Bisexuell - schlecht?

Benutzer97362 

Verbringt hier viel Zeit
Hey :smile:
Erst einmal zu mir: ich bin männlich, 17 und bin in einem gewissem Sinne bisexuell.
Nun wollte ich fragen, ob ihr eine bisexuelle Person anders, zurückhaltender, behandeln würdet als eine normale?
Genauer gesagt:
1. an die Frauen (meine "Hauptzielgruppe"): würde es euch (in irgend einer Weise) stören, mit einem bisexuellen Jungen zusammen zu sein? zB, dass ihr gar nicht mit einem zusammen sein wollt, es euch zwei mal überlegen würdet, Bedenken hättet, oder auch nur ein klein wenig unwohl dabei fühlen würdet?

2. an die Männer: würde es eure Beziehung (hier ist eine Zwischenmenschliche gemeint, also keine Liebesbeziehung) stören, sollte ein Freund sich als bisexuell outen?
Oder würdet ihr generell Kontakt scheuen (also auch erst gar keinen aufbauen)?


Oder wie würdet ihr reagieren? Und was würdet ihr von einem bisexuellem Jungen denken?
Vielen Dank im Voraus! :smile:
konstie
 

Benutzer99733 

Sorgt für Gesprächsstoff
bisexuell find ich toll.
ich bin es auch auf irgendeine weise ^^
meine hauptzielgruppe: männlich
aber es wäre doch aubsolut kein problem einen bisexuellen freund zu haben.
mehr chancen auf einen 3er vl ? :tongue:
 

Benutzer67771 

Sehr bekannt hier
2. an die Männer: würde es eure Beziehung (hier ist eine Zwischenmenschliche gemeint, also keine Liebesbeziehung) stören, sollte ein Freund sich als bisexuell outen?
Oder würdet ihr generell Kontakt scheuen (also auch erst gar keinen aufbauen)?
Oder wie würdet ihr reagieren?
Die (Bi-)sexualität anderer Personen ist mir eigentlich ziemlich egal und spielt beim Aufbau zwischenmenschlicher Kontakte keinerlei Rolle.

Und was würdet ihr von einem bisexuellem Jungen denken?
Gut für ihn, hat er doch eine größere Auswahl. :zwinker:
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Ich bin für jede sexuelle Ausrichtung offen, so lang ich respektiert und nicht belästigt werde.
Ein bisexueller Freund ist doch gut, der ist nämlich eher offen un d tolerant.

Wenn schon, hätte ich eher Mühe mit einem Homophoben, überhaupt mit Menschen die der Liebe Vorschriften machen.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin bi-sexuell und lebe dies auch aus - leider ist es mein Partner nicht - sonst hätten wir noch mehr Spaß ... *zwinker*
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
1. an die Frauen (meine "Hauptzielgruppe"): würde es euch (in irgend einer Weise) stören, mit einem bisexuellen Jungen zusammen zu sein? zB, dass ihr gar nicht mit einem zusammen sein wollt, es euch zwei mal überlegen würdet, Bedenken hättet, oder auch nur ein klein wenig unwohl dabei fühlen würdet?

Ich bezeichne mich selbst als bi und hätte nichts dagegen, wenn mein Freund auch bi wäre. Dann könnte man nämlich endlich mal nen gescheiten MMF-Dreier machen, wo sich die Herren auch mal gegenseitig anfassen wollen. Ansonsten ist der typische MMF-Dreier ja eher ne kleinere Version eines Gangbang, wo sich alle Männer nur mit der Frau beschäftigen wollen.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
2. an die Männer: würde es eure Beziehung (hier ist eine Zwischenmenschliche gemeint, also keine Liebesbeziehung) stören, sollte ein Freund sich als bisexuell outen?
Oder würdet ihr generell Kontakt scheuen (also auch erst gar keinen aufbauen)?
Ob meine Freunde und Bekannten nun hetero-, bi-, homo- oder asexuell sind (oder sonst irgendwas, das ich in meiner Aufzählung vergessen habe), ist mir völlig egal.


Ich hätte nur bei einer Beziehung mit einer bisexuellen Frau gewisse Bedenken: Ich selbst möchte eine treue, monogame Beziehung - und ich weiß nicht, ob eine bisexuelle Frau auf Dauer in einer solchen Beziehung glücklich sein kann, wenn sie auf Sexualkontakte mit Frauen verzichten muss.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
2. an die Männer: würde es eure Beziehung (hier ist eine Zwischenmenschliche gemeint, also keine Liebesbeziehung) stören, sollte ein Freund sich als bisexuell outen?
Oder würdet ihr generell Kontakt scheuen (also auch erst gar keinen aufbauen)?


Männer neigen ganz gerne mal zu Homophobie und es kann dir passieren, dass du einige deiner Freunde damit etwas überfordern könntest.

Mir persönlich ist es einmal passiert, dass ein Bekannter von mir sich aus heiterem Himmel als bisexuell vor mir geoutet hat und ich war davon so überrascht, dass ich erst einmal nichts adäquates entgegnen konnte und etwas irritiert war. "Bedroht" habe ich mich aber nicht gefühlt und um dich zu beruhigen: geändert hat das zwischen uns auch nichts (wir haben derzeit zwar keinen Kontakt mehr, aber das liegt nicht an seiner Bisexualität).

Ansonsten finde ich Bisexualität spitze, bevorzuge das aufgrund meiner Heterosexualität aber hauptsächlich bei Frauen... :engel:

---------- Beitrag hinzugefügt um 23:17 -----------

Ich hätte nur bei einer Beziehung mit einer bisexuellen Frau gewisse Bedenken: Ich selbst möchte eine treue, monogame Beziehung - und ich weiß nicht, ob eine bisexuelle Frau auf Dauer in einer solchen Beziehung glücklich sein kann, wenn sie auf Sexualkontakte mit Frauen verzichten muss.

Ich glaube, du hast eine falsche Vorstellung von Bisexualität. Nur, weil eine bisexuelle Person fähig zu lustvollen Gefühlen beiden Geschlechts ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass es das ist, was sie braucht oder das es das ist, was sie sucht oder will.

Wenn das so wäre, unterstellst du Bisexuellen implizit, dass diese aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu Monogamie nicht fähig wären. Eine These, die schwer haltbar ist.

Vielen Bisexuellen (die ich kenne) ist das Geschlecht einfach nur egal, weil sie halt beidem etwas abgewinnen können oder spezifisch auf Dinge abfahren, die halt beide Geschlechter haben. Ihnen muss nichts fehlen, nur weil sie sich an einen eingeschlechtigen Partner binden.
 
M

Benutzer

Gast
Ich würde einen bisexuellen Partner höchst begrüßen und sehe darin keinerlei Probleme.
 

Benutzer97362 

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Vielen, vielen Dank für eure Antworten! :smile:
Zum Thema Monogamie kann ich Fuchs nur zustimmen, was mich betrifft. Beide Seiten sind drinnen, aber trotzdem sind längerfristige Beziehungen möglich :zwinker:

Meint ihr, dass ich meine Freunde aufklären, oder es lieber für mich behalten sollte?
Und falls demnächst irgendwann einmal doch noch eine Beziehung (zu einer Frau) stattfinden sollte, wann wäre es angebracht, ihr etwas davon zu sagen?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Meint ihr, dass ich meine Freunde aufklären, oder es lieber für mich behalten sollte?

Schwierige Frage. Das kommt auch stark auf deine Freunde an. In der Pubertät ist man wohl eher mit einer solchen Neuigkeit überfordert. Zumindest war das meine Erfahrung in der Schulzeit, als "schwul" ein gängiges Schimpfwort war und man vor lauter Homophobie auch keine "Bromance" hatte, sondern nur harte Kerle, die sich gegenseitig den Kopf eingeschlagen haben.

Hast du denn das Bedürfnis, es ihnen mitzuteilen?


Und falls demnächst irgendwann einmal doch noch eine Beziehung (zu einer Frau) stattfinden sollte, wann wäre es angebracht, ihr etwas davon zu sagen?

Darüber mach dir am besten Gedanken, wenn es soweit ist :zwinker: Ich hab's meinem Freund damals gesagt, bevor wir zusammengekommen sind :grin: Allerdings hab ich's als Frau da auch leichter, da weibliche Bisexualität heutzutage kaum mehr als Tabu gesehen wird.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaube, du hast eine falsche Vorstellung von Bisexualität. Nur, weil eine bisexuelle Person fähig zu lustvollen Gefühlen beiden Geschlechts ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass es das ist, was sie braucht oder das es das ist, was sie sucht oder will.

Wenn das so wäre, unterstellst du Bisexuellen implizit, dass diese aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu Monogamie nicht fähig wären. Eine These, die schwer haltbar ist.

Vielen Bisexuellen (die ich kenne) ist das Geschlecht einfach nur egal, weil sie halt beidem etwas abgewinnen können oder spezifisch auf Dinge abfahren, die halt beide Geschlechter haben. Ihnen muss nichts fehlen, nur weil sie sich an einen eingeschlechtigen Partner binden.
Ich gehe nicht davon aus, dass alle Bisexuellen nicht zu Monogamie fähig sind.
Ich habe nur die Befürchtung, dass die eine oder andere bisexuelle Person nicht damit zufrieden sein könnte, nur eine Seite der eigenen Sexualität auszuleben, was dann wirklich ein Problem in einer monogamen Beziehung wäre.
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich würde unterscheiden zwischen Beziehungen und Freundschaft.

Bei Freundschaften ist mir die sexuelle Ausrichtung grundsätzlich egal, auch wenn ich noch keine bisexuelle Seite an mir entdeckt habe.

An dem, was ich für meine Beziehung möchte, würde sich nichts ändern. Aber es würde mich wohl stören, wenn ein bisexueller Partner seine Bisexualität "benutzt", um mehrgleisig zu fahren oder das als Grund vorschiebt. Ich möchte in einer Beziehung einen Partner und eben auch einen Partner, der nicht mehrere braucht. Vielleicht würde da so eine unterschwellige Sorge schon mitschwingen, ob ich ihm alles bieten kann, was er möchte.
 
D

Benutzer

Gast
Ich denke mir garnichts dabei. Habe 2 gute Bekannte, die Homosexuell sind und einen, der sich dazu bekennt, Bi zu sein und das auch auslebt.
Die Menschen, die nur auf das Sexuelle aus sind, egal ob Bi oder nicht, ob Frau oder Mann, können mir gerne fern bleiben. Man kann darüber reden und muss nicht gleich davon ausgehen, dass jemand, der Bi oder Schwul ist, einen nur anmachen und in die Kiste zerren will.

Ich wette, dass es sehr, sehr viele Menschen (Männer) gibt, die auf Grund Erziehing oder sonst was, zwar diese Variante nach aussen hin ablehnen, sich aber tief im Innern gerne mal "austauschen" oder gar sexuelle Erfahrungen sammeln möchten. Aber dazu steckt noch zuviel "Altes Denken", die kirchliche Doppelmoral und eine Gesellschaft dahinter, die alles, was von ihrer "Norm" abweicht, einfach ignoriert, mit Toleranz (=Gleichgültigkeit) straft oder verteufelt.
 

Benutzer83937 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Ihnen muss nichts fehlen, nur weil sie sich an einen eingeschlechtigen Partner binden.

Zweigeschlechtliche Partner dürfte es auch nicht so viele geben :zwinker:


Nö, würde mich nicht stören, solange er respektiert, dass von meiner Seite nicht mehr als Freundschaft drin ist hab ich keine Probleme mit einem bisexuellem (männlichen) Freund.

Es den Freunden oder deiner (angehenden) Partnerin sagen... Kannst du es ihnen denn nicht sagen?
Wäre ich an deiner Stelle und müsste ich mir keine Sorgen machen, dass sich meine Freunde dann von mir abwenden, könnte ich es ihnen nicht nicht sagen. Ich und Geheimnisse :tongue:
Bei einer angehenden Parnterin/ angehendem Partner solltest du das denke ich schon erwähnen. Machst dus nicht und kommt es dann nach Jahren doch raus, wirds allein schon deswegen Knatsch geben, weil dus ihr/ihm nicht gesagt hast, selbst, wenn sie/er ansich damit kein Problem hätte.
 

Benutzer97362 

Verbringt hier viel Zeit
Hast du denn das Bedürfnis, es ihnen mitzuteilen?

Ich bin (leider?) ein Mensch, der ein unglaubliches Mitteilungsbedürfnis hat. Also ja, zumindest einigen würde ich schon gerne erzählen, alleine deswegen, damit ich es mir von der Seele geredet habe.
Bis jetzt weiß es nämlich niemand (ein Forum zählt für mich nicht :smile: ) und meiner Familie will ich es absolut nicht erzählen...
Aber ich weiß nicht, irgendwie habe ich echt Angst, dass deswegen einige Freundschaften zu Bruch gehen könnten, oder nur noch in einer Form weitergeführt werden, bei der ich mir ersteres wünschte.

Bei uns ist es nämlich leider genauso wie bei dir früher, Homosexualität bei Jungen (wohlgemerkt nur bei Jungen, und Bi- wird mit Homosexualität gleichgestellt) ist sehr schlecht angesehen.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Off-Topic:
Zweigeschlechtliche Partner dürfte es auch nicht so viele geben :zwinker:
Genau deshalb habe ich das Wort genutzt.


@TS: Wenn du dich dazu entschließt, es deinen Freunden zu sagen, dann würde ich dir raten, es nicht zu "beichten" oder irgendwie bedrückt zu sagen. Gerade, um dieser Homophobie etwas entgegen zu wirken, solltest du damit "selbstverständlicher" umgehen, denn dann könnte die Irritierung deiner Freunde etwas schneller weichen und sie merken, dass es kein großes Ding ist.

Was in vielen Heteromännerköpfen im übrigen auch vorgeht ist folgender Gedanke: "Warum sagt er mir das jetzt? Hat er sich in mich verliebt? OMG! :eek:"

Heten verstehen diese ganze Sache mit dem gesellschaftlichen Outing nicht und was für Probleme damit verbunden sind, einfach weil sie es nie machen mussten. Falls du das Gefühl bekommst, dass sich deine Freunde distanzieren könnte es sein, dass sie sich sowas denken, denn sie können sich den wahren Grund schlecht vorstellen.

Wenn es wirklich tiefere Probleme mit einem guten Freund geben sollte, so dass er sich distanziert weil er damit einfach nicht umgehen kann, solltest du dann mal mit ihm darüber reden.

Leider kann dir aber keiner garantieren, dass da nicht was in die Brüche geht. Ich an deiner Stelle würde mir daher gut überlegen, wem ich es sage. Vielleicht genügt es für dich, wenn du einige wenige einweihst? Ich denke aber auch, dass du es tun solltest. Bei Freunden gehört es dazu, dass sie einem bei Problemen oder in Notsituationen bedingungslos zur Seite stehen und dafür müssen sie natürlich wissen, was mit einem los ist.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich hatte mal einen bisexuellen Freund und wir hatten wirklich super Zeiten. ;-)
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich bin (leider?) ein Mensch, der ein unglaubliches Mitteilungsbedürfnis hat. Also ja, zumindest einigen würde ich schon gerne erzählen, alleine deswegen, damit ich es mir von der Seele geredet habe.
Bis jetzt weiß es nämlich niemand (ein Forum zählt für mich nicht :smile: ) und meiner Familie will ich es absolut nicht erzählen...
Aber ich weiß nicht, irgendwie habe ich echt Angst, dass deswegen einige Freundschaften zu Bruch gehen könnten, oder nur noch in einer Form weitergeführt werden, bei der ich mir ersteres wünschte.

Bei uns ist es nämlich leider genauso wie bei dir früher, Homosexualität bei Jungen (wohlgemerkt nur bei Jungen, und Bi- wird mit Homosexualität gleichgestellt) ist sehr schlecht angesehen.

Hast du nen besten Freund oder eine beste Freundin? Ich würd's erstmal keiner Gruppe mitteilen, sondern einer Einzelperson. Ein Freund von mir, der schwul ist, hat sich zu Schulzeiten vor seinen Freunden geoutet und es hat sich in der ganzen Schule rumgesprochen. Es ist nicht so, dass er deswegen gemobbt wurde, aber er wurde komplett auf seine Sexualität reduziert. Die Lehrer haben im Unterricht immer mit Bedacht auf Homosexualität in seiner Richtung geschaut (beim Abitur: "Willst du nicht etwas über Homosexualität machen?" als hätten Schwule nur ein Thema - nämlich sich selbst - das sie interessieren würde) und er war nicht einfach nur der Max M. aus der 11c, sondern er war der "schwule Max", wenn man über ihn geredet hat. Das hat ihn unheimlich genervt.

Also, das ist auch eine Aussicht, die dich erwarten könnte. Ich würde schon vorsichtig sein damit, wem du es erzählst. Man wird gerade im Klassenverband recht leicht Thema für Gerüchte.
 

Benutzer97362 

Verbringt hier viel Zeit
@Lotusknospe:
wahrscheinlich hast du recht. Aber zur Zeit weiß ich nicht, wem ich so etwas anvertrauen könnte. Früher wäre das einfacher gewesen, doch nun bin ich in der Oberstufe und wurde dadurch von einigen Freunden getrennt (u.a. von meinem früheren besten Freund) und irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieser sich immer mehr von mir distanziert.
Ich hab zwar noch sehr viele Freunde, und einige Freundschaften werden auch durch die Oberstufe enger, aber es gibt keinen, dem ich es so richtig anvertrauen wollen würde.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter, einerseits muss ich es einfach loswerden, andererseits habe ich Angst vor den Konsequenzen und wüsste nicht einmal, wem ich es sagen sollte... :frown:
 
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