Bin ich der Depp vom Dienst?!

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich weiß momentan nicht so recht, wie ich handeln soll deshalb dachte ich, frag ich hier mal nach. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp!

Es geht um meine Kommolitonen an der Uni: Wir haben uns alle 2009 kennengelernt und verstehen uns auch recht gut, allerdings komme ich mir (mal wieder) ausgenutzt vor.
Ich kann nicht sagen woran es liegt aber anscheinend ziehe ich solche Leute oder bestimmte Verhaltensweisen magisch an -es ist nämlich nicht das erste mal, dass ich an diese Art von Menschen gerate.

Eigentlich müsste man einen regelrechten Roman schreiben um alles zu erklären, aber ich fasse mich kurz:
Ich helfe immer jedem, gebe Auskunft und Neuigkeiten preis und finde es auch richtig, dass man dies tut aber selbst machen das die anderen nicht. Stattdessen kommt es immer häufiger vor, dass ich überhaupt nicht mehr gefragt werde, ob ich an etwaigen Aktivitäten teilnehmen will. (obwohl wir uns alle recht gut verstehen).
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass ich hier in meiner Heimatstadt studiere, also IMMER auch hier bin. Meine Kommolitonen sind nicht ständig in der Stadt und wenn sie denn mal da sind, ist das Interesse gemeinsamer Vorhaben nicht wirklich groß (andere werden hingegegen gefragt).

Mein Problem dabei ist aber konkret, dass es zwischendurch dann wieder recht gut läuft, wir alle einen netten Abend haben und ich mir denke, dass es mit einer Freundschaft ja doch etwas werden könnte. Dann folgt aber immer die große Enttäuschung...Selbst weiß ich einfach nicht mehr, wie ich damit umgehen soll:

-Neue Leute suchen ist schwierig, ich bin ja schon im höheren Semester und alle haben so ihre Leutchen gefunden und außerdem hängen wir ja schon lange alle zusammen rum.

-Angesprochen habe ich das Dilemma schon aber es wird nichts geändert und auch nicht erkannt oder abgestritten.

Aber was soll ich machen? Die beleidigte Leberwurst spielen ist kindisch...

Würde mich über ein paar Anregungen freuen :smile::smile:
 

Benutzer59900 

Verbringt hier viel Zeit
warum genau fühlst du dich ausgenutzt?

ist es so, dass du immer allen hilfst und uni materialien teilst etc. aber im gegenzug fragen sie dich nicht, ob du etwas mit ihnen unternehmen willst?

wenn ihr euch in der uni trefft, verbringt ihr dann zeit zusammen - sitzt ihr nebeneinander - etc.? vielleicht wissen sie gar nicht, dass du interesse hast, bei gemeinsamen unternehmungen dabei zu sein. sprich sie doch mal von selbst an. schlage ihnen vor, irgendwohin zu gehen. wenn sie merken, dass du dabei sein willst, werden sie dich bestimmt demnächst fragen ^^
 

Benutzer11128 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Kommilitonen, nicht Kommolitonen :zwinker:


Es kann viele Möglichkeiten haben:

Dass die Chemie nicht stimmt, dass es relativ oberflächliche Menschen sind, dass es "abgeschlossene" Gruppen sind oder dass man dich einfach nicht als "anschlußbedurftig" sieht. Oder du gerätst zufällig immer an die Falschen.

So genau kann das niemand sagen, der nicht dabei ist.

Vielleicht bist du auch ne Schreckschraube :tongue:

Aber du kannst nicht erwarten, dass du eine Art "Gegenleistung" für dein positives Verhalten bekommst. Das ist nicht drin.

In der Regel bemüht man sich um Personen, für die man Symphatie emfindet. Ist das nicht der Fall, hilft auch darüber reden nichts.

Dir bleibt wohl nichts anderes übrig, als dich weiterhin nach Anderen umzuschauen. Dürfte an einer Uni leichter sein, als anderswo.

Aber so richtige Vorschläge kann dir hier wahrscheinlich niemand machen. Ist nämlich auch sehr viel Zufall dabei.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
In der Schule gab es damals auch immer die, die alles dabei hatten, die schulische Dinge organisiert haben oder einem einfach immer Infos geben konnten. Das war sehr nett von ihnen und es war sehr nützlich, es hat aber sehr wenig damit zu tun gehabt, ob man sich mit diesen Leuten angefreundet hat.

Mir kommt es auch so vor, als ob du Freundschaft als Gegenleistung erwartest.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Mh, ich erwarte absolut keine Gegenleistung. Es war nur ein Beispiel gewesen und mir geht es nicht darum, dass ich irgendetwas dafür verlange, um Gottes Willen!
Ich wollte nur veranschaulichen, dass ich z.b. nicht nachvollziehen kann, dass man wichtige Infos nicht weitergibt (Ich tue das eben und diese Leute halt nunmal nicht).

Mir geht es darum, dass ich das Verhalten nicht nachvollziehen kann. Einerseits laden sie mich zum Geburtstag ein, andererseits werde ich oftmals nicht gefragt ob ich bei anderen Aktivitäten mitmachen möchte.
Sie kommen nunmal oft auf mich zurück wenn sie irgendwelche Prüfungsfragen oder Fragen bzgl. der Studienorganisation haben. Das ist mir vermehrt aufgefallen und natürlich komme ich mir dann ausgenutzt vor wenn ansonsten nicht viel anderes kommt. Ist das nicht logisch?

Ich bin ja jetzt auch niemand, der wie der Streber den ganzen Tag rumrennt und irgendwelche Infos verteilt. ich BIN ja auch dabei, sie setzen sich zu mir in den Vorlesungen und laden mich zu Geburtstagen ein.
Nur widerspricht sich das Ganze nunmal oft, was ich nicht nachvollziehen kann.

Off-Topic:
Und natürlich Kommilitone :zwinker:
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich wollte nur veranschaulichen, dass ich z.b. nicht nachvollziehen kann, dass man wichtige Infos nicht weitergibt (Ich tue das eben und diese Leute halt nunmal nicht).
Was für wichtige Infos sind das denn?
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass du z.B. zu einem hin gehst, ihn nach dieser Information fragst und er sagt: "Nein, sag ich dir nicht!".

Einerseits laden sie mich zum Geburtstag ein, andererseits werde ich oftmals nicht gefragt ob ich bei anderen Aktivitäten mitmachen möchte.
Wäre für mich schon eher ein Zeichen, dass du halt nur eine gute Bekannte bist. Eine Geburtstagsfeier mit vielen Bekannten ist halt doch was anderes, als wenn ich mit meinen vier guten Freunden am Nachmittag was unternehme.

Sie kommen nunmal oft auf mich zurück wenn sie irgendwelche Prüfungsfragen oder Fragen bzgl. der Studienorganisation haben. Das ist mir vermehrt aufgefallen und natürlich komme ich mir dann ausgenutzt vor wenn ansonsten nicht viel anderes kommt. Ist das nicht logisch?
Also würdest du doch erwarten, dass du für deine Informationen eine Gegenleistung erhälst!?
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
-Angesprochen habe ich das Dilemma schon aber es wird nichts geändert und auch nicht erkannt oder abgestritten.

Inwiefern?

Andererseits würde ich die Aussagen von waschbär2 auch nicht ausser Acht lassen; Gründe, weshalb Du Dich ausgenutzt fühlst - oder tatsächlich wirst - gibt es viele. Menschen sind nun mal verschieden. Vielleicht einfach mal das Ruder zurückfahren, und sehen, wie Deine Komilitonen darauf reagieren.

Sie kommen nunmal oft auf mich zurück wenn sie irgendwelche Prüfungsfragen oder Fragen bzgl. der Studienorganisation haben. Das ist mir vermehrt aufgefallen und natürlich komme ich mir dann ausgenutzt vor wenn ansonsten nicht viel anderes kommt. Ist das nicht logisch?

Dass sie bei Prüfungsfragen auf Dich zukommen, kann man auch so betrachten: Sie schätzen Dich als hilfsbereite Person, welche immer für einen guten Rat zu haben ist. Vielleicht ist ihnen dabei gar nicht bewusst, was Du dabei in Wirklichkeit dabei fühlst.

Wie ist es denn, wenn Du mal einen Rat von anderen brauchst? Wirst Du dabei abgewiesen?
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Was für wichtige Infos sind das denn?
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass du z.B. zu einem hin gehst, ihn nach dieser Information fragst und er sagt: "Nein, sag ich dir nicht!".

Beispiel: Heute findet eine Vorbesprechung für die Prüfungen im Herbst statt. Ich habe das zufällig am Dienstag gelesen (es hing ein Aushang an der Tür des Prüfers) und habe es dann am WE den anderen gesagt.
Antwort: "Ja, wissen wir schon."


Subway]Wäre für mich schon eher ein Zeichen schrieb:
---------- Beitrag hinzugefügt um 10:27 -----------

[/COLOR]

Ich habe erwähnt, dass ich ja in .... wohne und ich auch mal dabei wäre wenn sie mal was unter der Woche machen.


radl_django schrieb:
Vielleicht einfach mal das Ruder zurückfahren, und sehen, wie Deine Komilitonen darauf reagieren.

Ich habe das schonmal gemacht und dann wurde sich gewundert und nachgefragt, ob etwas mit mir los sei. Als ich meinen Standpunkt erklärte, hieß es, es sei alles in Ordnung und ich sollte mir doch keine Gedanken machen.
Aber evtl. sollte ich es einfach nochmal probieren...



radl_django schrieb:
Dass sie bei Prüfungsfragen auf Dich zukommen, kann man auch so betrachten: Sie schätzen Dich als hilfsbereite Person, welche immer für einen guten Rat zu haben ist.

Das kann schon sein aber:

radl_django schrieb:
Wie ist es denn, wenn Du mal einen Rat von anderen brauchst? Wirst Du dabei abgewiesen?

Ja, es wird sich halt nicht wirklich interessiert.
Beispiel: Ich war letztes Jahr 4 Wochen in den USA und hab eine Rundreise gemacht, es war richtig toll. Es kam aber keiner auf die Idee mal zu fragen, wie es war.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was heißt Gegenleistung? Ich finde es einfach NORMAL, dass man bestimmte Dinge mitteilt und wundere mich wenn sowas nicht geschieht, das zeugt für mich von Egoismus.

Ja, Egoismus ist ein menschlicher Charakterzug - weit verbreitet - und NORMAL - gesundes "Clanverhalten". Die meisten Menschen interessieren sich für sich und für ihr familiäres Umfeld fühlen sie auch eine gewisse Verantwortung. Das genügt auch in der Regel - darüber hinaus eventuell noch für allerbeste Busenfreunde. Alles andere überfordert einen ja auch - findest Du nicht?

Beispiel: Ich interessiere mich für mein Kind - aber doch nicht für alle Kinder in seiner Schulklasse - obwohl da sicher Hilfe nötig wäre - aber da würde ich ja nicht mehr fertig werden. Also lasse ich es und verwende diese Energie für mich und die Menschen, die mir wichtig sind.

Jemand, der sehr hilfsbereit und für "irgendwelche" anderen Menschen vorausschauend handelt und sie fast schon ein wenig bekluckt, verhält sich merkwürdiger als ein "Egoist".

Du fühlst Dich als Informationspool für schulische Dinge? Na klar, bei Dir findet ja jeder was er gerade braucht. Darüber hinaus kommen sie nicht zu Dir - wozu auch - Du gehst ja auch nicht in ein Obstgeschäft, wenn Du Dir Schuhe kaufen willst - oder?

Beispiel: Ich war letztes Jahr 4 Wochen in den USA und hab eine Rundreise gemacht, es war richtig toll. Es kam aber keiner auf die Idee mal zu fragen, wie es war.

Weil es keinen interessiert, wie es Dir auf Deiner Reise ergangen ist. Du gehörst dort für niemanden zu engsten Familie, noch bist Du jemandes Busenfreund.

Interesse, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl kann man nicht fordern und nicht verrechnen.

Ich nenne Dir ein Beispiel aus der Familie meines Vaters - dieses Thema führt bei fünf Geschwistern schon ihr Leben lang immer wieder zu Streit un Konflikten.

Mein Vater hat vier Geschwister (mittlerweile 70-80 Jahre). Zwei davon wurden Mitte 30 sehr krank. Von den gesunden Geschwistern war und ist eines bis heute immer unterwegs (ich nenne sie mal Lena) und bemüht den beiden Krankgewordenen zu helfen, sie zu unterstützen und deren Angehörige zu trösten - bis die Mutter nach langer Krankheit starb, ist sie auch ständig um diese rumgewieselt und hat alles geregelt. Das ist zu einem Lebenszweck geworden - einer Manie -, die drei Ehen von Lena zerstört hat, weil für die allerengsten Angehörigen - Ehepartner und gemeinsame Kinder, einfach keine Energie mehr da war.

Ständig lag Lena im Streit mit ihren beiden anderen gesunden Geschwistern und machte ihnen Vorwürfe, dass sie sich nicht um die Kranken und den Familienzusammenhalt kümmern - das führte oft zu erbittertem Streit, weil diese es einfach ablehnten, ihr eigenes Leben für die kranken Geschwister und deren unendliche Leidensgeschichte zu opfern - sie forderten Lena auf doch endlich mal an sich zu denken und ihre Kinder. Zumal die beiden Kranken und deren Ehepartner und Kinder mittlerweile Lenas Hilfe als Selbstverständlichkeit ansahen und sie eigentlich sehr wenig zurückbekam - ziemlich schnell gabs nicht mehr ein Danke oder eine kleine Anerkennung - Rückhilfe schon gar nicht - alle hatten ja genug eigenen Scheiß am Hals.

Im übrigen hätte keiner der Kranken wirklich Lenas Hilfe ernsthaft benötigt. Denn alle waren gut versorgt, hatten selbst Partner und Kinder, die hätten helfen können.

Heute ist Lena auch krank - und die beiden immer noch gesunden Geschwister melden sich gelegentlich per Telefon oder man trifft sich einmal im Jahr - aber leben ansonsten - wie schon immer - ihr eigenes Leben. Lena klagt und jammert, dass die DAS nicht verdient hat. Ihre Geschwister wären Egoisten und würden nur an sich denken.

Für mich heißt das: Lena hat sich fast ihr ganzes Leben um andere gekümmert, kaum Dank erhalten und schon gar keine Hilfe - und Anerkennung? Nein, ganz im Gegenteil - Vorwürfe eher, dass sie sich dauernd um Dinge kümmert, die sie eigentlich gar nichts angehen. Sie hat verpeilt, dass sie sich in erster Linie um sich und um ihre Partner und die gemeinsamen Kids hätte kümmern müssen und steht heute alleine da - ihre eigenen Kinder sind in die Ferne gezogen - weit weg von der Klucke. Wenn man sie besucht, hört man nur verbittere Worte - kaum auszuhalten - auch ich (ihr Patenkind) kann das kaum ertragen. Sie kann bis heute nicht verstehen, warum ihre Geschwister so egoistisch waren und bis heute sind.

Also, kann man jedem doch nur raten, sich vor allem um sich zu kümmern und die Menschen, die einem von Herzen wichtig sind.

Und wenn noch keine da sind - dann kümmert man sich in erster Linie um das eigene Wohl.
 

Benutzer103901 

Öfters im Forum
Mh, ich erwarte absolut keine Gegenleistung. Es war nur ein Beispiel gewesen und mir geht es nicht darum, dass ich irgendetwas dafür verlange, um Gottes Willen!
Ich wollte nur veranschaulichen, dass ich z.b. nicht nachvollziehen kann, dass man wichtige Infos nicht weitergibt (Ich tue das eben und diese Leute halt nunmal nicht).

Mir geht es darum, dass ich das Verhalten nicht nachvollziehen kann. Einerseits laden sie mich zum Geburtstag ein, andererseits werde ich oftmals nicht gefragt ob ich bei anderen Aktivitäten mitmachen möchte.
Sie kommen nunmal oft auf mich zurück wenn sie irgendwelche Prüfungsfragen oder Fragen bzgl. der Studienorganisation haben. Das ist mir vermehrt aufgefallen und natürlich komme ich mir dann ausgenutzt vor wenn ansonsten nicht viel anderes kommt....

Es gibt den Satz : Was nix kostet ist nix wert. Ich finde nicht, dass das immer zutrifft, aber ich habe festgestellt, dass ganz, ganz viele Menschen so ticken.
Ich würd Dir daher raten, ab sofort Dich rar zu machen. Ab jetzt gibt´s keine kostenlosen Tips und Infos mehr bei Dir, egal worum es geht - Du fragst nach einer Gegenleistung. Einen kaffee ausgeben, einen Tip abgeben wo man am WE super tanzen gehen könnte, ein Gespräch über Deine USA-Reise (ausgehend von Dir), eine Regelung dass jemand, der von Dir ein Skript kriegt, dafür beim nächsten Mal Dir sein Skript abliefern soll .... so etwas auf die Art. Selbst dann, wenn Du gar nichts brauchst, solltest Du das grundsätzlich machen, auf "gratis & kostenlos" zurückstufen kannst Du Dein Wissen im Nachhinein ja immer noch ..
Du bist der Depp vom Dienst, weil Du Dich leicht verfügbar machst. Zeig ein bißchen stolz und versuche nicht, jedem zu gefallen. :zwinker:
Ich find das super, dass es so Leute wie Dich gibt, laß Dich da mal von Anderen nicht für nix und wieder nix herunterziehen.
 

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Wie viele Leute sind denn das, um die es sich bei dir handelt? Es kann wirklich sein, dass es am Altersunterschied liegt, ich vermute mal, sie sind um die 20? Und dann wird es wohl so sein, dass sie sich untereinander einfach toll verstehen und dich eben nicht zu ihrem engsten Freundeskreis zählen, warum auch immer. Das kann viele Gründe haben. Man kann es auch nicht erzwingen. Und ich würde an deiner Stelle versuchen, auch keine Informationen mehr von alleine zu verbreiten.
Wie siehts denn bei dir mit anderen Freunden aus? Bist du denn auf die Leute in der Uni angewiesen?

Solche Pseudofreundschaften gibts im Leben immer wieder und ich hab mich irgendwann damit abgefunden, dass Leute halt entweder von alleine Interesse aufbringen, oder gar nicht. Wenn man ständig bestimmte Verhaltensweisen erwartet (die in einer gegenseitigen Freundschaft eigentlich normal sind), aber immer wieder enttäuscht wird, dann sollte man sich irgendwann überlegen, ob es sich lohnt, dafür zu kämpfen.

Ich habe auch solche "Freunde" in der Uni. Zwei davon sind sowieso ein Herz und eine Seele geworden und machen alles nur noch zusammen und fragen eigentlich nur noch, ob ich auch kommen will, wenn sie entweder einen Spieleabend machen, oder Party machen wollen. Aber allein auf sowas eine wirkliche Freundschaft zu begründen, ist irgendwie nicht so meins. Das Gleiche ist es mit Informationen, ich gebe immer alles gleich freiwillig weiter, während man denen immer alles aus der Nase ziehen muss. Ich hab mich damit abgefunden und ich gehe auch nicht davon aus, dass diese Freundschaften noch nach dem Studium fortbestehen.

Ich würde an deiner Stelle einfach nicht mehr ganz so viel preisgeben und dich mit der Situation zu arrangieren, dass ihr halt doch nicht mehr als gute Bekannte seid.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Beispiel: Heute findet eine Vorbesprechung für die Prüfungen im Herbst statt. Ich habe das zufällig am Dienstag gelesen (es hing ein Aushang an der Tür des Prüfers) und habe es dann am WE den anderen gesagt.
Antwort: "Ja, wissen wir schon."
Sorry, so ganz versteh ich das nicht.

Für mich ist es z.B. nicht selbstverständlich, dass ich jedem öffentlich zugängliche Informationen mitteile. Woher soll ich denn wissen, dass du diese Information nicht hast?
Was für mich selbstverständlich wäre ist, dass ich jemand die Information gebe, wenn er danach fragt.

Vielleicht mögen es die Leute ja gerade nicht, dass du immer jede Information ungefragt verteilst? Könnte irgendwie so bemutternd wirken!?

Aber sind alles nur Vermutungen.

Womit ich prinzipiell auch gar kein Problem hätte, ehrlich gesagt. Dann sollen sie aber nicht immer so tun, als wäre es anders.
Versteh ich auch nicht. Du wirst zu einem Geburtstag eingeladen, was für mich für eine "gute Bekannte" stehen würde. Du wirst aber z.B. nicht unbedingt zu privateren Aktivitäten eingeladen, was für mich dann eben nicht als "gute Freundin" stehen würde. Wo wird denn dann so getan, als wärst du das?
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Nun, bezüglich der weitergabe solcher Unidinge... also ich bin Anfang dieses Semesters auch in eine komplett neue Gruppe gekommen, hatte vorher keinen davon gekannt, geschweige denn etwas mit einem davon unternommen.
Hab nun ganz zu Anfang in eher witzig ironischem Kontext verlauten lassen, Mädels, ich bin nich so der Held mit organisatorischen, bitte, wenn jemand irgendwas liest oder hört was die Gruppe bzw mich betreffen könnte, bitte bitte teilts mir mit.

Machen alle sehr brav, kann mich vor Neuigkeiten kaum retten :zwinker:

Ich denke, das ist mehr ne Holschuld, also wenn du was wissen willst musst du danach fragen. Obwohl ich weiß wie schusselig ich bin, lauf dich doch nicht rum un erzähl alles was ich so zur Uni gelesen hab.

Hier wie bei den restlichen Sachen muss ich Subway zustimmen. Du scheinst eine andere Intensität der Bekanntschaft anzunehmen, als auf deren Seite vorhanden ist. Ob das an Alter oder Wellenlänge liegt kann kein Fremder beurteilen, für mich klingt das so, als seist du eben eine gute Bekannte aus der Uni, mit de rman auch mal gemeinsam lernt, aber an die keiner denkt, wenn man mittags schwimmen geht. Oder so.
Das ist doch nicht automatisch abwertend für dich, das sind einfach nicht ganz deine Leute.

Hab ich jetzt auch, die Gruppe ist nett, keine Frage, aber die tiefere Wellenlänge wo ich sag, cool, mit der würd ich auch gern mal auf nen Kaffee gehn ist einfach nicht dabei. Kann ja nicht immer so sein.
Manchmal ist es für beide Seiten entspannter wenn es bei Bekanntschaft bleibt. Was will ich denn mit Freunden, die nicht zu mir passen?
Was ist denn mit anderen Kreisen, außerhalb der Uni, hast du da mehr Anschluß?
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ja, Egoismus ist ein menschlicher Charakterzug - weit verbreitet - und NORMAL - gesundes "Clanverhalten". Die meisten Menschen interessieren sich für sich und für ihr familiäres Umfeld fühlen sie auch eine gewisse Verantwortung. Das genügt auch in der Regel - darüber hinaus eventuell noch für allerbeste Busenfreunde. Alles andere überfordert einen ja auch - findest Du nicht?

Das ist schon richtig aber ich find nicht jedes egoistische Verhalten normal und gesellschaftsfähig.

Trouserbond]Jemand schrieb:
---------- Beitrag hinzugefügt um 14:25 -----------

[/COLOR]
Es gibt den Satz : Was nix kostet ist nix wert. Ich finde nicht, dass das immer zutrifft, aber ich habe festgestellt, dass ganz, ganz viele Menschen so ticken.
Ich würd Dir daher raten, ab sofort Dich rar zu machen. Ab jetzt gibt´s keine kostenlosen Tips und Infos mehr bei Dir, egal worum es geht - Du fragst nach einer Gegenleistung. Einen kaffee ausgeben, einen Tip abgeben wo man am WE super tanzen gehen könnte, ein Gespräch über Deine USA-Reise (ausgehend von Dir), eine Regelung dass jemand, der von Dir ein Skript kriegt, dafür beim nächsten Mal Dir sein Skript abliefern soll .... so etwas auf die Art. Selbst dann, wenn Du gar nichts brauchst, solltest Du das grundsätzlich machen, auf "gratis & kostenlos" zurückstufen kannst Du Dein Wissen im Nachhinein ja immer noch ..
Du bist der Depp vom Dienst, weil Du Dich leicht verfügbar machst. Zeig ein bißchen stolz und versuche nicht, jedem zu gefallen. :zwinker:
Ich find das super, dass es so Leute wie Dich gibt, laß Dich da mal von Anderen nicht für nix und wieder nix herunterziehen.

Danke für deinen Beitrag, hat mir auf jeden Fall schonmal geholfen!
Und ja, ich werde mich etwas versuchen rar zu machen - das hilft mir persönlich eben auch am Besten, schätze ich. Dann brauche ich mir über die Situation auch nicht Gedanken zu machen.

---------- Beitrag hinzugefügt um 14:28 -----------

Wie viele Leute sind denn das, um die es sich bei dir handelt? Es kann wirklich sein, dass es am Altersunterschied liegt, ich vermute mal, sie sind um die 20? Und dann wird es wohl so sein, dass sie sich untereinander einfach toll verstehen und dich eben nicht zu ihrem engsten Freundeskreis zählen, warum auch immer. Das kann viele Gründe haben. Man kann es auch nicht erzwingen. Und ich würde an deiner Stelle versuchen, auch keine Informationen mehr von alleine zu verbreiten.
Wie siehts denn bei dir mit anderen Freunden aus? Bist du denn auf die Leute in der Uni angewiesen?

Es geht so um ca. 5-6 Leute und ich schätze auch, dass es am Altersunterschied liegt. Ja, sie sind um die 20 und ich ein paar Jahre älter.
Die Freunde, denen ich bisher davon erzählt habe, sagen auch, dass sie das nicht wirklich nett finden was da desöfteren abgeht.

Ich weiß nicht, es handelt sich halt um wichtige Infos, die ich weitergebe aber viell. sollte ich das tatsächlich lassen, selbst wenn es nicht meiner Art entspricht.
Angewiesen bin ich auf die Leute natürlich nicht aber es ist halt immer gut wenn es in der Uni oder im Beruf Menschen gibt, mit denen man sich gut versteht.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Für mich ist es z.B. nicht selbstverständlich, dass ich jedem öffentlich zugängliche Informationen mitteile. Woher soll ich denn wissen, dass du diese Information nicht hast?
Was für mich selbstverständlich wäre ist, dass ich jemand die Information gebe, wenn er danach fragt.

Vielleicht gehörst du auch eher zu den Leuten, die sich einen Vorteil davon versprechen wenn sie wichtige Infos nicht weitergeben? Deshalb wohl für dich nicht nachvollziehbar.
Wenn jemand zufällig liest, dass eine wichtige Besprechung stattfindet, dann ist doch sonnenklar, dass das eben NICHT jeder mitbekommen hat.

Bestes Beispiel gestern: Ich erzähle meiner Kommilitonin, dass ich nicht weiß wo besagte Besprechung stattfindet. Sie antwortet daraufhin, dass sich ihre Freundin erkundigt und sie mir dann anschließend Bescheid sagt.
Hat sie aber nicht gemacht, ich habe sie dann heute zufällig dort. Tut mir leid aber ich finde nicht, dass das kein egoistisches Verhalten ist.

Subway schrieb:
Vielleicht mögen es die Leute ja gerade nicht, dass du immer jede Information ungefragt verteilst? Könnte irgendwie so bemutternd wirken!?

Aber sind alles nur Vermutungen.

Ich habe doch jetzt schon ein paarmal erwähnt, dass ich nicht wie Mutter Theresa in der Uni herumlaufe und irgendwelche Infos rausgebe.
Es geht um WICHTIGE Dinge z.b. Klausurinfos die gesagt wurden wenn die anderen beispielsweise nicht da waren oder einmal gab es auch schon ne Klausurverschiebung.
Wenn man so etwas nicht wissen will, dann weiß ich auch nicht.


Subway schrieb:
Versteh ich auch nicht. Du wirst zu einem Geburtstag eingeladen, was für mich für eine "gute Bekannte" stehen würde. Du wirst aber z.B. nicht unbedingt zu privateren Aktivitäten eingeladen, was für mich dann eben nicht als "gute Freundin" stehen würde. Wo wird denn dann so getan, als wärst du das?

Indem ich beispielsweise schonmal gefragt werde ob ich mitgehen will ein Eis essen. Oder aber ich bekomme eine Nachricht mit "kussi" und blabla am Ende.
Ich kenne die Leute jetzt schon seit bald 2 Jahren und es ist nicht so, dass ich nur auf Geburtstage eingeladen werde.
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich "beklucke" doch niemanden. Ich weiß nicht, was daran so schwer ist zu verstehen. Ich finde es einfach normal wenn ich WICHTIGE Informationen (die z.b. prüfungsrelevant sind) anderen eben mitteile und sie nicht für mich behalte um mir einen Vorteil zu schaffen.
Das ist aber nicht deine Aufgabe.

Ich könnte natürlich auch, sowie es an meiner früheren Hochschule einige Studenten gemacht haben, in die Bib gehen und mir Prüfungsprotokolle kopieren und danach wegschmeißen damit sie ansonsten niemand sieht.
Ist das normales egoistisches Verhalten? Ich glaube nicht.
Nein, ist es nicht. Es wäre das Gegenteil von dem, was du im Moment machst. Es gibt aber nicht nur schwarz und weiß.

Ich würde an deiner Stelle mal versuchen den Leuten selbst die Verantwortung für ihr Studium zu überlassen. Du bist ja nicht ihre Studien-Mutter, die können sich auch alleine um die Informationen kümmern.
Wenn man gefragt wird, dann ist es ganz normal die Informationen weiter zu geben. Aber ungefragt öffentliche Informationen regelmäßig zu verteilen... tjo... das ist schon ein wenig... hmmm... mir fällt kein gutes Wort dafür ein. Ich schließe mich mal dem "gluckenhaft" an.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Das ist aber nicht deine Aufgabe.


Nein, ist es nicht. Es wäre das Gegenteil von dem, was du im Moment machst. Es gibt aber nicht nur schwarz und weiß.

Ich würde an deiner Stelle mal versuchen den Leuten selbst die Verantwortung für ihr Studium zu überlassen. Du bist ja nicht ihre Studien-Mutter, die können sich auch alleine um die Informationen kümmern.
Wenn man gefragt wird, dann ist es ganz normal die Informationen weiter zu geben. Aber ungefragt öffentliche Informationen regelmäßig zu verteilen... tjo... das ist schon ein wenig... hmmm... mir fällt kein gutes Wort dafür ein. Ich schließe mich mal dem "gluckenhaft" an.

Also dir wäre es lieber eine wichtige Klausur zu verpassen als wenn dein Kommilitone dir Bescheid sagen würde?
Das finde ich jetzt echt eine krasse Meinung, ehrlich gesagt. :eek:

Das mit den Infos kommt ja auch nicht ständig vor, war übrigens nur ein Beispiel gewesen, daran muss man sich nicht unbedingt aufhängen :smile:
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht gehörst du auch eher zu den Leuten, die sich einen Vorteil davon versprechen wenn sie wichtige Infos nicht weitergeben? Deshalb wohl für dich nicht nachvollziehbar.
Meine Note war nie abhängig von denen der anderen und ich sehe auch keinen Vorteil darin, wenn ich eine bessere Note hatte.

Wenn jemand zufällig liest, dass eine wichtige Besprechung stattfindet, dann ist doch sonnenklar, dass das eben NICHT jeder mitbekommen hat.
Ich weiß nicht, wie das bei euch läuft. Bei uns waren Informationen an zentralen Stellen zu finden.

Bestes Beispiel gestern: Ich erzähle meiner Kommilitonin, dass ich nicht weiß wo besagte Besprechung stattfindet. Sie antwortet daraufhin, dass sich ihre Freundin erkundigt und sie mir dann anschließend Bescheid sagt.
Hat sie aber nicht gemacht, ich habe sie dann heute zufällig dort. Tut mir leid aber ich finde nicht, dass das kein egoistisches Verhalten ist.
Das ist wieder etwas anderes. Du hast nach einer Information gefragt, man hat sie dir versprochen und dir nicht gegeben. Warum hat sie dir die Information denn nicht gegeben?

Ich habe doch jetzt schon ein paarmal erwähnt, dass ich nicht wie Mutter Theresa in der Uni herumlaufe und irgendwelche Infos rausgebe.
Es geht um WICHTIGE Dinge z.b. Klausurinfos die gesagt wurden wenn die anderen beispielsweise nicht da waren oder einmal gab es auch schon ne Klausurverschiebung.
Wenn man so etwas nicht wissen will, dann weiß ich auch nicht.
Natürlich will man das wissen, aber du bist doch nicht in der Bringschuld für Informationen? Warum kannst du dir denn solche Informationen besorgen und andere nicht?

Indem ich beispielsweise schonmal gefragt werde ob ich mitgehen will ein Eis essen. Oder aber ich bekomme eine Nachricht mit "kussi" und blabla am Ende.
Ich kenne die Leute jetzt schon seit bald 2 Jahren und es ist nicht so, dass ich nur auf Geburtstage eingeladen werde.
Dein Problem wird immer verwirrender. Dann wirst du doch auch zu anderen Aktivitäten eingeladen und die Leute sind freundlich zu dir!?

---------- Beitrag hinzugefügt um 14:47 -----------

Also dir wäre es lieber eine wichtige Klausur zu verpassen als wenn dein Kommilitone dir Bescheid sagen würde?
Das finde ich jetzt echt eine krasse Meinung, ehrlich gesagt. :eek:
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so eine wichtige Information nicht irgendwie den Weg zu mir findet. So etwas sollte doch am schwarzen Brett oder im Internet stehen.
Oder man bekommt es nebenbei mit, weil eben darüber geredet und diskutiert wird.

Das mit den Infos kommt ja auch nicht ständig vor, war übrigens nur ein Beispiel gewesen, daran muss man sich nicht unbedingt aufhängen :smile:
Gut, dann hängen wir uns nicht daran auf.

Mein Fazit, von dem was ich bisher gehört habe:
Ein zuvorkommendes Verhalten resultiert eben nicht immer in einer engeren Freundschaft. Wenn man sich durch sein eigenes zuvorkommendes Verhalten ausgenutzt fühlt, dann sollte man für sich selbst überlegen, warum man sich dann ausnutzen lässt.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Du kommst mir vor, wie meine Tante Lena, die mit ihren fast 80 Jahren immer noch nix kapiert hat. Sie ist nach wie vor total entrüstet, dass sie die Hilfe, die sie anderen freiwillig "aufdrängt" nicht entsprechend gewürdigt wird. Ist traurig und frustriert, dass niemand mehr groß danke sagt und das keiner Interesse an ihr hat, weil das einfach nervt und man Angst haben muss, in ihre AKtivitäten auch noch eingeplant zu werden - also Vorwurf: Interessiert Dich Dein Onkel nicht? Tut er Dir nicht leid - da muss man doch helfen. Nein, muss man nicht!

Wenn Deine Mitstudenten Infos wollen und brauchen, können sie sich diese beschaffen. Wenn sie keinen Bock auf Beschaffungsarbeit haben, haben sie eben Pech gehabt - so wichtig kann die Klausur dann auch nicht sein.

Verstehst Du nicht den Zusammenhang? Deine Hilfe ist weder notwendig noch gewünscht - DENN die anderen sind erwachsene Menschen und sind selbst in der Lage sich zu informieren, WENN es ihnen wichtig ist.

Fühl Dir doch nicht auf den Schlips getreten von mir und einigen anderen hier. Wir versuchen Dir doch nur Hinweise zu geben, die Dir helfen.

Aber, die werden von Dir gar nicht gewünscht - weil Du eine andere Idee hast, andere Ansichten? Ach, vielleicht geht es denen, die Du "bekluckst" genauso? Sie sind längst aus dem Ei heraus - arbeite an Deinem Helfersyndrom - Du kannst nicht für andere mitdenken und die wollen das auch gar nicht.
 
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