Berufliche Zukunft: Ungewiss, Liebe: Verloren, Was will ich? Ein Haufen strukturierter Gedanken...

G

Benutzer

Gast
Hallo,

mal schauen was hierbei heraus kommt. Ich denke, vielleicht hilft es mir auch ein bisschen, alles aufzuschreiben. Es wird sehr viel werden. Ich versuche es spannend zu schreiben, damit man nicht einschläft beim lesen und es etwas zu strukturieren. Dickes Danke an jeden, der sich das komplett durchliest.

Wie alles anfing

Es geht hier nicht nur um Berufliches sondern irgendwie um… Alles. Das letzte Jahr lief für mich irgendwie nicht so gut. Um das zu erklären, muss ich leider stark ausholen. Vor 8 Jahren habe ich meine Lehre als Koch in der gehobenen Gastronomie beendet. Joa war nie der Beste Job, aber ich kam damit klar. Gab schlechtere Zeiten (Betriebe) und Bessere. 2017 hatte ich es gerade eigentlich ziemlich gut und dachte das könnte gut genauso weiter gehen. Dann lernte ich eine Frau kennen.

Wir verliebten uns und es war alles superschön. Dann stellte ich aber bald fest, dass unsere Arbeitszeiten sehr verschieden waren. Sie: WE frei, Ich: Arbeit. Sie: 15 Uhr Feierabend, Ich: 11 Uhr Dienst, 22:30 Uhr Feierabend. Natürlich haben wir uns anfangs auch spätnachts getroffen, aber allzu lange ging das mit ihren Arbeitszeiten nicht gut. Wir würden uns auf Lange Sicht kaum sehen, selbst bei gemeinsamer Wohnung.

Raus aus der Gastro

Ich hatte Angst sie dadurch zu verlieren. Ich beschloss als Quereinsteiger die Branche zu wechseln. Scheißidee. Ich fühlte mich überall unwohl und nicht „passend“. Teilweise ging es so weit, dass ich im Auto morgens vor Dienstbeginn saß und geheult hab wie eine Mimose, weil ich den Gedanken furchtbar fand, jetzt wieder zu dieser Arbeitsstelle zu müssen. Dementsprechend hatte ich dann schon mehrere Sachen ausprobiert. Meine Freundin kriegte natürlich auch irgendwie mit, dass das alles nicht so wirklich erfolgreich war und war auch schon etwas angespannt.

Dann kamen meine Eltern auf mich zu, die gemerkt hatten, dass ich versuchen wollte aus der Gastro heraus zu kommen. Meine Mutter kommt auch aus der Gastro und hatte vollstes Verständnis und wünschte sich glaub ich auch, dass ich diese Branche ebenfalls wieder verlasse, zu meinem eigenen Besten. Wenn ich noch einen Schulabschluss nachmachen wollte, würden sie mich mit einem Taschengeld unterstützen, dass ich nicht in finanzielle Schwierigkeiten kommen würde. Das war weniger ein Angebot, sie wollten es auch unbedingt. Ich nahm also dankend an und besuchte 2 Jahre Vollzeit die Schule um mein Abi nachzumachen.

Abitur & Persönliche Veränderung

Erstaunlicherweise bestand ich mit 1,0. Es waren sehr erfolgreiche 2 Jahre und ich war auch stolz auf mich. Ich veränderte mich allerdings auch wesentlich. Aus einem selbstbewussten, eher extrovertierten und energetischem Menschen, der zwar Macken und Knackse hatte, aber mit sich selbst Total im Reinen war, wurde ein verkopftes, lerngestresstes Nervenbündel, was stundenlang Bücher wälzte, um auch noch das letzte Quäntchen aus jeder Projektarbeit raus zu holen. Stetig präsent war das Thema der Studienwahl (mein neues Ziel), womit ich auch die Nerven meiner Partnerin sehr strapazierte. Ich vernachlässigte auch emotional und zeitlich meine Beziehung. Mein Ein und Alles, was die hauptsächliche Motivation für meine Umschulung gewesen war.

Am Abend vor der Abiturprüfung trennten wir uns. Aus kommunizierten Gründen, die glaube ich nicht wirklich die Trennungsgründe waren, sondern nur eine Aufzählung an Sachen, die uns hin und wieder gestört hatten. Der eigentliche Trennungsgrund war denke ich meine Veränderung, mein Versäumnis. Und ich hatte die Sache auch noch angeleiert, weil ich merkte, dass sie unzufrieden war. Ich fühle mich bis heute mies deswegen. Ich glaube, sie hätte sich wohler gefühlt ich hätte nochmal eine Ausbildung gemacht. Das Studium war ihr nicht geheuer und ich selbst war mir auch unsicher damit und konnte sie nicht bestärken. Das war nicht der Hauptgrund, aber bestätigte sie wahrscheinlich, dass ich keine sichere Wahl war.

Ich holte mir mein Zeugnis ab und fühlte mich leer. Keine Freude. Die 1,0 war plötzlich n Scheiß wert. Im selben Monat segnete mein geliebtes Auto das zeitliche. Die Reparaturkosten waren für einen Studenten einfach nicht mehr zu rechtfertigen. Es war mein wertvollster Besitz. Ich hing an dieser Karre. Ich hatte sie mir zugelegt, als ich meine Herzensdame kennen lernte und das schmerzte dann irgendwie doppelt. Ich verlor meine Liebe, mein Auto, mein Zu Hause. Ich musste ausziehen und zeitweise bei meinen Eltern wohnen, bis ich eine Wohnung gefunden hatte. Schlimme Zeit für jemanden der sein Leben bis vor 2 Jahren komplett unabhängig gelebt hatte und für den seine Wohnung immer ein spezieller Ruhepol gewesen war. Ich möchte hier kein Mitleid heischen, nur meine Situation so darstellen, wie sie sich für mich anfühlte. Eine Wohnung als Student zu finden war schwer und lief nur über Vitamin B meines Vaters.

Studium & Resignation

Mein Eltern wollten mir natürlich auch weiterhin finanziell Rückendeckung geben. Das wusste ich sehr zu schätzen, aber grundsätzlich habe ich ein Bedürfnis nach Unabhängigkeit und es störte mich zunehmends. Ich wusste aber, dass ein Vollzeitstudium der Informatik (das war meine Wahl) in Regelstudienzeit nur schwer ohne Finanzspritzen zu bewerkstelligen ist, wenn man alleine wohnen möchte. Ich zog also in die neue Wohnung.

Ich glaube in mir drin wusste ich schon, dass ich eigentlich keinen Antrieb mehr hatte zu studieren. Informatik hatte ich gewählt, weil die Job-Aussichten gut waren, mich das Thema Computer interessierte und alles andere nicht wirklich eine Alternative war. Tja. Unterbewusst muss mir schon klar gewesen sein, dass das nicht die besten Aussichten waren, um ein knackiges Naturwissenschaftsstudium durchzuhalten. Meine Hauptmotivation, meine Partnerin, hatte ich auf dem Weg verloren. Nach kurzer Zeit stellte ich schnell fest, dass das Studium der Horror war und mich die Theorie nicht nur nicht interessierte, sondern in einigen Kursen schon auf einem Niveau eingestiegen wurde, gegen das ein Abi ein feuchter Dreck ist. Und um mich da reinzuknien, fehlte mir schlicht und einfach der Antrieb. Ich hielt nicht durch und brach ab.

