das 7te Jahr - auseinandergelebt?

Benutzer109722 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo zusammen

Mir scheint, wir sind nun definitiv an einem Wendepunkt unserer Beziehung angelangt. Folgende Facts dazu.

Damals mit 19 (sie) und ich 23 sind wir vor etwas mehr als 2 Jahren zusammengekommen. Das erste Jahr (2005) verging im nu und alles war rosa. Im 2006 bin ich dann von zu Hause ausgezogen und war dann sehr oft bei mir...vielleicht so 50/50. Soweit ichs in Erinnerung habe war auch da noch alles gut.
Im Sommer 2007 war dann die Lehrabschlussprüfung, somit haben wir im Frühjahr auf etwas weniger engen Kontakt gesetzt, damit sie genügend Zeit hatte zum Lernen und auch für sich. Bis danhin war alles tiptop, auch Sex und Zärtlichkeit. Leider hat sie dann die Prüfung nicht geschafft und viel trotz aller möglicher Unterstützung ins schwarze Loch. Ich glaube sie war dann in dieser Zeit bis gegen Winter und auch wieder im Frühjahr 2008 deutlich weniger bei mir, um Zeit für sich, die Ausbildung etc zu haben. Mit dem Prüfungsresultat und der allgemein Situation ging dann auch der Sex auf wenig zurück, vielleicht 2-3x / Monat, wenn überhaupt. Aus meiner Sicht nicht sehr schön, aber ich probierte ihr Zeit und Freiraum zu geben. Im Sommer 2008 hat sie dann die Prüfung geschafft und ist per August zu mir gezogen, ein denkbar schlechter Zeitpunkt - weil genau dann hatte ich sehr kurzfristige ein grosse Operation, die nur mit viel Glück durch mich ausgestanden wurde. Sex war anfägnlich nach meiner Rückkehr aus dem Spital nicht möglich und pendelte sich daraufhin auf einem noch tieferen Niveau, 1-0x/Monat ein. Zu wenig für mich, was ich dann auch mitgeteilt habe. Im 2009 mussten wir sicherlich unten durch, da das zusammenziehen halt auch regelmässige Reibereien hinterlassen hat. Ich kaufte mir viele Bücher über "Sex und Beziehung" und auch nur ich habe sie gelesen. Im November 09 gingen wir in die Ferien nach Thailand, was aber uns Pechvögeln auch keine super schöne Zeit durch äussere Umstände eingebrockt hat. Spätestens im Januar 2010 waren wir davor, uns zu trennen und rafften uns irgendwie nochmals zusammen, auch daraufhin gabs sicher nochmals alle 2 bis 3 Monate wieder einen grösseren Streit und immer wieder kam die Diskussion auf, wie es weitergehen soll usw. Im Oktober 2010 haben wir dann begonnen, jeden Tag (Arbeiten im selben Ort, aber andere Firma) zusammen das Mittagessen zu Hause einzunehmen, was der Beziehung spürbar gut getan hat, doch leider änderte sich auf der sexuellen Ebene nichts bis wenig.
Im März/April oder Mai habe ihr wie so oft wieder einen mehrseitigen Brief geschrieben, mit welchem ich jeweils meine Gedanken ordne und ihr mitteile, wie es um mich und meine Beziehungsverfassung / Bedürfnisse steht... ganz kurz darauf hats was genützt, aber der Effekt ist bereits wieder verpufft.

Nun sind wir beide der Meinung, so kann es nicht weitergehen. Rückblickend habe ich teilweise das Gefühl, wir hätten uns im 2008/09 trennen sollen, anderseits bin ich der Meinung, das viele Leute heute einfach zu schnell aufgeben. Ich beklage mich v.a. über fehlenden Sex wie auch Zuneigung. Früher war beides einfach viel unbeschwerter, heute findet es wenig bis kaum mehr statt, v.a. Aufgrund ihrer.

Irgendwie haben wir uns im Alltag verfangen, unternehmen zwar immerwieder mal dies und das, gehen Essen, gehen aus, Kino etc., doch trotz allem will sich das Gefühl nicht mehr so richtig geben, die Unbeschwertheit ist definitiv weg.

Leider muss ich auch zugeben, dass wir uns meiner Meinung nach nicht zu 100% auf gleicher Augenhöhe begegnen. Mag es nun der Sex und Zärtlichkeit, welches für mich sehr wichtig ist und eigentlich nicht mehr länger darauf verzichten möchte, weil Sie aktuell kein/wenig Bedürfnis dazu hat.
Aber auch intelektuell bewegen wir uns nich ganz auf der gleichen Ebene, ich halt eher technisch und praktisch und sie eher emotional und unbeschwert, künstlerisch denkend, ich sehe darin kein allzu grosser Problem, so das man die Beziehung nicht weiterführen könnte, aber es steht halt wie so vieles anderes im Raum.

Früher ging Sex problemlos, auch eher mal von ihr aus, obwohl ich sie oft zuerst abholen musste. Ab so Ende 2007 als es dann langsam weniger wurde, kamen auch immer vaginale (brennende) Schmerzen hinzu - sie hat 1-2x mal einen Pilz, aber in dieser Zeit machte ich keinen Druck und probierte auch sonst so gut wie möglich verständtnisvoll zu reagieren, was mir sicherlich nicht immer gelang und dann trotzdem Druck erzeugte. Somit ging dann ausser Oralsex eigentlich fast jedes Mal gar nichts mehr. Daraufhin habe ich wie bereits erwähnt die diversen Bücher gekauft und gelesen - Sie nicht!
Ich habe ihr immer gesagt Sie solle sich auch mal zu uns, Sex, der Beziehung etc äussern, Feedback gabs wenig und für mich teilweise nur schwer verständlich. Ich habe ihr oft (1-2x) im Jahr einen langen Brief mit meiner Sicht der Probleme gegeben, aber auch daraufhin ging nicht richtig was los.
Mir schien und sagte ich ihr auch, dass sie die Probleme nicht aussitzen kann, was sie oft probiert. Ich stehe ihr wenn immer sie mich fragt zur Seite / Hilfe, nur schafft sie es irgendwie nicht wirklich oder braucht so lang, bis genügend Mut, aber auch Druck vorhanden ist, ein Problem in Angriff zu nehmen. Viele Dinge schiebt sie nur vor sich hin. Gut, es hat mit zunehmendem Alter gebessert, aber völlig problemlos gehts dennoch nicht oft über die Bühne.

Sexuell ist sie eher das Mauerblümchen, wobei mein Spektrum deutlich weiter offen, sehr weit offen ist (theoretisch), aber das führte bei mir bisher nie zu einem Problem, das ich was gewollt hätte was sie nicht will. Pille haben wir vor ca. 8 Monaten auch mal gewechselt, mag auch damit zusammenhängen, das der wenige Sex wenig mehr und schmerzloses wurde. Früher wurde sie schnell feucht - zwischenzeitlich dann praktisch gar nicht mehr und auch flubby hat da nicht von Schmerzen abgehalten. Oral kommt sie prima innert kürze, fingern ist auch ganz ok, aber GV kam sie noch nie oder fast nie. Selbstbefriedung gibt bei ihr praktisch keine, soweit ich weiss und sie mir auch sagt.
Sie sieht sich auch eher als underdog und hat vielleicht nicht das grösste Selbstvertrauen - ich probiere sie da zu stützen und zu stärken, es ist schwierig. Klar, wenn Sie sich mit realen Dingen wie meinen Lohn und Ausbildung vergleicht, hinkt sie hinten nach, aber ich sage ihr dann immer, dass dies nicht alles ist und sie z.B. vim Sport und anderen Dingen Spitze ist und ebenso eigentlich als Frau kein Mauerblümchenverhalten an den Tag legen muss und sich keinenfalls verstecken müsste, da Figur etc. doch tiptop sei. Schwierig auch hier etwas zu erreichen - es hat etwas gebessert und mehr vertrauen ist da.

Ansonsten decken sich unsere Interssen +-, sind bei sportlich, sie mehr, ich weniger und unternehmen auch immer wieder was. Die Beziehung ist einigermassen harmonisch, beide geben sich Mühe, aber der zündende Funke fehlt. Die letzten paar mal, wo wir Sex hatten, klappte es gut, wir genossen es und ebenso schnell wars wieder vorbei. Sie bestätigte mir und ich glaube und weiss es, dass es ihr gefallen hat.
Trotz allem konnte ich für mich und auch ihr diesen Frühling sagen, dass ich wieder mehr Herzklopfen meinerseits für sie empfinde als auch schon, ist sicherlich nicht abnormal. Nur ist die Hoffnung langsam am Sterben, dass es nun endlich wieder ins gute kehrt....

Es ist ihre, sowie meine erste langjährige Beziehung. Unterschiede gibts, wie genannt, aber das ist wohl überall so.

Ich brauche dich, weil ich dich Liebe.
Ich liebe dich, weil ich dich brauche.
Früher konnte ich diese 2 Sätze nicht verstehen, heute verstehe ich ihn, möglicherweise sind wir beide bereits bim 2. angelangt. Ist das so Falsch?

Sie konnte mir gestern nicht eindeutig beantworten, ob sie mich noch liebt und es eben womöglich daran liegt, mir keine Zärtlichkeit und Sex geben zu können. Würde ich aber wie oben geschrieben den 2. Satz auf: "Willst du noch mit mir zusammensein" anstelle "liebst du mich" formulieren, gibts wohl ein ja.

Nun sind wir also beide an einem Punkt, wo wir beide genau wissen, so wollen wir und können wir nicht mehr weitermachen, da es sinnlos ist. Doch wissen wir auch nicht, wie wir genau an diesen Punkt angelangt sind und wie wir ihn jetzt, in diesem Moment ein letztes mal bekämpfen könnten. Langer Rede kurz Sinn, ich/wir wissen nicht mehr weiter.

Danke für eure Meinungen, Hilfe.
 

Benutzer67627  (51)

Sehr bekannt hier
hmmm.... bin ja spezialist was 7-jahres-beziehungen angeht...es sind schon 3 nach dieser zeit gescheitert.. :ashamed:
wobei ich das jetzt sicherlich nicht an den jahren festmache, denn meist ist ja schon viel früher der wurm drin... so wie bei euch.

zudem bin ich kein mensch, der eine tote beziehung wieder zum leben erwecken will, weil ich darin einfach keinen sinn sehe.


du musst dich eigentlich nur eins fragen:
liebe ich sie noch?
wirklich, ehrlich und mit ganzem herzen?

aber selbst deine liebe allein reicht nicht um eine beziehung zu retten...dasselbe gefühl muss sie eben auch empfinden. und sie ist sich da ja irgendwie nicht mehr sicher.
in deinem post zählst du viele dinge auf... aber du gehst irgendwie nicht wirklich auf die gefühle ein...eher auf den intellekt und das sexuelle... das irritiert mich ein wenig, vor allem wie negativ manches rüberkommt.

ehrlichgesagt...ich hab als frau keine lust mehr mit meinem freund zu schlafen, wenn ich ihn nicht mehr liebe... so einfach ist das. es gibt sicherlich auch gesundheitliche gründe...aber auf dauer wohl eher nicht.

wenn ihr euch noch liebt, dann gibt es immer eine chance, sei es paartherapie oder einfach unternehmungen zu zweit (entspannter urlaub, wellness-wochenende etc) ...wenn das aber nicht mehr der fall ist und ihr nur aus gewohnheit zusammen seid, weil es eben gerade einfach so passt, dann seh ich darin keine zukunft.

in meinen beziehungen war es eigentlich immer so, dass die liebe von einer seite einfach weg war, dass es mehr eine wg als eine partnerschaft war... und soetwas brauch ich nicht.
 

Benutzer56469  (36)

Beiträge füllen Bücher
Dein Text liest sich für mich wie reine Fakten. Fakten, Fakten Fakten. Ganz ehrlich? Wo ist die Liebe?? :ratlos: Ich lese nur heraus dass du dich ständig beschwerst dass ihr keinen Sex habt bzw. nicht soviel dass du zufrieden bist.

An deiner/eurer Stelle würd ich die Beziehung beenden weil es wenig Sinn hat daran noch was zu ändern bzw. neu auffrischen (wie oft denn noch?) Vielleicht findet ihr in ein paar Jahren wieder zueinander aber zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich da keine gemeinsame Zukunft.

Off-Topic:
Und zum Thema "das 7te Jahr" das ist ein Irrglaube, ich habe vor kurzem in einer Zeitung gelesen dass man sich nach 4 Jahren Beziehung schon auseinander lebt weil das im Mittelalter schon so war. Da hat man Kinder bekommen, der Mann hat gewartet bis die Kinder aus dem gröbsten raus waren und hat sich dann eine neue Frau gesucht.
 

Benutzer109722 

Sorgt für Gesprächsstoff
vieles mag neagtiv tönen, weil ich meine bedürfnisse schon seit geraumer zeit nicht mehr befriedigt sehe und das mich halt frusttriert. es ist nicht so, dass ich mich ständig beschwere oder wir ständig streit haben. seit letztem oktober ist die beziehung durch die damals eingeflossene veränderung durchaus sehr harmonisch und ausgeglichen, nur fehlt es mir halt an dem genannten punkt.

klar, mit jemandem sex etc zu haben den man nicht wirklich liebt, macht wenig sinn. aber ich denke, wenn das zu 100% meinerseits so wäre, das ich sie nicht mehr lieben würde, wäre sie auch nicht mehr hier oder ich würde trotz allem von mir aus auf die bremse treten, trotz meinen bedürfnissen.

es geht nicht nur technisch wie in einer wg zu und her, weil es halt praktisch ist. wir nehmen uns in den arm, auch mal küssen und kuscheln und zärtlichkeiten austauschen, trösten oder sonst für den anderen da sein, ihm die schulter anbieten, oder gewisse rituale, die ich nie mit jemanden einfach so durchziehen würde, wäre da nicht noch etwas herz im spiel, gefühle gibts schon, aber sicher nicht mehr ganz so viele wie früher.
darunter verstehe ich nicht nur rein praktisches zusammenleben. es mangel an anderen erfahrungen kann ich das momentan nicht anderst deuten. das der stern langfristig nicht gerade besonders gut steht, ist mir irgendwie klar.

ich möchte es ja nicht am "technischen" festnageln. sicher gibt es paare die perfekt aufeinander passen, aber ich denke es ist nicht ein muss, damit eine partnerschaft funktionieren kann.

ich denke aber schon, das wir herausfinden müssen ob wir uns noch lieben oder aus nur noch aus praktischen gründen so sehen wollen. trennen kann man sich immer und dann wieder zusammenkommen, später, ich sehe die chance durchaus existend, aber wenn wir ehrlich sind ist die wahrscheinlichkeit doch sehr gering und man sollte sich meiner meinung nach auch keinenfalls an dies mit viel hoffnung klammern, denke das ist falsch.

wie ich gesagt habe, diesen frühling konnte ich mir die frage ob ich sie liebe sicher(er) mit ja beantworten. im moment ist mein kopf nicht genügend frei, um eine abschliessende antwort inkl. konsequenz daraus zu ziehen.

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wir waren eben nur 30min im schwimmbad, zusammen im wasser, nur etwas geplanscht, sie wie verwandelt, wie früher, mit einer leichtigkeit, ein wenig über den tag und das aktuelle geschehen gesprochen. nicht so, wie wenn man noch in der flirtphase (anheizen, anwerben) ist, sondern so, wie wenn wir erst gerade frisch zusammengekommen wären. ich sah das funkeln, spürte es.... und werde mich nachher mit ihr noch vorsichtig darüber unterhalten.
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es fällt mir schwer, allenfalls loszulassen, ohne genau zu wissen, woran es gescheitert ist, man es nicht unter "kontrolle" hat, was mit einem passiert.
 

Benutzer109722 

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noch irgendwer, habe mir mehr resonanz oder speziell auch eigene erfahrungen erhofft, danke
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Hi,

naaa guuut, Du willst noch mehr Resonanz? Sollste haben! :grin:

Ich denke, Ihr BEIDE seid gerade an einem Punkt in Eurem Leben (nicht unbedingt primär Eurer Beziehung), an dem Ihr die Weichen für die Zukunft stellen wollt und müsst.
Du sprichst es zwar überhaupt nicht an, aber ich glaube, das ist der Punkt. Ihr Beide liebt Euch auf eine gewisse Art, stellt Euch aber gleichzeitg die Sinnfrage. Das bisherige und momentane Leben (und damit auch die Beziehung) wird hinterfragt, es wird eine Plus- und Minus-Liste erstellt, alte Dinge aufgewärmt. das Für und Wider abgewägt...
Und plötzlich merkt Ihr: ups, ich liebe sie ja gar nicht mehr so wie früher und sie/er mich auch nicht. Geht auch nicht, denn vor 6 Jahren wart Ihr noch andere Menschen, jünger, unbekümmerter usw., habt andere Prioritäten für Euer Leben gesetzt.
So wie ich das herauslese, habt Ihr den großen Fehler gemacht, den jeder von uns "Älteren' irgendwann schon gemacht hat: Ihr habt nicht wirklich miteinander kommuniziert und habt gleichzeitig die Beziehung als etwas Selbstverständliches angesehen.
Damit habt Ihr einfach verpasst, die Entwicklungen bei Euch selbst und v.A. bei dem Partner mitzubekommen und sich damit auseinander zu setzen.
Jetzt steht Ihr eben an diesem Punkt und stellt fest, daß das Alles ja nicht mehr so ist wie früher. Viele Punkte führst Du an, die das einigermaßen erklären sollen, aber den Hauptpunkt triffst Du nicht: Ihr seid Euch schon ziemlich fremd geworden und kennt den jeweils Anderen kaum noch wirklich. Daß man da schnell auf den Gedanken kommen kann, daß die Liebe nicht mehr so groß ist, liegt auf der Hand.

Ich denke, Ihr habt eigentlich nur noch eine Chance: Euch zusammen zu raufen, Euch gegenseitig klar machen, was Ihr zukünftig (nicht) wollt (ohne alten Kram aufzuwärmen, der bringt Euch nicht mehr weiter) und auszuloten, ob Ihr da überhaupt noch eine gemeinsame Basis habt. Und dann erst, als nächsten Schritt solltet Ihr Euch klar machen, wen Ihr eigentlich liebt: das Bild aus früheren Zeiten oder den Menschen, der heute vor Euch steht.

Dir kann ich nur raten, auch mal nach eigenen Fehlern zu suchen bzw. nach Gründen, die bei Dir liegen, warum sie distanzierter geworden ist. In Deinen Beiträgen höre ich zu viele Vorwürfe und zu wenig Selbstkritik. Und die ist nötig, glaub's mir, ich habe das auch gerade in den letzten Monaten nochmal lernen müssen/dürfen.

Auch wenn das, was in diesem Thread stand, um Einiges krasser ist als bei Dir, es geht im Prinzip um das Gleiche, lies es Dir mal durch. Der TS mußte sich einige Dinge sagen lassen müssen, aber vll hilft es Dir ja:
16 Jahre zusammen, 2 Kinder = Beziehung tot, kein Sex mehr - Planet-Liebe Forum

Wie Du ja bemerkt hast, rate ich Dir nicht, die Beziehung jetzt einfach zu beenden. Ich sehe das nämlich ähnlich wie Du, daß man eine Beziehung nicht beim ersten größeren Problem wegwerfen sollte. Aber Beziehungsprobleme verursachen in den allermeisten Fällen beide Partner und da sehr ich bei Dir noch Defizite...

Mark11
 

Benutzer109722 

Sorgt für Gesprächsstoff
erstmal danke für deinen beitrag, lässt mich zuerst einmal leer schlucken

das mit dem punkt im leben passt nicht schlecht

sie ist nun in einem alter (25) wo viele wieder mit einer weiteren ausbildung beginnen oder man mal was neues sehen möchte, nur weiss sie nicht was und in welche richtung und ist mit der aktuellen situation auch verständlicherweise nicht 100% zufrieden. Einer weiteren schulischen Ausbildung steht sie aber eher negativ gegebenüber, die Gründe dazu liegen in der Vergangenheit und sind mir nur z.T. bekannt, weil sie schon von zu Beginn nicht gerne darüber gesprochen hat.
Im Job sitze ich fest im Sattel, war in letzter Zeit aber nicht zu frieden; hat sich inzwischen wieder gebessert. Denke daran herum eine neue 2 Jährige Ausbildung zu beginnen (berufsbegleitend).
Wir hatten auch schon die Chance 2x ein Haus der Grosseltern (etc.) zu übernehmen, aber dazu fühle ich mich zu Jung und ehrlich gesagt, muss ich mich auch zu fest binden damit. Wir haben darüber gesprochen - sie hätte natürlich gerne aus diversen mir bekannten Gründen beim einten Angebot zugeschlagen, jedoch wäre dies finanziell kaum möglich gewesen und ich hätte alles alleine stemmen müssen, was dann für mich eben ein zu grosses Risiko und eine zu feste Bindung in doch noch jungem Alter bedeutet hätte.

Zudem möchte ich im Moment weder mit Ihr noch mit einer anderen Kinder, Haus, Heiraten - ich möchte die nächsten paar Jahre noch "frei" sein, sie weiss das und findet das auch gut / i.o. so. Abgesehen vom Haus ist sie bei den anderen Dingen gleicher Meinung, wie sie von sich aus mir schon mehrmals bestätigt hat.

Somit gedenke ich nach erfolgter Ausbildung durch meine "intensive" Reisetätigkeit und den letzten 7 Jahren (20-25% Ausland / Jahr, aber immer nur 1 - 2 Wochen am Stück und dann wieder ca. 8-10 Wochen hier), die gesammelten Flugmeilen in eine "gartis" Weltreise (6 Monate - 1 Jahr) für im besten Fall (ich & sie) 2 Personen zu wandeln und ihr die Welt zu zeigen und zu bereisen, die sie so gerne sehen wollte, aber nur wenig Chancen und Gelegenheiten dazu hatte. Sicher lernt man sich als Mensch und Paar in solch einer Situation nochmals ganz anderst kennen .... nach der Rückkehr wäre dann für mich alles offen, heisst Haus, Kind, Heiraten....

Sie weiss auch von mir, dass ich zwar 29 bin, mich aber auch langsam auf den Weg nach der Partnerin für (Haus, Kind, Heiraten) machen möchte, und unsere Beziehung im aktuellen Stand nicht unbedingt die besten Vorzeichen dazu trägt.

Dir kann ich nur raten, auch mal nach eigenen Fehlern zu suchen bzw. nach Gründen, die bei Dir liegen, warum sie distanzierter geworden ist. In Deinen Beiträgen höre ich zu viele Vorwürfe und zu wenig Selbstkritik. Und die ist nötig, glaub's mir, ich habe das auch gerade in den letzten Monaten nochmal lernen müssen/dürfen.
Sie kennt meinen Standpunkt und akzeptiert ihn auch so. Über Ihren Standpunkt weiss ich ehrlich gesagt wohl weniger gut Bescheid als sie über meinen, leider ist die Kommunikation nicht immer ganz einfach, v.a. aus zeitlichen Gründen, da immer jemand irgendwo weg muss und die Stimmung / Lage / Zeitpunkt für eine Diskussion über so wichtige Dinge sollte doch schon gut gewählt sein. Vielleicht spreche ich einfach zu oft das ganze Thema an?!

So wie ich das herauslese, habt Ihr den großen Fehler gemacht, den jeder von uns "Älteren' irgendwann schon gemacht hat: Ihr habt nicht wirklich miteinander kommuniziert und habt gleichzeitig die Beziehung als etwas Selbstverständliches angesehen.
nicht ganz verkehrt, aber auch nicht ganz recht. wir haben doch immer wiedereinmal an der beziehung gearbeitet, sonst hätte es nie so lange gehalten. mal hats länger, mal weniger lang gedauert bis wir eine aus unserer sicht richtige Startegie zur Lösung eines Problems gefunden haben.
Ich sehe aber auch, dass die Kommunikation teils durch mich nur sehr einseitig ablief und sie sich nicht so oft und "verbissen" wie ich mitteilte, obwohl ich darum gebeten habe und Zeit und Raum gelassen habe.

Ihr seid Euch schon ziemlich fremd geworden und kennt den jeweils Anderen kaum noch wirklich.
Es ist mir zwar noch schwer verständlich, aber ich denke damit triffst du es sehr wahrscheinlich in gewissen Dingen genau auf den Punkt. Hier benötige ich im Moment Hilfe, damit ich es besser fassen kann.

LINK - 16 Jahre zusammen, 2 Kinder = Beziehung tot, kein Sex mehr - Planet-Liebe Forum
Ich erkenne mich / uns ziemlich genau wieder, nur bleibts meistens nahe der sachlichen Ebene. Paartherapie wo ich dafür wäre, oder eben auch mal eines der unzähligen Bücher lesen ist sie gar nicht zu haben. Entweder wird das Problem nicht erkannt oder sie ist zu Stolz in solch eine Therapie zu gehen.
Ich habe ihr auch schon das Forum hier vorgeschlagen, es interessiert nicht :frown:!
Fussballmieze Seite 3:
In der zwischenzeit habe ich mich endlich mal entspannt, habe einiges neu geordnet und mir vorgenommen, nicht mehr im dauerstress zu leben.

Dauerstress, so kommts mir vor bei ihr. Immer überall zu sein - v.a. auch bei Ihren langen Arbeitszeiten, sicher nicht vorteilhaft.

ich weiss, das auch ich zu 50% schuld bin, zu lange mit der zange probiert habe das problem zu lösen, was kontraproduktiv war. sie sagte mir auch oft, dass nur meine meinung zählt und ich sie nicht für voll nehme oder sie zu stark einschränke, owbohl ich probiere ihre alle freiheiten zu geben.
mit dem für voll nehmen hat auch seinen hintergrund - ich musste mich da kein Vater da war (gestorben) mit meiner Mutter (habe das auch etwas geerbt ;-)) zusammen mit meinen Brüdern durchschlagen und konnte nicht immer zuerst auf die anderen schauen und dann entscheiden, auch früh Verantwortung tragen und schauen, dass die dinge eben funktionieren.
Sie genau das gegenteil, ihre eltern verhätschelten sie bis zum geht nicht mehr, musste wenig bis nie was zu hause helfen und wurde dann mit ca. 20 jahren wie sie sagte zum ersten mal mit ihrem bruder 1 woche alleine zu hause gelassen - es ging fast eine welt unter.... ich finde das von den eltern absolut unverantwortlich, aber erst mal egal.
Womit ich Probleme hatte mit ihr betraf primär Prioritäten und Finanzen. Ihre Prioritäten setzt sie ganz anderst als ich und ist daher auch fast immer irgendwo angebunden und lässt dann für mich eigentlich essentielle Dinge wie Finanzen (sie hatte schulden) schlittern. Auf den Finanzen bin ich drauf gehockt und habs nun den Umgang damit auf ein erträgliches Mass gebogen, da es wichtig ist, wenn man wenig hat, damit möglichst haushälterisch umzugehen - da waren wir nicht immer der gleichen Meinung und Mahnungen sind bekanntlich auch nicht gratis. Ich habe aber nicht nur den Lehrmeister gespielt sondern sie auch unterstützt (immer noch) und finanziell deutlich unter die Arme gegriffen, damit es nicht ein Dauerthema in der Beziehung ist/war.

Seit wir zusammen wohnen ist es daher nicht so, das im Prinzip nur sie den Haushalt schmeisst, sondern mehrheitlich ich. An den Samstagen bringe ich alles i.o bevor ich zu irgendwelchen Spassaktivitäten übergehe. Sie hat an unterschiedlichen Tagen frei und muss dann zum Coiffeur, Freundinnen treffen, Shoppen und vielleicht reicht die Zeit dann noch für eine oder zwei kleine Aufgaben im Haushalt... oder halt auch gar keine.

Sicher muss ich wieder mehr fühlen wonach sie begehrt, mehr mit ihr sprechen was gschieht... ich bin nicht wortkarg, aber halt ein mann, der nicht spricht wie ein fluss.

Ich denke, Ihr habt eigentlich nur noch eine Chance: Euch zusammen zu raufen, Euch gegenseitig klar machen, was Ihr zukünftig (nicht) wollt (ohne alten Kram aufzuwärmen, der bringt Euch nicht mehr weiter) und auszuloten, ob Ihr da überhaupt noch eine gemeinsame Basis habt. Und dann erst, als nächsten Schritt solltet Ihr Euch klar machen, wen Ihr eigentlich liebt: das Bild aus früheren Zeiten oder den Menschen, der heute vor Euch steht.

Nochmals, sicherlich sehe ich, dass ich auch an mir arbeiten muss, wenn dann nochmals eine Chance dazu besteht - ich bin mir da nicht ganz sicher, ob sie wirklich noch vom innersten Herzen heraus will. Probiere dies nächste Woche zu klären und dann vielleicht wie im oben genannten Topic mal weniger einen auf Beziehungsdoktor zu machen und mehr die Taten sprechen lassen, aber zuerst...muss sie noch wollen.

So sind wir also am Ende doch vielleicht wieder vor der + / - Liste.. um dann auch in ihren Punkten sich ganz bewusst zu werden und sehen ob es noch eine sinnvolle Schnittmenge gibt.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
'N Abend Lota,

ein langer Text von Dir. Gut, denn Du sagst so einige Sachen, die ich für ziemlich wichtig halte.

Das Erste, das mir auffällt, ist, daß Ihr wohl verschiedener seid und denkt, als bisher deutlich wurde. Zum Einen das schon angesprochene Kommunikationsproblem: Du sprichst anscheinend Dinge zu oft an, sie viel zu selten bis gar nicht. Ihre Reaktionen auf Deine Ansprachen sind gleich null. Das kann daraus resultieren, weil sie einfach so ist, weil ihr die Beziehung nicht mehr soo wichtig ist, weil sie den Ernst der Lage nicht erkannt hat oder Du sie mit dem häufigen Ansprechen überforderst und sie in eine Blockade-Haltung verfällt.
leider ist die Kommunikation nicht immer ganz einfach, v.a. aus zeitlichen Gründen, da immer jemand irgendwo weg muss und die Stimmung / Lage / Zeitpunkt für eine Diskussion über so wichtige Dinge sollte doch schon gut gewählt sein.
Sag 'mal, wie oft habt Ihr eigentlich wirklich Zeit für EUCH? Wenn es in der Beziehung brennt, dann sollte man sich einfach Zeit nehmen müssen, um darüber zu reden, egal, ob Freunde oder der Friseur warten. Und den optimalen Zeitpunkt für so ein Gespräch gibt es nicht, man muß reden, wenn es einem auf der Seele brennt (ok, vielleicht nicht gerade, wenn der Andere gerade zur Arbeit muß, aber Du verstehst schon, was ich meine).
Zum Anderen sind da so "billige" Dinge wie Hausarbeit, Finanzen etc. Was sie da abzieht, geht gar nicht. Ebenso aber auch nicht, daß Du Dir da selbst die A-Karte ziehst.

Was mir noch auffällt: ich habe das Gefühl, Ihr seid nicht auf Augenhöhe. Du bist der "Macher" und "Entscheider", sie spielt "kleines Mädchen" (bewußt in Anführungs-Strichen geschrieben, weil es nur plakativ sein soll). Es wirkt ein wenig so, als ob Du einfach eher den Ernst des Lebens erkennst und darauf reagierst, während sie sich schön darauf ausruht, daß Du ihre Eltern-Rolle bzgl. ihrer Fürsorge übernommen hast.
Dies ist ein Rollenverhalten, das Ihr über die Jahre wahrscheinlich regelrecht perfektioniert habt und jetzt da nicht mehr 'raus kommt. Nur ist eben jetzt das Problem da (unter anderen Problemen), daß Dir diese Rolle nicht mehr behagt, Du möchtest, daß Deine Freundin auch langsam erwachsen werden soll, sie aber sieht keine Notwendigkeit darin, da es bisher ja so sehr gut lief für sie.

Und damit bin ich wieder an dem Punkt gelandet, den ich in meinem letzten Post schon anbrachte: ich sehe Eure Chance nur darin, daß Ihr BEIDE erkennt, daß sich Dinge und der jeweilige Partner geändert und weiter entwickelt haben. Damit auch die Wünsche und Bedürfnisse des Partners. Und nur auf dieser Basis könnt Ihr entscheiden, ob Ihr unter diesen geänderten Bedingungen überhaupt noch eine Chance wahrnehmen wollt.

Ihr seid Euch schon ziemlich fremd geworden und kennt den jeweils Anderen kaum noch wirklich.
Es ist mir zwar noch schwer verständlich, aber ich denke damit triffst du es sehr wahrscheinlich in gewissen Dingen genau auf den Punkt. Hier benötige ich im Moment Hilfe, damit ich es besser fassen kann.
Die Hilfe kann Dir wahrscheinlich nur Deine Freundin geben, denn nur sie kann Dir sagen, was sie will. Solltest Du dennoch der Meinung sein, daß ich (oder jemand anders hier) Dir weiterhelfen können, dann frage ruhig weiter!

Nochmals, sicherlich sehe ich, dass ich auch an mir arbeiten muss, wenn dann nochmals eine Chance dazu besteht - ich bin mir da nicht ganz sicher, ob sie wirklich noch vom innersten Herzen heraus will. Probiere dies nächste Woche zu klären und dann vielleicht wie im oben genannten Topic mal weniger einen auf Beziehungsdoktor zu machen und mehr die Taten sprechen lassen, aber zuerst...muss sie noch wollen.
Das ist das Problem, es hilft Alles nichts, wenn sie nicht (mehr) will. Aber wenn Du es versuchen willst, fang erstmal bei Dir an, aber halt mit dem Risiko, daß es umsonst ist.

Ich wünsch Dir alles Gute!
Mark11
 

Benutzer109722 

Sorgt für Gesprächsstoff
hm, sind noch nicht vielll weiter.

allgemeinbefinden hat etwas gebessert und letzten donnerstag, an unserem "monats-jahrestag" hat sie nach ausswärts dinieren die initiative ergriffen ohne irgendwas von mir und es kam zum sex, wobei es bei ihr dann leider wiedermal geschmerzt hat.

mal ganz allgemein zu den schmerzen, habe hier und sonst wo schon viel dazu gelesen... und sogar von 2 fällen ("spermaallergie, hautkrankheit"), die ich hoffe, das sie dies nicht sind. sie hat mal mehr oder weniger stark neurodermitis an arm und kniebeuge und ab und an habe ich richtiggehend das gefühl, das ihre pussy von innen her glüht, obwohl der FA sagt, das nix wäre. ein anderes mal gehts tiptop und am nächsten tag wieder nicht mehr. ich sag mal, kommt gar nicht gross darauf an ob druck von meiner seite vorliegt oder nicht. fingern geht immer ohne probleme. ich betrachte mich als normal gebaut und frage mich eher, obs sie so eng gebaut ist, habe aber nicht unbedingt das gefühl.

gestern haben wir etwas über die aktuelle situation und das weitere vorgehen gesprochen. ein ganz klares ja, das sie mich liebt konnte ich nicht zu 100% heraushören, den je nach diskusionstand meint sie dann auch wieder, man könne sich ja trennen, wenn ich nicht warten könne etc und sie ja nicht wisse, was sie ändern etc müsste.
leider passts in die aktuelle situation schon hinein, früher hat ihr immer wer gesagt was zu tun ist (ihr eigener wortlaut), heute muss sie was tun, in jedem fall und nicht nur in unserer beziehung und muss selbstständig entscheidungen treffen und das fällt dann teilweise auch echt schwer.
habe ich ihr aber auch schon gesagt, dass es nun langsam zeit wäre, erwachsen zu werden. langer rede kurzer sind, sie hat aktuell keine pläne, keine ideen und weiss nicht was sie in 5 jahren will, egal ob es um uns oder nur ihre ganz eigenen ziele geht.
zeitweise hatte ich im ähnlichen alter auch mal so eine phase der "neu"orientierung und selbstfindung, nur habe ich halt das gefühl, dass diese bei ihr schon etwas länger andauert :-(!

worüber ich mich auch schon mehrmals schlau probiert habe zu machen ist, wie ich sie in ihrer art als frau sein (bewusstsein) und selbstvertrauen in sich zu finden unterstützen kann. eine patentlösung gibts nicht, ist klar, aber den richtigen ansatz habe ich noch nicht gefunden.

wir haben auch über meine ziele gesporchen und ich habe sie gefragt, ob sie diese kenne und versteht... sagen wir mal mehr oder weniger ja.

da ich manchmal schwer von begriff bin haben wir uns mal geeinigt, das sie gewisse dinge für mich aufschreibt do & donts und wir in kürze wieder darüber sprechen müssen, wie es weitergeht. ich habe wieder mehrheitlich gesprochen, da einfach nicht viel ausser einer "traurigkeit" an den tag kommt, sich wohl der dinge bewusst, dass ich z.b. mit der hausarbeit halt nicht ganz im unrecht liege, wenn ich da um mehr anteilnahme verlange/bitte.

Es ist mir bewusst, dass wir wohl damit wieder im alten verhaltensmuster, wird schon gut kommen, verfallen sind, aber ich arbeite daran, für mich, und soweit auch möglich sie, die notwendigen entscheidungen in nächster zeit herbeizuführen.

sinnvoll ist, denke ich, sie etwas zu ihrem glück zu zwingen und etwas frischluft im ausland, bei einem sprachaufenthalt im irgendwo zu gewinnen, denke so kann man da auch etwas selbstvertrauen in sich gewinnnen und ich bin auch bereit, sie dabei zu unterstützen.

werde wieder berichten wenn es neuigkeiten gibt.....
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Ich antworte jetzt auch mal, auch nn ich nicht genau weiß ob meine Antwort Dir etwas bringt. Sie wird einiges enthalten was Du sicher nicht gern hören willst.

In Deinen Beiträgen höre ich zu viele Vorwürfe und zu wenig Selbstkritik.

Diesen Satz möchte ich noch mal deutlich unterstreichen, er scheint mir bisher etwas untergegangen zu sein.

Deine Beiträge liefern sehr exakte Analysen, klar definierte Probleme und im Prinzip auch schon festgelegte Lösungen, auch wenn die nicht mehr so deutlich ausgesprochen werden.

Ganz großes Manko dabei: ich kann da nur wenig von einer anderen Sichtweise rauslesen. Es scheint mir einfach Deine Sicht zu sein, die Du Dir selber zusammenanalysiert hast. Das halte ich für wenig zielführend, denn es ist nun mal eine Sache die nur gemeinsam gelöst werden kann.

Oft drüber reden macht Probleme nicht besser, im Gegenteil. Es macht die Situation noch festgefahrener. Kommunikation geht nur in beide Richtungen und mit dem über alles gestellten Ziel die Sichtweise des andren besser zu verstehen.

Das wird bei euch aber sehr deutlich durch ein Ungleichgewicht gestört. Ich habe das Gefühl das sie in der Beziehung nicht gleichermaßen ernst genommen wird und ihre Seite weniger zählt. Deine Darstellungen von ihrer Kindlichkeit und ihren Defiziten lassen vermuten das Du Deine Sicht als die "richtige" ansiehst und ihre nicht wirklich ernst nimmst. Wobei es ihr wahrscheinlich noch nicht mal richtig gelingt ihre Sicht zu kommunizieren und vielleicht noch nicht einmal, überhaupt eine eigene Sicht zu entwickeln. In einer Atmosphäre eines solchen Ungleichgewichts kann es durchaus auch schwierig sein, die zu entwickeln.

Aber um jetzt die Kurve zu Deinem Hauptproblem mit dem wenigen Sex zu bekommen: Wie viel erotische Austrahlung geht für Dich von Deinen Eltern aus? Höchstwahrscheinlich keine. Daher würde ich dringend von dem Versuch abraten, gleichzeitig ihren Papi und ihren Liebhaber spielen zu wollen. Das geht nicht auf.

Bezeichnend finde ich auch dass Du "ihr die Welt zeigen willst". Auch wenn man sich nicht zu sehr an Formulierungen aufhängen sollte, scheint es mir sehr bezeichnend dass Du die Welt nicht gemeinsam mit ihr entdecken willst. Vielleicht kann sie Dir Dinge zeigen die Du nicht kennst und nicht entdecken würdest? Ich bin mir ehrlich gesagt sehr sicher, dass sie Deine Grundhaltung spürt und das es sich dabei um eine immerwährende Belastung der Beziehung handelt.

Deine Sicht auf sie scheint mir sehr klar und festgelegt. Du scheinst sie komplett durchanalysiert zu haben und ein statische Bild von ihr zu haben, das auch die gewünschten Entwicklungen bereits enthält. Aber Menschen sind keine offenen Bücher, sie sind komplexe Universen die wir nie vollständig verstehen werden und die wir aufgrund ihrer Veränderlichkeit jeden Tag neu entdecken können.

Ihre Entwicklung kann nur ihre eigene sein, aus sich heraus, in ihrem
Tempo und auf ihre Art. Wenn der Partner ein so festgelegtes Bild hat kann das durchaus sehr einengend sein und eine Entwicklung bremsen. Es bringt auch nichts sich zu sagen, sie macht wenig Vorschläge, sagt wenig, also Rede ich und lege die Dinge fest. Auch das bremst jede Entwicklung.

Ich denke es ist notwendig den Prozess neu zu starten und versuchen gemeinsam einen neuen, unbekannten Weg zu entwickeln. Die bisherigen Ansätze erscheinen mir eher als Sackgasse.
 
L

Benutzer

Gast
hab jetzt nichr alles geschafft zu lesen.

wir haben grad unser 7 jahr hinter uns. es war echt horror. nur streit, auseinandergelebt alles.
kurz vor trennung.
haben uns aber zusammengerissen und wollten sehen ob das 8. besser wird.
wir haben quasi von vorn angefangen, alles besprochen as wir wünshen, wollen etc und alles umstrukturiert- nun läufts wieder supe!
 

Benutzer87146 

Meistens hier zu finden
Hi,

ich stimme meinen Vorrednern zu. In deinen Posts schlägst du viele Möglichkeiten vor, wie du deine Parnerin verändern möchtest (Ihr die Welt zeigen, ihr finanziell unter die Arme greifen, Sprachurlaub ...) um das Problem zu lösen.

Meiner Meinung nach sollte deine größte Anstrengung der Frage gelten "Wie muss ich mich selbst ändern, damit die Beziehung besser wird?".
Wir glauben, dass es einfacher ist andere zu ändern als sich selbst, da wir ja alle wissen wie schwer es ist sich selbst zu ändern. Nur Achtung! Andere ändern zu wollen ist sie davon zu überzeugen sich selbst zu ändern -> es ist noch schwerer als sich selbst zu ändern.
Deshalb meine Empfehlung:
* Finde raus was deine Partnerin von dir will.
* Stelle in dem Gespäch keine eigenen Forderungen
* Bewerte die Wünsche deiner Partnerin nicht
* Sucht euch zusammen einen Aspekt aus und in diesem Aspekt verändert du dich

Das wird zum einen die Beziehung verbessern und zum anderen deiner Partnerin auch das Gefühl geben ernst genommen zu werden.

Ich wünsche dir alles Gute!
 

Benutzer110030  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich kenne dein Problem , ist bei mir ansich fasst das gleiche mit der dauer der Beziehung passt das auch.
Meine ist allerdings eher sehr selbstbewusst und zielstrebig + selbstständig.
Glaub auch nicht wirklich das es damit zusammenhängt ist ja der totale Gegensatz aber wie gesagt das exakt gleiche Problem.

Auch wenn ich das Problem angesprochen habe kommt immer keine Antwort oder irgendeine aus der man nicht viel schliessen kann. Hab sie auch vor einem Monat konfrontiert , dass ich für die Beziehung wenn es so weitergeht Rot sehe und das so nicht weiter mitmachen will.

Ebenfalls auch Sachen wie Paartherapie oder sonstige Sachen vorgeschlagen anscheinend auch zu Stolz dafür und andere Hilfen interessieren sie auch nicht.
Die Sexmenge ist genau das gleiche auch die Unternehmungen etc.

Weiss nicht ob du genauso denkst (empfindest) , aber ich Liebe sie an sich von ganzen Herzen aber durch das ganze fühl ich die Liebe nicht mehr so wirklich und dadurch das man so unzufrieden ist kommt manchmal auch Hass auf... und man fragt sich ob es richtig ist was man macht also das man seine Lebenszeit und Kraft in diese Beziehung investiert wenn sich wirklich nichts ändert und man unzufrieden bleibt.

Dadurch, dass das so gut passt find ich das Thema aufjeden Fall interessant.... bin ja im Prinzip von genau dem gleichen Problem betroffen :frown:
 

Benutzer109722 

Sorgt für Gesprächsstoff
hab jetzt nichr alles geschafft zu lesen.

wir haben grad unser 7 jahr hinter uns. es war echt horror. nur streit, auseinandergelebt alles.
kurz vor trennung.
haben uns aber zusammengerissen und wollten sehen ob das 8. besser wird.
wir haben quasi von vorn angefangen, alles besprochen as wir wünshen, wollen etc und alles umstrukturiert- nun läufts wieder supe!

haben wir jetzt auch schon ca. 2x bis 3x "so richtig" gemacht, es hat jeweils die situation deutlich verbessert (allgemeinbefinden der beziehung) ohne das am thema sex wirklich ebensoviel geändert hat.

@metamorphosen
ja, z.t. sehe ich da lösungswege und möglichkeiten, welche aus nur meinen gesichtspunkt heraus gesehen werden.
früher habe ich sie evtl. etwas zu sehr bevormundet, da ich sie vor "fehlentscheiden" schützen wollte. in der zwischenzeit habe ich gemerkt und begriffen, dass das nie und bei niemandem funktionieren kann und unterlasse es grösstenteils. sie muss also ihre meinung selber bilden, was auch gut so ist. werde ich gefragt, teile ich mich mit.
sicherlich sehe ich meine sicht der dinge als richtiger, aber ich arbeite daran. und wie beschrieben lasse ich sie ihre sache soweit möglich nun selber machen. das war nicht von threaderöffnung bis jetzt sondern schon seit einiger zeit (wenigen monaten).

Bezeichnend finde ich auch dass Du "ihr die Welt zeigen willst". Auch wenn man sich nicht zu sehr an Formulierungen aufhängen sollte, scheint es mir sehr bezeichnend dass Du die Welt nicht gemeinsam mit ihr entdecken willst. Vielleicht kann sie Dir Dinge zeigen die Du nicht kennst und nicht entdecken würdest? Ich bin mir ehrlich gesagt sehr sicher, dass sie Deine Grundhaltung spürt und das es sich dabei um eine immerwährende Belastung der Beziehung handelt.
Ganz falsch siehst du dies nicht, jedoch ist es nicht "meine" Welt, sondern mit ihr zusammen, nach ihren Wünschen und Bedürfnissen. Sie sagt ja selber auch mal wieder, dass sie raus will und was sehen. Ich würde sie auch unterstützen wenn sie das alleine machen möchte und würde dies auch gut finden, für sie, mich und uns, egal was sein wird.

Sie ist wie auch ich ein sehr komplexes Universum, und sicher kann ich sie nie von Grudnauf verstehen wie keiner von uns den anderen. Ich wünsche mir eine Entwicklung, vorzugsweise zu mir hin und nicht weg, aber ich würde es akzeptieren, das weiss sie - u.a. auch durch die Geschehnisse im 2008, als das Leben am seidenen Faden hing.

Ich bin sicher, dass ich sie mit meiner Art eher einenge als Freiraum lasse, das Rezept dies nicht nur zu sagen, sondern sie auch fühlen zu lassen, habe ich noch nicht gefunden.
Ich bekunde ("grosse") Mühe mit ihrer Art und Tempo, wie sie Probleme und Veränderungen angeht - stelle aber fest, dass sie einige eingangs erwähnte (Probleme aus meiner Sicht) langsam auf ihre Art zu lösen beginnt und diese durchaus auch als erfolgreich betrachtet werden dürfen.

[/quote]
Ich denke es ist notwendig den Prozess neu zu starten und versuchen gemeinsam einen neuen, unbekannten Weg zu entwickeln.
Tönt gut - nur wie sehe ich gerade nicht.

Meinerseits probiere ich mehr Sport zu machen, was den Tagesablauf (Abends) verändert und sie auch weiss und schätz (nehme ich an), dass ich mehr mache als die normalen Sportaktivitäten im Verein. Ich verstelle mich dazu nicht, muss meinen inneren Sauhund überwinden und weiss auch, das es für meine Gesundheit nur gut ist.
Ebenso probiere ich wieder mehr mit ihr zu unternehmen und mit ihr ihre Kolleginen etc zu besuchen, da dies ihr ein Bedürfnis zu sein scheint.

@Ahoi: Dies würdest du in nur 1 Gespräch machen oder wie? Ich habe die Kommunikation etwas zurück gefahren betreffend Beziehung, damit unsere Beziehung nicht nur das Hauptthema ist und probiere nun auch wieder öfters "klatsch und tratsch" austzutauschen. Da ich halt eher ein praktisch denkender, informierter Mensch bin, fällt mir das auch nicht ganz so einfach, probiere aber mein bestes.
Langer Rede kurzer Sinn, gib mir bitte einen Tipp, wie ich das herausfinde, am besten anstelle, was sie von mir will, ohne das ich sie wieder mit etwas belaste.

Wie gesagt, sie macht keine Pläne, hat keine Pläne und bei solchen Fragen kommt dann bisher auch nciht viel nützliches raus so wie eben letztes mal, als sie sagte, sie habe noch nie für sich selber schauen / entscheiden / sorgen etc müssen.

Weiss nicht ob du genauso denkst (empfindest) , aber ich Liebe sie an sich von ganzen Herzen aber durch das ganze fühl ich die Liebe nicht mehr so wirklich und dadurch das man so unzufrieden ist kommt manchmal auch Hass auf... und man fragt sich ob es richtig ist was man macht also das man seine Lebenszeit und Kraft in diese Beziehung investiert wenn sich wirklich nichts ändert und man unzufrieden bleibt.
Hass nicht, aber unzufriedenheit, ich kenne deine Gefühle.

sicher setzte ich auch mir das messer an, weil ich meine weltreise eigentlich mit 35 jahren hinter mir haben möchte und im neuen leben fuss fassen möchte. die letzten jahren waren mit viel arbeit verbunden und habe auch viel gesehen, fair war es nicht immer, aber spass hats gemacht (Hauptsache). Zudem möchte ich ja die ausbildung beginnen. ich muss mit 35 nicht frau und kinder haben, aber wieder sicheren boden gefunden haben hier oder da, wo ich dann sein möchte. ich kann mir vorstellen, auszuwandern, nicht a la vox.tv, aber dennoch irgendwie die zelte hier abzubrechen und zu leben, ausbrechen. (komische aussage von einen "selbstkontrollierten" typen).

Ich hatte seit der Topiceröffnung nun wieder 2,3,4 Momente, wo ich sah, merkte, das sie mich wohl schon noch will/liebt. Wenn ich explizit die Frage danach stelle kommts schwächer rüber, aber von den Gefühlen in diesem Momenten, denke das passt schon, sonst könnte sie mich dies nicht spüren / sehen lassen, da bin ich mir eigentlich sicher.

Mein persönlich grösstes Problem ist halt einfach immernoch, das es mir schwer fällt, Energie reinzustecken, die für mich unangenehme "Sex", v.a. aber auch Zärtlichkeitsflaute hinzunehmen, mit dem ungewissen Ausgang und dann vor allem mit welchem Zeitraum, sich die Situation verbessern sollte. Langsam, bin ich ECHT ungeduldig geworden.
Sicher sein kann man sich nicht, aber sexuell scheinen wir einfach nicht auf der gleichen Ebene zu agieren, nicht nur Menge sondern auch Art und Qualität (ohne ausgefallene Sachen sag ich jetzt mal) und ich fürchte, dies wird dann auch wenn wir wieder mal mehr / normal Sex/Zärtlichkeit hätten für mich immer mehr zu einem Problem zu werden. Es ist zu fest 0815 - sich einfach mal hemmunglos gehen und treiben zu lassen über mehrere Male und Stunden kam praktisch noch nie vor. Ich wüsste nicht, wie ich ihr dies schonungsvoll rüber bringen könnte.
Ich denke, dies könnte dann der Punkt (0815) für mich sein, wo ich stopp sagen muss und das ganze beende.

Dann sind wir wieder bei plus/Minus Liste und der Frage der Liebe :-/!
 
1 Jahr(e) später

Benutzer109722 

Sorgt für Gesprächsstoff
nun denn, nun ist es soweit - :flennen:.
obwohl es etwas besser kam und ich von meinen ansichten etwas wegkam, trennen wir uns nun.
der sex wurde nicht besser, der umgang war i.o. - beiträge ihrerseits zum haushalt usw. mal so mal so.
beide, v.a. sie mag nicht mehr und ich mag nicht mehr darum kämpfen.

irgendwo ist wohl die echte liebe schon vor langer zeit verloren gegangen, ihrerseits wohl etwas mehr als meinerseits. kopf sagt zwar das es grundsätzlich (die trennung) in ordnung ist, aber bauch und herz spielen natürlich nicht mit, wie sollten sie auch :cry:. voll zuschlagen wird es dann in ca. 1 woche, wenn sie auszieht :X3:.

da dies zugleich auch meine erste und einzige beziehung war, bin ich nun verunsichert, wie es weiter geht. ich habe angst vor dem allein sein. guten kollegenkreis und hobbies etc habe ich, ideen was ich nun etwas anderst machen könnte auch.... doch die angst bleibt. zudem natürlich auch die angst, alleon zu bleiben, obwohl ich im moment natürlich nicht unbedingt gerade in eine neue beziehung stürzen möchte.

danke für eure hilfe, eure worte.
 

Benutzer125146  (36)

Meistens hier zu finden
Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber v.a. habe ich deinen ersten und letzten Beitrag gelesen.
Auch ich habe mich nach 8 Jahren von meinem Freund getrennt. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, aber es war definitiv die richtige Entscheidung!
Auch wenn sich das jetzt alles so unwirklich und auch nicht unbedingt richtig anfühlt wirst du bald merken, dass es besser wird und dass es mit Sicherheit auch die richtige Entscheidung für euch beide war.

Ich wünsche dir alles Gute!
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Hi iota,

zuerst dachte ich: schön, dass sich da nochmal jemand zurück meldet. Als ich dann aber las, was passiert ist, war meine Freude natürlich schnell weg. Sch***, tut mir echt leid!
Tja, was soll man noch sagen? Ich weiß es nicht. Es hat wohl einfach nicht mehr gepasst. Wahrscheinlich gab es zuviele Fehler auf beiden Seiten, vll habt Ihr es nicht geschafft, Eure eigenen Entwicklungen in die Beziehung einzubringen, vll habt Ihr Euch auch "nur" entliebt, wie es eben auch vorkommt im Leben.

Was ich aber glaube: Du bist gar nicht an einem so schlechten Punkt. Für mich klingt es, als ob Du mit der Bezieung nicht erst seit jetzt abgeschlossen hast, sondern schon 'was länger. Du schaust jetzt schon nach vorne, das ist gut. Saugut. Du scheinst nicht an Vergangenem festhalten zu wollen. Das ist noch besser.
Klar, jetzt kommt erstmal eine Sch***-Zeit. Es ist schließlich Deine erste Erfahrung mit einer Trennung (und auch die x-te tut noch weh:zwinker:). Aber Du machst Dir schon Gedanken, wie es weiter geht. Im Moment noch mit Angst vermischt, was völlig klar und verständlich ist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Du es relativ schnell schaffen wirst, Dich und Dein Leben neu zu sortieren. Warum? Weil Du nach vorne guckst.
Du wirst nicht ewig Single bleiben, auch da bin ich mir sicher. Denn auch da machst Du instinktiv das Richtige: erstmal schauen und abwarten, die Beziehung verarbeiten, Dich sortieren usw. Auch wenn Du mir das jetzt nicht glauben wirst: irgendwann wachst Du morgens auf und weißt, es ist jetzt vorbei, Du bist frei (im Kopf und Herz) und spätestens dann hast Du Dein "neues" Leben auf die Reihe bekommen, zig neue Sachen werden passieren, neue Menschen werden in Dein Leben treten und irgendwann auch eine neue Partnerin.

Ich wünsch Dir viel Glück und lass irgendwann nochmal von Dir hören!
 

Benutzer6428 

Doctor How
Hey Iota,

ich kann dir die Sache sowas von nachfühlen. Bei mir ging es zwar "nur" um etwas mehr als 5 Jahre, aber alles (ALLES!) andere ist so dermaßen ähnlich, dass ich gerade einen Flashback nach dem anderen hatte!
Die Trennung war bei mir 2005, ich blicke also schon mit einigem Abstand zurück und genau aus diesem Grund kann ich zwar Mitleid empfinden, gleichzeitig denke ich aber auch genau an diesen Zeitpunkt, 2005 zurück und kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Denn 2005 fing mein Leben erst richtig an...gerade was die sexuelle Seite angeht. 2006 war ein Jahr, dass ich wohl nie vergessen werde und dass ich auch NIE bereuen werde..nein..ich hatte da keine Freundin...habe ich aber auch nicht gebraucht... :zwinker:

Klar bist du verunsichert, sicher auch sehr traurig. Das Gute ist aber: Du weisst, dass es vorbei ist und du weisst, dass es richtig ist. Jetzt kannst du jemanden finden, der passt...der wirklich wirklich passt... Jetzt wirst du feststellen, dass eine Beziehung so viel viel viel besser sein kann.

Sagen wirs so: Meine Erwartungen wurden regelmäßig übertroffen und werden es auch noch heute. :zwinker:

Deswegen spreche ich dir eher meinen Glückwunsch aus...auch wenn das komisch klingt...dir wird es viel besser gehen...!
 

Benutzer109722 

Sorgt für Gesprächsstoff
danke für eure wortmeldungen. im moment ist wie gar nichts da, fühle gar nichts. wird sich wohl geben wenn sie nachher wieder gleich da ist und dann ca. nächste woche wenn es losgeht und sie auszieht :frown:!
wäre dann nochmals für ein paar wortmeldungen in den nächsten tagen und wochen äusserst dankbar.

traurig macht mich an und für sich auch der fakt, das 2 menschen, die einmal so füreinander bestimmt waren, sich leider ebensofest wieder verlieren können. der fakt, nichts anderes als versagt zu haben, der fakt jemanden, den man gerne hat zu verlieren, damit habe ich echte mühe. wir gehen ja soweit dies möglich ist im guten auseinander. wie gesagt, erstmal möchte ich abstand gewinnen, aber mein herz sagt mir ganz fest, das ich doch auch in zukunft gerne noch für sie da wäre, auch wenn es wohl nie mehr ein uns geben wird. es ist wie der gedanke etwas zu verlieren - der gedanke loszulassen, fällt im moment noch sehr schwer - ich muss, ich weiss; aber komplett - falls ja, macht mich traurig!
durch meine schwere, nicht erwartete herzoperation im 2008 habe ich sie dazumals in mein testament eingeschlossen, alle massnahmen getroffen, für den fall der fälle, ihr ein soweit mir möglich gutes weiteres leben zu schaffen - sie auch ohne mich noch glücklich machen zu können.
das wohlergehen meiner mitmenschen ist mir wichtig, auch wenn obige texte eher meinen eigenen balken in meinen augen aufzeigen als nun diese eine regung.

ich bin mir auch sehr unschlüssig wie ich mich betreffend kontakt verhalten soll. da wird immernoch post etc kommen in den ersten paar wochen, die kann ich diskret bei ihren eltern abgeben, da ich da 2x in der woche vorbeifahre und sie in den briefkasten legen kann. zudem wird sie im moment wieder nach hause ziehen bis sie eine wohnung hat, nimmt also nur mal kleider etc mit. möbel und gemeinsames hab und gut wird "leider" erst zu einem späteren zeitpunkt passieren.
ebenso werde ich durch den gemeinsamen kollegenkreis kaum darum herum kommen, ihr wieder zu begegnen - ich weiss nicht wie ich / wir damit umgehen sollen....

ich weiss, für all das gibt es keine patentlösung, ich weiss, dass es sich geben wird, ich weiss, irgendwann....

:rolleyes:
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
der fakt, nichts anderes als versagt zu haben
Sorry, aber: Blödsinn! Niemand hat versagt, weder Du noch sie. Sicher habt Ihr Fehler gemacht, aber Ihr seid Menschen. Und es war Eure erste lange Beziehung. Das ist kein Versagen und auch niemand hat irgendeine Schuld. Es hat halt irgendwann "einfach" nicht mehr genügend gepasst, weder Euer Verhältnis, noch Eure Gefühle. Auch das passiert, auch da hat niemand Schuld und niemand versagt.

es ist wie der gedanke etwas zu verlieren
Ja natürlich verlierst Du etwas, Du verlierst sogar verdammt viel. Die Partnerin, die gute/beste Freundin, einen Lebensfixpunkt, Gewohnheit (schöne und schlechte) und noch viel mehr. Aber Du verlierst nicht so viel, als dass Du nur Verluste machst. Du gewinnst auch. Weniger Stress und Unzufriedenheit, (irgendwann) einen freien Kopf, Dich wieder auf etwas Neues, womöglich Schöneres einzulassen und auch hier noch viel mehr. Im Moment siehst Du das noch nicht, das ist auch völlig normal, aber irgendwann...

ich weiss nicht wie ich / wir damit umgehen sollen....
musst Du jetzt auch noch nicht wissen. Sie auch nicht. Auch das müsst Ihr jetzt lernen, auf Euch zukommen lassen. Handle einfach die Situation, wie es Dir Dein Bauch in dem Moment sagt und versuche, das Gehirn dabei nicht völlig auszuschalten. Dann klappt das schon. Und natürlich wird es die eine oder andere seltsame u/o unangenehme Situation noch geben, mit ihr, mit Deinen/Euren Bekannten. Aber sch*** d'rauf, Du bist i.M. in einer Ausnahmesituation und musst nicht in jeder Sekunde 100%ig perfekt reagieren.

wäre dann nochmals für ein paar wortmeldungen in den nächsten tagen und wochen äusserst dankbar.
Klar, kein Problem. Und ich denke, für andere User hier auch nicht.

Noch eins zum Schluss: auch wenn ich (und die Anderen hier) so klingen, als ob wir die Weisheiten einfach mal so aus dem Ärmel schütteln, und eine Trennung ganz easy und locker scheint: so ist das nicht. Wir haben halt diese Erfahrung gemacht. Zumindest ich habe nach einer Trennung auch schon gelitten wie Hund und habe mir die gleichen Sachen gedacht und mich die gleichen Dinge gefragt wie Du jetzt. Aber daher weiß ich auch, dass es früher oder später danach weiter geht, besser wird und irgendwann ist so etwas eine von vielen Episoden in Deinem Leben. Aus denen man lernen und sich weiter entwickeln kann, die Einen aber nicht für die Ewigkeit in ein schwarzes Loch ziehen.

Halt den Kopf oben!
 
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