Beziehung ohne Streit möglich?!

Benutzer183126 

Klickt sich gerne rein
Den Partner bewusst provozieren und damit Streit auslösen? Warum tut man das?
Man testet Grenzen aus? So steckt man sein Claim ab. Ich hab es mir abgewöhnt, in sein Revier zu pinkeln, um meins zu markieren. Außerdem passiert das bei vielen Menschen sowas von unbewusst, meist, weil sie sich selbst provoziert fühlen. Erst im Nachhinein erkennt man ein Muster. ...Dazu muss man aber erst einmal emotional geworden sein, um das zu erkennen.
Manchmal ist es auch bloß gut für den Sex.
...Hat also nicht zwingend was mit böser Absicht zu tun.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Streit setzt aber voraus, dass ich den anderen schon manchmal provoziere oder zu neudeutsch trigger, damit er seine Emotionen offenbart. Reden kann er viel, am Ende des Tages zählt nur sein Handeln. Mit Worten stellen wir uns immer besser da, als wir sind. Sobald wir unsere Emotionen zeigen wird es ehrlich.
Sehe ich persönlich anderes. Man kann sehr wohl ehrliche Worte finden und offen ausdrücken. Dazu muss man nicht erst die Grenzen des anderen austesten und provozieren, um diesen ehrlich kennenzulernen.
Nur ist Ehrlichkeit im Alltag selten erwünscht und wird als schwäche wahrgenommen, da gilt es nur darum zu funktionieren. Daher denke ich, man gewöhnt sich Emotionen nicht mehr zu artikulieren bzw. lernt auch nicht mehr diese in Worte zu fassen.
Und ich muss aber seine Emotionen kennen, um darauf Rücksicht nehmen zu können und er meine.
Ich denke da ist dein Trugschluss. Nicht du musst seine Emotionen kennen, sondern jeder muss sein eigenen Emotionen erstmal kennen und vorher erkennen. Damit man klar sagen kann, worauf andere besser Rücksicht nehmen sollten. Nur braucht das Zeit und viel Verständnis und das hat man in der Regel selten. Also wird "falsche" Rücksicht genommen und Dinge dann gar nicht mehr angesprochen. Aber wer nur versucht nie anzuecken oder etwas falsches zu sagen, merkt gar nicht mehr, wie man eigentlich selber und warum man so fühlt.
Und manchmal muss ich bockig sein, wenn etwas in der Beziehung so läuft, womit ich partout nicht leben kann. Reden hilft da wenig, weil man das endlos durchziehen kann, ohne zu einem gewünschten Ergebnis zu kommen. Derjenige, der sich immer zurücknehmen muss, bricht für gewöhnlich irgendwann entnervt und als reines Emotionsbündel aus.
Nein muss man nicht, man kann sich auch einigen das man unterschiedlicher Meinung ist und oder die Dinge anderes macht und sich auf ein vorgehen einigen. Wenn man den Anderen aber schnell dazu bewegen will, die Dinge so zu machen wie man es möchte, dann ist bockig sein oder lautes emotionales Streiten kein gutes, aber häufig verwendetes Mittel.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich bin auch immer pro Kompromiss und contra Konflikt. Warum sollte ich bockig sein? Als Erwachsene? 😳

Nee, sorry, das ist mir echt zu albern. Ich habe ja auch eine Vorbildfunktion zu erfüllen.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Es gibt ja anscheinend wirklich Menschen, die Drama in ihrem Leben förmlich brauchen und deshalb auch bewusst Öl ins Feuer gießen und Streit vom Zaun brechen. Das fände ich persönlich für mich echt schlimm, ich möchte so keine Beziehung führen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer183941 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das fände ich persönlich für mich echt schlimm, ich möchte so keine Beziehung führen.
Das Problem dabei ist, dass es oft um Kleinigkeiten geht die es überhaupt nicht wert sind überhaupt ein Wort darüber zu verlieren.

Hier knistert es auch mal keine Frage. Aber das ist nach 10 min auch wieder gut. Ich sage immer : beim zu Bett gehen muss es auch wieder gut sein und Frieden auf und unter der Decke herrschen.
 

Benutzer183126 

Klickt sich gerne rein
Dazu muss man nicht erst die Grenzen des anderen austesten und provozieren, um diesen ehrlich kennenzulernen.
Sehe ich anders.

lernt auch nicht mehr diese in Worte zu fassen.
Muss auch nicht immer auf Teufel komm raus gequatscht werden.

Nicht du musst seine Emotionen kennen, sondern jeder muss sein eigenen Emotionen erstmal kennen und vorher erkennen.
Da ich mit ihm in einer Partnerschaft bin, gehören seine Emotionen zwangsläufig mit dazu. Wenn es mir nur um meine Emotionen geht, kann ich nen X-beliebigen Typen nehmen, Hauptsache, er sieht gut aus.

. Damit man klar sagen kann, worauf andere besser Rücksicht nehmen sollte.
Och, das versteht er schon. Ich kann mich da sehr klar ausdrücken. Wie gesagt, wir haben auch beide kein Problem damit. Wir sind da mehr aus dem gleichen Holz geschnitzt.

und viel Verständnis
Ja, und um Verständnis geht es nicht selten bei diesen Barrikadenkämpfen. Man kann es nicht, möchte es aber gerne. Nicht selten gelingt es dann auch.

Aber wer nur versucht nie anzuecken oder etwas falsches zu sagen, merkt gar nicht mehr, wie man eigentlich selber und warum man so fühlt.
Mit Fug und Recht kann ich behaupten, dass die Angst vorm Anecken nicht mein Problem ist.

Nein muss man nicht, man kann sich auch einigen das man unterschiedlicher Meinung ist und oder die Dinge anderes macht und sich auf ein vorgehen einigen.
Das funktioniert auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Und genau deshalb sage ich ja, dass es keinen Sinn hat, alle Emotionen zu zügeln, Temperament abzugewöhnen und bei nem Tässchen Tee ewig und 3 Tage zu diskutieren. Wenn es nicht passt, dann passt es nicht. Dann sollte man die Tür zuhauen und zulassen. Man kann nicht alles mittels Ratio wegdiskutieren, nach dem Motto, was nicht passt wird totgequatscht!

Warum sollte ich bockig sein? Als Erwachsene? 😳
Neben Erwachsene bin ich aber noch Mensch und habe unterbewusste Abwehr und Verteidigungsmechanismen. Und die werde ich mir auch nicht abgewöhnen, um in eine Norm zu passen. Klappt ja auch.

Es gibt ja anscheinend wirklich Menschen, die Drama in ihrem Leben förmlich brauchen und deshalb auch bewusst Feuer ins Öl gießen und Streit vom Zaun brechen.
Die gibt es. Es gibt aber auch Friedenspfeifen, die wirklich ALLES als Drama ansehen. Totschlagargument. Es soll doch tatsächlich Abstufungen geben. Ist natürlich kompliziert, wenn man das nicht so differenzieren kann.

und Frieden auf und unter der Decke herrschen.
Öhm... ach lasst, ich schreib lieber nen Blog.
 

Benutzer184386  (51)

Ist noch neu hier
Beziehung ohne Streit gibt es für mich nicht. Es ist nicht so, dass ich etwas absichtlich provoziere aber wenn man sich voll und ganz Emotional der Beziehung hingibt, gehört das dazu. Ist mitgebucht. Eine Beziehung ist für mich ein Minenfeld, da tritt man ab und an auf eine Mine, die dann hochgeht. Von derjenigen/demjenigen der/dem man am nächsten steht, wird man am stärksten getroffen, verletzt, getriggert. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es sich um eine Kleinigkeit handelt oder um etwas wirklich grundlegendes. Die Explosionskraft ist die selbe.
Zentral ist, dass wir nach einem Streit wieder zueinander finden. Das ist die grosse Kunst und bringt einem Schritt für Schritt weiter in der Beziehung und auch als Persönlichkeit. Es ist kontra-intuitiv (schönes Wort, nicht) aber die Liebe bleibt durch den Streit und die Versöhnung erhalten und wird gestärkt.
 
G

Benutzer

Gast
Ich hasse Streit und wir sind beide in der Lage erwachsen zu kommunizieren
Streit bedeutet ja nicht, dass man gleich hysterisch wird, oder an die Decke geht. Man legt nur seinen Standpunkt etwas energischer/deutlicher dar. Manchmal hat man im Alltag eben nicht geschnallt, dass etwas dem anderen wichtig ist. Natürlich ohne den Partner zu verletzen, erniedrigen etc.

Wichtig ist, dass Streit auch schnell wieder zu Ende ist. Dazu gehört, dass man eigene Fehler einsieht und auch verzeihen kann, sodass man nicht ständig etwas aufs Butterbrot geschmiert bekommt.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Streit setzt aber voraus, dass ich den anderen schon manchmal provoziere oder zu neudeutsch trigger, damit er seine Emotionen offenbart.
Wie kommst du darauf? Verletzt oder getriggert habe ich noch nie bewusst, auch an unbewusst kann ich mich nicht erinnern. Gestritten haben wir dennoch.
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
Offenbar muss ich temperamentloser Mensch mir mal schnell was her suchen, worüber ich mich mit dem Mann streiten kann. Öh, öhm, öööhhh... Puh. 🤔

Ich meide bockige und überzogen emotionale, laute Menschen tatsächlich im allgemeinen, nicht nur in der Beziehung. Find ich super anstrengend, wenn ständig so viel Aufmerksamkeit gefordert wird.
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin ein temeperamentvoller Mensch und ich geh auch gern mal hoch. Aber dass ich das bewusst mache, um ihn zu provozieren*? Dass ich damit mein imaginäres Revier markiere und seine imaginären Grenzen anpinkel? Bzw. vllt sollte ich beim nöchsten mal sein Essen anpinkeln - frei nach dem Motto: Da ist pipi von mir drauf, das gehört mir!!

Okay er würde vermutlich mir raten zum Arzt zu gehen, dass wäre sogar für ihn over the top.

Um mich zu behaupten, muss ich ihn nicht "triggern". Wenn ich das muss, tja dann ist es eine echte Beziehungskriese. Ist unschön für ihn, unschön für mich. Ggf. unschön für mein Umfeld, wenn ich mit mieser Laune es an allen auslasse. 🤷‍♀️

Ne sorry, so sehr ich gerne mit ihm Kämpfe und sexuelle Machtkämpfe habe, so sehr finde ich es lächerlich innerhalb der Beziehung Reviere zu haben. Dafür bin ich zu sehr der Typ Mensch: Binde ich mich an einen Menschen, so teile ich fast alles. Einzig das Essen, da waren wir uns einig. Meine Süßigkeiten sind meine und seine sind seine. Ging ganz ohne pieseln und ganz ohne Streit. Hält jetzt seit 10 Jahren die Regelung. Ansonsten gibts kein anderes Thema, wo wir strikte Trennung haben in "Revieren".

Und wenn ich einmal eine seiner Grenze überschritten habe, dann sicherlich nicht um bewusst zu provozieren*, sondern weil ich es nicht wusste. Und da gabs kein bombastischen Streit, sondern einfach die Anmerkung "War schon scheiße von dir". Und ich frag höchstens "Was?" und dann erklärt er es mir 🤷‍♀️

Mir bedeutet mein Partner tatsächlich zu viel, als dass ich mit ihm so umgehen würde wie mit anderen Leuten. Ich verkneife mir bissige Kommentare, ich verkneife mir Kommentare, die ihn verletzen und wenn ich es nicht kann, dann plädiere ich für ein Timeout.

Soweit habe ich mein Temperament unter Kontrolle, um ihn nicht bewusst zu provozieren* oder zu verletzen. Das hat auch nichts mit "sich behaupten müssen" zu tun.

* Ich spreche hier von "Ich provoziere einen absichtlichen Streit" provozieren und nicht von einem "Ich provoziere ihn, weil er so verdammt lustig drauf reagier" provozieren. Zweiteres ist vollkommen legitim.
 

Benutzer183126 

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Um mich zu behaupten, muss ich ihn nicht "triggern"
Ob man das muss oder nicht, ist nicht von Belang. Das läuft unbewusst ab. Dieses Triggern dient auch nicht dazu, den Partner zu unterwerfen oder klein zu halten. Und von ernsthaft verletzen habe ich auch nichts erwähnt.
Tatsächlich ist es nicht einmal so selten, dass ziemlich sensible Personen das stärker tun, als andere. Dabei geht es darum, Zugang zu der Gefühlswelt des anderen zu finden. Und Provozieren kann durchaus etwas spielerisches sein und muss keineswegs unter die Gürtellinie gehen.
Ich frag mich echt, wie man sofort auf diese Überzeichnungen kommt? Ständig lärmende, streitende Menschen, die nur Drama und ständige Aufmerksamkeit wollen? Seltsam, dass ich an sowas nicht sofort denke. Vielleicht liegen da die Trigger doch eher auf anderer Seite. Ernsthaft, die Horrorszenarien, die Ihr gleich vor Augen habt, sind nicht üblich. Schlimmer, dass man da im mittel- und westeuropäischen Raum gleich drauf kommt. Muss ich zugeben, finde ich bedenklich. Echt jetzt.
Darüber hinaus gibt es temperamentvolle Menschen, bei denen es zwar durchaus etwas hoch hergehen kann, wenn sie streiten. Wenn beide vom gleichen Kaliber sind, schadet das überhaupt und quält sie auch nicht. Die halten das aus. Und das kann man durchaus positiv werten.
Je nachdem wie stark das Temperament ausgeprägt ist, mögen manche auch schneller in Streit geraten. Für gewöhnlich sind bei denen nach EINMALIGEM Kampf die Fronten geklärt. ...Sie fangen nicht immer wieder mit dem gleichen Thema an, unter dem Deckmäntelchen, ja nur über Gefühle und die Qualität der Beziehung reden zu wollen. Damit kann man ja alles entschuldigen...
und ich bin damit auch hier raus. Das Thema hatten wir nun in meinem Blog, durchaus mit guten Anregungen ohne Horror, Tod und Teufel. Somit ist mein Bedarf gedeckt.
Ihr könnt mich dann jetzt rauslassen.
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Ich frag mich echt, wie man sofort auf diese Überzeichnungen kommt? Ständig lärmende, streitende Menschen, die nur Drama und ständige Aufmerksamkeit wollen?
Weil das für mich dieses provozieren und streiten ist - und irgendwie auch so für die Allgemeinheit.

Alles andere würde für mich unter Meinungsverschieden fallen und die werden entweder fix geklärt oder aber ausdiskutiert - sachlich und nicht emotional geladen. Das ist für mich aber schlichtweg kein Streit.
 

Benutzer183126 

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Und ich empfinde es nicht als schädlich, wenn Emotionen im Spiel sind. Ganz im Gegenteil, das Unterdrücken von Emotionen ist erfahrungsgemäß ganz und gar nicht ungefährlicher. Aber wie gesagt, das Thema ist für mich an dieser Stelle durch und wird an anderer Stelle fortgeführt. Jetzt ist allerdings Feierabend und Wochenende.
Genießt die Sonne.
 

Benutzer174969  (28)

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Und ich empfinde es nicht als schädlich, wenn Emotionen im Spiel sind. Ganz im Gegenteil, das Unterdrücken von Emotionen ist erfahrungsgemäß ganz und gar nicht ungefährlicher.
Naja ich muss keine Emotionen unterdrücken. Ich kann sie ausdrücken, ohne dass es in einem Streit ausbricht. Genauso kann er mir seinen Emotionen mitteilen ohne Streit. Das ist dann keine Diskussion, sondern aktives zuhören und dann schauen, was wir ändern können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer177622 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn ich meine Emotionen als erwachsener Mensch nicht steuern kann, dann läuft etwas falsch, ganz eindeutig.

Ganz im Gegenteil, das Unterdrücken von Emotionen ist erfahrungsgemäß ganz und gar nicht ungefährlicher
Es geht nicht um Unterdrücken. Es geht um alters- und entwicklungsgemäßes lenken-können.
 

Benutzer22359  (37)

Sehr bekannt hier
Ich diskutiere liebend gern, streiten mag ich aber garnicht. Normalerweise warne ich da rexht früh in einer Beziehung vor, da emotionaler Streit bei mir dazu führt auf Stur zu schalten und recht gefühlskalt zu reagieren. In einer längeren Beziehung ging man so streiten aus dem Weg und diskutierte vorwiegend (teils ins allgemeine gezogen) oder schrieb Brief. Für mich war das so sehr angenehm, aber sie fand das auf Dauer sehr einengend. Heisst ja nicht das es keine Meinungsverschiedenheiten gab, aber wenn man Änderungen erreichen will bei mir sagt man Dinge besser ruhig und mit Argumenten. Eine kürzere Beziehung war auch aus kulturellen Gründen mit einigen Missverständnissen versehen. Sie war etwas angriffslustiger, aber das endete meist nicht gut weil emotionsloses Kopfschütteln halt sehr brutal für eine emotional involvierte Person sein kann. Ist halt nicht so einfach mit mir.
 
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