Bin ich ein schlechter Mensch?

Benutzer122666 

Öfter im Forum
Vor einigen Tagen habe ich erzählt, dass die Gefühle für meinen Freund verschwunden sind. Erst wollte ich es nicht wahrhaben, versuchte es zu verdrängen, doch letztendlich klappte es nicht. Ich musste es ihm sagen. Die Gründe dafür sind mir bisweilen doch ein wenig schleierhaft. Klar, er hat sich nicht sehr gepflegt, oft hat er streng gerochen, er wollte stets meine Bestätigung, dass ich ihn liebe und sagte mir, ohne mich würde sein Leben zusammenfallen. Manchmal brach er in Tränen aus, da er Angst hatte, ich könnte ihn je verlassen und ich tröstete ihn. Doch das wären alles Dinge, worüber man hinwegsehen könnte, wenn man ein wenig tolerant wäre. Einige davon zeigen sogar, wie sehr er mich geliebt hat. Aber ich fühlte mich nicht mehr zu ihm hingezogen, in meinem Herz war keine Liebe mehr für ihn. Weshalb kann das so plötzlich kommen? Ich bin von mir selber unendlich enttäuscht und schockiert.

Anfangs habe ich ihn geliebt. Habe ich das? Schon hier beginne ich langsam zu zweifeln. Ich finde ihn einen wunderbaren Menschen, er ist unglaublich grossherzig, liebevoll und sensibel. So, wie es die Männer aus meiner Vergangenheit zum grossen Teil nie waren. Ich dachte mir immer, er sei der perfekte Partner. Was soll ich nur mit all den Machos, die keine Tränen zeigen können, die sich keine Zukunft mit mir vorstellen können? Ich dachte, endlich hätte ich einen Mann gefunden, der mich aufrichtig lieben würde. Und doch sind die Gefühle nicht geblieben. Das verstehe ich nicht. Sein Charakter ist bewundernswert, er ist so einfühlsam, wie ich es sonst nur von guten Kolleginnen kenne. Weshalb kann so etwas passieren? Ich fühl mich unendlich schlecht.

Auch dadurch, dass er durch mein Geständnis nun an den Punkt zurückgeworfen wird, wo er einmal war - zumindest sagte er mir das so. In der Schule wurde er oft gehänselt, gerade wegen seines Körpergeruchs, wegen seines Aussehens und seiner sensiblen Art. Als er mich getroffen hat, dachte er, endlich sei da jemand, die ihn so nehme, wie er ist. Ich habe ihn so glücklich gemacht und jetzt habe ich ihm alles genommen. Wie schlecht kann ein Mensch sein? Er sucht sich sogar professionelle Hilfe, da er sich zur Zeit auf nichts mehr freuen kann und ich ihn sein Leben so sehr verdunkelt habe.

Doch was hätte ich tun können? Hätte ich ihn weiterhin im Glauben lassen sollen, dass ich ihn liebe, auch wenn es sich in meinem Herzen nicht so angefühlt hat? Ich wollte einfach nur ehrlich sein, ich wusste, es würde ihn schwer treffen. Nun fühle ich mich aber, wie ich ein ganzes Leben zerstört hätte.

Hätte ich mir anfangs besser überlegen sollen, auf was ich mich einlasse? Unser erster Kuss, unsere ersten Annäherungen kamen alle von ihm aus. Ich weiss noch, dass ich mich damals überfordert gefühlt habe. Auf der einen Seite bewunderte ich seinen goldigen Charakter, auf der anderen Seite war nicht dieses extreme Kribbeln, diese Anziehung da, die ich bei meinen zwei früheren Freunden gespürt hatte. Ich wusste, dass er mich liebte und deshalb wehrte ich mich nicht. Vielleicht wollte ich ihm dieses schöne Gefühl, dass er nach all seinen Enttäuschungen einmal spüren durfte, nicht kaputtmachen.

Zwischendurch habe ich mich richtig glücklich gefühlt, habe ich wirklich unendlich geschätzt. Ich genoss es, mit ihm Zeit zu verbringen. Aber sobald er mir näher kam, war da kein Feuer in mir und das hat unendlich geschmerzt. Ich war in einem Dilemma gefangen. Entweder hätte ich mich weiterhin angelogen oder ich hätte sein Herz gebrochen, so wie ich es jetzt tat. Beides war nicht richtig ihm gegenüber.

Ich frag mich nun einfach: Wie konnte ich nur so herzlos sein? Was hätte ich anders machen sollen? Bin ich ein schlechter Mensch und muss nun damit leben?
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
Liebe TS,
du hast richtig gehandelt, zieh dich jetzt nicht auch noch selbst runter.
Das war ja wohl nicht deine Absicht und letzten Endes der einzig richtige Weg, du hattest doch keine andere Wahl und deswegen brauchst du dir wirklich nicht einzureden, ein schlechter Mensch zu sein.
Die Beziehung ist gescheitert (sowas passiert nahezu täglich), das ist traurig und kann einen schonmal in ein tiefes Loch ziehen, aber nach dem Regen kommt wieder Sonnenschein und ihr werdet bestimmt beide wieder glücklich - mit dem richtigen Partner.
Ihn auf Dauer etwas vorzumachen wäre im Endeffekt nur noch verletzender gewesen und hättest ihm nicht das geben können, was er bzw. was man für eine Beziehung braucht. Das musst du dir einfach in schwachen Momenten vor Augen halten. Versuch, dich abzulenken und red dir nicht unnötig Schuldgefühle ein!
 

Benutzer148012  (33)

Öfter im Forum
Ihr wart 4 Monate zusammen wenn ich das jetzt richtig recherchiert habe..
mach dir keine Sorgen.. wenn man nach so einer kurzen Zeit für jemanden keine Gefühle mehr hat. Das ist es schon richtig das man es anspricht und auch den Schritt wagt es zu beenden.
es tut zwar echt scheise weh aber er wird es überstehen und stärker machen.

Mir ist das selbe vor dem Viertel Jahr auch passiert.. nur in der Opfer Rolle, 4 Monate Beziehung, sie macht Schluss, können ja noch Freunde bleiben und 2 Wochen später einen neuen.. puh bin ich explodiert..

Was ich damit sagen will, wenn du dich von ihm trennst, dann breche jeglichen Kontakt mit ihm ab.. komm nicht mit "wir können ja noch Freunde bleiben" (das ist wie "dein hund ist tot, kannst ihn aber behalten") .. mach ihm die trennung so leicht wie möglich.
auch wenn er dich dafür wahrscheinlich hassen wird, aber so machst du es am leichtesten für ihn. Auch wenn es mist ist aber du hast trotzdem richtig gehandelt. Es bringt dir ja nichts unglücklich zu sein nur um einen anderen nicht unglücklich zu machen.
 

Benutzer122666 

Öfter im Forum
Liebe TS,
du hast richtig gehandelt, zieh dich jetzt nicht auch noch selbst runter.
Das war ja wohl nicht deine Absicht und letzten Endes der einzig richtige Weg, du hattest doch keine andere Wahl und deswegen brauchst du dir wirklich nicht einzureden, ein schlechter Mensch zu sein.
Die Beziehung ist gescheitert (sowas passiert nahezu täglich), das ist traurig und kann einen schonmal in ein tiefes Loch ziehen, aber nach dem Regen kommt wieder Sonnenschein und ihr werdet bestimmt beide wieder glücklich - mit dem richtigen Partner.
Ihn auf Dauer etwas vorzumachen wäre im Endeffekt nur noch verletzender gewesen und hättest ihm nicht das geben können, was er bzw. was man für eine Beziehung braucht. Das musst du dir einfach in schwachen Momenten vor Augen halten. Versuch, dich abzulenken und red dir nicht unnötig Schuldgefühle ein!

Hey girl_next_door

Danke vielmals für deine Worte, welche mir gerade echt gut tun. Ich bin halt einfach enttäuscht von mir, dass ich es nicht früher gemerkt habe, bevor bei ihm richtige Gefühle aufkamen. Dann hätte ich ihn nicht so sehr verletzt. Innerlich gespürt hätte ich es ja, dass es vielleicht nicht mehr als freundschaftliche Gefühle waren, wenn ich mehr auf mein Herz gehört hätte. Aber ich wollte ihm einfach nicht die Hoffnung nehmen. Er sagte immer: "Mich kann man nicht lieben" und ich wollte beweisen, dass man es doch kann. Ich wollte ihm auch einfach zeigen, dass er liebenswert ist und habe dabei vielleicht vergessen, dass ich meinen Gefühlen nichts vorspielen kann, nur um jemanden glücklich zu machen. Wie soll ich in Zukunft handeln? Mehr auf mein Herz hören? Ehrlicher sein? Mir mehr Zeit lassen? Ich möchte einfach, dass das nie mehr passiert, weil einen Menschen zu verletzen war das Letzte, das ich wollte.

Ich versuch mich zurzeit abzulenken und die Dinge einfach so zu nehmen, wie sie sind und das Beste daraus zu machen. :smile: Danke dir!
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Ihr wart 4 Monate zusammen wenn ich das jetzt richtig recherchiert habe..
mach dir keine Sorgen.. wenn man nach so einer kurzen Zeit für jemanden keine Gefühle mehr hat. Das ist es schon richtig das man es anspricht und auch den Schritt wagt es zu beenden.
es tut zwar echt scheise weh aber er wird es überstehen und stärker machen.

Mir ist das selbe vor dem Viertel Jahr auch passiert.. nur in der Opfer Rolle, 4 Monate Beziehung, sie macht Schluss, können ja noch Freunde bleiben und 2 Wochen später einen neuen.. puh bin ich explodiert..

Was ich damit sagen will, wenn du dich von ihm trennst, dann breche jeglichen Kontakt mit ihm ab.. komm nicht mit "wir können ja noch Freunde bleiben" (das ist wie "dein hund ist tot, kannst ihn aber behalten") .. mach ihm die trennung so leicht wie möglich.
auch wenn er dich dafür wahrscheinlich hassen wird, aber so machst du es am leichtesten für ihn. Auch wenn es mist ist aber du hast trotzdem richtig gehandelt. Es bringt dir ja nichts unglücklich zu sein nur um einen anderen nicht unglücklich zu machen.

Hey Akito

Dasselbe ist mir vor einem halben Jahr auch passiert. Gerade aus diesem Grund wollte ich nicht genau die gleichen Schmerzen jemandem anderem zufügen, weil ich genau weiss, wie es ist, wenn jemand plötzlich keine Gefühle mehr hat. Dass deine Exfreundin nach zwei Wochen einen neuen Freund hatte, ist wirklich hart. Da verstehe ich deine Wut! Aber vielleicht ist es manchmal sogar besser, Wut zu empfinden, dann musst du ihr nicht mehr nachtrauern und weisst, dass sie dich sowieso nicht verdient hätte.

Das Problem bei mir: Er möchte unbedingt noch Kontakt halten. Er fragte, ob ich ihn zum Beispiel bei Kleidern beraten könnte oder ob ich ihm helfe, etwas gegen sein Ungepflegtsein zu tun. Ich habe geteilte Gefühle diesbezüglich. Sehr gerne möchte ich ihm helfen, ich möchte ja das Beste für ihn, erst recht, nachdem er wegen mir so leiden muss. Auf der anderen Seite weiss ich nicht, ob die Situation nicht ein wenig unangenehm für uns beide sein wird. Vielleicht bin ich ihm aber eine Stütze und das wäre ich ja gern. Denn wenn ich den Kontakt abbreche, fühlt er sich komplett alleinegelassen und hintergangen.

Er meinte auch schon, es tue einfach weh, dass jemand wie ich ihn hintergangen habe und er es nie von mir geglaubt hätte. Aber trotzdem möge er mich als Mensch und wolle den Kontakt nicht verlieren. Ich weiss nicht recht, was ich davon halten soll...
 

Benutzer148012  (33)

Öfter im Forum
Wie ihr zwei das regelt, müsst ihr entscheiden. Ich könnte und kann es nicht wenn ich verlassen werde, mich weiterhin mit der Person treffen. Nach einem Jahr vllt wieder, ja.. aber ich persönlich muss diese Person erstmal voll und ganz verarbeiten und vergessen ...

Ob ihr es schafft von Beziehung auf Freundschaft zu switschen, das weiß ich nbezweifle ich bezweifle ich auch ein wenig.. das geht in den seltensten Fällen gut. Besonders da er ein sensibelchen ist wie du erwähnt hast.
aber das findest du nur raus wenn du es versuchst..
 

Benutzer122666 

Öfter im Forum
Wie ihr zwei das regelt, müsst ihr entscheiden. Ich könnte und kann es nicht wenn ich verlassen werde, mich weiterhin mit der Person treffen. Nach einem Jahr vllt wieder, ja.. aber ich persönlich muss diese Person erstmal voll und ganz verarbeiten und vergessen ...

Ob ihr es schafft von Beziehung auf Freundschaft zu switschen, das weiß ich nbezweifle ich bezweifle ich auch ein wenig.. das geht in den seltensten Fällen gut. Besonders da er ein sensibelchen ist wie du erwähnt hast.
aber das findest du nur raus wenn du es versuchst..

Stimmt, wissen kann man es nicht. Eigentlich haben wir abgemacht, dass wir uns nun 1-2 Monate Ruhe gönnen und dann ausprobieren, ob auch eine Freundschaft in Frage käme. Doch er schreibt mir trotzdem ständig Nachrichten, in denen er mir schildert, wie schlecht es ihm geht und wie sehr er sich getäuscht hat. Ich verstehe seinen Schmerz sehr gut. Aber manchmal habe ich das Gefühl, er wälzt sich ein wenig zu fest im Selbstmitleid. Er sieht gar nichts anderes mehr als seinen Schmerz. Das soll kein Vorwurf sein. Aber er führt mir die Qualen und das Leiden seinerseits immer wieder vor Augen und die Enttäuschung über mich selber wächst dadurch immer mehr.

Das belastet mich einfach. Ich weiss, ich bin nicht diejenige, die klagen sollte, für mich ist es sicher einfacher als für ihn und ich möchte ihm ja helfen. Aber in meinem Herzen ist zurzeit einfach keine Liebe vorhanden und die Gedanken an Liebe möchte ich im Moment einfach nicht zulassen, da es auch noch andere Sachen in meinem Leben gibt. Ich muss in einigen Wochen meine Abschlussprüfungen im Studium absolvieren. Ich arbeite bei einer Zeitung, wo ich mein Bestes geben will.

Doch sobald ich ihm nicht immer gut zurede oder mich entschuldige, ist er wieder enttäuscht von mir. Auf der anderen Seite finde ich einfach die Kraft nicht, mich immer und immer wieder mit etwas zu beschäftigen, das nicht mehr da ist und von was ich die Gründe nicht kenne.
 

Benutzer148012  (33)

Öfter im Forum
Ja das ist im Selbstmitleid versinken und schlechtes Gewissen machen.
das kostet bestimmt unglaublich viel Kraft. Auch wenn du ihm helfen willst und es dir leid tut, solltest du nicht auch an dich denken. Wie du schon gesagt hast, deine Abschlussprüfung steht vor der Tür. Ist das nicht wichtiger?

Das er schmerz hat, trauert etc. Alles schön und gut. Darf er auch haben und es wäre komisch wenn nicht. Aber er soll sich mal zusammen reisen und wieder aufstehen. Natürlich tut es weh und meine wunde ist auch noch nicht verheilt, bei mir tut es auch noch weh. Aber das Leben muss weiter gehen und ich kann nicht meine Energie in was stecken was nicht mehr da ist, das ist Energie Verschwendung.
genauso solltest du es auch machen... Nicht deine Energie auf etwas lenken, was dich zu viel kraftvollsten und dir nichts bringt.
 

Benutzer146682 

Meistens hier zu finden
Wenn er dich immer wieder belastet, dann brich aus diesem Grund erst mal den Kontakt ab. Du kannst ihm doch sagen dass du seinen Schmerz verstehst, aber dass du Gefühle nun mal nicht herbeizaubern kannst und es für besser hältst, dass ihr ecuh die verabredete Zeit jetzt wirklich zugesteht. Er solle dir bitte keine Nachrichten mehr schicken und versuchen, mit sich selbst wieder ins Reine zu kommen. das kann er nicht, wenn er dir dauernd Vorhaltungen macht und die Sache nicht zur Ruhe kommen lässt. Und dann antworte nicht mehr auf eventuell noch eintrudelnde Nachrichten. Du musst dir keine Vorwürfe machen. Du warst fair, hast ihm gesagt was du empfindest oder auch nicht. Du hast zumindest jetzt definitiv nichts falsch gemacht.
 

Benutzer149453  (29)

Ist noch neu hier
Wenn du ihn damit enttäuschst, ist das wohl vollkommen normal, denn du liebst ihn einfach nicht mehr. Wie Akito schon geschrieben hat, ist es auch vollkommen okay für ihn, Schmerz, Trauer und Enttäuschung zu verspüren, aber er sollte das nicht auf dich abwälzen. Allein deine Beiträge hier zeigen mir, wie sehr dich das belastet und kann daher verstehen, wenn man das alles nicht mehr will. Ich habe das ehrlich gesagt noch gar nicht so gesehen, wie du geschrieben hast und habe auch nur an meine Trauer gedacht, als meine Freundin Schluss gemacht hat.
Aber das hat mir gezeigt, dass es für denjenigen, der den anderen verlassen hat, nicht ein kleines bisschen leichter fällt die Trennung zu verarbeiten.
Er wurde verlassen ja. Er verspürt Trauer und will dich bestimmt auch zurück. Aber: er sollte dich damit nicht belasten, denn das wird das letzte sein, was er will, wenn er dich denn wirklich noch liebt oder du ihm auch nur irgendetwas bedeutest. Mach ihm klar, dass dich das belastet. Gib ihm im Schlimmsten Fall auch einen Grund, sich nicht mehr bei dir zu melden in nächster Zeit, denn das ist auf Dauer kein Zustand. Selbst wenn er dich dann erst einmal hassen könnte. Auch das wird wohl kaum auf ewig so sein.
Du verspürst keine Liebe mehr und damit war deine Entscheidung, sich zu trennen, das einzig Richtige und er muss jetzt (ohne dich) lernen damit umzugehen. Und für dich selbst wird es auch am besten sein, wenn du nicht ständig Schuldgefühle deswegen hast. Zur Not, brich doch einfach selbst den Kontakt ab, setz ihn auf die Ignorierliste/block ihn. Zumindest für die nächsten Wochen/Monate, dann muss er zwangsläufig allein damit klar kommen und ihr habt beide genug Ruhe um alles zu verarbeiten.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Du hast ihn nicht hintergangen!
Du hast ihn auch nicht getäuscht oder ähnliches - du warst verknallt, hast dich natürlich auch auf die Beziehung eingelassen, er war (ist) ja auch verknallt. Das Risiko, dass die Gefühle weggehen, ist nunmal da, und dass wisst und wusstet ihr sicher beide.

Du hättest ihn hintergangen, wenn du ihn noch absichtlich in dem Glauben gelassen hättest, dass deine Gefühle noch da sind etc - hast du aber nicht, du hast direkt da, wo du dir sicher warst, ihn nicht mehr zu lieben (und du warst definitiv verknallt, sonst hättest du dich nicht auf die Beziehung eingelassen), die Sache beendet. Das ist ehrlich, und eindeutig kein hintergehen.

Ich finde es daneben, dass er dich zutextet mit seinem Schmerz. Antwortest dz darauf? Ich würde ihm bei der nächsten Nachricht sagen, dass du vorerst (mindestens die nächsten 2 Monate oder so) keinerlei Kontakt mehr von ubd zu ihm haben möchtest, damit er seinen Schmerz verarbeiten kann und seine Gefühle, und du daher nicht mehr auf Kontaktaufnahme reagieren wirst und ihn auch nicht mehr kontaktieren willst (treffen erst recht nicht) - und es dann durchziehen.

Ich finde es ja gut, dass er an sich arbeiten will (scheint ja endlich aufgewacht zu sein), aber dass du ihm dabei hilfst, ist zumindest vorerst absolut falsch für ihn.
Wenn du später meinst, dass eine Freundschaft auch seinerseits funktionieren kann und du Freundschaft möchtest, kannst du ha darüber nachdenken.
Derzeit wäre es verkehrt.
 

Benutzer115625 

Beiträge füllen Bücher
Vor einigen Tagen habe ich erzählt, dass die Gefühle für meinen Freund verschwunden sind. Erst wollte ich es nicht wahrhaben, versuchte es zu verdrängen, doch letztendlich klappte es nicht. Ich musste es ihm sagen. Die Gründe dafür sind mir bisweilen doch ein wenig schleierhaft. Klar, er hat sich nicht sehr gepflegt, oft hat er streng gerochen, er wollte stets meine Bestätigung, dass ich ihn liebe und sagte mir, ohne mich würde sein Leben zusammenfallen. Manchmal brach er in Tränen aus, da er Angst hatte, ich könnte ihn je verlassen und ich tröstete ihn.
Ehrlich: Das liest sich für mich fast wie Satire. Ich hatte schon deinen letzten Thread reingeschaut und musste mit dem Kopf schütteln. Da musst du dir in meinen Augen überhaupt keinen Kopf um irgendetwas machen - schon garnicht musst du dich vor dir selbst oder auch vor ihm dafür rechtfertigen, dass du - solltest du je wirklich welche gehabt haben - keine Gefühle mehr für ihn hast.

Er scheint mir ein SEHR geringes Selbstwertgefühl zu haben, und solche Menschen sind erfahrungsgemäß für ihr Umfeld sehr sehr anstrengend, da sie anderen Menschen die Lebensfreude förmlich "aussaugen" und sie herunterziehen, indem sie ihre eigenen Probleme auf andere abladen bzw. ins Umfeld hineintragen. Schuldgefühle, Manipulation (nicht zwingend gewollt), das volle Programm. So auch hier. Kleiner Lichtblick: Immerhin sucht er sich professionelle Hilfe - die hat er mMn auch dringend nötig.

Ich kann nur sagen: Sei froh, dass du ihn los bist. Jetzt lauf so schnell du kannst (d.h. Kontaktabbruch - zu deinem Wohl)

Klingt zwar hart, ist aber der beste Rat den ich dir geben kann.

Grüße,

Ali Mente
 

Benutzer122666 

Öfter im Forum
Ja das ist im Selbstmitleid versinken und schlechtes Gewissen machen.
das kostet bestimmt unglaublich viel Kraft. Auch wenn du ihm helfen willst und es dir leid tut, solltest du nicht auch an dich denken. Wie du schon gesagt hast, deine Abschlussprüfung steht vor der Tür. Ist das nicht wichtiger?

Das er schmerz hat, trauert etc. Alles schön und gut. Darf er auch haben und es wäre komisch wenn nicht. Aber er soll sich mal zusammen reisen und wieder aufstehen. Natürlich tut es weh und meine wunde ist auch noch nicht verheilt, bei mir tut es auch noch weh. Aber das Leben muss weiter gehen und ich kann nicht meine Energie in was stecken was nicht mehr da ist, das ist Energie Verschwendung.
genauso solltest du es auch machen... Nicht deine Energie auf etwas lenken, was dich zu viel kraftvollsten und dir nichts bringt.

Lieber Akito

Ich denke auch, dass ich meine Kraft eher für die Prüfungsvorbereitung verwenden soll. Ich gebe mein Bestes, mich nicht zu sehr ablenken zu lassen! :smile:

Würde ich ihn persönlich nicht kennen, wäre ich auch der Meinung, dass er sich zusammenreissen soll. Es ist nun mal so, dass er manchmal ziemlich labil ist, beispielsweise hat er - auch während wir noch zusammen waren - immer wieder gefragt, weshalb eigentlich immer ihm diese Sachen passieren müssen? Dabei ging es um eine kleine Arbeit in seinem Praktikum, die nicht von Anfang an geglückt ist. Aber ein Praktikum ist ja genau dazu da, dass man etwas lernt und das kann man nun mal am besten aus Fehlern. Er ist nicht der einzige Mensch auf der Welt, der Enttäuschungen erlebt. Ich hoffe wirklich sehr, dass er mit professioneller Hilfe lernt, wie er solche Enttäuschungen akzeptieren kann, ohne sofort in Selbstmitleid zu verfallen.

Meine Zweifel kamen auch aus dem Grund auf, weil er ständig meine Bestätigung suchte. Ab und an hatte ich das Gefühl, als ginge es ihm gar nicht so sehr um mich selbst, sondern nur darum, dass er geliebt wird. Verstehst du das? Ein Beispiel: Ich fragte ihn einmal, ob er mir bei der Prüfungsvorbereitung ein wenig helfen könnte. Erst wollte er das auch, doch plötzlich meinte er: "Wollen wir nicht lieber was für uns und unsere Beziehung tun? Ich habe dich so lange nicht mehr gesehen (Bemerkung: 4 Tage). Wenn du wieder gehst, fühle ich mich so alleine."

Für mich ist eine Beziehung nicht nur, sich ständig zu versichern, dass man sich liebt, nicht ununterbrochen Zeit miteinander zu verbringen. Sondern sich zu unterstützen, sich gegenseitig auf den eigenen Wegen zu begleiten. Man hat das Vertrauen, dass man vom Partner geliebt wird, man hat die Stärke im Rücken. Das habe ich aber erst seit einigen Jahren festgestellt. Als ich noch jünger war, dachte ich, es ginge nur darum, sich ständig schöne Worte zu sagen, ein "Ich liebe dich" nach dem anderen ins Ohr zu flüstern etc. Vielleicht sieht er das noch so, weil es seine erste Beziehung war?
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Wenn er dich immer wieder belastet, dann brich aus diesem Grund erst mal den Kontakt ab. Du kannst ihm doch sagen dass du seinen Schmerz verstehst, aber dass du Gefühle nun mal nicht herbeizaubern kannst und es für besser hältst, dass ihr ecuh die verabredete Zeit jetzt wirklich zugesteht. Er solle dir bitte keine Nachrichten mehr schicken und versuchen, mit sich selbst wieder ins Reine zu kommen. das kann er nicht, wenn er dir dauernd Vorhaltungen macht und die Sache nicht zur Ruhe kommen lässt. Und dann antworte nicht mehr auf eventuell noch eintrudelnde Nachrichten. Du musst dir keine Vorwürfe machen. Du warst fair, hast ihm gesagt was du empfindest oder auch nicht. Du hast zumindest jetzt definitiv nichts falsch gemacht.

Das kann ich versuchen. Ich hoffe nur nicht, dass er dadurch meint, er habe meine Unterstützung nicht. Die möchte ich ihm schon geben. Aber gleichzeitig hast du völlig recht, dass er wohl eher ins Reine kommt, wenn er nicht ständig mit mir Kontakt hat und daran zurückerinnert wird, was war. Vielleicht helfe ich ihm sogar mehr damit, indem ich ihm seine Ruhe lasse, damit er wieder klare Gedanken fassen kann.
[DOUBLEPOST=1418994029][/DOUBLEPOST]
Wenn du ihn damit enttäuschst, ist das wohl vollkommen normal, denn du liebst ihn einfach nicht mehr. Wie Akito schon geschrieben hat, ist es auch vollkommen okay für ihn, Schmerz, Trauer und Enttäuschung zu verspüren, aber er sollte das nicht auf dich abwälzen. Allein deine Beiträge hier zeigen mir, wie sehr dich das belastet und kann daher verstehen, wenn man das alles nicht mehr will. Ich habe das ehrlich gesagt noch gar nicht so gesehen, wie du geschrieben hast und habe auch nur an meine Trauer gedacht, als meine Freundin Schluss gemacht hat.
Aber das hat mir gezeigt, dass es für denjenigen, der den anderen verlassen hat, nicht ein kleines bisschen leichter fällt die Trennung zu verarbeiten.
Er wurde verlassen ja. Er verspürt Trauer und will dich bestimmt auch zurück. Aber: er sollte dich damit nicht belasten, denn das wird das letzte sein, was er will, wenn er dich denn wirklich noch liebt oder du ihm auch nur irgendetwas bedeutest. Mach ihm klar, dass dich das belastet. Gib ihm im Schlimmsten Fall auch einen Grund, sich nicht mehr bei dir zu melden in nächster Zeit, denn das ist auf Dauer kein Zustand. Selbst wenn er dich dann erst einmal hassen könnte. Auch das wird wohl kaum auf ewig so sein.
Du verspürst keine Liebe mehr und damit war deine Entscheidung, sich zu trennen, das einzig Richtige und er muss jetzt (ohne dich) lernen damit umzugehen. Und für dich selbst wird es auch am besten sein, wenn du nicht ständig Schuldgefühle deswegen hast. Zur Not, brich doch einfach selbst den Kontakt ab, setz ihn auf die Ignorierliste/block ihn. Zumindest für die nächsten Wochen/Monate, dann muss er zwangsläufig allein damit klar kommen und ihr habt beide genug Ruhe um alles zu verarbeiten.

Bis jetzt habe ich das auch noch nie so erlebt. Ich dachte immer, es sei viel einfacher für den, der geht. Aber vor allem wenn man jemanden verlässt, der ein niedriges Selbstbewusstsein hat und so abhängig ist, ist es extrem schwierig. Man muss sehr behutsam mit solchen Menschen umgehen und gleichzeitig darf man sich dabei nicht vergessen. Manchmal habe ich das Gefühl, als seien solche Menschen - auch wenn es böse klingt - auch ein wenig egoistisch. Ich wurde von meinem Exfreund auch verlassen, da er keine Gefühle mehr für mich hatte. Es hat sehr geschmerzt und ich habe ihn einige Male gefragt, was der Grund dafür sei. Aber irgendwann habe ich eingesehen, dass ich an seinen Gefühlen für mich nichts ändern kann. Ich habe den Kontakt zu ihm abgebrochen. Heute schreiben wir uns ab und an, haben aber eine sehr neutrale Beziehung zueinander.

Vielleicht macht er es sich nur noch schwerer, sich zu bemitleiden und mir immer wieder vor Augen zu führen, wie sehr ich sein Leben zerstört habe. Kürzlich habe ich ihm geschrieben, dass er sich einfach bewusst sein soll, dass eine Beziehung allein nicht glücklich mache, da man es schon selbst sein muss. Und wenn es im Leben nichts gibt, auf das man sich freuen kann - abgesehen von der Beziehung - dann muss man unbedingt etwas daran ändern. Das hat er jedoch auch wieder als Angriff verstanden und gemeint, das sei ihm schon klar, aber er sei ja nur so unglücklich, weil er sich so sehr in mir getäuscht habe.

Die Diksussionen wollen jeweils nie enden, gestern ging es so bis um halb 2 Uhr nachts...
[DOUBLEPOST=1418994639][/DOUBLEPOST]
Du hast ihn nicht hintergangen!
Du hast ihn auch nicht getäuscht oder ähnliches - du warst verknallt, hast dich natürlich auch auf die Beziehung eingelassen, er war (ist) ja auch verknallt. Das Risiko, dass die Gefühle weggehen, ist nunmal da, und dass wisst und wusstet ihr sicher beide.

Du hättest ihn hintergangen, wenn du ihn noch absichtlich in dem Glauben gelassen hättest, dass deine Gefühle noch da sind etc - hast du aber nicht, du hast direkt da, wo du dir sicher warst, ihn nicht mehr zu lieben (und du warst definitiv verknallt, sonst hättest du dich nicht auf die Beziehung eingelassen), die Sache beendet. Das ist ehrlich, und eindeutig kein hintergehen.

Ich finde es daneben, dass er dich zutextet mit seinem Schmerz. Antwortest dz darauf? Ich würde ihm bei der nächsten Nachricht sagen, dass du vorerst (mindestens die nächsten 2 Monate oder so) keinerlei Kontakt mehr von ubd zu ihm haben möchtest, damit er seinen Schmerz verarbeiten kann und seine Gefühle, und du daher nicht mehr auf Kontaktaufnahme reagieren wirst und ihn auch nicht mehr kontaktieren willst (treffen erst recht nicht) - und es dann durchziehen.

Ich finde es ja gut, dass er an sich arbeiten will (scheint ja endlich aufgewacht zu sein), aber dass du ihm dabei hilfst, ist zumindest vorerst absolut falsch für ihn.
Wenn du später meinst, dass eine Freundschaft auch seinerseits funktionieren kann und du Freundschaft möchtest, kannst du ha darüber nachdenken.
Derzeit wäre es verkehrt.

Das war mir durchaus bewusst, dass die Gefühle weggehen können, das habe ich ja auch bei meinem zweiten Freund miterlebt. Aber mein Exfreund meinte schon von den ersten Wochen an, dass unsere Beziehung für immer und ewig halte und nichts und niemand uns trennen kann, da wir kämpfen würden um unsere Liebe. Er sprach von Kindern, wie wir sie nennen würden etc. Damals fand ich das ein schöner Gedanke, aber ich muss jetzt auch sagen, dass es nicht viel mit der Realität zu tun hat. Natürlich habe ich damals gesagt, ich finde das auch, obwohl ich innerlich dachte: "Das kann ich nicht garantieren. Niemand kann das. Aber ich möchte dir deinen Glauben nicht nehmen."

Ab und an mag ich ein wenig realistischere Menschen doch fast mehr. Ich dachte immer, sie sind kaltherzig. Doch ich glaube, dass man sich auf einen solchen Menschen mehr verlassen kann. Könnte das sein? Ein einigermassen selbstbewusster Mensch sucht sich keinen Partner, der ihn liebt, sondern den er selbst liebt und nicht nur durch die Bestätigung die er erhält. Nicht nur darum, weil der Partner ihm mehr Selbstvertrauen gibt.

Ja, ich habe mich leider immer auf seine Diskussionen eingelassen. Natürlich auch darum, weil ich ihm gerade in dieser schweren Zeit für ihn beistehen will. Ich verstehe deine Punkte jedoch und glaube, ihm ist mehr geholfen, wenn er mit sich selbst ins Reine kommt und an seinem Selbstvertrauen arbeitet.
[DOUBLEPOST=1418995152][/DOUBLEPOST]
Ehrlich: Das liest sich für mich fast wie Satire. Ich hatte schon deinen letzten Thread reingeschaut und musste mit dem Kopf schütteln. Da musst du dir in meinen Augen überhaupt keinen Kopf um irgendetwas machen - schon garnicht musst du dich vor dir selbst oder auch vor ihm dafür rechtfertigen, dass du - solltest du je wirklich welche gehabt haben - keine Gefühle mehr für ihn hast.

Er scheint mir ein SEHR geringes Selbstwertgefühl zu haben, und solche Menschen sind erfahrungsgemäß für ihr Umfeld sehr sehr anstrengend, da sie anderen Menschen die Lebensfreude förmlich "aussaugen" und sie herunterziehen, indem sie ihre eigenen Probleme auf andere abladen bzw. ins Umfeld hineintragen. Schuldgefühle, Manipulation (nicht zwingend gewollt), das volle Programm. So auch hier. Kleiner Lichtblick: Immerhin sucht er sich professionelle Hilfe - die hat er mMn auch dringend nötig.

Ich kann nur sagen: Sei froh, dass du ihn los bist. Jetzt lauf so schnell du kannst (d.h. Kontaktabbruch - zu deinem Wohl)

Klingt zwar hart, ist aber der beste Rat den ich dir geben kann.

Grüße,

Ali Mente

Das ist wohl wirklich so, dass solche Menschen viel Kraft kosten. Das war mir anfangs nicht bewusst. Klar nehme ich das auch mal gerne in Kauf und helfe einem solchen Menschen. Doch wenn es an meinen Kräften zehrt, wenn es irgendwann nur noch um den Menschen und sein Problem gehtund dass er schlecht behandelt wird von der ganzen Welt, dann mag ich einfach nicht mehr.

Es kostet so viel Kraft, wenn man ständig gefragt wird: "Liebst du mich denn wirklich? Bin ich denn wirklich genug gut für dich? Ich möchte mit dir dort und dort hin, dann fühle ich mich nicht mehr so alleine. Ich vermisse dich so, lass deine Lernsachen doch zuhause, damit wir Zeit für uns haben." Es ging um ihn und das ständig. Um seine Gefühle, seinen Schmerz, seine Wut, seine Enttäuschung.

Ich schaue nun zu mir. :smile:
 
G

Benutzer

Gast
Bist du ein schlechter Mensch, wenn du dich von jemandem trennst, den du weder liebst noch sexuell attraktiv findest ?

Nö, glaub ich nicht.
 

Benutzer149453  (29)

Ist noch neu hier
Ich fühle irgendwie mit dir, aber auch mit ihm, denn das erinnert mich so extrem an meine letzte (und erste) Beziehung. Ich bin fast genauso. Wenig Selbstbewusstsein und wälze schnell meine Probleme auf andere und so weiter. Egal was er dir schreibt, geh am besten nicht drauf ein. Denn er wird sich nur Hoffnungen machen. Ich habe direkt nach der Trennung auch tagelang und immer den ganzen Tag über mit meiner Ex geschrieben, die sehr ähnlich reagiert hat, wie du. Sie will mich halt nicht verletzen und geht deshalb darauf ein. Und sowie sie mal ihre ehrliche Meinung gesagt hat, habe ich das auch als Angriff gesehen.
Ganz großes Aber: Das was sie geschrieben hat, stimmt nunmal leider. Ich muss mich nunmal zusammenreißen. Das Leben geht auch so weiter und ist nicht vorbei, weil eine Beziehung gescheitert ist. Und das sollte dein Ex auch kapieren, was er aber nur allein hinbekommen wird. Denn solange du für ihn da bist, wird er immer der Vergangenheit hinterhertrauern. Wobei die ganze Beziehung bei euch ja "nur" 4 Monate ging, wenn ich mich richtig erinnere. Bei mir ging das ganze über 2 Jahre (was auch keine Ewigkeit ist) und das Ganze hat sich erst im Laufe des 2. Jahres entwickelt, vorher lief alles nahezu perfekt. Und es war ebenfalls meine erste Beziehung (wie bei ihm). Natürlich trauert man, vielleicht liebt er dich auch noch immer, vielleicht verwechselt er dieses Gefühl aber auch schlicht und ergreifend mit seinem Liebeskummer.

Und ja solche Menschen sind tatsächlich recht egoistisch, ich seh es an mir selbst. Er wird sich immer mehr selbst bemitleiden, solange es keinen endgültigen Schlussstrich gibt und das wird er dich spüren lassen, wenn er so ist, wie du beschrieben hast. Wirklich: ein endgültiger Cut ist das beste für euch beide. Du liebst ihn nicht mehr und kannst ihm das schlecht vorspielen, was ihn auch auf Dauer unglücklich machen würde und er tut dir nicht gut, weil er dir immer wieder ein schlechtes Gewissen einreden wird. Und glaub mir, das wird er auch noch früher oder später erkennen.
Ich weiß, es fällt nicht leicht, den Kontakt abzubrechen, wenn der andere ständig nach Hilfe und Zuneigung schreit, aber er wird sich selbst helfen müssen, denn du kannst ihm nicht helfen da rauszukommen. Du kannst ja nicht mal so für ihn da sein, wie er es sich wünscht, da du ihn ja nicht liebst.
 

Benutzer72433 

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wenn ich das so lese kommt mir eigentlich nur ein gedanke: er hat dich nicht als partnerin geliebt sondern als mutter - und du wolltest einen partner, keinen sohn. da hat dich dein instinkt schon in die völlig richtige bahn gelenkt wenn du gemerkt hast dass das so nicht geht.

um das noch etwas auszuführen: natürlich ist ein kleines kind hilflos und gewissermaßen "sein leben bedroht" wenn mama es verlässt - es ist nunmal ein kind, es ist abhängig. und ja, normalerweise lieben hilflose kleine kinder ihre mutter (oder ihre mutterfigur) erstmal über alle maßen. und ja: kleine kinder erwarten von ihrer mutter (zu recht) dass diese sie liebt, egal was sie tun, wie sie aussehen oder wie sie riechen. natürlich gerät es in panik und klammert, schreit und heult wenn es das gefühl bekommt dass mama es vielleicht nicht so sehr liebt oder es gar verlassen könnte.

du siehst die zusammenhänge? ich glaube der junge mann ist, zumindest teilweise, auf einer sehr, sehr kindlichen stufe stehengelieben. das ist traurig für ihn, aber du bist nunmal nicht seine mama und auch kein psychotherapeut. du hast die einzig richtige entscheidung getroffen, denn ihn in dem verhalten noch weiter zu bestärken hätte ihm nur suggeriert dass das ok ist: ist es aber nicht.
 

Benutzer70692 

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Es wird Zeit, dass dein Freund endlich mal selbstständig wird, lernt auf eigenen Beinen zu stehen und nicht mehr bemuttert wird. Ich sehe eure Trennung auch als Chance für ihn. Mit 21 Jahren wird es doch Zeit sein Leben endlich mal selbst in die Hand zu nehmen.
Dein Schritt war richtig und absolut notwendig. Du bist deshalb kein schlechter Mensch.
 

Benutzer96776 

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Hey girl_next_door

Danke vielmals für deine Worte, welche mir gerade echt gut tun. Ich bin halt einfach enttäuscht von mir, dass ich es nicht früher gemerkt habe, bevor bei ihm richtige Gefühle aufkamen. Dann hätte ich ihn nicht so sehr verletzt. Innerlich gespürt hätte ich es ja, dass es vielleicht nicht mehr als freundschaftliche Gefühle waren, wenn ich mehr auf mein Herz gehört hätte. Aber ich wollte ihm einfach nicht die Hoffnung nehmen. Er sagte immer: "Mich kann man nicht lieben" und ich wollte beweisen, dass man es doch kann. Ich wollte ihm auch einfach zeigen, dass er liebenswert ist und habe dabei vielleicht vergessen, dass ich meinen Gefühlen nichts vorspielen kann, nur um jemanden glücklich zu machen. Wie soll ich in Zukunft handeln? Mehr auf mein Herz hören? Ehrlicher sein? Mir mehr Zeit lassen? Ich möchte einfach, dass das nie mehr passiert, weil einen Menschen zu verletzen war das Letzte, das ich wollte.

Ich versuch mich zurzeit abzulenken und die Dinge einfach so zu nehmen, wie sie sind und das Beste daraus zu machen. :smile: Danke dir!

Ja, also langsam angehen kann gar nicht verkehrt sein, halte ich für eine sehr gute Idee!
So bist du noch eher auf der sichereren Seite (mehr dazu weiter unten) und weißt, was dich erwarten würde wenn sich eine Beziehung anbahnt.
Dennoch ist man nie davor geschützt, dass sie letzten Endes irgendwann scheitert.

Auf dein Herz hören solltest du auch und ehrlich sein sowieso, aber ich glaub in deinem Fall musst du zukünftig nicht ehrlicher sein, aus dem Grund das du es ja auch jetzt warst, ich sehe hier keine Unehrlichkeit. Du hast das getan, was getan werden musste und das passt so.

Sicher verletzt man Menschen nicht gerne, niemand wird dir hier einen Vorsatz unterstellen, das kannst du mir glauben, aber es lässt sich leider nie komplett ausschließen/ verhindern, dass sowas passiert.
Und wenn es passiert, dann war deine Verhaltensweise die Richtige.
Mach dir keine Vorwürfe, es ist nicht deine Schuld!
 
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