Bafög von Mutter annehmen?

Benutzer136609 

Beiträge füllen Bücher
Ich hab das so verstanden, dass sie 300€ im Monat verdient. 600€ bei 20 Stunden pro Woche fänd ich aber auch zu wenig. Ich hatte immer Jobs, in denen ich zwischen 11 und 15 Euro die Stunde verdient habe.
Das ist aber viel. Ich habe immer 8,50 Euro bei einen Nebenjob verdient.
Finde das auch völlig normal und absolut nicht unüblich.

Ich habe ja ne Schulische Ausbildung gemacht, also eine die Geld kostet. Bafög habe ich wegen meinen Vater nicht bekommen. Ich wohnte also bei meiner Mutter, meine Eltern haben zusammen die Ausbildung bezahlt. Wir haben uns geeinigt das sie die Hälfte nach und nach wieder bekommen. Das Kindergeld hat mein Vater in der Zeit bekommen, Miete habe ich bei meiner Mutter auch bezahlt (200 Euro). So blieb mir etwa 50 Euro im Monat trotz Nebenjob. Schulmaterialien und Hobbys musste ich mir selbst finanzieren (Eben von den 50 Euro), Essen gab es allerdings zu Hause, gehörte quasi mit zur Miete. Und es war ehrlich gesagt völlig okey so. Alleine wohnen wäre viel teurer gewesen, und das sie die Hälfte übernommen haben ist auch sehr großzügig wie ich finde.
In der Zeit habe ich übrigens auch meinen Führerschein gemacht, wobei ich das Geld eher von früheren Ferienjobs hatte.
Also ums kurz zu sagen..ich finde dich auch ziemlich undankbar.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Bei meinen Studentenjobs gab es oft nur 7 Euro die Stunde - aber gut, damals gab es noch keinen Mindestlohn...
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Das ist aber viel. Ich habe immer 8,50 Euro bei einen Nebenjob verdient.
Finde das auch völlig normal und absolut nicht unüblich.
Ich habe nachts gearbeitet und aufgrund des hohen Stundenlohns dann eben auch echt selten. War gut mit dem Studium zu vereinbaren.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich persönlich bin der Meinung, dass man auch in seiner Erstausbildung so gut es denn geht für seinen Lebensunterhalt aufkommen sollte - mein Studium dauert (unter anderem deshalb) nun doppelt so lang, aber ich habe wertvolle Erfahrungen für mein Leben gesammelt.
Da bin ich grundsätzlich anderer Meinung und würde nie in Kauf nehmen, das das Studium meines Kindes doppelt so lang (!!) dauert, weil es für seinen Lebensunterhalt aufkommen soll. Das finde ich grundlegend falsch gedacht. Ich finde es unverantwortlich, Kinder zu bekommen ohne auf dem Schirm zu haben, das man auch finanziell eine lange Zeit für sie verantwortlich ist - und das schließt mindestens die Erstausbildung mit ein, egal ob Studium, schulische Ausbildung, betriebliche Ausbildung oder wasauchimmer.
Aber es gab hier schon viele Diskussionen zu dem Thema und die haben eins gezeigt: diese beiden Lager werden sich nie einig sein und sich auch nie wirklich verstehen. :zwinker:
Da die Mutter die TS ja aber grundsätzlich kein Problem darin sieht, ihre Tochter im Studium zu unterstützen (so, wie sie auch den Sohn unterstützt zu haben scheint), hat die Diskussion hier eigentlich keinen Wert.

Ich habe während des Studiums in Nebenjobs auch so 7 Euro die Stunde verdient, das war bei uns damals auch ein normaler HiWi-Stundensatz.

Jemanden so vehement als "undankbar" zu bezeichnen, finde ich aber wirklich unfair. Wie genau soll man diese Dankbarkeit denn ausdrücken? Meinem Vater war es genug Dankbarkeit, das ich mich im Studium bemüht habe, keine Extrasemester gemacht habe, alle Erfahrungen (Praktika, Auslandssemester, wissenschaftliche Aufenthalte im Ausland usw.) mitgenommen habe, was sich dann auch in den Noten gezeigt hat.

Und als Pferdemensch kann ich dem nur beipflichten: man verkauft ein Pferd nicht einfach so. Hätte ich vor dem Studium ein eigenes Pferd bekommen, hätte ich das genauso wenig aufgegeben. Das ist ein Lebewesen, keine Sache die man einfach so weitergibt.
Ich hatte im Studium auch die ein oder andere Kommilitonin mit eigenem Pferd - die hatten halt keine Zeit für irgendwelche anderen Hobbies, waren aber froh, es nicht wegen drei Jahren, die finanziell anstrengend sind, verkauft zu haben.
Studieren ist ja kein Zustand für die Ewigkeit, sondern dauert in der Regel wenige Jahre.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Da bin ich grundsätzlich anderer Meinung und würde nie in Kauf nehmen, das das Studium meines Kindes doppelt so lang (!!) dauert, weil es für seinen Lebensunterhalt aufkommen soll. Das finde ich grundlegend falsch gedacht. Ich finde es unverantwortlich, Kinder zu bekommen ohne auf dem Schirm zu haben, das man auch finanziell eine lange Zeit für sie verantwortlich ist - und das schließt mindestens die Erstausbildung mit ein, egal ob Studium, schulische Ausbildung, betriebliche Ausbildung oder wasauchimmer.
Das ging auch nicht von meinen Eltern aus, sondern von mir. Ich hätte auch alles bekommen können, wenn ich gewollt hätte - es entspricht einfach nicht meinem Wesen. Das macht mich nicht besser oder schlechter - aber wenn ich mich unwohl fühle, muss ich meine Situation so anpassen, dass es mir eben wieder gut geht.
Mein Studium hat auch nicht nur deshalb länger gedauert - aber die anderen Gründe sprengen hier den Rahmen. Mir hat es auf jeden Fall nicht geschadet und ich bereue es nicht.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Also was ich irgendwie nicht so richtig verstehe, ist der Punkt: wieso soll deine Mutter dir 500€ geben, obwohl sich faktisch nichts an deiner Situation geändert hat, außer, dass du nun studierst? Du wohnst weiterhin zu Hause und hast dadurch keine anfallenden Kosten. Es dreht sich doch eigentlich alles nur um die 650€ für das Pferd. Ich finde, es wäre eine Lösung, wenn du dir einen besser bezahlten Job suchst und dir deine Mutter zumindest weiterhin die 150€ Taschengeld geben würde.

Höhere Ausgaben hast du ansonsten ja nicht und würdest dich so nur - mal etwas plakativ und fies formuliert - auf Kosten deiner Mutter bereichern. Würdest du nun ausziehen, wäre das eine ganz andere Basis, auf derer man dann neu darüber nachdenken/"verhandeln" sollte.

Was ich auch nicht verstehe: wieso kauft sie nur die "Grundnahrungsmittel" ein? Esst ihr nicht zusammen? Finde die Vorstellung ganz seltsam, dass du nach Hause kommst und dich nicht am Kühlschrank o.ä. bedienen darfst, weil das ja deine Mutter gekauft hat und nicht du. Hat sich das erst geändert, seitdem du nun Studentin bist?
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Wenn ich mir die Geldsummen überlege, die hier so im Raum stehen - 20kEUR für ein Auto hier, 650EUR monatlich für ein Pferd da - bleibt für mich nur übrig: Hier geht es allen Beteiligten irgendwie "zu gut" und ihre "Probleme" sind hausgemacht.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Du wohnst weiterhin zu Hause und hast dadurch keine anfallenden Kosten.
Lebensmittel, Mobilität (sofern es kein im Studienbeitrag enthaltenes Semesterticket gibt), Kleidung, Sachen für's Studium (von der Kopierkarte bis zu Schreibwaren), Versicherungen, und so weiter - dafür müssen die Eltern aufkommen, wenn das Kind während der Ausbildung weiter zu Hause wohnt.
Wenn sie das nicht tut, sie also nicht mehr mit allen Rechten und Pflichten zu Hause wohnt (und dort auch im Sinne von Kost und Logis weiter voll verpflegt wird), ist die Situation doch nicht wirklich anders, als würde sie von zu Hause ausziehen.
Im Gegenteil, wenn sie von zu Hause auszieht, bräuchte sie ja deutlich mehr Geld. Für die Differenz zwischen ausgezahltem Bafög und ihr zustehender Grundsicherung müsste auch dann die Mutter aufkommen.

Unabhängig davon, wie man das findet, ist das nunmal so.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
rowan rowan Ich glaube, wir unterscheiden uns gar nicht in unserer Ansicht und dass man seine Kinder bis zum Ende der Ausbildungszeit finanziell unterstützt, ist für mich auch selbstverständlich. Ich sehe nur derzeit keinen Anlass, das großartig neu auszudiskutieren. Deswegen schrieb ich, dass man neu "verhandeln" müsste, wie man das finanziell regelt, wenn sie denn tatsächlich auszieht.
Jetzt wohnt sie aber zu Hause und es hat sich nichts geändert an der Ausgangssituation. Die Mutter würde sich doch viel besser stellen, wenn sie wie offenbar bisher alle anfallenden Kosten (Schreibwaren brauchte sie ja in der Schulzeit auch, Busticket o.ä. auch und bis 25 ist sie eh in der Familienversicherung) übernimmt. Verstehe einfach nicht so recht, wieso man da jetzt auseinander rechnen muss, wenn sich nur verändert hat, dass sie nun zur Uni und nicht zur Schule fährt.

Off-Topic:
Bin heute aber auch etwas neben der Kappe, vielleicht übersehe ich da gerade einen wichtigen Punkt. :ninja:
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Neu verhandeln muss man es scheinbar, weil ihre Mutter darum gebeten hat.
Und ich würde ja so viel arbeiten, ich solle ihr sagen, wie viel Geld ich denn monatlich wirklich brauchen/haben wollen würde.
Außerdem weiß sie ja selbst nicht so genau, wie viel Geld sie im Monat "fordern" soll.
Für mein Empfinden sind beide Lösungen fair: entweder ihre Mutter übernimmt alle anfallenden Kosten (also auch Lebensmittel, Studienmittel und so weiter und gesteht ihr auch zusätzlich wieder ein Taschengeld zu - den Wunsch, auch mal auf den Weihnachtsmarkt zu gehen kann ich nachvollziehen.
Oder sie gibt ihr die volle Summe, die ihr "zusteht", und dann muss die TS damit selbst haushalten.
Aber trotzdem bekomme ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihr sage, dass ich gerne 400€ im Monat möchte, da es mir "zusteht" (das klingt schon so furchtbar undankbar).
Was denkt ihr? Komplett darauf verzichten, alles fordern oder vielleicht die Hälfte o.ä.? Was empfindet ihr als gerecht?
Ich persönlich würde konkret ausrechnen, wie viel Geld sie realistisch braucht, um auch einen winzigen Überschuss zu haben (für unvorhergesehene Ausgaben - irgendwie ist doch jeden Monat irgendwas), und dann darum bitten, das sie ihr diese Summe monatlich auszahlt. Denn selbst mit einer bestimmten Summe haushalten zu müssen, das halte ich tatsächlich für eine sinnvolle Lektion, und da sie ja ohnehin schon meistens bei ihrem Freund isst, macht das auch irgendwie mehr Sinn.
 

Benutzer163346  (25)

Ist noch neu hier
Ich dachte eigentlich, ich hätte das mit den Zahlen recht verständlich ausgedrückt. Anscheinend nicht, so viel wie hier durcheinander gebracht wird (oder mir scheint werden will).
Ich verdiene derzeit 600-800€, je nachdem ob ich die Schichten am Wochenende mit 10-11 Stunden übernehme oder unter der Woche mit 8 Std.
Und ich will NICHT dauerhaft 20h arbeiten MÜSSEN, zB in der Klausurphase.
Nie habe ich davon geredet, 500€ im Monat zu wollen, aber eine Grundsicherung, da mein Hauptjob jetzt das Studieren sein sollte, und zwar auch Vollzeit. Aber die Kernfrage: Wo liegt die, euren Ermessens nach bei so einer Lage?
Leute, die hier sagen: bei gar nichts, ich solle also quasi dankbar sein, dass ich überhaupt noch ein Schlafzimmer hier habe, das beheizt ist, würde ich gerne aussortieren. Das ist genau das andere Extrem zu "auf die 500€ bestehen".
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Aber die Kernfrage: Wo liegt die, euren Ermessens nach bei so einer Lage?
Wenn du weiter zu Hause wohnst und dort alle Kosten übernommen werden, du also keine Miete zahlst: um die 300 Euro.

Ich hatte im Studium meistens ca. 300 Euro zur freien Verfügung (nachdem ich Miete und andere Fixkosten bezahlt hatte) und musste davon dann auch Lebensmittel, Mensa und so weiter bezahlen. Ich kam mit dem Geld aber gut klar. Wollte ich Urlaub machen (was ich oft wollte), musste ich zusätzlich arbeiten oder sehr, sehr sparsam leben.
Das ist etwas weniger, als ein Hartz IV-Empfänger zur freien Verfügung hat und sollte, den Bafög-Satz als Grundlage genommen, einen ganz guten Durchschnitt für eine Studentin darstellen.

Das Pferd würde ich dabei vor die Klammer ziehen. Gekauft hat sie es dir freiwillig, für den Unterhalt musst du selber aufkommen, also auch dafür arbeiten. So sehe ich das jedenfalls. Ob du nun aber von den (fiktiven) 300 Euro im Monat nur 100 Euro ausgibst und die restlichen 200 Euro in das Pferd steckst (und dann nur noch 450 Euro verdienen musst), oder die ganzen 300 Euro für dich ausgibst und für die 650 Euro arbeiten gehen musst, ist ja dir überlassen.
Den Wunsch danach, Vollzeit zu studieren und nicht mehr zu arbeiten, kann ich zwar nachvollziehen, aber damit geht deine Rechnung mit dem Pferd halt nicht mehr auf.
 

Benutzer163346  (25)

Ist noch neu hier
Den Wunsch danach, Vollzeit zu studieren und nicht mehr zu arbeiten, kann ich zwar nachvollziehen, aber damit geht deine Rechnung mit dem Pferd halt nicht mehr auf.
Halt Stopp :smile: So war das ja nicht gemeint! Ein Studium ist eine Vollzeitbelsstung, wenn du selbst studiert hast und dir der ganze Stoff nicht einfach zugeflogen ist, wirst du mir vielleicht zustimmen. Ein Nebenjob kommt dazu, egal mit wie vielen Stunden. Ob 40h Studium + 10h oder 20h Nebenjob.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Ich würde halt fair ausrechnen, in welchem Bereich deine Ausgaben tatsächlich liegen + kleinem Puffer. Eigentlich so, wie rowan rowan auch vorgeschlagen hat.
Während des Studiums habe ich zu Hause gewohnt und alles für's Studium, die Versicherungen (+ die vom Auto + anfallende Reparaturen) und eben Essen usw. bezahlt bekommen. Zudem habe ich 200 € Taschengeld bekommen und mir selbst 450 Euro dazuverdient. Durch meine guten Arbeitszeiten habe ich nie mehr als 1,5 Tage pro Woche gearbeitet.
Ich hatte also 650 Euro quasi zur absolut freien Verfügung, hatte aber auch kein Pferd.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Punkt 1: Man schafft sich Dinge nur dann an, wenn man sie sich leisten kann. Dabei ist es egal, ob das jetzt ein Pferd, ein Motorrad oder eine Designerjacke von Prada ist. Wenn man sie sich nicht leisten kann, dann kann man sie sich nicht leisten.
Und weil die Frage aufkam, ob ich auch meine Katze weggeben würde: Zum einen kostet die gerade mal 50 Euro im Monat, inklusive Tierarzt und allem Pipapo, und ja, wenn ich mir DAS nicht mehr leisten könnte, ja, dann würde ich ihr ein Zuhause suchen, wo jemand sich liebevoll um sie kümmert, der sich das auch leisten kann. Das hat nichts mit wegwerfen zu tun, sondern damit, Verantwortung für ein fremdes Lebewesen zu tragen und auch einzugestehen, wenn man das nicht kann.

Punkt 2: Auch wenn du es nicht gerne hören willst: Dass du das Pferd versorgen musst, ist nicht das Problem deiner Mutter. Das interessiert auch kein Gericht der Welt irgendetwas, dass dein Geld dafür draufgeht. Das interessiert auch kein Bafög-Amt. Im Gegenteil, das Amt sagt ganz klar: 5.400 Euro darfst du pro Jahr dazuverdienen, also 450 Euro pro Monat. Jeder Euro mehr wird dir vom Bafög abgezogen. Das heißt, von deinen jetzigen 600-800 Euro würde das Amt 150 - 350 Euro anrechnen, die du dann weniger bekommen würdest.

Punkt 3: Wenn du während der Klausurphase weniger arbeiten willst, dann arbeite jetzt mehr. Die meisten Studenten, die ich kannte, haben die Semesterferien Vollzeit gearbeitet (also 40 Stunden die Woche), damit sie während der Prüfungszeit nicht arbeiten mussten. Da du eh kein Bafög kriegst, ist die Freigrenze da für dich sogar irrelevant. Solange du weniger als 7500 Euro pro Jahr ca. verdienst, zahlst du da als Studentenjob nur deine 10 % Rentenbeitrag und fertig. Mit Einkommensteuererklärung am Jahresende kann die Grenze sogar noch nach oben verschoben werden, Pauschalbeiträge sei dank.

Punkt 4: Solange du zuhause wohnen kannst, hast du auch keinen Rechtsanspruch darauf, auszuziehen. Meine Nichte wurde schwanger und war alleinerziehend und durfte von Amts wegen daheim nicht ausziehen und hat da keinen Cent gekriegt, weil meine Schwester (=die Oma) ja auf ihr Kind mitaufpassen kann und der Fahrtweg zu ihrer Ausbildungsstelle mit einer dreiviertel Stunde (einfache Strecke!) ja vollkommen zumutbar wäre. Und ich kann mir nciht vorstellen, dass irgendein Amt dir großartig etwas anderes erzählen würde.

Damit wären wir auch bei Punkt 5: Solange du zuhause die Möglichkeit hast, zu essen, zu duschen, deine Kleidung vorhanden und passend ist (das muss weder modisch, noch neu sein), du ein Bett und Strom hast und es im Winter beheizt ist, ist damit der Unterhaltspflicht durch deine Mutter genüge getan. Wenn du das nicht in Anspruch nimmst, weil du einfach lieber wo anders sein willst, muss deine Mutter deine Vorliebe nicht finanzieren. Siehe Punkt 4, was alles zumutbar ist.

Ich verstehe deine Mutter, dass sie zum einen will, dass du die Konsequenzen für deine Handlungen ziehst (Würde mein Kind erst unbedingt ein teures Hobby haben wollen und dann nach einem Jahr hinwerfen wollen, weils anstrengend ist, würde ich dem auch was husten), und zum anderen keine Lust hat, auf deine Kosten zu sparen. Ja, sie muss dich versorgen und sich um dich kümmern, dir dein Studium ermöglichen. Das heißt aber nicht, dass sie sich selber nichts mehr leisten können darf, weil du an diesem Ziel, das ein gemeinsames sein sollte, nicht mithelfen magst, weil du lieber dein Geld für was anderes ausgibst.
Und ich finde es da mehr als fair, dass deine Mutter dich da bittet, mal realistisch zu sein, wie viel Geld du zusätzlich von ihr noch zu deinem Verdienst brauchst, damit sie auch für ihr eigenes Leben rechnen kann. Sie sagt ja nicht, sie gibt dir gar nichts, sie sagt nur, du sollst da mal ehrlich sein, wieviel du zusätzlich zu deinem Job brauchst. Und da dann rumzumeckern, dass du nciht einfach in Zeiten, wo du weniger tun willst, dann mehr kriegst, entschuldige, das IST undankbar. Sie hilft dir doch! Sie will nur auch ein bisschen Verlässlichkeit und nicht ihr eigenes Leben komplett versparen, nur damit du das nicht tun musst. Und das hat absolut nichts damit zu tun, dass Eltern ihren Kindern eine Ausbildung finanzieren müssen etc..

Von daher fände ich es mehr als fair, da mal einige Stufen zurückzuschalten, zu gucken, was man sich leisten kann - eventuell den Stall zu wechseln oder noch eine Reitbeteiligung verkaufen oder sonstiges - und zu gucken, wieviel wirklich lebensnotwendig ist, anstatt dauernd drauf zu pochen, was das Bafög so berechnet und wieviel man da eigentlich kriegen müsste. Eigentlich kriegen müsstest du gar nichts. Und wenn deine Mutter dir monatlich da weiterhin 200 Euro gibt, dann ist das sehr, sehr nett von ihr.

P.S.: Was ist eigentlich mit deinem Vater? Der steht da doch genauso in der Pflicht.
 

Benutzer163260 

Öfters im Forum
Irgendwie wirkt euer Zusammenleben befremdlich. Du kaufst deine eigenen Lebensmittel? Wieso kocht ihr denn nicht gemeinsam? Finde ich in einer Famile absolut ungewöhnlich und irritierend. Wird das auf die Initiative deiner Mutter so gehandhabt?

Falls das ganze auf deinem Mist gewachsen sein sollte, kann ich die Drohungen deiner Mutter, dir das Geld zu entziehen, zumindest nachvollziehen (ohne sie in jeglicher Form gutzuheißen).
Du verbringst anscheinend die meiste Zeit bei deinem Freund, bringst dich auch kaum mehr im Haushalt ein und signalisierst ihr, dass du eigentlich nur sehr wenig Interesse an ihr hast. Ich könnte mir vorstellen, dass das für deine Mutter verletzend ist und sie deshalb so blöd mit der Geld-Thematik umgeht.

Zudem finde ich es extrem unschön, dass du über den Kredit für das neue Auto meckerst und deiner Mutter das vorhältst. Immerhin hast DU das alte Auto zu Schrott gefahren und da wäre es eigentlich angebracht, mal schön den Ball flachzuhalten und sich in einem gewissen Maß sogar an der Neuanschaffung zu beteiligen, statt sich darüber aufzuregen und zu befürchten, dass jetzt weniger Geld für dich bleibt.

Setzt euch zusammen und findet eine Vereinbarung, an die sich beide Parteien dauerhaft halten. Dabei solltest du fair bleiben. Hier hast du zum Beispiel einfach mal in deiner Kostenaufstellung die Reitbeteiligung unterschlagen. Mit Reitbeteiligung sinken die Kosten für das Pferd allerdings schon enorm!

Laut BAföG-Amt stehen dir 450 Euro zu, abzüglich 50 Euro Mietpauschale an deine Mutter. Wären also 400 Euro. Davon müsstest du dann noch für die Zeit, in der du das Pferd abbezahlst, das Kindergeld abziehen, oder? Korrigiere mich, falls ich da falsch liege. Also bleiben ca. 220 Euro im Monat. Das ist das Geld, was du wirklich einfordern kannst und auch solltest. Alles darüber hinaus ist ein Entgegenkommen deiner Mutter, das solltest du dir bei allem verständlichen Frust klarmachen.

Mach dir vielleicht auch mal Gedanken darüber, wie du mit deiner Mutter umgehst. Mag sein, dass dieser Thread täuscht, aber es wirkt so, als würdest du deine Mutter teils recht lieblos, vorwurfsvoll und herablassend behandeln.

Wenn du die Kosten für dein Pferd auf Dauer nicht stemmen kannst, kannst du das nicht auf dem Rücken deiner Mutter austragen. Entweder du schaffst es, über Reitbeteiligungen etc. die Kosten zu senken oder du musst im schlimmsten Fall das Pferd eben verkaufen.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Dir steht Kindergeld zu, sonst nix
Das ist falsch. Eltern sind verpflichtet ihrer Kinder in der Erstausbildung bis zum 25. Lebensjahr zu unterstützen. Ist das für die Eltern nicht zumutbar, da ihr Einkommen zu gering ist gibt es Unterstützungen wie Bafög.

Die meisten Studenten, die ich kannte, haben die Semesterferien Vollzeit gearbeitet
Hier liegt das Augenmerk wohl auf kannte. Semesterferien an sich sind nicht existent; Es gibt vorlesungsfreie Zeiten. Die werden aber in vielen Fällen mit Klausuren, Praktika, Seminaren etc. voll sein.

Und da dann rumzumeckern, dass du nciht einfach in Zeiten, wo du weniger tun willst, dann mehr kriegst, entschuldige, das IST undankbar. Sie hilft dir doch!
Es geht hier doch nicht nur um den Betrag an sich, sondern auch um Planungssicherheit. Sie hat Verantwortung für ein Pferd und wenn ihre Mutter wirklich so wankelmütig ist wie die TS sagt ist das doch wohl nicht hilfreich.

Ich weiß nicht mehr ob es von dir kam Ishtar Ishtar , aber es wurde auch gesagt das sie sich die Finanzierung des Pferdes vorher hätte überlegen sollen. Dem kann ich so weit schon zustimmen, allerdings muss man auch bedenken das sie zu dem Zeitpunkt noch relativ jung war. Da wäre es wohl eher an der Mutter gewesen zu überlegen ob es so gut ist ihrer Tochter diese Belastung zuzumuten und zu bedenken das sie da ggf unterstützen muss.
Genauso die Situation mit dem Auto: Natürlich ist es scheiße wenn ein Kind das Auto der Eltern schrottet. Das das Ärger gibt kann ich durchaus verstehen. Aber 1. muss dann auch irgendwann mal damit abgeschlossen werden und 2. wenn sich die Eltern dann ein höherwertiges Auto als zuvor leisten wollen, können sie der Tochter DAS wohl schwerlich vorwerfen :eek:
Ich habe eine Familie die sich gerne vorhält was wer für wen getan hat oder auch nicht. Jahre, um Jahre, um Jahre,... das ist echt giftig und kann auch nicht die Lösung sein.

Natürlich sollte man seinen Eltern in gewisser Weise dankbar für die Unterstützung sein, aber man muss sich mMn dafür nicht in den Staub werfen und ist verpflichtet anspruchslos zu werden.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das ist falsch. Eltern sind verpflichtet ihrer Kinder in der Erstausbildung bis zum 25. Lebensjahr zu unterstützen. Ist das für die Eltern nicht zumutbar, da ihr Einkommen zu gering ist gibt es Unterstützungen wie Bafög.
Und ihre Tochter hat zuhause ein Zimmer, fließend Wasser und Grundnahrungsmittel, nach eigener Aussage. Das ist in deinen Augen keine Unterstützung?
Ja, Eltern müssen Kinder unterstützen, aber sie müssen kein Taschengeld geben, kein Pferd fürs Kind mitfinanzieren und auch nicht dafür sorgen, dass das Kind ausziehen kann, wenn es das will. Wenn Eltern das trotzdem machen, ist das sehr toll von ihnen und auch sehr wünschenswert. Aber müssen tun die da gar nix.

Hier liegt das Augenmerk wohl auf kannte. Semesterferien an sich sind nicht existent; Es gibt vorlesungsfreie Zeiten. Die werden aber in vielen Fällen mit Klausuren, Praktika, Seminaren etc. voll sein.
Ich glaube jetzt doch nicht, dass sich in 2 Jahren, in denen dann der letzte meiner Freunde mit dem Studium fertig wurden, sich so viel geändert hat. Hab ich übrigens erwähnt, dass mein Mann an der Uni als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist? Praktika werden nicht immer, aber häufig bezahlt, du hast grade als Erstsemester nicht gleich die ganze "vorlesungsfreie Zeit" (aka "Semesterferien") vollgestopft mit Klausuren, auch im Bachelor nicht, erst recht nicht jeden Tag. Und es kommt auch ganz stark auf das Studienfach an, wieviel Praktika etc. überhaupt abverlangt werden. Es gibt schon immernoch einen Grund, warum von der "höchstens 20 Stunden pro Woche"-Regel die vorlesungsfreie Zeit nach wie vor explizit ausgenommen ist. Dann arbeitet man halt wochenweise.

Natürlich sollte man seinen Eltern in gewisser Weise dankbar für die Unterstützung sein, aber man muss sich mMn dafür nicht in den Staub werfen und ist verpflichtet anspruchslos zu werden.
Das nicht. Was mich hier aber regelrecht nervt, ist, wie die TS rechnet. Da wird nur das gerechnet, was sie als Anspruch vom Bafög-Amt kriegen würde, aber auf der anderen Seite alles andere unterschlagen. Und da dann zu sagen "Ich krieg aber, ich würde eigentlich kriegen, das steht mir doch zu" - das ist schlichtweg falsch.
Wenn wir mal ehrlich rechnen, was, wenn sie Bafög bekäme, sie bekommen würde, wären wir da weit unter dem, was die Mutter bezahlt. F FrännyFrän hat ja eben schon gerechnet, dabei aber noch folgendes vergessen: Von den 220, die noch übrig bleiben (und von denen die Mutter ja auch 200 gibt) würde die Bafög-Stelle durch den Verdienst der TS noch 150 -300 Euro abziehen. Da bliebe also im besten Fall noch 70 Euro über, aber tendenziell eher 0 Euro. Und die Einnahmen für die Reitbeteiligung sind da noch nichtmal drin!
Von daher bleib ich dabei: Von dem Anspruchsdenken sollte man ganz, ganz schnell wegkommen. Da bleibt bei genauer Betrachtungsweise nämlich exakt gar nichts vom Anspruch über. Und dass die Mutter trotzdem hilft und auch gewillt ist, zu helfen, ist nett von ihr und nix, woraus man ihr da einen strick drehen sollte, nur, weil sie mit ihrem eigenen Geld, wofür sie ja wohl auch arbeiten geht, sich selber auch was kaufen will.
 

Benutzer163260 

Öfters im Forum
Natürlich sollte man seinen Eltern in gewisser Weise dankbar für die Unterstützung sein, aber man muss sich mMn dafür nicht in den Staub werfen und ist verpflichtet anspruchslos zu werden.

Calendula wirft sich aber doch weder in den Staub, noch ist sie anspruchslos. Bisher wirkt es eher so, als sei das Gegenteil der Fall. Ausgaben werden künstlich nach oben retuschiert, indem die Reitbeteiligung verschwiegen wird, die finanziellen Ausgaben der Mutter werden kritisch hinterfragt und ein familiäres Zusammenleben ist scheinbar kaum existent.

Einerseits hat Calendula berechtigte Anforderungen an ihre Mutter und es lässt sich ja durchaus aufgrund einer gesetzlichen Grundlage errechnen, welchen Geldwert diese Anforderungen haben. Das ist die rechtliche Seite. Moralisch gesehen hat aber vielleicht auch die Mutter nachvollziehbare Anforderungen an ihre Tochter, die ebenso berechtigt, aber eben nicht einklagbar sind. Eine Tochter, die selbst sagt, dass sie das Elternhaus eigentlich maximal als opportune Übernachtungsgelegenheit nach dem Nebenjob nutzt und sich ansonsten dort eigentlich gar nicht aufhalten mag und sich auch ansonsten anscheinend von der Mutter abgrenzt, wo es gerade geht, verletzt damit unter Umständen die Gefühle der Mutter zutiefst.
Ich finde, dass man beide Seiten sehen sollte und nicht nur die eigenen Ansprüche, so berechtigt sie auch sein mögen.

In meinen Augen ist es auch mehr als nachvollziehbar, wenn man sich nach einem Totalschaden ein höherwertiges Auto kauft und nicht nur den Zeitwert des geschrotteten Autos investiert. Ein schönes Zeichen wäre gewesen, wenn die TS ihrer Mutter angeboten hätte, sich beispielsweise über einen monatlich festen Betrag oder über einen Abzug ihres Taschengeldes zumindest symbolisch an der Anschaffung zu beteiligen und somit gezeigt hätte, dass es ihr leid tut. So wie sie es rüberbringt, scheint es eine Selbstverständlichkeit zu sein, dass die Mutter alles, was über das von der Versicherung ausgezahlte Geld hinausgeht, selbst investiert.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren