Deprimiert wegen schlechter Noten in der Uni

Benutzer153287 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,

ich studiere seit 2 Jahren Betriebswirtschaftslehre und komme ab Oktober in das 5. Semester. In den ersten beiden Semestern hatte ich viele private Probleme (Krankheit in der Familie und später dann Todesfall, Liebeskummer, Depressionen, nebenbei arbeiten gewesen..) und bin damals leider fast durch alle Klausuren und Wiederholungsklausuren gefallen und dachte schon ich schaffe das Studium deshalb nicht mehr. Wollte es aber nicht hinschmeissen, weil ich eine Kämpferin bin und niemals aufgebe.

Zu Beginn des 4. Semesters hatte sich alles etwas gebessert und ich habe mehr Klausuren als sonst bestanden. Mein Problem ist allerdings: Immer wenn ich denke die Klausur wird gut, weil ich fast alles wusste, bekomme ich hinterher doch nur eine 3,3 oder 4,0, obwohl ich wochenlang dafür gelernt habe. Ich verstehe es einfach nicht. Ich habe bisher auch nur 9 Klausuren in 4 Semestern bestanden (2 Ergebnisse weiß ich noch nicht und 2 schreibe ich nächste Woche noch) und habe natürlich noch Vieles nachzuholen. Aber meine bisherigen Noten liegen nur zwischen 3,0 und 4,0 und mein momentaner Gesamtdurchschnitt befindet sich bei 3,2. Das ist für mich voll schlecht. :frown: Nur in einem Modul habe ich eine 2,0 und eine 2,3 (wobei ich bei der 2,3 auch dachte, es wird eine 1, weil die Klausur voll einfach war). Für Module wie Mathe oder Rechnungswesen find ich eine 4,0 ok, da mir diese Fächer absolut nicht leicht fallen und da denke ich: hauptsache bestanden. Aber in Fächern wie Arbeitspsychologie oder Marketing ist mir eine 3,3 einfach zu schlecht. Kann natürlich auch sein, dass ich einfach immer dämliche Fehler in der Klausur mache, weil ich mich meistens schlecht konzentrieren kann. Habe in manchen Klausureinsichten später gesehen, was für blöde Fehler ich gemacht habe, was ich sonst immer gut konnte. Dazu kommt noch diese furchtbare Prüfungsangst die ich habe und den Druck, den ich mir mache, weil ich eben vieles Nachholen und Bestehen muss.

Zur Zeit gehts mir einfach nur mies :frown: Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch einen guten Schnitt am Ende des Studiums schaffen kann, weil im nächsten Semester schwere Module kommen, wie Controlling, Investition und Finanzierung oder VWL, plus alle Module, die ich noch weiterhin nachholen muss. Und wenn ich dann auch wieder soviele Klausuren hintereinander schreiben muss, wird es auch wieder eine Qual. Und dann bestehe ich sicherlich auch wieder nicht alles (wenn dann wieder nur mit ner 4,0 oder 3,3). Es macht mich einfach fertig. Man lernt und lernt, aber fällt trotzdem durch oder man schreibt eine schlechte Note. Und andere die fast nichts machen, bekommen solche guten Noten...
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Huhu,
Es macht mich einfach fertig. Man lernt und lernt, aber fällt trotzdem durch oder man schreibt eine schlechte Note. Und andere die fast nichts machen, bekommen solche guten Noten...
Ich kann total verstehen, dass dich das frustriert. Deshalb erstmal ein :knuddel:. Den Grund für deine schlechten Noten hast du dir ja eigentlich schon selbst genannt:
Kann natürlich auch sein, dass ich einfach immer dämliche Fehler in der Klausur mache, weil ich mich meistens schlecht konzentrieren kann. Habe in manchen Klausureinsichten später gesehen, was für blöde Fehler ich gemacht habe, was ich sonst immer gut konnte. Dazu kommt noch diese furchtbare Prüfungsangst die ich habe und den Druck, den ich mir mache, weil ich eben vieles Nachholen und Bestehen muss.
Fehlende Konzentration und Prüfungsangst ist natürlich eine absolut tödliche Kombination. Ich würde an deiner Stelle versuchen, da irgendwie anzusetzen. Konzentration kann man ja beispielsweise auch trainieren (da kenne ich mich aber nicht aus, müsstest du mal googlen) und gegen Prüfungsangst kannst du vielleicht etwas Baldrian nehmen oder mal die psychologische Beratung der Uni aufsuchen. Es bringt ja nichts, wenn du den Stoff kannst aber dir damit alle Noten total verhaust und unzufrieden bist.

Macht dir dein Studium denn grundsätzlich schon Spaß?
 

Benutzer153287 

Sorgt für Gesprächsstoff
Macht dir dein Studium denn grundsätzlich schon Spaß?

Am Anfang fand ich es ziemlich schwer und habe auch viele Themengebiete der BWL (ganz Beosnders Rechnungswesen) nicht verstanden..
Aber mittlerweile macht es mir schon Spaß, bis auf manche Module wie z.B. VWL. Ganz besonders Mathe ist für mich der Horror. Ich rede nicht vom wirtschftlichen Rechnen, was in jedem Fach mehr oder weniger dabei ist, sondern das reine Mathe Modul. Da ich auf einer technischen Uni bin, ist das Mathe Modul auf Ingenieur - Basis angelegt und echt heftig. Eigentlich brauch man das als BWLer nämlich so gut wie gar nicht. Aber damit muss ich mich leider durchkämpfen und habe auch erst eins von vier bestanden. Wie gesagt, ansonsten ist BWL echt ok. Und ich habe auch viele neue Freunde gefunden, denen es in den Klausuren aber genauso geht wie mir: auch keine besseren Noten als 3,0 oder 4,0.
 

Benutzer56469  (36)

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Vielleicht lernst du falsch?! Klar ist Uni was anderes als "normale" Schule und man muss viel mehr lernen aber wochenlang für eine Prüfung lernen?? Das würde mich persönlich total nerven und fertig machen. :grin:

Ich habe für Prüfungen meist 1-2 Wochen vorher angefangen und jeden Tag 2 Stunden (1h vormittag/1h nachmittag) und das hat immer gereicht!
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht lernst du falsch?! Klar ist Uni was anderes als "normale" Schule und man muss viel mehr lernen aber wochenlang für eine Prüfung lernen?? Das würde mich persönlich total nerven und fertig machen. :grin:
Ja mich auch, deshalb würde ich dir raten, dass du lernen solltest, wie du richtig lernst. Ich würde da wirklich mal was investieren.
 

Benutzer153287 

Sorgt für Gesprächsstoff
Vielleicht lernst du falsch?! Klar ist Uni was anderes als "normale" Schule und man muss viel mehr lernen aber wochenlang für eine Prüfung lernen?? Das würde mich persönlich total nerven und fertig machen. :grin:

Ich habe für Prüfungen meist 1-2 Wochen vorher angefangen und jeden Tag 2 Stunden (1h vormittag/1h nachmittag) und das hat immer gereicht!

Ja klar, ist es anders als Schule, aber ich habe gemerkt, dass wenn ich eine Woche vorher anfange, es auch nicht besser wird oder ich durchfalle. Manchmal habe ich auch nur 2 Tage Zeit oder wenn man 4 Klausuren jeden Tag hintereinander schreibt, hat man meistens nichtmal ein Tag Zeit zum Lernen. Deshalb muss man vorher schon was machen. Ich fasse das Skript z.B. auf Karteikarten zusammen und lerne dann die auswendig. Und Übungsaufgaben zum Anwenden rechne ich paar mal durch, sowie schaue mir alten Klausuren an. Aber dann sind die Klausuren die ich bekomme, irgendwie immer anders,als die davor (also von der Struktur her)
 

Benutzer154002 

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Off-Topic:
Ich habe für Prüfungen meist 1-2 Wochen vorher angefangen und jeden Tag 2 Stunden (1h vormittag/1h nachmittag) und das hat immer gereicht!

Das hängt aber auch sehr vom Studienfach ab, denke ich. Bei meinem Fach (Psychologie) würde das z.B. nicht wirklich funktionieren, wenn ich Noten im Einser-und Zweier-Bereich haben möchte (ich arbeite aber unterhalb des Semesters den Stoff auch nicht so gut nach^^')...
Ich habe aber auch eine Freundin, die Förderschullehramt studiert, und die lernt auch erst eine Woche vorher und schreibt trotzdem ihre 12-14 Punkte. Da werde ich immer ganz neidisch :grin:
 
G

Benutzer

Gast
Mir hat es immer geholfen über das Semester den Stoff zu wiederholen und sich nach jeder Vorlesung hinzusetzen inkl. Abends und Wochenende und den Stoff zu rekapitulieren bis man es auch verstanden hat. Da muss man wirklich sehr ehrlich zu sich selbst sein. Auswendig lernen und erst vor den Klausuren anzufangen hat mir nie so recht geholfen, aber da ist auch jeder unterschiedlich.

Kannst Du manche Klausuren vielleicht erst später schreiben? Du hattest ja wirklich persönliche Schwierigkeiten, die man auch ernst nehmen sollte und sich deshalb nicht fertig machen sollte. Dann ist man nunmal ein wenig länger dran, aber das hat ja auch gute Gründe in deinem Fall. Ich denke, weniger Klausuren am Ende des Semesters nehmen den Druck und die Belastung raus :smile:
 

Benutzer153287 

Sorgt für Gesprächsstoff
Mir hat es immer geholfen über das Semester den Stoff zu wiederholen und sich nach jeder Vorlesung hinzusetzen inkl. Abends und Wochenende und den Stoff zu rekapitulieren bis man es auch verstanden hat. Da muss man wirklich sehr ehrlich zu sich selbst sein. Auswendig lernen und erst vor den Klausuren anzufangen hat mir nie so recht geholfen, aber da ist auch jeder unterschiedlich.

Kannst Du manche Klausuren vielleicht erst später schreiben? Du hattest ja wirklich persönliche Schwierigkeiten, die man auch ernst nehmen sollte und sich deshalb nicht fertig machen sollte. Dann ist man nunmal ein wenig länger dran, aber das hat ja auch gute Gründe in deinem Fall. Ich denke, weniger Klausuren am Ende des Semesters nehmen den Druck und die Belastung raus :smile:

Ja ist schon richtig, dass man den Stoff wiederholen sollte, aber abends nach der Uni habe ich meist keine Lust mehr und bin froh wenn ich dann zu Hause bin. Aber jetzt das nächste Semester werde ich wohl definitiv von Beginn an, schon jede Woche etwas tun bzw. mich dazu zwingen.

Nein, dass mit dem späteren Schreiben der Klausuren wird höchstwahrscheinlich nichts werden.
 

Benutzer141862 

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Mal eine andere Frage: warum sind dir die Noten so wichtig?

Klar sind die Uni-Noten ein wichtiger Punkt im Lebenslauf, besonders beim Karriereinstieg. Aber noch wichtiger ist es für BWLer, schon während des Studiums eine Spezialisierung zu finden und sich konsequent darauf zu konzentrieren, ein paar schöne Praktika mit den relevanten Erfahrungen zu machen, ein Auslandssemester zu absolvieren, starke Soft Skills zu entwickeln usw. Meiner Erfahrung nach achten die Arbeitgeber viel mehr auf diese Punkte als auf bloße Noten.

Das ist eben die feine Kunst, die ein guter BWLer beherrschen soll - seinen Kunden von einer Ware trotz ihrer Macken überzeugen zu können. Da es keine perfekten Waren gibt. So sollst auch du nicht perfekt sein, um für die Arbeitgeber und anderen Entscheidungsträger attraktiv zu sein. Musst dich aber gut verkaufen und deine Schwächen mit deinen Stärken schlau kaschieren.

Natürlich muss man sich trotzdem bemühen, die Noten zu verbessern. Aber mache dir doch nicht soooo viele Gedanken und Sorgen dazu, dass du dann wegen Frustration andere wichtige Sachen verpasst :zwinker:
 

Benutzer50955 

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Hedonistin Hedonistin

Du hast nicht ganz unrecht. Aaaaaaber:

BWL'ler gibt es wie Sand am Meer. Und viele dieser Konkurrenten bringen Softskills etc. mit und zudem einen Abschluss, der (deutlich) besser als 2.0 ist. Durch das Überangebot an Absolventen suchen manche schon echt lange, bis sie einen halbwegs okayen Job finden. In einem Wiwi-Forum wurde es mal gut zusammen gefasst: Was gestern der 0815-Bürokaufmann war ist heute der BWL-Bachelor.
 

Benutzer141862 

Sehr bekannt hier
Hedonistin Hedonistin

Du hast nicht ganz unrecht. Aaaaaaber:

BWL'ler gibt es wie Sand am Meer. Und viele dieser Konkurrenten bringen Softskills etc. mit und zudem einen Abschluss, der (deutlich) besser als 2.0 ist. Durch das Überangebot an Absolventen suchen manche schon echt lange, bis sie einen halbwegs okayen Job finden. In einem Wiwi-Forum wurde es mal gut zusammen gefasst: Was gestern der 0815-Bürokaufmann war ist heute der BWL-Bachelor.
Stimmt. Deswegen schreibe ich doch, dass man noch während des Studiums seine Zeit schlau (nicht nur in die Noten) investieren kann, um im Endeffekt kein 0815-BWLer zu werden.

Und es stellt sich wieder die Frage, warum genau sind die Noten der TS so wichtig? Wenn sie später einen Master machen will, ein Traineeprogramm in einem Großkonzern absolvieren o.ä., braucht sie natürlich einen überdurchschnittlich guten Abschluss. Aber falls sie z.B. bei einem mittelständischen Unternehmen in ihrer Region abreiten möchte, wäre es schlauer, die Spezialisierung zu finden und die werte Zeit primär darin zu investieren.
 

Benutzer50955 

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Hedonistin Hedonistin

Du hast mich da wohl falsch verstanden. Selbst mit !! Praktika etc. hat sie keinen Wettbewerbsvorteil, weil die Konkurrenz alles das und zudem deutlich bessere Noten hat. Wenn die TS Vitamin B hat ist das super. Ansonsten wird es eben schwer mit einem Massenabschluss. Da muss man sich ganz realistisch mit außeinandersetzen, dass man sich auch unterhalb des formalen Abschlusses und auch bei der Zeitarbeit bewerben muss - wenn man nicht anderswo sehr sehr sehr großes Glück hat.
 

Benutzer145807 

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Das Problem ist natürlich hier schwer zu lösen. Denn wenn deiner Aussage nach deine Noten Grund für deinen schlechten Gemütszustand sind, kann auch nur eine Besserung der Noten Abhilfe schaffen.

Nicht alleine lernen kann da ein Wundermittel sein!!! Wie sieht's da aus?

Ansonsten: In meinem Studiengang war es so, das häufig, gerade wegen der Spezialisierung im Master, eine deutliche Notenverbesserung bei nahezu allen Studenten zu sehen war. An beiden Unis, an denen ich war. Das ist also durchaus ein Punkt, an dem ich Mut machen kann.

Allerdings, auch wenn das etwas Offtopic ist:
Das ist eben die feine Kunst, die ein guter BWLer beherrschen soll - seinen Kunden von einer Ware trotz ihrer Macken überzeugen zu können. Da es keine perfekten Waren gibt. So sollst auch du nicht perfekt sein, um für die Arbeitgeber und anderen Entscheidungsträger attraktiv zu sein. Musst dich aber gut verkaufen und deine Schwächen mit deinen Stärken schlau kaschieren.
Das stimmt, aber man muss auch erstmal in die Situation kommen, sich verkaufen zu können. Sprich zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Und da kann ich MrShelby nur zustimmen. Wenn die Konkurrenz in ihren Unterlagen ebenfalls tolle Softskills/Praktika/Auslandsaufenthalte etc mitbringt, ist zumindest die Wahrscheinlichkeit geringer, eingeladen zu werden. Klar gibt es immer Ausnahmen und man sollte, wie du schreibst, auf jeden Fall auch die Augen nach Spezialisierungen (wobei die sowie so für jeden im Master kommen) etc offen halten. Aber das Augemerk sollte trotzdem weiter auf einer Verbesserung der Noten liegen.
 
G

Benutzer

Gast
Ich studiere so wie du BWL, zwar im Nebenfach, aber dennoch kenne ich das Problem. Ich war auch eine Zeit lang nicht gut drauf (wenn auch nicht deprimiert), weil die Noten teilweise einfach nicht dem entsprachen, was ich von mir selbst erwartete bzw. wie ich mich selbst auch eingeschätzt habe.

Fühl dich erstmal gedrückt :knuddel:

Was mir geholfen hat, war, mich auf Dinge zu konzentrieren, in denen ich gut bin, die andere an mir schätzen, die ich auch selbst an mir mag. Das Problem ist nämlich meiner Meinung nach nicht dein Notendurchschnitt, sondern eher dein dadurch beeinträchtigtes Selbstbewusstsein.

Vielleicht bist du in einer Sportart besonders gut, oder du bist eine gute Zuhörerin, oder du kannst einen großen Freundeskreis dein Eigen nennen. Versuch mal, dich auf deine Stärken zu konzentrieren. Dann kommst du vielleicht wieder einfacher aus dieser Abwärts-Spirale raus.

Wegen der Lerntechniken kann ich dir auch ein Buch sehr empfehlen - da ich hier öffentlich keine Werbung machen will, kannst du dich gerne per PN bei mir melden und ich schicke dir die Daten. Wäre es eine Option, für den Bachelor ein Semester mehr als Mindestzeit einzuplanen?

Du warst definitiv im ersten Studienjahr beeinträchtigt in deiner Leistungsfähigkeit und hast nun schon sehr viel wieder aufgeholt - das heißt, du hast weit mehr als 30 ECTS im vergangenen Jahr pro Semester leisten müssen. Das kann man durchaus auch als Stärke verkaufen!

Zum Beispiel:

"Ich war in meinem ersten Studienjahr durch familiäre Probleme beeinträchtigt, wodurch ich weniger Kurse geschafft habe. Im zweiten Studienjahr hingegen konnte ich x % der fehlenden Kurse erfolgreich nachholen und habe so in einem Studienjahr y ECTS geschafft. Dadurch ist zwar mein Notendurchschnitt nicht der allerbeste, jedoch konnte ich unter Beweis stellen, auch viele verschiedene Themengebiete im selben Zeitraum im akzeptablen Ausmaß zu beherrschen und ich habe gelernt, mich von privaten Problemen nicht mehr so einfach aus der Bahn werfen zu lassen."

- oder so ähnlich, das war jetzt frei von der Leber weg.

Oder du baust noch deine Berufstätigkeit ein udgl. Vermeintliche Stärken in Schwächen zu verwandeln ist auch eine Kunst, die sowohl im Bereich der BWL als auch im Bewerbungsprozess wichtig sind.
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Wichtig noch: Immerhin bist du noch dabei. Wie du schon sagtest. Du bist eine Kämpferin. Andere hätten evtl. schon lange aufgehört...

Hast du schon eine Idee, wo du deine Abschlussarbeit schreibst?
Damit kann man einiges ausgleichen, auch wenn sie sich gar nicht so stark auf die Gesamtnote am Ende auswirkt.
Aber: Durch die Abschlussarbeit kannst du so einiges, was hier schon geschrieben wurde, mit einer Klappe schlagen!
Zum einen eine interessante Spezialisierung. Versuche doch die Arbeit extern in einer Firma zu schreiben. Das macht sich immer gut in einer späteren Bewerbung und einiges einer schlechteren Gesamtnote wieder wett.
Zum anderen kann es leichter fallen, dort besser abzuschneiden, als in Klausuren. Das Wissen wird eben nicht unter großem Stress gelernt. Wenn man sich darauf einlässt, macht so ein eigenes Projet durchaus Spaß.
Und die Note steht im Normalfall gesondert auf dem Zeugnis, und so kannst du dich da nochmal positiv hervorheben!
Also: Es ist bei weitem noch nicht an der Zeit, die Flinte ins Korn zu werfen :zwinker:
Ich spreche aus Erfahrung und es hat alles am Ende gut funktioniert! :smile:
 

Benutzer116667  (29)

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Darf ich fragen wie weit weg der Todesfall vom Klausurermin weg war? Denn das ist eigentlich immer ein triftiger Grund mit dem du von Prüfungen zurücktreten kannst. Müsste so ähnlich in eurer Prüfungsordnung auch drin stehen das der Rücktritt einer Prüfung nur beim Krankheitsfall mit Attest oder triftigen Grund möglich ist.
 

Benutzer97517 

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OK... erstmal wuerde ich deine schlechte Konzentrationfaehigkeit / Pruefungsangst angehen... da wuerde ich professionelle Hilfe suchen... Das ist voll OK und du waerst dumm wenn du es nicht tun wuerdest...

Wenn andere auch nicht viel besser sind dann geh ich davon aus das das Studium schon recht anspruchsvoll ist... Schlimmer waere es wenn viele mit 1-2 rausgehen und du haengst immer hinten dran.

Mathe... Ich hab viel Nachhilfe gegeben und muss sagen das in den meisten Faellen die Grundlagen nicht beherrscht wurden und / oder der Lehrer nicht anschaulich erklaeren konnte...

Such dir einen Ausgleich... Hobby / Sport

Dann check mal wirklich deinen Tag... Ich habe E-Technik studiert... sehr zeitintensives Studium... Am Anfang des Studiums habe ich zu Hause gewohnt. Meine Mutter war selbststaendig und hat ein kleines Kinderheim geleitet. Daher war es zu Hause immer laut mit bis zu 12 Kinder unter einem Dach. Zu diesem Zeitpunkt hab ich noch ein sehr zeitintensives Hobby betrieben und musste zu Hause viel helfen... Im Studium ging nicht viel.
Irgendwann bin ich dann zu Hause ausgezogen... Studentenwohnheim 30 km entfernt aber ploetzlich hab ich gemerkt wieviel Zeit mich das alles gekostet hat. Hobby hab ich an den Nagel gehangen, bin vieleicht 'nur' noch 3 - 4 mal die Woche nach Hause gefahren, hab immer noch viel geholfen aber nachmittags / abends war ich da raus. Ploetzlich hat es mit den Klausuren viel besser geklappt.
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Wenn andere auch nicht viel besser sind dann geh ich davon aus das das Studium schon recht anspruchsvoll ist... Schlimmer waere es wenn viele mit 1-2 rausgehen und du haengst immer hinten dran.

Das ist ja auch offenbar so. Denn sie schreibt:

Und andere die fast nichts machen, bekommen solche guten Noten...

Sie sagt lediglich, dass die Leute, die sie selber gut kennt, auch identische Probleme wie sie haben. Aus Erfahrung habe ich den Eindruck, dass sich gerade schwächere Studenten zusammenfinden (wir sitzen in einem Boot). Cleverer wäre es aber, sich an stärkeren Kommilitonen zu orientieren, da sie ja offenbar wissen, wie es besser geht.
 

Benutzer97517 

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Sorry ... ich glaub ich hab das falsch verstanden / gelesen.

Hmmm will es ihr ja nicht so direkt sagen aber wir hatten in unserer Gruppe einen der hat versucht und versucht... wir kamen mir 2.0 aus der Klausur, er 4.0 oder 5.0. Als er selbst irgendwelche audiolastigen (Audio war sein Hobby) Klausuren verbockt hat musste er erkennen das es fuer ihn keinen Sinn machte...

Wie gesagt ich wuerde ihr raten mal ihren Tagesablauf zu durchforsten, die Aengste / Konzentrationsschwaeche angehen und dann eventuell versuchen jeden Tag zu lernen. Ich hab auch lange Zeit den Fehler gemacht... Uni, nach Hause, alles andere machen und dann hab ich vor den Klausuren gelernt... Das ging einfach schief... Jeden Tag ein bischen ist wesentlich besser. Jedenfalls fuer mich... ich hab teilweise 1 Woche vor der Klausur gar nichts mehr gemacht...
 
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