Freunde Bin ich eine schlechte Freundin?

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Guten Abend alle zusammen

Ich würde gerne mal eure Einschätzung hören.
Ich habe seit etwa 4 Monaten zum ersten Mal seit sehr langer Zeit wieder eine richtig gute Freundin, hier bei mir in der Stadt, die ich auch regelmäßig (fast täglich sehe). Ich war zuletzt neuen Freundschaften gegenüber sehr skeptisch, weil ich zuletzt so oft auf die Nase gefallen bin und vermeintliche Freundinnen sich als ziemlich hinterhältig herausgestellt haben.
Aber mit IHR läufts im Grunde gut. Also das ist bislang nicht das Problem.

Unsere größte Gemeinsamkeit sind unsere Hunde. Mit denen treffen wir uns auch jeden Tag und haben da natürlich viel GEsprächsstoff. Trotzdem gibts Unterschiede: Sie hat einen Yorkshire, der von vorne bis hinten verwöhnt und verhätschelt wird (seit 1,5 Jahren). Kira war ja ein Zwingerhund, hat also wenig Gutes bislang erlebt, ist entsprechend abgehärtet, nicht wählerisch beim Futter usw.
Das Getue meiner Freundin mit ihrem Hund nervt mich oft, aber gut. Wenns nur das wäre... :rolleyes:

Was mich auch massiv stört, ist ihre Raucherei.
Wir können keine Stunde gemeinsam spazieren gehen, ohne dass sie sich mind. 2 Zigaretten anzündet. Wobei ich auch darüber noch hinwegschauen könnte, wenn sie parallel zum Rauchen mir nicht ständig erzählen würde, dass sie ja eigentlich aufhören will, es aber leider nicht kann. Weil sie entweder noch eine Stange Zigaretten zuhause hat, die sie natürlich nicht verkommen lassen kann oder weil sie ohne Zigaretten ja garantiert dick wird (wie ihre Mutter) oder weil sie unbedingt am Wochenende aufhören muss, weil sie sonst schlecht gelaunt ist und ihre miese Laune im Job an den Kollegen auslässt.
Also eine Ausrede nach der Anderen - seit Monaten.
Für Raucher wohl typisch und genau deshalb hab ich auch keine im Freundeskreis.

Ein weiterer Punkt ist ihr Job bzw. einer davon.
Seit kurzem arbeitet sie nebenbei noch bei einem Pizzaservice, und zwar schwarz wie ich letzte Woche erfahren hab! :eek: Problem ist, dass sie da ja ausliefert mit dem Firmenwagen und als nichtangemeldete Arbeitskraft darf sie damit natürlich auch offiziell gar nicht fahren. Hat also keinen Versicherungsschutz mit dem Auto bzw. der Chef käme in arge Erklärungsnot im FAlle eines Unfalls...
Und sie ist Fahranfängerin, hat den Lappen erst seit 1 Jahr, hat vorm Autofahren totale Panik, kaum Routine usw.
Mit dem Schwarzarbeiten war sie aber einverstanden, weil ihr sonst die 34 Euro Wohngeld gestrichen werden (wenn sie da offiziell arbeitet und XY Euro pro Monat dazu verdient).

Ich wusste gar nicht was ich sagen soll als ich das gehört hab. :hmm:
Ich finds ehrlich gesagt unter aller Sau, dass sie da wegen 34 Euro so eine Show abzieht, die zudem noch gefährlich ist.

So im Grunde geht mich das wohl alles nichts an...
Sie ist ansonsten wirklich eine Nette, wir verstehen uns auch in sehr vielen Punkten sehr gut und wenns drauf ankommt, dann ist sie auch definitiv da. Also das will ich nicht bestreiten!

ABer ihre Naivität und Unselbständigkeit in so vielen Punkten, die geht mir einfach auf die Nerven.
Da ich mit Freundschaften wenig Erfahrung hab, frag ich mich jetzt, ob das normal ist? Also dass man auch von vermeintlich guten und engen Freunden doch mal so genervt ist, dass man sie ein paar Tage nicht sehen will?
Ich finds eigentlich blöd, mir Ausreden zu überlegen, warum wir uns morgen nicht sehen können, aber irgendwie kann ich grade nicht anders. :ratlos:

Ist es normal, dass man mit dem, was die Freunde machen, hier und da nicht einverstanden ist? Und kann man trotzdem befreundet sein?

Sorry für die vielleicht blöden Fragen, aber ich bin da wirklich nicht sehr erfahren und will nicht gleich wieder eine Freundschaft in den Sand setzen.

Danke für eure Einschätzungen. :smile:
 

Benutzer79269 

Verbringt hier viel Zeit
Kenne ich was meinen besten Kumpel und mich betrifft, habe genau so wie du in dieser Freundschaft bestimmte Dinge die mich nerven oder die ich einfach anderes sehe als er. Auch da kommt es vor das ich da mal Abstand brauche und man sich mal nicht trifft. Doch nichts desto trotz können wir uns auf einander verlassen wenn der eine denn anderen braucht! Empfinde deine Ansicht jetzt nicht falsch, warum auch? Jeder Mensch ist verschieden und in einer Freundschaft gibt es sowohl Gemeinsamkeiten als auch Gegensätze von daher.
 
L

Benutzer

Gast
Naja... die Intoleranz, Rauchern gegenüber, ignoriere ich jetzt einfach :zwinker:

Ansonsten kann ich dir zum Thema Freundschaften sagen, dass es wohl vollkommen normal ist, dass man mit seinen Freunden nicht immer einer Meinung ist, bzw. auch nicht alles, was sie tun, gutheißen muss. Die Frage ist einfach, wie du damit umgehst.
Eigentlich betrifft es dich ja nicht und deswegen würde ich das einfach ignorieren. Falls sie dich aber nach deiner Meinung fragt, wäre ich ehrlich.
Wenn es dich wirklich so sehr stört, dass du mit deiner Meinung nicht hinterm Berg halten kannst, dann sag sie einfach. Auch das wäre vollkommen okay in einer Freundschaft, könnte natürlich aber für den ersten Ärger sorgen. Aber auch dann hat es seine Vorteile, weil du dann ja direkt siehst, wie ihr bei Meinungsverschiedenheiten klarkommt.

Mein Rat wäre also: Sei einfach du selbst.
Wenn es dann noch harmoniert und ihr weiterhin befreundet seid, dann ist es wahre Freundschaft.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Es geht mir nicht mal ums Rauchen an sich.
Zugegeben, ich hasse die Qualmerei einfach und hab null Verständnis dafür, aber bitte, wer´s unbedingt machen will, von mir aus. Nervig finde ich nur die Raucher, die auch noch Mitleid und Verständnis dafür wollen, warum sie leider heute nicht aufhören können zu rauchen, obwohl sie das ja so gerne würden. :zwinker:
DAS nervt!!
Viel mehr als die Raucherei an sich, obwohl ich auch im Freien, also beim Spaziergang genug Qualm einatme, weil der Wind eben doch mal unvermittelt dreht.
Und wenn wir mal nicht zusammen laufen, dann merke ich erst wie angenehm rauchfrei das ist. :zwinker:

Meine Meinung grade zu ihrem Pizzajob hab ich ihr schon gesagt. Ihre Konsequenz: Sie schmeißt den Job. :kopfwand
Das wollte ich damit natürlich nicht erreichen...
Wobei sie den Job nicht mal wegen dem nichtvorhandenen Versicherungsschutz schmeißt, sondern laut ihrer Aussage deshalb, weil sie am Wochenende einfach frei haben will.
Okay, ihr gutes Recht, auch wenn ichs schwach finde.
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Ich finde durchaus, dass man nicht mit allem einverstanden sein muss, was Freunde machen und "trotzdem" befreundet sein kann. Natürlich kann das zu Konflikten führen, muss es aber nicht, je nachdem, worum es geht und wie man damit umgeht. Wenn mich die Sache eigentlich nichts angeht, neige ich eher dazu, nichts zu sagen und mich auf die schönen Seiten der Freundschaft zu konzentrieren (Beispiel: Eine sehr gute Freundin von mir ist aus meiner Sicht extrem zickig und teilweise unverschämt zu ihren Eltern, bei denen sie vor kurzem noch gewohnt hat - ist aber nicht mein Problem, wenn die Eltern sich so von ihrer Tochter anmachen lassen.)
 

Benutzer102242  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
seh ich genauso. Probleme, Differenzen, unterschiedliche Meinungen und Ansichten gibt es in der engsten Freundschaft, das ist immer schwierig öffnet aber auch neue Ansichtsweisen und Perspektiven. Solange sie erzählt, lass sie reden und wenn es dich nervt, sag ihr deine Meinung und das dich das Thema,aber nicht sie als Person nervt. Will sie deine Meinung hören, sag sie ihr offen und ehrlich, aber auch das du sie gern hast und dir sorgen machst (gerade bei der job sache). Wichtig: lass dich nicht mithinein ziehen, also beim thema job z.B. als mitwisserin usw. - sag hier klar: ich find es nicht richtig, ich will davon nichts hören. lass uns spazieren gehen und über die hunde sprechen" - sei du, und wenn du sie ein paar tage nicht sehen willst, dann sag ihr das genauso, wichtig immer ehrlich sein, sagen wieso, weshalb,und das du sie aber ja grundsätzlich eine tolle freundin findest- viel glück
 
K

Benutzer

Gast
Ich würde in die Luft gehen, wenn ich manche meiner Freunde jeden Tag sehen müsste! Nein, ich kann das vollkommen verstehen. Natürlich gibts immer mal Sachen die einen stören bzw. nerven, und ich bin eher der direkte Typ, der es dann auch anspricht. Also man muss ja nicht verletztend werden, aber einfach mal einen Wink geben. Man kann eben nicht immer zu allem ja und Amen sagen, nur um einer Meinungsverschiedenheit zu entgehen.

Natürlich kann man mit Leuten befreundet sein mit denen man nicht 100 % stimmig in allen Punkten ist. Nur wirds dann wirklich schwer, wenn man sich jeden Tag sieht und es einem stark auffällt.

Das mit keine Ausreden erfinden wollen kann ich absolut nachvollziehen, vielleicht solltest du ihr mal vorschlagen es von jedem Tag auf 3 mal die Woche (oder wie auch immer) zu reduzieren? Dafür wird sie doch bestimmt Verständnis haben. Oder ist sie eher der anhängliche Typ?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ja mein Problem ist wohl, dass es mir schwer fällt, mich aus Dingen rauszuhalten, die mich eigentlich nichts angehen...
Zum Thema RAuchen sag ich inzw. nichts mehr. Da ist jegliche Glaubwürdigkeit weg und von mir aus kann sie auch ruhig noch 30 Jahre weiterqualmen. Auch in ihre Hundeerziehung darf ich mich natürlich nicht einmischen, auch wenns schwer fällt.:zwinker:

Ich muss mehr abschalten und darf mir nicht so viele Gedanken machen. Ein bisschen ABstand hilft da sicherlich auch.
 

Benutzer102242  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
das mit dem rauchen ist schwierig, solange sie nicht erkennt das sie wirklich aufhöre will, wird sie immer jammern aber nicht ändern - musst du akzeptieren. Oder du zeigst ihr wie früher im biologie unterricht nochmal klar die konsequenzen die gesundheitlich auf sie zukommen, oder du unterstützt sie, dann muss sie es aber durchziehen und ihr sucht gemeinsam nach möglichkeiten des aufhörens,und das ihr z.b. gemeinsam sport macht - oder ähnliches
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Das mit keine Ausreden erfinden wollen kann ich absolut nachvollziehen, vielleicht solltest du ihr mal vorschlagen es von jedem Tag auf 3 mal die Woche (oder wie auch immer) zu reduzieren? Dafür wird sie doch bestimmt Verständnis haben. Oder ist sie eher der anhängliche Typ?

Nicht extrem, aber schon ziemlich. Sie hat außer mir sonst auch niemanden, keinen Partner, mit ihrer Mutter ist sie verkracht. Also sie ist definitiv einsam, deswegen wird ja der Hund auch derart verhätschelt.
Ich freu mich ja auch über den Kontakt und bin auch gerne ihre Freundin, aber es gibt Tage, da will ich einfach meine Ruhe.

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:06 -----------

... und ihr sucht gemeinsam nach möglichkeiten des aufhörens,und das ihr z.b. gemeinsam sport macht - oder ähnliches

Anfangs hab ich noch versucht, sie zu motivieren, hab ihr vorgerechnet, was sie sich von den 5 Euro pro nichtgerauchter Schachtel alles kaufen kann usw.
Dann hieß es, sie hört im neuen Jahr auf, hat kurz vor Jahresende noch kräftig geraucht und am 1.Januar sagt sie mir, dass sie ja nie gesagt hat, dass sie ganz aufhören will, sondern sie will erstmal reduzieren. :kopfwand
Und da wars bei mir schon aus!
 
L

Benutzer

Gast
Hm... okay.
Da würde mich jetzt wahrscheinlich ihre Inkonsequenz nerven, weil sie wahrscheinlich von Anfang an wusste, dass sie an den Wochenende arbeiten muss.

Ich würde ihr das wahrscheinlich auch sagen :rolleyes:

Wie Kinkyvanilla schon sagt, vielleicht wäre es am sinnvollsten, wenn ihr euch nicht jeden Tag seht. Du könntest ja auch sagen, dass du das Laufen auch alleine genießt, weil du da den Kopf frei bekommst und einfach nicht reden möchtest. Das müsste für jeden verständlich, aber nicht verletzend sein.
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Ich glaube es ist normal, dass man hier und da nicht mit dem einverstanden ist was Leute tun, mit denen man enger oder weniger eng befreundet ist.

Ob man dennoch miteinander befreundet sein kann, das hängt natürlich davon ab, ob man die Macken und Verhaltensweisen des guten Freundes/der guten Freundin grundsätzlich tolerieren kann (sofern man selbst dabei nicht zu Schaden kommt oder in etwas hineingezogen werden könnte) auch wenn man selbst dieses Verhalten nicht nachvollziehen kann oder ob man selbst das Gefühl hat, dass dadurch unüberbrückbare Differenzen entstehen, die sich mit einer Freundschaft und schon gar nicht mit einer engen Freundschaft vereinbaren lassen. Da musst du selber immer wieder abwägen, was für dich selbst im vertretbaren Rahmen ist und falls dieser überschritten wird, notfalls abspringen oder auf Distanz gehen. Umgekehrt hängt es natürlich davon ab, ob deine Freundin damit umgehen kann, wenn du mal Kritik an ihr und dem was sie tut äusserst, ohne dass du sie dabei gleich verurteilst und sie als Person komplett in Frage stellst.

Manche Verhaltensweisen der Freundin mögen unvernünftig, unselbstständig und naiv erscheinen, aber letztlich ist es dennoch ihr Leben und sie muss mit den möglichen Konsequenzen leben. Ständige Kritik ist also nicht angebracht, wenn ihr zusammen seid, denn es sollte ausreichen, dass sie deine Meinung bezüglich ihres Umgangs mit dem Hund und ihrer Zigaretten kennt.

Welchen Umgang sie mit ihrem Hund pflegt ist natürlich ihre Sache, solange sie diesen nicht quält, ihn schlecht behandelt oder ihn verwahrlosen lässt, so dass er dadurch Schaden nehmen könnte. Dass sie während des Spaziergangs raucht, das ist ebenfalls ihre Entscheidung, denn wenn sie wirklich aufhören will, dann muss sie das selbst wirklich wollen und auch durchziehen. Die Tatsache, dass du als Freundin dies schlecht findest, wenn sie in deiner Anwesenheit raucht, reicht dazu nicht aus, sie davon abzubringen oder sich selbst dazu zu bringen, mit dem Rauchen aufzuhören. Allerdings scheint sie das Gefühl haben, sich ständig vor dir rechtfertigen zu müssen, weil sie weiss, dass dich das stört und fängt deshalb immer davon an, dass sie damit aufhören will. Sag ihr am besten, dass sie das in deiner Gegenwart nicht immer ansprechen soll. Entweder sie soll wirklich aufhören bzw. den Versuch unternehmen oder eben weiter rauchen.

Es liegt an dir zu entscheiden, ob du weiter mit ihr spazieren gehen und in ihrer Gegenwart sein willst, wenn sie raucht und dabei in Kauf nimmst passiv mit zu rauchen, oder ob du deswegen zu ihr auf Abstand gehst.

Was die Sache mit der Schwarzarbeit betrifft, da ist natürlich verständlich, dass du das alles kritisch siehst, ihr Verhalten naiv, unverantwortlich und unvernünftig betrachtest. Da würde ich ihr an deiner Stelle auch immer wieder klarmachen, dass sie sich in ernsthafte Schwierigkeiten bringen kann und du das keinesfalls verstehen kannst, sofern dieses Thema ins Gespräch kommt. Entweder sie lenkt ein und nimmt sich deine Worte zu Herzen oder sie macht so weiter und muss vielleicht irgendwann mit den Folgen leben. Vielleicht ist das ja notwendig, damit sie aus der Sache lernt. Ob du ihr dann als Freundin weiterhin beistehen willst, dass müsstest du in diesem Fall dann ebenfalls selbst entscheiden.
 

Benutzer112405 

Benutzer gesperrt
so wirklich nachvollziehen kann ich es nicht.

ich höre nur raus, dass ihr euch nicht mal wirklich gut und lang kennt und du jetzt schon überlegst welche lügen du auftischen musst/kannst, um ihr (erst mal) aus dem weg zu gehen.

finde ich doch bedenklich und ehrlich gesagt heftig.
natürlich ist man nicht immer einer meinung und selbstverständlich ist jeder anders, aber da du dich jetzt schon so über sie aufzuregen scheinst, frag ich mich wie weit das wirklich als "freundschaft" zu definieren ist

hunde-gassi-geh-tussi trifft es da wohl eher.
wenn eine meiner freundinnen so über mich reden/denken würde, fänd ich das alles andere als okay.

verabredet ihr euch immer fürs hundeausführen oder trifft man sich bei der üblichen runde? wenn letzteres der fall ist, ggf. einfach mal einen anderen park o.ä. ansteuern, bevor du dich noch in lügen verstrickst.

oder noch besser: ihr einfach die wahrheit sagen.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Aber Kritik darf man unter Freunden doch mal äußern?
Ich akzeptiere auch jederzeit Kritik von meinen Freunden.
Natürlich kennen wir uns noch nicht in und auswendig und nicht seit Jahren. Aber Störpunkte kann es ja auch schon früher geben.
Ich sehe sie wirklich nciht nur negativ!!
Sie bringt mir abends plötzlich zum Spaziergang eine Apfeltasche von McDonalds mit. :smile: Da bin ich dann echt platt, weil so was sonst eben niemand für mich macht.
Also das Herz hat sie schon am rechten Fleck - genau wie ich. :zwinker: Ein schlechter Mensch ist sie keinesfalls. Sie hat eben nur ihre Macken wie jeder. :zwinker:
 
K

Benutzer

Gast
Nicht extrem, aber schon ziemlich. Sie hat außer mir sonst auch niemanden, keinen Partner, mit ihrer Mutter ist sie verkracht. Also sie ist definitiv einsam, deswegen wird ja der Hund auch derart verhätschelt.
Ich freu mich ja auch über den Kontakt und bin auch gerne ihre Freundin, aber es gibt Tage, da will ich einfach meine Ruhe.

Ja, verständlich. Das würde ich dann aber nicht SO direkt sagen, sondern da kann man sich schon mal eine "Notlüge" erlauben, wie ich finde, oder es auf etwas anderes schieben. Weil sie sonst schnell beleidigt oder verletzt sein könnte.
 

Benutzer107327 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Dass du Rauchen und Raucher offensichtlich nicht so gerne hast, kommentiere ich jetzt mal nicht..


Ist es normal, dass man mit dem, was die Freunde machen, hier und da nicht einverstanden ist? Und kann man trotzdem befreundet sein?
JA zu beidem! Es gibt leute, die ich wirklich mag und gleichzeitig manches, das sie tun nicht in Ordnung finde. Beides wird sich wohl nie ändern..

Jetzt kommt ein kluges, selbstreflektiertes Zitat:
Ja mein Problem ist wohl, dass es mir schwer fällt, mich aus Dingen rauszuhalten, die mich eigentlich nichts angehen...
Du erinnerst dich sicher an den Spitznamen, den ich dir mal spasseshalber gegeben habe..:zwinker:


Aber Kritik darf man unter Freunden doch mal äußern?
Ich akzeptiere auch jederzeit Kritik von meinen Freunden.
Ich finde JA! Natürlich kommt es immer darauf an wie man die äußert und manchmal weiß man halt, dass der betreffende nicht empfänglich für Kritik ist..

Ich finde es ja schon bemerkenswert, dass sie gleich den Job da hinschmeißt..Scheint so, als wärst du nicht die einzig unsichere von euch..
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Das Wichtigste an der Sache ist doch, dass du sie magst und sie von ihrer Art her wirklich schätzt! Wenn das stimmt, dann solltest du dir überaupt keine Gedanken darüber machen ob du eine schlechte Freundin bist oder es zwischen euch nicht passt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich natürlich immer mal aufregt. Steht das aber im Vordergrund und die Treffen werden nur noch zur Qual und man hat gar keine Lust mehr darauf, dann würde ich an der Freunschaft zweifeln, man sollte sich zurückziehen und das ganze nur noch auf Sparflamme laufen lassen und es als gute Bekanntschaft sehen.

Wenn du wirklich magst, dann kannst du ihr auch deine Meinung sagen. Allerdings kommt es halt auch immer auf das "wie" an.
Gute Tipps, Ratschläge aber keinen Angriff o.ä. Sie soll wissen, dass es dir nur um ihr Bestes geht.
Das mit dem Rauchen finde ich von dir schon ein wenig übertrieben aber du kannst ihr ja einfach das nächste mal in einem etwas lustigen Ton sagen "Tja, entweder rauchen ODER meckern aber Selbstmitleid steht dir nicht so gut :zwinker:". Ich schätze, das wird sie verstehen.
Die Sache mit dem Job hast du doch gut gelöst, du hast ihr deine Meinung gesagt und das finde ich richtig, dafür sind doch auch Freunde da.
Mach ihr doch den Vorschlag, dass sie sich was anderes sucht und dann erst aufhört.
 

Benutzer103916 

Meistens hier zu finden
hier gelten sogar wieder die üblichen beziehungstipps :zwinker: : nicht zu hohe erwartungen an die freundschaft haben, gewisse unterschiede tolerieren, auch andere dinge gemeinsam unternehmen (in eurem fall was anderes als die hunde) und vor allem: NICHT ZUVIEL AUFEINANDER HOCKEN.
jeden tag sehen kann ich nur die wenigsten menschen, da geht man sich irgendwann auf die nerven und will seine ruhe haben.
 
R

Benutzer

Gast
Ja, ich habe durchaus so meine Probleme mit gewissen Verhaltensweisen meiner Freunde.

Mein bester Freund treibt mich manchmal regelrecht in den Wahnsinn mit gewissen Dingen und auch meine beste Freundin ist in einigen Punkten das ziemliche Gegenteil von mir - allerdings überwiegen die guten Eigenschaften halt bei allen, ansonsten wären sie nicht meine Freunde. Wenn du mehr Stress als Freude mit ihr hast, dann ist das in meinen Augen keine wirkliche Freundschaft.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Off-Topic:
Übrigens kann man auch Raucher sein, ohne aufhören zu wollen, das klappt bei mir schon ziemlich lange :grin:


Anscheinend sehe ich das mit Freundschaften etwas enger als die meisten Anderen hier.
Für mich gelten in einer Freundschaft einige Dinge genauso wie in einer Partnerschaft. Dazu gehört für mch in erster Linie, daß man in grundsätzlichen Dingen übereinstimmt. Macken kann und sollte man tolerieren, da gilt der Spruch aus meiner alten Heimat „Jeck, loss Jeck elans.“. Aber es gibt eben Dinge, die ich nicht mehr als Macke abtuen kann und da kann dann schnell eine Freundschaft wieder enden.
Ich kann nicht so ganz einschätzen, wie Du sie wirklich siehst. Dinge wie Unentschlossenheit, Weinerlichkeit (Rauchen bei ihr), Naivität (Pizzajob) würde ich nicht mehr als Macke ansehen, aber das ist alleine meine Sicht.

Was mich bei Dir halt stutzig macht und hier auch schon angesprochen wurde: dafür, daß Ihr Euch erst so kurz kennt, gibt es bei Dir schon eine ganz schön lange Liste an Dingen, die Dich anscheinend stark stören und Du sie durchaus auch auf eventuelle grundlegende Charaktereigenschaften projizierst.

Ich würde erstmal den Kontakt von täglich auf 1-2 Mal wöchentlich reduzieren und dann mal sehen, wie sich Deine Gefühle entwickeln. Ob Du Dich erleichtert fühlst, wenn Du mal wieder ohne sie mit Deinen Hunden unterwegs bist oder ob Du dann denkst, daß es eigetlich schöner wäre, wenn sie jetzt neben Dir gehen und sich eine Zigarrette anmachen würde.

Mark11
 
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