Beziehungsende - immer beide schuld?

Benutzer123270  (43)

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Ein Freund wurde von seiner Freundin verlassen. Sie ist ihm fremdgegangen. Er ist total am Boden zerstört. Er hat vieles für sie getan, ihr in schweren Zeiten beigestanden. Bis zum Ende erhielt er Liebeserklärungen. Er hat ihr keine Vorwürfe gemacht als sie sich von heute auf morgen trennte und mitteilte, was sie getan hat. Es geht ihm nicht um Schuldzuweisungen. Wofür auch? Die Beziehung ist beendet ohne dass er daran noch etwas ändern konnte. Nur als er kurz seine Entäuschung und sein Unverständnis über das Fremdgehen zeigte, wurde ihm dieser Satz an den Kopf geworfen. *An einer Trennung sind immer beide Partner schuld * Er versteht nicht, warum diese Verallgemeinerung immer passen soll. Er hört ihn aber regelmäßig, zusammenhanglos dahingesagt, von verschiedenen Personen, die die Hintergründe der Trennung nicht kennen. Er fragt sich, ob man einer Frau an seiner Stelle nicht etwas anderes sagen würde. Ihm wären gemeinsames Besprechen und Lösen der Probleme lieber gewesen als das Vorspiegeln, alles sei in Ordnung. Er fühle sich behandelt wie der unsensible Idiot, der nur Taten versteht, aber nicht Worte und Gesten. Er sagt, er glaube nicht mehr an die Liebe. Ich weiß nicht was ich darauf sagen soll.
 
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Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Du bist aber erstaunlich gut über die Innenperspektive deines Freundes informiert :zwinker:. Ich glaube schon daran, dass immer beide Seiten zum Scheitern einer Beziehung beitragen. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass das auch unbewusst passieren bzw. verlaufen kann, und man daher hinterher das Gefühl hat, "doch alles richtig gemacht zu haben". Dass man den anderen aber schon lange aus den Augen verloren hatte, übersieht man dabei vielleicht bereitwillig, weil man es einfach nicht gemerkt hat. Möglicherweise war man zu sehr auf andere Dinge fokussiert oder hat einfach nicht die nötige Empathie aufbringen können. Die Freundin kann es ihm sehr schwer gemacht haben, weil sie sich eventuell genauso wenig darum bemüht hat, Reibereien oder Punkte, an denen sie das Gefühl hatte, nicht mehr ganz auf einer Wellenlänge zu liegen, auszuräumen.
Die alleinige Tat des Fremdgehens als Beziehungszerstörend zu bezeichnen, halte ich für Augenwischerei. Klar ist es einfacher, wenn nur der andere schuld ist.
Vielleicht war sie aber auch einfach nur sehr betrunken und hat kaum darüber nachgedacht, was sie gerade tut und es hatte tatsächlich nichts zu bedeuten. In diesem Fall könnte dein Freund sich ja eventuell fragen, ob deshalb wirklich alles vorbei sein muss.
 

Benutzer42813 

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Es sind immer beide schuld, ja. Natürlich.

Ich würde niemals fremdgehen, wenn in meiner Beziehung alles gut ist. Nicht mal flirten. Wenn ich andere Männer sexuell wieder interessant finde, liegt das immer daran, dass zwischen meinem Schatz und mir irgendwas hakt.

Und du wirst doch sicher nicht behaupten wollen, dass immer nur einer daran schuld ist, wenn es in einer Beziehung was hakt?

Klar, fremdgehen sollte man nie, damit setzt man sich ins Unrecht. Aber alleine schon das Bedürfnis nach Fremdgehen - das würde nie entstehen, wenn vorher nicht BEIDE große Fehler gemacht hätten.
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
Nein, glaube ich nicht. Es wäre schön, wenn man sich dadurch, dass man alles "richtig" macht, sicher sein könnte, dass der andere sich nicht trennt - kann man aber nicht. Wahrscheinlich ist es meistens schon so, dass beide ihren Teil dazu beitragen, aber dass das immer so sein muss halte ich für Unsinn.
 

Benutzer123270  (43)

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Hallo "fleur". Ja ich bin gut informiert. Schade, dass Du weder die Liebeserklärungen (freiwillig ohne vorherige Fragen oder Diskussionen, wie er es sagt) berücksichitigst noch die Tatsache, dass mein Freund nie das Gefühl hatte und es auch immer noch nicht hat "doch alles richtig gemacht zu haben". Auch hat er nie nur die wie du es nennst "Tat des Fremdgehens" als beziehungsstörend bezeichnet. Trotzdem fiele es mir schwer ihm ins Gesicht zu schauen und sagen, das Fremdgehen habe eventuell tatsächlich nichts zu bedeuten, es womöglich gut zu heißen. Und es nur mit eventuellem Betrunkensein als nichtsbedeutend abzutun halte ich für sehr gewagt. Wenn seine Freundin es auch noch mit Alkohol gerechtfertigt hätte, würde ich eher an ein Alkoholprobelm denken als ein Beziehungsproblem. Aber bei trinkenden Frauen ist es dann bestimmt auch wieder der Mann, dem in jedem Fall, pauscahal, eine Mitschuld gegeben wird.
 
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Benutzer42813 

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Off-Topic:
Vielleicht war sie aber auch einfach nur sehr betrunken und hat kaum darüber nachgedacht, was sie gerade tut und es hatte tatsächlich nichts zu bedeuten.

Es tut mir leid, aber hierbei muss ich widersprechen. Und zwar seit einem ganz bestimmten Tag in meinem Leben. Die Möglichkeit war da, es hätte nie jemand herausgefunden, der Typ gefiel mir und hätte in mein Beuteschema gepasst, ich war so betrunken, dass ich nicht mehr ohne Lehne sitzen konnte und musste mich nachher am Geländer die Treppe hochziehen, habe drei Mal nach der Türklinke gegriffen und sie verfehlt und musste mich beim Treppensteigen zwei Mal hinsetzen, so besoffen war ich...

Und trotzdem, sogar in diesem besoffenen Zustand, wollte ich schlicht und einfach nicht, obwohl ich den Flirt davor genossen hatte.

Da hätte er mich wirklich nur dann vögeln oder knutschen können, wenn ich komatös gewesen wäre.

Seit diesem Erlebnis lehne ich Alkohol als Entschuldigung für Fremdgehen einfach ab. Wenn man wirklich liebt und alles gut ist (was damals bei uns anscheinend der Fall war), dann geht man nicht fremd. Alkohol holt vielleicht hoch, was verborgen an Wünschen vorhanden ist, aber er erschafft keine neuen Wünsche.
 

Benutzer119934 

Öfter im Forum
Wer es sich leicht machen möchte und sich für 'sehr kompetent' hält, der sagt sowas wie "daran sind immer beide Schuld".

Tatsächlich ist es aber meiner bescheidenen Meinung nach wie bei allen anderen zwischenmenschlichen Beziehungen im Leben sonst auch; in der Regel sollte der Grundsatz gelten: "...ich kann nichts dafür was Du verstehst, sondern nur etwas dafür, was ich sage...". Das bedeutet für Sie aber nicht, daß sie ihre Pflicht bereits erfüllt hat, wenn sie die Probleme, die sie in der Beziehung sieht, irgendwann mal zusammenhanglos oder beiläufig ihmgegenüber erwähnt hat. Vielmehr wäre es ihre Aufgabe gewesen sicherzustellen, daß er es tatsächlich in der Deutlichkeit versteht, wie es ihr ernst war.

Anders formuliert: wenn sie nicht in der Lage war ihrem Gegenüber klar zu machen, worum es ihr wirklich in der Beziehung ging oder was sie so sehr stört, daß es hätte geändert werden MÜSSEN, dann ist es tatsächlich ihr Kommunikationsunvermögen... oder -unwille gewesen. Wenn es so einfach war, wie es eingangs dargestellt wurde, dann würde nach meiner Auffassung bei ihr die Verantwortung für das Scheitern der Beziehung liegen.

Aber wie so oft sind nicht alle Katzen nur schwarz oder weiß, weshalb es so einfach wohl nicht war/ist. Vermutlich wurde vieles besprochen, vielleicht hat er nicht alle Versprechen, die er irgendwann mal gemacht hat, auch eingelöst; mögliche Gründe gibt es vermutlich - wie so oft - viele.

Entscheidend wäre es zu wissen, wie die genauen Umstände waren, als sie fremdgegangen ist. @ C Chriso90 : Könntest Du uns dazu noch etwas mehr Infos geben? Das würde sicherlich nicht nur mir weiterhelfen.

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Off-Topic:


Es tut mir leid, aber hierbei muss ich widersprechen. Und zwar seit einem ganz bestimmten Tag in meinem Leben. Die Möglichkeit war da, es hätte nie jemand herausgefunden, der Typ gefiel mir und hätte in mein Beuteschema gepasst, ich war so betrunken, dass ich nicht mehr ohne Lehne sitzen konnte und musste mich nachher am Geländer die Treppe hochziehen, habe drei Mal nach der Türklinke gegriffen und sie verfehlt und musste mich beim Treppensteigen zwei Mal hinsetzen, so besoffen war ich...

Also sooo besoffen kannst Du ja nicht gewesen sein, wenn Du Dich noch an so viele Detaisl erinnern kannst...
 
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Benutzer123270  (43)

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Leider kann ich zu den Umständen des Fremgehens nichts sagen. Durch die regelmäßigen nicht weniger werdenden "Liebeserklärungen" war er auf ein Ende der Beziehung nicht im geringsten vorbereitet. Er ist sonst eigentlich ein sehr kommunikativer Mensch, aber er hat gesagt, es hat ihm die Luft abgeschnürt, er hat leise geweint. Es gab keine Erklärungen. Weder für das Beziehungsende noch fürs Fremdgehen. Nur "das ist jetzt eben so" und die bitte sich nicht mehr zu melden um es ihr nicht noch schwerer zu machen.
 

Benutzer119934 

Öfter im Forum
...Es gab keine Erklärungen. Weder für das Beziehungsende noch fürs Fremdgehen. Nur "das ist jetzt eben so" und die bitte sich nicht mehr zu melden um es ihr nicht noch schwerer zu machen.
Da war wohl von Ihrer Seite aus nie Liebe im Spiel?!

Auch wenn es hart ist, ohne sie ist er wohl besser dran.

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Benutzer6874  (35)

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Es sind immer beide schuld, ja. Natürlich.

Ich würde niemals fremdgehen, wenn in meiner Beziehung alles gut ist. Nicht mal flirten. Wenn ich andere Männer sexuell wieder interessant finde, liegt das immer daran, dass zwischen meinem Schatz und mir irgendwas hakt.

Und du wirst doch sicher nicht behaupten wollen, dass immer nur einer daran schuld ist, wenn es in einer Beziehung was hakt?

Klar, fremdgehen sollte man nie, damit setzt man sich ins Unrecht. Aber alleine schon das Bedürfnis nach Fremdgehen - das würde nie entstehen, wenn vorher nicht BEIDE große Fehler gemacht hätten.
Also diesen Stress würde ich nicht aushalten....

Das Bedürfnis zum Fremdgehen kann in der besten Beziehung aufkommen, und umgekehrt kann die schlechteste Beziehung durch gegenseitige Treue "glänzen".Das hat sehr viel mit der Persönlichkeit der Partner zu tun, auch mit der momentanen Befindlichkeit. Eine Beziehung läuft zwischen lebendigen Menschen, nicht zwischen zwei Automaten.

Wenn mich "nach einem fremden Weib gelüstet" dann haue ich mir eben eins auf die Finger und erinnere mich an die Treue die beiden Partnern hilft, auch in schlechten Zeiten zu einander zu stehen.

Aber von "Schuld" zu reden wo es um Gefühle und um Triebe geht, finde ich unsinnig. Besonders wenn man noch von einer 100 % Schuld ausgeht, die dann auf die beiden Partner verteilt wird.
Manchmal sind beide Partner zu 200% schuldig am Scheitern einer Beziehung, manchmal ist es auch einfach Schicksal, unglückliche Einflüsse von aussen, oder der eine Partner merkt dass die Grundlage für die Beziehung fehlt.

Wir haben nicht alles im Griff. Es kann etwas schief laufen ohne dass man jemandem eine Schuld zuordnen kann. "Liebe" und "Schuld" passen eh schlecht zusammen. In der Liebe maht es nicht immer Sinn, den Misserfolg zu analysieren. Lieber neu hoffen und neu lieben!
 
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Benutzer119185  (36)

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Chris090 schrieb:
Es gab keine Erklärungen. Weder für das Beziehungsende noch fürs Fremdgehen. Nur "das ist jetzt eben so" und die bitte sich nicht mehr zu melden um es ihr nicht noch schwerer zu machen.

Wahrscheinlich weiß sie es selbst (noch) nicht so genau, vielleicht wird sie es selbst nicht erfahren oder sich eingestehen können. Vielleicht traf sie zur falschen Zeit nur auf den richtigen Kerl und hat sich dann verrannt. Es mag vielleicht aber auch Gründe geben, die jetzt noch emotionalbedingt, nicht nachvollziehbar sind. Vielleicht hätte er aber auch ihr "gute Miene zum bösen Spiel" erkennen müssen, wollte es sich aber selber nicht eingestehen, um den Gedanken einer heilen Welt mitaufrecht zu erhalten. Nur die wenigsten Menschen sind wirklich gute Lügner und so wie Eltern lernen ihre Kinder zu "lesen", ist es auch mit den engsten Vertrauten meiner Meinung nach möglich. Klappt das wirklich nicht, dann oft nur, weil man es nicht sehen wollte.

Ich finde, am Beziehungsende sind entweder immer beide oder keiner schuld. Letzteres ist dann gegeben, wenn man sich auseindergelebt habt oder ein Zusammenkommen von vornerein eine dumme Idee war. Für Viele ist es eine starke emotionale Hürde eine Beziehung zu beenden, da suchen die Meisten lieber nach anderen Auswegen, nur um später sagen zu können, man hätte alles versucht und/oder hofft vielleicht insgeheim sogar, dass der Andere sich vorher trennt.

Naja, mir ist jedenfalls noch nie ehemaliges Pärchen unter die Augen gekommen, wo man nach mehrmaligen Hinsehen und Sinnieren wirklich nur einem Part die alleinige Schuld an der Trennung geben könnte.
 

Benutzer121281  (32)

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Ich finde diese "es sind immer beide Schuld"-Mentalität, grade in Punkto Fremdgehen, grausam.
Wenn Person A unzufrieden ist und statt den Mund aufzumachen und zu sagen "Hey, ich wünsche mir, dass XYZ anders läuft", den Partner im Glauben lässt alles sei super und hintenrum fremdfickt - wo zur Hölle hat der Partner da eine Mitschuld? Weil er nicht Gedanken lesen kann?
 

Benutzer123270  (43)

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Also diesen Stress würde ich nicht aushalten....

Das Bedürfnis zum Fremdgehen kann in der besten Beziehung aufkommen, und umgekehrt kann die schlechteste Beziehung durch gegenseitige Treue "glänzen".Das hat sehr viel mit der Persönlichkeit der Partner zu tun, auch mit der momentanen Befindlichkeit. Eine Beziehung läuft zwischen lebendigen Menschen, nicht zwischen zwei Automaten.

Wenn mich "nach einem fremden Weib gelüstet" dann haue ich mir eben eins auf die Finger und erinnere mich an die Treue die beiden Partnern hilft, auch in schlechten Zeiten zu einander zu stehen.

Aber von "Schuld" zu reden wo es um Gefühle und um Triebe geht, finde ich unsinnig. Besonders wenn man noch von einer 100 % Schuld ausgeht, die dann auf die beiden Partner verteilt wird.
Manchmal sind beide Partner zu 200% schuldig am Scheitern einer Beziehung, manchmal ist es auch einfach Schicksal, unglückliche Einflüsse von aussen, oder der eine Partner merkt dass die Grundlage für die Beziehung fehlt.

Wir haben nicht alles im Griff. Es kann etwas schief laufen ohne dass man jemandem eine Schuld zuordnen kann. "Liebe" und "Schuld" passen eh schlecht zusammen. In der Liebe maht es nicht immer Sinn, den Misserfolg zu analysieren. Lieber neu hoffen und neu lieben!

Wenn es in gegenseitigen Beziehungen immer beide irgendwie mitschuldig oder unschuldig sind bzw. Vereinbarungen umgangen werden können, müsste dass dann nicht auf alle Lebensbereiche übertragen werden? Das ist mir zu einfach. So will ich das nicht sehen. Und ich rede jetzt von mir, denn den Freund kann ich jetzt nicht gleich fragen. Gibt es in einer Beziehung nicht auch regeln, die man einzuhalten hat, sozusagen, benimmformen, dem anderen nicht anzutun, was man ihm selbst nicht zugestehen würde? Dann gäbe es in keiner Beziehung und schon gar nicht in einer selbst gewählten irgendetwas, wozu man sich verpflichtet fühlen müsste. Man könnte sofort bei ,subjektiv gefühlt, schlechtem Betriebsklima fern bleiben mit der Begründung der Arbeitgeber hätte es merken müssen, er sei genauso schuld. Wers mal versuchen will, kann ja mal warten, wie die Arbeitsgerichte entscheiden. Liebe bedeutet auch Verantwortung und nicht nur Spaß.
 

Benutzer36171 

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Ich halte den Satz "Am Fremdgehen sind immer beide Schuld" zwar nicht für grundsätzlich falsch, aber für sehr irreführend. Er suggeriert nämlich, dass beide Partner gleich viel beigetragen haben, dass es zum Fremdgehen kommt und das muss einfach falsch sein, denn es gibt so viele verschiedene Beziehungen und noch mehr verschiedene Menschen. Und wenn ich mir ansehe, wie manipulierend und egoistisch manche Menschen handeln, dann bin ich mir sicher, dass nicht jeder Fremdgehende eigentlich die Absicht hatte, immer ehrlich zu sein und niemals den Partner zu hintergehen und dass der Betrug erst aus der Situation der unglücklichen Beziehung heraus entstand. :zwinker: Es gibt eben auch ganz einfach Arschlöcher (unter Männern wie Frauen).

Was in diesem speziellen Fall vorgefallen ist, kann ich nicht beurteilen. In einem Fall des schleichenden Auseinanderlebens finde ich es problematisch, überhaupt von Schuld zu sprechen. Das passiert eben. Und manche merken es erst, wenn sie gerade fremdgehen. Das ist zwar nicht unbedingt die feine Art, aber schließlich hat sie die Konsequenzen daraus gezogen und war ihrem (Ex-)Partner gegenüber ehrlich.

Was bleiben, sind Spekulationen. Vielleicht hat sie zuvor Bedürfnisse nicht offen kommuniziert. Vielleicht war die Beziehung eben doch nicht so das Wahre. Vielleicht hat sich ganz einfach die Liebe verabschiedet. So etwas passiert - meistens schleichend, aber das heißt nicht, dass einem das auch schleichend bewusst wird. Der Mensch ist gut im Selbstbetrug. Wahrscheinlich hat sie bis zum Schluss gehofft, dass sie ihren Partner liebt und die Beziehung perfekt ist. Kann man ihr vorwerfen, dass sie an der Beziehung festhalten wollte? :unsure:
 

Benutzer123270  (43)

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Ich halte den Satz "Am Fremdgehen sind immer beide Schuld" zwar nicht für grundsätzlich falsch, aber für sehr irreführend. Er suggeriert nämlich, dass beide Partner gleich viel beigetragen haben, dass es zum Fremdgehen kommt und das muss einfach falsch sein, denn es gibt so viele verschiedene Beziehungen und noch mehr verschiedene Menschen. Und wenn ich mir ansehe, wie manipulierend und egoistisch manche Menschen handeln, dann bin ich mir sicher, dass nicht jeder Fremdgehende eigentlich die Absicht hatte, immer ehrlich zu sein und niemals den Partner zu hintergehen und dass der Betrug erst aus der Situation der unglücklichen Beziehung heraus entstand. :zwinker: Es gibt eben auch ganz einfach Arschlöcher (unter Männern wie Frauen).

Was in diesem speziellen Fall vorgefallen ist, kann ich nicht beurteilen. In einem Fall des schleichenden Auseinanderlebens finde ich es problematisch, überhaupt von Schuld zu sprechen. Das passiert eben. Und manche merken es erst, wenn sie gerade fremdgehen. Das ist zwar nicht unbedingt die feine Art, aber schließlich hat sie die Konsequenzen daraus gezogen und war ihrem (Ex-)Partner gegenüber ehrlich.

Was bleiben, sind Spekulationen. Vielleicht hat sie zuvor Bedürfnisse nicht offen kommuniziert. Vielleicht war die Beziehung eben doch nicht so das Wahre. Vielleicht hat sich ganz einfach die Liebe verabschiedet. So etwas passiert - meistens schleichend, aber das heißt nicht, dass einem das auch schleichend bewusst wird. Der Mensch ist gut im Selbstbetrug. Wahrscheinlich hat sie bis zum Schluss gehofft, dass sie ihren Partner liebt und die Beziehung perfekt ist. Kann man ihr vorwerfen, dass sie an der Beziehung festhalten wollte? :unsure:

Festhalten ist nicht schlimm. Aber sie hat wohl und das nicht nur vor ihm sondern auch vor anderen in seinem beisein immer wieder gesagt, wie sehr sie ihn liebt. Und das finde ich schlecht. Ob sie hinter seinem Rücken anders geredet hat weiß ich natürlich nicht. Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr Unverständnis für solches Verhalten habe ich.[DOUBLEPOST=1351510992,1351510612][/DOUBLEPOST]
Wahrscheinlich weiß sie es selbst (noch) nicht so genau, vielleicht wird sie es selbst nicht erfahren oder sich eingestehen können. Vielleicht traf sie zur falschen Zeit nur auf den richtigen Kerl und hat sich dann verrannt. Es mag vielleicht aber auch Gründe geben, die jetzt noch emotionalbedingt, nicht nachvollziehbar sind. Vielleicht hätte er aber auch ihr "gute Miene zum bösen Spiel" erkennen müssen, wollte es sich aber selber nicht eingestehen, um den Gedanken einer heilen Welt mitaufrecht zu erhalten. Nur die wenigsten Menschen sind wirklich gute Lügner und so wie Eltern lernen ihre Kinder zu "lesen", ist es auch mit den engsten Vertrauten meiner Meinung nach möglich. Klappt das wirklich nicht, dann oft nur, weil man es nicht sehen wollte.

Ich finde, am Beziehungsende sind entweder immer beide oder keiner schuld. Letzteres ist dann gegeben, wenn man sich auseindergelebt habt oder ein Zusammenkommen von vornerein eine dumme Idee war. Für Viele ist es eine starke emotionale Hürde eine Beziehung zu beenden, da suchen die Meisten lieber nach anderen Auswegen, nur um später sagen zu können, man hätte alles versucht und/oder hofft vielleicht insgeheim sogar, dass der Andere sich vorher trennt.

Naja, mir ist jedenfalls noch nie ehemaliges Pärchen unter die Augen gekommen, wo man nach mehrmaligen Hinsehen und Sinnieren wirklich nur einem Part die alleinige Schuld an der Trennung geben könnte.
Es ging ja mehr um die Unverschämtheit in mit so einer allgemeinen Aussage ohne weitere Begründung vor den Kopf zu stoßen. Von Selbstreflektion oder Erklärung, Null. Mein Freund reflektiert und reflektiert. Nochmal, er hat nie behauptet, er habe alles richtig gemacht. Aber er war immer ehrlich zu ihr im Umgang und in den Worten. Daran besteht für mich kein Zweifel. Sonst wäre ich nicht schon 20 Jahr mit ihm befreundet. Und es ist durchaus ein Mensch, der ausgelichen wirkt. Seit wenigen Tagen muss ich sagen wirkte. Aber es ist wahrscheinlich noch zu frisch für ihn.
 
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Benutzer42813 

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Ich finde diese "es sind immer beide Schuld"-Mentalität, grade in Punkto Fremdgehen, grausam.
Wenn Person A unzufrieden ist und statt den Mund aufzumachen und zu sagen "Hey, ich wünsche mir, dass XYZ anders läuft", den Partner im Glauben lässt alles sei super und hintenrum fremdfickt - wo zur Hölle hat der Partner da eine Mitschuld? Weil er nicht Gedanken lesen kann?

Ich habe beides erlebt, ich habe betrogen und wurde betrogen (gut, es waren "nur" Küsse, aber zumindest meiner damals war sehr leidenschaftlich und mit Feuer. Außerdem habe ich Männer erlebt, die ihre Frauen betrügen.

Und nie, nie, nie war der/die Betrogene komplett unschuldig.

Als ich damals betrogen wurde - da lag es daran, dass ich mich komplett aufgegeben hatte und mich selbst nur noch als Anhängsel das Mannes sah. Damit hatte ich ihm quasi komplett die Verantwortung für mein Leben und Glück aufgehalst. Das war natürlich viel zu viel, was ich da von ihm gefordert habe. Rückblickend tut es zwar immer noch weh - aber ich kann verstehen, warum er geflohen ist zu einer Frau, die einen Abend lang mal nicht mehr von ihm wollte als seine Gesellschaft, ohne dass er gleich noch die Last ihres ganzen Lebens tragen sollte.

Als ich betrogen habe (es war nur ein Kuss, aber dennoch - und ich schäme mich auch dafür), hatte ich vorher mehrfach den Mund aufgemacht. Wir hatten drüber gesprochen, was schief lief, er hatte versprochen, das er sich ändern wollte, war dann drei Stunden sehr aufmerksam - und entfernte sich dann jedes Mal wieder drei Tage lang von mir. Das tat sehr weh. Aber das hat er gar nciht gerafft, denn wir hatten ja drüber geredet, es hatte eine Lösung gegeben, er hatte sich Mühe gegeben - und wenn ich dann in den drei Tagen mit Distanz traurig war, sagte ich ihm immer nur noch, dass ich ihn lieb habe in der Hoffnung, dass er dann wieder mehr in meine Nähe käme.

Die Männer, bei denen ich es mitbekommen habe:

Bei dem einen wusste es die Freundin und hatte resigniert. Er war chronischer Fremdgeher, aber er hatte Geld. Ich habe keine Ahnung, ob es daran lag. Sie war unglücklich, sie wusste, dass er sich nicht ändern würde, und sie blieb bei ihm. Rückblickend tut sie mir sehr leid - ich hatte anfangs geglaubt, sie hätten eine offene Beziehung, so sehr wusste jeder von seinen ganzen Affären und Abenteuern -, aber sie hätte die Wahl gehabt, die Beziehung unter diesen Bedingungen zu beenden. Aber sie blieb bei ihm. --> Auch da: Zumindest Teilschuld bei ihr. Sie hätte die Beziehung beenden können, als sie kapierte, mit was für einer Art Mann sie da zusammen war.

Ein Ehepaar: Sie hatten seit Jahren keinen Sex mehr. Gespräche fruchten nichts - sie "will" einfach nicht. Ansonsten sind sie aber sehr glücklich miteinander. --> Klar, ein gesunder Mensch hat ein Bedürfnis nach Sexualität. Auch hier: Teil"schuld" bei ihr. Die beiden haben ein Gentleman's Agreement, nachdem sie wegschaut und er es diskret handhabt, die Ehe ist ansonsten sehr, sehr glücklich und voller Wärme und Zuneigung.

Eine Freundin von mir: Sie liebt ihren Freund, aber er belegt sie immer einhundertprozentig mit Beschlag. Jeden Abend will er sie sehen - und dann nicht etwa rausgehen, sondern zusammen vor dem Fernseher hängen. Klar, viele Leute mögen das - aber diese Frau nicht. Sie braucht Action. Es gibt Gespräche, Diskussionen, ein, zwei Mal lässt er sie gehen und hängt dann jedes Mal so eng an ihr, dass sie mit niemand anderem außer ihm reden kann, er unternimmt keine Anstrengungen, mit jemand anders ins Gespräch zu kommen... Weitere GEspräche. Tränen und emotionaler Druck von ihm: Du liebst mich ja gar nicht. Schließlich, nach vier Monaten, geht sie endlich wieder alleine auf die Piste. Die Liebe, die einmal so schön war, ist längst zu einem Gefängnis geworden und sie hat schon Angst, am nächsten Tag zurück in das Gefängnis zu müssen. Also - geht sie zu weit. Am nächsten Tag tut es ihr Leid, sie beichtet, sucht das Gespräch. "So wie jetzt geht es nicht weiter. Ich liebe dich wirklich, aber..."

Der Mann ist entrüstet und verlangt Wiedergutmachung. Er sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, dass die Frau nicht alleine weggehen sollte, weil sie sonst ja eh nur... usw.

***
Keiner von den mir bekannten Menschen, die je betrogen wurden, sind daran völlig unschuldig. Bis auf die Freundin des pathologischen Fremdgehers, der einfach diesen bösartigen Kick braucht, vielleicht... Aber auch die hätte die Augen aufmachen und es dann wenigstens beenden können, nachdem sie bei ihm blieb, ist sie ebenfalls mitschuldig.

Und der Fall, der hier im Eingangsposting beschrieben wurde, klingt nicht nach manipulativem, bösartigem und gezielten Fremdgehen mit dem Ziel des heimlichen und verbotenen Kicks. Also vermute ich einfach mal, dass hier tatsächlich beide eine Mitschuld tragen.
 

Benutzer123270  (43)

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Ich halte den Satz "Am Fremdgehen sind immer beide Schuld" zwar nicht für grundsätzlich falsch, aber für sehr irreführend. Er suggeriert nämlich, dass beide Partner gleich viel beigetragen haben, dass es zum Fremdgehen kommt und das muss einfach falsch sein, denn es gibt so viele verschiedene Beziehungen und noch mehr verschiedene Menschen. Und wenn ich mir ansehe, wie manipulierend und egoistisch manche Menschen handeln, dann bin ich mir sicher, dass nicht jeder Fremdgehende eigentlich die Absicht hatte, immer ehrlich zu sein und niemals den Partner zu hintergehen und dass der Betrug erst aus der Situation der unglücklichen Beziehung heraus entstand. :zwinker: Es gibt eben auch ganz einfach Arschlöcher (unter Männern wie Frauen).

Was in diesem speziellen Fall vorgefallen ist, kann ich nicht beurteilen. In einem Fall des schleichenden Auseinanderlebens finde ich es problematisch, überhaupt von Schuld zu sprechen. Das passiert eben. Und manche merken es erst, wenn sie gerade fremdgehen. Das ist zwar nicht unbedingt die feine Art, aber schließlich hat sie die Konsequenzen daraus gezogen und war ihrem (Ex-)Partner gegenüber ehrlich.

Was bleiben, sind Spekulationen. Vielleicht hat sie zuvor Bedürfnisse nicht offen kommuniziert. Vielleicht war die Beziehung eben doch nicht so das Wahre. Vielleicht hat sich ganz einfach die Liebe verabschiedet. So etwas passiert - meistens schleichend, aber das heißt nicht, dass einem das auch schleichend bewusst wird. Der Mensch ist gut im Selbstbetrug. Wahrscheinlich hat sie bis zum Schluss gehofft, dass sie ihren Partner liebt und die Beziehung perfekt ist. Kann man ihr vorwerfen, dass sie an der Beziehung festhalten wollte? :unsure:

Nein man kann ihr nicht vorhalten, dass sie an der Beziehung festhalten wollte. Aber dass sie ihn mit ihren Aussagen festhielt und in falscher Sicherheit festhielt werfe ich ihr schon vor.
 

Benutzer42813 

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Nein man kann ihr nicht vorhalten, dass sie an der Beziehung festhalten wollte. Aber dass sie ihn mit ihren Aussagen festhielt und in falscher Sicherheit festhielt werfe ich ihr schon vor.

Du, manchmal weiß man es einfach auch nicht, belügt sich selbst... Gerade, wenn man viele Liebesbekundungen macht, kann (muss nicht, aber kann) dahinter der nagende Zweifel stecken, ob man wirklich noch liebt... Man sagt dem anderen dann extra oft, dass man ihn liebt, um sich selbst davon zu überzeugen.

Das geht ein paar Monate gut, in denen man extrem zärtlich und liebevoll ist - und auf einmal passiert etwas, was einem die Augen öffnet.

So ging es mir am Ende meiner zweitlängsten Beziehung. Er hatte nichts falsch gemacht, er war und ist immer noch ein toller Mann - aber ich veränderte mich. Er blieb, wie er war. Ich versuchte, meine neuen Lebensentdeckungen mit ihm zu teilen - er wollte nicht. Er wollte, dass ich blieb, wie ich war und mcih nicht veränderte. Ich erzählte ihm wieder und wieder, wie sehr ich ihn liebte. Ich wollte mich selbst davon überzeugen, dass ich ihn immer noch liebte, obwohl sich so viel in mir und um mich herum veränderte.

Dann war da ein Abend und ein Mann... Wir hielten uns nicht mal an den Händen, aber es prickelte. Ich hatte damals schon genug Lebenserfahrung, um dem Prickeln nicht nachzugeben, aber es hätte leicht passieren können.

Und danach habe ich auch SChluss gemacht. Mehr oder weniger aus heiterem Himmel. Weil er nicht bereit oder in der Lage gewesen war, sich gemeinsam mit mir weiterzuentwickeln. Ich konnte es nciht in Worte fassen, ich hatte es mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal eingestanden.

Böse gemeint hatte ich es nie. Und trotzdem konnte ich die Beziehung von diesem ZEitpunkt an nicht mehr führen.
 

Benutzer121281  (32)

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Sicher gibt es Einzelbeispiele, bei denen auch der Betrogene eine "Mitschuld" hat. Aber Einzelbeispiele zu nutzen (und Flame, du weisst ich schätze deine Beiträge, aber du bist von meinem Eindruck hier keine wirklich stabile Person und etwas "extrem" was Beziehungen angeht), um eine generelle Aussage zu fertigen - das funktioniert einfach nicht.
 

Benutzer42813 

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Sicher gibt es Einzelbeispiele, bei denen auch der Betrogene eine "Mitschuld" hat. Aber Einzelbeispiele zu nutzen (und Flame, du weisst ich schätze deine Beiträge, aber du bist von meinem Eindruck hier keine wirklich stabile Person und etwas "extrem" was Beziehungen angeht), um eine generelle Aussage zu fertigen - das funktioniert einfach nicht.

Ich bin aber eine gute Beobachterin. Gerade das macht mich manchmal leicht instabil, weil ich zu viel wahrnehme und es erst mal alles sortiert kriegen muss. Insbesondere bei den Unterströmungen meiner eigenen Emotionen ist es für mich daher komplizierter als bei Leuten mit emotionalen Antennen, die weniger Unterströmungen aufnehmen, alles richtig auseinanderzusortieren, wenn es gerade akut ist.

Dennoch durchschaue ich Menschen und ihre Motive oft sehr genau und auch wertfrei, wenn ich es erst einmal sortiert habe. Genauer als fast alle anderen Menschen, wie ich mir zu meinem eigenen Leidwesen inz Die Beispiele waren auch nicht alle aus meinem Leben, sondern oft auch von Menschen aus meinem Umfeld.

***

Und ich finde, nimm es mir nicht übel, dass fünf unterschiedliche Einzelbeispiele, die man selbst genau beobachtet und wertfrei auf die dahinterliegenden Motivationen untersucht hat, Aussagen genauer untermauern als pauschale Wertungen wie "man darf nicht sagen, dass der Betrogene immer Mitschuld hat". Denn das ist die wissenschaftliche Methode. Fragestellung, Hypothesenbildung, Beobachtung, Deutung, Anpassung der Fragestellung, weitere Beobachtungen...

Ich schreibe nur über die Dinge, die ich selbst gesehen und beobachtet habe. Und dann, nach dem möglichst neutralen Schildern meiner Beobachtungen, kommt davon losgelöst die Deutung. Das tue ich nicht, weil ich in meinem eigenen Universum gefangen bin und mir nichts darüber hinausgehendes vorstellen kann und alles durch meine subjektive Brille betrachte, sondern weil ich Wissenschaftlerin bin und wenig von Glaubenssätzen halte. Ich möchte immer schauen, wie es tatsächlich ist, egal ob es den allgemein anerkannten Glaubenssatz bestätigt oder teilweise widerlegt.

Und genau so bin ich bei meinen Beispieln auch vorgegangen.

***

Glaubst du denn, mir hätte es damals nicht wehgetan und es wäre nicht grausam für mich gewesen, als ich mir eingestehen musste, dass ich wegen meinem eigenen Verhalten mehr Verantwortung dafür trug, dass mein Exfreund mich betrogen hatte, als er selber?

Aber wem soll es nützen, wenn man sich selbst belügt? Die Wahrheit bleibt doch trotzdem wahr. Und mir ist die Wahrheit immer lieber, auch wenn sie erst mal grausam ist. Denn nur, wenn man die Wahrheit auch über die eigenen Fehler kennt, kann man daraus lernen und es nächstes Mal besser machen.

Wenn ein eigentlich guter Partner einen betrügt, dann nur, weil beide (!) die Verantwortung dafür tragen, dass in der Beziehung was schief ging.

Wenn ein Partner einen betrügt, weil er menschlich nichts taugt - sorry, aber dann trägt der Betrogene auch Mitverantwortung. Er hätte bei der Partnerwahl nämlich genauer hinschauen müssen und sich selbst besser schützen.
 
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