Beziehung zu euren Eltern - erzählt mal

Benutzer7314  (41)

Verbringt hier viel Zeit
Liebe Leute,

Ich grübel derzeit so ein bisschen über die Beziehung zu meinen Eltern...und ich frage euch, ob das bei euch auch so ist und wie ihr da reagiert?

Kurz die Situation:
Also meine Eltern sind ansich fantastisch. Sie sind Mitte 70 bzw. Anfang 80 und haben meinen Bruder, so finde ich, zu verantwortungsvollen, herzlichen und gebildeten Menschen erzogen. Reich sind wir nicht, doch gefehlt hat nie etwas, und jedes Geld floss in Bildung, Gesundheit und unsere Entwicklung.

Nach ihrer Rente, also ab 70 fielen aber beide in neue Rollen - was, so denke ich normal ist.

Meine Mutter, immer stets ein Gluckentier, presste jedesmal, wann wir (mein Bruder, aber bei mir war es stärker) denn mal wieder nach hause zu ihnen vorbei kämen. Seit 3 Jahren habe ich ne feste Beziehung, Freundin hat Vorrang, da gibt sie sich schon Mühe, aber meine Freundin kriegt schon mit, dass sie gluckt.

Mein Vater ist schwieriger. Erstens haben wir politisch völlig sinnbefreite Diskussionen, weil er heute diametral andere Ansichten vertritt (latent oder offen rassistisch, die Sozialisten gehörne alle.... , die jungen rechten Politiker findet er alle "Genies" usw.), als in jenen, in denen er mich als junger Mensch erzog (tolerant, weltoffen und weltliebend, Weltenbürger, aufgeschlossen, neugierig, demokratisch). Er jammert ständig was er für Sorgen habe (er hat keine: ers super gesund, hat keine Schulden, 3 (bald 4) Enkelkinder, fährt mit dem Fahrrad etc.) Vor allem sorgt er sich, dass die 50 Jahre alte Heizung des Hauses irgendwann seinen Geist aufgibt (ernsthaft) - dass meine Freundin und ich, die bald Eltern werden, derzeit noch auf 53m2 und 2 Zimmern leben, weil es so schwer ist, eine Familienwohnung zu finden, das weiss er wohl, aber die Heizung ist viel sorgentreibender offenbar.

Ich liebe meine Eltern sehr, aber so regelmässige Situationen nerven und stressen einfach, und immer habe ich auch nicht die Kraft und Muse dafür, oder den richtigen Ton zu finden.

Kennt ihr das? Wenn ja, was macht ihr? Schaltet ihr auf Durchzug, reduziert ihr den Kontakt, oder fechtet ihr das eben jedes Mal aus?

Dnake für jede Gedanken dazu
 

Benutzer187358  (47)

Klickt sich gerne rein
Hallo C columbus ,
Na, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur baldigen Elternschaft !!

Sag mal, macht dir das Verhalten tatsächlich so sehr zu schaffen ?
Solche Geschichten höre ich öfter von Freunden von mir, dass die Eltern nämlich leider etwas weniger tolerant sind als in jungen Jahren, vieles von dem Neuen nicht mehr verstehen oder verstehen wollen..etc.

du scheinst ja in einer vorrangig guten und vertrauten Beziehung zu deinen Eltern zu sein wie du schreibst, du wirst sie wahrscheinlich nicht mehr ändern können, die Jahre und Erfahrungen gehen nicht spurlos an uns vorbei.
Wir leben in einer Zeit mit vielen Feindbildern ( Ungeimpfte, Verschwörungstheoretiker, Querdenker, Linke, Rechte, Ökos.....etc) da findet jeder etwas und dein Vater hat sich sein Feindbild geschaffen was dir zu schaffen macht.
Wenn er zu einer offenen Diskussion wie du sie dir vorstellst, nicht mehr fähig ist, wirst du ihn so nehmen müssen wie er ist... oder jetzt geworden ist.
Hast du denn das Bedürfnis, den Kontakt einzufrieren?
Wird eure Beziehung so sehr einer Belastungsprobe unterzogen ? Gibt es Positives ?
Wie sieht dein Bruder die Situation?

Einen Tip oder Rat erlaube ich mir nicht, da ich den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen habe...... ich brauche in meinem Leben niemanden, der mich nicht akzeptiert wie ich bin.
 

Benutzer180983 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich kann das verstehen. Meine Eltern waren auch manchmal anstrengend.
Zumal in der Zeit in der ich noch die ELW im Haus bewohnte.
War zwar ein eigener Eingang, aber dennoch hatte ich manchmal das Gefühl mich an- und abmelden zu müssen/sollen.

Mein Vater ist zwischenzeitlich gestorben. Wichtige berufliche und private Veränderungen hat er nicht mehr mitbekommen.
Wie sehr Eltern fehlen können merkt man an belanglosen Alltagssituationen: Wir haben ein neues Auto gekauft. Mein Vater hat immer neugierig geguckt, sich für Ausstattung interessiert.
Meine Mutter: „Ah es ist schwarz. Schön“

Heute würde ich alles dafür geben, mich wieder an -und abzumelden wenn ich komme und gehe.
Ich kann daher nur empfehlen, alle Macken der Eltern soweit die nicht absolut toxisch (neues Modewort) sind zu tolerieren.
Es gibt dafür keine 2. Gelegenheit im Leben. Gerade bei dem fortgeschrittenen Alter deiner Eltern.
 

Benutzer171790 

Öfter im Forum
Meine Mutter war 7 und ihr Bruder 2 als 1930 ihr Vater starb. Ihre Mutter konnte ihre Familie mit dem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb nur mühselig ernäheren. Da meine Mutter die ältere war, musste sie schon frühzeitig mitanpacken, ihren kleinen Bruder beaufsichtigen, sodass sie selbst keine glückliche Kindheit hatte. Sie bekam nur mit, dass der kleine Bruder die ganze Aufmerksamkeit, Liebe und Führsorge der Mutter und der Großeltern bekam und wurde natürlich eifersüchtig, weil sie sich selbst ja nicht erinnern konnte, dass sie damals als Kleinkind genauso umsorgt, geliebt und gehegt wurde. Ihr fehlte nachfolgend klarerweise die nötigen Wertschätzung und Anerkennung ihrer Familie und alles war selbstverständlich und es wurde erwartet, dass sie älterwerdend auch als Kindermädchch bei den Tanten mithalf oder in deren Familien auch als Arbeitskraft zu7 Verfügung stand.
Diese Prägung beeinflusste natürlich ihr späteres Verhalten als Ehefrau und Mutter, sie entwickelte sich zu einem rechthaberischen und streitsüchtigen Weib, das die Anerkennung ihrer Umgebung suchte. Da sie sehr ärmlich aufwuchs, hatte sie ständig finanzielle Existenzängste und traute sich keine größeren Vorhaben zu, weil sie hier wieder sehr unsicher und ängstlich war.
Weil sie selbst wenig mütterliche Unterstützung und Aufmerksamkeit erfuhr, verhielt sie sich uns Kindern gegenüber etwas eigenartig - meine Schwester war über 6 Jahre älter als ich. Meine Schwester unterstützte sie natürlich voll, nahm später intensiv an deren Familienleben teil und hatte sie so voll im Griff, was auch bewirkte, dass ihre Interessen einen hohen Stellenwert im Leben meiner Schwester und ihrer Familie hatten. Ich war der langersehnte Stammhalter und mir ging es natürlich nicht schlecht. Ich wurde schon sehr frühzeitig, ab 14, in wichtige Familienentscheidungen eingebunden und war auch voll in der kleinen Landwirtschaft federführend tätig, weil man Vater zwischenzeitlich arbeiten ging.
Nach der Pflichtschule konnte ich meine Ausbildungswünsche, Hotelfachschule oder Försterschule wegen der Weigerung der Eltern nicht umsetzen, sie ermöglichten mir aber den Besuch einer dreijährigen berufsbildenden Schule. Ab 17 führte ich ein eigenständiges Leben und ließ mich nicht mehr beeinflussen und mein Jobs suchte ich mir auch selber aus. Ich wohnte bis zur Verehelichung im Hotel Mama, war damals einfach so, half selbstverständlich weiter mit und war noch immer in wichtige Entscheidungen miteingebunden bzw wurde erwartet, weil ich am Grundstück meiner Eltern bauen konnte, dass ich auch ihren Anteil - Renovierung, öffentliche Abgaben usw mitfinanzierte, was ich natürlich ablehnte.
Mein Vater war mir immer ein verständnisvoller, liebender und ruhender Pol. Im Alter war es klar, dass wir, vorwiegend meine Frau jahrelang seinen Pflegebedarf mit abdeckten, weshalb ich dann vereinbarte, dass meine Schwester, sollte es jemals notwendig sein, den Pflegebedarf unserer Mutter übernimmt, was aber nicht notwendig wurde.
Meiner Mutter gelang es, sich immer als Bindeglied zwischen meine Schwester und mich zu drängen und dabei auch noch mit falschen Karten zu spielen, sie hielt und führte nicht zusammen sonder förderte Distanz und Misstrauen. Erst nach dem Ableben unserer Mutter bekam meine Schwester mit, wie sie von unserer Mutter beeinflusst worden war und wir fanden wieder echt innig zueinander.
Ich wollte meiner Mutter mehrmals eine Psychotherapie finanzieren, was sie aber strikt ablehnte.
Das Verständnis für das Leben bzw die Entwicklung meiner Mutter, gab mir echt die Kraft, sie trotz allem zu respektieren. Meine Eltern waren 63 Jahre miteinander verheiratet, aber es gab da nicht viele Tage, an denen meine Mutter keinen Streit mit meinem Vater führte. Ich bewundertre ihn, dass er ihr gegenüber nicht gewalttätig geworden war, weil sie in der Wortwahl und Körpersprache sehr aggressiv war.
Da auch die Schwiegermutter in ihrer Familie die Bestimmende war, waren meine Frau und ich uns einig, dass wir unser Familienleben für uns gestalten und schoteten uns etwas ab, was die erforderliche Unterstützung für die Eltern und Schwiegereltern - Landwirtschaft - natürlich nicht ausschloss.
Selbst habe wir unsere Kinder hoffentlich zu selbst- und eigenständigen Wesen erzogen, für die wieder deren Familien im Zentrum stehen. Wir unterstützen und helfen wo es gewollt und zugelassen wird, nehmen aber für uns von ihnen zur Zeit keine Hilfe in Anspruch. Bin es z B gewohnt, dass ich schon jahrzehntelang meine notwendige Forst/Holzarbeit - Eigenbedarf - alleine verrichte. Als wir noch aktiv einen kleinen Weinbau betrieben, brauchten wir die Hilfe der Kinder, bis auf die Weinlese auch nicht.
Bewusst ausführlich, weil man ja als Kind und dann als Elternteil selbst auch betroffen ist.
Selbst achte ich auf einen respekt- und liebevollen Umgang mit meinen Kindern und auch meinen Mitmenschen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Ja.
Schaltet ihr auf Durchzug, reduziert ihr den Kontakt, oder fechtet ihr das eben jedes Mal aus?
Das kannst Du doch am besten beurteilen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Wenn er wegen der Heizung jammert, sag ihm einfach, daß das lächerlich ist (es sei denn, eine neue Heizung würde Deine Eltern ruinieren). Bei politischen Dingen hat es meist keinen Sinn zu diskutieren. Entweder sagen, daß man darüber nicht sprechen will oder auf Durchzug schalten und nicht drauf eingehen.

Ich muß allerdings auch sagen: Wenn es sonst mit Euren Eltern keinen Streß gibt, könnt Ihr Euch nicht beklagen...
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer187957 

Klickt sich gerne rein
Liebe Leute,

Ich grübel derzeit so ein bisschen über die Beziehung zu meinen Eltern...und ich frage euch, ob das bei euch auch so ist und wie ihr da reagiert?

Kurz die Situation:
Also meine Eltern sind ansich fantastisch. Sie sind Mitte 70 bzw. Anfang 80 und haben meinen Bruder, so finde ich, zu verantwortungsvollen, herzlichen und gebildeten Menschen erzogen. Reich sind wir nicht, doch gefehlt hat nie etwas, und jedes Geld floss in Bildung, Gesundheit und unsere Entwicklung.

Nach ihrer Rente, also ab 70 fielen aber beide in neue Rollen - was, so denke ich normal ist.

Meine Mutter, immer stets ein Gluckentier, presste jedesmal, wann wir (mein Bruder, aber bei mir war es stärker) denn mal wieder nach hause zu ihnen vorbei kämen. Seit 3 Jahren habe ich ne feste Beziehung, Freundin hat Vorrang, da gibt sie sich schon Mühe, aber meine Freundin kriegt schon mit, dass sie gluckt.

Mein Vater ist schwieriger. Erstens haben wir politisch völlig sinnbefreite Diskussionen, weil er heute diametral andere Ansichten vertritt (latent oder offen rassistisch, die Sozialisten gehörne alle.... , die jungen rechten Politiker findet er alle "Genies" usw.), als in jenen, in denen er mich als junger Mensch erzog (tolerant, weltoffen und weltliebend, Weltenbürger, aufgeschlossen, neugierig, demokratisch). Er jammert ständig was er für Sorgen habe (er hat keine: ers super gesund, hat keine Schulden, 3 (bald 4) Enkelkinder, fährt mit dem Fahrrad etc.) Vor allem sorgt er sich, dass die 50 Jahre alte Heizung des Hauses irgendwann seinen Geist aufgibt (ernsthaft) - dass meine Freundin und ich, die bald Eltern werden, derzeit noch auf 53m2 und 2 Zimmern leben, weil es so schwer ist, eine Familienwohnung zu finden, das weiss er wohl, aber die Heizung ist viel sorgentreibender offenbar.

Ich liebe meine Eltern sehr, aber so regelmässige Situationen nerven und stressen einfach, und immer habe ich auch nicht die Kraft und Muse dafür, oder den richtigen Ton zu finden.

Kennt ihr das? Wenn ja, was macht ihr? Schaltet ihr auf Durchzug, reduziert ihr den Kontakt, oder fechtet ihr das eben jedes Mal aus?

Dnake für jede Gedanken dazu

Eine gute Balance halten.Bei manchen Dingen auf Durchzug schalten und es einfach hinnehmen. Bei manchen Dingen, die es wert sind, die mir wichtig sind, etwas sagen. Und ‚agree to disagree‘. Das funktioniert für mich am besten. Aber Kontaktabbruch wäre für mich auch keine Option.
 

Benutzer188258  (40)

Ist noch neu hier
Ich muß allerdings auch sagen: Wenn es sonst mit Euren Eltern keinen Streß gibt, könnt Ihr Euch nicht beklagen...

Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn sonst alles gut läuft, dann sei froh.

Meine Eltern haben meinem Bruder und mir auch alles ermöglicht: Schule, Ausbildung, Urlaube (Sommer ans Meer, Winter Skifahren), ein schönes Zuhause usw. Daher kann ich nicht meckern.
Allerdings musste ich mir sämtliche Freiheiten- als ich dann 16 war und Abends weggehen wollte - hart erkämpfen. Es wurde immer nachgefragt, wohin/mit wem/bis wann... echt nervig. Mein Bruder ist 2 Jahre jünger als ich, bei ihm wurde gar nicht nachgefragt. Und so ist das bis heute geblieben. Ich muss mich ständig melden/vorbei kommen bei ihnen, sonst ist meine Mutter ewig beleidigt, mein Bruder meldet sich 1x in der Woche und da wird nix gesagt...
Mich ärgert das bis heute, aber was soll ich machen? Is einfach so. Mittlerweile kann ich da auch besser auf Durchzug stellen.
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Das kenne ich so nicht, aber anders. Vorab: Ich liebe meine Eltern beide. Es sind die besten und liebsten Menschen überhaupt für mich und ich habe ein super Verhältnis zu ihnen. Bis auf eine sehr kurz spätpubertär Phase war das auch nie anders. Dass es da mal gekracht hat, lag sicher mehr an mir als an ihnen. Das ich so war, hatte aber auch Gründe.

Das einzige was mich heute manchmal stört, ist das besonders meine Mutter mich etwas zu sehr bemuttert, wenn ich mal zu Hause bin. Das ist nicht schlimm, kann aber schon nerven manchmal.
Vor allem geht es dabei auch immer wieder, darum dass ich mehr essen müsse, weil ich so dünn sei. Ich war immer schon zierlich und sehr schlank. Das wird sich vermuzlich auch so schnell nicht ändern. Ich bin trotzdem gesund und völlig im Normalbereich. Die ewige Diskussion ist lästig.
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Kann ich sehr gut verstehen - letztlich isses aber lieb gemeint. Wenn's zuviel wird, muß man halt mal motzen oder auf Durchzug schalten.

Da hadt du Recht. Ich weiß auch, dass sie es gut meint. Ich bin deswegen auch nicht böse. Es ist meckern auf ganz hohem Niveau. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das seit Jahren so ist und ein bisschen nerven kann.
 

Benutzer184468 

Sorgt für Gesprächsstoff
So etwas ist von außen immer sehr schwierig zu beurteilen. Ich kann nur von mir berichten:

Meine Mutter war in der Kindererziehung schon immer überfordert, hat aber dennoch 8 1/2 Jahre nach mir noch meine Schwester in die Welt gesetzt. Mein Vater kam nie gegen meine Mutter an und hat sich letztendlich dann auch nicht mehr in die Erziehung eingemischt, was zur Folge hatte, dass meine Schwester aufgrund vieler nicht nachvollziehbarer Entscheidungen seitens unserer Mutter die Beziehung zu meinen Eltern (nahezu) komplett abgebrochen hat.

Bei mir war es so, dass ich den Kontakt erst nach dem Tod meiner 4 Großeltern auf ein Minimum reduziert habe, weil ich diese zuvor nicht in die Familienprobs mit einbeziehen wollte.

Meine Mutter erkennt ihre Fehler bis heute nicht und will auch den Kontaktabbruch meiner Schwester nicht verstehen. Am Anfang sollte ich dann immer vermitteln, was letztendlich dazu geführt hat, dass ich mich inzwischen dort gar nicht mehr einmische.

Kurzum: Letztendlich musst du selbst entscheiden, wie groß die Differenzen sind und welche Konsequenzen für dich akzeptabel und richtig erscheinen. Ich habe jedenfalls oft mitbekommen, dass von Dritten ein Bruch vom "Kind" zu seinen Eltern immer schwer zu begründen ist und oft zu Unverständnis führt ("So etwas können man doch nicht machen, schließlich seien es die Eltern"). Meine Einstellung dazu ist, wenn Eltern grobe und uneinsichtig wiederholte Fehler machen, müssen sie auch mit den Konsequenzen zurechtkommen.


Edit: Das Wort "Tod" fehlte im 2. Absatz ... und wurde ergänzt
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer175612  (53)

Sorgt für Gesprächsstoff
Meiner Mutter gelang es, sich immer als Bindeglied zwischen meine Schwester und mich zu drängen und dabei auch noch mit falschen Karten zu spielen, sie hielt und führte nicht zusammen sonder förderte Distanz und Misstrauen.
Danke. Wie lange brauchte ich, um mit dem Mythos "Mutter" abzuschließen! Ich bin so dankbar jedem, der es wagt, die Wahrheit über seine Mutter, seinen Vater zu artikulieren!
 

Benutzer175612  (53)

Sorgt für Gesprächsstoff
1999 hatte ich eine Freundin, sie war sie liebenswerteste Person in meinem Leben. Ich schaute sie an... und ich dachte mir: "Warum zum Teufel lasse ich mich von meiner Mutter jahrelang terrorisieren? Es gibt Menschen, wie meine Freundin, freundlich, sympathisch, empathisch - alles Böswillige ist ihr fremd. Warum muss ich mit meiner Mutter diese toxische Beziehung führen, seit Jahrzehnten????" Ich habe dann einfach aufgehört, meine Mutter anzurufen. Und sie hat auch nie angerufen. Sechs Jahre lang. Bis 2005. Das waren die besten sechs Jahre in der Beziehung zu meiner Mutter - kein Kontakt. 2005 habe ich sie dann doch angerufen, aus gegebenem Anlass.
 
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