Bafög von Mutter annehmen?

Benutzer163346  (25)

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Hallo ihr Lieben,

zunächst mal eine kleine Einführung: Ich habe jetzt im Wintersemester angefangen mit dem Studieren, meine Mutter unterstützt mich an sich (wie meinen Bruder zuvor auch), allerdings kommen öfter Sticheleichen, ob ich nicht doch besser eine Ausbildung machen möchte.
2015 habe ich mein Abi gemacht und durch eine längere Geschichte wurde mir ein Traumpferd, welches ich bereits 3 Jahre kannte, zum Kauf angeboten. Meine Mutter hatte mir gleich angeboten, den Kaufpreis über 4000€ zu übernehmen, möchte dafür allerdings das Kindergeld für sich behalten (zuvor habe ich 150€ Taschengeld monatlich bekommen). Alle weiteren Kosten trage ich seit dem selbst und komme damit pro Monat auf ca 650€ für das Pferd.
Nach dem Abi habe ich dann erst mal ein Jahr Pause gemacht, Vollzeit gejobbt, und damit das Pferd und meinen ersten richtigen Urlaub mit meinem Freund im September finanziert.
Diesen Nebenjob führe ich derzeit mit 20 Wochenstunden neben dem Studium weiter und stelle dadurch Lernzeit und Zeit mit meinem Freund nach hinten. Noch geht das, die Klausuren sind erst im Februar.

Mein Bafögantrag wurde Anfang Oktober leider abgelehnt, meine Mutter hätte jeden Monat 500€ "zu viel", mein Grundbedarf liegt bei 450€, davon werden 50€ sozusagen als Miete an die Eltern angesehen. Demnach bekäme ich nur Bafög, wenn ich ausziehen würde, und dann auch nur 200€.
Meine Mutter ist extrem wechselmütig, im ersten Moment meinte sie: "Klar, kein Problem, dann bekommst du das Geld von mir, wenn das da steht", hat mir dann für November auch 500€ überwiesen, obwohl ich gesagt habe maximal 400€, so wie das in dem Brief steht. Da es mir theoretisch für Oktober ja auch zugestanden hätte, haben wir uns dann auf die 500€ geeinigt.
Sobald wir eine kleine Auseinandersetzung haben, kommt sie aber immer sofort mit der "dann streich ich dir halt das Geld und du sollst sehen wie du zurecht kommst"-Keule, das kam sie schon immer. Da ich ja aber jetzt die Verpflichtung habe, die monatlichen Kosten für mein Pferd zu decken, sehe ich mich also gezwungen, die 20 Wochenstunden erst mal weiter zu arbeiten, falls sie wirklich mal kein Geld überweist.

Da ich also im November ein nettes Budget hatte, rund 1100€ mit dem Geld von meiner Mama, habe ich einige Sachen bestellt, was meiner Meinung nach auch in meinem guten Recht liegt, denn ich habe dafür gearbeitet (wir reden hier von einem Gesamtwert von ca 150€, einer großen Tasche für die Uni, einem Zusatzfuttermittel für mein Pferd und einer dicken Weste, die ich zu einem Schnäppchenpreis bekommen habe).
Nun sieht meine Mutter das und ist nach ihrer Aussage neidisch, da ich es mir leisten kann, neue Sachen zu kaufen und sie sich gerade gerne einen neuen Schrank kaufen würde, es sich aber nicht leisten kann. Und ich würde ja so viel arbeiten, ich solle ihr sagen, wie viel Geld ich denn monatlich wirklich brauchen/haben wollen würde.