Plan B: Zweite Ausbildung?

Ich entschied mich, mich um einen Ausbildungsplatz als Programmierer zu bewerben. Ich hatte im Studium und bei einem Betriebspraktikum festgestellt, dass ich diese Praxis angenehm fand und ich konnte mir vorstellen gegen Bezahlung 8h am Tag damit zu verbringen. Inzwischen vermute ich, dass ich das nur gemacht habe um meinen Eltern, die mich ja unterstützen, nicht sagen zu müssen, dass ich alles in den Wind werfe. Nicht weil mich der Job so reizt oder weil ich das unbedingt will sondern um sie nicht zu enttäuschen. Um mich nicht undankbar zu fühlen. Ich hatte ihnen mehrfach angeboten, alles zurückzuzahlen aber sie wollten es nie.

Im Sommer 2021 soll meine Ausbildung beginnen. Nochmal 3 Jahre kein richtiges Gehalt. Seit 3 Jahren habe ich mir nun keine persönlichen Wünsche mehr erfüllt. Keine Klamotten, keine Möbel, nur das allernötigste, damit ich über die Runden komme. Und vor allem beginnt die finanzielle Abhängigkeit von meinen Eltern sich immer mehr in einer depressiv anmutenden Stimmung zu manifestieren. Als ich selbstständig war und als Koch meinen Lebensunterhalt bestritt fühlte ich mich stark, selbstsicher und charakterlich gefestigt. Ich kannte meine Stärken und Schwächen und wusste wie ich meinen Weg gehen musste. Entscheidungen fällte ich nach kurzem aber genauen Abwägen, ich war ein Mann der mit beiden Beinen im Leben stand. Jetzt bin ich ein Häufchen Elend.

Meine speziellen Bedürfnisse, Macken und Schwierigkeiten

Ich habe ein paar Ticks und Macken, die sich durch die momentanen Umstände noch intensiviert haben und die es mir nicht einfacher machen. Ich habe eine Aversion gegen öffentliche Verkehrsmittel. Die hatte ich schon immer. Ich weiß nicht was es ist, ich fühle mich nur sehr unwohl in ihnen und wenn ich eine Viertel Stunde Zug fahre fühle ich mich ungelogen als wäre ich einen Marathon gelaufen. Ich sacke regelrecht zusammen und habe keine Energie mehr. Daher habe ich bis jetzt immer da gewohnt, wo ich arbeite. Aufgrund von körperlichen Gebrechen an den Füßen löst das Fahrrad fahren über längere Zeit bei mir ebenfalls Beschwerden aus, wegen denen ich jetzt (mal wieder) operiert werden muss. Ich fühlte mich daher immer sehr frei und etwas sorgenloser/beschwerdefreier als ich noch mein Auto hatte. Und natürlich war es mir auch deswegen so wertvoll. Nach meiner Partnerin, kam direkt mein Auto. Dass ich keine Waschmaschine im Haus habe, sondern meine Wäsche immer zum Waschsalon transportieren muss, macht die Sache leider nicht einfacher. Ich weiß es gibt auch andere Leute in meiner Situation und es gibt auch bei weitem Schlimmeres, aber ich tue mich irgendwie besonders schwer mit all diesen Dingen. Ich glaube jeder hat einfach bestimmte individuelle Bedürfnisse und ich scheine da etwas empfindlicher zu sein, keine Ahnung. Was ich sagen kann ist, dass ich mit der momentanen Situation nicht gut umgehen kann und dass ich sie ändern will.

Ich will was verändern. Aber wie am Besten?

Leider gibt es für einen gelernten Koch aufgrund von Corona kaum vernünftige Jobangebote, die über das ALG hinausgehen. Ich bin natürlich weiterhin auf der Suche, weil wenn einem was nicht gefällt, muss man seinen Hintern hochbekommen. Da macht mir aber die Pandemie leider einen Strich durch die Rechnung. Somit intensiviert sich das Problem der finanziellen Abhängigkeit von meinen Eltern auch immer weiter und gleichzeitig wächst auch mein schlechtes Gewissen denn:

Zweifel

Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher ob das mit der Ausbildung eine gute Idee ist. Ich glaube ich habe diesen Vertrag nur organisiert, damit meine Eltern nicht enttäuscht sind. Ich habe wieder keine Motivation. Außer vielleicht bessere Arbeitszeiten als in der a la carte Gastronomie. Aber ich weiß nicht ob mir das reicht, die nächsten 3 Jahre ohne eigenes Gehalt und ohne Verbesserung meiner Lebensqualität (ich weiß, Meckern auf hohem Niveau) durchzuhalten. Ich könnte nämlich auch einfach den schnellsten Weg (und den des geringsten Widerstands) gehen und wieder in die Gastro gehen, sobald der Lockdown zu Ende ist. Das dachte ich heute morgen beim Aufwachen. Der Ausbildungsvertrag war eine sehr fixe Idee. Diese Stelle ist 70km weit weg. Eine Wohnung dort zu finden ist unmöglich (Wohnraum knapp und teuer, ich Azubi). Öffentliche Verkehrsmittel gingen, wären aber 4h Fahrt pro Tag. 4h. Mit dem Auto 2h pro Tag. Aber kein Auto hält das lange aus. Meine Eltern würden mir für den Zweck tatsächlich die Spritkosten bezahlen. Aber… Das möchte ich eigentlich gar nicht. Mir behagt es ja auch nicht zu 100%, dass sie in mich investieren. Die sind schließlich auch nicht richie rich. (Von Reparaturkosten ganz zu schweigen, ich kann ja auch keinen Gebrauchten für 6000 Euro kaufen, ich habe schließlich kaum Ersparnisse)
Ich bin kurz davor alles hinzuwerfen und zurück zu gehen in die Gastro. Weil ich anscheinend nicht bereit bin, Opfer zu bringen für diese Ausbildung und ich sie dann auch nicht verdient habe?
Was mache ich wenn ich dann wieder eine Frau kennen lerne und ich vor dem selben Problem stehe? Es gibt Jobs in Kantinen usw. Vielleicht hätte ich einfach geduldiger sein sollen damals und auf einen solchen Job warten sollen? Vielleicht wäre meine Beziehung dann noch intakt und ich nicht so ein unsicheres Nervenbündel. (Dieser Gedanke schneidet wie ein Messer durch Butter) Vielleicht ist es aber auch sehr schwer so einen Job zu ergattern. Bereue ich es, wenn ich die Chance verpasse? Oder bereue ich es wenn meine Eltern mich weiter unterstützen und ich es nachher einfach nicht packe und das Geständnis „ich koche wieder“ dann noch schlimmer wird?

Ich bin ratlos.


Das ist ja eine ziemliche Textwand. Danke an jeden der sich das durchliest und seine Gedanken dazu äußert, ohne ALLZU SEHR zu „bewerten“.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Blöde Situation :hmm: .
Eigentlich ist Vor doof, Zurück aber auch.

Ein Ding das mir einfällt: Bespreche deine Gedanken und Ängste mal mit deinen Eltern. Im Zweifel erntest du Unverständnis, wenn du deine Entscheidung deinen Eltern einfach nur präsentierst. Da du aber ohnehin orientierungslos bist, kann das Gespräch nicht schaden.
Dir als Orientierung. Deinen Eltern zum Verständnis und Mitfühlen.


Meine Meinung zur deinen beiden Optionen: Gastro vs. Informatik:
Nimm die Informatik :zwinker:.
Für gewöhnlich bedeutet das: Flexible Arbeitszeiten, nette Kollegen, sichere Arbeit, gutes Gehalt. Und das für eine abwechslungsreiche Arbeit.
Das Studium (insbesondere die ersten Semester, v.a. Mathe) findet sich - behaupte ich - bei den meisten Informatikern nicht allgegenwärtig im Arbeitsalltag, wenn überhaupt. Da würde ein praxisorientierter Ansatz wie du ihn mit der Ausbildung in Aussicht hast sicher gut zu dir passen.
 
G

Benutzer

Gast
Blöde Situation :hmm: .
Eigentlich ist Vor doof, Zurück aber auch.
(...)
Ein Ding das mir einfällt: Bespreche deine Gedanken und Ängste mal mit deinen Eltern.
(...)
Nimm die Informatik :zwinker:.
(...)
Wow, danke für Dein Verständnis zu meiner Situation und deinem Rat.

Hatte auch schon an eine Aussprache gedacht, was mich bis jetzt zurück hält, ist die Tatsache, dass meine Eltern dazu neigen generell eher sehr negativ zu reagieren auf Sachen, die sie aus ihrer Weltanschauung nicht nachvollziehen können und dann sehr schnell dicht machen.
Meine Mutter verabscheut Autos und mein Vater pendelt jeden Tag 4h mit der Bahn und es macht ihm nichts aus, sie gestalten aber auch ihr Leben ganz anders als ich und setzen völlig andere Prioritäten. Das respektiere ich total, jeder so wie er mag. Aber leider können sie meine Belange nie so richtig nachvollziehen. Oder besser gesagt überhaupt nicht.

Um mir dann zu bedeuten wie abwegig meine Probleme/Sorgen/Gedanken sind wird dann die "Mehr Geld können wir Dir nun wirklich nicht geben, Du solltest zufrieden sein"- und die "Wir sind sehr enttäuscht von dir und das was du tust ist falsch, aber wenn du unbedingt musst dann mach es doch, nur wir werden dann nicht zu Dir halten"-Nummer gespielt, die leider immer einen ziemlich wunden emotionalen Punkt trifft. Zudem werden meist nicht vordergründig meine Entscheidungen, sondern meine Person kritisiert, was mich dann halt auch ganz schön anstachelt.

Z.B. war die Reaktion auf die Phase, in der ich versucht habe als Quereinsteiger etwas zu erreichen und oft fest gestellt habe wie unglücklich einen ein Job machen kann: "Du kannst gar nichts mal einmal durchhalten, was soll bloß aus Dir werden." Die Reaktion auf einen längst vergangenen Jobwechsel, der dann in einer besser bezahlten Position als Stellvertretender Küchenchef mündete: "Du wirst in der Gosse landen wenn du immer so schnell etwas aufgibst." Und natürlich die Reaktionen wenn ich NEUTRAL und SACHLICH irgendetwas und sei es nur eine Kleinigkeit, anspreche die mich stört: "Du bist immer so negativ. So wirst du nie glücklich werden."
So lieb ich meine Eltern habe, diese Doktrinen höre ich mir schon seit Jahren an und ich habe das Gefühl das macht es manchmal schlimmer. Und trotzdem habe ich bis jetzt den Fehler gemacht, sie zu oft um Rat zu fragen. Weil es meistens damit endet, dass ich mich noch schlechter fühle als vorher.

Deswegen bin ich da noch etwas skeptisch, ob es nicht besser ist sie vor vollendete Tatsachen zu stellen. Zumindest war das bei dem Thema Studium > Ausbildung sehr erfolgreich. So konnte ich ihnen gleich darlegen, dass ein weiteres Semester unnötige Zeitverschwendung gewesen wäre, und ich jetzt reagieren musste um 2021 noch einen Ausbildungsplatz zu ergattern und ich hatte auch schon Bewerbungen abgeschickt usw. Ansonsten wären wieder Zweifel gestreut worden, denn die hätten gedacht, dass Studienabbrecher keine Chance mehr haben irgendwo genommen zu werden und waren schon drauf und dran mir zu unterstellen ich wäre einfach faul, da sie leider trotz einem hart erkämpften 1,0 Abi und 8 anstrengenden Jahren in der Küche Zweifel an meiner generellen Arbeitseinstellung haben, was ich irgendwie traurig finde. Ich brauche Motivation und bestimmte Voraussetzungen damit ich funktioniere, ja, aber generell bin ich eben kein fauler oder gedankenloser Mensch. Eher im Gegenteil. Sonst würde ich mir nämlich um 04:26 keine Gedanken um meine Zukunft machen xD

Zum Thema Ausbildung:
Was sagst du zu dem logistischen Problem, wie würdest du da ran gehen? Könntest Du Dir vorstellen jeden Tag 4h zu pendeln? Ich werd halt bescheuert wenn ich nur 15min in einem Zug sitze und könnte mir das überhaupt nicht vorstellen, zumal ich immer die kostbare Lebenszeit sehe, die da verloren geht. Finde das schon sehr heftig. :S
Und mit Auto wäre die Frage wie man das 3 Jahre bei der Strecke fit hält, wenn man eh finanziell knapp ist. :/
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer151729 

Sehr bekannt hier
Wichtig finde ich tatsächlich, dass du dich entscheidest, um da dann deine Energie rein zu stecken und genug Motivation zu haben, das durchzuziehen. Dazu solltest du deshalb gute Gründe haben. Schreib es aus - für und wider für alle Möglichkeiten, die du gerade siehst und triff dann eine "rationale" Entscheidung. Bauchgefühl darf auch ein Argument sein aber eins.
Zur Freundin: Du machst es für dich - ganz unabhängig von irgendeiner Frau. Triff eine Entscheidung, die gut für dich ist.
Zum Auto: vermutlich ist umziehen auf lange Sicht dann günstiger - die Abneigung gegen Öffis lässt sich aber auch abbauen, wenn du es nur möchtest.
Wichtig ist das allgemein immer: dass du weißt, was du möchtest und dann weißt du auch aus Erfahrung, dass du den Weg dahin schaffst.
 
G

Benutzer

Gast
Wichtig finde ich tatsächlich, dass du dich entscheidest, um da dann deine Energie rein zu stecken und genug Motivation zu haben, das durchzuziehen. Dazu solltest du deshalb gute Gründe haben. Schreib es aus - für und wider für alle Möglichkeiten, die du gerade siehst und triff dann eine "rationale" Entscheidung. Bauchgefühl darf auch ein Argument sein aber eins.
Zur Freundin: Du machst es für dich - ganz unabhängig von irgendeiner Frau. Triff eine Entscheidung, die gut für dich ist.
Zum Auto: vermutlich ist umziehen auf lange Sicht dann günstiger - die Abneigung gegen Öffis lässt sich aber auch abbauen, wenn du es nur möchtest.
Wichtig ist das allgemein immer: dass du weißt, was du möchtest und dann weißt du auch aus Erfahrung, dass du den Weg dahin schaffst.
Danke erstmal, dass Du meinen Text gelesen hast und dir die Zeit genommen hast zu antworten. Allerdings musst Du mich entschuldigen, möchte dich damit nicht persönlich angreifen, aber diese Antwort liest sich etwas wie eine Pauschalantwort auf alle Probleme mit Entscheidungsfindungen und wird den meisten Leuten in solchen Situationen nicht weiterhelfen.

Ob man genug Motivation für etwas hat, sieht man vorher i.d.R. nie. Das kann man gar nicht wissen. Sowas stellt sich heraus. Motivation ist schließlich nicht messbar und auch nicht in Einheiten vergleichbar.

Rationale Entscheidungen zu treffen gestaltet sich dann schwer, wenn beide Seiten ihr Für und Wider haben. Da kann man zig Stunden abwägen, ohne weitere Argumente kommt man meist nicht weiter. Schließlich würde ich sonst nicht mein Problem anderen Leuten im Forum darlegen, wenn ich einfach eine Liste machen und hübsch und klar nach deutlichen Argumenten entscheiden könnte. Zumal mir leider die Glaskugel für die entscheidenden Argumente fehlt. ich erwarte hier von niemandem eine Lösung, aber eventuell kreative Eingebungen oder Gedanken, wie ich meine Entscheidungsfindung mental unterstützen kann. Die Fakten habe ich ja sozusagen schon hier vorliegen...

"Du machst es für dich - ganz unabhängig von irgendeiner Frau. Triff eine Entscheidung, die gut für dich ist." Nützlicher Spruch aus der Persönlichkeitsentwicklung, trifft auch im Einzelfall zu, wenn man sich komplett abhängig von einer Person macht und seine eigenen belange darüber komplett streicht. Auf meine aktuelle Situation lässt sich der Spruch eindeutig nicht anwenden, außer du meinst damit meinen Wunsch in Zukunft beziehungsfähig zu sein.
Und ja, dieser Wunsch ist eindeutig für "mich". Für immer Single zu sein ist definitiv nicht "gut für mich". D.h. in Zukunft beziehungsfähig zu sein ist für mich schon ein starkes Argument für die Informatik. Diese Aussage mit "mach dich nicht abhängig von irgendeiner anderen Person" ist zwar ganz hübsch aber ich möchte ja trotzdem Raum für einen Partner in seinem Leben haben. Das mag natürlich nicht für jeden gelten. Viele Kollegen aus der Gastronomie ziehen Sex mit wechselnden Partnern vor und brauchen keine Partnerschaft (was auch i.O. ist solange es für die Person funktioniert und keiner verletzt wird); Für die trifft dieser Satz definitiv zu, sie brauchen ihre Entscheidungen jedenfalls nicht nach ihrer Beziehungstauglichkeit richten. Mein Ding ist das aber eben nicht und daher ist das schon ein Argument.

Klar ist umziehen günstiger. Ist für mich aber keine Option.
Ich weiß nicht ob ich das abbauen lässt. Ich bin früher während meiner Lehrzeit 20min Bahn zur Berufsschule gefahren. Das führte während der Unterrichtszeit zu wiederkehrendem Sekundenschlaf und als ich zu Hause ankam habe ich 12h durchgeschlafen weil ich total fertig war. Und das hat sich während der 3 Jahre nicht wahrnehmbar verändert.

Soll jetzt nicht total Anti wirken, ist nur das was mir zu dem einfällt was du so geschrieben hast. trotzdem Danke, dass Du es gelesen hast. :smile:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Benutzer172636 

Beiträge füllen Bücher
Irgendwie klingt das alles nicht nach etwas, das dir wirklich entspricht... ein Informatik-Studium finde ich persönlich recht anspruchsvoll, insbesondere wenn einem Mathe nicht zufällt und man sich das Programmieren noch aneignen muss. Wie es bei der Ausbildung aussieht, hängt wohl von der Schwerpunktsetzung ab, plus, da kommt man wohl auch recht gut ohne Vorkenntnisse durch.
An und für sich ist das mit Sicherheit keine schlechte Option und man kann darauf auch gut aufbauen. Hast du schonmal überlegt, eine Beratung bei einem Arbeitsamt in Anspruch zu nehmen? Ansonsten bieten Messen (finden im Moment nicht statt, aber es gibt Onlineangebote, z.B. von der Einstieg Abi) die Möglichkeit, mit BerufsberaterInnen zu sprechen, die anhand deiner Interessen und Talente verschiedene Möglichkeiten mit dir durchgehen. Das könnte dir bei der Orientierung helfen, denn die scheint dir gerade zu fehlen.

Zum Pendeln/Umzug: Wenn es nicht 70km weit weg wäre, wie würde sich die Option mit der Ausbildung dann anfühlen? Generell könntest du während deiner Ausbildung vielleicht auch Bafög-Förderung beziehen oder Wohngeld. Außerdem könntest du womöglich eine Wohnung über die Stadt erhalten. Die sind oftmals etwas günstiger und wenn du Anspruch darauf hast, solltest du das auch nutzen. Von daher halte ich die 70km für nichts, das zum jetzigen Zeitpunkt in Stein gemeißelt wäre.
 
G

Benutzer

Gast
Irgendwie klingt das alles nicht nach etwas, das dir wirklich entspricht... ein Informatik-Studium finde ich persönlich recht anspruchsvoll, insbesondere wenn einem Mathe nicht zufällt und man sich das Programmieren noch aneignen muss. Wie es bei der Ausbildung aussieht, hängt wohl von der Schwerpunktsetzung ab, plus, da kommt man wohl auch recht gut ohne Vorkenntnisse durch.
An und für sich ist das mit Sicherheit keine schlechte Option und man kann darauf auch gut aufbauen. Hast du schonmal überlegt, eine Beratung bei einem Arbeitsamt in Anspruch zu nehmen? Ansonsten bieten Messen (finden im Moment nicht statt, aber es gibt Onlineangebote, z.B. von der Einstieg Abi) die Möglichkeit, mit BerufsberaterInnen zu sprechen, die anhand deiner Interessen und Talente verschiedene Möglichkeiten mit dir durchgehen. Das könnte dir bei der Orientierung helfen, denn die scheint dir gerade zu fehlen.

Zum Pendeln/Umzug: Wenn es nicht 70km weit weg wäre, wie würde sich die Option mit der Ausbildung dann anfühlen? Generell könntest du während deiner Ausbildung vielleicht auch Bafög-Förderung beziehen oder Wohngeld. Außerdem könntest du womöglich eine Wohnung über die Stadt erhalten. Die sind oftmals etwas günstiger und wenn du Anspruch darauf hast, solltest du das auch nutzen. Von daher halte ich die 70km für nichts, das zum jetzigen Zeitpunkt in Stein gemeißelt wäre.
Zunächst Danke ich Dir herzlich fürs Lesen. Und fürs Antworten. Besonders der letzte Satz hat mir schon etwas weitergeholfen, zumindest was mein aktuelles Mindset angeht :smile:

Wie beurteilst du das, ob es mir entspricht? :grin: Nur so interessehalber. Ich kam halt drauf weil ich schon immer sehr computeraffin war und in Mathe immer Klassenbester war, bzw. immer ein bisschen mehr konnte als verlangt wurde. Hätte eben nicht erwartet das zwischen Uni- und Schulmathe mehr als nur 3 Welten liegen :zwinker:
Ja die Ausbildung ist wohl sehr gut machbar, selbst wenn man von Schulmathe schon wenig Ahnung hat. Sollte also wenig Probleme machen.

ich habe vor x Jahren mal eine Beratung vom Arbeitsamt in Anspruch genommen, habe aber schnell festgestellt, dass ich durch meine zahlreichen doch recht tiefen Recherchen besser über die diversen Berufsoptionen informiert war als die gute Dame dort. Damit möchte ich die Bemühungen der Angestellten nicht kleinreden, wirklich gebracht hat es mir aber nichts. Generell läuft es bei einer Berufsberatung immer darauf hinaus, das einem suggeriert wird man soll das machen, was einem liegt und was einem Spaß macht. So einfach ist es dann in der Praxis aber oft nicht. Bevor ich z.B. die Lehre zum Koch gemacht habe wusste ich nicht, dass Kochen mir Freude bereitet. Ich hab vorher nicht einmal Nudeln gekocht.^^ Woher hätte ich das also wissen sollen?
Es gibt natürlich so Grundtendenzen die man durchaus miteinbeziehen kann, z.B. bin ich handwerklich furchtbar unbegabt. Aber um das herauszufinden brauch ich keinen Berater. Man kann zwar gewisse Sachen ausschließen, aber halt nie mit dem Finger auf etwas zeigen und sagen: Ah, das könnte was sein. Nur weil es einen vielleicht oberflächlich interessiert. Zumal bei der Berufsberatung dann auch oft so unsinnige Sachen vorgeschlagen werden wie: Mediengestalter, Künstler oder Schriftsteller. Also mir zumindest. Klingt alles toll und romantisch, muss ich ja zugeben. Das sind aber alles keine Jobs mit denen man realistisch betrachtet seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Außer man hat wie gesagt Glück und darauf verlasse ich mich lieber nicht.

Guter Punkt. Wenn es nicht 70km weit weg wäre, dann läge die Argumentationslage klar zugunsten der Ausbildung.
Eine Zweitausbildung ist leider nicht durch irgendwas förderungsfähig, habe mich da schon über die Gesetzeslage informiert. Ich habe auf diese Wohnungen Anspruch, das habe ich bereits gecheckt. Leider sind die Wartelisten aktuell bei 2,5 Jahren. Bin also zu spät dran. Ansonsten wäre das auch ein Super Tip gewesen. Hatte auch zunächst Hoffnung aber dann haben die Wartelisten diese etwas zerstört.
Aber im Grunde ist das was du zuletzt geschrieben hast vielleicht richtig:

"70km (ist trotzdem) nichts, das zum jetzigen Zeitpunkt in Stein gemeißelt wäre." Flinte ins Korn werfen ist vermutlich jetzt noch zu früh bzw. übertrieben.
 

Benutzer151729 

Sehr bekannt hier
Allerdings musst Du mich entschuldigen, möchte dich damit nicht persönlich angreifen, aber diese Antwort liest sich etwas wie eine Pauschalantwort auf alle Probleme mit Entscheidungsfindungen und wird den meisten Leuten in solchen Situationen nicht weiterhelfen.
Genau das - du musst selbst deine Entscheidung treffen und solltest diese nicht auf Argumenten, die wir hier wichtig finden bauen sondern auf deinen eigenen. Genau das könnte meiner Meinung nach die "Erkenntnis" sein, die du hier draus ziehst.
Ob man genug Motivation für etwas hat, sieht man vorher i.d.R. nie.
Nein? Mir ist es noch nie passiert, dass ich das nicht richtig einschätzen konnte. Wenn ich etwas wirklich will, dann mache ich ds auch... Natürlich können sich auf dem Weg die Umstände unerwartet ändern und das kann die Motivation beeinflussen - das kann keiner vorhersagen.
Rationale Entscheidungen zu treffen gestaltet sich dann schwer, wenn beide Seiten ihr Für und Wider haben. Da kann man zig Stunden abwägen, ohne weitere Argumente kommt man meist nicht weiter. Schließlich würde ich sonst nicht mein Problem anderen Leuten im Forum darlegen, wenn ich einfach eine Liste machen und hübsch und klar nach deutlichen Argumenten entscheiden könnte.
Ich wollte nie behaupten, dass deine zu treffende Entscheidung leicht sei.
Teile doch gerne mal deine Liste mit uns :smile: Dann können wir ergänzen, was uns noch wichtig erscheint.

Auf meine aktuelle Situation lässt sich der Spruch eindeutig nicht anwenden, außer du meinst damit meinen Wunsch in Zukunft beziehungsfähig zu sein.
ja, auf diesen Wunsch habe ich indirekt abgezielt. Wer sagt, dass eine zukünftige Partnerin nicht ähnliche Arbeitszeiten wie du haben könnte? Vermutlich hast du mit Informatik eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Kompatibilität mit dem Arbeitszeiten aber macht Informatik dich glücklich und stehen "die Frauen" eher auf Informatiker oder Köche...
brauchen ihre Entscheidungen jedenfalls nicht nach ihrer Beziehungstauglichkeit richten. Mein Ding ist das aber eben nicht und daher ist das schon ein Argument.
Also ist dir vorrangig wichtig, eine Partnerin zu finden, mit der du glücklich wirst, richtig? Dem würdest du deine berufliche Laufbahn unterordnen? Ich finde immer, dass man auch ohne Partner*in glücklich sein sollte und da wirkt sich, was ich beruflich mache, natürlich aus. Wenn mir das keinen Spaß macht, dann bin ich unzufrieden und unglücklich und das ist ziemlich unsexy- außerdem ist man dann mit dem eigenen Glück abhängig vom Partner und das ich keine Situation, in die ich kommen möchte.

Klar ist umziehen günstiger. Ist für mich aber keine Option.
Weil?
Ich weiß nicht ob ich das abbauen lässt. Ich bin früher während meiner Lehrzeit 20min Bahn zur Berufsschule gefahren. Das führte während der Unterrichtszeit zu wiederkehrendem Sekundenschlaf und als ich zu Hause ankam habe ich 12h durchgeschlafen weil ich total fertig war. Und das hat sich während der 3 Jahre nicht wahrnehmbar verändert.
Würde es deine Situation denn verbessern, wenn das unproblematisch wäre? Falls ja, solltest du dir vielleicht dahingehend mal Ärztliche/psychotherapeutische Unterstützung suchen - das klingt ziemlich belastend und einschneidend.
Soll jetzt nicht total Anti wirken, ist nur das was mir zu dem einfällt was du so geschrieben hast. trotzdem Danke, dass Du es gelesen hast.
Klar lese ich das - dazu sind wir ja hier im Forum :smile:
Ich hoffe, meine Antwort klingt nicht allzu hart - Wollte meine Sichtweise nur schon ein bisschen verteidigen.

Hätte eben nicht erwartet das zwischen Uni- und Schulmathe mehr als nur 3 Welten liegen
Dieser Illusion erliegen leider viele :grin: Aber voll cool, dass du das für dich so entspannt sagen kannst.
Ja die Ausbildung ist wohl sehr gut machbar, selbst wenn man von Schulmathe schon wenig Ahnung hat. Sollte also wenig Probleme machen.
Das ist doch auf jeden Fall schon mal gut
Bevor ich z.B. die Lehre zum Koch gemacht habe wusste ich nicht, dass Kochen mir Freude bereitet. Ich hab vorher nicht einmal Nudeln gekocht.^^ Woher hätte ich das also wissen sollen?
Wie bist du dann dazu gekommen? :smile:
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Benutzer

Gast
Nein? Mir ist es noch nie passiert, dass ich das nicht richtig einschätzen konnte.
Naja mir schon.^^ Das Studium ist das Beste Beispiel. Komplett falsch eingeschätzt. :grin:
Teile doch gerne mal deine Liste mit uns :smile: Dann können wir ergänzen, was uns noch wichtig erscheint.
Ich denke, ich habe mich tatsächlich dazu entschieden erstmal noch nichts übers Knie zu brechen. Da die positiven Argumente für den Koch schnell schwinden, wenn die 3 Jahre Programmier-Ausbildung rum wären und ich es dann geschafft haben sollte. Ist der vernünftigste Weg denke ich, jetzt nicht sofort die Flinte ins Korn zu werfen, auch wenn man momentan mit sich und der Situation nicht zufrieden ist. Manchmal brauch Veränderung vielleicht seine Zeit und eventuell krieg ich das mit dem Auto doch irgendwie hin. Wäre dafür auch bereit zusätzlich zur Ausbildung noch einen Nebenjob zu machen, solange ich nicht mit der Bahn fahren muss.
ja, auf diesen Wunsch habe ich indirekt abgezielt. Wer sagt, dass eine zukünftige Partnerin nicht ähnliche Arbeitszeiten wie du haben könnte? Vermutlich hast du mit Informatik eine höhere Wahrscheinlichkeit auf Kompatibilität mit dem Arbeitszeiten aber macht Informatik dich glücklich und stehen "die Frauen" eher auf Informatiker oder Köche...
Glaube nicht, dass man pauschal sagen kann, dass der Beruf für die Anziehung allein eine große Rolle spielt. Denke da ist die Persönlichkeit doch entscheidender. Der Job wird dann wichtig, wenn es um das aktive Zusammenleben geht. Und da sind mit einem Koch ja nun potenzielle Probleme durch Arbeitszeiten vorprogrammiert. Selbst wenn der andere auch im Schicht-/Wochenenddienst o.ä. arbeitet, es wird dadurch nicht besser. Von daher ist die Informatik da wahrscheinlich schon die deutlich sinnigere Wahl.
Ich sage natürlich nicht, dass man keine erfolgreiche Beziehung führen kann, wenn man im Schichtdienst arbeitet^^ Ich bin allerdings schon jemand, der sehr gern viel Zeit mit meiner Partnerin verbringt und es stört mich dann schon arg, wenn mein Job mich dahingehend so einschränkt, wie es anfangs in der letzten Beziehung der Fall war. Wir haben zusammen gewohnt und uns im Schnitt einen Tag die Woche richtig gesehen, alles andere war eher so zwischen Tür und Angel. Und ich weiß bei anderen funktioniert sowas, aber ich wills wenn dann richtig.^^

Ich denke (auf Basis meiner Praktika und meiner Tätigkeit als Koch) beides hat das Potenzial mich als Job glücklich zu machen. Alles steht und fällt letztendlich auch mit dem Betrieb und dem Team indem man arbeitet, gar nicht unbedingt immer an der Tätigkeit. War bisher meine Erfahrung.

Also ist dir vorrangig wichtig, eine Partnerin zu finden, mit der du glücklich wirst, richtig? Dem würdest du deine berufliche Laufbahn unterordnen?
Ja. Solange ich trotzdem nach wie vor beruflich zufrieden bin. Ich würde keinen Job machen indem ich unzufrieden bin, nur um das zu gewährleisten. Aber ich bin der Überzeugung, dass es nie nur den einen Job gibt, der einem gefallen kann.
Es war schon als männlicher Student schwierig es überhaupt hinzubekommen das Vermieter einem zuhören, geschweige denn überhaupt eine Antwort zu bekommen. Ich habe hier wo ich jetzt wohne knapp 170 Wohnungen angeschrieben, wurde auf ca. 15 Besichtigungen eingeladen und wurde trotz Angebot einer Bürgschaft meiner Eltern, finanziellen Sicherheitserklärungen usw. immer abgelehnt, da immer jemand kam der (natürlich) mehr Geld auf seiner Gehaltsabrechnung hatte als ich. Ich habe jedes Mal nach dem Grund gefragt und immer kam: Finanziell nicht sicher genug. Obwohl ich mir jede dieser Wohnungen hätte leisten können. Aber natürlich nimmt der Vermieter da lieber den Normalverdiener als den Studenten.
Habe dann durch direktes Vitamin B eine Wohnung bekommen, weil ich über Ecken an einen Makler hier vor Ort ran kam. Dort wo ich hin will, habe ich leider keine Beziehungen.
Als Azubi steht man vor haargenau demselben Problem, zumal die Stadt wo ich hin ziehen müsste vom Wohnraum her NOCH knapper und NOCH teurer ist. Ich habe versucht an so Studentenwohnungen ranzukommen, die von der Stadt vergeben werden. hab mich an allen verfügbaren Standorten beworben, aber leider gibt es da wohl Wartelisten und ich bin 2,5 Jahre zu spät xD Auch bescheiden.
Würde es deine Situation denn verbessern, wenn das unproblematisch wäre? Falls ja, solltest du dir vielleicht dahingehend mal Ärztliche/psychotherapeutische Unterstützung suchen - das klingt ziemlich belastend und einschneidend.

Nicht sonderlich. 4h am Tag in der Bahn zu verbringen ist nicht nur wegen meinem Unwohlsein eine Horrorvorstellung für mich. Im Gegensatz zur Autofahrt wären das 2h/Tag mehr, die ich nur rumsitze und meine kostbare Freizeit verschwende. Und Zeit ist das kostbarste was man meiner Meinung nach hat. Daher würde ich (sofern es geldlich irgendwie passt und wenn ich dafür einen Nebenjob machen muss) immer die schnellere Variante (Auto) oder den Umzug (Wohnung) wählen. Jeder so wie er mag, aber Pendeln ist so eine Sache die absolut nicht not tut, wenn man bedenkt, wie viel Zeit man ja schon auf der Arbeit verbringt.

Und zum Thema Therapie: Ich weiß nicht ob sich das lohnt... (Den wirtschaftlichen Aspekt außer Acht gelassen) Ich bin bis auf meine Kochausbildung vor 11 Jahren doch erstaunlich gut ohne Öffentliche Verkehrsmittel klar gekommen. Einmal kurz mit dem Bus fahren wenn das Auto mal in der Werkstatt ist geht ja. Und ich versuche sonst als Ausgleich auch umweltbewusst zu leben. Wenn man bedenkt, dass die CO2-Verschmutzung durch Transport/Logistik eines Privathaushalts nur ca. 10-15% seiner Gesamtemissionen ausmacht, habe ich da ehrlich gesagt auch gar nicht mal so ein schlechtes Gewissen, dafür achte ich auf andere Dinge verschärft.
Klar lese ich das - dazu sind wir ja hier im Forum :smile:
Ich hoffe, meine Antwort klingt nicht allzu hart - Wollte meine Sichtweise nur schon ein bisschen verteidigen.
Nein alles super, ich bin ja auch ein verwöhnter Sack. Ich freue mich in Dir tatsächlich mal jemanden gefunden zu haben der meine Erläuterungen als Ansatz zur Diskussion und nicht als Kriegserklärung wertet. :zwinker:
Dieser Illusion erliegen leider viele :grin: Aber voll cool, dass du das für dich so entspannt sagen kannst.
Danke :smile: Ich denke mir man muss ja nicht alles meistern und dann auch erkennen wenn man den Zugang zu etwas einfach nicht findet.
Wie bist du dann dazu gekommen? :smile:
Ganz einfach: Ich war früher in der Schule stinkend faul. Weswegen meine Eltern heute noch glauben ich würde für nichts einen Finger krumm machen. Muss auch eine prägende Phase für sie gewesen sein, weil sie mich natürlich so in Erinnerung behalten haben. Als jemanden, der sich halt 0 um seine Zukunft Gedanken macht.
Hab mich trotzdem auf eine Ausbildung im Bereich Informatik beworben, weil ich zu dem Zeitpunkt privat sehr investiert war in Website-Entwicklung. War halt interessanter als Schule^^ Naja das wurde natürlich nichts mit nem Durchschnitt von 3,5 und ohne Hintern in der Hose. War halt superschüchtern und laut der Ausbilder nicht "reif" genug. Tja. Da mein Vater und meine Mutter beide ursprünglich aus der Gastro kamen (mein Vater riet mir davon ab, meine Mutter sah es als letzte Hoffnung, dass ihr Sohn nicht unter der Brücke enden würde), hab ich mich beworben. Die erste Bewerbung war sofort erfolgreich und man hat sich um mich gerissen. Das fand ich schonmal irgendwie sympathisch xD Zumal ich beim Bewerbungsgespräch nicht das Gefühl hatte, dass man mich am Liebsten gleich wieder loswerden wollte, wie in den ganzen großen IT-Firmen.
Naja die Ausbildung war auf jeden Fall kein Zuckerschlecken, das wird in der Informatik ziemlich sicher anders. Wurde noch nie im Leben so zur Sau gemacht wie von meinem Postenchef im ersten halben Jahr dort. Mein Mit-Azubi wurde misshandelt und ich hatte Glück, dass ich nur verbal und nur am Anfang der Lehre drangsaliert wurde. Ist aber in der Branche auch keine Besonderheit, vielen Mitschülern in der Berufsschule erging es ähnlich oder viel schlimmer. Als der betreffende Kollege den Laden verließ, ging es langsam bergauf. Spaß an der Tätigkeit des Kochens fand ich aber tatsächlich erst in der letzten Hälfte meiner Lehre bzw. der Zeit danach. Ich bin sozusagen so da reingerutscht.
Entschuldigung, bin etwas abgeschwiffen, ich erzähle nur gern von mir xD
 

Benutzer172046 

Sehr bekannt hier
Das war jetzt sehr viel Text, ich habe sicherlich nicht alles behalten, aber:
Wenn du Computer eigentlich magst und dir Mathe liegt und die Ausbildung jetzt eigentlich keine Schnapsidee ist - meinst du nicht, dass du mit vielen Entbehrungen eher leben könntest? Immerhin machst du etwas das du magst und hast hinterher bessere Aussichten.
Ich würde die Hoffnung tatsächlich nicht aufgeben.
Gibt es denn zumindest eine Stadt mit besserer Anbindung oder eine, die näher liegt, damit aus 4h vielleicht 2 werden?
Vielleicht machst du neben einer pro und contra Liste auch eine Liste mit möglichen Lösungen für das Contra.

Von deinen Eltern solltest du dich allerdings eher lösen (bis auf das Finanzielle, wenn sie dir das geben würde ich das nicht abschlagen solange da nicht zu viele Bedingungen dran hängen). Tu das, was für dich richtig ist, und rede eher nicht mit ihnen, wenn dich alles andere unter Druck setzt.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Hatte auch schon an eine Aussprache gedacht, was mich bis jetzt zurück hält, ist die Tatsache, dass meine Eltern dazu neigen generell eher sehr negativ zu reagieren auf Sachen, die sie aus ihrer Weltanschauung nicht nachvollziehen können
Aus deinem Ersten Text habe ich für mich rausgelesen, dass du Eltern hast, die so ziemlich alle Unterstützung geben würden, die du brauchst. Mindestens Finanziell wollen sie dir helfen.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Zum Thema Ausbildung:
Was sagst du zu dem logistischen Problem, wie würdest du da ran gehen?
Ich würde schauen, dass ich wenn irgendwie möglich (sehr) nahe dran wohne, um mit dem Fahrrad, notfalls zu Fuß hinzukommen.
Du kannst ja aber mal starten mit pendeln (k.a. ob auto oder zug). Wenn du mal angefangen hast, kennst du leute, hast connections und kannst die situation besser einschätzen, was sinn macht. Dann eröffnen sich vielleicht doch Wege zu einer bezahlbaren wohnung.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Und Zeit ist das kostbarste was man meiner Meinung nach hat.
Da bin ich voll bei dir :jaa:
Aber wie gesagt: ich würde erstmal starten, die Situation ausloten und connections nutzen, die sich dir ergeben, wenn du erstmal drin bist.
Was mir noch eingefallen ist: Kaufe dir doch erstmal eine alte Rostlaube als Auto, die vielleicht gerade so ihren letzten TÜV gekriegt hat.
Da sollte sich doch mit kleinem Geld (... der Eltern :engel:) etwas finden lassen, das dich über einige Monate bringt, um dort etwas zu finden.
Vielleicht hat ein Kollege ein WG Zimmer o.ä.


Wie lange dauert die Ausbildung denn? (Hoffe das nicht überlesen zu haben).
Übrigens kenne ich auch jemanden, der (erfolgreich) aus der Gastro-Ecke in die Informatik gewechselt hat.


Von deinen Eltern solltest du dich allerdings eher lösen (bis auf das Finanzielle, wenn sie dir das geben würde ich das nicht abschlagen solange da nicht zu viele Bedingungen dran hängen). Tu das, was für dich richtig ist, und rede eher nicht mit ihnen, wenn dich alles andere unter Druck setzt.
Um das einzuordnen solltest du Fantasy.'s Background kennen: Sie ist auch nicht so glücklich mit der Beziehung zu ihren Eltern. (Entschuldige Fantasy.)
 

Benutzer122533  (33)

Sehr bekannt hier
Kaufe dir doch erstmal eine alte Rostlaube als Auto, die vielleicht gerade so ihren letzten TÜV gekriegt hat.
Ein Kollege hat sich zuletzt einen VW Up für 100€ im Monat geleast.
Sicher nicht das angenehmste Pendelauto, aber doch wahrscheinlich stressfreier als eine Rostlaube und vor allem ohne Einmalinvestition.
Keine Ahnung, warum das so wenig gekostet hat, aber gucken kann man ja mal, ob es was Passendes gibt.
 
G

Benutzer

Gast
Was mir noch eingefallen ist: Kaufe dir doch erstmal eine alte Rostlaube als Auto, die vielleicht gerade so ihren letzten TÜV gekriegt hat.
Meine Eltern setzen als Bedingung für ihre Unterstützung, dass ich keine Rostlaube kaufe, sondern was wo VW drauf steht und was möglichst keine Reparaturen kostet. (Habe ihnen gesagt, dass auch bei nem VW was kaputt gehen kann, aber das wollen sie nicht hören xD)
Ich steh auf alte Autos, besonders da in der Preisklasse auch gern mal etwas schnittigere Exemplare zu bekommen sind als ein VW Polo (Ich weiß, da gehen Geschmäcker auseinander). Aber meine Eltern würden nie zulassen, dass ich mir ein Auto kaufe was mir auch noch gefällt :tongue: Weil sie wissen, dass das meist unzuverlässige alte Mühlen sind, die ich nur wegen dem Flair präferiere. Sie haben sich schon über mein altes Auto muckiert, als ich noch Vollverdiener war. Wie man in sowas noch Geld stecken kann usw. Ist für sie halt ein reiner Nutzgegenstand. Also diesmal sollte es schon was hässliches und zuverlässiges sein. ;D

Was ich damit sagen wollte, dass ich auf die Wahl des Wagens nicht allzu viel Einfluss habe, solange ich Geld von meinen Eltern bekomme. Und ich natürlich auch, dass man schon drauf achten sollte was zuverlässiges zu haben wenn man 2800km im Monat durch die Gegend eiert... :tongue:
Wie lange dauert die Ausbildung denn? (Hoffe das nicht überlesen zu haben).
3 Jahre.
 
G

Benutzer

Gast
Ein Kollege hat sich zuletzt einen VW Up für 100€ im Monat geleast.
Sicher nicht das angenehmste Pendelauto, aber doch wahrscheinlich stressfreier als eine Rostlaube und vor allem ohne Einmalinvestition.
Keine Ahnung, warum das so wenig gekostet hat, aber gucken kann man ja mal, ob es was Passendes gibt.
wow ok. Habe mal geschaut. Für 100€ im Monat kriegt man schon echt sehr schnieke Autos geleast. Wenn ich überlege, dass ich mir jetzt für 4000 Euro einen Gebrauchtwagen kaufe und dann noch mindestens 100k km in den reinpumpe... Ist Leasing da vielleicht sogar wirtschaftlicher? Ich meine von 4000 Euro bekomme ich 40 Monate ein Auto was sehr viel neuer ist als alles was ich auf dem Gebrauchtwagenmarkt bekomme....
 

Benutzer122533  (33)

Sehr bekannt hier
und dann noch mindestens 100k km in den reinpumpe
Das ist der Punkt, den du dir genau ansehen musst, beim Leasing sind die km beschränkt und deutlich mehr kann auch deutlich teurer werden. Alles gut durchlesen, für manche Zwecke ist das eine besser, für manche das andere.
 
G

Benutzer

Gast
Das ist der Punkt, den du dir genau ansehen musst, beim Leasing sind die km beschränkt und deutlich mehr kann auch deutlich teurer werden. Alles gut durchlesen, für manche Zwecke ist das eine besser, für manche das andere.
Hm ok. Aber danke für den Tipp. Da werd ich mich jetzt mal näher informieren. Könnte ja u.U. eine deutlich wirtschaftlichere Lösung sein als ein Gebrauchtwagen. Mit den Kilometern wird das vielleicht zum Problem, wenn du das schon so sagst. Aber informieren kost ja nichts.
 

Benutzer18780 

Geheimdienstchef
Übrigens könnte dir bei den Informatikern Corona auch in die Hände spielen, und du verbringst eh die meiste Zeit im Homeoffice.
Frag das vielleicht mal nach bevor du dort startest, nicht dass du investitionen tätigst,die gar nicht notwendig wären.

Hast du dich jetzt für die Informatik entschieden, oder bist du immer noch unschlüssig?
 
2 Woche(n) später
G

Benutzer

Gast
Übrigens könnte dir bei den Informatikern Corona auch in die Hände spielen, und du verbringst eh die meiste Zeit im Homeoffice.
Frag das vielleicht mal nach bevor du dort startest, nicht dass du investitionen tätigst,die gar nicht notwendig wären.

Hast du dich jetzt für die Informatik entschieden, oder bist du immer noch unschlüssig?
Ich habe tatsächlich noch 2 Bewerbungsgespräche für dieselbe Ausbildung in unmittelbarer Nähe gefunden, die erst diesen Monat inseriert haben. Das senkt natürlich die Kosten enorm und ich denke, dass ich mit der Vorstellung dann auch sehr viel besser zurecht komme. :smile:
Die Strecke ist nicht so irrsinnig weit, mit Ach und Krach halte ich vielleicht das erste Lehrjahr auf dem Fahrrad durch und kann mir dann im 2. Lehrjahr mein geliebtes Auto besorgen... :O (Sprit und Versicherung spare ich dann trotzdem noch ca. 300 Euro/Monat im Gegensatz zu der anderen Lehrstelle.

Aber naja, muss ja die Ausbildung erst noch bekommen :grin:
Hätte nicht damit gerechnet, dass einige Betriebe so spät noch suchen.
Ich muss dann natürlich den schon unterschriebenen Vertrag kündigen. (Unangenehm :S) Sofern die andere Stelle mir aber genauso gut gefällt, ist das denke ich einfach die vernünftigere Lösung, man spart eine ganze Menge Zeit und Geld.

Drückt mir die Daumen! :grin:
Und danke der Nachfrage Mann im Mond Mann im Mond :smile:

Mir geht es auch allgemein etwas besser... Habe tatsächlich nach langem Ringen mit mir selber meine Ex kurz angerufen, auch wenn mir das irre unangenehm war. Ich habe mich (nachdem ich vorausgeschickt habe, dass das kein Versuch ist sie zurückzugewinnen, sondern dass ich etwas loswerden muss) dafür entschuldigt, dass ich mich während der Schulzeit so drastisch verändert habe und nicht in dem Umfang für sie da war, wie ich es meiner Ansicht nach hätte sein sollen. Dass ich mich und sie mit meinem ganzen Studiumsirrsinn so verrückt gemacht und nichts anderes mehr wahr genommen habe, unsere Beziehung enorm gelitten hat und dass ich es nicht gemerkt habe. Dass ich einiges enorm habe schleifen lassen und nicht mehr die starke Person war, als die sie mich kennen gelernt hat. Dass ich vieles anstrengender gemacht habe, als es hätte sein müssen.

Ich habe nicht damit gerechnet, dass sie groß drauf eingeht, ist sie auch überhaupt nicht, sie hat eher harsch abgeblockt und gesagt sie hätte das ganze eh alles schon verarbeitet. Aber vielleicht kann sie daraus in ferner Zukunft noch was positives rausziehen, wenn sie noch etwas mehr Distanz gewonnen hat. Ich denke mir hat es auf jeden Fall ein bisschen geholfen, auch wenn die Gedanken immer noch ab und an wieder kommen, wie es wohl geworden wäre, wenn wir das einfach zusammen hinbekommen hätten. Aber das wird wohl nie ganz verschwinden, bis ein anderer lieblicher Mensch daher kommt ;P
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren