin ich nicht, muss aber drauf vertrauen.
Du könntest zum Gesundheitsamt oder deiner:m Hausärzt:in gehen und dich auf Chlamydien oder andere in Frage kommende Erreger testen lassen.

So lang die nicht ausgeschlossen sind ist nicht gesagt, dass es an der OP lag. Zumal, war das nicht die erste OP seit Längerem?



Hier ist heute der Schmerz vom Eierstock besser, gestern musste ich noch Schmerzmittel nehmen und konnte trotzdem vor Schmerzen lange nicht schlafen. Nervig.
 
ThePingu
Benutzer225584  (33) Ist noch neu hier
  • #729
So lang die nicht ausgeschlossen sind ist nicht gesagt, dass es an der OP lag. Zumal, war das nicht die erste OP seit Längerem?
Meine zweite OP im Leben überhaupt, die erste war im September 2024, also vor ca 1,5 Jahren.
Ich hatte sie vorhin gefragt, ob da jetzt noch was in mir sein könnte in Bezug auf die Eileiterentzündung und da meinte sie "die sind ja jetzt raus, da ist nix mehr", hat aber wohl auch beim Ultraschall die Eierstöcke angeschaut und nix auffälliges gefunden und meinte auch, in der Vergangenheit war nix auffällig, sobald ich allerdings starke Schmerzen o.Ä. hab, soll ich halt wieder kommen. Im Moment bin ich hin- und hergerissen ob/was ich weiter angehe von den Wegen. Vielleicht frag ich beim Hausarzt generell mal nach einem Gespräch, meinem Hausarzt vertrau ich und ich bin mir sicher, dass er so weitsichtig ist, dass er auch dahingehend ausreichend Wissen hat um mich gut zu beraten.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #730
Dann klingt der Hausarzt doch wie eine gute Idee!
Vielleicht erwähnst du die komische Interaktion mit der Gyn erstmal nicht, Ärzte treten anderen Ärzten ungern auf den Schlips. Kannst ja sagen dass sie dir im Krankenhaus gesagt haben, dass es vermutlich Erreger waren, und ob er dich auf Chlamydien etc. testen kann.
Oder du sagst offen wie es ist.

Falls es Erreger sind, sind die ja jetzt nicht plötzlich mit der OP weg, da macht die Ärztin keinen Sinn.
Tut mir leid, dass du dich da nicht gut beraten und auch beurteilt gefühlt hast.
 
ThePingu
Benutzer225584  (33) Ist noch neu hier
  • #731
Oh, mein Arzt ist da sehr direkt und tritt bei den richtigen Indikationen durchaus auch auf den Schlips anderer Ärzte. Zumal ich bei denen ja auch schon rumgestänkert hab, weil die FA Praxis irgendwie schräg war beim nicht Ausstellen der Folge AU und das Team beim Hausarzt da auch nur mitm Kopf geschüttelt hat.
Auf die Möglichkeit von Bakterien/Erregern ging die Frauenärztin gar nicht ein und ich schätze auch, sie hätte da gar nix zu gesagt, wenn ich es nicht angesprochen hätte. Vielleicht ist sie auch nachtragend, dass sie die ganzen Infos vom Krankenhaus nur über mich bekommt - die Einweisung damals zum ersten Termin kam nämlich vom Hausarzt. Aus praktischen Gründen, ich hab sie innerhalb 2 Wochen gebraucht und da meine Frauenärztin nur bis 14.30Uhr arbeitet und das auch nur an 3 Tagen in der Woche, habe ich es arbeitstechnisch nicht zu ihr geschafft ohne 2-3 Stunden Überstunden zu nehmen. Das war es mir nicht wert, also hab ich sie praktischerweise beim Hausarzt geholt, der 10 Minuten zu Fuß von zuhause weg ist und an 2 Tagen bis 18 bzw 19 Uhr offen hat. Entsprechend gabs jetzt vom Krankenhaus nichts direkt an die Frauenärztin - ich hab ihr allerdings schon letzte Woche alle Schriftstücke per Mail zukommen lassen und tatsächlich hatte am Donnerstag auch mein Hausarzt noch nix vom Krankenhaus.

Vielleicht nutze ich aber auch einfach die nächsten Monate und schaue, ob ich eine andere Frauenarztpraxis finde. Und werde mich dann nochmal beim Hausarzt melden. Will ja eh auch nochmal Blutwerte in Bezug auf Eisen checken lassen, ob sich da was positiv geändert hat oder obs wieder Infusionen braucht. Never ending Story dieser Körper
 
Enigma.
Benutzer203678  (53) Öfter im Forum
  • #732
Wenn man die Herde nicht oder nur unzureichend entfernt, bluten die doch einfach jeden Monat wieder aufs Neue, oder? Die Herde waren ja durch die Hormonbehandlung ziemlich ausgetrocknet, aber wachsen die nicht wieder mit dem Zyklus? 🤔
Genau so isses. Jeder Herd, der nicht komplett entfernt wurde, macht munter weiter. Kann wieder größer werden und blutet zyklisch vor sich hin. Normalerweise werden alle Herde komplett entfernt und dann sollte nochmal 6 Monate Hormontherapie mit Dienogest folgen, damit die restlichen Fitzel, die evl. übersehen wurden, noch komplett austrocknen. Mit etwas Glück ist dann für immer Ruhe. Mit weniger Glück, liegt frau dann halt irgendwann wieder auf dem OP-Tisch, um die Endo-Herde entfernen zu lassen.

sie meinte, dass es durchaus sein kann, dass die Entzündung an den Eileitern durch die OP entstanden ist.
Hä? :what: Das ist doch total unlogisch. Wenn die vorher nicht entzündet waren, wie soll denn innerhalb von ein paar Minuten bei der OP eine akute Entzündung entstehen? Und wenn die raus sind, entwickelt sich da auch keine Entzündung mehr, bis der Pathologe sie auf dem Tisch liegen hat. Dann sind die gekühlt und "tot". Das ist doch Quatsch mit Soße, was die Ärztin da erzählt. Die Entzündung muss schon vorher da gewesen sein, warum auch immer.


Generell ist mein Eindruck, dass meine Ärztin nicht glücklich ist, dass ich mir die Gebärmutter habe rausnehmen lassen, ihre Wortwahl und generell wie sie heute so war, war anders als sonst und auch im Vorfeld war sie ja an dem Punkt, dass sie es nicht machen würde als Ärztin.
Das Verhalten kommt mir sehr bekannt vor. Manche (viele?) Gyns können einfach nicht damit umgehen, dass Frauen selbst über ihren Körper bestimmen und sich ganz klar gegen (weitere) Kinder entscheiden.

Meine Gyn war damals richtig angepisst, weil ich ihr nicht gesagt habe, dass ich mich sterilisieren lassen will, wenn die Geburt von meinem Sohn wieder ein Kaiserschnitt wird. Hat sie dann aus dem OP-Bericht erfahren, bevor ich zur Nachkontrolle nochmal da war.
Ich war bei ihr schon jahrelang in Behandlung und sie hat auch meine anderen Schwangerschaften begleitet. War immer total verständnisvoll. Aber damit hatte sie ein richtiges Problem. Es hatte sich irgendwie nie ergeben, dass ich während der Schwangerschaft mit ihr darüber rede. Da gab es genug andere Probleme, die unmittelbar mit der Schwangerschaft zu tun hatten. Nach ihrer Reaktion war ich dann sogar froh, vorher nichts gesagt zu haben. Sie hätte bestimmt versucht, mir das auszureden. :rolleyes: Und auf die Diskussion hätte ich ja so gar keinen Bock gehabt. Mein Körper, meine Entscheidung.

Also ja, suche Dir eine andere Praxis. 👍
 
ThePingu
Benutzer225584  (33) Ist noch neu hier
  • #733
ach Enigma. Enigma. ich weiß doch auch nicht was die mir erzählt oder auch nicht 🤷‍♀️ ich habs mir damit erklärt, dass die vielleicht heftig gereizt wurden beim durchschnibbeln und rausholen. Aber ja, den Gedanken dass es danach ja eigentlich tot ist und so, hatte ich auch und frag mich, wie dann sowieso noch die Entzündung aufgefallen ist. Hab jetzt nochmal den Befund angeschaut. Der Auftrag an die Pathologie war am 23.01. - der OP Tag. Der Befund ist vom 27.01. und ein Nachbericht erfogte am 30.01. In beiden taucht die Eileiterentzündung auf, wobei ich davon ausgehe dass es beim Nachbericht einfach aus Gründen der Vollständigkeit steht, weil naja nach mindestens 5 Tagen aus mir raus, dürfte da doch echt nix mehr frisch sein?!
Ich war ja bis jetzt echt entspannt und happy, aber ich habe wirklich das Gefühl, da ist was, wovon ich nix weiß und was meine Frauenärztin nicht sehen will oder kann. Abgespeist. So fühl ich mich. Und mir ist eben noch eingefallen, dass sie vorhin beim Ultraschall meinte, da wäre Flüssigkeit im Bauchraum, hat sich das auch mit Maßen markiert und mit "ist nach einer OP aber normal". Ja, hab ich auch jetzt gelesen, dass es vorkommt nach der OP, üblicherweiße so 7-10 Tage im Nachhinein, da bin ich ja mit 17 Tagen drüber ( ja ich weiß, ganz genau kann man es nicht sagen) aber mit dem "Wissen" um eine mögliche Entzündung könnte das ja jetzt auch mit einer solchen zusammenhängen. Und Flüssigkeit ist ja auch vielfältig: ist es Eiter? Blut? Wundwasser? Oh man, ich hab grad mehr Fragezeichen und Skepsis in mir, als mir lieb ist. Eventuell ruf ich auch nochmal im Krankenhaus an, aber ich will halt auch absolut keine Welle machen, weiß aber auch, dass meine Frauenärztin nicht die richtige Ansprechpartnerin dafür ist.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #734
Eventuell ruf ich auch nochmal im Krankenhaus an
Mach das doch.
Ich hatte nach der Bauchspiegelung auch Wasser im Bauch und es hat mich wahnsinnig gestresst, da hab ich dann eine Zweitmeinung eingeholt. Danach ging's mir besser. Im Endeffekt musst du ja mit den Folgen leben und nicht die Ärztin.
Über Ultraschall wird man weiterhin nicht sehen können, welche Wundflüssigkeit das ist, aber natürlich lassen sich Antibiotika diskutieren.

Mich wundert übrigens, dass du deine Gyn nicht für die Datenübermittlung in den Aufnahmeunterlagen des KH angeben konntest. Ich konnte da bisher immer Gyn und Hausärztin angeben.
Aber wenn du mittelfristig wechseln solltest ist das vielleicht auch okay so.
 
ThePingu
Benutzer225584  (33) Ist noch neu hier
  • #735
Mich wundert übrigens, dass du deine Gyn nicht für die Datenübermittlung in den Aufnahmeunterlagen des KH angeben konntest. Ich konnte da bisher immer Gyn und Hausärztin angeben.
Die Option gab es bei der Aufnahme. Allerdings konnte das System im Krankenhaus meine Frauenärztin nicht finden. Deshalb ist sie nicht drin. Aber sie hat ja alle Unterlagen im Vorfeld von mir bekommen und da am Freitag auch noch nichts an meinen Hausarzt raus ging vom Krankenhaus (war ja da um den pathologischen Befund persönlich abzuholen, weil ihn niemand hatte), hätte sie so oder so nix gehabt - egal ob angegeben oder nicht.

Naja und nach gestern ist es aber auch eher das menschlich-fachliche was mich bei meiner Frauenärztin unzufrieden macht. Zu sagen, mit dem entzündeten Organ was raus ist, sind auch die Erreger raus, find ich - je länger ich nachdenke - grenzwertig. Und ja klar, im Ultraschall ist nicht erkennbar, welche Art von Flüssigkeit da in mir rumschwappt. Aber auch hier finde ich eben die Kombi aus "Da war ne Entzündung, Ursache unbekannt, jetzt ist Flüssigkeit im Bauch - ach egal, lassen wir unkommentiert" auch irgendwie schwierig. Klar, sie meinte solange keine Schmerzen sind. Aber ehrlich, nur weil keine Schmerzen da sind, heißt es ja nicht, dass es unbedenklich ist. Jetzt im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, dass sie sagt, wir gucken in 2 Wochen nochmal ob sich das aufgelöst hat oder so. Ärgert mich halt, weil mein Eindruck ist, dass sie ihren persönlichen Unmut über die OP über die fachliche Behandlung gestellt hat.

Wie dem auch sei, ich werd heute Nachmittag bei meinem Hausarzt aufschlagen und mal fragen, wie das ist wenn die Entzündung an sich raus ist, was mit möglichen Erregern ist und ob man was machen kann/soll/muss. Ich bin nicht scharf auf Antibiotika oder so. Aber ich hab hier ein paar Brocken hingeworfen bekommen, die alles und nichts sein könnten.
 
ThePingu
Benutzer225584  (33) Ist noch neu hier
  • #736
Also nachdem ich beim Hausarzt angerufen habe, bin ich nicht viel weiter. Allerdings sagen die, ja es können noch Erreger in mir sein. Solange die jetzt allerdings keine Schmerzen oder Fieber auslösen, legt sich das dann wohl von alleine und jetzt Antibiotika auf Verdacht wäre nicht sinnvoll. Nehme ich so hin, vertraue da tatsächlich meiner Hausarztpraxis einfach deutlich mehr. Und auch Flüssigkeit im Bauch ist zum aktuellen Zeitpunkt nach der OP noch im Rahmen. Lässt sich jetzt halt von mir nicht gut beobachten bis wann die weg ist oder so, aber auch da hieß es, solange keine Schmerzen oder andere außergewöhnliche Beschwerden sind, ist es im Rahmen.

Ansonsten erreiche ich jetzt zum Wochenende hin den nächsten Meilenstein: offiziell steht die Periode in 2-3 Tagen an und ich bin so aufgeregt ob/was mich erwartet. Ich weiß, dass es nicht mehr so sein wird wie davor, aber das Wissen ist ja nochmal anders als es dann auch zu erleben. Was schon anders ist, bisher hatte ich immer schon 2-3 Tage vorm "geplanten" Termin Schmierblutungen. Da ist bis jetzt noch nix. Und das ist ja insgesamt die Ziel. Es wird einfach real.
 
ThePingu
Benutzer225584  (33) Ist noch neu hier
  • #737
Mein Körper hasst/liebt mich. Laut meinen bisherigen Daten sollte ja am Wochenende die Periode starten. 2 Tage nichts, ich hab mich gefreut. Heute: Schmierblutung. Wusste ja, dass das passieren kann, aber ernsthaft, nichtmal ein paar mehr Wochen Ruhe davor? Mein Körper gönnt mir nix. Klar, definitiv Welten zwischen dem Üblichen und jetzt und absolut kein Vergleich und insgeheim hab ich die Hoffnung, dass es viel mehr an den inneren Wunden und auflösenden Fäden liegt, als am Zyklus. Ich hoffe einfach. Und jammere auf hohem Niveau und hoffe dass im März nix kommt :grin:
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (41) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #738
Ich erwarte gerade meine zweite Periode (trocken halt, gell?) seit der OP. Das PMS nervt mich, aber ich hoffe, dass es dann ähnlich gut läuft wie bei der ersten Periode.

Da nichts mehr wehgetan hat, gehe ich davon aus, dass die Endo entfernt wurde. Andererseits hatte ich diesen Zyklus Mittelschmerz beim Eisprung, den ich so heftig schon lange nicht mehr hatte – da habe ich mich schon gefragt, ob da nicht doch was an den Eierstöcken ist. 😬 Andererseits waren die Eierstöcke laut OP-Bericht unauffällig, dann lag es vielleicht einfach nur an der Renovierung. 🙂

Mein Darm macht manchmal Theater und ist träge, nach langen Tagen kann es auch schon mal ordentlich an verschiedenen Stellen ziehen, aber das Hämatom scheint verheilt zu sein und es geht mir gut. 😊
 
Es gibt 698 weitere Beiträge im Thema "Der Endometriose-ist-ein-Arschloch Thread", die aktuell nicht angezeigt werden. Bitte logge Dich ein, um diese ebenfalls anzuzeigen.
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren