Aussagen über das Leben, die mich stören

Benutzer182891  (31)

Klickt sich gerne rein
Hallo zusammen,

ich beteilige mich aktiv im "Kinder-Kneipchen", weil mein Partner und ich uns ein Kind wünschen und dachte jetzt aber mal, dass ich mich ein wenig mehr in diesem Bereich einbringen möchte und eventuell auch ein paar Fragen/Probleme diskutieren mag, die das Thema Beziehung betreffen.

Mein Mann hat gestern Dinge zum Ausdruck gebracht, die mich erschreckt haben.

Mit 31 denkt man noch nicht so oft an den Tod oder an die Vergänglichkeit. Klar, ich habe manchmal das Gefühl der Tag geht super schnell rum und am liebsten hätte ich mehr als 24 Stunden.
Das habe ich gestern zu meinem Partner gesagt. Und was er daraufhin sagte, hat mich erschreckt.

In etwa so: Das Leben geht ja jetzt schneller vorbei als die letzten 38 Jahre (mein Mann ist 38) und dabei war er irgendwie anders als sonst. Ich meine, er hat da ziemlich viel in mir ausgelöst. Wir sind ja keine 60. Mit 60 würde ich eventuell langsam daran denken, dass der Tod schneller kommt als mir lieb ist. Aber mit 38? Wann kommt bei Männern die Mid life Krise?

Nach Nachfrage dann das: Meine Realschulzeit hat sich langsam angefühlt, ebenso die Schulzeit. Die letzten Jahre vergingen ziemlich schnell und so weiter.

Okay und was soll ich mit so einer Aussage machen?
Auf jedenfall habe ich während des Spaziergangs gemerkt, wie die Wut in mir aufstieg.

Und ich habe ihn damit konfrontiert: Also findest du die Zeit mit mir nicht schön gerade etc. ? Ich denke schon, dass das irgendwie typisch Frau ist, dass ich das direkt auf unsere Beziehung projiziere.

Ich bin mir der Endlichkeit des Lebens bewusst. Klar. Doch ich tue nicht so als wäre das Leben morgen vorbei. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich auf diese Denke keine Lust habe und dass ich nicht die nächsten 38 Jahre jeden Tag daran denken möchte, dass das Leben schnell vorbei geht. Ja genau, dann geht das Leben auch schnell vorbei..

Glaube er ist momentan nicht wirklich zufrieden, sucht wieder einen neuen Job und beschäftigt sich intensiv mit seinem Hobby. Er denkt auch viel darüber nach, wie er sich in seinem Hobby verwirklichen kann. Hat da aber auch schon mal Worte fallen lassen wie: Dafür bin ich zu alt (Elektronische Musik produzieren).

Habt ihr das auch, dass ihr denkt, das Leben zieht so schnell an euch vorbei?

Wie würdet ihr mit eurem Partner umgehen?

Danke für Eure Antworten 🙂
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit

Benutzer182891  (31)

Klickt sich gerne rein
Ja manchmal.

Ich würde ihn aufmuntern und ermutigen etwas neues zu mache. Ich würde ihn jedenfalls kein Strick drauß drehen, wenn er sich mir öffnet. Ich nehme allerdings sowas nicht persönlich.

Evtl. hatte er sich ja Trost oder so erwartet 🤷🏻‍♀️
Danke für deine Antwort. 😊

Ja klar, ich heiter ihn meist auf. Aber solche Aussagen muss ich ja auch nicht bestärken. Vielleicht hat sich bei mir eine Empathiemüdigkeit eingestellt. Seinen Job hatte er vor einem Jahr bereits gewechselt. Bei seinem Hobby habe ich ihm geholfen, ermutigt und bestärkt.
 

Benutzer174969  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Aber solche Aussagen muss ich ja auch nicht bestärken.
Nö, sollst du ja auch nicht. Nur hat die Aussage vermutlich nichts mit der Beziehung zu tun. Wenn sowas öfter vorkommt, würde ich mir sorgen machen, dass er evtl. in eine Depression oder ähnliches abrutscht. Da würde ich schon rechtszeitig nachfragen, ob ihn etwas sehr belastet etc.
 

Benutzer175230  (43)

Sorgt für Gesprächsstoff
Das Gefühl die Zeit rast nur so kommt mir selbst auch sehr bekannt vor. Vor allem die schöne Zeit mit meiner Partnerin rast immer (Fernbeziehung) und ich hab das Gefühl das es zu wenig Zeit mit ihr ist.
Seit ich 40 bin ist es vom Gefühl auch noch schlimmer geworden. Mid-Life-Krise, was mich angeht definitiv ja!!! :frown:

Zum Thema Kinder:
Wir selbst haben keine eigenen Kinder. Wir wollten immer welche haben. Aber da meine Partnerin chronisch krank ist, hat sich dieses Thema jetzt bei uns von selbst erledigt. Was sehr, sehr schade ist....
 

Benutzer182891  (31)

Klickt sich gerne rein
Nö, sollst du ja auch nicht. Nur hat die Aussage vermutlich nichts mit der Beziehung zu tun. Wenn sowas öfter vorkommt, würde ich mir sorgen machen, dass er evtl. in eine Depression oder ähnliches abrutscht. Da würde ich schon rechtszeitig nachfragen, ob ihn etwas sehr belastet etc.

Ja stimmt, das Ding mit unserer Beziehung gleichzusetzen, dass er da irgendwie unzufrieden ist vergesse ich ganz schnell wieder.

Thema Depression: Ja, die Angst habe ich sogar. Er war auch schon beim Therapeuten, allerdings wäre er wohl nicht therapiebedürftig genug, er soll sich melden, wenn es ihm schlechter geht. Die Therapeutin hatte glaube ich nicht besonders viel Kapazitäten.

Manchmal hat er solche Phasen. Wenn ich ihm dann meine Meinung sage, fängt er sich auch schnell wieder. Ich hoffe das Beste. 🙂
 

Benutzer182891  (31)

Klickt sich gerne rein
Das Gefühl die Zeit rast nur so kommt mir selbst auch sehr bekannt vor. Vor allem die schöne Zeit mit meiner Partnerin rast immer (Fernbeziehung) und ich hab das Gefühl das es zu wenig Zeit mit ihr ist.
Seit ich 40 bin ist es vom Gefühl auch noch schlimmer geworden. Mid-Life-Krise, was mich angeht definitiv ja!!! :frown:

Zum Thema Kinder:
Wir selbst haben keine eigenen Kinder. Wir wollten immer welche haben. Aber da meine Partnerin chronisch krank ist, hat sich dieses Thema jetzt bei uns von selbst erledigt. Was sehr, sehr schade ist....

Das tut mir leid! Redet ihr da viel drüber? Was macht ihr in der Freizeit, um euch abzulenken? Habt ihr psychologische Unterstützung?

Vielleicht hat mein Mann auch Angst um seine Fruchtbarkeit. Das Thema Kinderwunsch nagt seit einem Jahr auch an unsere Nerven. Klar, bei manchen dauert es noch länger, doch ist es ziemlich zermürbend, dass es nicht so schnell klappt.
 

Benutzer175230  (43)

Sorgt für Gesprächsstoff
Wir haben/hatten Beide psychologische Unterstützung. :jaa:

Es ist unterschiedlich wie häufig wir darüber reden, zum Glück nicht ständig. Wir haben zum Glück identische Hobbys, das ist für uns soweit ganz in Ordnung. :smile:
 

Benutzer156506 

Meistens hier zu finden
In etwa so: Das Leben geht ja jetzt schneller vorbei als die letzten 38 Jahre (mein Mann ist 38) und dabei war er irgendwie anders als sonst. Ich meine, er hat da ziemlich viel in mir ausgelöst. Wir sind ja keine 60. Mit 60 würde ich eventuell langsam daran denken, dass der Tod schneller kommt als mir lieb ist. Aber mit 38? Wann kommt bei Männern die Mid life Krise?
Das muss ja keine Krise sein. Wenn ich (40) so zurückdenke: Die letzten 10 Jahre vergingen schneller als die 10 Jahre davor, und die wiederum schneller als die 10 davor. Das die Zeit mit zunehmendem Alter schneller vergeht geht wohl den meisten Menschen so, und niemand weiß so richtig warum.

Ich hab früher immer halb scherzhaft gesagt, ich hätte meine Midlife-Crisis schon mit 21 gehabt und viel älter als 40 werd ich eh nicht. Jo, inzwischen seh ich das doch ein bißchen anders. :ninja:



Nach Nachfrage dann das: Meine Realschulzeit hat sich langsam angefühlt, ebenso die Schulzeit. Die letzten Jahre vergingen ziemlich schnell und so weiter.
Jo, so isses. In meiner Kindheit war ein Schuljahr elendig lang, 4 Jahre unvorstellbar lang. Selbst von 13 auf 17 dauerte gefühlt ewig. Von 23 auf 27 ging dagegen schon deutlich schneller, und 33 bis 37 passierte so eher beiläufig neben der Arbeit.

Okay und was soll ich mit so einer Aussage machen?
Dich entspannen. Geht dir das ernsthaft nicht selbst auch so?

Haben diese Aussagen denn irgendwelche konkreten Konsequenzen für eure Lebens- und Familienplanung? Ich mein, mit 40 ist rein statistisch beim Mann die Hälfte rum, da beißt die Maus einfach keinen Faden ab. Aber es könnte auch morgen schon vorbei sein, wenn man Pech hat. Ich finde es müßig, da lange drüber nachzudenken.

Wenn deinen Mann das Thema altern deprimiert, dann hilfts vllt. wenn du das Thema ihm gegenüber etwas positiver und entspannter siehst.

Auf jedenfall habe ich während des Spaziergangs gemerkt, wie die Wut in mir aufstieg.
Frag dich mal selbst: Warum macht dich das so wütend?

Und ich habe ihn damit konfrontiert: Also findest du die Zeit mit mir nicht schön gerade etc. ? Ich denke schon, dass das irgendwie typisch Frau ist, dass ich das direkt auf unsere Beziehung projiziere.
Ich weiß nicht, was typisch Frau ist. Aber ich glaub, du siehst es einfach falsch herum. Meiner Erfahrung nach geht angenehm verbrachte Zeit nochmal deutlich schneller vorbei als unangenehm verbrachte.

Ich bin mir der Endlichkeit des Lebens bewusst. Klar. Doch ich tue nicht so als wäre das Leben morgen vorbei. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich auf diese Denke keine Lust habe und dass ich nicht die nächsten 38 Jahre jeden Tag daran denken möchte, dass das Leben schnell vorbei geht. Ja genau, dann geht das Leben auch schnell vorbei..
Nun, es wird eine Zeit kommen, da wird es "schnell vorbei" gegangen sein. Bis dahin is noch Zeit, und da übermäßig dran zu denken erscheint mir jetzt nicht gerade eine besonders sinnvolle Verwendung der Zeit. Aber das Thema zu verdrängen hilft halt auch nicht weiter.

Glaube er ist momentan nicht wirklich zufrieden, sucht wieder einen neuen Job und beschäftigt sich intensiv mit seinem Hobby. Er denkt auch viel darüber nach, wie er sich in seinem Hobby verwirklichen kann. Hat da aber auch schon mal Worte fallen lassen wie: Dafür bin ich zu alt (Elektronische Musik produzieren).
Komisch, genau das mach ich auch gerade. Hängt wohl auch bißchen mit Corona und den dadurch veränderten Lebensinhalten zusammen. Und manchmal frag ich mich auch, warum ich noch den gleichen Scheiß mache wie mit Anfang 20. Und dann denk ich daran, dass ich den gleichen Scheiß heutzutage auf ungleich höherem Niveau mache. :upsidedown:


Habt ihr das auch, dass ihr denkt, das Leben zieht so schnell an euch vorbei?
Naja, schon. Ich versuche einfach das Leben zu genießen. Je besser der Genuss, desto schneller vorbei. Was solls? Ich könnt mich ja auch langweilen oder freiwillig einsperren lassen, damits langsamer vorbei geht, aber da hab ich ja auch nicht wirklich was davon.

Wie würdet ihr mit eurem Partner umgehen?
Das Thema etwas entspannter betrachten, sich davon nicht irre machen lassen. Mit dem Partner immer mal wieder in Ruhe über den Sinn des Lebens philosophieren, er scheint da ja Bedarf zu haben. Auf Anzeichen einer Depression o.ä. achten und ggf. vorsichtig versuchen, zu helfen.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe dieses Gefühl sehr oft, vor allem seit die Kinder da sind und meine Eltern tot sind. Meistens kann ich es einfach annehmen, manchmal zieht es mich aber doch runter. Manchmal denke ich mir dann, dass ich im Leben gerne mehr erreicht hätte und dass mir mit Ende 30 und 2 Kindern nicht mehr alle Türen offen stehen. Das stimmt natürlich nur so halb, aber es sind Versagensgefühle, die mich fühlen lassen, nichts wert zu sein, keine Zeit mehr zu haben, es besser zu machen.
Mit meiner Beziehung haben diese Gefühle nichts zu tun. Mein Mann versucht mich immer aufzubauen, allerdings spreche ich nicht so häufig darüber, weil es letztlich meine persönliche Unzufriedenheit ist, an der ich selbst etwas ändern muss, und ich keine Erleichterung spüre, wenn ich nur darüber spreche.
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:
und niemand weiß so richtig warum.
Off-Topic:

*klugscheißmodus on* offenbar liegt das daran, dass Gehirne je jünger sie sind mehr Eindrücke/Erinnerungen abspeichern als ein älteres Gehirn. Du erinnerst dich also an mehr Dinge in derselben Zeit wenn du jünger bist. Dadurch entsteht der Eindruck dass die Zeit früher länger war *klugscheißmodus off*

Ich such mal nach dem Artikel den ich dazu gefunden hatte.

OK, meine Erklärung war sehr verkürzt :grin: Darum vergeht die Zeit schneller, wenn wir älter werden


Ich fand die Erkenntnis, dass es eher eine Wahrnehmungssache ist ganz hilfreich. Wir haben einfach immer noch dieselbe Zeit zur Verfügung, wir müssen die nur entsprechend mit Dingen füllen, die uns erfüllen. Und gerade wenn man meint, "das Ende ist absehbar" , dann kann man doch erst recht Dinge angehen und ausprobieren und nicht die Zeit mit grübeln über die Zeit verschwenden.
Das wäre vielleicht so ein Ansatz, auch wenn mir klar ist, dass das natürlich auch etwas von den individuellen Möglichkeiten abhängt. Aber es ist vielleicht kein schlechtes Mindset :zwinker:
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer156506 

Meistens hier zu finden
Off-Topic:

*klugscheißmodus on* offenbar liegt das daran, dass Gehirne je jünger sie sind mehr Eindrücke/Erinnerungen abspeichern als ein älteres Gehirn. Du erinnerst dich also an mehr Dinge in derselben Zeit wenn du jünger bist. Dadurch entsteht der Eindruck dass die Zeit früher länger war *klugscheißmodus off*

Ich such mal nach dem Artikel den ich dazu gefunden hatte.

OK, meine Erklärung war sehr verkürzt :grin: Darum vergeht die Zeit schneller, wenn wir älter werden
Ich kenn den Artikel, aber ne definitive Antwort bleibt der halt leider immernoch schuldig. :upsidedown:

Zumal er auch nicht das Phänomen erklärt, warum manche Wochenenden einem länger vorkommen als andere. Auch als Kind ging mir das schon so, dass ein Wochenende mit den richtigen Leuten rasend schnell vorbei war, und eins mit den falschen Leuten zog sich endlos hin. :smile:
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Also findest du die Zeit mit mir nicht schön gerade etc. ?

:kopfwand: :kopfwand:
Mit ziemlicher Sicherheit nichts dergleichen... (Mit Verlaub: Bei der Frage fallen mir sehr viele sehr schlechte Sprüche von Typen wie Mario Barth ein, in denen es darum geht, was man(n) auf die Frage antwortet: "Schatz, findest Du, ich sei zu dick?"...)

Und es ist eine ziemlich normale Erfahrung: Als Kind und Jugendlicher schleicht die Zeit, der Abstand zwischen jedem Geburtstag kommt einem vor wie 'ne Ewigkeit...

Mit 38 stellt man dann mal fest, daß das Lied, das gerade im Radio läuft (oder auf Spotify...) vor 20 Jahren der große Hit war, zu dem man auf der besten Party seines Lebens schwofte, als gäbe es kein Morgen mehr. Da denkt man sich schon: "Scheiße, ist das lange her" und wird wehmütig...

Apropos Party: Die Leute, die mit 18 noch durchfeierten, verabschieden sich mit 38 gegen 23h weil: "Wir müssen morgen früh raus.", "Der Babysitter bleibt nur bis Mitternacht." o.ä.) An vielen Discos sagt einem der Türsteher: "Ich glaube, ihr Sohn ist heute abend nicht hier"...

Darüber ein wenig Trübsal zu blasen hat nix mit Todesangst zu tun (mal ganz abgesehen davon, daß man gewisse Dinge als Familie grundsätztlich geregelt haben sollte, denn es kann ja leider immer ein Unfall passieren).

Aber Fakt ist: Die Zeit im Arbeitsleben vergeht wie Fluge, ehe man sich's versieht, sind zehn Jahre rum - aber man ist in Gedanken noch bei Silvester 2010.

Das kann man feststellen, ohne daß es irgendwelche tieferen Gründe hat (außer vielleicht ein bißchen Bedauern). Hat höchstwahrscheinlich nichts mit Eurer Beziehung zu tun.
Glaube er ist momentan nicht wirklich zufrieden, sucht wieder einen neuen Job und beschäftigt sich intensiv mit seinem Hobby.
Ist doch super - schlimm wäre es nur, wenn jemand jammert, aber nichts ändern will. Und da deutsche Chefs ja immer noch Probleme damit haben, Leute jenseits der 50 einzustellen, ist jetzt die beste Zeit dafür.
Hat da aber auch schon mal Worte fallen lassen wie: Dafür bin ich zu alt (Elektronische Musik produzieren).
Das ist natürlich Quatsch - das letzte Gründungsmitglied von Kraftwerk tingelt immer noch - der ist 75. Was Dein Mann letztlich macht, muß er selbst entscheiden, aber Du könntest ihn ermutigen.
Wie würdet ihr mit eurem Partner umgehen?
Jedenfalls nicht vorwurfsvoll, nur weil jemand mal 'ne sentimentale Phase hat. Ich kann die Gefühle Deines Partners absolut nachvollziehen und bin mir sicher, die sind sehr verbreitet. Du solltest für Dich und Ihr für Euch entscheiden, ob Ihr ein Kind wollt - falls ja und falls die Rahmenbedingungen stimmen, solltet Ihr Euch bald darum kümmern. Das ist mehr als genug Beschäftigung und Lebenssinn...

Nachtrag:
Sorry - das hier hatte ich übersehen...
Bei seinem Hobby habe ich ihm geholfen, ermutigt und bestärkt.
:thumbsup:
Was natürlich keiner hier einschätzen kann, ob Dein Mann nur grübelt, was normal wäre, oder - aus welchem Grund auch immer - in 'ne ausgewachsene Depression rutscht. Wenn das nicht nur das normale Geseufze ist, wie es die meisten Leute hin und wieder von sich geben, sondern Dauerzustand - dann wäre wohl professionelle Hilfe angesagt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb seine Aussage verletzend für dich ist. :confused:

Mir begegnete einmal die Aussage, dass die 30er die Rush Hour des Lebens sind. In dieser Zeit steht man sehr unter Druck (oder unter Erwartungen der Gesellschaft), den Grundstein für das restliche Leben zu legen (guter Job, Hochzeit, Kinder, Haus, natürlich vorher aufregendes Studium, viel gereist, aber auch viel gespart für's Häuschen). Ich fand die Beschreibung ganz passend und kann deshalb nachvollziehen, dass bei all diesen Plänen die Zeit rast.

Das Gefühl kann ich teilweise nachvollziehen. Mich packt das oft, dass nun schon 30 Jahre meines Lebens vorbei sind und in 30 Jahren bin ich schon 60. Kann ich leider nicht gut beschreiben, aber manchmal frage ich mich schon, wo die Zeit hin ist. Ich habe doch gerade erst Abi gemacht. 😱
 

Benutzer145807 

Verbringt hier viel Zeit
Sich Gedanken darüber machen ist durchaus wichtig. Auch um zu reflektieren und daraus die Zukunft entsprechend gestalten zu können. Und sich der Vergänglichkeit eben bewusst zu werden und die Gegenwart schätzen zu lernen.

Aber es sollte ein Maß nicht überschreiten. Man darf sich da nicht hineinsteigern und sollte sich vorher rechtzeitig selber bremsen.

"Man darf nicht soviel Angst vor dem Tod haben, dass man keinen Spaß mehr am Leben hat."
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Habt ihr das auch, dass ihr denkt, das Leben zieht so schnell an euch vorbei?

Ja, mitunter. Nicht unbedingt oft, dass es vorbeizieht, ich habe schon meistens den Eindruck, es aktiv mitzugestalten, aber dass die Zeit gefühlt wahnsinnig schnell vergeht empfinde ich auch so und das ist an sich auch völlig normal.

Das halte ich auch nicht für depressive Gedanken, sondern schlicht für eine realistische Sicht der Dinge.

Gibt es denn einen Hintergrund, warum Dir das so aufstößt?
Denn wenn es nur das ist, verstehe ich Deine Reaktion nicht so ganz.
Warum macht Dich das wütend und warum lehnst Du diese Gedanken so vehement ab?

Liest sich hier jetzt vielleicht auch anders, als es in eurem Gespräch abgelaufen ist, aber so denke ich, wäre ich an seiner Stelle mindestens ebenso erschrocken oder verwirrt wie Du- da äußert man seine doch recht normalen Gedankengänge, Du beziehst das auf Dich, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, wirst wütend und verbietest ihm quasi, nochmal über seine Empfindungen zu sprechen. Da wäre ich echt bedient glaube ich.
 

Benutzer136760 

Beiträge füllen Bücher
Ich denke, du solltest dir mal ganz in Ruhe überlegen, was dich an der Aussage wirklich so getriggert hat.
Er hat nichts gesagt, dass eure Beziehung auch nur marginal berührt.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe auch gerade etwas Schwierigkeiten damit zu sehen, warum dich seine Aussagen verletzen oder wütend machen, wenn ich ehrlich bin. Ich hätte sie auch gar nicht auf mich bezogen.

Und ja, tempus fugit. Wo sind sie hin, die Jahre, Monate, Wochen? Meine Tochter bald zwei, hüpft und springt und erzählt den ganzen Tag – war das nicht erst gestern, als wir mit ihr aus dem Krankenhaus kamen? :what: Und der kleine Bruder ist bald 4 Wochen alt, der Babybauch ist weg – wie kann das sein? Gestern war der Kleine doch noch da drin, oder? :ratlos:

Bald sind 5 Jahre vergangen, seit ich meinen Mann getroffen habe. FÜNF JAHRE! :eek: Da war ich auch 31 und hatte keinen Plan von der Zukunft. Alles schien so ungewiss, die Zeit raste bereits da.

Bald wird mein Mann 40, wie krass ist das bitte?! 😄

Aber alles gut, alles cool. Wenn die Zeit auch weiter so rast, macht meine Tochter jedenfalls in gefühlt einer Woche ihren Schulabschluss. 😅
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
also mir gings die tage so als ich dachte "und wenn hundi 15 jahre wird, dann... fuck, dann bin ich schon 50 wenn er alt ist. 50!!!" - naja, und wenn dein mann 38 ist und ihr irgendwann mal basteln wollt, dann.... geht er schon stracks auf die 60 zu, wenn das kind mal volljährig ist.

und ja, gefühlt geht die zeit schneller und schneller vorbei. früher, 6 wochen sommerferien, eine unendlich lange zeit. heute... hatten wir nicht grade noch januar? wo zum fick ist die zeit hin? und wenn das so weiter geht, fühlt sich dann irgendwann ein jahr so an wie jetzt das halbe?

solche gedanken halte ich nicht für ungewöhnlich, und ich sehe auch nicht was daran für dich verletzend sein sollte. wütend, vielleicht, also hilflos wütend, weils einem sehr bewusst macht wie einem die zeit zwischen den fingern verrinnt und wie endlich sie ist. aber so ist das eben, ändern kann mans eh nicht.
 

Benutzer182891  (31)

Klickt sich gerne rein
Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb seine Aussage verletzend für dich ist. :confused:

Mir begegnete einmal die Aussage, dass die 30er die Rush Hour des Lebens sind. In dieser Zeit steht man sehr unter Druck (oder unter Erwartungen der Gesellschaft), den Grundstein für das restliche Leben zu legen (guter Job, Hochzeit, Kinder, Haus, natürlich vorher aufregendes Studium, viel gereist, aber auch viel gespart für's Häuschen). Ich fand die Beschreibung ganz passend und kann deshalb nachvollziehen, dass bei all diesen Plänen die Zeit rast.
Verletzend nicht, ich hatte ihn nur damit konfrontiert, wie er denn die Zeit mit uns findet sozusagen :smile: Aber klar, man kann es auch so sehen, dass mit mir die Zeit schneller umgeht. Und ja: Ist die Rush Hour des Lebens -du bringst es da auf den Punkt!
Ich habe auch gerade etwas Schwierigkeiten damit zu sehen, warum dich seine Aussagen verletzen oder wütend machen, wenn ich ehrlich bin. Ich hätte sie auch gar nicht auf mich bezogen.
Auf mich habe ich es bezogen, weil für mich die Zeit nicht rasen soll. Ich genieße die Zeit gerade. Es ist Fülle für mich und sehr wertvoll. Vielleicht hat mich das einfach erschrocken. Erschrocken, dass mein Mann so denkt. Für mich fängt das Leben gerade erst richtig an. Wir sind fast 1 Jahr verheiratet, planen Kinder und und und. Deswegen mag ich mich jetzt noch nicht so alt fühlen, dass mein Leben vorbeizieht irgendwie. :zwinker:

Ich denke, du solltest dir mal ganz in Ruhe überlegen, was dich an der Aussage wirklich so getriggert hat.
Er hat nichts gesagt, dass eure Beziehung auch nur marginal berührt.

Gute Frage, ob es hier um unsere Beziehung geht. Im Allgemeinen finde ich schon. Ich habe auch erst überlegt, ob der Thread in "Kummerkasten" besser aufgehoben ist.

Ich sehe es so: Es geht um eine Lebenseinstellung. Und es war vielleicht eine Meinungsverschiedenheit, um die es hier geht. Für mich ist das Leben Fülle und ich nehme sie dankbar an und freue mich über so viel Zeit, die ich noch habe, da ich gesund bin und nicht auf dem Sterbebett liege. Und das wünsche ich mir für meinen Mann ebenfalls.

Ich finde, in der Partnerschaft kann man sich schon sehr beeinflussen. Und ich wollte da eine Grenze setzen und meine Meinung äußern, dass ich es eben anderes sehe.

Gibt es denn einen Hintergrund, warum Dir das so aufstößt?
Denn wenn es nur das ist, verstehe ich Deine Reaktion nicht so ganz.
Warum macht Dich das wütend und warum lehnst Du diese Gedanken so vehement ab?

Liest sich hier jetzt vielleicht auch anders, als es in eurem Gespräch abgelaufen ist, aber so denke ich, wäre ich an seiner Stelle mindestens ebenso erschrocken oder verwirrt wie Du- da äußert man seine doch recht normalen Gedankengänge, Du beziehst das auf Dich, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, wirst wütend und verbietest ihm quasi, nochmal über seine Empfindungen zu sprechen. Da wäre ich echt bedient glaube ich.

Ich genieße gerade die Zeit sehr und möchte nicht, dass sie zu Ende geht oder zu schnell zu Ende geht. Ich halte gerade an dieser Zeit fest und bin im Hier und Jetzt.
Vielleicht hat es mich stark geärgert, weil ich noch sehr viel sehen und erleben will und ich dankbar bin, dass uns noch so viel Zeit zur Verfügung steht und ich mir das eben auch von meinem Partner wünsche, dass er die Zeit als kostbar ansieht.
Ist doch super - schlimm wäre es nur, wenn jemand jammert, aber nichts ändern will. Und da deutsche Chefs ja immer noch Probleme damit haben, Leute jenseits der 50 einzustellen, ist jetzt die beste Zeit dafür.

Ja stimmt! Bin froh, dass er sich so engagiert :smile:

Fazit: Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, das Buch "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" zu lesen. Einfach, um sich zu erinnern, dass das Leben kostbar ist und eben nicht so schnell vorbeizieht.

Danke, dass ihr bestätigt, dass solche Gedanken durchaus im Rahmen sind.

Ich habe eben mit meinem Mann gesprochen und er meinte, dass er eben einen wissenschaftlichen Fakt genannt hatte, den er wohl irgendwo mal gelesen hatte, dass das Leben, wenn man älter wird, eben schneller vorbeigeht bzw. es sich einfach so anfühlt.

Ich glaube schon, dass man dem entgegenwiken kann, wenn man öfter mal was Neues ausprobiert, sich aus seiner Bubble oder Komfortzone bewegt. Wird Zeit, dass wir wieder mehr unternehmen können, raus gehen und das Leben in vollen Zügen genießen.

Darum vergeht die Zeit schneller, wenn wir älter werden [/OT]

Ich fand die Erkenntnis, dass es eher eine Wahrnehmungssache ist ganz hilfreich. Wir haben einfach immer noch dieselbe Zeit zur Verfügung, wir müssen die nur entsprechend mit Dingen füllen, die uns erfüllen. Und gerade wenn man meint, "das Ende ist absehbar" , dann kann man doch erst recht Dinge angehen und ausprobieren und nicht die Zeit mit grübeln über die Zeit verschwenden.
Das wäre vielleicht so ein Ansatz, auch wenn mir klar ist, dass das natürlich auch etwas von den individuellen Möglichkeiten abhängt. Aber es ist vielleicht kein schlechtes Mindset :zwinker:

Danke, so sehe ich das nämlich auch: Alles eine Sache der Wahrnehmung und Einstellung. Den Artikel werde ich gerne mal lesen!

EDIT: Artikel gelesen! Finde ich recht passend, vor allem der Schlusssatz: Für Freibadpommes ist man nie zu alt :grin:
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren