Das Ende unserer Beziehung - und er versteht es nicht

Benutzer128583  (28)

Sorgt für Gesprächsstoff
liebe leute
Ich habe hier schon mehrmals wegen meinem freund geschrieben - meist wegen einem vorboten für die probleme, die wir nun haben. Was soll ich sagen: der mann leidet unter zukunftsängste, zwangsstörungen, depressionen und perfektionismus - und ich hab einfach keine kraft mehr für uns beide zu kämpfen, damit wir in unserer beziehung vorankommen. Es fing an beim ersten Date, das nur durch ein ultimatum entstehen konnte und endet bei der traurigen gewissheit, dass er auch nach 5 jahren beziehung nicht mit mir zusammenziehen möchte. Er verschiebt es stets... Heute hatten wir deswegen einen schlimmen und grossen streit - doch er sieht mein problem nicht ein. Stattdessen meint er, dass ich spinne, beziehungsunfähig sei und einfach nicht so dumm tun soll. Er sieht nur seine position und erkennt nicht wie es mir dabei geht. Und ich kann ihm das einfach nicht mehr weiter erklären... ich sehe keine weitere zukunft mehr für uns - so schön wir es sonst auch haben mögen. Doch wie soll ich nur mit jemanden schluss machen, der das Problem nicht einsehen kann und mir die schuld gibt??? Help...
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Beim Schluss machen (oder ist das schon geschehen?) kannst du ihm sagen, dass du keine Zukunft mehr für euch siehst, vielleicht noch, warum du das so siehst, und dass du deshalb Schluss machen möchtest.
Ob er sich in einer "Mitschuld" sieht oder nicht wäre mir da an deiner Stelle glaube ich relativ egal, denn es ändert ja nichts daran, dass du keine gemeinsame Zukunft mehr siehst.

Solche Sachen wie ein klärendes, abschließendes Gespräch oder Schuldfragen kann man auch später irgendwann machen, wenn die Trennung durch ist und ihr beide es zumindest akzeptieren könnt, dass es aus ist und beiderseits der Schmerz zumindest etwas weniger geworden ist :smile:
 

Benutzer96776 

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Na ihm einfach deine Gründe erläutern, wieso du zum Entschluss gekommen bist, dich von ihm zu trennen.
Ob diese für ihn nachvollziehbar, verständlich oder was auch immer sind, sollte für dich letzten Endes irrelevant sein.
Das ist sein Problem :zwinker:

Du hast echt mein Mitgefühl, ich weiß nämlich, wie anstrengend eine Beziehung mit solch einem uneinsichtigen Mann sein kann und die Entscheidung, sich nach 5 Jahren zu trennen, hast du bestimmt auch gut überlegt und nicht leichtfertig gefällt.
Von daher schau auf dich und nimm nicht so viel Rücksicht auf ihn, sprich du musst dich nicht rechtfertigen, wieso und weshalb du dich trennen möchtest, insbesondere dann nicht, wenn er es immer noch nicht kapiert hat/ kapieren will.
 
F

Benutzer

Gast
Du kannst es erklären versuchen, musst aber damit rechnen, dass der Partner es nicht versteht. Weil er (oder sie) die Situation so, wie sie ist, nicht sieht.

Wenn du wirklich bereit bist Schluss zu machen, dann ist dir (oder besser gesagt, war mir) dann egal, ob sie es verstanden hat. Ich glaube, dass du Nahe bei dem Punkt bist und dass du aber auch hoffst, dass er sich noch bessert. Fünf Jahre sind eine echt lange Zeit, darum wird es dir trotz allem schwer fallen.

Das beste, was ich dazu sagen kann ist folgendes:
Irgendwann ist das "ich" wichtiger als das "uns". Es wird euch beiden weh tun die Trennung, aber da du schon sagst, dass du dir keine Zukunft mit ihm vorstellen kannst.... Denk an dich in meinem oder zwei Jahren -> Bist du glücklicher mit ihm oder ohne ihn..?

Ich hoffe ich konnte helfen und dass man den Punkt, auf den ich hinaus wollte auch sehen kann...
 

Benutzer133456  (49)

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Ich glaube, das Problem hat nicht er, sondern Du. Deine Definition einer weiterfuehrenden Beziehung scheint zu sein, dass er tut, was Du willst ( = mit Dir zusammenziehen), und seine Definition scheint zu sein, dass er tut, was er will ( = nicht mit Dir zusammenziehen). Dabei ist doch offenbar voellig schnurz, ob Ihr zusammenlebt. Die Beziehung scheint ja abgesehen davon gut zu sein. Lasst doch einfach das Thema, und nehmt die Beziehung weiterhin so, wie sie ist?
 

Benutzer154561  (43)

Ist noch neu hier
Wenn ihr unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft habt , dann hat meiner Ansicht nach keiner Schuld. Ihr solltet schließlich eure Wünsche und Charakter nicht füreinander verbiegen oder warten das sich jemand ändert. Wenn es für dich so wichtig ist mache Schluss und es ist egal wie er es aufnimmt.

Ich war immer der andere Part. Keine Wohnung zusammen, kein Kinderwunsch, Angst vorm Heiraten, nicht besonders romantisch. Meine Partner wollten meist das Gegenteil und haben manchmal viel Zeit verschwendet auf einen Sinneswechsel zu warten und wurden immer unglücklicher.

Also wenn du dir sicher bist, ziehe weiter. Vielleicht wird er dir die Schuld geben, vielleicht hilft ihm das auch die Trennung zu verkraften. Es sollte für dich keine Rolle spielen.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Doch wie soll ich nur mit jemanden schluss machen, der das Problem nicht einsehen kann und mir die schuld gibt??? Help...
Verstehe ich das richtig, dass "das Problem" ist, dass Du mit ihm zusammen ziehen willst, er aber (noch) nicht? Wenn ja, wieso ist er denn dann das Problem? Wie Tahini Tahini schon richtig sagt: das Problem hast Du doch, nicht er?
Meine Güte, Ihr seid Anfang/Mitte 20, gerade einmal "paar Monate" erwachsen :zwinker:. Wieso muss man denn dann unbedingt zusammen ziehen? Wieso wird eine Beziehung besser und problemfreier dadurch? Wenn ich mir Deine Threads so anschaue, ist Zusammenziehen ja DAS Thema überhaupt, das Dich beschäftigt, schon fast seit Beginn der Beziehung. Anscheinend reduzierst Du Deine gesamte Beziehungszufriedenheit auf dieses eine Thema. Dass er da auf Distanz geht, zumal in Eurem Alter, ist auch nicht ganz unverständlich.

Wie sieht eigentlich Eure Situation mittlerweile aus? Arbeitet Ihr Beide? Arbeitet und lebt Ihr in der gleichen Stadt? Wie sind Eure beruflichen und örtlichen Wünsche und Perspektiven?
 
F

Benutzer

Gast
Es scheint so, als ob die TS es schon entschieden hat... Und dem Freund des TS wird sich dadurch bestätigt fühlen
 

Benutzer128583  (28)

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke für eure Antworten. Es geht mir nicht ums Zusammenziehen an sich: das war nun einfach der Auslöser des Ganzen. Der Punkt, wieso ich ihn verlassen werde, ist, dass er keine Veränderungen im Leben zulässt (egal welche). Sobald es eine Veränderung gibt, welche er sozusagen nicht verhindern kann, fällt er in eine Art Komazustand. Er ist starr, sieht nur sich. Er lässt sich weder helfen, noch versucht er sich selbst zu helfen. Gibt es ein Problem in seinem Leben, macht er nichts um dies zu ändern. lieber bleibt er unzufrieden in der alten Situation. ich konnte das in unserer Beziehung lange und mit viel Geduld und hundert Gesprächen akzeptieren. Ich dachte mir, dass er dafür auch sehr treu ist und mich nie verlassen würde. Doch nun sind wir seit 5 Jahren in einer Wochenendbeziehung und sind beide mit der Situation unglücklich. Und ich bin diejenige, die uns beide versucht zu einer Lösung zu bringen - und er nimmt sie nicht an.

Das ganze ist sehr komplex und ich möchte das alles auch nicht hier reinschreiben. fakt ist, dass man mit ihm nicht über Veränderungen oder Zukunftspläne jeglicher Art sprechen kann. Und ich kann einfach nicht mehr in einer Beziehung sein, in der ich keine Perspektive mehr habe, sobald ich aufhöre dafür zu kämpfen. Wir haben schon vieles probiert - auch dass ich ihm ein jahr freien lauf gelassen habe mit entscheidungen und mich komplett zurückzog. aber es geht einfach nicht mehr. vor allem auch, weil er nicht einsieht um was es mir eigentlich geht.

ich werde mit ihm diese woche noch sprechen und weiss einfach noch immer nicht wie ich es ihm sagen soll, damit er es versteht. ich weiss, viele sagen das könne mir egal sein. ist es mir aber nicht. wir waren mehr als 5 jahre ein paar und wir hatten tolle zeiten. er bedeutet mir unglaublich viel und ich wünsche mir, dass er den grund versteht um die trennung zu verkraften. ich habe nun versucht anzutönen, dass es bei unserem nächsten gespräch auf eine trennung hinauslaufen wird - aber ich glaube auch das hat er nicht begriffen.

ich weiss auch nicht, wie ihr mir nun helfen könntet. ich muss einfach das loswerden und bin froh um jede antwort!
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Ich hab selten Trennungen erlebt / gesehen, die komplett einvernehmlich von beiden Seiten stattfanden. Mehrheitlich ist einer gegangen, vielleicht noch mit irgend ner profanen Standart-Antwort "ich seh keine Zukunft" oder "es liegt nicht an dir, sondern an ..."

Wenn du dich trennen willst, dann tu es. Wenn du nett sein willst, dann tu es persönlich, ansonsten geht das heute ja per SMS / Whatsapp / Facebook, Brieftaube ... Überleg dir da aber zuerst, wie du an deine Sachen kommst und wie du reagieren würdest, wenn ihr euch nochmals über den Weg läuft.
Wenn er "Gründe" will, dann schreib sie ihm in nem Brief, dann sparst du dir die Diskussionen. Und der andere hat etwas "in der Hand". (Besser, als wenn der Ex irgendwas um den heissen Brei herumdruckst, mit dem man einfach nicht abschliessen kann).
 
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