Beziehung ohne Streit möglich?!

Benutzer95335  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo
ich würde gerne mal folgendes von euch wissen, so ganz generell.
Meint ihr es ist möglich, das man keinen Streit in einer Beziehung hat, oder ihn so weit wie möglich vermeiden kann?
Also ich denke ja, wenn ich an meine letzte Beziehung denke, das wir gerade da viel Streit vermeiden hätten können, wenn wir öfters geredet hätten.
Das muß natürlich von beiden Seiten passieren. Also ich glaube generell, das wenn man halt einfach offen ist, und viel miteinander redet
und sich sagt, wenn man Probleme hat, das man den meisten Streitigkeiten aus dem Weg gehen kann.

Wie seht ihr das denn so? Habt ihr in euer Beziehung selten Streit, vielleicht sogar gar nicht?
Was macht ihr um Streit zu verhindern? Ist es überhaupt möglich über alles was kommt, normal miteinander zu reden?
Müssen die Fetzen fliegen, oder geht es eigentlich ohne?

Vor allem wie seid ihr so wenn Streit ausbricht, oder es dazu kommt, oder mal jemand sauer ist auf den anderen?
Besser direkt klären, oder das erstmal jede Partei die Luft raus lässt, und man vielleicht 1h später redet oder einen Tag z.b. ?
Jeder mal seine Ruhe hat..

Bin mal gespannt auf eure Antworten.
 

Benutzer183007 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ja, leben wir seit Jahren.

Es gibt wohl einfach - mittlerweile - gar keine Reibungspunkte mehr. :grin:

Worüber streitest du denn so?
 

Benutzer95335  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Im moment gar nicht, da ich gerade nicht in einer Beziehung bin, lerne grad jemanden kennen.

Aber in meiner letzten Beziehung wurde von meiner Ex immer über so Kleinigkeiten gestritten..
z.b. das ich unseren Hund angemeldet hatte, ohne mit ihr darüber zu reden.. und
ich weiß nicht was noch alles...
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Definiere Streit :grin:

Wir sind uns manchmal uneins, wir sagen uns, was nicht passt, auch deutlich. Aber ich würde tatsächlich nicht behaupten, dass wir streiten.
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Doch, wir streiten. Die ersten Jahre so gut wie gar nicht, seit den Kindern aber öfter. Nicht über die Kinder, aber ich glaube, wir haben dadurch weniger Zeit nur miteinander, mehr Stress und mehr Missverständnisse.
Wir versuchen, es direkt bzw noch am gleichen Tag zu klären, immer klappt das aber nicht. Auch, weil manchmal der einen Partei gar nicht klar ist, dass was im Argen ist.
Oft streiten wir aber immer noch nicht. Diskussionen, ja. Streit aber eben nicht.

Würden wir oft streiten, würde ich mich nicht wohlfühlen. Ich hasse Streit. Aber es gibt Paare, da gehört das dazu.
 

Benutzer173996  (44)

Öfter im Forum
Ob wir uns überhaupt nicht streiten, kann ich noch nicht sagen. Unsere Silberhochzeit kommt ja erst in ein paar Monaten.
 

Benutzer180126 

Sorgt für Gesprächsstoff
Bei uns kann es auch mal zum Streit kommen, z.B. wenn auch hohe Belastungen außerhalb der Beziehung dazu kommen. Wichtig ist da aber auch die Streitkultur und das Wissen, dass keiner den anderen mit Absicht verletzen möchte. Und die restlose Versöhnung ist wichtig, dass man auch über seinen Schatten springen kann und auf den anderen zugeht, obwohl man sich im Recht fühlt. Und wenn man im Unrecht war, dieses auch von sich aus sagen kann.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich streite generell im Leben nur ganz selten.
Wenn so viel Disharmonie da ist, dass es zu richtigen Streits kommt, dann passt gewaltig was nicht.

Meinungsverschiedenheiten und du was zählt für mich nicht als Streit. Das ist menschlicher Alltag :grin:
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Wo beginnt denn für Dich Streit?
Ist eine Meinungsverschiedenheit schon Streit?
Oder mal ein kleines Gezicke?
Oder erst dann, wenn man sich anbrüllt oder beleidigt?

Eine Beziehung ohne Meinungsverschiedenheiten kann ich mir nicht vorstellen. Die finde ich aber auch nicht problematisch, wenn man sie konstruktiv klären kann.
Die gelegentlichen, kleinen Zickereien könnten wir uns sicher sparen, die sind uns aber nicht wichtig genug, um da groß zu investieren.

Ich persönlich könnte wohl auch eher nicht ganz ohne die leidenschaftlicheren Streits, mein Mann schon eher.
Sie sind bei uns aber selten, nie von langer Dauer, nie respektlos und immer ganz gut in konstruktivere Bahnen gelenkt.

Wir mussten da beide dazulernen. Ich gehe relativ schnell hoch, bin ungeduldig und impulsiv und habe damit sprichwörtlich schon deutlich Porzellan unnötig zerschlagen.
Er ist Konfliktvermeider und hat mich damit anfangs auf die Palme getrieben.
Das hat sich zurechtgeruckelt, ich habe mehr Impulskontrolle und Aushalten, dass er seine Zeit braucht, erlernt und er weiß, dass ein kleiner Ausbruch bei mir nichts existenzielles ist und hat gelernt, in der Streitsituation ein Mindestmaß an Kommunikation zu erhalten.
 
G

Benutzer

Gast
Merke: Das beste am Streit ist der Versöhnungssex!

Im Ernst: Streiten gehört dazu, aber man sollte dabei kein Porzellan zerbrechen (sprichwörtlich). Manches kann man eben nicht wieder rückgängig machen.

Wenn man dauernd über Kleinigkeiten streitet, ist das oft nur Nebenkriegsschauplatz und in Wirklichkeit liegt eine tiefere Unstimmigkeit in der Beziehung zu Grunde. (Deswegen ist deine letzte möglicher Weise auch geplatzt.)

Noch eine Phrase, die aber wirklich stimmt: Kommunikation ist das A&O. Kalte Schulter und Gesprächsverveigerung sind die absoluten Beziehungskiller!
 

Benutzer183126 

Klickt sich gerne rein
Daran glaube ich nicht, an eine Beziehung ohne Streit. Man muss nur mehr reden, niedliche Theorie und gleichzeitig Utopie. Solange Emotionen daran hängen, bedeutet das nun einmal auch ein Stück weit Kampf. Da sind Lebewesen nun mal drauf ausgelegt.
Außerdem lassen Worte eine Menge Spekulationsspielraum.
Sie schreit noch nicht, also kann mein Vergehen noch nicht so schlimm sein- er macht weiter. ...Da hatte ich tatsächlich schon mal einen Ex-Freund, der so gedacht hat. ...Bedankt Euch bei dem, wenn ich die Leute schon mal anschreie.

Ich kann meinem Partner 100 Mal erklären, dass mich sein Verhalten verletzt. Blöderweise ist er da aber anders gestrickt, ihm würde es vermutlich nicht einmal etwas ausmachen, wenn man sich ihm gegenüber so benimmt, ergo kann er das nicht nachempfinden. Er versteht zwar meine Worte, aber er weiß trotzdem nicht, was ich von ihm will. Also bocke und zicke ich solange, bis er es zwar immernoch nicht nachempfinden kann, aber versteht: ok, es muss ihr wohl wirklich auf den Zeiger gehen, weil es langsam auch für mich unangenehm wird.
Das kann er dann empfinden!
Und der Mensch besteht nun mal zu 90% aus Emotionen, Vermeidungs- und Angriffstaktiken, unbewusstes Verhalten, geformt durch Erfahrungen. Nur 10 % logisches Denken, gepaart mit bewusster Entscheidung kann er für sich verbuchen,
ich weiß, die Kopfmenschen behaupten was anderes. Aber die weisen alle Emotionen meist von sich, weil sie keinen guten Zugang zu ihnen haben und sie deswegen verunsichert sind. Sie handeln also nicht rational, sondern haben lediglich Schiss vor den eigenen Emotionen oder denen der anderen. In Wahrheit sind ach so rationale Menschen meist nix anderes, als Kontroll- und Sicherheitsfreaks mit einem Hang zum Asperger.
Ich weiß, dass sich dadurch nicht wenige Leute herausgefordert sehen, mir möglichst wortreich widersprechen zu wollen, in der Hoffnung, dass ich spätestens beim Mittelteil die Konzentration und somit den Überblick verliere. ...Die wollen nicht wirklich, dass ich es verstehe, die setzen bloß auf die gute, alte Zermürbungstaktik.
Für gewöhnlich vereitel ich eine Zermürbungstaktik, indem ich ins Wort falle, laut werde oder eine Aussage ins Lächerliche ziehe. Das ist nicht gemein, das ist Notwehr. Emotionale Menschen haben nun mal eine etwas leidliche Konzentration. Es sollen nun mal echt schon Menschen ins Koma gequatscht worden sein.
Ich habe da einen Ex-Kommilitonen, Psychologie/Soziologie. ...Ja, ich weiß, ich muss betrunken gewesen sein, als ich meine Studienfächer gewählt habe..., der glaubt allen Ernstes, dass man alle Probleme dieser Welt lösen kann, wenn man nur lang und breit darüber redet. Dieses Reden und diskutieren setzt sich aus elendig langen Monologen zusammen, bei denen er hofft, dass das gegenüber so schwindelig wird und vergisst, selbst das Wort zu ergreifen. Wer nicht widerspricht, der ist einverstanden, so in seinem rationalen Spatzenhirn.
Sollte dann doch jemand widersprechen, wiederholt er immer und immer wieder seinen fein auswendig Rotz, in der fatalen Hoffnung, bei seinem Opfer eine Konditionierung zu erreichen, die eigentlich mehr eine Gehirnwäsche ist und man aus lauter Verzweiflung seiner Meinung ist, nur damit er endlich die Klappe hält.
Muss ich erwähnen, dass ihm bisher jede Partnerin weggelaufen ist? Und ich bin auch gegangen und dabei war ich nur die Kommilitonin.
Nein, man kann nicht alles zerreden. Vorher kochen die Emotionen beim Gegenüber doch mal über. ...Zu Recht! Vollkommen zu Recht!
Deswegen müssen schon mal undankbare Kompromisse gefunden werden, in Handrücken gebissen werden oder auch der Partner gebissen werden.
Falls jemand findet, dass ich die Kopfmenschen nicht ganz ernst nehme- damit hat er recht. Das ist keine Böswilligkeit, ich kann es nur nicht verstehen und nachempfinden.
Eine normale Partnerschaft sollte einen Streit aushalten können, auch wenn der nicht bei einem Tässchen gewaltfreiem Lindenblütentee und Argumentationsstäbchen geführt wird. Ich muss meinen Partner auch nicht immer verstehen. es reicht, wenn ich ihn akzeptieren kann. Und er mich.
Außerdem gibt es Menschen, die von Natur aus aggressiver sind. ...Von Natur aus, Emotionen sind nicht zwangsläufig pathologisch. Aggressivität bedeutet auch nicht, dass sie einem gleich den Kopf abbeißen, um ihn auf einen Bratspieß zu stecken. Sie werden halt nur schon mal ...pissig.
Ferner sind diese Menschen auch durchsetzungsfreudig, ehrgeizig und tatsächlich empathisch. ...Sie fürchten Emotionen nicht, deswegen können sie die ernst nehmen, auch die des anderen.
Wo Licht ist, ist eben auch Schatten.
Und mein Partner ist ja auch nicht ganz leicht. Ein Mann wie ein Pulverfass. Oh Gott, schon allein dafür liebe ich ihn. Manchmal ist er auch einfach nur bockig. Dann neigt er wieder zu emotionalen Ausbrüchen. Keine Ahnung, wieso er so ist, aber ich liebe ihn dafür. Da ich ihn behalten will, muss ich das also ernst nehmen. ...Oder auch einfach mal akzeptieren müssen. Was such ich mir auch einen Südländer?
Kein Mitleid, ich will es ja gar nicht anders haben. ...Aber natürlich muss ich hin und wieder schon mal schreien. ...Schon allein, damit er mich hören kann.
Und ich muss ehrlich sagen, das ziehe ich jedem Kopfmenschen und ellenlangen Diskussionen vor.
Ok, ich muss zugeben, ich kann mich auch nicht wirklich kurzfassen. Kurzum, nein, man kann nicht jeden Streit vermeiden. Man kann ihn totschweigen, bis die Suppe dann doch irgendwann überkocht und einem um die Ohren fliegt.
Sollte ich einen Partner haben, mit dem diese Streits aus Emotionen heraus keine Einigung bringen, werde ich wohl akzeptieren müssen, einfach den falschen Partner zu haben.
Sind halt nicht alle Menschen kompatibel.
 

Benutzer175418  (39)

Öfter im Forum
Wir haben schon viel gestritten in knapp 20 Jahren. Vieles hat uns weiter gebracht. Das ein oder andere hätte uns fast auseinander gebracht. Letztlich war es dann aber doch für etwas gut. Sonst wären wir nicht mehr zusammen.
An eine Beziehung ohne Streit glaube ich nicht. Zumindest nicht eine richtige Langzeitbeziehung.
Man entwickelt sich ja auch weiter und dann müssen grundlegende Grenzen neu definiert werden.
Ja, das klingt nach Revierkampf unter Tieren. Im Prinzip ist es auch ganz ähnlich.
Für mich aber in Ordnung so. Denn wenn ich das nicht wollte wäre ich nicht so lange beim gleichen Mann.
Im Laufe der Jahre haben sich unsere Streits verändert.
Ich kann aber nicht sagen das sie besser oder produktiver geworden wären. Sie sind nach wie vor nervig. Besonders wenn ich eigentlich Unrecht habe 😅
Aber im Ernst, Streit gehört dazu. So kann man immer wieder neu ausloten wo man steht.
Also alles easy wie ich finde.
 

Benutzer182523  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Das man nicht immer einer Meinung ist halte ich für ganz normal. Es ist die Streitkultur auf die es ankommt und ob man dazu fähig ist etwas auszudiskutieren ohne den anderen dabei respektlos zu behandeln.
Ich empfinde meine Beziehung nicht als weniger glücklich nur weil wir ab und an mal nicht einer Meinung sind.
 

Benutzer181361 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich hab jetzt die letzten Einträge nicht gelesen. Ich bin mit meinen Freund seit April 2020 zusammen und wir haben noch nie gestritten. Ich hasse Streit und wir sind beide in der Lage erwachsen zu kommunizieren. Alles entspannt.
 

Benutzer184531  (27)

Ist noch neu hier
Ich finde das Streit dazu gehört. Wichtig ist aber welche Streitkultur in der Beziehung herrscht. Ich hatte schon toxische Beziehungen in denen wir uns gegenseitig beschimpft haben, also jeglicher Respekt gefehlt hat wenn wir uns gestritten haben - das geht auf Dauer nicht gut. Dann gab es Beziehungen in denen der Andere zu allem immer Ja und Amen gesagt hat, nur um Streit zu vermeiden - ist auch nicht gerade der richtige Weg. Ich denke man sollte bei Meinungsverschiedenheiten immer versuchen den Standpunkt des anderen zu verstehen, möglichst ruhig zu bleiben und vielleicht auch abzubrechen, wenn man zu aufgebracht ist, um im Affekt nichts zu sagen, was man später bereuen könnte. Aber es ist auch wichtig, dass man den Ärger nicht in sich "hineinfrisst", sondern dass man Probleme anspricht, weil sonst auf Dauer Distanz entsteht. So war zumindest meine Erfahrung bisher!
 

Benutzer174589 

Meistens hier zu finden
Unsere Streits in den letzten 16 Jahren, kann ich an einer Hand abzählen.

Wir diskutieren Dinge aus, aber auch das kommt eher selten vor, weil wir eigentlich recht ähnlich ticken und uns schnell einig sind.

Richtig streiten ist für mich auch etwas unglaublich schlimmes. Egal mit wem.
 

Benutzer180521 

Sorgt für Gesprächsstoff
Meinungsverschiedenheiten gehören dazu, ich will ja nicht mit meinem Klon in einer Beziehung sein. Aber ich komme mit echten Streit sehr schlecht klar. Wenn es zu hitzig wird, werden Dinge gesagt, die man lieber sofort zurücknehmen möchte, weil sie das Gegenüber verletzen. In meiner Beziehung hatten wir vielleicht zwei oder drei mal richtigen Streit, über Themen, zu denen wir grundverschiedene Überzeugungen hatten. Da mussten wir irgendwann sagen: Es reicht, wir kommen hierin auf keinen gemeinsamen Nenner. Aber kleinere Konflikte kann man sehr gut dadurch lösen, indem man einfach ehrlich ist über das, was man möchte, und guten Zugang zu den eigenen Emotionen und Bedürfnissen hat. Gleichzeitig sollte man sich bemühen, den Partner wirklich zu verstehen, um nicht irgendetwas vorauszusetzen, was nicht stimmt. Für mich hat das bis jetzt gut funktioniert.

An den TS: Wenn du damit häufiger Probleme hast, dann lies dich mal ein bisschen in Konfliktmanagement ein. Entwickle von dir aus ein konstruktives Konfliktverhalten (z.B. Ich-Botschaften, Bedürfnisse frühzeitig und ohne Vorwurf äußern, Kritik richtig formulieren und annehmen können,...). Wenn du das selber kannst, wirst du auch schneller erkennen, wenn sich jemand anderes in Konflikten destruktiv verhält und schnell entgleist. Dann kannst du überlegen, ob eine Person mit diesem Konfliktverhalten zu dir kompatibel ist und nicht erst in der Beziehung bei der dreißigsten Katastrophe die Reißleine ziehen.
 

Benutzer77893 

Meistens hier zu finden
Meint ihr es ist möglich, das man keinen Streit in einer Beziehung hat, oder ihn so weit wie möglich vermeiden kann?
Möglich ist das schon aber nicht erstrebenswert.
Wie seht ihr das denn so? Habt ihr in euer Beziehung selten Streit, vielleicht sogar gar nicht?
Ja hatte eine Beziehung mit wenig Streit, das hat die Beziehung aber auch nicht gerettet, sondern vielleicht eher geschadet.
Was macht ihr um Streit zu verhindern? Ist es überhaupt möglich über alles was kommt, normal miteinander zu reden?
Müssen die Fetzen fliegen, oder geht es eigentlich ohne?
Ob die Fetzen fliegen müssen das hängt sehr von den Charakteren ab. Aber Streit aktiv zu verhindern ist meist eine schlechte Idee, besonders wenn man anfängt Dinge nicht mehr anzusprechen.
Vor allem wie seid ihr so wenn Streit ausbricht, oder es dazu kommt, oder mal jemand sauer ist auf den anderen?
Ich bin selbst durchaus schwierige und bin mir dessen auch bewusst. In der Regel hilft es den Streit einfach verbal zu beenden und mir etwas Zeit zu lassen. Aber nicht um das Thema zu vermeiden, das schadet am Ende nur.
Besser direkt klären, oder das erstmal jede Partei die Luft raus lässt, und man vielleicht 1h später redet oder einen Tag z.b. ?
Kommt drauf an... Klar ist es besser alles direkt zu klären, aber zu viele Dinge auf einmal, ohne Luft, lässt einen nicht Logisch darüber nachdenken. Ich würde daher sagen Luft raus lassen ist wichtig, aber genauso ist es wichtig ein Tag später, noch einmal darüber in ruhe zu reden.
 

Benutzer173437 

Öfter im Forum
Meint ihr es ist möglich, das man keinen Streit in einer Beziehung hat, oder ihn so weit wie möglich vermeiden kann?
Ja ... wir leben das seit Jahren. :grin:
Was macht ihr um Streit zu verhindern? Ist es überhaupt möglich über alles was kommt, normal miteinander zu reden?
Müssen die Fetzen fliegen, oder geht es eigentlich ohne?
Mein Mann und ich sind uns sehr ähnlich, was Lebensansichten und Lebensvorstellungen betrifft. Wir sind nicht nur Liebende, sondern auch beste Freunde. Wir reden rechtzeitig miteinander, bevor irgendwas hochkochen kann. Wir konnten uns bisher immer "friedlich" einigen. Dieses friedlich einigen, funktioniert aber nur, wenn beide Seiten immer respektvoll miteinander umgehen und den Partner wertschätzen.

Wir sind beide sehr autonom und müssen deshalb keine Kämpfe mit dem Partner ausfechten, was den Vorteil hat, dass man an Probleme sachlich und konstruktiv ran gehen kann. Hinzu kommt, dass wir beide sehr viel und auch noch die selbe Art von Humor besitzen. Und gerade mit Humor und wenn man nicht alles im Leben so bitterernst nimmt, ist es einfach leichter.

Wir kritisieren uns nicht, weil wir der Meinung sind, dass wir erwachsen sind und nicht mehr "erzogen" werden müssen. Klar haben wir beide unsere Ecken und Kanten und sind keinesfalls perfekt... nur können wir mit der Unperfektion des anderen sehr gut umgehen und auch leben.

Das war bei uns beiden in früheren Beziehungen nicht so. Da gab es Machtkämpfe, Streitigkeiten wegen Kleinigkeiten, verletzte Gefühle ... eben die gesamte Bandbreite dessen, was man sich in Beziehungen gegenseitig antun kann.

Manchmal sind wir selbst ganz erstaunt, wie gut Beziehung funktionieren kann, zumal wir es beide nicht von den Elternhäusern im positiven Sinne vorgelebt bekommen hatten.
 
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