Beziehungsproblem weil ich nicht offen sein kann

Benutzer149613  (27)

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Ich habe - vermutlich berechtigte - Zweifel, dass das jemand wird nachvollziehen können:

Erst mal muss ich sagen, dass ich nicht zu der Gruppe von Menschen gehöre, die sich schnell verlieben und von einer Beziehung in die nächste stolpern. Sympathie und eine gewisse Anziehung empfinde ich anderen Menschen gegenüber häufig, aber ich gehe nicht leichtfertig Beziehungen ein und gehe mit dem Begriff "Liebe" sehr vorsichtig um. Zu meiner Exfreundin habe ich gesagt, dass ich sie liebe, mit ihr war ich knapp 18 Monate zusammen. Wir haben uns 2012 getrennt. 2013 habe ich jemanden kennen gelernt und mich verliebt... da war von Anfang an klar, dass es nichts Dauerhaftes werden würde, weil die Umstände nicht gepasst haben. Dann war erst mal über ein Jahr gar nichts und im September 2014 habe ich dann meinen Freund kennen gelernt. Wir sind ziemlich schnell zusammengekommen, weil es einfach gepasst hat. Wir sind uns gar nicht mal so ähnlich, ergänzen uns aber einfach gut und ich würde sagen, dass wir glücklich miteinander sind. Was jetzt das Problem ist: Ich habe trotzdem Zweifel. Nicht an der Beziehung oder an ihm, sondern an mir selber. Ich will jetzt nicht zu weit ausholen, aber ich habe ein massives Problem damit, offen über meine Gefühle zu sprechen und das führt dazu, dass ich Dinge, die mich beschäftigen oder belasten, fast nie anspreche. Es kann sein, dass ich dem zu viel Bedeutung zukommen lasse, aber ich habe nach den fünf Monaten Beziehung schon das Gefühl, dass ich einen immer größeren Berg an Dingen anhäufe, von denen mein Freund nichts weiß. Ich belüge ihn nicht, aber da sind Dinge, die ich ihm einfach nicht erzähle. Das kommt mir falsch vor, weil ich glaube, dass ich es nicht schaffe, mich komplett auf diese Beziehung einzulassen. Ich würde sagen, dass ich mich aus Selbstschutz von ihm distanziere. Die Gründe sind mir nicht ganz klar. Was es sein könnte:

1. Ich möchte nicht das Bild kaputt machen, dass er von mir hat, und kann deshalb nicht komplett ähnlich sein.

2. Ich kann meine eigene Sexualität nicht so gut akzeptieren, wie ich bisher dachte. - Ich dachte lange Zeit, dass ich hetero bin und hab das nie ganz ernst genommen, dass ich mich zu Männern hingezogen fühlte. Ich hielt das für eine Phase.

3. Mir hängt meine letzte Beziehung noch nach, weil die ein sehr ungutes Ende nahm, und kann mich deshalb jetzt nicht komplett fallen lassen.

4. Ich finde die Intensität meiner Gefühle beängstigend, weil ich ein Kontrollfreak bin und sich Liebe und Kontrolle nicht wirklich miteinander vertragen.

Gut möglich, dass all diese Faktoren eine Rolle spielen.

Mich belastet das schon länger, weil es mich sehr zweifeln lässt und ich nicht weiß, wie ich mit dieser Situation umgehen sollte. Ich frage mich schon länger, ob es besser wäre, wenn ich meinem Freund diese Gedanken alle mal mitteilen würde. Ich weiß aber nicht, wie ich das machen soll UND das wäre dann genau das, was ich unter Punkt 1 geschrieben habe. Vielleicht würde er mich nach so einem Gespräch mit anderen Augen sehen, mir nicht mehr vertrauen, und ich würde unsere Beziehung nur belasten.

Würdet ihr das an meiner Stelle mal versuchen anzusprechen, oder findet ihr, dass ich mich da zu sehr reinsteigere?
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Unter etwas anderen Umständen hätte dieser Text auch von mir kommen können. Ich kann sehr gut nachempfinden, wie es dir im Moment geht. Punkt 3 und 4 treffen komplett auf mich zu. Punkt zwei ist inzwischen weit besser geworden (ich bin dir allerdings auch schon 8 Jahre "voraus"), Punkt 1... naja... nur teilweise. Er weiß nichts von einigen meiner verschrobenen Ängste, aber mich ihm so zu zeigen wie ich wirklich bin ist wichtig. Er soll nicht den lieben, für den er mich hält. Denn man kann nicht ewig eine Rolle spielen. Du solltest nie Angst davor haben, dich vollkommen zu zeigen. Wer dich nicht will, wenn du vollkommen Du bist, ist nicht der richtige. Du hast also nichts zu verlieren.

Nun gut... ich würde auf jeden Fall sagen, dass du mit ihm darüber sprechen sollst. Ich habe meinem Freund das alles auch erzählt. Allerdings vertraue ich ihm mehr als mir selbst. Ihr beide seid erst so kurz zusammen, ich war mit meinem schon 4 Jahre eng befreundet, bevor wir ein Paar geworden sind - wir stehen uns also seit 5 Jahren nun schon sehr, sehr nah.
Es kommt darauf an, wie sehr du deinem Freund vertraust und ob du ihm zutraust, dass er das alles verstehen kann.
Über so etwas sprechen zu können halte ich für die Voraussetzung in einer funktionieren Beziehung. Sowas darf man nicht für sich behalten, dann es ist doch was, wo dein Freund dir helfen kann und wo ihr gemeinsam daran wachsen könnt. Genau genommen ist dein Freund vielleicht sogar der einzige, der dir dabei helfen kann. Bei mir ist z. B. alles dadurch auch besser geworden, dass ich mich meinem Freund langsam immer weiter geöffnet habe und dadurch gemerkt hab, dass trotzdem nix schlimmes passiert.

Ich würde evtl. mit Punkt 3 vorsichtig sein an deiner Stelle. Sowas kann sehr falsch rüber kommen. Als ich mit meinem Freund zusammen kam, hab ich auch noch sehr stark an meinem Ex Ex gehangen und tue das teilweise heute noch - nicht weil ich ihn zurück will, sondern weil es richtig böse auseinander gegangen ist und diese Beziehung meinen Charakter auch nachhaltig geprägt hat. Ich denke, er würde das nicht richtig verstehen, deswegen mache ich meine groteske Zuneigung für diesen Kerl mit mir selbst aus, da ich sicher bin, sie wird irgendwann vergehen.

Rede mit ihm. Dafür ist der Partner doch da. Es kann nur besser werden. Wenn ers nicht versteht, ist er nicht der Richtige. Es wäre doch schlimm, wenn man sowas gegenüber dem Partner verheimlichen und mit sich ausmachen muss.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Wie wäre es, wenn du ihm ( bis auf vorerst vlt Punkt 3) das erstmal so sagst, wie du es uns hier im thread beschrieben hast?
Dann weiß er schonmal mehr, aber noch nicht alles, und weiß auch, warum/dass du dich noch nicht ganz öffnen kannst.
 

Benutzer149613  (27)

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Ich glaube, dass ich mich entweder komplett öffnen müsste und eben gar nicht. Wenn ich einerseits andeute, dass da Dinge sind, die ich ihm nicht sage, aber andererseits nicht bereit bin, ihm zu sagen, was für Dinge das sind, dann muss das dich unweigerlich zu Konflikten führen, weil er dann wissen wollen wird, was das für Dinge sind. Er hat auch mal zu mir gesagt, dass er gerne mit mir zusammen ist, weil ich so umgänglich bin und nicht aus Kleinigkeiten ein Drama mache. Wenn er wüsste, über was für Dinge ich mir Gedanken mache, dann würde er das anders sehen.
Punkt 1 kann ich ihm nicht sagen, weil er sich dann halt fragen würde, wie ich "wirklich" bin. Punkt 2 geht nicht, weil ich weiß, dass er sich genau das schon von anderen hat anhören können. Bei Punkt 3 hätte ich auch Bedenken, dass er da falsch auffassen könnte. Punkt 4: Ich will ihm eigentlich (noch) nicht sagen, was ich für ihn empfinde, weil ich nicht weiß, ob er dasselbe empfindet.
Ich weiß nicht, ob das nicht vielleicht auch einfach total übertrieben ist. Vielleicht bin ich auch einfach nicht in der Lage, vernünftig eine Beziehung zu führen.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Übertrieben sind deine Ängste nicht - ich hatte die ja wie gesagt selbst. Nur verhältst du dich eben dir und ihm gegenüber völlig unangemessen. Wenn du dein Problem nicht lösen willst, dann ist es eben unlösbar.

Wenn du immer nur tausend Gründe findest, warum du etwas nicht ändern kannst, obwohl es geändert werden muss, damit es dir besser geht, dann wirds wirklich richtig schwer, dir zu helfen. Also ich z. B. weiß dann nicht mehr, was man dir noch raten soll. Sorry.

Wenn ich einerseits andeute, dass da Dinge sind, die ich ihm nicht sage, aber andererseits nicht bereit bin, ihm zu sagen, was für Dinge das sind, dann muss das dich unweigerlich zu Konflikten führen, weil er dann wissen wollen wird, was das für Dinge sind.
Du sollst es auch nicht andeuten! Du sollst Klartext mit ihm reden, wie hier bei uns.
Also ich z. B. würde Schluss machen mit jemandem, der mir nur sagt "Du, ich hab Probleme, aber ich sags dir nicht." :X3: Misstrauen ist eine schlimme Verletzung. Und genau das machst du mit ihm, würdest du mit Andeutungen kommen. Also mich würde das wirklich richtig ankotzen, Ehrlichkeit in der Beziehung hat für mich oberste Priorität. Entweder der Partner sagt mir, warum es ihm beschissen geht, oder ich guck mir das ne Weile an und bin dann weg.

Er hat auch mal zu mir gesagt, dass er gerne mit mir zusammen ist, weil ich so umgänglich bin und nicht aus Kleinigkeiten ein Drama mache. Wenn er wüsste, über was für Dinge ich mir Gedanken mache, dann würde er das anders sehen.
Punkt 1 kann ich ihm nicht sagen, weil er sich dann halt fragen würde, wie ich "wirklich" bin.
Na komm... dass du nicht umgänglich bist, wird er wohl längst gemerkt haben. Sonderlich überrascht wird er also nicht sein, wenn du dich öffnest. Warum bist du überhaupt mit ihm zusammen, wenn du ausschließt, dich ihm zu öffnen? Welchen Sinn macht eure Beziehung, wenn du ihm nicht vertraust?

Punkt 2 geht nicht, weil ich weiß, dass er sich genau das schon von anderen hat anhören können.
Na und? Du bist du, nicht andere. Meine Güte. :X3: Was machst du denn besser, wenn du es ihm nicht sagst? Dass im Bett -grundlos- alles Scheiße läuft und er sich mies fühlt, weil du den Mund nicht aufkriegst? Mit dem, was du im Moment machst, tust du ihm viel mehr weh.

Bei Punkt 3 hätte ich auch Bedenken, dass er da falsch auffassen könnte.
Mein Freund weiß z. B., was schief gelaufen ist in der Beziehung und warum und womit mein Ex mir so weh getan hat. Also kann er sich selbst denken, dass es mir beschissen damit geht. - Dass ich noch seltsame Gefühle für den habe, muss er daher auch nicht wissen. Du musst ihm also nur sagen, warum du noch leidest wegen dieser Beziehung.

Punkt 4: Ich will ihm eigentlich (noch) nicht sagen, was ich für ihn empfinde, weil ich nicht weiß, ob er dasselbe empfindet.
Kann ich verstehen. Damit würde ich in dem Fall auch noch etwas warten.

Vielleicht bin ich auch einfach nicht in der Lage, vernünftig eine Beziehung zu führen.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Im Moment sehe ich nicht unbedingt, dass du nicht dazu in der Lage bist.

Hör nur einfach endlich mal auf, Gründe zu suchen. :X3:
[DOUBLEPOST=1425228121,1425227693][/DOUBLEPOST]Ach ja... was mich auch mal interessieren würde bei dir: Bist du dir wirklich ganz sicher, dass du bi bist (oder heterosexuelle Neigungen hast?) Wäre doch auch möglich, dass du deine evtl. Homosexualität versuchst zu unterdrücken? :confused: Sorry, wenn ich damit falsch liege, aber ich weiß halt, wie man sozial, emotional und körperlich kaputt geht, wenn man das versucht und irgendwie passt das ja auch auf deine Situation, so sehr wie du deine Sexualität ablehnst.
 

Benutzer149613  (27)

Benutzer gesperrt
Du sollst es auch nicht andeuten! Du sollst Klartext mit ihm reden, wie hier bei uns.

Also ich z. B. würde Schluss machen mit jemandem, der mir nur sagt "Du, ich hab Probleme, aber ich sags dir nicht." Misstrauen ist eine schlimme Verletzung. Und genau das machst du mit ihm, würdest du mit Andeutungen kommen. Also mich würde das wirklich richtig ankotzen, Ehrlichkeit in der Beziehung hat für mich oberste Priorität. Entweder der Partner sagt mir, warum es ihm beschissen geht, oder ich guck mir das ne Weile an und bin dann weg.



Na komm... dass du nicht umgänglich bist, wird er wohl längst gemerkt haben. Sonderlich überrascht wird er also nicht sein, wenn du dich öffnest. Warum bist du überhaupt mit ihm zusammen, wenn du ausschließt, dich ihm zu öffnen? Welchen Sinn macht eure Beziehung, wenn du ihm nicht vertraust?


Ich vertraue ihm, ich bin nur einfach nicht gut darin, über Probleme zu reden. Mit ihm hat das gar nichts zu tun. Eben weil ich gerne mit ihm zusammen bin, möchte ich unsere Beziehung nicht mit Dingen belasten, die mit ihm nichts zu tun haben. Die beste Lösung wäre, ich würde aufhören, allem zu viel Bedeutung zuzumessen, mich zusammenzureißen, und mich nicht in jeden Mist so dermaßen reinzusteigern. Ich will ja mit ihm reden, aber wäre das nicht egoistisch, ihn mit sowas zu belasten? Oder ist es egoistisch, genau das nicht zu tun? Ich denke gar nicht, dass er das so sehr mitbekommt, dass es mir gerade nicht so klasse geht. Er hat eben dieses Bild von mir, dass ich ruhig und umgänglich bin und keinen Stress mache. Dieses Bild würde ich dann kaputtmachen. Ich weiß auch nicht was/wie/wie viel ich ihm sagen sollte. Vieles ist mir auch einfach verdammt unangenehm. Ich weiß, dass ich hier ziemlich viel rumjammere, aber offline mache ich das nicht.



Ach ja... was mich auch mal interessieren würde bei dir: Bist du dir wirklich ganz sicher, dass du bi bist (oder heterosexuelle Neigungen hast?) Wäre doch auch möglich, dass du deine evtl. Homosexualität versuchst zu unterdrücken? Sorry, wenn ich damit falsch liege, aber ich weiß halt, wie man sozial, emotional und körperlich kaputt geht, wenn man das versucht und irgendwie passt das ja auch auf deine Situation, so sehr wie du deine Sexualität ablehnst.


100% sicher. Ich hab jahrelang gedacht, ich sei hetero. Ich dachte, ich hätte halt so eine kleine bisexuelle Neigung, die mich nicht gestört hat, die ich aber auch nicht ernstgenommen habe, bis ich mich zum ersten Mal in einen Mann verliebt habe. Ich hab den Begriff Bisexualität einfach immer falsch interpretiert. Ich lehne meine Sexualität auch nicht ab, ich merke nur in letzter Zeit, dass ich mit bestimmten Aspekten doch irgendwie ein Problem habe. So sehr belastet mich das jetzt auch nicht, aber ich werde lernen müssen, da mit klarzukommen.
 

Benutzer150418 

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Ich vertraue ihm, ich bin nur einfach nicht gut darin, über Probleme zu reden. Mit ihm hat das gar nichts zu tun. Eben weil ich gerne mit ihm zusammen bin, möchte ich unsere Beziehung nicht mit Dingen belasten, die mit ihm nichts zu tun haben. Die beste Lösung wäre, ich würde aufhören, allem zu viel Bedeutung zuzumessen, mich zusammenzureißen, und mich nicht in jeden Mist so dermaßen reinzusteigern.
Kann ich auf jeden Fall verstehen. Ich hab z. B. durch meinen Ex eine unschöne Vergewaltigungsvergangenheit. Hat ja mit meinem Freund nichts zu tun. Und es fällt mir wahnsinnig schwer mich ihm dahingehend zu öffnen. Leider verhalte ich mich aber deswegen auch oft seltsam, was er dann nicht verstehen kann und darunter leidet er auch. Genau wie bei euch. Klar hats nichts mit ihm zu tun, aber das heißt nicht nicht, dass er davon unberührt bleibt. Da er dein Partner ist, ist er primär betroffen.

Ich will ja mit ihm reden, aber wäre das nicht egoistisch, ihn mit sowas zu belasten? Oder ist es egoistisch, genau das nicht zu tun? Ich denke gar nicht, dass er das so sehr mitbekommt, dass es mir gerade nicht so klasse geht.
In deinem anderen Thread schreibst du, dein Freund würde mitbekommen, dass es dir beschissen geht und nachfragen - woraufhin du eben nichts sagst. Und das dürfte eure Beziehung ziemlich belasten.
Ich finde das nicht egoistisch, weder das eine noch das andere. Es nicht zu tun betrachte ich nur als gefährlich für eure Beziehung.
Es zu tun... naja, das kommt darauf an, wie du es sagst und was du preis gibst. Du musst es ja nicht "dramatisieren", so sehr, dass er aus den Latschen kippt. Aber du könntest deine Probleme zumindest anreißen. Mein Partner weiß z. B. dass ich vergewaltigt worden bin. Was mein Ex alles mit mir angestellt hat, weiß er nicht. - Du musst da einen Mittelweg finden. Genug sagen, damit er weiß was Sache ist und erstmal noch verschweigen, was du selbst als "dramatisiert" wahrnimmst. Du kannst es sachlich bleiben. Dadurch nimmt er sicher auch anders wahr, was du sagst. Es kommt vieles auf Wortwahl und Tonfall an.
Warum es dir beschissen geht, muss er aber auf jeden Fall wissen.

Er hat eben dieses Bild von mir, dass ich ruhig und umgänglich bin und keinen Stress mache. Dieses Bild würde ich dann kaputtmachen. Ich weiß auch nicht was/wie/wie viel ich ihm sagen sollte. Vieles ist mir auch einfach verdammt unangenehm. Ich weiß, dass ich hier ziemlich viel rumjammere, aber offline mache ich das nicht.
Bei mir auch so. Offline jammere ich nie. Hier halten mich viele für ein jammerndes Weichei. :X3: Es ist auch gut, dass du das online zeigen kannst.
Ich finde nicht, dass deine angesprochenen Punkte bedeuten, dass du "Stress machst". Gar nicht. Das Bild machst du doch schon "kaputt" indem es dir körperlich nicht gut geht, oder? Du bist keine Maschine. Unsere Gefühle und Emotionen machen uns authentisch und liebenswert.
Wir können doch hier gemeinsam überlegen, was und wie viel du ihm sagen kannst. Etwas solltest du ihm nämlich auf jeden Fall sagen. Was genau ist dir denn unangenehm?

Alles klar. :smile:

Ich lehne meine Sexualität auch nicht ab, ich merke nur in letzter Zeit, dass ich mit bestimmten Aspekten doch irgendwie ein Problem habe. So sehr belastet mich das jetzt auch nicht, aber ich werde lernen müssen, da mit klarzukommen.
Diese Aspekte spielen ja schon auch eine Rolle, oder?
 

Benutzer149613  (27)

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Wir können doch hier gemeinsam überlegen, was und wie viel du ihm sagen kannst. Etwas solltest du ihm nämlich auf jeden Fall sagen. Was genau ist dir denn unangenehm?

Zum einen halt, dass es mir gerade körperlich nicht gut geht. Ich hänge echt nur noch zuhause rum und das kotzt mich selbst total an. Da sag ich lieber, dass ich vom Lernen müde bin oder was auch immer. Und dann halt auch so auf sexueller Ebene. Ich komme einfach nicht so ganz damit klar, was ich will oder nicht will. Ich möchte mit ihm schlafen. Und ich weiß, dass er das auch will. Aber ich komme irgendwie nicht ganz damit klar, dass ich das will. Wie soll ich ihm das denn sagen, ohne dass er es auf sich bezieht?

Es tut mir sehr leid, dass du in deiner letzten Beziehung sowas durchmachen musstest. So schlmm war es bei mir nicht. Ich steigere mich nur schnell in was rein. Sorry.
 

Benutzer150418 

Verbringt hier viel Zeit
Zum einen halt, dass es mir gerade körperlich nicht gut geht. Ich hänge echt nur noch zuhause rum und das kotzt mich selbst total an.
Naja, aber das weiß er ja, oder? Und anstatt dich unter Druck zu setzen und mit Trennung zu drohen, macht er sich Sorgen und will dir helfen, oder nicht? Das ist doch schon mal gut.
Wenn ers nicht weiß, finde ich, solltest du ihm aber zumindest das erzählen. Das ist doch keine Schande. Dass man sich dafür schämt, weiß ich natürlich aus Erfahrung. Aber Aufrichtigkeit wird vom Partner meiner Erfahrung nach immer dankbar angenommen. Solang es eben um sowas geht! Du sagst ihm doch nicht, dass er stinkt und einen hässlichen Penis hat. :grin: In dem Fall sollte man vielleicht nicht ganz so aufrichtig sein.

Und dann halt auch so auf sexueller Ebene. Ich komme einfach nicht so ganz damit klar, was ich will oder nicht will. Ich möchte mit ihm schlafen. Und ich weiß, dass er das auch will. Aber ich komme irgendwie nicht ganz damit klar, dass ich das will. Wie soll ich ihm das denn sagen, ohne dass er es auf sich bezieht?
Mh. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen -wenn er einen Funken Empathie besitzt- dass er das auf sich bezieht. Das ist doch ein Problem, das du mit dir hast. Mein Freund z. B. hat auch 30 Jahre lang als Hetero gelebt - dann hat er mich kennen gelernt und hat gemerkt, dass er seine Homosexualität nicht länger unterdrücken kann. Er hat fast 5 Jahre gebraucht damit klar zu kommen, dass er mit mir schlafen will. In der Zeit waren wir allerdings nur befreundet. Dass ihr ein Paar seid, macht das sehr kompliziert. :frown:
Möchtest du dir da nicht mal die Hilfe von einem Psychologen holen?
Entscheidend ist doch, dass du auch mit ihm schlafen willst. Du willst es. Gut, dass dir das bewusst ist. Deswegen denke ich, kannst du ihm auch von deinen Ängsten erzählen. Das kann er doch dann gar nicht auf sich beziehen.
Also ich zumindest verstehe dich da vollkommen. Ist dein Freund schwul? Gerade dann müsste er doch wissen, dass man anfangs Probleme mit diesen Neigungen haben kann. Sicher wäre er da ein guter Ansprechpartner. Wenn nicht, ist er ein Arsch finde ich. Man muss sich doch dem Partner anvertrauen können.
 
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