Da wird der Hund in der Pfanne verrückt...

Benutzer154108 

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Und warum? Weil ich mich ständig verliebe. Oder denke, dass ich verliebt bin. Ich bin alt und erfahren genug, um zu wissen, dass "verliebt-sein" nicht einhergeht mit Liebe und einer tollen Beziehung oder einer Verbesserung der gegenwärtigen Situation. Doch es macht mich bekloppt. Diese Sehnsucht, die man empfindet. Sie lässt mir nur selten Ruhe.
Letztes Jahr hatte ich bereits einen Thread zum Thema "Polygamie" eröffnet, weil ich dachte, dass ich vielleicht polygam bin. Vielleicht bin ich das, ich weiß es nicht.
Mittlerweile bin ich an einem Punkt angekommen, dass mich mein Freund oft stört und das obwohl er sehr verständnisvoll ist und wir wirklich über alles reden können. Ich habe ihm sogar erzählt, dass ich dazu neige mich zu verlieben.
Es muss am Alter liegen. Wahrscheinlich Mid-Life-Crisis. Angst, zu alt zu sein. Zu alt, um begehrenswert zu sein. Keinen mehr abzukriegen. Selbstmitleid. Trauer, wegen der Vergänglichkeit und Endlichkeit.
Man kann mir nicht vorwerfen, dass ich es nicht versucht hätte. Und eine Zeitlang dachte ich auch, dass wir es hinbekommen haben. Denn meine Gefühle für meinen Freund waren wieder gut und unbelastet.
Und seit ein paar Wochen wird es wieder unerträglich für mich und wahrscheinlich auch für ihn.
In letzter Zeit möchte ich am liebsten allein wohnen. Ich möchte, dass er mich mit seinem Mist in Ruhe lässt.
Und das klingt so gemein :-(
Liebe ich ihn? Könnte sein. Er ist mir wichtig. Aber ich könnte mich mittlerweile über 1000 Dinge über ihn beschweren. Es macht mich wahnsinnig.
Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis es eskaliert. Mit eskalieren meine ich nicht, dass wir uns die Köppe einschlagen ;-) Wir haben 2 Kinder, deshalb fällt eine Trennung so schwer.
Vielleicht habe ich auch dieses ganze "Ich-muss-mich-um-alles-kümmern" satt. Vielleicht verliebe ich mich, weil ich überlastet bin? Auf jeden fall fehlt mir etwas.
 

Benutzer4030 

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Hey du :smile:

Und in wen verliebst du dich so? Fremde, oder Bekannte Menschen in deinen Umfeld? Warum mußt du dich um alles kümmern? Was fehlt dir ? Was sind deine Bedürfnisse? Bist du ehr zu ausgelastet oder falsch belastet? Hast du einen Ausgleich zu deinen um alles kümmern?

Ihr seit sicherlich schon eine weile zusammen und habt Kinder und Alltag. Wie sieht der Sex aus? Hast du das Gefühl, das ihr euch auseinander gelebt habt?

Wie steht dein Partner dazu? Habt ihr über ein öffnen der Beziehung nachgedacht? Vielleicht ist es die Sehnsucht nach etwas unbekannten, nach Aufregung, die wenn man sie gekostet hat, schnell verpufft? Und gar nicht mehr so interessant ist?

Wie äußert sich das verliebt sein?
 

Benutzer154108 

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Danke Lissy für deine Antwort :smile:
In wen ich mich verliebe? Meist Personen aus meinem Umfeld. Oder auch Freundeskreis. Wie z.B. ein Bekannter, der Bankkaufmann des Vertrauens oder auch der Trainer im Fitnessstudio. Fremde eher nicht.
Warum ich mich um alles kümmern muss? Vielleicht weil mein Mann nicht in der Lage ist, Dinge zu planen und umzusetzen?? Ich muss in der Regel alles durchplanen und quasi organisieren. Mein Kopf ist momentan übervoll mit Dingen.
Meine Bedürfnisse? Ich möchte wieder mehr erleben, ich möchte wachsen, lernen, mich weiter entwickeln. Ich empfinde meinen Partner da oft als Belastung. Er ist ein Gewohnheitstier. Dazu kommt, dass ich ihn für inkonsequent und faul halte. Eigenschaften, die mich total aufregen und abtörnend sind.
Momentan ist mein Ausgleich der Sport. Und diese Zeit nehme ich mir auch. Sonst würde ich total bekloppt werden.

Wir sind schon bald ein ganzes Jahrzehnt zusammen. Der Sex war lange gut und befriedigend. Man kann mit ihm auch super über alles reden und er ist absolut offen für Neues. Dennoch empfinde ich keine Leidenschaft mehr. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir uns auseinanderleben. Seine Interessen sind ganz andere als meine. Hinzu kommt dann wohl auch, dass ich seit längerem auch der Ernährer der Familie bin. Er ist ein super lieber, verständnisvoller Mann. Aber irgendwie ist mir das nicht genug. Ich möchte einen starken Mann, der mich auffängt, zu dem ich aufblicken kann und ich meine nicht unbedingt körperliche Stärke. Obwohl ich mir die auch ein bisschen wünsche.

Eine offene Beziehung: das Thema hatten wir schon besprochen. Ich werde das bei Gelegenheit nochmal ansprechen. So etwas macht man nicht mal eben so.
Es könnte sein, dass ich einfach mal wieder etwas mehr Leidenschaft und Aufregung neben dem ganzen Alltag brauche weil ich dieses mit ihm irgendwie nicht mehr erlebe.

Es ist halt so ein Verliebtheitsgefühl, mit Kribbeln im Bauch, nervös sein, gedankliches abschweifen und tagträumen. Es flacht ab, wenn ich den Mann länger nicht sehe und ist schwupp wieder da, wenn man sich trifft.

Ich denke mir in letzter Zeit, dass ich diese Gefühle gerne ausleben möchte, solange ich noch ein wenig jung bin. mit 60 kann man sich immer noch auf einen Partner konzentrieren.
 

Benutzer4030 

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Vielleicht weil mein Mann nicht in der Lage ist, Dinge zu planen und umzusetzen?? Ich muss in der Regel alles durchplanen und quasi organisieren.

War er schon immer so? Oder ist das mit den Jahren schlimmer geworden?

Er ist ein Gewohnheitstier. Dazu kommt, dass ich ihn für inkonsequent und faul halte.

Upps. Das ist schon krass. Für was ist er verantwortlich, wenn du die Familie ernährst? Ist er Hausmann oder hat er auch einen Job?

Ich möchte wieder mehr erleben, ich möchte wachsen, lernen, mich weiter entwickeln.

Und am liebsten mit ihm, oder? Ich kenne das Gefühl, wenn man einen Partner an seiner Seite hat, der einen mehr ausbremst, als ermutigt zusammen neues zu erleben und zu schaffen.

Ich möchte einen starken Mann, der mich auffängt, zu dem ich aufblicken kann und ich meine nicht unbedingt körperliche Stärke. Obwohl ich mir die auch ein bisschen wünsche.

Auch das kenne ich. Wenn man schon alles machen muß, organisieren, Kinder, Haushalt und noch Geld verdienen, möchte man sich als Ausgleich auch mal fallen lassen.

Es könnte sein, dass ich einfach mal wieder etwas mehr Leidenschaft und Aufregung neben dem ganzen Alltag brauche weil ich dieses mit ihm irgendwie nicht mehr erlebe.

Und das ist der Punkt. Entweder bekommt ihr beide euren "Beziehungs"Popo hoch und arbeitet an allen Punkten. oder ihr werdet weiterhin nebeneinander unzufrieden daher leben (wahrscheinlich mehr du, als er) Wenn er sein Leben so in Ordnung findet und seiner Meinung nach alles ok ist, dann habt ihr wirklich ein Problem. Du wirst immer unzufriedener und irgendwann eskaliert wirklich alles.

Du hast geschrieben, das ihr über alles reden könnt. Auch über diese Punkte? Das du ihn so siehst? Als faulen, schwachen Mann?

Man muß sich nicht immer gleich trennen, noch dazu wenn Kinder im Spiel sind, aber ich persönlich kann es nicht mehr, dauerhaft unzufrieden, am Kämpfen für die Beziehung und der Gegenüber sieht die Probleme wahrscheinlicht nicht. Ein öffnen der Beziehung kam für uns damals nicht in Frage, weil einfach da schon zu wenig Liebe vorhanden war.

Aber vielleicht könnt ihr es schaffen und eure Beziehung retten. Ich würde erstmal kämpfen, das wieder mehr Leidenschaft in den Alltag kommt.
 

Benutzer154108 

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War er schon immer so? Oder ist das mit den Jahren schlimmer geworden?

Ich glaube, er war schon immer so. Und mit den Jahren, fällt es dann immer mehr ins Gewicht.

Upps. Das ist schon krass. Für was ist er verantwortlich, wenn du die Familie ernährst? Ist er Hausmann oder hat er auch einen Job?

Er hat einen Minijob. Und ich erwarte jetzt halt, dass er mir mit Kinder und Haushalt unter die Arme greift. Er gibt sich ja Mühe und macht auch viel. Aber sein Zeitmanagement ist wirklich furchtbar. Er kann anfallende Dinge zeitlich nicht wirklich einordnen und richtig planen. Er verschätzt sich gnadenlos. Und wie oft muss ich mir anhören, dass er dies und das jetzt nicht geschafft hat, weil er die Kleine hatte o.ä. Wenn ich nicht beim Sport bin, bin ich wirklich nur für die Familie auf den Beinen.

Und am liebsten mit ihm, oder? Ich kenne das Gefühl, wenn man einen Partner an seiner Seite hat, der einen mehr ausbremst, als ermutigt zusammen neues zu erleben und zu schaffen.
Anfangs, ja. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Weil er nicht den gleichen Biss hat, wie ich. Er ist zwar verständnisvoll und ermöglicht mir viel und unterstützt mich. Aber irgendwie ist es nicht schön.

Du hast geschrieben, das ihr über alles reden könnt. Auch über diese Punkte? Das du ihn so siehst? Als faulen, schwachen Mann?
Ich habe ihm dies schon vorgeworfen, ja. Er meckert dann aber rum, dass sowas ihn nur noch mehr demotiviert. Ich wünschte, er würde einfach mal mehr machen. Er hat viele Ideen und ist ein kreativer, kluger Kopf, doch weiter geht es nicht. Er "müllt! sich mit so vielen Ideen zu, dass er total erschlagen davon, nichts hinbekommt.

Manchmal denke ich, dass meine Gefühle für ihn mittlerweile nur noch platonischer Natur sind. Ich empfinde zwar Liebe und Wärme für ihn, aber mehr nicht. Und in letzter Zeit oft Ärger und Frust.
Das Gute ist, dass er so eine ruhige Seele ist und man keine angst vor totalen emotionalen Eskalationen haben muss...obwohl das auch so eine Sache ist, die mir bei ihm ein wenig fehlt. Er hat mir noch nie in die Augen geschaut und gesagt, dass er mich lieben würde. Ich muss ein ILD gar nicht ständig hören, Gesten bedeuten mir viel mehr, aber ab und an wäre es doch schön gewesen. Und ich will es ihm auch nicht sagen, denn dann ist es nichts mehr wert für mich.

Wir hatten es schon mal geschafft, dass mehr Leidenschaft da war. Leider ging das wieder recht schnell vorbei. Ist momentan echt kacke. Da alles irgendwie läuft und wir Kinder haben, ist so eine Trennung erstmal fast nicht möglich.
 

Benutzer159764 

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Wie habt ich es damals geschafft? Vielleicht lässt sich daran anknüpfen?
Und versuch es ihm doch mal sachlich darzulegen (wie uns hier), nicht im Zorn als Vorwurf.
 

Benutzer4030 

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Wenn du denkst, das es nur noch platonisch ist, wie stellst du dir dann deine Zukunft vor?

Ich mein, Männer (es gibt Ausnahmen) haben eine andere Art mit Zeit und Kindern und Haushalt um zu gehen. Vielleicht hilft es dir, dir bewußt zu machen, das es seine Art ist. Und so lange wie alles einigermaßen gemacht ist, erstmal nichts dazu zu sagen. Ich weiß das es schwer fällt, du mußt ja auch alles schaffen, aber du machst es auf deine Art. Aber dein Mann ist nicht so wie du.

Man kann einen Menschen nicht ändern, da hilft kein Meckern und kein schimpfen. Die Energie denke ich kannst du dir sparen. Auch das er nicht aussprechen kann, das er dich liebt. Er hat es dir ja noch nie gesagt. Weiß er das du sowas mal gerne hören würdest? Ich sage gerne Menschen, das ich sie liebe (wenn ich es fühle), auch wenn ich weiß, das sie es nicht sagen können. (Ja ich kenn auch solche Männer).

Das gute ist, du siehst eine Trennung noch nicht als Option. Deswegen müsst ihr Lösungen finden. Und glaub mir, wenn man richtig am Ende ist, und man mehr leidet als alles andere, da trennt man sich, auch wenn Kinder da sind.

Mich würde auch interessieren, wie ihr es damals geschafft habt, die Leidenschaft wieder zu wecken. Ich weiß es ist mühsam, immer wieder zu kämpfen und Lösungen zu suchen, wenn dem Partner vielleicht nicht gewisse Dinge fehlen, die dir fehlen.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Deswegen müsst ihr Lösungen finden. Und glaub mir, wenn man richtig am Ende ist, und man mehr leidet als alles andere, da trennt man sich, auch wenn Kinder da sind.
Das ist der Knackpunkt. Es muss Lösungen geben.

Die Sache ist halt die: Man strebt nur Lösungen an, wenn man ein Ziel hat. Hat man ein Ziel vor Augen, erarbeitet man sich einen Weg da hin. Je wichtiger einem das Ziel ist, dest mehr Energie steckt man da auch rein.

Was ich noch immer nicht ganz rauslesen konnte: Hat dein Mann dieses Ziel? Hat er wirklich begriffen, dass die Beziehung langsam die Stufen runter und zur Tür raus ist? Hat er das auch wirklich wirklich verinnertlicht?

Ich weiß, dass Zeitmanagement eine hohe Kunst ist. Ich weiß aber auch, dass man das lernen kann, vor Allem wenn man muss. In diesem Fall würde ich von einem "Muss" reden, denn es kann einfach nicht sein, dass du Dinge trotz Vollzeitjob schaffst, die er mit nem Minijob nicht auf die Kante kriegt. Es ist schön, dass er ein kreativer Kopf ist...aber ganz ehrlich: Wenn er als Ziel hätte, alles hinzubekommen, dann könnte er das auch schaffen.
Mir scheint nur leider, dass es bequem für ihn ist und er ja weiß, dass Mama das schon richten wird, wenn er's nicht schafft. Komm ich heut' nicht, komm ich morgen...nur leider ist es eben nicht er der kommen muss, sondern du. Das geht nicht.

Dein verlieben sehe ich da einfach nur als Symptom dafür, dass es bei dir zu Hause einfach nicht so recht läuft.
Jetzt ist halt die Frage, ob dein Mann den Motor wieder hin kriegt..aber dazu..braucht es halt das oben bereits erwähnte Ziel.

Also zusammengefasst: WILL dein Mann das leisten?
 

Benutzer154108 

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Wie habt ich es damals geschafft? Vielleicht lässt sich daran anknüpfen?
Und versuch es ihm doch mal sachlich darzulegen (wie uns hier), nicht im Zorn als Vorwurf.

Damals hatten wir uns ausgesprochen, was ich sehr erleichternd fand, weil ich meinen Ärger und meine Bedenken nicht mehr allein mit mir rumschleppen musste.
Weil ich dadurch das Gefühl hatte, ich müsste nichts verheimlichen, egal welche Gedanken ich auch habe, und er mich dafür nicht verurteilt hat, kam die Leidenschaft von selbst wieder.
Jetzt denke ich aber, dass wir dadurch nur einen Teil des Problems (mein Problem?) gelöst haben.
Manchmal denke ich, ich bin zu hart (streng) verlange vielleicht zu viel. Oder es passt halt einfach doch nicht.
Er ist mein Zuhause, meine Familie, aber das aufregende, sexuelle Anziehungskraft geht gegen Null.
Wenn du denkst, das es nur noch platonisch ist, wie stellst du dir dann deine Zukunft vor?
Manchmal denke ich, dass wir vielleicht irgendwann unsere gute Freundschaft weiterleben. Wir aber getrennt wohnen. Ich dachte auch, dass getrennte Wohnungen vielleicht wieder mehr Verlangen in die Beziehung bringen, weil man halt nicht mehr ständig aufeinander hockt und alle mitbekommt vom anderen.
Aber eigentlich weiß ich nicht wirklich was die Zukunft bringen wird/kann.
Also zusammengefasst: WILL dein Mann das leisten?
Ich denke schon, dass er will. Bei manchen Menschen muss aber manchmal erst richtig was passieren, damit sie selbst was hinbekommen.
Und wenn man drüber nachdenkt, könnt man meinen, ich gehe auch einen bequemen Weg. Schließlich könnte ich mal Nägel mit Köpfen machen, wenn mich doch so vieles stört.
Das gute ist, du siehst eine Trennung noch nicht als Option. Deswegen müsst ihr Lösungen finden. Und glaub mir, wenn man richtig am Ende ist, und man mehr leidet als alles andere, da trennt man sich, auch wenn Kinder da sind.
Habe ich schon erlebt und selbst da hat es fast 2 Jahre bis zur Trennung gedauert. War nicht leicht gewesen, doch das Beste was wir letztendlich machen konnten. Damals ging die Trennung von mir aus und war mehr als richtig. Die jetzige Beziehung ist weniger emotional, eigentlich ganz stabil, auch weil mein Partner ein sehr gelassener ist und eigentlich nie aggressiv wird/ist. Wenn außer der Lust am Sex alles ok ist, wie kann man sich da auch trennen, wenn man Kinder hat?

Ich werde mal für mich die Dinge aufschreiben, die mir so durch den Kopf schwirren und mich mit ihm dann mal zusammen setzen. Vielleicht finden wir ja einen guten Weg.

Danke für eure Beiträge <3
 

Benutzer137391  (46)

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Habe ich schon erlebt und selbst da hat es fast 2 Jahre bis zur Trennung gedauert. War nicht leicht gewesen, doch das Beste was wir letztendlich machen konnten. Damals ging die Trennung von mir aus und war mehr als richtig. Die jetzige Beziehung ist weniger emotional, eigentlich ganz stabil, auch weil mein Partner ein sehr gelassener ist und eigentlich nie aggressiv wird/ist. Wenn außer der Lust am Sex alles ok ist, wie kann man sich da auch trennen, wenn man Kinder hat?

klingt sehr ähnlich wie bei mir..

bei uns war es ein ähnlicher "kampf".
wir testen nun seit dez. 2015 eine offene beziehung aus. trotzdem haben sich nicht alle probleme in luft aufgelöst.
wir haben auch 2 kinder und sind daher natürlich auch stark im alltag eingebunden. ich denke nach so vielen jahren und mit kids frisst der alltag vieles auf. leider..aber ich fühle mich auch zu jung, um auf dem sofa zu hocken..:engel:
mein mann ist sehr sachlich, rational - ich eher das gegenteil.. mir fehlte irgendwann wie dir die bestätigung, wissen noch begehrt zu werden.. abenteuer, spontan sein, spaß haben... ja ich weiß .. mit kindern sollte man vernünftig sein, treu, realistisch.... war ich aber gute 15 jahre nun :engel:(wir kennen uns seit 2001)

darf ich fragen wie alt ihr seid? ich glaube für mich nämlich auch, dass ich eine mittelschwere midlife-crisis habe/hatte..:ashamed:
wir sind beide anfang 40, unsere kinder 10 und 12..
eine trennung wollen wir beide vermeiden, wir würden unseren kinder das herz brechen.. (oder denken es zumindest, wir sind beide aus intakten familien, unsere eltern sind noch immer verheiratet, daher ist das wort scheidung für uns unvorstellbar)

wenn du magst, kannst du mich auch per PN antippen...
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich denke schon, dass er will. Bei manchen Menschen muss aber manchmal erst richtig was passieren, damit sie selbst was hinbekommen.
Und wenn man drüber nachdenkt, könnt man meinen, ich gehe auch einen bequemen Weg. Schließlich könnte ich mal Nägel mit Köpfen machen, wenn mich doch so vieles stört.
Du denkst? ...oder du weißt?
Und dabei zählt nicht, dass er sagt "jaja..ich will das schon", um sich hinterher ne Tüte Chips zu schnappen und sich auf dem Sofa niederzulassen (mal überspitzt dargestellt). Wenn jemand etwas WILL, dann TUT er auch was dafür.

Ich bin nicht der Einzige, der diesen absoluten Kernpunkt angesprochen hat: Wo sind die Lösungen? Wo die Diskussionen über die Lösungen?

Weißt du...du schreibst, dass es es quasi kurz vor Knapp ist...das Thema Trennung gondelt dir im Kopf rum und du sprichst es auch mehrmals an. Ich sehe aber keine Erzählung über die Lösungsgespräche. Es gab mal ein Gespräch, wo du all deine Sorgen und Nöte mal angesprochen hast. Aber es ist nicht gefolgt. Kein Schlachtplan...nichts. Warum nicht? Hast du vielleicht selbst schon so weit abgeschlossen, dass du gar nicht mehr willst, dass er sich bemüht?
 
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