Auch ohne Liebe glücklich

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
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Hallo ihr Lieben,

gerade Hollywood suggeriert uns ja, dass das Lebensziel eines jeden Menschen darin besteht, DIE Person zu finden. Die Person, mit der wir uns eine Zukunft vorstellen können, die wir heiraten, mit der wir Kinder bekommen und, wenn alles gut läuft, auch auf ewig glücklich sind. Und solange wir die nicht gefunden haben, können wir ja unmöglich glücklich sein. Gerade Frauen scheinen immer auf der Suche nach IHM zu sein.
Doch was, wenn wir diesen Menschen nie finden? Uns von Affäre zu Affäre hangeln, vielleicht mal kurze Beziehungen haben, aber nie das Gefühl, dass wir DEM Menschen begegnet sind? Wenn wir doch immer wieder Single bleiben?
Meine Frage ist also: Wie fühlt ihr euch bei dem Gedanken, auch mit Ende 30, 40, 50,... immer noch alleine zu sein? Macht es euch Angst? Oder gehört ihr zu den Leuten, die sagen "Ich bin auch alleine glücklich!".
Wie geht ihr mit Gedanken á la "Im Alter allein" um? Nehmt ihr das ganz cool?
Macht ihr euer Glück von einem Mann/Frau abhängig?
An die, die alleine vollkommen zufrieden sind: Woraus zieht ihr euer Glück?
Gibt es vielleicht auch unter euch Leute, die gar keinen festen Partner mehr haben wollen? Wieso?

Liebe Grüße
vry
 
G

Benutzer

Gast
Ich mache mir an sich keine Sorgen allein, im Sinne von keinen Partner, alt zu werden.
Ich habe gute Freunde, bin daher nie allein, und auch wenn einige davon bereits gegangen sind, hat mir das Leben bereits gezeigt, dass immer neue kommen werden.

Was die Liebe betrifft, da bin ich wohl gebrandmarkt, ich habe erfahren wie es ist von einem Menschen voll und ganz geliebt zu werden und obwohl ich dies durch den Verlust nicht mehr erfahren kann, teile ich meine Liebe zu diesem Menschen noch immer.
Ich versuche zwar los zu lassen um neue Liebe in mein Leben zu lassen, die Durchführung ist mir bisher allerdings noch nicht gelungen.
Doch ich habe gelernt mit dieser Bürde umzugehen, sie akzeptiert.
Selbst wenn es also niemals wieder sein soll habe ich dennoch genügend Menschen um mich die mir wichtig sind, für die es sich lohnt weiterzumachen, egal wie steinig der Weg erscheint.

Solange es noch Menschen gibt für die ich blindlings durch die Hölle gehe, weil sie dasselbe für mich tun würden, mache ich mir keine Sorgen um fehlende Liebe.
 

Benutzer15049  (35)

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Also ich habe da eher JETZT Angst vor, als dass ich fürchten würde dass mich das in 10-20 Jahren stört.
Ich wünsche mir Kinder. Und wenn jetzt mit DIESEM Mann irgendwas schiefgeht, sehe ich die Fälle langsam davonschwimmen.
Ich kam bisher immer ohne Partner klar, wenn ich keinen hatte. Das einzige was mir Angst machte war stets kinderlos zu enden.
Allerdings mache ich auch davon mein Glück nicht abhängig. Liegt aber wohl daran, dass ich mittlerweile auch weiß, dass ich nie für immer allein sein werde. Ich werde vielleicht nicht immer mit dem Einen zusammensein, aber da gibt es ja dann immer noch den/die Anderen :zwinker:
 

Benutzer161012 

Verbringt hier viel Zeit
Glück hängt nach meiner Meinung nicht zwangsläufig von einer geführten Beziehung ab. Es gibt nun mal Menschen, die mehr oder weniger Nähe benötigen. Komplett allein sein möchte zwar kaum jemand, aber ob man das Glück in einer Beziehung findet, ist fraglich. Es ist eher eine Einstellung zum Leben, die man mitbringt oder eben nicht. Es von anderen Menschen einzufordern ist unfair und überfrachtet auf Dauer jede Paarbeziehung.
Die meiste Zeit meines Lebens war ich allein. Beziehungen zu Frauen waren selten. Zwischen dem 25. und 40.Lebensjahr lebte ich nahezu sexlos - und habe darunter meist sehr gelitten. Mein Fehler: Angst davor, nicht die Richtige zu finden, ihr nicht gut genug zu sein, nie wieder eine erfüllte Liebe zu haben, so wie ich sie zwischen meinem 22. und 25. Lebensjahr hatte. Dazu kam Aids-Hysterie, Feminismus-Debatten, Studium, jobbedingte Umzüge quer durch Deutschland, Geldmangel, Mangel an Selbstvertrauen...viele Ausreden, warum man keine Beziehung aufbauen konnte.
Dann mit 40 eine Frau kennengelernt, toller Sex, heftige Reibereien, aber doch das Gefühl: jetzt oder nie. Nach wildem Hin und Her Kinder bekommen, Haus bezogen, Streit, Streit, Streit, Versöhnung. Und wieder: Streit...Destruktivität total.
Nach knapp 10 Jahren Beziehung das endgültige Aus und die Erkenntnis: nie wieder um einer Beziehung Willen das Glück erzwingen wollen.
Entweder es passt, oder nicht. Bin als Single geboren, kenne das Familienleben, habe drei Geschwister, drei Kinder, liebte meine Eltern. Aber ich denke, ich werde auch als Single sterben. So wichtig, dass man seine Seele verkauft, ist Sex und Partnerschaft nun wirklich nicht. Kann auch verzichten, hatte meinen Anteil. Wenn sich in der Zwischenzeit noch was tut, umso besser. Aber erzwingen - nicht noch einmal.
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass es DEN Partner gibt, mit dem es für immer und ewig bis zum Untergang beim Klang der Posaunen die große rosarote Hollywood/Bollywoodliebe sein muss.

Liebe hat für mich in erster Linie etwas mit Geborgenheit, Sicherheit, Wärme, Vertrautheit und Zuhause zu tun. Die als Fundament hinter allem steht. Hinter den Phasen der Verliebtheit, hinter dem Krach um die nicht ausgeräumte Spülmaschine, hinter dem Wunsch eine Familie sein zu wollen, hinter dem Augenrollen, wenn er seine Unterhosen und Socken mal wieder dort fallen lässt, wo er sie eben ausgezogen hat, hinter dem Gefühl von Zufriedenheit, wenn ich den anderen im Tiefschlaf mit Sabberfaden zum Kissen beobachte, hinter dem dringenden Wunsch, ihn als Ersten nach einem Autounfall anzurufen, hinter dem Wutanfall, nachdem er mir meine Pizza weggegessen hat...

Wenn er und ich ein Team sind und uns sauwohl fühlen, dann brauche ich keine Herzchenaugen, keine Bümchen, nicht den ausgefallensten Sex meines Lebens oder Frühstück ans Bett. Alles was ich brauche ist eine tiefempfunde Verbindung, die mir Glück bringt.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Wie geht ihr mit Gedanken á la "Im Alter allein" um? Nehmt ihr das ganz cool?
Ich hätte mehr Angst, in einer Beziehung gefangen zu sein und aus Mutlosigkeit und Bequemlichkeit nicht aus ihr auszubrechen, weil's eh nur mehr paar Jahre bis zum Lebensende sind (und am Ende lebt man länger als man dachte). Wenn ich im Alter nicht alleine sein will, kann ich immer noch ne WG gründen. Ich halte das sogar für gar nicht so unrealistisch.

Macht ihr euer Glück von einem Mann/Frau abhängig?
Nö. Wieso sollte ich? Ist das schon mal je gut gegangen?

An die, die alleine vollkommen zufrieden sind: Woraus zieht ihr euer Glück?
Ich bin in einer Beziehung, aber ich hab im Grunde auch kein Problem in keiner zu sein. Wichtig sind mir gute Kontakte, gute Freunde, ein erfülltes, selbstbestimmtes, freies Leben. Das ist fast schwieriger MIT Beziehung zu erreichen als ohne. Deswegen ist es auch so schwer, mich überhaupt erst in eine Beziehung zu bekommen :zwinker:
 

Benutzer35148 

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Naja, so vollkommen zufrieden und glücklich bin ich nicht, zumal es ja bisher nicht einmal zu etwas gelangt hat, was einer Beziehung überhaupt ähnlich wäre. Manchmal komme ich mir schon sehr alleine gelassen vor, um nicht zu sagen "aussortiert".
Wieso dürfen und können alle anderen das, und wieso schaffe ich es nicht?
Mit 43 frage ich mich langsam ob ich den Gedanken an eine Partnerin, geschweige denn an eigene Familie doch besser aufgeben sollte. Ich werde nicht geliebt, kann meine Gefühle auch nicht weitergeben.
Die Angst am Ende ganz alleine zu bleiben habe ich schon, auch dass mich meine Gefühle innerlich auffressen, weil ich sie nicht offenbaren kann.
Die wirklichen Freunde immer weniger, weil sie sich verstärkt um ihre Familien kümmern, und ich nicht so ein offener Mensch bin, der dauernd unterwegs sein muß.

D.h. was Liebe usw. angeht, bin ich wirklich ungeschickt und unglücklich. Es gibt niemanden in meinem Leben, keine Frau in die ich verliebt wäre. Wenigstens habe ich kein Liebeskummer, bin also nicht unglücklich verliebt.
Es bleibt nur ein Wunsch (-Traum)...

Wenn ich nun all das was ich nicht habe ausblende, wenn ich gar nicht erst darüber nachdenke, dann bin ich durchaus einigermaßen glücklich.
Es geht es mir nicht schlecht, hab einen guten Job, kann mir fast alles leisten was ich mir Materielles wünsche (bin auch keiner der im Luxus leben muß), habe auch ganz gerne meine Ruhe.
Ich komme also ansonsten ganz gut alleine zurecht, bin unabhängig, schaue der Zukunft mit gemischten Gefühlen entgegen (spannede Weiterentwicklung der Technologien, aber auch zunehmende Konflikte und sich vergrößerndes Chaos auch in den letzten Jahrzehnten als "sicher" betrachteten Ländern).

Also ja, glücklich - aber nur ohne Liebe, und wenn ich nicht zuviel darüber nachdenke.
 

Benutzer133456  (49)

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Partnerschaften waren fuer mich schon immer optional. Und ich lebte sogar als junger Mann (20- 28) jahrelang single, ohne mir dabei im geringsten leid zu tun. Das ging, weil ich so karrieregeil war, dass ich gar nicht gewusst haette, wo ich die Zeit fuer eine Partnerin haette hernehmen sollen. Spaeter dann aenderte sich das. Als ich mit 39 geschieden war, bemerkte ich, dass das Leben alleine weniger Bedeutung hat, weil "der andere" fehlt, fuer den man ja dann doch vieles tut.

Oder sollte ich vielleicht sagen, ich war auf den Geschmack gekommen, anderen eine Freude zu machen, nicht nur mir selbst. Und nochmal andersrum gesagt, ohne einen Partner waeren mir ploetzlich Lebensmodelle offengestanden, vor denen ich Angst gehabt haette. Als meine Exfrau mich kurz nach der Scheidung fragte, was ich denn nun vorhaette im Leben, faselte ich von meiner Couch in Shanghai aus irgendwas von "ach, vielleicht Journalist in Israel" und hatte wirklich keinerlei Zukunftsvision mehr.

Tja, und dann kam Madame Tahini daher, und das gab meinem Leben wieder Sinn. Der Gedanke, was ich ohne sie taete, ist unertraeglich oede. Ich glaube, ich bin chronisch monogam.
 
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Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Wie heißt es so schön: Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Ich würde behaupten, es ist weit mehr als eine Verdoppelung ...

"Glücklich" war ich bisher nur mit Partner, wenn die Beziehung gut lief.
Dass heißt aber nicht, dass ich unzufrieden war, wenn ich keinen Partner hatte. Mir ging es immer gut alleine, was aber nicht heißt, dass ich glücklich war.

Also, kann mit beidem leben, weil ich weiß, dass beides geht. Versuche so oder so das beste rauszuholen, was mir vor allem in Solozeiten schon immer gut gelungen ist.

Aber das Glück einer guten Partnerschaft, das Teilen von Freud und Leid, die Sicherheit, die Geborgenheit - das ist schon was besonderes. Wenns richtig gut läuft, fühlt man sich nicht mehr so alleine in den unendlichen rätselhaften Weiten des Lebens, des Universums - sondern man hat jemanden gefunden, an dem man sich auch irgendwie festhalten kann und, den man ebenso hält - man hat Verantwortung, eine Aufgabe. Das ist zum Beispiel etwas, worüber man als Single nicht so nachdenken sollte, trotz Freunden kam ich mir in solchen Zeiten dennoch immer vor, wie in einer Leere zu schweben - es gab keine "Linie". Freunde können so "vergänglich" sein - und die Bindung zu ihnen unterscheidet sich schon recht wesentlich im Vergleich zu einem Lebens-/Liebensgefährten ... Ist schon beängstigend, je nachdem, wenn die Lebensumstände mal nicht so rosig sind, da fühlen sich sicher viele Solo-Menschen auch recht schnell verlassen und werden depressiv, trotz vieler Freunde. Überraschend ist auf jeden Fall, dass wenn man eben einen zuverlässigen Partner an der Seite hat, dass man daraus eine enorm große Energie schöpfen kann, eben, weil man irgendwie keine Angst mehr vor vielem hat, da gibts ja jemand, der teilt, der hilft, der beisteht - jemand der da ist, dem man wichtig ist, der sich kümmert und sorgt. Ein starker Rettungsanker ist ne feine Sache. Eine kleine Gemeinschaft die fest zusammenhält gegen den Rest der Welt ... ein tolles Gefühl, dass viel Zuversicht und Mut im Herzen erzeugt.

Eine unglücklich Beziehung dagegen ist ne fiese Sache. Das ist schlimmer als alleine zu sein und vielleicht nicht immer zu wissen, wie man sich die Zeit so vertreibt, so dass man zufrieden ist.

Also ich bin PRO Liebe - wenn sich die Nadel im Heuhaufen denn findet oder unvermuteterweise ins Leben schneit. Und ich bin PRO Trennung, wenn sich die Wahl des Partners als Fehlschlag herausstellt. Auf jeden Fall ist rückblickend eine unglückliche Beziehung für mich verschwendete Lebenszeit, die man zumindest "zufrieden" verbringen könnte.
 

Benutzer98275 

Meistens hier zu finden
Bin selbst nicht so der Freund fester Beziehungen. Leb gut ohne. mir gefällt die Abwechslung. Kann mir ein Leben auch wunderbar ohne festen Partner vorstellen und Kinder passen eh nicht so sehr zu meinem Lebensstil. Zufriedenheit entsteht durch Befriedigung der eigenen Bedürfnisse. Wenn eine feste Partnerschaft kein Bedürfnis ist, ist sie auch nicht nötig für die Zufriedenheit im Leben.
 
G

Benutzer

Gast
Ich brauche keinen Partner zum glücklich sein.

Natürlich ist es schön, jemanden zu haben, der einen bis ans Ende seiner Tage begleitet.

Da ich nun schon einmal verheiratet war, weiß ich, dass der Traum von der Person auch schnell vorbei sein kann.

Ich lebe im Hier und Jetzt und mache mir über Partner in der Zukunft keine Gedanken. Ich date, wenn ich möchte und wenn sich etwas ergibt. Warum nicht.
Von 0 bis 100 ist doch immer alles drinnen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Personen im Bekanntenkreis, die zwanghaft nach einem Partner suchen und ihr Glück auch an einem solchen festmachen, die unglücklicheren sind und sehr oft dazu neigen in Selbstmitleid zu versinken.
Ich weiß dann auch ehrlich nicht mehr was ich dann iwann raten soll.

Alles passiert aus einem Grund und wenn der Partner kommt, dann kommt er oder eben nicht.
Das Leben ist zu kurz um unglücklich zu sein.
 

Benutzer68557  (30)

Sehr bekannt hier
Redakteur
Ich hab den Thread gestern Abend im Bett noch gesehen und war zunächst ziemlich verwundert, weil ich den Eindruck hatte, dass das Thema das Pony von hinten aufzäumt.
Auf Grund der vielen Antworten vermute ich nun aber, dass ich diejenige bin, die von hinten kommt :grin:

Irgendwie definiere ich eine Beziehung (also allgemein zwischenmenschliche Beziehungen) nicht über den Status, sondern über die Person.

Nachdem ich über meinen Ex hinweg war, war ich single und wahnsinnig glücklich. Klar war mir objektiv bewusst, dass für meine Lebensplanung eine Beziehung von Vorteil wäre, aber ich habe gerade da gelernt, dass man Liebe nicht lenken und beeinflussen kann.
Vielmehr hatte ich sogar irgendwann dann den Status Beziehung, von Liebe war aber nichts zu spüren. Schön war das nicht, vielmehr ein großer Fehler von mir.

Verliebt habe ich mich dann ungeplant, Hals über Kopf, nicht in meine Moralvorstellungen passend.

Und das einzige, was ich jetzt sagen kann, ist, dass ich unglücklich wäre, wenn ich mit dem Menschen, den ich liebe, nicht zusammen sein könnte.
Würde ich niemanden lieben, bräuchte und wollte ich keinesfalls aus Prinzip eine Beziehung. Das ergibt für mich irgendwie keinen Sinn.
Unglücklich wäre ich, wenn ich mit diesem Menschen keine Beziehung führen könnte.

So herum läuft das bei mir :confused:
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
So eine Beziehung ist schon nett, da sie ein wenig Schwung ins Leben wirbelt, für den man als Single dann Ersatz finden bzw. selbst sorgen muss. Ich hätte nichts gegen eine Partnerin einzuwenden und denke auch, dass das Führen einer Beziehung im Alter angenehmer und in gewisser Hinsicht einfacher ist, wenn man sich im Leben gefestigt hat, genau weiß man will und gelernt hat, seine Liebe zu pflegen und zu halten.

Nun braucht es aber eben immer zwei für ein Paar und Glück sollte man ohnehin von niemandem außer einem selbst erwarten. So gesehen bricht die Welt für mich nicht zusammen, sollte ich nie eine passende Partnerin finden (was nach gut einem Jahrzehnt Singledasein mir ehrlich gesagt als die wahrscheinlichste Variante erscheint). Der sicherste Weg ins Unglück wäre hingegen, sich genau darauf zu konzentrieren und sich deswegen selbst fertig zu machen. Ist mir aber zu schlapp, da es ja nun auch nicht so ist, dass es keinerlei Alternativen geben würde. Da alles läuft, mache ich mir keine großen Gedanken drum. :zwinker:

Wenn man einen starken Kinder- bzw. Familienwunsch hegt, kann ich verstehen, dass man sich vielleicht stärkere Sorgen um die Zukunft macht, aber für mich ist das nicht der Fall. Zu einem gutem Leben in der fernen Zukunft gehörte das nie zwingend für mich dazu. Traurig wäre nur, wenn ich sämtliche Freunde verlieren würde.
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Eine unglücklich Beziehung dagegen ist ne fiese Sache. Das ist schlimmer als alleine zu sein und vielleicht nicht immer zu wissen, wie man sich die Zeit so vertreibt, so dass man zufrieden ist.

Also ich bin PRO Liebe - wenn sich die Nadel im Heuhaufen denn findet oder unvermuteterweise ins Leben schneit. Und ich bin PRO Trennung, wenn sich die Wahl des Partners als Fehlschlag herausstellt. Auf jeden Fall ist rückblickend eine unglückliche Beziehung für mich verschwendete Lebenszeit, die man zumindest "zufrieden" verbringen könnte.

So geht es mir auch. Wenn dieses Gefühl der Verbundenheit unwiederbringlich verschwunden ist, möchte ich definitiv lieber alleine, als in einer Beziehung einsam zu sein.
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Nach meiner ersten Beziehung habe ich viel gelernt und zwar auch, mein Glück nicht von einer anderen Person abhängig zu machen. Ich finde es auch immer etwas komisch zu sagen, dass man allein ist, nur weil man keinen Partner hat. Es gibt doch nach wie vor Freunde und Familie.

Vielleicht war ich zu lange Single, um dieses Gefühl des Alleinseins als Single nachvollziehen zu können. In meinem Leben gab es Phasen, da hatte ich keine guten und engen Freunde und Phasen, in denen ich mich wirklich allein fühlte. In meiner dreijährigen Single-Phase habe ich einige gute und enge Freunde kennengelernt und schätze diese. Es gibt Freunde in meinem Freundeskreis, bei denen ich weiß (und hoffe), dass der Kontakt nie zu Ende geht und dass sie immer ein offenes Ohr haben werden oder mit mir Pferde stehlen gehen, wenn notwendig.

Ich finde es komisch, dem Partner das eigene Glück aufzulasten. Aber ich finde, man sollte sich seines Partners glücklich schätzen und freuen, dass es ihn gibt.

Ergo: Im Moment habe ich keine Sorgen, im Alter allein zu sein.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich kann die Frage ganz leicht beantworten: ich bin Opportunist. Schon immer gewesen und das ist vielleicht der Grund meiner Zufriedenheit.

"Habe die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst. Habe den Mut, Dinge zu verändern, die du ändern kannst. Und habe die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." (Friedrich Christoph Oetinger)

Ich habe mich schon immer den Gegebenheiten angepasst - man kann es mit fließendem Wasser vergleichen. Ich hab mich treiben lassen, gab es interessante Menschen, denen ich näher kommen wollte, tat ich es. Gab es sie nicht, hatte ich nie das Bedürfnis danach zu suchen.

Ich hab alles mitgenommen, wonach ich Lust verspürte und daraus wurden auch Liebesbeziehungen.

Demnach passten sich auch immer meine Wünsche meiner Lage an. Als ich Single war, war mein Traum alleine zu wohnen und auf Dosen zu schießen, am liebsten noch mit ein paar Katzen als Gefährten.

Jetzt in dieser Patnerschaft sind es Wünsche wie Heirat, Kinder, ein Haus.

Das bedeutet nicht, dass ich andere Wünsche aufgegeben habe, sie passen einfach nicht mehr zu meiner derzeitigen Situation.

Das ist mein Rezept zum glücklich sein: Opportunismus und Hedonismus.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich glaube, der einzige Zeitpunkt, wo es richtig scheisse ist, alleine zu sein ist das Alter. Also wenn die Einschläge wirklich näher kommen. Da braucht man nur mal in ein x-beliebiges Altenheim gehen, sich die Leute angucken, die niemanden mehr haben. Da ist mehr oder weniger jeder unglücklich und da gibt es auch wenig dran schönzureden.

Von daher finde ich Einsamkeit auf Partnerschaft bezogen im mittleren Alter auch nicht so wild. Wir sind ja auch nicht mehr in den Prä-Achtzigern, wo jeder etwas alternative, nicht dem Standard entsprechende Lebensverlauf einen direkt zum Außenseiter gemacht hat.
Wenn man sein Glück so von einem bestimmten Lebensverlauf (Traumfrau, Ehe, Kinder, Haus, Baum usw. ) abhängig macht, macht man sich doch nur zum Sklaven seiner eigenen Erwartungen.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
sich die Leute angucken, die niemanden mehr haben.
Die nicht mehr selbstbestimmt handeln und leben können. Das hat weniger etwas mit Einsamkeit als mit körperlichen und geistigen Verfall zu tun.

Und sollte es soweit kommen, nehme ich mir das Recht heraus, mein Leben zu beenden. Lieber das als nur noch zu existieren.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Danke für dieses interessante Diskussionsthema!

Ich bin ja selbst leider Dauersingle. - Und auch wenn ich mein Single-Leben so schön gestalte, wie es nur möglich ist, fehlt mir einfach das Gefühl, zu lieben und geliebt zu werden und es fehlt mir auch die Aussicht, meinen einzigen wirklichen Lebenstraum - die Gründung einer Familie - in die Tat umsetzen zu können. Dementsprechend kann und werde ich mit meinem Leben als Single niemals glücklich sein.
Abgesehen davon, dass ich mir nunmal ein Leben ohne eigene Familie auf Dauer nicht vorstellen kann, habe ich auch jetzt schon das Problem, dass mein Umfeld eigentlich nur aus vielen Paaren und Familien, wenigen männlichen Singles und ganz wenigen Single-Frauen (die dann auch noch fast alle massiv einen an der Klatsche haben) besteht. Dementsprechend habe ich ja nicht nur Probleme, was die Partnersuche anbelangt, sondern bin auch häufig irgendwo das fünfte Rad am Wagen, oder finde überhaupt niemanden, um gemeinsam irgendwelche Dinge zu unternehmen, gemeinsam in den Urlaub zu fahren, o.Ä., weil all meine Freunde und Bekannten lieber Dinge in trauter Zweisamkeit (bzw. als Familie) unternehmen.

Natürlich hätte ich auch gerne endlich mal Sex. Aber Sex ohne Liebe reizt mich nicht. Ich sehe das eher als nettes Gimmick in einer Beziehung.

Und tatsächlich habe ich große Angst davor, dauerhaft keine Partnerin zu finden und keine Familie gründen zu können. Ich sehne mich schon seit mindestens 13 Jahren nach einer Partnerin, aber kann in dieser Zeit keine nennenswerten Erfolge oder Fortschritte bei der Partnersuche vorweisen.
Und nun bleiben mir gerade noch etwas mehr, als 10 Jahre, um eine Partnerin zu finden, die Beziehung zu festigen und Kinder in die Welt zu setzen, da es für mich einfach nicht vorstellbar ist, bei der Geburt meiner Kinder deutlich älter, als 40 Jahre zu sein. - Das heißt also, dass ich dringend in die Pötte kommen muss, obwohl ich nach wie vor keine Ahnung habe, was ich tun könnte, um der Liebe irgendwie auf die Sprünge zu helfen.
Sollte ich mir also irgendwann in einigen Jahren eingestehen müssen, dass der Zug für mich endgültig abgefahren ist, sehe ich für mich nur zwei Möglichkeiten:
1. Ich finde auf wundersame Art und Weise irgendeine andere Sache, die meinem Leben einen Sinn gibt (wobei ich keine Ahnung habe, was das sein könnte)
2. Ich führe so lange ein unglückliches Single-Leben ohne Sinn und Ziel, bis mich möglicherweise irgendwann auch der Gedanke an die Trauer meiner Angehörigen nicht mehr davon abhalten kann, es vorzeitig zu beenden.
 

Benutzer159029  (29)

Öfters im Forum
Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich mich noch nicht mit dem Gedanken beschäftigt habe. Zu Schulzeiten war es noch einfach. Damals hatte ich immer den Gedanken, dass ich bis 20, wenn die Schule zu Ende wäre, auch eine Beziehung haben würde. War dann im Endeffekt nicht so und ich hatte zum damaligen Zeitpunkt (so seit 18) ziemliche Probleme generell ‚alt‘ zu werden. Ich hatte also irgendwie eine verfrühte Quarter-Life-Crisis, wie man es heute so nennt. Durch Serien, Filme, Bücher und Co, kam ich dann dazu, dass ich der Meinung war, dass sich da bis 25 sicherlich etwas tut und das ja an sich gar nicht schlimm ist (immerhin war es bei der Hauptdarstellerin mit 25 in einer Serie auch nicht so). Gab dann noch ne andere Serie wo die Figur schon so 30 war, bis es mal was wurde, von daher hat mich das optimistisch gestimmt. Wirklich geändert hat sich der Gedanke aber erst durch meinen ‚Freund‘, da ich irgendwann verstanden habe, dass ich gar niemand anderen wollen würde und der einzige Faktor, der uns je zusammenbringen wird eben Zeit ist und Zeit schließt Altern mit ein. Mit so Anfang 20 hatte ich dann schon nicht mehr das Problem mit dem Altern, war mir da also recht gleich, aber seit ich damals zu diesem Schluss kam (War ich 23? Vielleicht.) bin ich irgendwie recht froh gewesen zu altern, da ich diese Phase eher hinter mich bringen wollte und hätte es noch 3-4 Jahre gedauert, wäre ich eher froh gewesen, dass diese Zeit schnell vergangen wäre. Heute setze ich mich also nicht mehr mit dem Gedanken auseinander, wobei ich bei dem Gedanken daran, wie viele Menschen Single sind und weitaus älter, als ich, also so 30+ und aufwärts, schon zu schaudern beginne und das daher nicht auf die leichte Schulter nehme. Wenn etwas irgendwie normal wird und zum eigenen Alltag gehört, dann vergisst man wohl manches Mal, dass das nicht generell die Norm ist und man eigentlich Glück hat, auch, wenn man eben weiß, dass man sich glücklich schätze kann, irgendwie sticht es nicht so hervor, wie besonders etwas ist, wenn man es selbst als eigene Norm erachtet.

Angst hat mir dieser Gedanke an sich aber nie gemacht, da ich immer den Glauben hatte, dass alles nach einem gewissen Plan verläuft und ich sozusagen nicht von On-Off und Chaos zu Perfektion stolpere, ohne, dass da ein Sinn dahinter steckt. Klar zweifelt man manches Mal daran und versteht nicht wieso irgendetwas eintritt, aber irgendwann macht es Sinn und ich denke mal, dass man sich wohl aussuchen kann, ob ich einfach in nen Topf voll Glück gefallen bin und mir nach der Reihe lauter Zufälle zufallen, oder ob da doch mehr wie Schicksal und ein Plan dahintersteckt und irgendwie nehme ich nicht an, dass ein einzelner Mensch so viel Glück haben kann und andere so viel Pech, also macht ein Plan, der sozusagen immer eine Stufe weiter voranschreitet, doch weitaus mehr Sinn.

Alleine wäre ich aber auf keinen Fall glücklich, da würde ich mir wohl die Frage stellen, wieso ich existiere bzw. lebe, wobei ein Dasein alleine könnte man nicht als Leben bezeichnen, das wäre irgendwie sinnlos.

Im Alter alleine zu sein ist definitiv kein schöner Gedanke, wenn man bedenkt, dass die eigene Familie dann wohl schon tot ist und selbst, wenn man Kinder hat, sollten diese ihr eigenes Leben führen und nicht verpflichtet sein stets die Eltern zu besuchen bzw. einen Elternteil eben. Da ich auch kein Mensch für Freundschaften bin und mich selbst Bekannte nerven, wenn sie mich mal kontaktieren, stellt das auch keine Option dar, aber ich habe schon länger den Gedanken bzw. das Gefühl, dass mein ‚Freund‘ wohl irgendwann vor mir sterben wird und ich dann im Alter mehr, oder minder alleine übrig bleiben werde und ich denke mal, wenn man sich mit dem Gedanken schon früh anfreundet, dann ist das im Alter auch in Ordnung. So 50-60 Jahren Zeit um sich damit abzufinden sollte wohl ausreichen.

An sich mache ich mein Glück aber wohl schon von einer einzigen Person abhängig. Ich kann zwar auch ein paar Tage gut alleine auskommen, aber meist erledige ich dann Dinge, die sich angesammelt haben und auf Dauer würde das auch nicht zur Verfügung stehen. Ansonsten kam ich zu dem Schluss, dass sämtliche andere Versuche ‚angeblich‘ glücklich zu sein und ein gutes Leben ohne Beziehung zu führen, eigentlich für mich Humbug und Lügen sind. Ich gehöre irgendwie der Sorte Mensch an, die sich gerne Dinge einredet, wenn es sein muss, aber sobald es anders sein kann, das alles über den Haufen wirft und die Wahrheit erkennt, von daher sehe ich auch keinen Sinn im Leben ohne eine Beziehung bzw. ist das sozusagen mein Lebensziel. Alles andere ist zweitrangig.

Wahrscheinlich bin ich etwas jung, um das zu sagen, aber ich warte sozusagen schon sehnsüchtig darauf, dass diese ganzen typischen Lebensereignisse, die man so von Mitte 20 an erlebt, endlich ein Ende finden. Ich muss nichts mehr erleben. Ich bin sozusagen vollkommen zufrieden damit, wovor manch andere Angst haben. Der Gedanke: Und das ist es nun gewesen? gefällt mir sehr gut. An sich bin ich zwar jemand, für den es nie genügend Drama sein kann, da ich, wenn etwas normal und unproblematisch abläuft, irgendwie keinen Wert darin sehe, aber mittlerweile komme ich mir ‚zu alt’ dafür vor und bin froh, dass das nun wohl bald alles ein Ende hat und ein zum größten Teil ereignisloses Leben auf mich zukommt bzw. ein Leben ohne große problematische Ereignisse, oder Geschehnisse.
 
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