Gefühlschaos Beziehung stresst mich

Benutzer187394  (35)

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Hallo, ich brauch mal bitte Euren Rat. Ich bin derzeit total verwirrt und weiß nicht wie die Beziehung mit meiner Freundin weitergehen soll.

Ich (35) war vor unserer Beziehung 4 Jahre Single, hatte in der Zeit nur kurzen Sachen und hatte eigentlich aber immer nach einer Frau fürs Leben gesucht, nun dachte ich das ich scheinbar so eine Frau gefunden habe und trotzdem bin ich derzeit nicht glücklich mit der Situation.

Kennengelernt hatten wir uns Ende letzten Jahres über Tinder, wir fanden und schnell sympathisch – ich war aber noch nicht bereit für mehr weil ich damals noch an was alten zu knabbern hatte, damals hatte mich nach einer tollen Kennenlernzeit jemand von heute auf morgen geghoostet. Ein halbes Jahr später kam es endlich zum Treffen und es lief sehr gut. Wir trafen uns einige Male und sind dann nach gut 2 Monaten seit Juni offiziell zusammen. Ich war am Anfang etwas skeptisch ob aus uns was werden kann – sie hat schon ein Kind (4), außerdem bin ich mitten in einer Weiterbildung als Techniker, diese geht auch noch 1,5 Jahr. Sie meinte das sie damit kein Problem hat und mich auch unterstützen will. Mit ihrem kleinen kam ich sofort klar und der kleine mag mich auch sehr. Die erste Zeit lief alles entspannt, im Sommer hatte ich auch keine Schule …, doch seit September ist irgendwie der Wurm in unserer Beziehung drin. Wir sehen uns einen Tag mit Übernachtung in der Woche und dann Samstag und den ganzen Sonntag. Ihr ist es zu wenig und würde am liebsten ständig Zeit mit mir verbringen, ich finde das geht schon sehr in Richtung klammern. Ich brauch meinen Freiraum und hatte ihr das auch kommuniziert, doch irgendwie will sie das nicht verstehen. Sport habe ich ewig keinen gemacht und in meiner Weiterbildung habe ich derzeit auch Schwierigkeiten, weil ich keine Zeit zum lernen finde.

Mittlerweile finde ich das langsam alles zu anstrengend, sie ist nicht glücklich damit das wir nicht mehr Zeit zusammen verbringen, mir persönlich ist das derzeit völlig ausreichend und ich würde mir sogar manchmal wünschen das ich wieder einen Sonntag für mich allein hätte. Meine Freunde meinen auch das ich mich sehr verändert hätte und nicht mehr glücklich aussehe. Ich muss sagen das mein Leben vor einem Jahr wesentlich entspannter war als wie es derzeit für mich in der Beziehung ist.

Aufgeben möchte ich die Beziehung eigentlich nicht, weil meine Freundin sonst eine wirklich eine ganz liebe Person ist, die sonst viel für mich tut und mir oft zeigt wie sie mich liebt. So jemand zu finden ist es nicht leicht.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Wenn ihr in Sachen Nähe bzw Freiraum nicht auf einen Nenner kommt, dann kann das doch nichts werden.
Ihr Wunsch ist genauso legitim wie deiner, nur passt ihr dann einfach nicht zusammen.
 

Benutzer187394  (35)

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Warum hast Du den denn nicht?

Was sagt sie denn dazu, dass Du Jedes Wochenende + 1 Tag in der Woche zu viel findest?
Ich hab Samstag die Weiterbildung, daher ist es für sie eine Selbstverständlichkeit geworden den Sonntag mit ihr zu verbringen.

Ich finde es in meiner derzeitigen Situation zu viel, sie kann das ganze gar nicht verstehen. Sie würde am liebsten ständig bei mir sein und kann meinen Wunsch nach Freiraum nicht nachvollziehen.

Natürlich kann ich ihre Situation auch nachvollziehen, das sie gern einen Partner an ihrer Seite hat der ständig für sie da ist, auch um sie wegen ihrem Kind zu entlasten. Aber das bei mir das nicht möglich ist, wusste sie ja von vornherein.
 

Benutzer184451 

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Dass man exakt die gleichen Vorstellungen von Nähe/Distanz hat, ist wohl eher untypisch, viele Paare gehen einen Kompromiss ein. Kenne das Problem selber auch und wir konnten uns auf ein gutes Mittelding einigen. Hat aber auch nur funktioniert weil wir insgesamt doch ein ähnliches Nähebedürfnis haben, wenn auch nicht das gleiche. Soll heißen, wenn ihr da echt komplett unterschiedliche Vorstellungen habt, kann das schwierig werden. Die frühere Beziehung von meinem Freund ist übrigens genau daran gescheitert, auch wenn sonst alles gut war.
Warst du vor einem Jahr auch glücklicher, nicht nur entspannter? Eine Beziehung kann auch schon mal Arbeit sein und Nerven kosten, aber wenn es einem ohne den anderen besser geht und man überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommt, ist das ein sehr schlechtes Zeichen, was ich ernst nehmen würde.
 

Benutzer186762  (50)

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Ich verstehe Euch beide. Ich war auch zwischendurch immer mal für ein paar Jahre Single und da entwickelt sich das eben, dass man mal einen Tag für sich braucht. Allerdings finde ich jetzt Sonntag plus einen Tag eher wenig für einen Beziehungsanfang. Da gleich von Klammern zu reden, finde ich übertrieben.

Was ich überhaupt nicht verstehe ist, wenn Kinder den neuen Partner so früh kennenlernen. Aber das ist wohl Off Topic.
 

Benutzer148761  (33)

Meistens hier zu finden
Muss sie denn nicht arbeiten, dass sie so viel mehr Zeit hat als du?
 

Benutzer185561  (31)

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Ich verstehe dich jetzt nicht so ganz. Wo ist denn genau dein Problem. Du hast sie gern, sie hat dich gern. Dass dir 1 Abend unter der Woche + Samstagabend und der Sonntag schon zu viel ist, kann ich nicht ganz verstehen. Zu einer Beziehung gehört eben auch, dass man zeit miteinander verbringt. Das würde ich auch noch nicht "klammern" nennen. Eure Erwartungen scheinen da einfach sehr weit auseinander zu gehen. Ich nehme an, du arbeitest und bildest dich nebenher weiter. Klar ist das anstregend und benötigt viel Zeit. Du solltest dich also fragen, ob du die Zeit, die übrig bleibt mit deiner Freundin verbringen möchtest, ins Lernen investieren möchtest oder mit etwas anderen. Nur die Zeit mit deiner Freundin sollte ja nicht anstrengend sein, sondern Ausgleich und Halt gegen. Sonst stimmt etwas nicht. Was wird denn nach den 1,5 Jahren sein? Wirst du dann mehr Zeit haben, kommt ein Zusammenziehen in Frage? Vielleicht solltet ihr das gemeinsam planen. Sie wird es sicher verstehen, wenn du ihr sagst, dass Job + Weiterbildung viel Zeit binden. Du solltest Ihr aber eine Aussicht bieten. Was sich in 1,5 Jahren ändern könnte.
Wenn du aber glaubst, alleine besser dran zu sein, musst du die Beziehung beenden.
 
G

Benutzer

Gast
Ich finde es recht wenig Zeit die ihr in der Anfangsphase miteinander verbringt. Das soll nicht heißen, dass man jeden Tag aufeinander hocken muss, aber ich kann deine Freundin schon gut verstehen, da man ja auch am Anfang einer Beziehung recht viel von dem Partner kennenlernen will und auch so viel Zeit wie es geht mit ihm verbringen möchte. Ich kann auch dich verstehen, dass es eine stressige Zeit für dich momentan ist. Aber Versuch dich selber zu fragen, ob es das richtige für die Zukunft ist, wenn du jetzt schon findest das ihr zu viel Zeit miteinander verbringt. Wie wird es für dich sein wenn ihr mal zusammen ziehen wollt? Möchtest du überhaupt mit ihr mal zusammen ziehen? Versuch dich selber zu reflektieren, ob es dich glücklich macht.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Ich hab Samstag die Weiterbildung, daher ist es für sie eine Selbstverständlichkeit geworden den Sonntag mit ihr zu verbringen.

Ich finde es in meiner derzeitigen Situation zu viel, sie kann das ganze gar nicht verstehen. Sie würde am liebsten ständig bei mir sein und kann meinen Wunsch nach Freiraum nicht nachvollziehen.
Sorry, ich rate selten so direkt dazu, aber in diesem Fall ist die Sache einfach zu eindeutig: in einem der wichtigsten Dinge, in denen Partner übereinstimmen sollten, passt es bei Euch überhaupt nicht. Und das wird sich nicht ändern, das sind individuelle lebens- und beziehungsbestimmende Ansichten.


Natürlich kann ich ihre Situation auch nachvollziehen, das sie gern einen Partner an ihrer Seite hat der ständig für sie da ist, auch um sie wegen ihrem Kind zu entlasten.
Wenn sie einen Papa für ihr Kind sucht, dann soll sie das direkt sagen. Dass Du eine Freundin/Partnerin suchst, wird sie ja wohl gewusst haben. Das ist also kein Grund.


Aber das bei mir das nicht möglich ist, wusste sie ja von vornherein.
Das ist einfach der Klassiker: Partner #1 sagt "Ich brauche Freiraum" udn denkt "Ich brauche Freiraum". Partner #2 sagt: "Kein Problem, ich gebe Dir Freiraum." und denkt "Wenn wir erstmal zusammen sind, bekomme ich ihn schon dazu, nur noch für mich da zu sein."
Man glaubt gar nicht, wie oft das vorkommt und früher oder später zu großen Problemen führt. Wie bei Euch jetzt auch.
Und ich denke, das wird dann auch das baldige Ende Eurer Beziehung sein, denn Eure Wünsche sind einfach in einem grundsätzlichen Punkt zu unterschiedlich, da wird es auch keine Kompromisse geben, die Beide glücklich machen.
 

Benutzer174233  (33)

Öfter im Forum
Wenn sie einen Papa für ihr Kind sucht, dann soll sie das direkt sagen. Dass Du eine Freundin/Partnerin suchst, wird sie ja wohl gewusst haben. Das ist also kein Grund.
Ist vielleicht ein bisschen zu weit gegriffen aus der Aussage des TS abzuleiten, dass seine Freundin nur einen Vater fürs Kind sucht.


Einem Mann der sich auf eine Mutter einlässt muss nun mal schon bewusst sein, dass er nicht nur eine Partnerin bekommt, sondern Teil einer kleinen Familie wird. Das Kind lässt sich ja nicht ausblenden.
Ich glaube auch gar nicht, dass der TS damit meint, dass sie ihm das Kind aufs Auge drückt um sich selbst einen faulen Lenz zu machen.
Man kann ja auch entlasten indem man "eine Schulter zum anlehnen" und ein offenes Ohr nach einem stressigen Tag bietet.

Der TS sagt zwar, dass er versteht, dass das der Grund sein könnte warum sie ihn gerne mehr und viel um sich hat. Aber ich glaube, dass er eben das nicht ganz versteht. Bzw. hat er die Situation vielleicht von vornherein unterschätzt.
Jetzt hat er eine Freundin mit Kind, die sich mit ihm was aufbauen will, er selbst hat aber eigentlich selbst viel um die Ohren und hängt seiner freien Zeit, die er als Single hatte, noch sehr nach.

Eine Beziehung führen ist nun mal nicht das selbe wie Single sein.

Vielleicht braucht es da auch einfach noch etwas Zeit sich wieder daran zu gewöhnen und umzustellen. Wenn das Gefühl, dass die gemeinsame Paarzeit zu viel ist und nervt, aber noch länger andauert, wäre es nur fair das mit der Beziehung nochmal zu überdenken und dies der Freundin schnellst möglich zu kommunizieren, denn für sie ist das sonst auch verschwendete Zeit. Und das Kind sollte sich auch nicht an jemanden gewöhnen der gar keine Zeit und Lust hat.
 

Benutzer186759  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich fasse mal zusammen:

- Du hast wegen Weiterbildung und Arbeit ohnehin schon kaum Zeit
- Du möchtest in deiner wenigen Freizeit eigentlich auch gerne Sport/Freunde unterbringen
- Du suchst trotzdem aktiv nach Partnerinen auf OD-Apps
- Du willst "eine Frau fürs Leben"
- Du beschwerst dich, dass diese Frau ein wenig Zeit für eine gemeinsame Beziehung möchte

Nix für Ungut, aber vielleicht solltest du die nächsten 1,5 Jahre halt noch Single bleiben, wenn dir 2 Tage die Woche für ne Partnerin schon zu stressig sind. Das ist einfach unfair gegenüber jeder Frau, die sich was Festes erhofft.
Jetzt sitzt du in dem Boot und musst ne Lösung finden.
Entweder beißt du dich jetzt durch stressige 1,5 Jahre, wenn du das Gefühl hast, dass diese Frau es wert ist oder du beendest die Sache, weil du zu unglücklich damit bist und sortiert dich und deine Erwartungen an eine Beziehung erstmal.
 

Benutzer186166  (38)

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Nun, ich persönlich finde ja 3 Tage die Woche Paarzeit nicht unbedingt super viel und verstehe Ihren Wunsch .

Wenn Dir das schon zu eng ist und Du nach Freitaum schreist, ist sie wohl nicht die Richtige.
 

Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
Mittlerweile finde ich das langsam alles zu anstrengend, sie ist nicht glücklich damit das wir nicht mehr Zeit zusammen verbringen
Nun, ich denke, da könnt ihr doch einen nenner finden. Macht doch 1 freien Sonntag oder gar Samstag - Sonntag im Monat ab.
Oder ihr seht Euch dann halt unter der Woche mehr.

Es ist klar, dass man sich nach 4 Jahre Single sein wieder umgewöhnen muss. Mir geht es gerade ähnlich und ich muss da auch in mich rein gehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und jetzt muss man sich halt wieder umstellen.

Aber, mach Dir auch Gedanken, ob Du nicht auch ein bisschen Bindungsängstlich bist. Das wäre ein typisches Verhalten, dass sobald man sich etwas enger bindet, dass man dann Sorge hat, es könnte schon wieder zuviel sein. Darunter liegt ja die Angst, dass man wieder verletzt wird und es am Schluss eh nur "weh" tut. Ob das bei Dir der Fall ist, kann ich nicht beurteilen, nur so als kleiner Gedankenanstoss.
 

Benutzer187394  (35)

Ist noch neu hier
Es ist klar, dass man sich nach 4 Jahre Single sein wieder umgewöhnen muss. Mir geht es gerade ähnlich und ich muss da auch in mich rein gehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und jetzt muss man sich halt wieder umstellen.

Aber, mach Dir auch Gedanken, ob Du nicht auch ein bisschen Bindungsängstlich bist. Das wäre ein typisches Verhalten, dass sobald man sich etwas enger bindet, dass man dann Sorge hat, es könnte schon wieder zuviel sein. Darunter liegt ja die Angst, dass man wieder verletzt wird und es am Schluss eh nur "weh" tut. Ob das bei Dir der Fall ist, kann ich nicht beurteilen, nur so als kleiner Gedankenanstoss.
Ich glaube du hast da schon etwas Recht. Mit dem Umgewöhnen das stimmt definitiv, ich war in den letzten Jahren mein eigener Herr, hatte viele interessante Reisen unternommen (u.a. 3 Monate Asien) und hab immer spontan entschieden auf was ich gerade Lust hatte - das geht natürlich so nicht mehr. Mit der Bindungsangst, das hatte meine Freundin auch schon angesprochen und etwas dran scheint schon so zu sein. Nach der blöden Geschichte vom letzten Jahre habe ich mich schon verändert, so verletzt will ich nicht nocheinmal werden.
 

Benutzer187100  (58)

Sorgt für Gesprächsstoff
Als ich mich in meinern jetzigen Mann verliebt habe, war ich überzeugter Single. Aber ich war nun mal verknallt, hab ihn angebalzt wie ein Auerhahn und mir über die möglchen Konsequenzen keine Gedanken gemacht. Erst nachdem er mir nach einer Bedenkzeit sein Ja-Wort mit der Ansage gab: „Wenn du mich willst, dann nur, wenn du mit mir zusammenziehst, anders bin ich nicht zu haben.“

Darüber habe ich nachgedacht und erstmal „Ach du Scheiße“ gesagt. Wir wohnten 500 km voneinander entfernt und für mich wäre ein verlängertes WoE alle zwei Wochen völlig ok gewesen.

Wir haben uns einigen können. Nicht einfach, aber wenn man sich auf ein gemeinsames Ziel einigen kann, kann man gemeinsam Lösungen finden statt an Problemen rumzuzerren.

Wenn du sie liebst und mit ihr zusammen leben willst, und sie umgekehrt dich ebenso liebt, könnt ihr daran gehen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Wenn du Zweifel hast, ob ein Familienleben wirklich das ist, was du willst, hak die Sache ab.
 
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