Jetzt stecke ich in einer Zwickmühle: Natürlich verdiene ich im Moment noch gutes Geld neben dem Studium, aber auch eher, damit ich finanziell auf der sicheren Seite bin, wenn sie mal wieder einen Anfall bekommt und wenn ich das Geld trotzdem bekomme, dass ich mir nunmal auch neue Klamotten oder einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt leisten kann, ohne dabei jeden Cent umzudrehen.
Meine Mutter ist selbst überhaupt nicht sparsam, hat im September einen 20.000€ Kredit für ein großes Auto aufgenommen, nachdem ich leider Gottes unser vorheriges kleineres zum Totalschaden gefahren habe und sie dort 8000€ von der Versicherung bekommen hat. Sie freut sich jeden Tag an dem Auto, was auch toll ist, aber sie wussste ja, dass ich mit dem Studium anfangen werde. Hält mir aber jetzt bei jeder Diskussion vor, dass sie so ein teures Auto abzahlen muss. Auch zahlt sie jeden Monat 100€ für eine Fitnessstudiomitgliedschaft, in welches sie seit einem Jahr nicht mehr geht.
Miete muss sie übrigens kaum zahlen, sie übernimmt die Nebenkosten für das eigene Haus. Kommt damit deutlich günstiger als mit einer Mietwohnung nach eigener Aussage.
Ich verbringe 5 von 7 Abenden bei meinem Freund, bin eigentlich nur zum Schlafen nach der Arbeit zuhause. Lebensmittel kauft sie keine für mich, außer die "Grundnahrungsmittel" wie zB Milch, Butter, Zucker,... kaufe ich mir alles selbst, wenn ich überhaupt Zuhause etwas esse, da ich ja eh selten wirklich Zuhause bin. Ansonsten fällt halt Strom und Heizkosten für das Dachzimmer an, in welchem ich wohne.

Ich finde es unfair, dass ich nun auf das Geld verzichten soll, welches mir rein theoretisch zusteht, ob vom Bafög-Amt oder nun halt von meiner Mutter. Aber trotzdem bekomme ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihr sage, dass ich gerne 400€ im Monat möchte, da es mir "zusteht" (das klingt schon so furchtbar undankbar).
Was denkt ihr? Komplett darauf verzichten, alles fordern oder vielleicht die Hälfte o.ä.? Was empfindet ihr als gerecht?

Liebe Grüße!
 

Benutzer141323 

Benutzer gesperrt
Ich finde es ganz ganz gruselig was deine Mutter da mit dir abzieht. Folgendes steht dir zu: 680 € Grundbedarf. Setzt sich zusammen aus Kindergeld + Bafög. Sie hat dir das Pferd finanziert, daher habt ihr euch ja darauf geeinigt, dass sie das Kindergeld behält bis es abgezahlt ist, richtig? Dir stehen demnach 450€ jeden Monat zu und die würde ich mir auch geben lassen. Was du nebenbei verdienst ist alles dein eigener Lohn, für die harte Arbeit die du neben dem Studium absolvierst! Dass sie dir das neidet, statt stolz zu sein, kann ich einfach nicht begreifen.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
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Wieso ziehst du nicht zu deinem freund? dann bekä st du doch befög, hättest mehr zeit mit ihm, weniger konflikt mit deiner mutter, etc.
So ein pfrd ist natürlich ein sehr teures "hobby". gibt esda nicht möglichkeiten es für reitstunden zu vermieten o.ä.?
 

Benutzer141323 

Benutzer gesperrt
LULU1234 LULU1234 - wenn ich es richtig verstanden habe, gibt's dann aber nur die 200€ und das wird ja hinten und vorne nicht reichen! Ich gehe davon aus, dass deine Mutter dann den Rest (300€) zusätzlich an dich weiterleiten muss.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Hmmm...

Du könntest Deiner Mutter eine klare Ansage abverlangen. Entweder, sie ist einverstanden damit, Dich zu unterstützen - dann soll sie einen Dauerauftrag einrichten und das Thema nicht ständig aufs Tapet bringen. Du kannst ihr auch deutlich sagen, daß Dich ihr ständiges Draufrumreiten verletzt.
Wenn sie nicht will, kannst Du Dir immer noch überlegen, Sie auf Unterhalt zu verklagen. (Ich weiß - ist in der Familie immer doof. Aber wenn's nicht anders geht... Du kannst Dich auch beim Bafögamt erkundigen, ob die Dir die Kohle vorschießen - dann müßten die Deine Mutter verklagen.)

Wäre es Dir möglich, Dich komplett selbst zu finanzieren? Dann könntest Du Mutti sagen, sie möge Dir den Buckel runterrutschen.

Und schließlich würde ich durchaus drüber nachdenken, das Pferd wieder zu verkaufen. Ich verstehe Dich natürlich - aber lebensnotwendig ist das nicht und ehrlich: Mit 21 sich so ein Tier ans Bein binden halte ich für reichlich leichtsinnig.
Off-Topic:

Meine Mutter ist selbst überhaupt nicht sparsam, hat im September einen 20.000€ Kredit für ein großes Auto aufgenommen, nachdem ich leider Gottes unser vorheriges kleineres zum Totalschaden gefahren habe und sie dort 8000€ von der Versicherung bekommen hat.
Wie kann man denn für einen Neuwagen einen Kredit aufnehmen? Selbst bei den momentanen Zinsen?
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Auch wenn ich mich damit in die Nesseln setze, muss ich sagen: Ich seh das mal ganz anders. Ich finde, du bist extrem undankbar. Aber mal so wirklich.

1.100 € mit dem, was du verdienst und von deiner Mutter kriegst, und du jammerst, weil du nicht noch mehr von ihr kriegst? Weil dir das ZUSTEHT? Dir steht Kindergeld zu, sonst nix. Und selbst das nicht, solange du daheim wohnen kannst. Dass du nicht daheim wohnen WILLST, ist dabei vollkommen irrelevant.

Deine Mutter kauft dir ein Pferd, weil du es unbedingt haben willst, und jetzt jammerst du, dass du arbeiten musst, um die laufenden Kosten zu decken? Ernsthaft?

Und du fährst das Auto deiner Mutter - das du offensichtlich mitbenutzen durftest und dir nicht ein eigenes Gefährt zusammensparen musstest - zu Schrott und beschwerst dich, dass sie sich dann ein neues Auto kauft und nicht nur eines vom Restwert des alten Autos (was immer weniger ist, da Listenpreis, als eigentlich angemessen)? Ganz ernsthaft jetzt?

Enschuldige, wenn ich das so direkt sage, aber du hast keine Ahnung, wie teuer das Leben denn wirklich ist. Das ist ein echtes Luxusproblem, was du hier anführst. Ich kenne SO VIELE Studenten, die sich ihr Studium selbst finanzieren mussten, weil sie kein Bafög bekamen und von zuhause keine Unterstützung kriegen konnten.
Du kriegst Unterstützung, und zwar nicht nur fürs Studium, sondern für dein ganzes Leben, kriegst Sonderwünsche mitfinanziert, von denen andere nur träumen, und beschwerst dich, wenn deine Mutter dann und wann mal sagt, dass sie davon auch genug hat und du mal auf eigenen Beinen stehen sollst?

Wenn es dich echt so ankotzt, dann schau zu, dass du dein Leben wirklich selbst finanziert kriegst. Verkauf das Pferd oder mach eine Reitbeteiligung oder sonstwas. Regel dein Leben ganz allein, inklusive Mietwohnung und Lebensunterhalt. DANN hast du das Recht, dich über Verschwendungssucht aufzuregen. Vorher nicht. Sorry.

Off-Topic:

Wie kann man denn für einen Neuwagen einen Kredit aufnehmen? Selbst bei den momentanen Zinsen?
Wenn das Autohaus dir 0 % Zinsen anbietet, was momentan viele machen, ist es eigentlich blöd, wenn man das nicht mitnimmt. Wenn man für das Sofort-Bezahlen keinen Rabatt kriegt, warum sollte man das dann sofort tun, wenn Später-Zahlen keine Nachteile bringt? Natürlich vorausgesetzt, dass man sich nicht überschuldet und die Raten auch wirklich zahlen kann.
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich sehe das wie Hörnchen Hörnchen und hätte an deiner Stelle kein schlechtes Gewissen dabei, die Grundsicherung auch zu verlangen. Wenn du zu Hause so wohnst, das du deine eigenen Kosten decken musst (z.B. Lebensmittel), muss das Geld auch irgendwo her kommen.
Als Eltern ist man auch verpflichtet, für die Ausbildung der Kinder aufzukommen - vollkommen unabhängig davon, ob man ihnen ansonsten Luxusgüter kauft. Wer den Luxus hat, das das Kind sogar zu Hause wohnen kann während des Studiums, kann über 400-450 Euro im Monat schwer klagen. Entweder man muss die anfallenden Kosten für das zu Hause lebende Kind (Lebensmittel, Kosmetikartikel, Sachen für die Uni, Klamotten usw.) übernehmen, wenn sie anfallen, oder man gibt seinem Kind eine monatliche Summe, die es selber einteilen kann.

Auf eigene Beine kann man seine Kinder noch früh genug stellen, während der Ausbildung ist dafür meiner Meinung nach nicht die richtige Zeit. Ich bin froh, das mein Vater mir in dieser Zeit den Rücken freigehalten hat (ohne es zu übertreiben, Geld übrig hatte ich nie).

650 Euro im Monat für's Pferd sind natürlich kein Pappenstiel - du scheinst in einer teuren Gegend was Stallmiete angeht zu wohnen. In meiner Ecke zahlt man um die 300-350 Euro, wenn man nicht grade im teuren Turnierstall steht - aber ich habe Verständnis dafür, wenn man den Stall nicht wechseln will.
Du wirst während des Studiums ohnehin nicht mehr genug Zeit haben. Kannst du dir vorstellen, eine oder zwei Reitbeteiligungen zu suchen? Hier im Großraum Frankfurt kann man für 2x die Woche locker 100 Euro oder mehr im Monat verlangen. Die Besitzerin meines RB-Pferdes finanziert sich ihr Tier im Prinzip so, während sie jetzt in der Ausbildung ist. Dafür hat sie ihr Pferd auch nur am Wochenende - unter der Woche hätte sie aber ohnehin keine Zeit, wirklich was zu machen.
Am Ende wäre das eigentlich für dein Pferd und dich eine Win-Win-Situation. Es gibt ja auch vernünftige, erwachsene Reitbeteiligungen (wie mich, haha :zwinker: ) und nicht nur die 14-Jährigen, die angeblich schon L reiten :zwinker:
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Wenn das Autohaus dir 0 % Zinsen anbietet, was momentan viele machen, ist es eigentlich blöd, wenn man das nicht mitnimmt. Wenn man für das Sofort-Bezahlen keinen Rabatt kriegt, warum sollte man das dann sofort tun, wenn Später-Zahlen keine Nachteile bringt? Natürlich vorausgesetzt, dass man sich nicht überschuldet und die Raten auch wirklich zahlen kann
Schon klar. Aber für Privatpersonen ist ein Neuwagen eigentlich generell eine schlechte Idee - auch wenn man ihn ohne Zusatzkosten finanziert, muß man ja den vollen Preis bezahlen. Und so ein Neuwagen ist halt schon ein paar Tausend Euro weniger wert, wenn man ihn vom Hof des Händlers fährt.
 

Benutzer162226 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:

Schon klar. Aber für Privatpersonen ist ein Neuwagen eigentlich generell eine schlechte Idee - auch wenn man ihn ohne Zusatzkosten finanziert, muß man ja den vollen Preis bezahlen. Und so ein Neuwagen ist halt schon ein paar Tausend Euro weniger wert, wenn man ihn vom Hof des Händlers fährt.
Off-Topic:
Nicht immer, nicht unbedingt. Ich hatte einen Neuwagen, der sich durch die lange Garantiezeit und diverse Sonderangebote als Gebrauchtwagen nicht gelohnt hätte - immerhin war der Neupreis 30% unter Listenpreis.
Mein jetziges Auto hätte ich mir aber auch nie als Neuwagen gekauft - eben weil der Verlust zu groß gewesen wäre.
 

Benutzer153302 

Meistens hier zu finden
1.100 € mit dem, was du verdienst und von deiner Mutter kriegst, und du jammerst, weil du nicht noch mehr von ihr kriegst? Weil dir das ZUSTEHT? Dir steht Kindergeld zu, sonst nix.
Mal (mehr oder weniger) losgelöst vom Rest: ich hab die 1100€ als Angespartes verstenden.

Nichtsdestotrotz gibt es einen Grundbedarf, der bei (lasst mich lügen) um und bei 600€ liegt, wie hier auch schon angemerkt wurde. Sofern du dich in deiner ersten Ausbildung befindest, sind deine Eltern dir zu Unterhaltszahlungen verpflichtet. Wenn du bei einem Elternteil wohnst, sind die Zahlungen auch in Form von Kost/Logis abgegolten.

Generell wird Bafög nachrangig gezahlt, d.h. zuerst werden deine Eltern in die Zahlungspflicht genommen, was du ja auch aus deinem Bescheid schon (indirekt) entnehmen konntest.
Beachten solltest du weiterhin, dass dein Einkommen auf den Bafög-Anspruch angerechnet wird. Ich weiß nicht mehr so genau wo die Grenze liegt, sollte aber bei ca. 400-500€ monatlich liegen. Da solltest du dich auf jeden Fall noch schlau machen!

Den Tip von rowan rowan möchte ich dir an dieser Stelle als (noch) Studentin mit eigenem Pferd dringend ans Herz legen. Obwohl ich finanziell nicht auf die Einnahmen angewiesen bin, ist es gut zu wissen, dass man nicht überlegen muss, ob das Pferd geimpft wird oder ich noch was anderes als Nudeln essen möchte zum Ende des Monats. Der Zeitfaktor sei hier mal komplett ausgeklammert.

Und ja, auch Ishtar Ishtar muss ich zustimmen. Es ist unglaublich beruhigend zu wissen, dass man jemanden hat, auf den man sich verlassen kann. Was deine Mama da für dich tut, liebe C Calendula , das ist schon ziemlich toll. Als ich mein Pferd gekauft habe (für wesentlich weniger), habe ich mich mit meinem Vater fast zerstritten, auch wenn er es nie zugeben würde. Ich habe auch schonmal sein Auto (wirtschaftlich) zu Schrott gefahren. Wichtig ist, wie man seinen Eltern dann gegenübertritt. Hast du deiner Mutter (indirekt) zu verstehen gegeben, dass es ihr Auto ist und sie für die Kosten aufkommen muss? Auch, wenn du das nie gesagt hast, nonverbale Kommunikation ist nicht zu unterschätzen. Ich habe mich meinem Vater gegenüber damals ziemlich blöd benommen (und würde mir dafür im Nachhinein am Liebsten selber eine knallen!). Es geht auch nicht darum, finanzielle Hilfe zu leisten, sondern einfach zu zeigen, dass es dir auch leid tut.

Du hast erwähnt, dass du noch bei deiner Mutter wohnst. Unabhängig von laufenden Kosten für Lebensmittel: was machst du im Haushalt? Nach meinem Abi hatte ich nicht sofort einen Zukunftsplan. Meine Mama und ich haben damals den Deal ausgehandelt, dass ich für mein Taschengeld (waren damals irgendwas bei 50€) im Haushalt vermehrt mit anpacken muss. Dabei ging es nicht um Wäsche, Geschirr oder so etwas, sondern Küche wischen, Fenster putzen etc. Also Dinge, die in der Schulzeit nicht auf dem Plan standen. Ich fand das vollkommen ok! Vielleicht wäre das auch für euch eine Option?
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Off-Topic:

Schon klar. Aber für Privatpersonen ist ein Neuwagen eigentlich generell eine schlechte Idee - auch wenn man ihn ohne Zusatzkosten finanziert, muß man ja den vollen Preis bezahlen. Und so ein Neuwagen ist halt schon ein paar Tausend Euro weniger wert, wenn man ihn vom Hof des Händlers fährt.
Off-Topic:
Wir kaufen uns grade einen Neuwagen - als Tageszulassung, gut 25% unter Listenpreis. Selbst wenn man das Geld bar auf dem Konto hat, kann es sich lohnen, das Auto zu finanzieren - wenn die Zinsen, die man für die Finanzierung zahlt, weniger sind als das, was man mit dem Geld an Zinsen bekommt. Aktuell ist das wohl nur bei 0%-Finanzierungen (oder wenn man sein Geld gut anlegt und mehr als 2% Rendite macht) der Fall, aber das Rechnen im Einzelfall lohnt sich.
 

Benutzer163346  (25)

Ist noch neu hier
Erst mal Danke für die Antworten bisher.

1) Warum ich nicht zu meinem Freund ziehe? Weil das erst ab Studiumsbeginn für mich zur Debatte stand, da ich ja davor nicht wusste, wohin es mich endgültig verschlägt. Und jetzt soll sich das mit dem Studium erst mal einpendeln, das erste Semster wollte ich mir noch Zeit lassen, es reicht, wenn es erst mal nur eine radikale Veränderung gibt, wenn es nicht zwingend mehr sein muss.

2) Pferd als Luxusgut: Ist mir klar, aber würdet ihr euren Hund/eure Katze in so einer Situation abgeben? Sicher nicht. Und ich bin ja gewollt, selbst dafür zu arbeiten, hätte ich nur ein Hobby wie zB ins Fitnessstudio gehen, müsste ich deutlich weniger arbeiten um mir das Hobby zu leisten. In den 650€ sind alle Kosten enthalten, außer eventuelle sehr teure Tierarztkosten und Turnierteilnahme im Sommer. Eine Reitbeteiligung habe ich seit Anfang an, deren Kostenbeteiligung ich hier nicht aufgezählt habe, da ich im Notfall auch ohne damit zurecht kommen müsste (und wenn es mit einem günstigeren Stall wäre).
Meine Mutter selbst sagt, dass das Pferd nicht mehr hergegeben wird (seht ihr vielleicht, wie meine Mutter zu allem zwei Meinungen hat, je nach dem, was ihr gerade in den Kram passt?)

3) Warum bin ich undankbar? Weil ich es als selbstverständlich sehe, dass meine Mutter während meiner ersten Ausbildung in so fern mein Leben finanziert, dass ich nicht für Lebensmittel, Unterkunft, die notwendigste Kleidung und Schreibutensilien selbst aufkommen muss? Weil ich das Angebot meiner Mutter (das ausschließlich von ihr kam), mir das Pferd zu zahlen, indem sie dann das Kindergeld vorerst behält, dankend und voller Glück angenommen habe? Mit der Bedingung, seit dem ansonsten keinerlei Taschengeld o.ä. Mehr zu bekommen?
Weil sie vorgeschlagen hat, mich in die Autoversicherung mitaufzunehmen, damit ich nachts nach dem arbeiten kein Taxi zahlen oder heim laufen muss? (Was ich seit dem Autounfall trotzdem tue und sie sich weigert, mich wieder aus der Versicherung zu nehmen)

4) Weil hier die Zahlen etwas durcheinander geworfen wurden: "Grundbedarf bei Besuch einer Wissenschaftlichen Hochschule: 451€", das würde mir also vom Bafögamt zustehen, wenn meine Mutter nichts verdienen würde und ich zuhause wohne. Davon sind 52€ Wohnpauschale, dass ich Zuhause wohne. Bleiben also 399€ "Taschengeld", um mir das Studium zu finanzieren für das notwendigste, ohne extravagante Hobbies. "Anzurechnendes Einkommen: 503€", wovon das Bafög Amt der Meinung ist, dass meine Mutter mir in der derzeitigen Lage 451€ abdrücken können müsste.
Würde ich ausziehen, hätte ich einen Grundbedarf von 735€ abzüglich der 503€ anzurechnenden Einkommens bleiben 232€, die ich vom Amt bekommen würde, weil ich ausgezogen bin, für die restlichen 503€ müsste ich meine Mutter zur Verantwortung ziehen. Tolles Dilemma, nicht wahr? Ziehe ich aus, wird es a) für mich teurer und b) für meine Mutter auch (zumindest auf dem Papier), laut meinem Sachbearbeiter.

Die 1100€ waren die 500€, die meine Mutter mir für Oktober und November gezahlt hat sowie gut 600€ Aus meinem Nebenjob. Die Kosten vom Pferd musste ich davon noch Zahlen.

5) Ich helfe im Haushalt mit seit dem ich 12 bin, sonst drohte immer gleich wieder Geldentzug. Und wir reden da auch von Küche und Badezimmer putzen, durchsaugen, Fenster wischen, feucht durchwischen, Geschirrspülmaschine jedes 2. Mal ausräumen,.. Nur seit dem ich so gut wie nicht mehr zuhause bin nehme ich mich da eben weitestgehende raus, da ich eh seltenst wirklich Zeit zuhause verbringe. Ich sehe zu, dass ich keine Spuren hinterlasse, ein mal die Woche durchsauge und die Spülmaschine ausräume, auch wenn ich die Woche davor gar nicht daheim war.

Off-Topic:
Mit 20t€ Kredit war kein Neuwagen gemeint, sondern eine gebrauchte C-Klasse, als Aufstieg von der B-Klasse, die ich zum Wirtsch. Totalschaden gefahren habe, die übrigens so gut wie abbezahlt war.
 
A

Benutzer

Gast
Ich finde dich auch unglaublich undankbar. Liegt vielleicht auch daran, dass du hier in Österreich mit einem Teilzeitjob genau gar keinen Anspruch mehr auf andere finanzielle Unterstützung hättest, was ich auch absolut richtig finde.
Der Geldbezug für alle deine Lebenskosten wird sowieso schon durch dein Einkommen gedeckt - du selbst entscheidest doch, dass du es statt Miete und Essen lieber für ein Pferd ausgibst. Das ist deine persönliche Entscheidung, niemand zwingt dich dazu. Das klingt für mich genauso wie "Ich gehe jeden Monat für 650,- Euro shoppen und hab dann kein Geld mehr um Brot zu kaufen und meine Eltern wollen mich das Geld nicht geben, die sind so gemein".

Mir ist bewusst, dass du nicht einfach so mal im Monat weniger Geld für das Pferd ausgeben kannst, aber du warst dir doch vorher bewusst, dass das eine stetige, starke finanzielle Belastung ist, die sich manche Leute mit einem Vollzeitjob nichtmal gönnen können. Jetzt deiner Mutter einen Strick daraus zu drehen, dass sie nett war und dir bei der Finanzierung geholfen hat, finde ich total daneben. Genauso wie, dass sie Aussagen tätigt, dass sie dir versucht zu helfen damit du das Pferd nicht weggeben musst, ins Negative zu ziehen.

Jetzt hier alles auf Biegen und Brechen auszurechnen, was sie dir schuldig ist und was dir zusteht, ist unfair. Glaubst du, sie ist dein Leben lang jeden Monat an einem Haushaltsbuch gesessen und hat sich durchgerechnet, wie teuer dein Essen und deine Kleidung ist und wenns dann mal kälter wurde und du eine neue Jacke gebraucht hast, hat sie gesagt "Tut mir leid, du hast nur noch 26,68 Euro von deinem Kindergeld über, da geht sich keine neue Jacke mehr aus."

Nur seit dem ich so gut wie nicht mehr zuhause bin nehme ich mich da eben weitestgehende raus, da ich eh seltenst wirklich Zeit zuhause verbringe. Ich sehe zu, dass ich keine Spuren hinterlasse, ein mal die Woche durchsauge und die Spülmaschine ausräume, auch wenn ich die Woche davor gar nicht daheim war.

In meinen Studenten-WGs waren das übrigens sehr unbeliebte Mitbewohner "Ich putz so wenig, weil ich eh so selten da bin". Naja, die Wohnung wird trotzdem dreckig, die Anderen müssen dann trotzdem mehr putzen.
 

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Ich finde auch: Solange du noch zu Hause wohnst, sind 500 Euro wirklich krass viel. Immerhin lebst du quasi umsonst bei deiner Mutter, Strom und Heizung werden für dein Zimmer gezahlt, warmes Wasser für dein Duschen. Selbst wenn es nur 2x die Woche ist (und es gibt bestimmt auch mal Phasen, in denen du öfters daheim bist). Grundnahrungsmittel verbrauchst du ebenfalls, vielleicht kocht deine Mutter auch mal und du isst mit, etc. pp. Das läppert sich, auch wenn du das nicht wahrhaben willst. Entscheide dich: Entweder du bleibst bei deiner Mutter wohnen, dann würde ich wesentlich weniger "verlangen" (nämlich das, was du zusätzlich für Unikrams, notwendige Kleidung, Busticket, Mensa o.ä. benötigst) oder du ziehst aus (wenn du eh kaum daheim bist, sollte das doch kein Problem sein) und kriegst dein BAföG plus Unterstützung von deiner Mutter. Du musst ja noch nicht mit deinem Freund zusammenziehen, ein WG-Zimmer wäre auch erst mal eine Idee.

Das mit dem Auto finde ich ehrlich gesagt ebenfalls ein starkes Stück: Du fährst das Auto deiner Mutter zu Schrott und mokierst dich dann über ihre Neuanschaffung :confused:?!
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Wie wär's denn, wenn du dir mal einen vernünftig bezahlten Nebenjob suchst, in welchem du mehr als 3,75 € die Stunde verdienst?
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wie wär's denn, wenn du dir mal einen vernünftig bezahlten Nebenjob suchst, in welchem du mehr als 3,75 € die Stunde verdienst?

Wie kommst du auf die Zahl?
Wenn sie an die 20 Stunden in der Woche arbeitet und 8,50 € Mindestlohn erhalten würde, wäre sie bei 680€ und nach Abzügen bleiben ca. 600 € übrig.
 

Benutzer158340 

Planet-Liebe Berühmtheit
Und nur mal als Denkanstoß : BAFÖG muss man zur Hälfte zurückzahlen. Hast du geplant, deiner Mutter auch die Hälfte zurückzuzahlen, oder erwartest du das als Geschenk?
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Also.
Was musst du denn jeden Monat bezahlen?

Das Pferd: 650€
Die Versicherung: ca. 90 €
Semesterbeiträge? Dürften umgerechnet monatlich bei max. 50€ liegen.

Das wären 790€, die du wirklich monatlich brauchst.
600 verdienst du selber, bleiben also fast 200€.

Wäre es möglich, eine weitere Reitbeteiligung zu bekommen? Ich kenne mich in Reitsport überhaupt nicht aus.

Dann würde ich mich an deiner Stelle mit einem Finanzierungsplan mit deiner Mutter zusammensetzen. Ich persönlich bin der Meinung, dass man auch in seiner Erstausbildung so gut es denn geht für seinen Lebensunterhalt aufkommen sollte - mein Studium dauert (unter anderem deshalb) nun doppelt so lang, aber ich habe wertvolle Erfahrungen für mein Leben gesammelt.

Vielleicht könnt ihr euch darauf einigen, häufiger mal zusammen zu kochen, damit es für beide günstiger wird.
 

Benutzer150857 

Sehr bekannt hier
Wie kommst du auf die Zahl?
Wenn sie an die 20 Stunden in der Woche arbeitet und 8,50 € Mindestlohn erhalten würde, wäre sie bei 680€ und nach Abzügen bleiben ca. 600 € übrig.
Ich hab das so verstanden, dass sie 300€ im Monat verdient. 600€ bei 20 Stunden pro Woche fänd ich aber auch zu wenig. Ich hatte immer Jobs, in denen ich zwischen 11 und 15 Euro die Stunde verdient habe.
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hab das so verstanden, dass sie 300€ im Monat verdient. 600€ bei 20 Stunden pro Woche fänd ich aber auch zu wenig. Ich hatte immer Jobs, in denen ich zwischen 11 und 15 Euro die Stunde verdient habe.

Kommt vielleicht auch auf die Gegend an. Ich verdiene 9 € die Stunde und selbst an der Uni waren es unter 10 €. Die besten Studentenjobs gibts hier mit 10 - 12 €, aber die haben eben andere negativen Punkte (weitere Anfahrt, unflexible Arbeitszeiten...)
 
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