Darf man vom Babygeschlecht enttäuscht sein?

Benutzer162929  (28)

Ist noch neu hier
Hallo ihr lieben,
ich traue mich nun mal ein Thema anzusprechen, dass mich schon sehr lang bedrückt.

Mein Sohn ist mittlerweile 4 Jahre alt. zwischendurch bin ich immer wieder enttäuscht, dass ich einen Sohn und keine Tochter bekommen habe. Ich denke dann aber immer, sei froh, dass er gesund ist und so "pflegeleicht" als Baby war und heute immer noch so super lieb und total unkompliziert ist. Aber dieser Gedanke schleicht sich trotzdem wieder in meinen Kopf. Ich habe zwar schon mit meiner besten Freundin darüber gesprochen, aber sie versteht mich einfach nicht. Ich kann daran einfach nichts ändern und mich damit nicht abfinden, dass ich so denke. Ich hasse mich teilweise ja selbst dafür. Es ist auch so schlimm für mich zu sehen, dass 4 Mädels aus meinem näheren Umfeld innerhalb eines Jahres alle Mädchen bekommen haben. Und wenn ich mich dann noch an den Spruch erinnere, den der Mann eines dieser Mädels zu uns gesagt hat, nur Männer machen Mädchen und Jungs machen Jungs, damals habe ich losgeheult. Ich wünsche mir so sehr noch ein weiteres Kind, aber es kann mir nun mal niemand garantieren, dass es ein Mädchen wird. Also habe ich die Familienplanung erstmal auf Eis gelegt und überlege mir das nochmal, vielleicht kann ich diesen Gedanken irgendwann vergessen und mir ist es egal, welches Geschlecht das nächste Kind hat. Ich liebe meinen Sohn ja auch über alles, aber auf der anderen Seite möchte ich unbedingt noch ein Mädchen... Ich möchte nun bitte keine Sprüche hören, wie "sei froh, dass dein Kind gesund ist usw..."
Ich wollte einfach mal meine Gedanken aufschreiben, da ich irgendwann platze und mich viel über dieses Tabuthema informiert habe und ich denke, es geht anderen Mamis genauso, wie mir...
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Und wenn ich mich dann noch an den Spruch erinnere, den der Mann eines dieser Mädels zu uns gesagt hat, nur Männer machen Mädchen und Jungs machen Jungs
was für ein bullshit... ich hoffe, du hast das nicht ernst genommen? :what:

dass du dir ein mädchen gewünscht hast, einen jungen bekommen hast und es jetzt schade findest dass es kein mädel wurde, das ist in ordnung - denn, wie du sagst, liebst du deinen sohn ja trotzdem. du darfst das schade finden, solange du dein kind deswegen nicht vernachlässigst... und ich würde es für besser halten dass du dir das selber erlaubst, als dass du (wie es offenbar schon anfängt) deswegen in selbsthass abgleitest.
interessant fände ich aber die frage, weshalb du dir unbedingt eine tochter wünschst - kannst du die beantworten? wenn nicht würde ich vorschlagen, dass du da nochmal schwer drüber nachdenkst und es auch nicht bei einem "ich will halt" belässt.

es gibt ja gewisse theorien darüber, dass männliche spermien schneller schwimmen, die weiblichen aber länger überleben... du könntest also, um die wahrscheinlichkeit eventuell zu erhöhen (eine garantie gibt es natürlich nie!) schonmal anfangen, deinen zyklus zu beobachten. wenn ihr den ungeschützten sex dann auf einige tage vor den eisprung legt, dann ist es laut dieser theorie wahrscheinlich, dass die jungs bis dahin verstorben sind. nur: überlege dir unbedingt vorher ob du damit leben könntest und wolltest, wenn das zweite kind auch ein junge wird.

alternativ dazu: hast du mal über adoption nachgedacht? denn das wäre ja nun der einzige weg, wo du das geschlecht schon vorher wüsstest.
 

Benutzer162929  (28)

Ist noch neu hier
Hallo, nein Ernstgenommen habe ich den Spruch natürlich nicht, aber es tut halt trotzdem weh im Herz. Und warum ich mir ein Mädchen wünsche kann ich dir sagen. Ich stelle mir das immer so vor: Mama und Tochter können sich gegenseitig die Haare machen, mit Puppen spielen und Barbie (ich spiele natürlich auch mit meinem Sohn Autos, in der Hinsicht ist er ein echter Junge) ich möchte Rosa Kleidung kaufen, mich mit einer pubertären Zicke streiten und noch vieles andere. Ich bin ja selbst ein Mädchen :-D und habe eine Schwester, wir waren nicht immer einer Meinung, aber wenn es drauf ankam hielten wir zusammen und meine Mama ist heute auch eine gute Freundin. Das alles möchte ich erleben. Ich denke aber auch, dass es bei mir etwas mit der Psyche zu tun hat, was noch eine Rolle spielt... Und ich denke, es liegt auch daran, dass wir zuerst gehofft haben, es wird ein Mädchen, auch wenn ich immer einen Jungen im Gefühl hatte und wir bis zur Geburt nicht 100 % ig wussten, was es wird...
Im Moment sind wir nicht an der Familienplanung dran, somit verhüte ich noch und ich könnte mir auch gerade nicht vorstellen noch einen Jungen zu bekommen. Von daher lasse ich es lieber ganz. Wir schaffen uns erstmal einen Hund an und da freue ich mich schon auf die Zeit mit meinem Sohn und dem kleinen Racker
 

Benutzer136306 

Planet-Liebe Berühmtheit
Und warum ich mir ein Mädchen wünsche kann ich dir sagen. Ich stelle mir das immer so vor: Mama und Tochter können sich gegenseitig die Haare machen, mit Puppen spielen und Barbie (ich spiele natürlich auch mit meinem Sohn Autos, in der Hinsicht ist er ein echter Junge) ich möchte Rosa Kleidung kaufen, mich mit einer pubertären Zicke streiten und noch vieles andere.

Tja, und dann bekommst du ein Mädchen, das Rosa hasst, lieber mit Autos spielt und die Haare kurz tragen möchte. Und dann?
 

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Ich finde auch, du denkst arg in Klischees. Was, wenn das Mädchen weder Rosa noch Puppen mag :ratlos:? Meiner Meinung nach hängst du einer Wunschvorstellung von einem Mädchen hinterher, die nicht auf alle weiblichen Wesen zutrifft - zum Glück sind Menschen individuell.

Dass man enttäuscht vom Geschlecht ist...naja, richtig nachvollziehen kann ich es nicht, aber so etwas soll es geben. Vielleicht ganz am Anfang, aber auch nach vier Jahren noch? Das finde ich sehr traurig. Kinder spüren so etwas halt auch. Hast du schon mal überlegt, diese "Enttäuschung" psychotherapeutisch aufzuarbeiten?
 

Benutzer114808  (34)

Beiträge füllen Bücher
Ich bin noch schwanger und war überzeugt, dass es ein Junge wird. Hab immer nach coolen Klamotten für so einen kleinen Kerl geschaut und viel gefunden. Mein Mann war sich sicher: Mädchen.

Und dann kam das Outing. Hat erstmal gesessen. Aber letztendlich sind meine träumerischen Vorstellungen mit der Realität kollidiert und das ist auch gut so. Dann hab ich nach Mädchen-Klamotten geschaut und hab überall nur rosa gesehen. Und pink, lila und Glitzer. Aaaaaaaah. Furchtbar. Um erstmal anzukommen, habe ich ein wirklich zuckersüßes Set bestellt - in rosa. Total niedlich. Seitdem ist meine Welt auch wieder völlig in Ordnung.

Ich bin mit meiner Reaktion nicht alleine gewesen, kenne noch zwei Damen denen es ähnlich ging.

Mach dich frei von der Vorstellung, dass "dein" Mädel das rosa-Puppen-Glitzer-Mädel wird. Vielleicht rauft sie lieber mit den Jungs, hat grün als Lieblingsfarbe und ist ganz anders, als du erwartest. Die Natur macht schon alles richtig mit dem Geschlecht.

Weshalb kannst du dir nicht vorstellen, noch einen Jungen zu bekommen?
 

Benutzer102673 

Beiträge füllen Bücher
Ich stelle mir das immer so vor: Mama und Tochter können sich gegenseitig die Haare machen, mit Puppen spielen und Barbie (ich spiele natürlich auch mit meinem Sohn Autos, in der Hinsicht ist er ein echter Junge) ich möchte Rosa Kleidung kaufen, mich mit einer pubertären Zicke streiten und noch vieles andere. Ich bin ja selbst ein Mädchen
Ich weiß, ich trete in die Kerbe der anderen: Aber Du gehst von Deinen eigenen Vorstellungen und Wünschen aus. Ich habe zwei Schwestern. Meine Mutter hat mir nicht die Haare gemacht, schon gar nicht habe ich mit ihr Puppen gespielt :grin:.

Klar denke ich, ist es teils auch normal, dass man sich vielleicht eher einen Sohn oder eher ein Tochter wünscht, und es eben manchmal auch einfach nicht klappen will und man dann eben mehrere Söhne oder nur Töchter hat, oder so.

Aber wenn der Grund dafür ist, dass man selbst irgendwelche unerfüllten Kindheitswünsche, die man vielleicht selbst hatte, oder irgendwelche Erinnerungen, nun stellverstretend ausleben zu wollen - dann glaube ich, steckt doch ein anderes Problem dahinter. Dem Du vielleicht auf den Grund gehen solltest.

Vorher - tatsächlich - halte ich es auch für einen gesunden und klugen Entschluss von Dir für alle Beteiligten, die Familienplanung erstmal auszusetzen.
 
A

Benutzer

Gast
Ich will da ja jetzt nicht noch mehr Hoffnungen zerstören, aber wenn du jetzt ein Mädchen bekommen solltest, dann wird sie sich sehr viel von ihrem Bruder abschauen. Und wenn er so ein "klassischer" Junge ist, dann wird das Mädchen ihm in den Sachen nacheifern. Mein Bruder ist z.B. vier Jahre älter und da er mein üblicher Spielpartner war und sich als Größerer das Recht genommen hat, zu bestimmen was wir spielen, bin ich mit extrem viel Bubensachen aufgewachsen und war oft über ein neues Spielzeugauto (mit dem ich dann gemeinsam mit meinem Bruder spielen kann) viel lieber als eine Puppe, mit der er nix zu tun haben wollte und die ich dann auch doof fand. Das hat sich bei mir erst verändert, als ich Freundinnen in der Schule hatte, die Mädchensachen mochten.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Altes Sprichwort: Wenn es nicht so ist, wie man will, muß man wollen, wie es ist.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich kann dein erstes Gefühl verstehen. Ich habe mir immer ein Mädchen gewünscht und mich immer als Mädchen-Mama gefühlt. In meiner Schwangerschaft habe ich dann immer wieder gedacht, wie es wohl wäre, wenn es ein Junge wird. Das Outing kam erst spät und war nie 100 Prozent sicher und so hatte ich immer im diesen "was wäre wenn" Gedanken im Hinterkopf. Aber bei der Geburt war dann klar: Es ist ein Mädchen. Heute 3,5 Jahre später kann ich sagen, dass sie ein "richtiges" Mädchen ist: Elsa hier, Glitzer dort, Puppenstube, Babypuppe, Tierbabys, sie hat sogar schon einen Schuhtick. Und trotz alldem ist das Leben mit ihr ganz anders, als ich gedacht habe. Sie sieht sogar ganz anders aus, als ich mir meine Tochter immer vorgestellt habe. Sie findet auch andere Sachen schön, als ich sie gemocht hätte oder habe.
So war es mein Traum endlich noch mal Playmobil spielen zu können. Das interessiert meine Tochter absolut gar nicht. Dafür bauen wir aus Bausteinen Ställe für ihre Schleichtiere. Beim Opa dreht die Duplobahn ihre Runden und in der Kita baut sie - im Elsa Pulli - Parkgaragen und Autorutschen.
Traum und Realität sind zwei verschiedene Dinge. Ich hatte lange Zeit eine Bullerbü-Traumwelt vor Augen. Heute weiss ich, dass ist utopisch. Ich werde keinen Bauernhof und 100 Tiere und 4 Kinder haben, während wir alle gut gelaunt durch den Sommer hüpfen. So läuft das nicht. Trotzdem ist mein Leben in der Stadtwohnung ohne Tiere mit nur einem Kind schön. Meine Tochter hat Angst vor Tieren und sie ist auch nicht besonders gerne draussen. Unser Leben ist schön und gut so, wie es gerade ist. Und statt Playmobil spielen, knete ich eben.

Ich habe viel Nachhilfe gegeben und war lange Zeit in einer Familie mit zwei Söhnen. Als ich meine Tochter bekam, wurde die Mutter auch wehmütig und schaute auf ihre zwei Teeny-Rüpel im Stimmbruch und seufzte, dass sie auch gerne ein Mädchen gehabt hätte. Aber sie war dann eben mit ihren Nichten in den Mädchen-Filmen und hat denen die Disney-Sachen geschenkt und hat mit denen den Mädchenkram gemacht, auf dass ihre Schwestern und Schwägerinnen keine Lust mehr hatte. Und dann sagte sie zu mir: "Ich wollte immer zwei Kinder. Und hätte ich anstelle einer meiner Jungs ein Mädchen, dann wäre ja einer von den beiden nicht hier. Und das wäre ja schrecklich." Da sind wirklich beide Jungs aufgestanden und haben mit ihren 13 und 17 Jahren der Mama einen Kuss gegeben. Jungs können auch echt niedlich sein. Und ihnen war klar, dass ihre Mutter sie über alles liebte und sie beide unbedingt wollte. Was will ein Kind mehr.
Vielleicht ist bei dir die Frage, wofür dein Mädchen-Traum eigentlich steht. Ist es die heile Welt. Die Sehnsucht für ein anderes Leben. Denn eines muss dir klar sein. Hättest du ein Mädchen, würdest du deinen Sohn nicht haben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer162074 

Verbringt hier viel Zeit
Mein Sohn ist mittlerweile 4 Jahre alt. zwischendurch bin ich immer wieder enttäuscht, dass ich einen Sohn und keine Tochter bekommen habe.
Sorry, nein ich habe dafür kein Verständnis. Kann gut sein, dass ich hier in der Unterzahl bin, aber ich finds deinem Sohn total unfair gegenüber...
Ja, man kann enttäuscht sein, wenn man gehofft hat, dass es ein Mädchen wird und dann bei der Geburt gesagt bekommt dass es doch ein Junge ist. Aber nach 4(!!!) Jahren:confused:
Ich kann mir kaum vorstellen, dass dein Sohn das nicht merkt. Kinder sind da einfach mega sensibel. Und wenn ich mir dann noch vorstelle, dass du dann doch ein zweites Kind und ein Mädchen bekommst, dann ist dein Sohn wahrscheinlich abgeschrieben(verglichen zu der Zuneigung, dass das Mädchen bekommen würde). So lese ich das( sorry harte Worte ich weiß, aber das ist was ich hier herauslese). Du verfasst einen riesen Roman darüber wie sehr du enttäuscht bist, dass du einen Sohn hast und dann kommt ein Satz, dass du deinen Sohn dennoch liebst. Vor allem sollte es nicht heißen "ich bin enttäuscht dass ich einen Sohn habe" sondern "ich bin enttäuscht, dass ich kein Mädchen habe"! Das ist ein gewaltiger Unterschied, da du sonst deine Enttäuschung auf deinen Sohn projizierst, was du meiner Meinung nach auch tust.
Ich glaube da liegt einiges quer. Du hast immer noch nicht überwunden einen Sohn(kein Mädchen) zu haben und dadurch stehst du dir und deiner Liebe zu deinem Kind im Weg.
Das ist weder gut für dich noch für deinen Sohn.
Meine Güte du hast ein Kind! Ein Kind, das du aufwachsen siehst, das dir Liebe schenkt, das dir so viel gibt. Anstatt zu genießen, dass du dieses Glück hast, denkst du daran, dass du so gerne ein Mädchen hättest, damit du rosa Kleider kaufen und ihr die Haare kämmen kannst.

Was ich dir raten würde, ist deine Enttäuschung wirklich von Grund auf aufzuarbeiten, auch wenn das nur mit professioneller Hilfe geht. Vielleicht hast du es dir nie eingestanden wirklich am Anfang die Enttäuschung zu zulassen, sodass du noch immer das mit dir rumschleppst. 4 Jahre! das ist der entscheidene Punkt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer162929  (28)

Ist noch neu hier
Ich habe ja gesagt, dass ich mein Kind über alles Liebe, wobei ich das wohl nicht rechtfertigen muss. Und ich bin immer so unheimlich stolz auf ihn, was er schon alles kann und wie er einfach so ist. Aber ich habe auch irgendwie das Gefühl, wir sind noch nicht komplett und denke immer, wenn wir Sohn und Tochter haben, könnten wir es sein. Naja, wie gesagt die Planung ist erstmal auf Eis gelegt und mein Mann versteht das auch wir sind ja noch so jung und haben noch ein bisschen Zeit, uns zu überlegen, wie wir weiterverfahren. Nur wie gesagt, es schmerzt im Herz, wenn ich halt meine Mädels mit ihren süßen kleinen Mädels sehe und alles. Natürlich kann es immer anders kommen, als man denkt. Wir hatten nun schon öfter eine Kindergartenfreundin meines Sohnes zu Besuch und die ist auch wirklich anstrengend, da denke ich mir immer, sei froh, dass er nicht so ist. Aber wie gesagt, ich habe das Gefühl, mir fehlt etwas. Es gibt natürlich Mütter, die solche Gedanken wie meine verabscheuen, weil sie einfach nicht verstehen können / wollen, dass es auch eine andere Seite gibt. Aber das gibt es immer.
 

Benutzer141323 

Benutzer gesperrt
Also ich kann es auch nur wenig verstehen. Wenn es jetzt nur um Klischees und geschlechtspezifisches Spielzeug geht, kann ich es noch weniger verstehen. Eigentlich empfindet man doch daran Freude mit, womit das Kind gerne spielt. Oder was es gerne macht. Mein kleines Beutelkind (Stieftochter) fährt super gerne Rad. Ich hasse Rad fahren, aber mit ihr zusammen macht es richtig viel Spaß und ich finde es gar nicht schlimm. Gemeinsam mit dem Kind die Welt entdecken ist doch das Aufregende und Schöne am Erziehen. Dabei ist doch völlig egal, ob man ein Mädchen oder einen Jungen erzieht!?

Für mich klingt das alles noch ziemlich unreif. Du warst 19 bei der Geburt deines Sohnes. Vllt siehst du das alles anders, wenn du selbst etwas erwachsener geworden bist.

Ich kann mir vorstellen sowohl Jungs als auch Mädchen Mama zu sein. Man wächst mit seinen Aufgaben und ich könnte mich auf beides gut einstellen.

Darf ich fragen, wie deine eigene Kindheit war? Hast du es vermisst "typische Mädchendinge" zu machen?
 

Benutzer162929  (28)

Ist noch neu hier
Was ich dir raten würde ist, deine Enttäuschung wirklich von Grund auf aufzuarbeiten, auch wenn das nur mit professioneller Hilfe geht. Vielleicht hast du es dir nie eingestanden wirklich am Anfang die Enttäuschung zu zulassen, sodass du noch immer das mit dir rumschleppst. 4 Jahre! das ist der entscheidende Punkt.
Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich habe mich immer geschämt und tue es auch heute noch. Deshalb habe ich noch nie mit jemand anderen (außer meiner Freundin, die es auch nicht versteht) darüber gesprochen. Ich denke, das mit der Hilfe sollte ich mal anstoßen...
[doublepost=1476991938,1476991715][/doublepost]
Darf ich fragen, wie deine eigene Kindheit war? Hast du es vermisst "typische Mädchendinge" zu machen?
Ich habe mich immer hässlich gefühlt und wurde viel gehänselt, weil ich etwas zu viel auf den Rippen hatte, Dadurch habe ich sehr viel Jungenkleidung getragen, Fußball gespielt und generell viele "Jungssachen" gemacht. Dann habe ich sehr abgenommen und mich Mädchenhafter angezogen und angefangen zu tanzen. Und nun bin ich sehr Mädchenhaft, was die Kleidung angeht und der Rest ist eigentlich sehr gemischt. Schön fühle ich mich trotzdem nicht.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Du kannst deine Mädchenkindheit nicht durch eine Tochter "wieder gut machen" oder "erneut durchleben".
Eine Tochter ist nicht als Therapie für die Mutter gedacht. Das solltest du mit einem Profi besprechen.
 

Benutzer162074 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe ja gesagt, dass ich mein Kind über alles Liebe, wobei ich das wohl nicht rechtfertigen muss.
Ich bezweifel auch nicht, dass du deinen Sohn liebst. Aber deine Liebe trägt immer einen Schatten mit sich, weil du ihn unbewusst immer so ansiehst als wäre er der Sohn, der lieber ein Mädchen hätte sein sollen. Kinder sind nicht dafür da die unausgelebten Träume der Eltern zu leben.
Meine Mutter hat sich auch eine Tochter gewünscht. Dann kam ich, die von Kleider nichts wissen wollte, die auf Bäume geklettert ist und die mit Schminke nichts anfangen konnte. Dennoch hat sie sich nie eine weitere Tochter gewünscht, wo sie das vllt doch gehabt hätte, denn Kinder sollten einen erfüllen so wie sie sind.
Dieses Gefühl, das du mit dir rumträgst: auf der einen Seite das schlechte Gewissen, dass du dir ein Mädchen anstatt eines Jungen gewünscht hast und auf der anderen Seite dein vollkommendes Leben abhängig zu machen an einem Mädchen, obwohl du ja ein Kind hast, ist nicht gesund. Für dich nicht und für deinen Sohn nicht.
 

Benutzer141323 

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
LULU1234 LULU1234 - deine Tochter klingt wie ich als Kind :grin: nur dass es bei mir noch nicht Anna & Elsa gab. Dafür Benjamin Blümchen & später dann Hanni & Nanni.


Ich habe übrigens noch sehr kleine Brüder. Ja auch für mich war es befremdlich mit Star Wars & Autos zu spielen, gruselige Masken aufzusetzen, Mincraft, Need for Speed & Tony Hawk zu zocken - aber heute finde ich es so super klasse :grin: mir machen die Spiele selbst auch Spaß und gerade war ich wieder die coole Schwester, weil ich ihnen für die Schule ein Furzkissen & Slimy besorgt habe :grin:

Jungs können echt fetzen und Spaß machen, wenn man sich drauf einlässt :smile:
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Und beim Thema Nähe und Vertrautheit: Es sind doch meistens die Jungs, die den Müttern nahe sind und die Töchter, die sich früh emanzipieren. Besagte Nachhilfemutter meinte, dass sie meist jeden Abend kuschelnd mit ihren Jungs, je einer links und einer rechts, Popcorn futternd vor dem Fernseher sitzt. Die gleichaltrigen Töchter ihrer Freundinnen hängen telefonierend in ihren Zimmern - und schmachten ihre Söhne an, die davon gar nichts bemerken. :grin:
 

Benutzer162929  (28)

Ist noch neu hier
Genau das macht meiner nicht gerne, nur wenn er krank ist kuschelt er mit mir, sonst immer nur mit dem Papa. Ich sage immer komm wir kuscheln noch ein bisschen, da will er immer lieber den Papa. Generell ist er auch sehr ein Papa Kind. Obwohl ich immer versuche an ihn ran zu kommen. Wir spielen, wie gesagt ich versuche zu kuscheln und lese ihm Abends etwas vor. aber sobald der Papa da ist hat er mich vergessen
 

Benutzer146984 

Meistens hier zu finden
Kinder sollten einen erfüllen so wie sie sind.
Ich würde dir liebend gerne zustimmen, aber leider kann ich das nicht. Man sollte/MUSS Kinder so nehmen, wie sie sind, sie lieben und Toleranz und Verständnis zeigen, wo sie nicht so sind, wie man es gerne hätte. Aber erfüllend muss das nicht zwingend sein. Dieser Anspruch ist zu groß.
Ich bin garantiert nicht die Traumtochter, die meine Mutter gerne gehabt hätte. Dafür sind wir zu unterschiedlich. Ich spüre immer wieder mal in mehr oder weniger kleinen Punkten, dass sie nicht darauf klar kommt, wie ich mein Leben gestalte. Echte Erfüllung wird sie mit mir nicht haben. Aber ich fühle mich deshalb nicht weniger geliebt. Und das ist das Wichtige.
Familie kann man sich nicht aussuchen, Blutsverwandschaft ist angeboren. Für Beziehungen, in denen man Erfüllung sucht, sucht man sich die Menschen besser selbst aus. Das können zufällig Eltern, Kinder oder Geschwister sein. Es können aber auch der Partner oder enge Freundschaften sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren