Borreliose - hoffentlich bald im Griff

Benutzer66117 

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Hallo,

am Sonntag stellte der Notarzt bei mir Borreliose fest. Ich habe über dem rechten Bein die typische Wanderröte und habe mir vor ca. 1 Woche an dieser Stellt im Schlaf etwas abgekratzt, wahrscheinlich eine Zecke. Nun geht es mir nicht so gut, ich bin müde, erschöpft und habe einen grippalen Infekt.
Seit Sonntag nehme ich nun 2x täglich das Antibiotikum Doxycylin 100.
Im Internet habe ich nun viele verschiedene Meinungen gefunden, viele sagen die Behandlung wär nur mit 2x Doxycylin 200 erfolgreich.
Nun habe ich ziemlich große Angst, weil mit Borreliose ja wirklich nicht zu spaßen ist.
Aus diesem Grund wollte ich hier mal fragen, wer schon alles Borreliose hatte und ob/wie ihr sie wieder los geworden seid?
Woher weiß ich eigentlich nach der Antibiotika Einnahme, ob auch wirklich alle Bakterien weg sind?

Danke schon mal für eure Hilfe! :smile:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Wie wärs, wenn Du auch zum Hausarzt gehst und Dich von ihm noch einmal beraten lässt?
 

Benutzer66117 

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Das habe ich Montag sofort erledigt, aber er meinte das würde schon reichen. Das Problem ist eben, dass im Internet auf sehr vielen Seiten steht, dass viele Ärzte zu wenig über Borreliose informiert sind und deren Richtlinien was die AB-Dosierung betrifft falsch sind und nicht ausreichen.
Finde ich auch etwas komisch und deswegen würde ich gerne wissen, ob hier vielleicht auch jemand Borreliose hatte und was ihm geholfen hat.
 

Benutzer66117 

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Ist Borreliose heilbar? Soweit ich weiß, wird man das doch gar nicht mehr los, oder?

Borreliose ist schon heilbar. Das Problem ist, je länger man die Krankheit hat, desto schwieriger wird es sie zu heilen. Ich habe das Ganze zum Glück noch nicht länger als ca. 10 Tage, da sind die Chancen noch sehr hoch wieder vollkommen gesund zu werden. :smile:
Das aber auch nur bei richtiger Behandlung und ich möchte jetzt kein Risiko eingehen.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
mein freund hatte vor 3 wochen auch einen zeckenbiss (wobei er sich nicht sicher war,ob es wirklich eine zecke war). das ganze ist innerhalb von 2 tagen angeschwollen und hatte eine schwarz-rote färbung.
er ist natürlich sofort zum arzt. sein hausarzt meinte, erstmal kühlen und dann 3 tage später nochmal zur kontrolle. mein freund hat natürlich brav gekühlt und bis zum 3. tag war das auch gut abgeschwollen und nur noch ein bisschen rot. da er sonst keine anzeichen hatte, hat der arzt auf antibiotika verzichtet. einen bluttest hat er aufgrund von fachartikeln (in denen stand, dass sich das sowieso innerhalb von ein paar tagen ändern kann) verzichtet und meinem freund geraten, dass ganze weiter zu beobachten. sobaldein anzeichen kommt, gehts wieder zum arzt. aber bisher ist alles ok.
 
V

Benutzer

Gast
@Mikiyo: Wenn seine Symptome weg sind und auch bleiben, würde ich dennoch in einigen Wochen zu einem Bluttest raten.
Ich wurde vor einigen Wochen von 3 Zecken gebissen und mir wurde gesagt, ich solle nach etwa 6 Wochen einen Bluttest machen lassen, um festzustellen, ob ich vielleicht doch Borreliose habe. Man darf das nicht unterschätzen, da es möglich ist, Jahre später daran zu erkranken (und unter Umständen führt man das dann nicht auf die Borreliose zurück, weil man vergessen hat, dass man mal gebissen wurde). Die Wanderröte ist nur ein mögliches Symptom. Es ist also schon wichtig zu wissen, ob man die Erreger nach abgeschlossener Behandlung noch im Blut hat oder nicht.

Ich hatte keine Symptome, also auch keine Wanderröte, habe aber dennoch Doxycyclin bekommen. 1 Mal am Tag 200mg.
Wenn dein Arzt sagt, es sei okay so, würde ich einfach mal abwarten, ob die Symptome zurückgehen.
 

Benutzer62847 

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Ich hatte vor drei Jahren auch Borreliose. Bei mir ist es damals leider erst relativ spät festgestellt worden. Mir sind ständig Arme und Beine eingeschlafen und ich hatte Lähmungserscheinungen. Ich musste dann 3 Wochen lang ein Antibiotikum nehmen. Ich kann leider nicht mehr genau sagen, welches ich bekommen habe. Wichtig ist, dass du nach einem gewissen Zeitraum noch einmal eine Blutuntersuchung machen lässt, um zu schauen, ob auch wirklich keine Borrelien mehr im Blut vorhanden sind.

So eine Borreliose kann wirklich übel sein und einen total außer Gefecht setzen. Ich hatte damals mindestens ein halbes Jahr lang Nachwirkungen, obwohl es bei mir zum Glück nicht chronisch ist. Ich war so müde, dass ich sogar in der Schule eingeschlafen bin. Außerdem hatte ich totale Konzentrationsprobleme. Ich drücke die Daumen, dass du nicht so lange mit der Borreliose zu kämpfen hast.

Gute Besserung!
 

Benutzer66117 

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Okay super, es beruhigt mich sehr dass einige hier auch mit meiner Dosis wieder gesund wurden. :smile:
Es geht mir auch schon viel besser im Vergleich zu den letzten Tagen. Vor den Symptomen die du beschreibst, ann, hatte ich auch große Angst. Aber ich hoffe, bei mir wurde alles früh genug erkannt und behandelt. Freut mich aber, dass es dir jetzt wieder gut geht und die Borreliose noch nicht chronisch war. :smile:

Danke für die Antworten! :zwinker:
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich habe seit gut einem Jahr chronische Borreliose. Bei mir wurde die Wanderröte vom Arzt ignoriert, weil ich mich nicht an einen Zeckenstich erinnern konnte. Deshalb wurde ich erst nach 3,5 Monaten mit Antibiotika behandelt, nachdem ich nicht locker gelassen und einen Borreliose-Spezialisten aufgesucht hatte. Leider bin ich die Krankheit immer noch nicht los.

Das Wichtigste in Kürze:

2 x 100mg Doxy pro Tag ist in der Regel zu gering dosiert, das würde höchstens reichen, wenn du nur um die 40kg wiegst. Die deutsche Borreliose-Gesellschaft empfiehlt in ihren Leitlinien eine Behandlung mit 2 x 200mg Doxy über 4 Wochen. Hier kannst du das nachlesen.

Ansonsten kann ich dir nur wärmstens das tolle Forum des Borreliose- und FSME-Bundes empfehlen, dort bekommst du sehr kompetente Antworten auf so ziemlich alle Fragen rund um die Borreliose: Borreliose Forum
 
1 Woche(n) später

Benutzer32537  (33)

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Hallo, ich leide vermutlich schon mein halbes Leben an Borreliose. Da ich nur leichte symptome hatte jahrelang unentdeckt. Nehme seit einem 3/4 Jahr Antibiotika...

2x100 ist zu niedrig dosiert (es sei denn du wiegst 40kg...), das kann dazu führen, dass die Borrelien in eine inaktive Form übergehen und das Antibiotika unwirksam wird. Bitte achte darauf, das es du es mind. 6 Wochen nimmst und gib deinem hausarzt eventuell die Empfehlungen der Borreliose-Gesellschaft mit (fidnest du leicht bei google...) Außerdem interessant: ARD Mediathek: Was ist eine Borreliose? - Rund 80.000 Neuerkrankungen | cont.ra

Achte bitte auch in Zukunft vermehrt auf eventuelle Symptome, denn auf die Bluttests kann man sich nicht velassen!! Ärzte haben meist keinen Schimmer von dieser Krankheit, behaneln zu wenig / zu schwach und erzählen Stuss...
 

Benutzer98513 

Sorgt für Gesprächsstoff
bin schockiert....habe mit 11 jahren borreliose gehabt. damals war die krankheit noch nich so populär, daher auch die mangelnden sicherheitsregeln. wir waren damals im feriencamp und sind in kurzen hosen im unterholz des waldes rumgelaufen und haben strohhütten gebaut. die zecke selber habe ich nich gesehen, aber den stetig gößer werdenden kreis um die stichstelle. ich dachte damals es sei eine allergische reaktion auf einen mückenstich. es wurde dann auch sehr spät diagnostiziert. als ich nach mehreren wochen diffuser krankheit plötzlich eine beginnende lungenentzündung bekam machte meine kinderärztin eine blutuntersuchung und dabei kam es raus.kam dann sofort ins krankenhaus. dort haben sie eine lumbalpunktion dürchgeführt, war aber alles in ordnung. keine borrelien im hirnwasser! habe dann sicher auch antibiotika bekommen. das einzige was ich jetz davon habe sind chronische gelenkschmerzen, besonders in den knien.
aber sonst gehts mir gut.
die symptom liste der borreliose gesellschaft is ja gruselig. soviele sachen die auch auf andere erkrankungen zu treffen...
da findet bestimmt jeder was für sich...

habe mir da nie groß gedanken gemacht, außer wg der knie, und ich glaube so lebe ich ruhiger.....
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
kam dann sofort ins krankenhaus. dort haben sie eine lumbalpunktion dürchgeführt, war aber alles in ordnung.

Ach ja, die Neurologen ... diese Lumbalpunktion war völlig überflüssig und diagnostisch nicht aussagekräftig. Das macht nur Sinn, wenn der Verdacht auf eine Neuroborreliose besteht, also das Nervensystem befallen sein könnte. Und selbst dann ist das Ergebnis oft noch falsch-negativ. Bei einer 'normalen' Borreliose wird die Lumbalpunktion immer negativ ausfallen, weil man logischerweise im Hirnwasser nichts finden kann, wenn die Borrelien dort gar nicht unterwegs sind. Und warum man nach einem positiven Bluttest noch eine Lumbalpunktion macht, kapiere ich erst recht nicht - die Borreliose ist doch dann eh schon nachgewiesen. Bei manchen Ärzten fragt man sich wirklich, ob sie ihren Doktortitel auf dem Flohmarkt gekauft haben...

Dein roter Kreis um die Stichstelle war eine Wanderröte, der einzig sichere Beweis einer Borreliose. Ich persönlich würde dir dringend empfehlen, dir einen Spezialisten zu suchen und dich behandeln zu lassen, je länger man wartet, desto unwahrscheinlicher wird es, jemals wieder ganz gesund zu werden.

Du magst jetzt 'nur' chronische Gelenkschmerzen haben (wobei das allein ja auch schon nicht spaßig ist), es können aber jederzeit weitere Symptome hinzukommen, was vermutlich nur eine Frage der Zeit ist, wenn man eine Borreliose immer weiter unbehandelt lässt.
 

Benutzer32537  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Ich kann in Love and War nur zustimmen! Lass dich behandeln - Borreliose kann JAHRELANG unbemerkt mit sich rumgeschleppt werden und immer neue Symptome können sich einschleichen... nimm das nicht auf die leichte Schulter. NOCH hast du nur Knie Beschwerden aber es ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit.
Borreliose kann Herzmuskelentzündungen, Hirnautentzündungen etc. hervorrufen, damit sollte man wirklich nicht spaßen
 

Benutzer98513 

Sorgt für Gesprächsstoff
hmmmm......also meine borreliose is jetzt schon 14 jahre her....
is glaub ich zu spät um daran noch was zu verändern....
 

Benutzer32537  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Nein zu spät ist es nicht, lediglich die Behandlung ist komplizierter und länger. Und ein zuckerschlecken wird es nicht...
ABER wenn du dich nicht therapien lässt, werden die Symptome stärker und können gefährliche Ausmaße annehmen. Also um GOTTES WILLEN, geh zu einem Spezialisten!!!
 

Benutzer98513 

Sorgt für Gesprächsstoff
werde auch was unternehmen. was für ein arzt ist den ein spezialist für sowas??? kennt jemand einen?? oder kann mir eine fachrichtung nennen. bin zur zeit in orthopädischer behandlung und hätte sonst noch einen arzt für innere medizin oder den normalen allgemeinarzt.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
JoanGilina;5626615 schrieb:
werde auch was unternehmen. was für ein arzt ist den ein spezialist für sowas??? kennt jemand einen?? oder kann mir eine fachrichtung nennen. bin zur zeit in orthopädischer behandlung und hätte sonst noch einen arzt für innere medizin oder den normalen allgemeinarzt.

Es gibt Ärzte, die sich auf die Behandlung von Borreliose spezialisiert haben. Die ursprüngliche Fachrichtung spielt dabei weniger eine Rolle, die Ärzte können aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen.

Allerdings musst du dich darauf gefasst machen, dass du einige Zeit auf einen Termin warten musst, es gibt leider nicht sehr viele Spezis, und entsprechend ausgebucht sind sie dann halt.

Um dir einen Arzt zu nennen, müsste man wissen, woher du kommst. Ich kann dir dazu das Forum des Borreliose- und FSME-Bundes empfehlen:

http://forum.bfbd.de/

Da gibt es eine Rubrik "Ärzte, Kliniken, Patientenkontakte", da kannst du deinen Wohnort posten und bekommst dann von anderen Betroffenen Spezis genannt, die für dich zu erreichen sind.
 
5 Monat(e) später

Benutzer103256 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo ihr.

Bei mir wurde 2009 Borreliose festgestellt. 2008 hatte ich immer mal ein Infekt, der aber immer wieder nach ein paar tagen weg ging. Ich hatte auch öfters Mandelentzündung, hatte mir aber nichts dabei gedacht.
Im Februar 2009 Hatte ich wieder Symptome wie bei ner Grippe. War ne Woche krank geschrieben. Nach ner Woche bin ich dann 3 Tage auf arbeit gewesen, es fing an mit Herzbeschwerden. In Notfallaufnahme weil Schmerzen nicht aus zuhalten waren. Herzmuskelentzündung wurde fest gestellt und gleich zeitig auch Borreliose. Wanderröte kam dann auch dazu. Man waren das Schmerzen. Ich lag 3 Wochen in Klinik durfte. Und BETTRUHE. Antibiotikum in Tabletten und per Infussion.

Ich muß heute immer noch zur Kontrolle zur Tropenmedizin.
Es sind immer noch Borrelien im Körper.
Letzte Woche war ich wieder zum Blut ziehen, weil ich Gelenkschmerzen habe , mich Schlapp fühle , Müdigkeit.

Es ist aber nicht gut immer wieder mit Antibiotikum dagegen an zu kämpfen. Denn irgend wann ist der Körper Imun dagegen , da hilft dann keine Antibiotikum Kur mehr. Na mal sehen wie das weiter geht.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Es ist aber nicht gut immer wieder mit Antibiotikum dagegen an zu kämpfen. Denn irgend wann ist der Körper Imun dagegen , da hilft dann keine Antibiotikum Kur mehr. Na mal sehen wie das weiter geht.

Nein, der Körper wird nicht immun gegen Antibiotika, nur die Bakterien.

Ich würde mit einer hartnäckigen Borreliose wohl einen Infektiologen aufsuchen, bzw. die infektiologische Polyklinik an einem Krankenhaus.
 
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